Goooooo to the USAAA! Part 3: Pläne

So eine Reise will ja natürlich geplant sein. Ich tue also mal kurz so, als hätte mich des Kiezneurotikers düstere Prophezeiung nicht in nackte Panik versetzt und plane!

Wobei, Mitbewohner David wand schon vor unserer Buchung ein, dass wir ja vermutlich eh nicht einreisen dürfen. “Warum nicht?” fragte ich. Dazu fiel ihm dann nichts konkretes ein – außer, dass er bei einer Reise nach Asien mal in einem arabischen Land zwischengelandet ist und deshalb einen entsprechenden Stempel im Pass hat. Was nun echt kein ausreichender Grund ist, würde ich meinen.

Bei dem ESTA-Verfahren, das jeder Einreisewillige über sich ergehen lassen muss, kann einem aber schon ganz anders werden. Es handelt sich dabei um einen Online-Fragebogen, den man vor dem Reiseantritt ausfüllen muss. Da finden sich neben normalen Angaben (Name, Geburtsdatum, Wohnort und so weiter) auch Dinge, die ich zumindest als leicht übergriffig empfinde – beispielsweise die Frage nach meinen Eltern oder dem Arbeitgeber.
Das ist allerdings noch zu verschmerzen, wohingegen die Frage, ob ich an einer ominösen Sache wie dem “weichen Schanker” leide, noch für leichtes Gekicher gesorgt hat. Das war dann allerdings vorbei, als ich zur nächsten Frage kam. “Haben Sie geplant, sich an terroristischen Aktivitäten oder Völkermord zu beteiligen bzw. haben Sie sich jemals daran beteiligt?”

Ähm… was?

Hier stellt sich natürlich die Frage, wieso man Fragen stellt, auf die ein Terrorist sowieso nicht ehrlich antworten würde. Stattdessen gibt es dann ganz harmlose, unbedarfte Leute, die diese Fragen irgendwie falschrum verstehen und dann überall “Ja” ankreuzen statt “Nein”. Und das führt dann wozu? Richtig: Einem lebenslangen Einreiseverbot in die USA!
Hm, wenn ich jetzt so drüber nachdenke… vielleicht ist das auch einfach nur ein sehr verschlankter Intelligenztest, der gar nicht auf Terroristen abzielt, sondern einfach nur solche Leute aussortieren soll.

Aber es sollte ja um unsere Pläne gehen. Davon haben wir einen ganzen Katalog erstellt.
Grob einteilen lässt sich unsere Reise in zwei Phasen: Phase “New York” und Phase “Alles andere”. Denn wir haben vor, nach einigen Tagen in New York ein Auto zu mieten und ein bisschen rumzukurven. Aber eins nach dem anderen:

Grundsätzliches
Was wir beide wollen, ist vor allem essen. Viel, viel essen. Darunter folgendes:
– Chili-Hotdog
– Cupcakes
– Spareribs
– einen echten amerikanischen Burger in einem Diner
– etwas aus dem Red Lobster, weil ich noch nie Hummer gegessen habe
– und vieles, vieles mehr!

(Mein Cousin, der vor ein paar Jahren mal in den USA war, kommentierte das trocken mit: “Man kann in zwei Wochen in Amerika definitiv 10 Kilo zunehmen!”)

Zweitens: SHOPPING. Nachdem ich mich ein bisschen informiert habe, werde ich praktisch mit leerem Koffer reisen. Ich wusste ja schon vorher, dass meine geliebten Chucks in den USA billiger sind, aber SO viel billiger! In einschlägigen Amerika-Foren kursieren Preise um die 15-20 Dollar pro Paar. FÜNFZEHN. BIS ZWANZIG. DOLLAR! Das ist, je nach Farbe, gerade ein Drittel des deutschen Preises. Pro Paar spare ich 40 Euro!

(Mitbewohner Dave, der immer ein bisschen spitzfindig ist, kommentierte das mit: “An sich würde ich ja sagen: ‘Wenn du etwas für 20 Euro kaufst, was eigentlich 60 kostet, dann hast du nicht 40 Euro gespart, sondern 20 Euro ausgegeben’, aber in diesem Fall…!”)

Ich habe daher vor, so viele Chucks wie möglich mitzunehmen. Am liebsten gleich 10 Paare auf einmal. Klar, das ist erst mal trotzdem viel Geld, aber langfristig hätte ich damit 400 Euro gespart, denn Chucks kaufe ich ja so oder so.
Problem ist hier der Zoll. An sich ist das recht easy: Man darf Waren bis zu einen Wert von 450 Dollar mit zurück nach Deutschland nehmen – solange es sich um Eigenbedarf handelt. Nur, welcher Zollbeamte würde mir das denn abkaufen? Trotzdem alle Schuhe dieselbe Größe haben?
Also muss ich wohl reduzieren. Fünf Paar werden es aber auf jeden Fall. Zur Sicherheit werde ich meine Sammlung fotographieren, vielleicht hilft es ja als Beweis.

Und Jeans! Mustang und Levi’s, für die man hier 100 Euro pro Hose latzen muss, kosten in amerikanischen Outlets 30 Dollar. Dafür kriegt man hier nicht mal ne H&M-Jeans! Da müssen auch einige mit.

Und dann habe ich nur aus Scheiß vor einigen Tagen eine sehr hübsche echte Lederjacke im örtlichen Mustang-Shop anprobiert, die schlappe 280 Euro gekostet hätte. Wenn ich da was schönes finden sollte und es ähnlich viel günstiger ist wie Jeans, werde ich mir das definitiv leisten.

New York
Wir werden abends um 18 Uhr ankommen, was vermutlich bedeutet, dass wir so um 22 Uhr in unserem Hostel sein werden.
Wie gesagt: Einen Tag früher buchen wäre in Sachen “Geburtstag feiern” doch wesentlich schlauer gewesen. So werde ich eigentlich meinen gesamten Geburtstag im Flugzeug verbringen (aber vielleicht hilft es ja bei der Einreise – so ne Art Mitleidsbonus für das Geburtstagskind). Ich werde also nur im Duty-Free-Shop eine Flasche Whisky für uns kaufen und ansonsten wäre ich mit einem echten New-Yorker-Hotdog abends total zufrieden. Da wir inzwischen herausgefunden haben, dass Essen in unserem megabilligen Flug tatsächlich mit inbegriffen ist, müsste das ja reichen.

Wir wissen noch nicht genau, wie lange wir bleiben wollen. Aber auf jeden Fall sehen wollen wir folgendes:
– Ground Zero und das neue World Trade Center
– den Time Square
– Chinatown
– die Freiheitsstatue
– den Central Park

Dazu einige Dinge, auf die wir uns noch einigen müssen. Ich will zum Beispiel unbedingt zur MAD-Redaktion. Was ja im Prinzip nur ein Gebäude ist, das man sich von außen ansehen kann. Aber das hat historische Gründe.
Dann wollen wir zum Broadway – auch nur zum Kucken. Ich hätte ja megamäßig Bock, mir “The Book of Mormon” anzusehen, aber das ist geradezu irrwitzig teuer. Aber wenn wir mal da sind und ich David überredet kriege… wer weiß!
Dafür will David in verschiedene Museen. Er steht auf moderne Kunst. Ich überhaupt nicht. Mein erster und einziger Besuch in einem Museum für moderne Kunst stattete ich dem Guggenheim-Museum in Bilbao ab und das war zwar schon irgendwie interessant, aber auch total verrückt. Ich kann damit nichts anfangen, bin aber gerne bereit, diesen Kompromiss einzugehen, wenn er mit mir dafür in “Ripley’s Believe it or not!” geht. Das ist AUCH ein Museum, allerdings eher sowas wie ein Kuriositätenkabinett. An sich müsste ich da nicht hin, weil ich schon in der Filiale in London gewesen bin und das das größte Ripley’s der Welt ist, aber da ich mutmaße, dass jedes Ripley’s andere Exponate hat und es außerdem zu zweit viel mehr Spaß macht, möchte ich da unbedingt nochmal hin!
Und dann möchte ich unbedingt in einen echten New-Yorker-Comicshop… aus Gründen!

Alles andere
New York ist natürlich ein Erlebnis, aber umso schwieriger war es, uns darauf zu einigen, was wir danach machen wollen. Zumal David einige seltsame Vorstellungen hat.
“Das sind nur 7 Stunden Fahrt!” teilte ich ihm zum Beispiel eines Tages freudig mit, nachdem ich den Routenplaner bemüht hatte (ich weiß nicht mal mehr wozu). “7 Stunden?!” war seine entsetzte Antwort, “da müssen wir ja mal mindestens 20 Stunden einplanen!”

Äh – what!? Das ist eine Logik, die ich nicht nachvollziehen kann. Klar, wir wollen ja auch was sehen und gemütlich fahren, aber dann kann man mal 10 Stunden veranschlagen und nicht DAS DOPPELTE. Ich fürchte leider, das wird im Chaos enden!

Ganz kurz hatten wir die verrückte Idee, quer durch das ganze Land nach Las Vegas zu fahren. Da wäre die reine Fahrzeit allerdings schon fast vier Tage. In Davids Augen also ungefähr sechs Wochen. Zeit, die wir ja leider nicht haben.

Er war sehr niedergeschlagen, als wir diesen Plan begraben mussten, weil er unglaublich gerne mal in Las Vegas die Bank gesprengt hätte. Aber glücklicherweise hatte ich die rettende Idee: ATLANTIC CITY!!!
Dieses Mini-Vegas ist nur einen Katzensprung von New York entfernt und wird von uns nun einen Tag lang besucht. Danach sind wir entweder noch ärmer als ohnehin schon oder so stinkreich, dass der Urlaub verlängert wird. Ist ja nicht so, dass ich keine leichte Affinität zu Glücksspiel hätte, also muss ich da gewaltig aufpassen!

Als großer Stephen-King-Fan würde ich danach ja gerne durch Neuengland fahren, aber da er daran überhaupt kein Interesse hat und das Wetter momentan auch nicht so geil ist, ist dieser Plan eher unrealistisch. Zumal es mich dann doch gleichermaßen in den Süden zieht. In Florida herrschen locker 25 Grad, was mir für den März völlig unglaublich vorkommt.

Und dann stürzte ich eines Tages komplett eskaliert ins Wohnzimmer und schrie David an: “SPRING BREAK!!!”
Ich schwöre, er bekam kurz Tränen in die Augen. Das war tatsächlich etwas, das wir nicht einkalkuliert hatten, aber wenn wir schon mal da sind, wird dieses amerikanische Studentenereignis natürlich besucht.

David will die Gelegenheit nutzen, ein paar Collegehäschen aufzureißen. Ich dagegen will einfach nur ein paar Collegebübchen unter den Tisch saufen. Prioritäten, Leute.

Was noch? Wir wollen irgendwo in einem Motel im Nirgendwo übernachten, ohne dass wir einen besonderen Grund dazu hätten. Und am Ende der Reise muss natürlich das Weiße Haus fotographiert werden, auch wenn ich Washington nicht sonderlich spannend finde. Soweit jedenfalls die Pläne – aber ob das alles so kommen wird? Wir werden sehen.

Und damit verabschiede ich mich, denn die Reise startet – HEUTE!! USA, wir kommen!

Funfact zum Schluss:
Durch die Zeitverschiebung werde ich an diesem meinem 30. Geburtstag 30 Stunden Geburtstag haben. Ist das irre, oder was?

Sonntags-Mini-Blitzgewinnspiel – die Auflösung!

Mein Gewinnspiel ist beendet – hier die Auflösung!

Erstmal war es ziemlich lustig zu sehen, wie weit die Vorstellungen hier auseinander gingen. Über 400 Euro Unterschied zwischen dem niedrigsten Gebot und den höchsten ist ja doch einiges! Mein eigener Tipp lag übrigens bei ca. 280 Euro, ein Ergebnis, auf das ich kam, als ich das Gewicht meines Kleingeldhaufens durch das Gewicht einer 20-Cent-Münze teilte.

Umso froher bin ich, verkünden zu können… aber ach, seht halt selbst:

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Damit ist 0x0d der glückliche Gewinner! Er hat mit 482,37 Euro den höchsten Tipp abgegeben und war deutlich am nächsten dran!

Damit bleibt mir nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch – an dich und an mich! An dich wegen des Gutscheins und an mich, weil, naja… ich habe 464 Euro für die Urlaubskasse :D

Der Rest von euch hat nun hoffentlich Bock gekriegt, die jeweiligen Münzschätze zur Bank zu tragen ;)

Goooooo to the USAAA! – Part 2: Capitalism, bitch.

Wir haben also einen Hin- und Rückflug in die USA für 280 Euro bekommen. Als hinterfragend-kritischer Mensch fragt man sich da natürlich kritisch, wie das überhaupt geht.

Noch bevor wir endgültig buchten, habe ich dahingehend recherchiert. Dadurch fand ich ziemlich als erstes heraus, dass die Urlaubspiraten taffe Leute sind, die sich auf Angebotsfehler der Airlines stürzen wie die Geier. Sprich: Hat irgendein armer Mensch, der dafür vermutlich im Nachhinein den Arsch grandios aufgerissen bekommt, beim Eintippen der neusten Flugangebote irgendwo eine Null vergessen oder gar gleich ganz, einen Preis anzugeben, dann finden die Urlaubspiraten das und hauen es sofort in den Äther raus. Hat man dann Glück und sieht diesen Hinweis, bevor die Airlines es tun, kann es passieren, dass man für völlig umsonst fliegt.

Bei uns war es aber kein Fehler, sondern schlicht ein sogenannter Gabelflug. Das bedeutet, dass wir nicht vom selben Flughafen zurück fliegen, an dem wir angekommen sind. In unserem Fall kommen wir in New York an (okay, eigentlich ist es New Jersey – aber psst), unser Rückflug geht aber ab Washington D.C..
Was uns jetzt wirklich nicht groß stört. Wir wollen nach ein paar Tagen in New York eh nen Roadtrip machen. Und selbst wenn das nicht so wäre: Von NY nach Washington fahren unfassbar günstige Busse.

Trotzdem ist das ja schon irgendwie komisch, nech? Aber es geht noch geiler. Als ich unsere Tickets anhimmelte, fiel mir unvorstellbarerweise auf, dass unser Rückflug doch tatsächlich in New York zwischenlandet. Man ziehe sich das bitte mal rein: Der Flug von Amerika nach Deutschland ist gerade deshalb so günstig, weil wir nicht von New York aus fliegen, aber letztendlich sind wir zwischenzeitlich doch in New York.
Unglaublich, dachte ich, und probierte aus, wie viel es wohl gekostet hätte, wenn wir den selben Flug nehmen, aber erst in New York zusteigen würden.

Ergebnis: Der Flug wäre 200 Euro t-e-u-r-e-r.

Da kann man sich doch nur an den Kopf fassen. Jeder normale Mensch würde vermuten, dass ein kürzerer Flug billiger sein müsste. Immerhin könnte die Airline dann die Plätze von Washington nach New York an andere Menschen verkaufen und mehr Geld machen. Aber nee. DAS ist Kapitalismus, Leute. Kapiert keine Sau.

Und offensichtlich ist das irgendwie normal, wie ich dann herausfinden sollte, als ich einer Freundin davon erzählte. Die reagierte darauf völlig stoisch, denn sie wusste folgende unbegreifliche Begebenheit zu erzählen:

Sie war in Frankreich in Urlaub und suchte nach Flügen zurück nach Deutschland. Sie fand einen Flug in eine Großstadt nahe der Heimat, allerdings war der sehr teuer. Sie suchte also weiter und fand einen Flug, der in eine Großstadt ging gut eine Stunde Fahrzeit entfernt von der nahen Großstadt, aber 100 Euro billiger war. Nach kurzem Ringen siegte der schmale Geldbeutel und sie buchte Flug 2.
Als sie sich nun einen Tag vor dem Flug ihr Ticket ansah, bemerkte sie, dass sie mitnichten einen Flug bis in Großstadt 2 gebucht hatte. Nein, der Flug endete in Großstadt 1 und der Rest der Strecke wurde per ICE zurück gelegt. Sie saß in EXAKT dem selben Flugzeug, das sie auch bei Flug 1 bestiegen hätte, nur dass der Flug MIT einer einstündigen Fahrt in einem Hochgeschwindigkeitszug 100 Euro BILLIGER WAR ALS OHNE.

Logischerweise ist sie dann nicht in diesen blöden Zug Richtung weiter entfernte Großstadt gestiegen, sondern ist directamente vom Flughafen nach Hause gefahren. Und den ganzen Flug über musste sie sich schwer zusammen reißen, nicht jeden Fluggast zu fragen, ob er die teurere Variante gebucht hatte oder die billigere.

Da fällt man doch wirklich vom Glauben ab!

Darüber kann man sich nun entweder tierisch aufregen oder es schweigend genießen (oder, naja… einen Blogbeitrag drüber schreiben). Allerdings gibt es offensichtlich kein Angebot, das gut genug wäre, um nicht doch noch drüber zu meckern. So war vor ein paar Tagen für wenige Stunden ein Hin- und Rückflug in die USA über die Urlaubspiraten verfügbar, der sogar noch weniger als 200 Euro kostete.
Und da gibt es dann Kommentatoren, denen nichts besseres einfällt, als sich darunter darüber auszulassen, dass die Reisedauer bei solchen Flügen etwas höher ist. “Dann lieber einen Direktflug zum regulären Preis” – holy shit. Wie viel ist der reguläre Preis, ca. 600 Euro mehr? Und das nur, um drei, vier Stündchen zu sparen? Wenn man so pingelig ist, warum treibt man sich überhaupt auf solchen Seiten rum?

Aber zurück zu normalen Leuten – also mir. Jedenfalls freute ich mich trotz allem über das Schnäppchen, bis Mitbewohner Dave die Bühne betrat. Der wäre im Leben nicht mitgeflogen, also haben wir ihn auch nicht gefragt. Das schien ihn jedoch zu nerven. Beleidigt wies er uns darauf hin, dass so ein billiger Flug ja eine mehr als beschissene Ökobilanz hätte. Etwas, an das ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht so wirklich gedacht hatte. Und außerdem sei es ja irgendwie nicht in Ordnung, von Fehlern der Airlines zu profitieren und überhaupt.

Nun, ich sehe das nicht so. In unserem Fall ist es ja kein Fehler, sondern saudummer Kapitalismus. Was natürlich im übertragenen Sinne schon ein Fehler ist. Aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man ein fehlerhaftes System nur dadurch zum Einsturz bringen kann, wenn man denen, die es gemacht haben, immer wieder seine Fehlerhaftigkeit in die Fresse haut. Wenn das System einen fickt, muss man zurück ficken.

Ist ja auch nicht so, als würde irgendein Managertyp, der achtzigmal im Jahr in die USA und zurück jettet, sich um seine Ökobilanz scheren.

Sonntags-Mini-Blitzgewinnspiel!

Ich weiß, ich jammere immer darüber, dass ich nix habe. Tatsächlich habe ich aber doch was. Und zwar das:

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Wie die meisten Leute habe ich zuhause ein Behältnis, in das ich mein Kleingeld schmeiße, damit meine Hosentasche nicht platzt (denn Geldbeutel sind ja viel zu Mainstream). Seit Jahren leere ich diese fast täglich aus, wodurch sich inzwischen wieder einiges angesammelt hat. Mein Notgroschen – genau das richtige für die Urlaubskasse!

Ich bin also mit dem Geld auf die Bank gelatscht und habe es in einen dieser Zählautomaten geschmissen, die ich schon als Kind so geil fand. Und nachdem ich dieses wundervoll nostalgische Gefühl wieder aufleben ließ, kommt ihr zum Zug! Einfach nur, weil ich mal gerne was Kleines verschenken will, nutze ich diese Gelegenheit für ein lustiges Gewinnspiel.

Der Gewinn? Einen niedlichen Amazon-Gutschein über 10 Euro. Tja, reich werdet ihr mit mir also nicht, aber für ein nettes Taschenbuch reicht das doch allemal. Dafür ist das Rätsel, das ich euch stelle, umso kniffeliger:

Wie viel ist mein Haufen Kleingeld wert?

Und, äh, das war’s auch schon! Schätzt, ratet, kalkuliert und überschlagt und kommt zu einem wissenschaftlich fundierten Ergebnis. Dieses teilt ihr mir in einem Kommentar unter diesem Beitrag mit. Wessen Schätzung am nächsten dran ist, der (oder die) gewinnt den Gutschein!

Damit das nicht völlig ins Blaue geht, hier noch ein paar Infos zu meinem Notgroschen:
Der Haufen wiegt laut Badezimmerwaage ca. 6,8 Kilo (Funfact: Das ist ziemlich genau das, was in eine leere Glenfiddich-Dose reinpasst!). Er enthält alle Münzen unter 2 Euro, also von 1 Cent bis 1 Euro. 2-Euro-Stücke dürften auch ein paar drin sein, aber die kamen nur rein, wenn ich davon zuviel in der Tasche hatte.

Okay, das sind recht spärliche Anhaltspunkte, aber umso gespannter bin ich, auf welche Ergebnisse ihr so tippt!

Hier nochmal alles im Überblick:

1. Schätzt den Wert der Münzen
2. Kommentiert euer Ergebnis unter diesem Beitrag
3. Es gewinnt, wer am nächsten dran ist (egal ob er unter- oder überboten hat!)

Mitmachen darf jeder (außer natürlich Leute, die ich gesperrt habe – logisch). Um dem Gewinner den Gutscheincode zu übermitteln, brauche ich lediglich eine gültige Mailadresse, die ihr im entsprechenden Kommentarfeld hinterlassen könnt (wird nicht veröffentlicht!).

Was ein Spaß, aber eilt euch – das Gewinnspiel läuft nur bis Mitternacht! Viel Glück!

Goooooo to the USAAA! – Part 1

Ich hatte es ja schon mal am Rande erwähnt, aber jetzt ist es bald soweit:

Die Robin geht nach Amerika!!! Wooooo-hooo-hooo!

Natürlich nicht für immer, sondern nur für Urlaub. Etwas, was ich vor einem Jahr noch für unmöglich gehalten hätte. Damals überkam mich das Fernweh und weil ich ja immer schon davon geträumt habe, mit einem 69er Mustang und einer warmen Pulle Jack Daniel’s von San Fransisco durch die Wüste nach Las Vegas zu fahren, habe ich einfach mal so die Preise gecheckt.
Ergebnis: Weit weg von meinen Möglichkeiten. Praktisch schon in einem anderen Universum. Woraufhin ich in meine bekannte “Ich bin ja so arm”-Depression verfiel und den Plan beerdigte.

Jedenfalls bis letzten September. Ich kam gerade aus Spanien zurück, da erzählte mir Ex-Kollegin Johanna von ihrer geplanten Amerikareise. Instant Neid, bis sie mir die Modalitäten erklärte.

Der Hin- und Rückflug kostete nicht tausend. Nicht fünfhundert. Sondern ZWEIHUNDERTACHTZIG EURO!!!

Ich hätte nie gedacht, dass sowas möglich ist, aber www.urlaubspiraten.de macht es möglich. Natürlich war ich da trotzdem zuerst sehr skeptisch, aber ich fand schnell heraus, dass die Seite tatsächlich seriös ist.

Trotzdem: Ich kann doch nicht Urlaub buchen, wenn ich grade erst aus dem Urlaub komme, dachte ich. Das wäre ja dekadent. Aber nur wenige Tage später saß ich eines schönen Sonntags trotzdem verkatert im Wohnzimmer auf der Couch und checkte mögliche Flugzeiten.

“David, komm, Amerika! AMERIKA!”
David war jedoch unwillig. “Amerika, was willst du denn da? Wenn es Indien wäre oder Nepal, aber Amerika…!”
Ich war völlig baff! Aber ich bohrte weiter. Inzwischen waren meine Finger wie von selbst über die Tasten geglitten und hatten meinen Geburtstag als Abflugsdatum eingegeben. Meinen dreißigsten, wohlgemerkt. An meinem Dreißigsten abends in New York – NEW YORK!!! – sein, DAS wäre ja so richtig geile Scheiße!! Und damit war es für mich beschlossen. ICH fliege nach Amerika, egal was passiert. Aber zu zweit wäre es halt doch cooler, also musste mein allerliebster David, der beste Mitbewohner wo gibt, als auserwähltes Opfer her halten.

“David, wir hatten doch schon mal drüber geredet! Du wolltest doch auch mal in die USA! Die Ostküste! New York!!! Und für so billig kriegen wir das NIE WIEDER!!!”
David hielt das immer noch für unmöglich, also kramte ich ihm sämtliche Artikel raus, welche die Seriosität der Urlaubspiraten bestätigten. Ich sah, dass er schwankte. Und dann gab er dieses von sich: “Bei 280 Euro ist bestimmt beim Flug kein Essen mit drin.”

Ich wäre fast eskaliert. “NA UND!? Dann isst du halt mal 8 Stunden nix!”
“Ich kann doch nicht 8 Stunden nix essen!”
“Boah, Alter, SELBST WENN, dann kaufste dir halt ein Sandwich, klar sind die teuer im Flugzeug, aber davon wird der Flug auch nicht 500 Euro teurer!”
Da musste der Herr grinsen und als ich dieses Grinsen sah wusste ich, dass ich gewonnen hatte. Minuten später hatten wir den Flug gebucht.

“Oh Mann,” war Davids Kommentar, als ihm so langsam dämmerte, was wir da gerade getan hatten. Und seit diesem Sonntag im September ist kein Tag vergangen, an dem nicht entweder er oder ich völlig random den wilden Schrei fassungslosen Glücks ausstieß: “NEW YORK!!!”

Und damit ist es offiziell: Ich feiere meinen 30. Geburtstag in New York!!!

Wobei es rückblickend betrachtet natürlich schlauer gewesen wäre, einen Tag früher zu buchen.

Mansplaining

Ich hab mich über nervige Kerls geärgert, also habe ich ein bisschen (um)gedichtet.

macker dont preach

Mansplaining: Die ekelhafte Attitüde mancher Männer, erwachsene Frauen wie Kleinkinder zu behandeln, die von nichts ne Ahnung haben können, weil Frauen ja generell nie von irgendetwas ne Ahnung haben oder gar ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Wisster Bescheid.

In eigener Sache: Zweihundert! (+ ganz viele Awards)

Wenn ich ständig Bock habe, was zu schreiben, es aber nicht kann, weil ein Jubiläum bevor steht und das erst begangen werden muss… dann ist das eine kaum befriedigende Ausrede für mein langes Schweigen hier! Aber tun wir einfach mal so, als ob!

Ja, ich habe meinen Bloggeburtstag (kurz vor Weihnachten) wieder mal nicht begangen. Dafür musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich fast meinen 200. Artikel verpasst hätte. Das ist übrigens der hier!
Weil das etwas unerwartet kam, kann ich leider nicht mit sowas unfassbar Tollem wie letzten Mal aufwarten, aber trotzdem soll es doch zumindest eine Neuerung geben. Aufgepasst:

Ich habe nun endlich einen Blogroll.

Krass unhöflich, dass es so lange gedauert hat, aber was soll man machen. Alle enthaltene Blogs besuche ich jedenfalls regelmäßig und möchte sie hiermit empfehlen. Gleichzeitig möchte ich mich vor allem bei den nicht-feministischen Bloggern und vor allem Bloggerinnen vorauseilend dafür entschuldigen, dass durch eine Verlinkung von mir leider das Risiko besteht, frauenfeindliche, absolute Flachpfeifen auf eure Blogs zu lotsen. Zwar habe ich seit einiger Zeit realisiert, dass die Idioten, die mich am meisten hassen, meinen Blog nicht lesen (…), aber wer will da schon nach Logik fragen.
(Man könnte jetzt argumentieren, dass ich genau mit dieser Ankündigung diese Leute ERST RECHT dorthin locke, wo sie nur rumtrollen. Vielleicht ist aber auch das Gegenteil der Fall. Vielleicht aber auch nicht. Bevor man in diese Gedankenspirale gerät, denkt man am besten gar nicht so genau drüber nach.)

So, das war die wichtigste Neuerung. Weiter zum zweiten Punkt: Blogawards, Blogawards! Da ist so viel liegen geblieben (teilweise von vor MONATEN), dass ich mich entschlossen habe, alles in einen Beitrag zu packen. Wobei meine Faulheit euch natürlich nicht davon abhalten soll, mir weiter Awards zu spendieren, denn Preise bekommen ist immer gut!


Liebster Award
Als erstes zu Taliannas Nominierung für den “Liebsten Award” – die bestimmt schon gedacht hat, ich hätte das vergessen! Die Nominierung kam nämlich schon im August, während ich wandern war. Aber ich habe es im Hinterkopf behalten und darf nun 10 Fragen beantworten!

1. Kostüm und Superkräfte – welcher Superheld bist Du? Oder, wenn’s keinen passenden gibt oder Du keinen Passenden kennst, wie sähe Dein Kostüm aus, welche Superkräfte hättest Du, wen würdest Du bevorzugt retten?
Hach, wie sagte mal ein psychologisch inkompetenter Kerl zu mir? “Interessant, dass du dich nach einem SIDEKICK benannt hast”. Was natürlich die Tatsache völlig ignoriert, dass “Batman” kein Vorname ist. Erst Recht kein weiblicher.
In Wahrheit wäre ich gar nicht gerne Robin. Ich meine, natürlich würde ich bei einem entsprechenden Angebot nicht nein sagen, aber an sich wäre ich gerne meine eigene Herrin. Kräfte? Puh, ich würde so ziemlich alles nehmen. Bei Kostümen wiederum würde ich es gerne postmodern halten, sprich: normale Klamotten, nur halt cool, also sowas wie Jeans, geile Stiefel, ein Shirt und was Trenchcoatartiges. Fertig ist die mysteriöse Rächerin der Nacht – die eigentlich alle rettet, aber vor allem Arschlöcher bekämpft.

2. Witzig oder nicht: Dein liebstes Wortspiel!
Ich mag Wortspiele nicht. Zumindest keine schlechten, wie sie im alltäglichen Sprachgebrauch üblich sind. Wer zum Beispiel “zum Bleistift” sagt, geht das Risiko ein, von mir mit demselben brutal erstochen zu werden!
Aber es gibt ja auch bessere Sachen, die ich sicher auch benutze, nur fällt mir natürlich jetzt zum Verrecken kein’s ein. Ich bin eher so der Film-und-Serienzitate-Typ. Das einzige, was vielleicht als Wortspiel durchgehen könnte, ist folgender bei uns verbreiteter Spruch: “Wein auf Bier – das rat ich dir. Bier auf Wein – das rat ich dir!”
Leider wird der erschreckend oft nicht gecheckt (“ääääh, so heißt das aber nicht!”)…

3. Das beste Essen der Welt ist:
Pizza. Klaro.

4. Was steht auf Deinem Schreibtisch?
Weil ich eine sehr gewissenhafte Studentin bin, besitze ich so etwas nicht.

5. Ich bin nah am Wasser gebaut. Was bringt Dich – im Positiven, vor Rührung, vor Freude – zum Heulen?
Hm – ich hab beim Ende von “Terminator 3″ im Kino geheult, weil ich das mit all den Atombomben irgendwie so ergreifend fand. Aber ist das positiv? Ich heule auch bei Liebesfilmen oder Hochzeiten. Wobei ich da immer aufpassen muss, dass die Freude nicht in tiefschwarzen Selbsthass umschwenkt, aber das kriege ich meistens ganz ok hin.

6. Gibt es eine Sache, bei der Du Dich fragst, warum Du sie nicht schon längst mal gemacht hast?
Irgendwie find ich’s schlimm, dass mir hier jetzt so überhaupt nichts einfällt.

7. In wessen Schuhen wärest Du gerne mal für einen Tag?
Ich glaube, ich wäre gerne Bundeskanzlerin. In einem Tag kann man da zwar nicht allzu viel reißen. Aber man kann es ja zumindest mal versuchen.

8. Wie feierst Du Deinen Geburtstag am liebsten?
Völlig eskalativ mit ein Haufen Leuten, viel Alkohol, supergeiler Musik und wilder Tanzerei in einer Location, die ich nicht aufräumen muss!

9. Wie lautet der Titel Deiner Autobiographie?
“Hättet ihr zugehört, würde es Sinn ergeben”.

10. Ich verabschiede mich gerne mit: “Lass Dich nicht erwischen!”. Was antwortest Du?
Bisschen lahm, aber ich würde vermutlich nur “Ich versuch’s” antworten.

 

Nun liegt es an mir, 10 Fragen zu formulieren. Voilá:

1. Welche Sache, die es laut “Zurück in die Zukunft 2″ im Jahr 2015 geben sollte, aber leider nicht gibt, vermisst du am meisten?
2. Konsole oder PC?
3. Deine Meinung zu Frottee-Bettwäsche?
4. Hattest du schon mal eine Geschäftsidee, die du immer noch erfolgsversprechend findest, aber nie umgesetzt hast?
5. Welches Schulfach würdest du abschaffen, wenn du könntest?
6. Wenn du in die USA fliegen und dir nur EINE Sache ansehen könntest, was wäre das?
7. Was ist bei Pizza deine ZWEITE Wahl?
8. Dein aktuelles Lieblingslied?
9. Kannst du im Stehen deine Zehen erreichen?
10. Was ist dein Lieblingsbrettspiel?

… und um meine neue Blogroll zu feiern, nominiere ich einfach ALLE, die drauf stehen! Besonders aber Franzi, weil ich neugierig bin, ab welcher Anzahl Awards sie zusammen bricht, ich Sadistin.


 

One Lovely Blog Award
Während ich so damit beschäftigt war, mich nicht umzubringen meine Halloween-Thementage zu füllen, erreichten mich gleich drei, ja DREI Nominierungen für den Best Blog Award, und zwar von Franzi, dem Hemator und An!!! Wooo-hooo!
Die Vorgaben sind so einfach wie grausam: Ich muss sieben Funfacts über mich enthüllen und dann sieben weitere Blogger nominieren. Sieben Funfacts! Das macht mich total fertig. So völlig ohne Anhaltspunkt, was soll mir denn da groß einfallen?

1. Hm, wobei, das erinnert mich an 12. Klasse Kunst, als unsere Lehrerin genau dasselbe verlangte: Macht was. Egal was. Und ich so “Waaah!!”
Tatsächlich fiel mir dann doch schnell etwas ein. Meine Skulptur bestand aus einem Sockel, den ich mit dämlichen Gesichtern, die ich aus der BRAVO ausgeschnitten hatte, beklebte, darauf ein Holzstab, um den ich Hasendraht wickelte. Den Hasendraht schmierte ich mit Gips ein und malte die amerikanische Flagge drauf, so dass der Eindruck einer Fahne entstand, die sich um sich selbst gewickelt hatte und einen Trichter bildete. Innen klebte ich Seiten aus dem Grundgesetz. Zusammen mit meiner Erläuterung dazu war die Skulptur ein gar flammendes Plädoyer gegen amerikanischen Imperialismus. Ja, ich hatte meinen Michael Moore gelesen und wurde mit einer Eins Minus belohnt!

2. Ich habe einen Rettungsschwimmerschein. Theoretisch. In der 10. Klasse hatten wir die Möglichkeit, den Schein im Schwimmunterricht zu erwerben. Ich war neben einem Mitschüler die einzige, welche die schriftliche Prüfung bestand und schaffte auch die Praxis, aber den Schein hab ich nie bekommen, obwohl ich die Bearbeitungsgebühr bezahlt habe. Hat sich meine Lehrerin wohl eingesteckt, die dumme Kuh.

3. Ich habe vier Tattoos, von denen ich aber leider nur eins wirklich mag.

4. Ich habe Herr der Ringe 2 zweimal im Kino gesehen – am selben Tag. Insgesamt waren es, glaube ich, viermal.

5. Könnte ich die Zeit zurück drehen, würde ich nicht nur ein völlig anderes Studium beginnen, sondern auch überhaupt erst mal ne Lehre machen. Ich bin nämlich begabt für handfeste Sachen. Schreinerin wäre schön gewesen, aber auch Schneiderin hätte mich gereizt. Ein ehrliches Handwerk halt – davon profitiert man sein Leben lang.

6. Ich hab mal Helge Schneider auf einem Kinderkarussell im Phantasialand getroffen. Ich hab ihn angelächelt, obwohl ich ihn eigentlich gar nicht mag, aber er hat nicht zurück gelächelt und seitdem mag ich ihn noch weniger.

7. Ich mag Einhörner nicht. Insbesondere nicht “Das letzte Einhorn”. Da, jetzt hab ich es gesagt!

Tja, wen soll ich da nur nominieren, wo ich doch so spät dran bin und damit so ziemlich jeder schon einen Award hat? So gebe ich die Nominierung frei und damit kann jeder das Thema aufgreifen, der Lust hat!


Fünf Buchvorsätze 2015
Last but noch least ein etwas spezielleres Blockstöckchen, wieder von der lieben Franzi! Hier soll ich nun also fünf Bücher auflisten, die ich vorhabe, dieses Jahr zu lesen. Was ein bisschen gemein ist, denn von meiner letztjährigen Liste habe ich nur genau EIN Buch geschafft. Allerdings habe ich die erst im April geschrieben, daher habe ich eigentlich noch drei Monate Zeit! Das ist zu schaffen… dennoch llege ich hiermit nochmal nach:

Ken Follett – Kinder der Freiheit
Ken Follett schreibt historische Romane und ist damit (paradoxerweise) bei vielen automatisch als Schundautor verschrien. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des Genres sind seine Bücher tatsächlich ziemlich gut recherchiert und vermitteln ein akkurates Bild der jeweiligen Zeit!
Seine “Jahrhundert-Trilogie” begann mit “Sturz der Titanen” (Thema: 1. Weltkrieg), was mir sehr gut gefallen hat. “Winter der Welt” (2. Weltkrieg) fand ich dagegen überraschend schwach. Dementsprechend habe ich eigentlich wenig Lust, diesen dritten Band (Kalter Krieg) zu lesen, aber ein Abschluss muss nun mal sein. Ich glaube zwar nicht, dass er hier wieder an die ursprüngliche Spannung des 1. Bandes anschließen kann, doch das kann ich halt auch erst wissen, wenn ich es lese!

Stephen King – Mr. Mercedes
Auf meiner anderen Liste stand “Dr. Sleep”, Kings aktuellster Roman, den ich bisher noch nicht gelesen habe. So jedenfalls dachte ich, bis ich im Buchladen völlig überrumpelt vor dem Bestseller-Regal stand und dort einen noch neueren King vorfinden musste. Ich habe keine Ahnung, worum es in dem Buch geht, aber da ich es wie alles von King sowieso lese ist das ja auch egal.

Chuck Palahnuik – Kainsmal
Der Mitbewohner ist ein großer Fan von Chuck Palahnuik, auch wenn den in Deutschland kaum ein Schwein kennt. Wohl kennt aber jeder die Verfilmung seines vielleicht größten Romans: Ein netter, herzerfrischender Feel-Good-Movie namens “Fight Club”. Alles in allem wirklich Grund genug, mich auch mal mit dem Werk des Herrn zu beschäftigen.
Bisher habe ich erst “Fight Club” geschafft und “Snuff”, wobei letzteres wirklich das widerwärtigste Buch ist, das ich jemals gelesen habe. Extrem… plastisch, aber diese Art Drastik muss man halt auch erst mal draufhaben. “Kainsmal” soll nun laut dem Mitbewohner sein bestes Buch sein, weshalb es sich für diese Reihe qualifiziert.

Neil Gaiman – Der Ozean am Ende der Straße
Neil Gaiman ist ebenfalls so ein Name, der in Deutschland recht unbekannt ist, obwohl der Mann Fantasy für Erwachsene schreibt, die den Namen auch wirklich verdient. Von seinem neusten auf Deutsch erschienenen Roman verspreche ich mir darum viel, denn bisher hat der Mann es jedes Mal geschafft, mich wirklich in fremde Welten zu entführen. Wunderschön und trotzdem ohne jeden Kitsch – Neil Gaiman ist der Held!

Alan Moore – Watchmen
Nein, ich habe tatsächlich noch nie “Watchmen” gelesen. Schande, Schande, Schande über mich!! Höchste Zeit, den letzten Platz meiner fünf zu-lesenden-Bücher, den ich traditionell für ein Comic reserviert habe, an diesen Meilenstein zu vergeben.

So, hier möchte ich doch ein paar Leute nominieren. Fünf sollen es sein, daher reiche ich erst mal an Ti_Leo und Naekubi zurück, die mich letztes Jahr bedacht haben. So, wer noch? Mich würde es sehr interessieren, was der Kiezneurotiker so liest. Desweiteren möchte ich den Zaunfink nominieren und als letztes die Karo, weil ich mir davon Anregungen für meine “to read”-Liste erhoffe! Aber natürlich darf wie immer auch so jeder mitmachen, der Bock hat!


Uff.

finished

 

Soweit lasse ich es nie wieder kommen. Versprochen!