nur kurz

Ich bin leider nicht dazu gekommen, meine Kommentare noch vor dem Silvesterbrimborium zu beantworten (warum, könnt ihr auf meinem anderen Blog nachlesen), habe mich aber über alle sehr gefreut. Wollte ich nur gesagt haben 😉 Wird natürlich noch gemacht.

Vorsätze, Jahresrückblicke etc. müssen leider auch nachgereicht werden. Ich muss mich jetzt erstmal gleich drei Stunden in den Zug Richtung Heimat setzen. Und hoffen, dass mir nicht wieder dasselbe passiert wie letztes Jahr.

Das werde ich euch dann auch noch erzählen. Das ist Gold wert ^^

Damit wünsche ich euch allen einen guten Rutsch (obwohl ich diese Phrase echt doof finde… ihr nicht?). Feiert schön mit viel Alkohol und viel Essen – nächstes Jahr wird ALLES ANDERS :mrgreen:

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my feminism: Über diese Kategorie

In meinem Eingangspost habe ich es ja schon angekündigt, nun mache ich es wahr und eröffne eine eigene Kategorie, die sich mit Themen rund um Feminismus und Sexismus gefüllt werden soll. Warum, wieso, weshalb und vor allem: wie? Naja, dazu sollte ich mich wohl erstmal erklären.

Mein Background
Ich stamme aus einem kleinen katholischen Dörflein irgendwo in Deutschland, an dem viele Errungenschaften des modernen Lebens spurlos vorbei gegangen sind.
Und damit ist selbstverständlich nicht die technische Ausstattung gemeint, sondern die Denke.

Ich war ein schwieriges Kind. Fing schon damit an, dass meine Mutter die Dreistigkeit besaß, mich ohne Ehemann auf die Welt zu bringen. Ein absoluter Skandal.
Und so ging es weiter. Ich bin nun mal nicht das, was man gemeinhin meint, wenn man „Mädchen“ sagt. Und dazu wurde ich nicht durch Erziehung gemacht, sondern wurde so geboren.
Meine Lieblingsfarbe war blau. Ich hasste Puppen und liebte Bäume klettern. Kleidchen waren mir zuwider. Mathe war mein bestes Fach. Und die Turtles interessierten mich mehr als Barbie.

Ich finde das nicht schlimm, denn Menschen sind halt verschieden, aber meiner Familie war das ein Gräuel. Aber weil ich außerdem noch ziemlich stur bin, habe ich mich erfolgreich dagegen gewehrt, in eine Schablone i wish i was a boygepresst zu werden, die mir nicht passte. Dennoch bin ich unter der Prämisse aufgezogen worden, dass ich nicht alles machen darf, weil ich ein Mädchen bin, dass ich nicht alles sagen darf, weil ich ein Mädchen bin, und dass ich meine männlichen Familienmitglieder bedienen „darf“, weil ich ein Mädchen bin, während die gleichzeitig tun und lassen konnten, was sie wollten.

Wie kann man in so einem Umfeld aufwachsen und NICHT Feministin werden?

Wie es weiter ging
Ich wurde älter und bekam Titten. Und ab da fingen die Probleme erst richtig an.
images6Vielleicht war ich durch meine Vorgeschichte sensibilisiert, aber ich regte mich über einen Klaps auf den Hintern und einem dummen Spruch wesentlich mehr auf als meine Freundinnen, die in etwas fortschrittlicheren Familien groß geworden sind.
Und was soll ich sagen… ich habe nie aufgehört, mich aufzuregen. Es existiert ein Umgang mit Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft, den ich zum Kotzen finde. Und daher muss ich meine große Schnauze immer dann aufmachen, wenn ich diese Ungerechtigkeit wittere.

Aber warum jetzt?
Der Feminismus hat mich lange abgeschreckt. Sowohl von außen wie auch von innen.
Lange Zeit wehrte ich mich gegen diesen Stempel, wenn man mir während einer Diskussion abfällig konstatierte, eine Feministin zu sein. Denn Feministinnen, das sind doch diese Hardcore-Emanzen, die in Jutesäcken durch die Straßen ziehen und BHs verbrennen? Und Alice Schwarzer, deren Verdienste man zwar würdigen muss, die aber trotzdem oft genug unglaublich viel Scheiße von sich gibt? Damit wollte ich nicht in einen Topf geworfen werden.
Doch irgendwann las ich einen Spruch, der mir die Augen öffnete. Er verbarg sich ganz klein auf einer Infowand an der Uni und ist ebenso simpel wie kurz und wahr:

Unbenannt
Und ich stand da und dachte: „Hmhmhm… stimmt.“

Tja, damit war ich Feministin, ganz ohne meinen BH zu verbrennen.

Ich war aber auch gleichzeitig Bloggerin, da ich auch gerade mein erstes Blog gestartet habe. Der Gedanke, über meinen Ansichten zum Feminismus zu bloggen, war aber noch weit weg. Denn: Ich traute mich schlicht und ergreifend nicht. Je mehr ich mich mit dem Netzfeminismus beschäftigte, desto mehr Fragezeichen erschienen über meinen Kopf. Ich konnte mit vielen Begriffen überhaupt nichts anfangen, aber was noch schlimmer war: Ich konnte auch mit vielen Inhalten nichts anfangen.
Vieles geht völlig an der Realität vorbei und hat stimmt weder mit dem Bild, was ich vom Feminismus habe noch mit meinem Frauenbild überein. Auch trieft bei manchen doch tatsächlich die Akademikerarroganz aus jedem Wort (aber darüber schreibe ich an anderer Stelle mehr), während ich doch immer noch nur ein armes katholisches Mädchen vom Lande bin, das so ein bisschen planlos durch die Uni stolpert und irgendwie versucht, sein Leben auf die Reihe zu kriegen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hielt mich schlichtweg für zu blöd, um da mitmischen zu können. Trotzdem versuche ich das jetzt. Und der Grund ist ganz einfach:

1. BIN ICH NICHT BLÖD, nur weil ich ein paar schicke englische Begriffe nicht kenne oder der Meinung bin, es sei scheißegal, ob man „sexuelle Orientierung“ oder „sexuelle Positionierung“ sagt (dazu weiter unten).

2. traf ich unlängst zwei Feministinnen, die sich, anders als ich, auch im Real Life in feministischen Organisationen betätigen und damit ja eigentlich die „besseren“ Feministinnen sind… und ich dennoch feststellen musste, dass beide absolute Trottel sind. Habe ich etwa tatsächlich Angst, mich mit sowas anzulegen? Bitch please!

Es sei also beschlossen: Ich bin eine Feministin, die über ihren Feminismus bloggt – und zwar so, wie ICH es will!

Die Sprache
Nun herrscht allerdings gerade in diesem Bereich bei einigen Menschen ein, wie drücke ich das nett aus… gewisser Sprachfaschismus (uh). Wer nicht mitmacht, wird dabei wohl als Teil des Systems gesehen, das es eigentlich zu bekämpfen gilt.
Tja, das ist mir aber scheißegal. Ich studiere nicht Germanistik, ohne die Sprache zu lieben, die ich gelernt habecanwordsdoit. Da sehe ich es schlicht und ergreifend nicht ein, im Zuge einer völlig überrissenen politischen Korrektheit meine Texte durchzugendern und damit unlesbar zu machen. Tut mir leid, aber nö. Vorstöße wie solche, die Antje Schrupp gestern vorgestellt hat, sind in meinen Augen einfach nur lächerlich.

Die Sprache ist ein gewachsen Ding und ständig im Wandel begriffen. Diesen Wandel beeinflussen zu wollen, bringt indes überhaupt nichts, denn hier ist die Unsichtbare Hand am Werk. Manche Vorschläge zur Änderung der Sprache werden vielleicht angenommen, weil sie einleuchten – aber „Mann Meier“, Frau* /Mann* oder „mensch“ statt „man“ gehören definitiv nicht dazu.
Und was noch schlimmer ist: Solche Eingriffe in unser schönes Deutsch verprellen viele Menschen, die sich mit feministischen Themen gerne beschäftigen wollen, aber auf solche Albernheiten einfach keinen Bock haben. Das ist für den Normalbürger schlicht nicht vermittelbar, daher lasse ich es.
Wer das doof findet, darf sich gerne bei mir beschweren – oder liest es halt einfach nicht!

Was bleibt noch zu sagen?
So, ich hoffe, ich habe jetzt niemanden verprellt. Ich weiß noch nicht genau, worüber ich schreiben werde, obwohl ich einige Ideen habe, aber die werde ich euch erst präsentieren, wenn ich zufrieden mit der Ausarbeitung bin. Ich hoffe damit, auch wenn ich die Welt sicher nicht retten werde, wenigstens ein paar Machos zu nerven und Arsche zu treten :mrgreen:
black canary

Vom Soundtrack meines Lebens

Hijack und Nerdbarbie (die es von Marie hat und die hats von Lina) machen es vor, ich mach es nach :mrgreen:

1. Ein Song aus deiner frühsten Kindheit

Das ist in der Tat Nena – 99 Luftballons. Mein Stiefvater hatte mir aus seinem umfangreichen Kasetten(!!!)-Fundus eine Nenakasette überlassen und seitdem lief das Lied bei mir rauf und runter. Den Rest fand ich so meh, aber 99 Luftballons ist sogar heute noch ganz cool. Vor allem, da das Lied deutsch ist und sich trotzdem kaum jemand jemals die Mühe gemacht hat, mal dem Text zu lauschen. Coole Antikriegspropaganda. So isses. Früh übt sich.

2. Ein Song, den du mit deiner (ersten) großen Liebe assoziierst

An meine erste große Liebe möchte ich zwar gar nicht mehr denken, trotzdem erinnert mich Nickelback – How you remind me immer an diesen blöden Sack. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil ich damals die Single gekauft hatte und immer, wenn er bei mir war, rauf und runter laufen ließ :/

3. Ein Song, der dich an einen Urlaub erinnert

Urlaub kann man das zwar nicht gerade nennen, aber H-Blockxx – Ring of fire lief bei einem Klassenausflug zur Expo 2000 im Bus (und auch im Camp angekommen) ununterbrochen…

4. Ein Song, bei dem dir immer noch die Tränen kommen

Oje… mir kommen bei so vielen Songs (oder auch anderen Sachen) die Tränen…

5. Ein Song, der dich – geplagt vom Liebeskummer – begleitet hat

Wenn ich Liebeskummer hab, vergrabe ich mich im Bett und will nichts sehen und nichts hören. Daher muss das hier leider frei bleiben.

6. Ein Song, den du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast oder immer wieder hören “musst”
Dafür ist DAS einfach! Es gibt einige Lieder, die ich vermutlich an die 1000 Mal gehört habe, aber eines meiner ältesten Lieblingslieder ist The Offspring – The kids aren’t allright. Es wird für mich immer ein ganz besonderes Stück bleiben, weil es mein Lieblingssong auf dem ersten ernsthaften Album war, das ich mir jemals gekauft hab – die „Americana“ von The Offspring. Und bis heute habe ich mich daran nicht satt gehört und liebe es immer noch, drauf zu tanzen! Auch wenn mich dabei immer die Leute nerven, die den Text nicht können (nach der 4. Zeile der jeweiligen Strophen kommt eben KEIN „wo-ho“! Und daher muss man dann auch nicht eine Faust hochreißen! Merkts euch doch endlich!).

7. Ein Instrumental-Song, den du besonders magst
Hach – Lord of the Dance ♥ Das muss man einfach live gesehen haben (in meinem Fall sogar zweimal ^^).

9. Ein Song, der eine Band repräsentiert, die dich in deiner Teenagerzeit stark geprägt hat
Keine Band hat mich mehr geprägt als Nirvana und mein Lieblingssong dieser Band wird auf immer und ewig Heart-shaped box – und eben nicht Smells like teen spirit – sein. Ohne Nirvana wäre ich heute nicht die, die ich bin. Nirvana riss mich mit 15 Jahren aus einer Lethargie, die ich um mich aufgebaut hatte, um nicht verletzt zu werden. Nirvana zeigte mir eine Richtung, in die ich mich bewegen und einen Platz, an dem ich mich wohlfühlen konnte. Traurig sind die, die niemals in Kurt Cobains Augen geblickt und das Universum darin gesehen haben.
Hach, ich liebe dich immer noch, schönster Mann der Welt.

9. Der Song, der in einer der schönsten Nächte deines Lebens lief

Eigentlich war es schon früher Morgen, als ich mit meiner besten Freundin von unserem ersten (und leider bisher einzigen) Offspring-Konzert nach Hause fuhr und wir dabei in voller Laustärke Ignite – Veteran mitplärrten, um nicht einzuschlafen. Das war ein richtig, richtig schöner Abend, auch wenn wir beide am nächsten Tag uns irgendwie auf die Arbeit schleppen mussten…

10. Ein Song, der dich an eine spezielle Begebenheit/ein Erlebnis erinnert (& welche/s das ist)
30 Seconds to mars – The Kill
Das war eine extrem komische Sache. Ich war 2010 auf dem Jakobsweg im Norden, als ich eines morgens verstört aufwachte mit der Erinnerung an einem der seltsamsten Träume meines Lebens. Den Inhalt möchte ich hier jetzt nicht ausbreiten (nur soviel: Es ging um Batman. Und nein, es war nichts sexuelles. Schade eigentlich.), aber jedenfalls war dies das erste und einzige Mal, dass ein Traum von mir mit „Soundtrack“ unterlegt war. Und das war eben dieses Lied. Unmöglich, es zu hören und nicht an diesen Traum zu denken, der mich manchmal heute noch beschäftigt.

11. Ein Song bei dem du am besten entspannen kannst

Ich bin ja an sich nicht so der entspannte Typ und richtige Entspannungsmusik macht mich sogar ausgesprochen aggro (Tatsache), aber wenn ich mal ausnahmsweise gut drauf bin, die Sonne scheint und ich einfach ein bisschen chillen will, ist The Gaslight Anthem eine gute Wahl!

12. Ein Song der ziemlich gut zu deiner Persönlichkeit passt

13. Ein Song der momentan dein Lieblingssong ist
Das Album ist zwar auch schon ein paar Tage alt, aber irgendwie merke ich manchmal erst nach Jahren, wie großartig manche Songs sind. Momentan ist mein Lieblingssong daher Rise Against – Injection von ihrem an sich auch ziemlich geilen Album „The sufferer and the witness“.

14. Ein Song den du deiner besten Freundin widmen würdest

In Erinnerung an die supergeile Zeit, die wir als Discoqueens hatten… Hab dich lieb, *chen ♥

15. Ein Song aus einer Filmszene, die du perfekt hättest spielen können
HA, das ist definitiv The Prodigy – Omen, was während der ersten erfolgreichen Kampfszene zwischen Kick-Ass und ein paar bösen Buben läuft! Der gesamte Soundtrack des Filmes ist genialst, aber „Omen“ passt zu der Szene einfach nur so dermaßen perfekt! Einfach OMG!
Und natürlich hätte ich das hervorragend nachspielen können. Ist ja auch nicht so, als würde der liebe Kick-Ass unnachahmlich gut kämpfen :mrgreen: Da habe ich doch einige Tricks mehr auf Lager.

16. Ein Song den du zum Aufstehen hörst

Ähm… also mein Weckton ist ja das deutsche Sailormoon Intro *hust* Aber eine Zeitlang habe ich jeden Morgen vom Aufstehen bis ich endlich in der Uni war Dragonforce – Heroes of our time in der Endlosschleife gehört. Ich finde, der Song hat einfach so eine unglaublich positive Energie – da kommen einem die Mühen des beginnenden Tages irgendwie nicht mehr so schlimm vor.
Und wer von dem Doublebass und Herman Lis Geschredder nicht wach wird, ist vermutlich schon tot.

17. Ein Song den du zwar liebst, aber den du immer skipst, weil er dir Bauchschmerzen macht
Es gibt Lieder, die ein Gefühl der Verzweiflung, Schmerz und Leid so perfekt transportieren, dass sie in mir den Drang wecken, mir die Pulsadern aufzuschneiden. Da ich hörte, dies sei nicht so gesund, muss ich diese Songs (nicht immer, aber oft) mit größten Bedauern überspringen, obwohl sie unendlich genial sind.
Eines der größten Stücke, das jemals geschrieben worden ist, und der depressivste Song, den ich kenne, ist End of Green – Tragedy Insane. Hier stimmt einfach alles: abgrundtief negativer Text, hypnotische Stimme, dunkle Musik mit dreckigen Gitarren… und daher, so leid es mir tut, nicht immer hörbar für das kleine depressive Robinleinchen, wenn es nicht mit einem dunkelschwarzen Knäuel aus Agonie im Magen herumsitzen will.

18. Ein Song der für einen Abend im letzten Sommer steht

Oh Mann… letzten Sommer war ich auf dem Jakobsweg in Spanien und auch wenn man da ziemlich abgeschnitten ist von allen Medien, wurde ich trotzdem permanent (oder zumindest einmal am Tag) in den Herbergen mit diesem blöden Eurovision-Song-Contest-Siegertitel penetriert.
Ich kann diese Frau mit ihrer ekelhaften Affektiertheit nicht leiden – aber tragischerweise ist das Lied ein kaum zu bändigender Ohrwurm *grmpf*

19. Ein grandioser deutschsprachiger Song über die Liebe, der auch für dich geschrieben worden sein könnte?
Ich glaube, für mich werden keine Liebeslieder geschrieben. Weder auf deutsch, noch auf englisch, noch auf sonstwas.

20. Der letzte Song den du gehört hast

Das war Anberlin – The Feel Good Drag eben auf der Arbeit, bevor ich den CD-Player ausschaltete – von dem es leider KEINE EINZIGE ANNEHMBARE VERSION auf youtube gibt. Nur eine Menge schlechter Remixes, schlechter Instrumentalversionen und, leider, extrem schlechter Livemitschnitte…
Wenn ihr es also hören wollt, müsst ihr es euch wohl oder übel irgendwo klauen.

Movie Mission 100!

In einem Beitrag in meinem anderen Blog habe ich schon mal kurz darüber geschrieben, dass bei mir ein paar eklatante Bildungslücken im Bereich „Film“ klaffen! Damals habe ich angekündigt, diese nach und nach zu schließen.

Was ich natürlich bis jetzt nicht gemacht habe.

Mir fehlte wohl irgendwie der Anreiz, also musste ich mir halt einen ausdenken. Das Ergebnis meiner Überlegung ist das sensationelle, noch nie dagewesene Projekt Movie Mission 100!

Das habe ich ganz allein gemacht.

Das hab ich ganz allein gemacht.

Damit erhöhe ich mal eben den Druck auf mich selbst, denn es gibt ja wohl nichts peinlicheres, als einen angekündigten Artikel nicht zu liefern. Zumal ihr, sobald ihr einmal Blut geleckt habt, mich sicher pausenlos bestürmen werdet, wo der nächste Beitrag bleibt (chrchr)!

Aber was laber ich hier eigentlich, worum geht es? Ganz einfach:

Basierend auf dem Rating der Internet Movie Database werde ich mir die nächsten Monate (oder Jahre…) alle Filme der Top 100 ansehen (eigentlich listet Imdb sogar die Top 250, aber wir wollen ja nicht direkt übertreiben.), um danach als absolutes Filmlexikon durchs Leben zu stolzieren und heftig angeben zu können. Und ihr habt auch was davon, denn ich werde euch darüber berichten. Natürlich wie immer absolut substanzlos und subjektiv.

Ich verspreche euch, ihr werdet diese großen Werke der Filmkunst danach kennen, als hättet ihr bei Wikipedia nachgeschaut!

Ich werde von hinten beginnen, also ist Teil 1 der Movie Mission eigentlich der, äh, hundertbeste Film aller Zeiten. Teil 100 ist demnach der beste Film aller Zeiten. Und so weiter!

So, es geht los, sobald ich den ersten Film gesehen habe (ganz bewusst nenne ich keine Zeitangabe, also nix mit „ein Film die Woche“ oder so. Das macht es NOCH spannender! Yay!). Für das Mehr an Fun würde ich euch jetzt einfach empfehlen, nicht selbstständig auf IMDb zu surfen und ganz keck nachzusehen, welche die besten 100 Filme aller Zeiten sind. Lasst euch überraschen! Ich kann euch jetzt schon sagen, dass ein paar echte Hammer dabei sind!

„Trotzdem frohe Weihnachten“…

… lautete die Bildunterschrift eines Fotos, das mein Onkel eines Heiligabends von mir schoss und am 1. Weihnachtstag per Email an alle Verwandte, Freunde und Bekannte schickte. Dank des unfreundlichen Blitzes und der späten Stunde sah meine Haut darauf aus wie eine fettige Marslandschaft.  Über die halbgeschlossenen Augen, die mich aussehen ließen wie einen zugekifften Hippie, meine derangierte Frisur und das debile Grinsen reden wir besser gar nicht erst.

 

Ich habe sehr geweint. Mein Onkel fands lustig.

 

Naja.

 

In diesem Sinne: Lasst euch heute nicht allzu sehr ärgern. Frohe Weihnachten. Trotzdem.

Beispielbild

Beispielbild, erschreckend nah an der Realität.

Weihnachten ist scheiße

Sprach sie und meinte es ernst.

Ich freue mich ja sehr für diese ganzen netten Leute, für die Weihnachten der schönste Feiertag des Jahres ist, weil sie dann mit ihrer Familie scheißglücklich unter dem Christbaum sitzen und „Jingle Bells“ trällern (was übrigens gar kein Weihnachtslied ist, genauso wenig wie „Last Christmas“!), aber bei mir war das halt nie so.

Klar, als Kind war Weihnachten super. Geschenke und so. Aber je älter ich wurde, desto beschissener wurde es auch.

Denn: Meine Familie hat leider ein Rad ab. Wir mögen uns nicht sonderlich. Also, untereinander mögen sie sich schon (meistens), aber sie mögen mich nicht und ich mag sie nicht (lieben tu ich sie aber trotzdem. Verdammt.).
Man könnte meinen, dass Weihnachten mal die perfekte Gelegenheit wäre, die Meinungsverschiedenheiten des restlichen Jahres beiseite zu schieben und es sich einfach mal gutgehen zu lassen, aber von sowas hält meine Familie nichts. Einmal das schwarze Schaf, immer das schwarze Schaf, und das an 365 Tagen des Jahres!

Wenn ich das schlimmste Weihnachten küren müsste, wüsste ich nicht, ob letztes Weihnachten oder vorletztes Weihnachten den Preis bekommen sollte. Vorletztes Weihnachten war das erste Weihnachten nach der Trennung meiner Eltern. Dementsprechend ultrafröhlich war die Stimmung. Ich glaube, nur das nächste Bestattungsinstitut hat ne heißere Party geschmissen als wir vor zwei Jahren.
Tja, und letztes Jahr war dann das erste Weihnachten nach dem Rausschmiss meinereiner durch meine Mutter. Darauf folgten viele Wochen der Funkstille. Erst zu Weihnachten wagten wir dann wieder eine Annäherung, die gründlicher nicht hätte schiefgehen können. Es endete damit, dass ich heulend bei meiner Tante lag und gerne sterben wollte, während eine Etage darunter der Rest meiner Familie Bescherung feierte.

Hm, ja, ich glaube, letztes Weihnachten hat dann doch knapp die Nase vorne…

Auch ansonsten waren die Weihnachtsfeste ab meinen Jugendjahren einfach nur zum Kotzen. Ich musste für dumme Witze herhalten, wurde bei jedem Konter gemaßregelt (sich mit Worten verteidigen mag meine Familie nicht so, wenn man beleidigt wird soll man gefälligst den Kopf senken und die Schnauze halten!) und muss mir jedes Jahr wieder anhören, wie schrecklich es ist, dass ich nicht in der Kirche war. Offensichtlich scheint meine Oma, ansonsten noch nicht sehr senil, davon immer wieder aufs neue überrascht zu sein, genauso wie von der Tatsache, dass ich mich seit 8? 9? Jahren um elf Uhr abends von der Familienfeier verabschiede und in meine alte Stammkneipe gehe, um dort mit meinen Freunden zu feiern. Oder wie ich sie in diesem Zusammenhang gerne nenne: „Die Familie, die ich mir ausgesucht habe“.

Furchtbar war auch dieses eine Weihnachten, als meine Familie beschloss, dem unsittlichsten Weihnachtsbrauch überhaupt zu fröhnen, der da heißt „Würstchen und Kartoffelsalat“.
Sorry, aber das ist doch einfach scheiße. Wenn ich schon gezwungen bin, mit Leuten, die ich nicht leiden kann, einen auf Feiertag zu machen, dann will ich wenigstens was geiles dabei essen. Glücklicherweise wurde dieses Experiment, auch wenn das alle gaaaanz toll fanden, nach einem Versuch wieder eingestellt. Jetzt gibt es wieder Wildragout, Klöße, Rotkohl und einem Eimer voll Bratensoße an Heiligabend, so wie sich das gehört.

Wenn wenigstens die Geschenke gut wären. Geld und Konsumgüter können so wunderbar tröstlich sein. Aber nein, auch das kriegt meine Familie nicht hin. Seit 15 Jahren kriege ich zu Weihnachten jedes Mal Duschgel und Parfum geschenkt. ICH MAG ABER KEIN PARFUM. Ich stinke nicht (das habe ich verifiziert) und brauche sowas nicht. Und WENN ich sowas wollte, was schwer ist, weil mir von Parfumgestank meistens schlecht wird, will ich mir das doch bitte selber aussuchen. Eigentlich sollten sie das wissen, es interessiert sie nur nicht. Ich bin ein Mädchen, ich muss auf Parfum stehen, basta.

Wenn ihnen dann mal in einem klaren Moment bewusst wird, was mir eigentlich gefällt, versauen sie das allerdings auch. Da kriege ich Converse, aber in der falschen Größe. Klasse. Hab ja nicht zehn Paare zuhause stehen, wo man nachsehen könnte, was ich für ne Größe habe.

Oder sie denken: „Sie liest gerne. Kaufen wir ihr ein Buch!“ Und welches Buch wird es dann? Natürlich: irgendeines. Bücher sind ja wie Gummibärchen: Magst du eines, magst du alle. Und was ist schon das Problem daran, ihr einen Band einer Buchreihe zu kaufen und dabei in der Mitte anzufangen?

Ich mag Päckchen und ich mag es, Zeug geschenkt zu bekommen. Aber wenn mir das Zeug nie gefällt, möchte ich vielleicht doch lieber nur Geld und Gutscheine.

Dieses Jahr habe ich fast noch weniger Lust auf Weihnachten als jemals zuvor. Aus diesem Grund werde ich auch nur Heiligabend bei meiner Familie sein. Später geht es dann, wie schon gesagt, in meine Stammkneipe, um mich hemmungslos zu besaufen.
Am 1. Weihnachtsfeiertag möchte meine Mutter mit mir essen gehen, auch wenn ich keinen Bock darauf habe, aber naja. Ich hoffe, trotzdem recht früh wieder zuhause zu sein, wo ich mich mit einer Auflaufform voll Lasagne vor die Glotze setzen und alles ganz allein aufessen werde.
Und am 2. Weihnachtsfeiertag muss ich arbeiten gehen. Halleluja. Und das wird mein Weihnachten sein.

Jaja, diese ganzen glücklichen Menschen, welche die Feiertage besinnlich im Kreis ihrer Liebsten begehen und dann, benebelt von dieser ganzen Glückseligkeit, in ihrem Blog fragen, was MEIN schönstes Weihnachtserlebnis war.

Damit kann ich nicht dienen. Sorry. Stattdessen folgender Aufruf an euch: Was war euer schlimmstes Weihnachtserlebnis? Lasst uns zusammen ein bisschen den freudezerfressenden Zynismus fröhnen und erzählt!

fuckchristmas

Und da bloggte sie schon wieder…

Nicht verwirren lassen: Ich habe wallendes kastanienbraunes Haar, das wie ein Fluss aus erotischen Weizen strömt

Nicht verwirren lassen: Ich habe wallendes kastanienbraunes Haar, das wie ein Fluss aus erotischen Weizen strömt

Nach robins urban bar stories ist dies nun mein zweites Blog. In meinem ersten, den ich weiterführen werde, schreibe ich über die Irrungen und Wirrungen meines Kellnerjobs. Das macht Spaß und bietet auch viel Stoff, aber ist thematisch doch ziemlich begrenzt.

Nachdem ich lange drüber nachgedacht und mit mir gehadert habe, ist dieser neue Blog nun Resultat meiner Überlegungen. Ich schreibe gerne und gehöre nun mal zu dieser schrecklichen Internetgeneration, die glaubt, ihr Leben online breittreten zu müssen!

Diesen Blog halte ich von vorne herein thematisch offen. Es wird teilweise schnödes Tagebuch sein, in dem ich mich auskotzen kann. Lustige/dumme/bemerkenswerte Alltagserfahrungen sollen ebenfalls ihren Platz haben, genauso wie meine unqualifizierte Meinung zu Buch, Film und Musik. Und darüber hinaus möchte ich auch austesten, ob ich in der großen Welt des Netzfeminismus ein wenig mitmischen kann!
Ach, und ich habe ein leichtes Suchtproblem betreffend Bloggergewinnspielen… damit müsstet ihr dann auch klar kommen :mrgreen: