Welttag des Buches – die Robin schenkt Lesefreude!

Ja, richtig gelesen. Nachdem ich mich letztes Jahr ein kleines bisschen viel in Gewinnspiele gestürzt habe, und das sogar mit Erfolg, dachte ich, dass ich bei dieser tollen Aktion doch auch mal mitmachen könnte – nur umgekehrt. Die nächsten Tage könnt ihr also bei mir ein Buch gewinnen :) *tusch*

Blogger_Lesefreude_2014_Banner

“Blogger schenken Lesefreude” ist eine Aktion, die rund um den Welttag des Buches (HEUTE!!) Verlosungen auf alle möglichen Blogs organisiert. In der Teilnehmerliste könnt ihr sehen, dass fast tausend Blogs dem Ruf gefolgt sind. Ich MUSSTE einfach mitmachen!

Erstmal das Wichtigste: Was könnt ihr gewinnen? Darüber musste ich ein bisschen grübeln. Am liebsten hätte ich ja einen Comic verlost, um etwas für den guten Ruf des Mediums zu tun, aber letztendlich habe ich mich für Matt Ruff – Fool on the Hill entschieden. Warum? Weil es das erste und einzige Buch war, das ich beim Lesen tatsächlich mit dem Daumen zwischen den Seiten zuklappte, während ich bedeutungsvoll sinnierend an die Decke starrte und den zuletzt gelesenen Satz im Stillen wiederholte – und so bei mir dachte: “DAFÜR wurde Literatur erfunden!”

Matt Ruff ist in Deutschland viel zu unbekannt, dabei hat dieser Mann noch nie was schlechtes geschrieben. Im Gegenteil. Gerade “Fool on the Hill”, sein Erstlingswerk, ist eine Atombombe an wunderschöner Sprache und skurriler Einfälle. Letztere sind sogar so phantastisch, dass es mir unmöglich ist, eine ordentliche Inhaltsangabe zu liefern. Nur soviel: Es ist ein Popkulturmärchen, das moderne Sagen wie beispielsweise Tolkiens Welt und Disneyelemente mit christlicher, germanischer und griechischer Mythologie mischt und in einem epischen Kampf zwischen dem ultimativen Bösen und den Mächten des Guten gipfeln lässt und ja, wer da denkt “Wow!” oder auch “What the fuck?”, der sollte es unbedingt lesen!
matt ruff

Aber bevor ihr losrennt und das Buch oder gleich am Besten Matt Ruffs Gesamtwerk kauft, könnt ihr ja erst mal versuchen, bei mir die Taschenbuchausgabe zu gewinnen.

Eckdaten
Das Gewinnspiel startet ab jetzt und endet am 30. April um 23.59 – ihr habt also eine ganze Woche Zeit zum Mitmachen. Danach werde ich den Gewinner auslosen (wie, weiß ich noch nicht, weil ich random.org nicht so ganz checke – es wird aber fair ablaufen :)) und in einem gesonderten Blogpost tags darauf unter dem hier hinterlassenen Pseudonym bekannt geben. Um ihn zu benachrichtigen, brauche ich eine gültige Emailadresse, die ihr beim Kommentieren im entsprechenden Feld hinterlassen könnt. Tragt ihr sie dort ein, wird sie nicht veröffentlicht und nur ich sehe sie. Nach der Benachrichtigung brauche ich zudem einen Namen und eine Adresse, an die das Buch gehen soll. Ohne geht es nicht, aber alle Daten werden natürlich vertraulich behandelt :) Mitmachen darf jeder aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, sofern er auch in den genannten Ländern wohnt bzw. will, dass das Buch in eines dieser Länder verschickt wird ;) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen blabla ^^

Was müsst ihr tun?
Es gibt mehrere Lose zu ergattern. Je mehr Lose, desto größer eure Chance. Ich habe mitbekommen, dass es wohl Leute gibt, die tatsächlich alle “Blogger schenken Lesefreude”-Gewinnspiele abgrasen und auf jeden Blog einfach schnell ein Kommentar hinterlassen, um mitzumachen. An sich ist dagegen nicht viel einzuwenden, aber ich verlange trotzdem ein bisschen mehr :D

1 Los gibt es also für ein Kommentar unter diesem Beitrag, in dem ihr mir kurz folgende Fragen beantwortet:
1. Wer ist euer Lieblingssuperheld?
2. Gibt es einen Film, der besser ist als das Buch, auf dem er basiert?
3. Bei einem epischen Kampf Gut gegen Böse – welche Waffe würdest du wählen?

Machbar, oder? Aber aufgepasst: Alle weiteren Lose sind fakultativ, aber ihr kriegt sie nur, wenn ihr diese erste Aufgabe erfüllt, also einen Kommentar plus Antworten hinterlassen habt.

Weitere Lose:
1 Los, wenn ihr das Gewinnspiel auf Twitter teilt
1 Los, wenn ihr das Gewinnspiel auf Facebook teilt
2 Lose, wenn ihr das Gewinnspiel auf eurem Blog erwähnt und verlinkt
Zum Beweis hinterlasst bitte die entsprechenden Links in eurem Kommentar (das kann auch in einem zweiten Kommentar nachgereicht werden).

Es gibt also insgesamt 5 Lose. Ich erlaube mir außerdem, Menschen, die mir aus diesem Internet bereits bekannt sind und die gerne mitmachen würden, ein Extralos zu schenken. Ich denke, das ist nur fair :)

Tja, ich hoffe, ich habe an alles gedacht. Falls irgendetwas unklar ist, könnt ihr gerne nachfragen – das ist mein erstes Gewinnspiel und ich hab mit Sicherheit was vergessen :)

Media Monday 147

Nachdem meine Examensarbeit nun fertig ist, hoffe ich, tatsächlich regelmäßig mitmachen zu können, auch wenn ich osternbedingt heute etwas spät dran bin :)

1. Hollywood ergeht sich immer noch fleißig an Reboots, Remakes, Fortsetzungen etc. und schießt sich damit oft ins eigene Knie. Der letzte originäre, überzeugende, für sich allein stehende Film, den ich gesehen habe ist Crazy, Stupid, Love. Ich hab von dem Film NICHTS erwartet und hab ihn mir nur wegen Steve Carell ausgesucht, dessen speziellen Humor ich unglaublich lustig finde, aber er hat nicht nur mich begeistert, sondern auch meinen Mitbewohner, der romantische Komödien HASST. Als solche war die Handlung allerdings wesentlich durchdachter als üblich. Ich bin echt schwer zu überraschen, aber die Wendung gegen Schluss hat mich wirklich kalt erwischt. Ich werde sie nicht verraten, denn ihr solltet den Film euch unbedingt ansehen, auch wenn ihr ansonsten andere Genres bevorzugt. Möglicherweise der beste Vertreter des Genres, den ich je gesehen habe :)

2. Wir alle wurden schon einmal fies gespoilert. Bei Game of Thrones allerdings hat es mich richtig gestört, weil es so dermaßen unnötig war. Ich hatte die erste Staffel gesehen und dann in der Pause zur zweiten Staffel die Bücher gekauft. Nun versuche ich bei Büchern und Filmen, die zeitweise offene Fragen lassen, immer mit zu raten und wollte von meinem damaligen Freund wissen, ob ich richtig lag mit meiner Annahme, dass Bran und Rickon von Theon gar nicht getötet worden waren, sondern Winterfell nicht verlassen haben (ich lag sogar richtig mit meiner Vermutung, dass sie sich in der Gruft versteckt hielten!). Ich meine, ihr kennt das: Ihr wollt bei sowas höchstens ein Ja oder Nein, aber NICHT mehr, aber mein Ex hat es IMMER geschafft, mich bei solchen Fragen total zu spoilern. So war dann auch seine Antwort auf diese Frage: “Nee, sie verlassen Winterfell erst, nachdem es zerstört wurde.” Keine sonderlich wichtige Information, aber trotzdem total unnötig! Ich hätte ihm mit einem Breitschwert den Kopf abhacken können!

3. Am 23. April ist wieder Welttag des Buches. Wie steht ihr zu solchen Aktionstagen?
Ich habe mich nach dem letzten Media Monday spontan entschlossen, doch bei “Blogger schenken Lesefreude” am Welttag des Buches mitzumachen und ein Buch zu verlosen! Mehr dazu am Mittwoch :)

4. Selten hat mich ein Schauspieler mehr beeindruckt als Sir Ben Kingsley in seiner Rolle in Gandhi, denn ohne Scheiß, Ben Kingsley IST einfach Gandhi. Ich habe noch nie einen Film über eine historische Persönlichkeit gesehen, in der der Schauspieler dieser Person SO ähnlich sieht. Aber auch davon abgesehen hat er den Mann einfach hervorragend verkörpert. Ohne den Film hätte ich jetzt vermutlich kein Gandhi-Poster hinter mir hängen :D

5. Manche Filme kann man sich ja immer wieder ansehen, nicht einmal unbedingt, weil sie so gut sind, sondern schlichtweg unterhaltsam. Wie zum Beispiel Road Trip, denn das ist eigentlich nur eine dämliche College-Kömodie, aber als solche funktioniert er einfach perfekt. Ein Film zum Hirn abschalten und lachen – das bietet er auf vollkommene Weise und mehr will er gar nicht sein. Deswegen ist er wohl doch gut :D

6. Liebling, vergiss die Socken nicht hätte ich besser nie gelesen, denn auch wenn ich durchaus manchmal gerne leichte Kost lese und daran auch überhaupt nichts schlimmes finden kann, eignet sich dieses Buch nicht mal als lustiger sogenannter “Frauenroman”. Ich bin bis heute fest davon überzeugt, dass dieses Machwerk das vielleicht schlechteste Buch ist, das ich jemals gelesen habe und selbst jetzt, also Jahre später, wallt unendlicher Hass in mir hoch, wenn ich auch nur daran denke, dass dieses Scheißbuch mal ein Bestseller war. Allerdings einer, der inzwischen fast vergessen ist. Aber ICH kann leider nicht vergessen… und niemals vergeben!!!

7. Zuletzt gesehen habe ich Saving Mr. Banks und das war leider ziemlich grottig, weil ich wohl noch nie einen Film gesehen habe, der so tief in die Küchenpsychologieschublade gegriffen hat. Ich mag historische Filme, die in der Neuzeit spielen und auch ein bisschen lustig sein wollen, aber das war ein echter Griff ins Klo. Dabei fand ich die Story vielversprechend, aber dass am Ende nicht nur zweifelsfrei klar ist, dass die Autorin von “Mary Poppins” mit dem Buch nur den frühen Verlust ihres alkoholkranken Vaters verarbeiten wollte, sondern Walt Disney ihr das sogar direkt ins Gesicht sagt, war einfach too much. Wäre es subtil angedeutet worden – okay. Aber so? Außerdem war die Darstellung von Walt Disney (auch wenn Tom Hanks einen guten Job gemacht hat) mir ein bisschen zu sehr märchenonkelhaft-idealistisch, aber was erwartet man von einem Disneyfilm :/

Studieren am Limit – die Höhepunkte!

Wenn mir meine Examensarbeit wieder eins gezeigt hat, dann: Computer und ich, wir werden niemals gute Freunde.

Und JA, ich bin mir der Ironie bewusst, dieses Statement über einen COMPUTER in die Welt zu posaunen.

Ich brauchte STUNDEN, um am Schluss die Bilder einzufügen und verstehe immer noch nicht, warum OpenOffice daraus so ein verdammtes Problem macht. Beispielsweise habe ich immer noch nicht rausgefunden, wie man bereits eingefügte und beschriftete Bilder wieder löschen kann. Das scheint ein Riesendrama zu sein. Genauso wie die richtige Platzierung. OpenOffice scheint nicht zu checken, warum es irgendwie uncool ist, wenn Bilder Text und Fußnoten überdecken!

Irgendwie hab ich es aber hingekriegt. Und wenn ich “irgendwie” schreibe, dann meine ich: Ich habe keine Ahnung, wie ich das letztendlich geschafft habe. Wie ich ein Bild, das einfach hartnäckig am unteren Rand hängen bleiben wollte, obwohl das ein totales Desaster war (wie gesagt, die Fußnoten…!), trotzdem nach dem achtzigsten panischen Versuch in die Mitte platziert bekam. Kein Plan, was ich gemacht habe. Beziehungsweise warum eine Maßnahme, die dreizehn Mal nicht funktioniert hat, beim vierzehnten Mal plötzlich doch funktionierte. Ich verstehe die ganzen Funktionen schlicht und ergreifend nicht, glaube aber, dass das in dem Fall nicht unbedingt nur an mir hängt!

Und dann das ewige Drama: das Einfügen der Seitenzahlen. Es gibt nämlich keine einfache Methode, in einem Dokument die Seitenzahlen mit Nummer 1 erst ab Seite X beginnen zu lassen. Das ganz locker in einem Menü einstellen zu können wäre ja auch viel zu einfach. Deshalb versuchte ich gar nicht erst rauszufinden, welche Atomphysik man betreiben muss, um das bei OpenOffice hinzupfriemeln. Wenn ich mich recht erinnere, denn ich benutze das Programm nicht mehr, geht das bei Word sogar ÜBERHAUPT NICHT.
Konsequenz: Ich speichere Deckblatt und Gliederung immer separat in einem zweiten Dokument, was an sich keinen unerträglichen Mehraufwand bedeutet – wenn es nicht so UNNÖTIG wäre! Ich meine, wie schwer kann es sein, in einem Schreibprogamm so eine Funktion verfügbar und leicht bedienbar zu machen? Bin ich etwa der einzige Mensch auf der Welt, der gerne eine Arbeit für die Uni in einem einzigen Dokument speichern und die Seitenzahlen erst ab Seite 3 mit Nummer 1 beginnen lassen würde?! Das kann doch wohl nicht sein!

Jedenfalls entschloss ich mich für meine Standardlösung, speicherte zwei Dokumente und fügte die Seitenzahlen ein. Halleluja! Damit war die äußere Form komplett. Ich blätterte zufrieden durch meine Arbeit, nur um zu sehen, dass plötzlich wieder alle Bilder verschoben waren.
An der Stelle hatte ich einen kleinen nervous breakdown, auch weil ich mir zuerst gar nicht erklären konnte, was der Grund dafür war. Die Bilder taten anscheinend völlig random mal wieder nur das, was sie wollten. Deshalb dauerte es ewig, bis ich darauf kam, dass tatsächlich die Seitenzahlen dafür verantwortlich waren. Denn: Die MÜSSEN ja unbedingt in eine Extrazeile. WEIL. Und das verschob mal eben so den kompletten Text und die Bilder.

Ich probierte, den Schaden an den Bildern wieder grade zu rücken, aber wieder mal hingen sie bombenfest an Stellen, wo sie nicht hingehörten. Und weil mir die Zeit davon lief, entschied ich mich zähneknirschend für die manuelle Methode. Sprich: Ich löschte die Seitenzahlen wieder und entschied, sie handschriftlich nachzutragen, sobald alles gedruckt war. Was mir einen richtigen Stich versetzt hat. Die Arbeit sah nach dem Druck (der für zwei Exemplare über 50 Euro gekostet hat, gottverdammt) so unheimlich professionell aus, die Bilder knallten so richtig schön und alles, und darunter von Hand geschriebene Seitenzahlen. Ich hätte gleich einmal quer drüber kotzen können, war mein erster Gedanke, nachdem ich die Blätter, verbissen um eine wenigstens lesbare Schrift bemüht, nummeriert hatte. Aber ach. Ich werde einfach lernen müssen, damit zu leben. Jeden Tag, Stück für Stück -.-

Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich die Seitenzahlen in Zukunft von Anfang an einfügen werde. Denn nachdem ich die letzten 19 Seiten in einer finalen Nachtsitzung runtergeschrieben hatte und dabei die ganze Zeit die Worte “80 Seiten! 80 Seiten! 80 Seiten!” in meinem Kopf widerhallten wie ein enervierendes Mantra, habe ich am Schluss tatsächlich eine Punktlandung geschafft und war auf genau 80 Seiten gekommen. Nur, um zu sehen, dass es Dank der Extrazeile nach Einfügen der Seitenzahlen eigentlich 84 Seiten waren. Well.

rudy cries

Interessant war auch das Desaster mit meiner Literaturliste. Ich hatte eine ellenlange Liste zusammen gestellt, von der ich letztendlich vielleicht die Hälfte wirklich verwendet habe (zusätzlich habe ich natürlich Zeugs benutzt, das nicht draufstand – ist ja immer so), deshalb habe ich jeden Titel, sobald ich ihn wirklich zitiert hatte, aus der entsprechenden Fußnote in meine endgültige Literaturliste kopiert. Mit dem Ergebnis, dass OpenOffice dort in der Zeile, in der die Fußnote gewesen war, eine andere Seitenrandeinstellung verwendete als bei den restlichen Zeilen.

Das sah so unglaublich beschissen aus, ließ sich aber nicht ändern. Jedenfalls nicht mit OpenOffice, nicht mit meiner nichtvorhandenen Expertise. Und ich war wirklich völlig hilflos. Normalerweise kriege ich fast jedes technische Problem mit viel Flucherei und exzessiven googeln irgendwann gebacken, aber hier wusste ich nicht mal, nach was ich suchen sollte!!
“Lass es halt so, du hast keine Zeit mehr!” war der Ratschlag von Mitbewohner Dave, den ich zur Hilfe gerufen hatte und der mit dieser Art Problem auch total überfordert war. Aber das ging einfach gar nicht klar! ES SAH SO BLÖD AUS!!!

Nachdem auch das manuelle Verschieben der Seitenränder nicht so wirklich funktionierte und außerdem viel zu lange gedauert hätte, kam mir die rettende Idee. Ich kopierte die gesamte Liste, fügte sie hier bei WordPress ein (als Email hätte es vermutlich auch geklappt), kopierte diese neue Liste wieder zurück in mein Dokument und voilá – Seitenränder alle gerade und auf einer Linie. Manchmal reicht ein bisschen Bauernschläue, wo die technische Unfähigkeit offensichtlich wird :D
Deshalb bin ich auch furchtbar stolz darauf, ganz allein herausgefunden zu haben, wie ich die Liste alphabetisch sortieren kann. Dafür gibt’s eine Funktion, aber die nützt nichts, wenn die Buch- und Aufsatztitel so lang sind, dass sie über mehr als eine Zeile hinaus gehen. Alles passt jedoch in eine Zeile, wenn man die Schriftgröße gaaaaanz ganz klein macht – und dass ich darauf ohne Hilfe gekommen bin, macht mich völlig übertrieben froh :D Man muss schon über Kleinigkeiten dankbar sein!

Diese ganzen großen und kleinen Katastrophen haben mich so viel Zeit gekostet, dass ein letztes Korrekturlesen nicht mehr drin war. Ich muss nun damit leben, eine wissenschaftliche Arbeit mit Tippfehlern abgegeben zu haben. Die Rechtschreibprüfung hat nämlich irgendwann auch nicht mehr funktioniert. Keine Ahnung wieso. Sie ließ sich jedenfalls nicht einschalten. Manchmal ging sie jedoch von selbst an. Und auch wieder aus. Aber natürlich nie dann, wenn ich sie gebraucht hätte. Und solche Sachen sind der Grund, weshalb ich mit Computern nicht klar komme: Sie sind einfach nicht logisch :/

Jedenfalls kratzt eine fehlergespickte Arbeit an meinem akademischen Ego. Deshalb muss ich mir immer wieder an den Schluss meiner Arbeit ins Gedächtnis rufen. Da habe ich Umberto Eco so richtig den Mittelfinger in die Fresse gestreckt. Dieser elitäre, überkultivierte Intelligenzler findet Comics nämlich scheiße. Außer Peanuts. Kein Witz. Aber weil das gegen SEIN akademisches Ego geht, hat er einfach beschlossen, dass Peanuts kein Comicstrip ist. Nein, das ist nämlich Kunst. Auf die Weise darf er weiterhin Charlie Brown beim täglichen Scheitern am Leben zukucken, ohne sich dem gar schröcklichen Vorwurf auszusetzen, proletarischen Schund wie Comics zu konsumieren. Ist das Leben nicht wunderbar einfach, wenn man auf Logik scheißt. Vielleicht sollte Charlie Brown das mal probieren.
Jedenfalls habe ich seiner, nennen wir es mal Argumentation, ein Zitat von Da Vinci entgegen gestellt. Man möge es sich auf der Zunge zergehen lassen: Ein – Zitat – von – Leonardo Da Vinci. Das ist vermutlich das Abgehobenste, was ich in meinem ganzen Leben jemals fabrizieren werde, und ich bin auf gehässige Weise so dermaßen stolz drauf, dass es schon echt peinlich ist. Aber ich gönne mir diese kleinen Erfolge und deswegen solltet ihr das auch :D

Was hat dieser akademische Bonze eigentlich gegen Comics? Das, sowie vieles andere, mit dem ich mich beschäftigt habe, werde ich euch in einer Serie präsentieren, sobald ich meine Note habe. Das nur als Hinweis, weil schon so viele danach gefragt haben :)

Mitbewohner sind asexuell!

Mitbewohner David und ich kommen vom Einkaufen, als ein hübsches Mädel vorbei läuft. Er starrt ihr auffällig hinterher und ich lache ihn deswegen ein bisschen aus.

Mitbewohner David: “Was ist? Ich bin ein alleinstehender Mann.”

Ich: “Jahaha.”

Mitbewohner David: “Hat sie zurück gekuckt?”

Ich: “Nee.”

Mitbewohner David: “Ach, schade.”

Ich: “Mach dir nichts draus. Wir gehen nebeneinander, ich trage das meiste Zeug – die dachte, wir sind zusammen!”

Mitbewohner David: “Ja, das hat meine Ex ja auch mal gedacht.”

Ich: “Hä?”

Mitbewohner David: “Die war eifersüchtig auf dich.”

Ich: “Eifersüchtig? Auf MICH!? Warum?”

Mitbewohner David: “Keine Ahnung!”

Ich: “Alles klar… du Arschloch.”

:D

I’m back!

Es ist offiziell: Meine Examensarbeit ist fertig und abgegeben. Und ich damit wieder zurück zu neuen Schandtaten \o/

Erst letzte Woche hatte ich überlegt, die Arbeit nicht sausen zu lassen und es in einem halben Jahr nochmal zu probieren. Ging leider nicht. Aber bis kurz vor Schluss hat es sehr eng ausgesehen. Die letzten Kapitel etc. hab ich in einer Marathonsitzung von 21 Uhr am Sonntag bis ca. 9 Uhr Montagmorgens fertig gestellt und hatte dann noch Korrekturen etc. zu machen bis 16 Uhr. OHNE PAUSE.
Sowas passiert mir immer wieder. Meine Gefühle dabei sind eine Mischung aus einem in Selbsthass suhlenden “OMG warum bin ich nicht in der Lage mir meine Arbeit richtig einzuteilen” und einem euphorischen “Das soll mir mal jemand nachmachen. Ich bin ja so Hardcore!”

Ich rechne nicht damit, dass sich das jemals ändert. Aber jetzt habe ich erstmal Pause!! Kein Unischeiß für ein paar Wochen!!! Dafür maximaler Spaß sowohl hier, als auch im echten Leben! YAY!!!

Behauptet bitte hinterher nicht, dass ich euch nicht gewarnt habe. Höhö.

In meiner Arbeit kommt
32 Mal das Wort “Superman”
25 Mal das Wort “Batman” und
31 Mal die Worte “Wonder Woman”
vor. Ich fand, das solltet ihr wissen :D

Jetzt aber wirklich!

Ich verabschiede mich für eine Woche, um meine Examensarbeit noch zu schaffen. Funkstille auf allen Kanälen. Und heute muss ich mindestens 10 Seiten schreiben, um mir heute Nacht das hier zu verdienen:

Allein, um das richtig genießen zu können, hätte es sich gelohnt, den Abgabetermin NICHT um zwei Wochen zu verlängern. Aber naja. Muss ich halt übernächste Woche dreimal so viel rumnerden :(

Drückt mir die Daumen *wink*

Zum 20. Todestag von Kurt Cobain: 20 maximalpersönliche Facts

“Nevermind” hat Michael Jackson von Platz 1 der Albumcharts gestoßen? Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl ist heute Frontmann der “Foo Fighters”? Kurt Cobains zweiter Name war Donald und er starb mit 27? Diese little-known-well-known Fun Facts könnt ihr heute vermutlich überall lesen. Ich dagegen biete euch unverschämt narzisstische, völlig selbstzentrierte Facts über mich, die alle irgendwie mit Kurt Cobain zu tun haben. Und das findet ihr sonst nirgends!

1. Ich finde, Kurt Cobain war der schönste Mann der Welt.

2. Kurt Cobain war Linkshänder. Wie ich.

3. Kurt Cobain war Sternzeichen “Fische”. Wie ich.
Kurt Cobain könnte auch Wassermann sein, denn er ist am 20. Februar geboren und aus irgendeinem Grund beginnt bei manchen Horoskopen das Sternzeichen Fische erst am 21. Februar. Das ist mir aber scheißegal. Der Mann war Fische.

4. “Es ist okay, Fische zu essen, weil sie keine Gefühle haben” war mal mein lustig gemeinter Beitrag zu einer Vegetarismus-Diskussion meiner WG. Mitbewohner Daves Gesichtszüge verhärteten sich daraufhin und es dauerte Minuten, bis er auf Nachfrage endlich damit rausrückte, dass er dieses Statement total scheiße von mir fand. Das er ernst genommen hatte, obwohl er erkannt hatte, dass es sich dabei um ein Songzitat handelte. Der Doofkopf.

5. Ich habe niemals Kurt Cobains Tagebuch gelesen, weil ich das als Leichenfledderei empfinde.

6. Das Video zu “Heart-Shaped Box” wird für immer einen Platz in meiner Top 5 der besten Musikvideos aller Zeiten haben. Kurt Cobain sieht darin traumhaft aus. Seine Augen stachen nie mehr.

7. Die “Nevermind” dagegen wird auf ewig in meiner Top 5 Liste der besten Alben aller Zeiten vertreten sein: klick

8. Ich habe, glaubt es oder nicht, tatsächlich Verwandtschaft in Seattle. Ich kenne diese Leute nicht, aber irgendwann werde ich sie besuchen.

9. Meine erprobte Methode, um in der Vergangenheit festzustellen, ob ich es mit echten Nirvana-Fans zu tun habe oder nicht: Ganz genau zuhören, was sie mitgröhlen, wenn “Smells like Teen Spirit” in der Disco läuft.
“Hello, Hello, Hello, Hello”? – Faker.
“Hello, Hello, Hello, how low”? – that’s right, baby.
“You know you’re right” eignet sich dazu allerdings auch. Die Bridge geht nicht “Heeeeee-he-he-heeee-he-he-heeeey”. No-ho-ho-hope. Er singt “Pain”. Merkt’s euch.

10. Der Comic “Godspeed”, der sich als Biographie versteht, finde ich leider nur aus visuellen Aspekten lesenswert. Die Zeichnungen rocken (meistens), aber der Rest ist scheiße, vor allem, da nicht mal in Erwägung gezogen wird, dass er keinen Selbstmord begangen hat.

godspeed

 

11. Denn ja, ich glaube an die Mordtheorie. Kurt Cobain hatte zu viel Heroin im Blut, um die Schrotflinte zu bedienen.
Jetzt könnte man einwenden, dass jemand, der so lange süchtig gewesen war, eine genügend hohe Toleranz entwickelt hat. Das wäre ein valides Argument. Stattdessen argumentierte ein Arzt (angeblich als Gutachter von Courtney Love agierend) in dem Bericht, den ich darüber mal gesehen habe, dass es eine volle Minute dauert, bis ein Schuss wirkt und er somit genügend Zeit gehabt hätte, die Waffe abzufeuern, bis die Wirkung eingesetzt hätte.
Das ist falsch. Bei intravenöser Einnahme wirkt Heroin nach wenigen Sekunden. Zudem ist die Vorstellung, dass ein Mensch, der fast sein halbes Leben lang von diversen Drogen abhängig gewesen war und die Wirkung wohl offensichtlich mochte, nach einem gesetzten Schuss hastig aufspringt, um sich den Kopf wegzuballern, bevor ein Effekt spürbar ist, einfach nur hochgradig lächerlich.
Und aus diesem Grund glaube ich an die Mordtheorie. Wer so saublöde Scheinargumente von sich gibt, hat was zu vertuschen.

12. Kurt Cobain rauchte Light-Zigaretten. Ich habe aus diesem Grund auch versucht, Light-Zigaretten zu rauchen. Ging aber nicht. Die sind einfach zu eklig.

13. An seinem 7. Todestag, ich war 16 und unlängst Fan geworden, gab es wie immer viele Berichte auf MTV über Nirvana. Es war das erste Mal, dass ich Filmmaterial über ihn sah, denn Youtube gab es damals noch nicht. Das hat mir einen richtig heftigen Schock versetzt. Bisher hatte ich monatelang nur Bilder gekannt und irgendwie war es total surreal, diesen Menschen plötzlich in Bewegung zu sehen.

14. An seinem 8. Todestag versuchte ich, bei MTV anzurufen, als sie Erfahrungsberichte von Fans live in der Sendung hören wollten. Ich kam auch durch, aber leider wurde ich nicht zurück gerufen. Stattdessen wurde so eine blöde Tussi durchgestellt, die nicht mal die Songs kannte. (“Welcher ist denn dein Lieblingssong?” – “Äh, der da, der eben lief…”)

15. Ich war Grunge mit allem, was dazu gehört: Chucks, Flanellhemd, Levi’s 501. Diese war irgendwann so oft geflickt, dass ich jahrelang in der Schule bekannt war als “Das Mädchen mit der kaputten Hose”.

16. Ich habe jahrelang an seinem Todestag schwarz getragen und bin in die Kirche gegangen, um eine Kerze anzuzünden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihm letzteres nicht gefallen hätte.

17. Ich bin stolze Besitzerin dieses Kunstdrucks, der über meinem Bett hängt:
Kurt

18. Ich habe noch kein Nirvana-Cover gehört, das ich nicht als eklatante persönliche Beleidigung empfunden hätte, und halte House-, Techno- oder Dubstep-Remixe für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zeigt mal etwas gottverdammten Respekt, ihr talentfreien Elektro-Arschlöcher!!

19. Dieses T-Shirt habe ich während meiner Realschul-Abschlussfahrt in Pisa gekauft und liebe es immer noch, auch wenn es schon fast 13 Jahre alt ist:
kurt shirt
Unlizensierte Shirts sind einfach die besten.

20. Kurt Cobain hat mein Leben mehr geprägt, als ich es mit einem blöden Blogartikel auszudrücken vermag. Er hat mich auf so viele Arten gerettet, die niemand verstehen würde, würde ich sie hier ausbreiten, außer höchstens meine BF, die mit mir meine Leidenschaft teilte. Es ist mir scheißegal, wenn das jemand pubertär findet, und es geht mir am Arsch vorbei, wenn sich irgendein Vollidiot darüber lustig machen will. Denn ohne Kurt Cobain hätte es Nirvana nie gegeben und ich wäre ohne Nirvana nicht die, die ich heute bin, falls ich überhaupt noch leben würde. Und darum hat er für alle Zeiten einen Platz in meinem Herzen.

RIP, Kurt (20. 2. 1967 – 5. 4. 1994). Du bist immer noch der Beste.

kurt lacht