Nochmal: #MeinFeminismus

Es wurde ja schon oft vehement gefordert lieb danach gefragt. Da ich es außerdem gerne auf diese Weise speichern würde: #MeinFeminismus als Tweetsammlung.


 

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Wenn jemand über einzelne Punkte diskutieren möchte, gerne. Allerdings bitteschön mit Begründung, was seiner/ihrer Meinung nach an dem entsprechenden Punkt kritikwürdig ist. Meldungen von Tussis, die meine Meinung mit Mord gleichsetzen und biologistische *tuuut* *bitte höflich bleiben* sind nicht erwünscht.

Media Monday #175

Es ist mal wieder Media Monday!

1. Horrorctober und Halloween sind vorbei: Meine Horrorfilm-Entdeckung des Jahres ist die schleichende Erkenntnis, Horrorfilme längst nicht mehr so gut zu vertragen wie früher. Meine Mitbewohner, die sind immer in der Stimmung für Horrorfilme – aber mir fehlen dafür zunehmend die Nerven.
Deshalb fällt mir hier nicht so wirklich was ein. Der beste Horrorfilm, den ich dieses Jahr gesehen habe, war definitiv Paranormal Activity, aber damit bin ich ja wieder mal ziemlich spät dran, womit man nicht mehr von einer “Entdeckung” reden kann…

2. Hingegen The Bay war eine echte Enttäuschung, denn wenn man einen Film in Found Footage dreht und wie eine Doku aufzieht, dann sollte man wenigstens auch Schauspieler engagieren, welche die Stimmung nicht durch ihr Overacting ruinieren. Und das Script, boah… eigentlich war es schon nach zwei Minuten für mich vorbei, als eine Überlebende aufgefordert wird, ihr altes Filmmaterial zu kommentieren. Sie sagt dann sowas wie “Oh Gott, dachte ich wirklich mal, die Klamotten würden mir passen?”, was ja wohl in einer Liste mit “Dingen, die man als Überlebende eines tödlichen Virus, der eine halbe Stadt entvölkert hat, ganz sicher nicht von sich geben würde, wenn man aufgefordert wird, über den tödlichen Virus, der eine halbe Stadt entvölkert hat, zu reden” ganz oben stehen würde!

3. Im November freue ich mich am meisten auf haufenweise Serien, weil ungefähr achttausend Serien neu gestartet sind oder in die nächste Runde gingen, die ich noch nicht gesehen habe. Da wartet noch so viel auf mich!

4. Alvin und die Chipmunks fand ich früher echt klasse, würde ich mir aber heut nicht mehr ansehen, weil, Hand aufs Herz, die Serie nervt doch total!

5. Es ist mir echt ein Rätsel, wie all die Horrorfilme mit Kindern in der Hauptrolle gefilmt werden konnten, denn schließlich sind die ja zu jung, um das Werk am Ende dann selbst sehen zu können! Das ist ein seeeehr altes Rätsel, auf das mir noch niemand eine richtige Antwort liefern konnte.

6. Jetzt, wo es kälter und ungemütlicher draußen wird, habe ich mir vorgenommen, daheim öfter aufzuräumen, damit ich mich auch gerne in meinem Zimmer aufhalte, und mehr gesunde Sachen zu essen, damit ich mich auch gerne in meinem Körper aufhalte.

7. Zuletzt gesehen habe ich The Babadook und das war ziemlich gruselig, weil dieses Monster, auch wenn es nur aus einem dunklen Schatten und ekelhaften Geräuschen besteht, einfach ziemlich krass furchterregend war. Deshalb würde ich den Film empfehlen, auch wenn ich die psychoanalytische Deutung (es geht um den inneren Konflikt der Hauptperson zwischen ihrer Rolle als Mutter und ihren eigenen sexuellen Bedürfnissen – so habe ich das zumindest interpretiert) irgendwie ein bisschen zu naheliegend fand.

[Halloween-Special] Halloween, die Dunkelheit und das Fangirl in mir

Da überlegt man grade noch so schön, wie lang die Fingernägel noch wachsen können bis Halloween, um sie spitz zu feilen – da ist es auch schon vorbei!

Leider habe ich nicht alles geschafft, was ich mir für die letzten 10 Tage vorgenommen habe. Auch bin ich kaum dazu gekommen, Kommentare zu beantworten, was immer ganz besonders an meinem Gewissen nagt.

Aber das kam nicht völlig aus dem Nichts. Ich sag euch: Wenn ihr mal ne echte Horrorshow erleben wollt, legt euch Depressionen zu! Authentischer kann kein Medium dieses Gefühl absoluter Verzweiflung und geisteszerstörender Agonie vermitteln! Erlebt eine wilde Geisterbahnfahrt im rasanten Wechsel zwischen “Niemand liebt mich” und “Mein Leben ist ein riesiger Haufen Scheiße”! Toll! Also nicht!

yay

Jedenfalls ist ein akuter depressiver Schub nicht so gut für den Antrieb und verursacht Schreibblockaden. Jetzt ist es aber erstmal wieder vorbei. Halleluja!

Grade geht es mir also wieder normal (das heißt bei mir “ganz okay”), aber viel von dem tollen Scheiß, den ich für diesen schönen Feiertag geplant hatte, ist jetzt leider nicht fertig geworden. Das ist schade. Aber dafür freue ich mich unheimlich darüber, dass so viele an meiner Halloween-Blogparade teilgenommen haben! Ich konnte leider noch nicht alle lesen, werde mich aber noch auf Spurensuche begeben (verlinken, Leute, verlinken!), um das nachzuholen. Besonders lustig finde ich die vielen Ausflüchte bei Frage 10 :D Tatsächlich habe ich bisher nur einen gelesen, der auf die Frage, ob er seine Seele verkaufen würde, mit “Ja” geantwortet hat. Kähähä. Es ist doch immer schön, wenn bei einer Umfrage genau das herauskommt, was man erwartet hat!

Jedenfalls endet hiermit mein Halloween-Special offiziell. Einiges von dem, was ich nicht mehr geschafft habe, beispielsweise mein Kostüm-DIY, hebe ich mir dann halt für nächstes Jahr auf.

So ganz ohne Input möchte ich diesen letzten Halloween-Beitrag aber nicht beenden. Eigentlich wollte ich das schon im Laufe der letzten Woche posten, aber ich habe mich ganz im Ernst einfach nicht getraut. Doch da es einfach passt und weil es gerüchteweise tatsächlich ein paar Leute geben soll, die sich für das interessieren, was ich so fernab meines Blogs schreibe, möchte ich euch hiermit auf meine “Nightmare before Christmas”-Fanfiction aufmerksam machen, die ich just begonnen habe bei Fanfiktion.de zu posten.

Tja, was ist “Nightmare before Christmas”? Viele würden vermutlich die Frage schon als Beleidigung auffassen, weil das eine krasse Bildungslücke ist, da ich mir den Film aber selbst erst letztes Weihnachten angesehen habe (nachdem sich meine Mutter zwanzig Jahre zuvor geweigert hat, mit mir ins Kino zu gehen…), habe ich da überhaupt keinen Grund, arrogant zu sein. Jedenfalls sollte sich jeder diesen Film ansehen, falls er ihn noch nicht kennt, ob ihr meine Fanfiction lesen wollt oder nicht.

Diese stellt ein Prequel zum Film da. Ich widme mich der Frage, wer (und was) Jack gewesen ist, bevor er zum Kürbiskönig wurde, und wie es letztendlich dazu kommt. Weil das so Dinge sind, mit denen man sich in Fanfictions beschäftigt. Das sage ich nur, weil es viele, viele Menschen gibt, sogar hier in diesem Internet, die von so einer Erscheinung noch nie was gehört haben ^^

Naja, wenn ihr reinlesen wollt, stehen euch für Feedback hier die Kommentare offen :)

Was bleibt zum Ende noch zu sagen? Ich hatte jedenfalls trotz allem ein schönes Halloween und weiß jetzt, dass ich 1. Kontaktlinsen vertrage und 2. rote Kontaktlinsen bei mir superhammergeil aussehen. Allein dafür hat es sich sowas von gelohnt! Schade nur, dass ich lustige Accessoires wie diese nicht viel öfter tragen kann. Wobei, eignet sich das nicht als festliches Detail für Weihnachten?

Nachträglich euch allen Happy Halloween!

Meine Halloween-Specials:
Die große Halloween-Blogparade
Meine fünf schlimmsten Horrorfilme
Spielereview: Betrayal at House on the Hill
Stephen Kings fünf beste Kurzgeschichten
Die fünf besten Halloween-Serienspecials
Minimalistische Partytipps

[Halloween-Special] minimalistische Halloween-Partytipps

Jeder (ja, jeder) mag gerne Halloweenpartys. Was keiner will: hunderte von Euros dafür ausgeben. Genau das tun Amis aber anscheinend, wenn man sich ihre Deko so ansieht. Allein für die vielen Kuchen in Skelett-, Zombie- oder Vampirform dürften im Fachhandel locker 50 bis 100 Euro fällig werden.

So groß wird das in Deutschland nicht. Überhaupt kann sich sowas doch heutzutage kein Schwein mehr leisten. Trotzdem will jeder ein bisschen Halloween-Feeling haben.

Es heißt also, dort anzusetzen, wo man hier in Deutschland als allerletztes spart: am Alkohol. Eine Party ohne Knabberzeug, Musik oder nen Stuhl zum Sitzen? Völlig egal, solange es nur genug zu Saufen gibt. Liebes, aber armes Halloween-Fanvolk: Hier sind die Stellschräubchen, an denen ihr drehen könnt, die den Unterschied machen können zwischen einer alltäglichen, lahmen Freitagabend-Sauferei und einer zwar minimalistischen, aber definitiv themenorientierten Halloweensause!

Profitiert also von meiner langjährigen Erfahrung als Schnapsdrossel Kellnerin, wenn ihr euren Gästen folgende günstige Köstlichkeiten kredenzt und leidenschaftlich Argumente dafür vorbringt, warum das ja alles irgendwie was mit Halloween zu tun hat!

Grüne Witwe
Klassischer, süffiger Longdrink – war der Renner auf allen 17. Geburtstagen damals. Warum ist der geeignet für Halloween? Na, weil er grün ist. Und weil “Witwe” was mit Tod zu tun hat. Aber natürlich könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und das Getränk für diesen Abend umbenennen. “Schleim” würde sich anbieten. “Ektoplasma” ginge auch (allerdings auf die Gefahr hin, dass ihr den Namen den Rest des Abends immer wieder erklären müsst).

Ihr braucht:
– Blue Curaçao
– O-Saft
– Eiswürfel, falls ihr welche habt. Warm schmeckt das Zeug in-fer-na-lisch.

Etwa 4cl Blue Curaçao in ein normales Glas geben (weil ihr armen Schlucker, die ihr diese Tipps braucht, vermutlich keine Longdrinkgläser habt – wie ich!). Mit O-Saft auffüllen, fertig. Trinket und erschaudert!
Versucht gar nicht erst, die Zutaten zu schichten. Für sowas hat doch wirklich niemand Zeit.

Sieht so richtig schön scheiße aus.

Sieht so richtig schön scheiße aus.

Wackel-Wodka
Taking about “Ektoplasma” – den Namen reserviert ihr doch lieber hierfür!

Ihr braucht:
– möglichst billigen Wodka
– Götterspeise-Mix (Geschmacksrichtungen “Waldmeister” und “rot”)
– Zucker
– Plastik-Shotgläser (4cl)
– Zahnstocher

Kuckt, wie viel Wasser für ein Päckchen Götterspeise gebraucht wird. Nehmt nur etwa zwei Drittel und kocht das zusammen mit ein paar Esslöffeln Zucker auf, bis der Zucker sich gelöst hat. Nehmt den Topf vom Herd, rührt den Götterspeise-Mix rein und kippt ERST DANN, wenn sich das vollständig gelöst hat, ein Drittel Wodka dazu. Das ist mein spezieller Tipp, um zu verhindern, dass der Alkohol beim Kochen verdampft.
Flüssigkeit in Plastik-Shotgläser füllen (4cl, weil 2cl viel zu viel Arbeit ist) und in den Kühlschrank stellen, bis die Götterspeise fest ist. Genießen (also “genießen”), indem man das Zeug mittels Zahnstocher rauspult.
Falls ihr jetzt denkt “Meh”, weil mit dem ganzen Zubehör zu teuer: Ihr spart euch damit schließlich auch Getränke zum Mixen für den Wodka. Und wenn ihr in jedes Shotglas ein kernloses Träubchen oder ein Stückchen Mandarinchen reintut, bevor das Zeug fest ist, wird man euch für die totalen Gourmetköche halten!

Schwarzer Wodka/Energy
Hach, Schwarzer Wodka/Energy, DAS Getränk meiner Jugend! Schon deshalb ist es ein tolles Getränk für Halloween, denn es gewahrt mich an die grauenvolle Vergänglichkeit des Lebens. Aber auch für euch lohnt es sich als Feiertags-Longdrink. Das Zeug färbt nämlich Zunge und Lippen total dunkel. Ansonsten sieht es recht harmlos aus. Halt schwarz. Aber wenn ihr ein Schwarzlicht habt, könnt ihr beobachten, wie das Zeug ekelhaft grün leuchtet. Ein totales Highlight, genauso wie die schwarze Kotze, die man davon bekommt.

Ihr braucht:
– schwarzen Wodka
– einen billigen Red-Bull-Ersatz

Der schwarze Wodka ist ziemlich lame, also großzügig messen. Eine Halb/halb-Mischung ist hier tatsächlich nicht allzu übertrieben. Ja, und das war’s auch schon an Rezeptanweisungen bei diesem Zeug – trinket und erschaudert!

Flatliner
Kommen wir mal zum harten Stuff, einem Shot, den ihr so schnell nicht wieder vergessen werdet. Der Halloweenbezug ergibt sich durch den absoluten Horror, den ihr bei jedem Glas erlebt. Tatsächlich wurde dieses Zeug in meiner ehemaligen Kneipe gerne geordert, wenn jemand etwas “besonderes” wollte. Die Leute waren sogar bereit, mehr Geld dafür zu bezahlen! Bemerkenswert… muss wohl eine Art Mutprobe für Erwachsene sein. Also genau das Richtige für Halloween!

Ihr braucht:
– Tequila
– Sambuca
– Tabasco

Normales Shotglas (2cl) etwa bis zur Hälfte mit Sambuca füllen. Tabasco auf nen Löffel träufeln und draufgleiten lassen. Über den selben Löffel vorsichtig den Tequila ins Glas gießen, bis es voll ist.
Ja, ich weiß, ich habe gesagt, niemand hat Zeit für Schichtdrinks. Aber in diesem Fall lohnt es sich. Weil der Shot damit so nett aussieht. Er ist aber nicht nett. Er ist eine widerliche Grässlichkeit aus den inneren Kreisen der Hölle. Weshalb er auf eurer Party tierisch gut ankommen wird!
flatliner

Schlammbowle
Die Richtung ist erkennbar: An Halloween sollen Sachen verputzt werden, die eklig aussehen! Und egal, wie geil eine Schlammbowle bei der Google Bildersuche auch arrangiert ist: Letztendlich sieht sowas in Echt IMMER scheiße aus.
Aber: Es schmeckt. Irgendwie.

Ihr braucht:
– eine Flasche Wodka (oder so)
– eine Flasche O-Saft
– eine Flasche Kirschsaft
– eine Packung Vanilleeis
– eine Flasche Sekt (optional)

Alle Getränke in eine Schüssel geben (da ihr vermutlich keine Bowleschale habt – genauso wenig wie ich). Kurz vor dem Servieren Vanilleeis drauftun. Warten, bis es angeschmolzen ist. Euch an der ekelhaften Farbe erfreuen.

Und falls es doch etwas teurer und aufwendiger sein soll…
… dann ist der Cocktail der Wahl natürlich ein Zombie. Dessen Relevanz ich hoffentlich nicht erklären muss!


 

Weitere Halloween-Specials:
Die große Halloween-Blogparade
Meine fünf schlimmsten Horrorfilme
Spielereview: Betrayal at House on the Hill
Stephen Kings fünf beste Kurzgeschichten
Die fünf besten Halloween-Serienspecials

Media Monday #174

Es ist mal wieder Media Monday – und trotz des baldigen Feiertages keine einzige Frage zu Halloween?! Ich bin entsetzt und schockiert! Naja, wer ähnlich empfindet, sollte zur Beruhigung schnell bei der großen Halloween-Blogparade mitmachen und sich den unverschämt interessanten Fragen stellen!

1. In jedem Film, der in Berlin spielt, sieht man wunderschöne Altbauwohnungen von Leuten, die total alternativ sind und sich Kräuter auf dem Fensterbrett ziehen, die natürlich nie so aussehen, als würden die davon auch mal was abschneiden, um es in ne Soße oder so reinzutun. Können die nicht mal stattdessen die typische geisteszerstörende Ikea-Tristesse zeigen, die in 80% aller deutschen Haushalte vorherrscht?

2. Edward Norton zählt zu meinen liebsten SchauspielerInnen, spätestens seit seiner Rolle als der namenlose Typ in Fight Club. Was ich hoffentlich nicht weiter ausführen muss.

3. Alles, was mit Helene Fischer und Schlager zu tun hat ist auch wieder so ein Hype, dem ich nichts abgewinnen kann, denn hatten wir nicht erst einen Schlager-Boom? Wann war das, so etwa 1998 mit Guildo Horn? Das ist gerade mal 16 Jahre her! Ich erinnere mich noch daran, als wäre es gestern gewesen! Und ich finde, das reicht erst mal für eine Generation!

4. Hingegen für na was wohl? – Halloween! bin ich Feuer und Flamme, bekomme nicht genug davon und freue mich darum schon wie ein Schnitzel auf Freitag! Wo-hooo!

5. Im direkten Vergleich zu früheren Filmepochen sind die in den letzten Jahren entstandenen Filme zu ernst und dafür mache ich ganz allein Christopher Nolan verantwortlich. Keine Pointe.

6. Das Hörspiel/den Podcast die Känguru-Chroniken kann ich nur jedem empfehlen, der die letzten paar Jahre unter einem Stein gelebt hat, denn jeder andere hat davon wohl schon was gehört, auch ganz ohne dass ich es empfehlen muss. Leider habe ich außer diesem Hörspiel und diversen Drei ??? Folgen seit Jahrzehnten kein Hörspiel gehört, und einen Podcast sogar noch nie.

7. Zuletzt gelesen habe ich ein paar Kurzgeschichten von Stephen King und das war toll wie immer, weil es wunderbar zur Jahreszeit passt und ich außerdem diesen Post so beenden will, wie ich ihn angefangen habe: mit schamloser Eigenwerbung.

[Halloween-Special] Die fünf besten Serien-Specials

Feiertagsspecials in Serien haben eine lange Tradition, gehören oft sogar zur Staffel-Routine – Grund genug, den fünf besten Halloween-Specials unter den Feiertagsspecials einen eigenen Halloween-Special-Artikel zu spendieren!


The Simpsons: Treehouse of Horror I-VIII
simpsons-treehouse-of-horror
Um das gleich mal klarzustellen: “Treehouse of Horror” ist episch. So episch, dass ich diese Liste problemlos NUR mit Simpsons-Episoden füllen könnte.
Allerdings sollte es ja schon ein bisschen divers sein. Und außerdem bin ich sauer auf Die Simpsons. Ich halte die Serie für eine der großartigsten, die jemals gemacht worden ist – bis ungefähr Staffel 10. Alles, was danach kommt, ist ein riesengroßer Haufen Scheiße. Und da nun leider 10 überragende Staffeln 16 schlechten gegenüber stehen, fühle ich mich als Fan der ersten Stunde irgendwie total verarscht und bin zeitweise fast versucht, ein “Ex” vor dem “Fan” zu ergänzen.
Meiner Meinung nach sieht man den Verfall fast nirgendwo besser als bei den “Treehouse of Horror”-Episoden. Ich habe mir vor ein paar Tagen die neuste Folge angesehen und kann kaum glauben, dass das noch die selbe Serie ist, die nicht weniger (aber leider auch nicht mehr) als acht großartige Halloween-Specials produziert hat, die ich wohl bis in alle Ewigkeit lieben werde, egal wie viele Dutzend Male ich sie noch sehe.
Das ist sehr traurig. Aber lasst uns nicht über den Bullshit von heute mosern, sondern erinnern wir uns lieber zurück auf die guten, alten Zeiten, als ein Simpsons-Halloween-Special eines der Top-Fernsehereignisse des Jahres war – und das völlig zurecht.


Community S01E07 – Mexikanisches Halloween
Community ist möglicherweise das nerdigste und damit grandioseste Etwas, was es jemals auf die Mattscheibe geschafft hat und es ist eine verdammte Schande, dass kaum jemand die Serie kennt!
Das Problem ist allerdings, dass die pure Genialität sich erst so richtig ab der zweiten Staffel entfaltet, während Staffel 1 wie eine zwar unterhaltsame, aber nicht gerade wahnsinnig innovative “Kriegen sie sich, oder kriegen sie sich nicht?”-Sitcom startet.
So jedenfalls bis zu folgender Szene:

Bis dahin ist die Folge ganz okay, auch wenn ich Jeffs Rumgeturtel mit dieser Dozentin sehr hasse. Aber dann das. In dem Moment, als ich Jeffs Blick aufkeimenden Verstehens sah – so dermaßen over the top, dass ich mich jedes Mal auf den Boden legen könnte vor Lachen – keimte auch in mir was, nämlich die Hoffnung auf kommende Awesomeness. Ja, während Abeds epischen Monolog wurde mir erstmalig klar, dass es sich hierbei eben NICHT um eine 0815-Liebesschnulzensitcom handelt. Wie sich zeigen sollte, hatte ich Recht! Allein wegen dieser Szene muss die Folge einfach rein!


South Park S02E15 – Böser, böser Fisch
Halloweenfolgen haben bei South Park eine fast ebenso große Tradition wie bei den Simpsons. Und so blöd es sich anhört: Ich hätte mir fast in die Hosen geschissen, als ich diese spezielle Folge damals zum ersten Mal nachts auf RTL sah!
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Aber auch ansonsten zeichnet sich diese Episode durch alles aus, was South Park einst so großartig gemacht hat, und was der Serie heute leider fehlt. Keine zehn Sekunden ohne irgendetwas geniales und klassisches.
Terrence und Philip. Spooky Vision. Chefkoch. Der böse Cartman. “Nein, Miez, böse Miez!!” “Höllen”. Und ein gottverdammter Indianerfriedhof. Muss ich noch mehr sagen?


How I met your Mother S01E06 – Die Kürbis-Schlampe
Halloween bei HIMYM ist tatsächlich mehr als ein schlampiger Kürbis. Allein für diese Szene muss man Barney einfach lieben:

Leidenschaftlich übertrieben in allem, was er tut und wenn es dann um Halloween-Kostüme geht, wird es halt super-awesome. Wie gerne wäre ich mal auf einer Party mit lauter Leuten, die sich bei ihren Kostümen SO viel Mühe geben!


Community S02E06 – Zombie-Alarm!
(Jap, Community gehört zweimal rein. WEIL.)
Abgesehen von der erneuten Demonstration der traurigen Tatsache, dass deutsche Übersetzer nicht in der Lage sind, ein System in den Titeln von Serienfolgen zu erfassen, ist diese Folge irgendwie einzigartig. Noch nie habe ich erlebt, dass so eine umfassend unrealistische Story am Ende doch so unglaublich logisch erscheint. In keine andere Realserie hätte eine Folge wie diese gepasst, aber bei Community geht einfach alles!

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Weitere Halloween-Specials:
Die große Halloween-Blogparade
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Stephen Kings fünf beste Kurzgeschichten

[Halloween-Special] Der King (und seine fünf besten Kurzgeschichten)

Wer mich bereits länger liest, dürfte vielleicht schon mitgekriegt haben, dass mich mit Stephen King eine ganz besondere Liebe verbindet. Aber als ungekrönter Meister des Horrors sollte ihm auch ohne diese Liaison ein Platz in einem solchen Special sicher sein.

Ich las meinen ersten Stephen-King-Roman, da war ich gerade erst elf. Davor mochte ich Enid Blyton und hatte alle “Hanni und Nanni”-Bände; den Zwischenschritt davon zu Horror, wie auch immer der aussehen mag, habe ich indes einfach übersprungen.
Es fing mit Friedhof der Kuscheltiere an, dann kam ziemlich bald danach Shining, dann müssten Carrie und Brennen muss Salem dran gewesen sein und ab da verschwimmt alles in einem Wirbel aus Buchtiteln, denn es kann wohl niemand ernsthaft erwarten, dass ich alle gut fünfzig Stephen-King-Bücher, die ich gelesen habe, in der richtigen Reihenfolge aufzählen kann.

Fünfzig Bücher. Ich weiß nicht, was beeindruckender ist: Dass ein Mensch tatsächlich so viel schreiben kann oder dass ich immer noch Lust habe, es zu lesen!

So ziemlich seit Beginn seiner Karriere kämpft er gegen den Stempel “Schundautor” und wird den, so fürchte ich, auch nicht mehr los werden. Er ist auch sicher nicht der eleganteste Schreiber, zudem hat er auch einfach schon richtig viel Scheiße geschrieben, aber was er über das Schreiben an sich sagt und auch über die ihm verwehrte Anerkennung vom Feuilleton fasziniert mich. Wenn “Angst” eines der universellsten Gefühle überhaupt ist, warum hat dann Literatur, die sich genau damit befasst, einen so schlechten Stand?

Überhaupt, was ist eigentlich Literatur? Dazu ein Zitat:

“Ich verstehe das überhaupt nicht. Ich verstehe nichts von alledem. Warum muss eine Geschichte politisch oder sozial oder kulturell motiviert sein? Sind das nicht ganz natürliche Bestandteile jeder gut erzählten Geschichte? Ich meine… ich meine… kann eine Geschichte nicht einfach eine Geschichte sein?”
– Stephen King, Es

Und damit hat er vollkommen Recht. Das ist genau das, was ich in meinem Germanistikstudium vermisse. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass Stephen King mich dazu gebracht hat, Literatur zu lieben, während mein Studium mich gelehrt hat, sie zu hassen.
Und das ist doch echt scheiße! Allein deshalb mache ich jeden fertig, der es im universitären Umfeld wagt, über Stephen King zu lachen und ja, ein bisschen genieße ich das sogar!

Ich habe im Zuge eines Blogprojekts letztes Jahr angefangen, Stephen-King-Romane in alphabetischer Reihenfolge zu rezensieren. Durchgehalten habe ich das zwar nicht, aber für Rezensionen brauche ich ja eigentlich kein Projekt von außen :) Hiermit sei also angekündigt, dass ich damit weitermache, und zwar da, wo ich aufgehört habe! Ich mache mir da keine konkrete Vorgabe (also nicht “eine Rezension pro Woche”), aber irgendwann wird es weiter gehen :)

Soooo… aber dieser Artikel soll ja trotzdem noch ein bisschen mehr beinhalten als bloginterne Ankündigungen! Deshalb, zu Ehren eines großen Wörterschmiedes, des Meisters des Horrors und meines liebsten Autors, zu Halloween Stephen Kings fünf beste Kurzgeschichten in willkürlicher Reihenfolge!


Der Jaunt
Enthalten in “Blut”
Ein Vater erzählt seiner Familie die Geschichte des ersten verkehrstüchtigen Teleporters, der nicht nur die irdische Energiekrise löste, sondern der Menschheit auch den Weg zu den Sternen ebnete, obwohl einige Rätsel dieser Erfindung immer noch nicht gelöst sind…
Stephen King liebt Science Fiction, doch wenn er sich dem Genre widmet, ist seine persönliche Note unverkennbar. Ich mag Star Trek, aber was in solchen Filmen und Serien an technischer Innovation gezeigt wird, ist so unnatürlich sauber, dass es fast steril wirkt. Stephen King dagegen schafft es ohne ein einziges explizites Wort, die pure Bedrohlichkeit der vermeintlich strahlenden Zukunft auf den menschlichen Geist zu vermitteln, der für solche Ausmaße eigentlich gar nicht geschaffen ist. Wenn andere Autoren die Leser für den Gedanken faszinieren, irgendwann einmal den Weltraum erobern zu können, erinnert Stephen King daran, dass der Weltraum sehr, sehr groß ist – wir dagegen aber ganz, ganz klein. Und das ist so beängstigend, wie echter Horror nur sein kann.

Quitters, Inc.
Enthalten in “Katzenauge”
Ein Mann leidet sehr unter seiner Nikotinsucht, hat aber wie Millionen anderer Menschen ein Problem, von selber mit dem Rauchen aufzuhören – also wendet er sich an eine Firma, die bei der Unterstützung von Rauchern eine 98%ige Erfolgsquote vorweisen kann. Allerdings sind ihre Methoden etwas rabiater, als er sich das vorgestellt hat…
Irgendjemand schrieb mal, “Quitters, Inc.” sei eine Kurzgeschichte, wie sie klassischer nicht sein könnte, und als solche die beste, die Stephen King je geschrieben hat. Ob es tatsächlich DIE beste ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber in meine Top 5 gehört sie auf jeden Fall!
Dabei ist der Horror hier mindestens in zwei Schichten aufgetragen. Einerseits ist da die ganz reale Bedrohung durch Gangster, die, auch wenn sie ein eigentlich hehres Ziel verfolgen, vollkommen skrupellos sind – die andere ist die Bedrohung durch sich selbst. Die eigenen Triebe, Gelüste, Schwächen… in dieser Geschichte könnten sie tatsächlich zur Katastrophe führen. Was einfach nur eine wunderbare Parabel ist.

Die Leiche
Enthalten in “Frühling, Sommer, Herbst und Tod”
Ein Sommer in den Fünfzigerjahren und vier Freunde, die sich aufmachen, die Leiche eines vermissten Jungen zu finden…
Diese Kurzgeschichte, die eigentlich eine Novelle ist, dürfte die bekannteste in dieser Liste sein, weil sie unter dem Titel “Stand by me” sehr erfolgreich verfilmt worden ist. Allerdings konnte mich der Film nie so wirklich begeistern – anders als das geschriebene Wort.
Wobei, vielleicht ist “begeistern” die falsche Formulierung. Diese Geschichte bereitet mir jedes Mal echte körperliche Schmerzen beim Lesen. Es ist ein sehnsuchtsvoller Text über Vergänglichkeit, die ganz offensichtlich durch die namensgebende Leiche symbolisiert wird, doch darüber hinaus ist das Hauptthema Freundschaft, die dem Hauptprotagonisten zu einem gewissen Zeitpunkt im Leben als das Wichtigste überhaupt erschienen ist – und die dennoch irgendwann endete. Nicht mit einem Knall, sondern indem sie sich langsam aus seinem Leben schlich. So ähnlich ist auch der Tod: Für die meisten kommt er nicht plötzlich, sondern das Sterben beginnt für sie, für uns alle, mit dem Tage unserer Geburt.
Und das macht diese Geschichte gleichzeitig unendlich traurig als auch wunderschön – denn diesem Vanitas-Motiv wird genauso leidenschaftlich die Botschaft entgegen gestellt, das zu schätzen, was man hat, solange man es eben hat.

Die 10-Uhr-Leute
Enthalten in “Abgrund”
Die Protagonisten in dieser Geschichte gehören zu den Leuten, die gerne mit dem Rauchen aufhören wollen, es aber nicht ganz schaffen und sich deshalb täglich in ihrer ersten Pause vor den Bürogebäuden sammeln, um eine der wenigen Zigaretten zu sich zu nehmen, die sie sich noch erlauben. Diese Kleinstversorgung mit Nikotin enthüllt ihnen allerdings ein grauenhaftes Geheimnis…
Zu dieser Geschichte vermag ich nicht den geringsten Gehalt herbei zu interpretieren. Die Prämisse ist völliger Schwachsinn und alles Weitere eher konventionell – aber trotzdem bin ich total verliebt in die Geschichte. Weil sie so richtig schön bescheuert ist. Weil es trotz des fehlenden Tiefgangs einfach eine klasse Geschichte ist. Und wie wir gelernt haben, ist das eigentlich alles, was zählt!

Der rasende Finger
Enthalten in “Alpträume”
Ein Mann geht eines Morgens ins Bad und muss feststellen, dass aus seinem Abfluss ein lebendiger Finger ragt…
Eigentlich könnte man fast alle Geschichten dieser Welt auf eine Frage reduzieren: “Was wäre, wenn?” Nur weil sich Menschen diese Frage stellen, werden Bücher geschrieben und Filme produziert. Hier haben wir aber eine “What if?”-Geschichte im klassischen Sinn. Wie würdest DU reagieren, wenn plötzlich so etwas alltägliches wie ein menschlicher Finger an einer völlig falschen Stelle auftauchen würde? Wie geht man mit etwas um, das so umfassend surreal ist?
Wenn man diese Geschichte tiefgehend interpretieren wollte, könnte man sagen, dass der Horror hier im Grunde aus dem Wissen erwächst, dass niemand, egal wie sehr man von anderen Menschen geschätzt und geliebt wird, einem so etwas glauben würde. Dass das Vertrauen in den Verstand sehr brüchig ist, egal ob von anderen oder gar von einem selbst.
Aber soweit muss man eigentlich nicht gehen. “Der rasende Finger” ist die erste Kurzgeschichte von Stephen King, die mir nachdrücklich im Gedächtnis geblieben ist… und sie macht einfach tierisch Spaß zu lesen!


 

Weitere Stephen-King-Rezensionen:
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Brennen muss Salem
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