Fasten, fat positive, „The Biggest Loser“

Wer mich verfolgt, wird vielleicht gemerkt haben, dass nach meiner zweiten Fastenwoche keine neuen Berichte gefolgt sind. Das hat nen Grund. Und zwar: Ich habe aufgehört mit der Scheiße. Warum quäle ich mich überhaupt mit sowas?

Ich habe zum Beispiel in der dritten Woche gemerkt, als ich mich im Geiste schon von meinem Fastenvorhaben „nichts Süßes“ verabschiedet hatte, was ich so alles an Süßem in mich hinein schaufele. Die Völlerei in schockierenden Zahlen:

– 1 Glas Cola
– 1 dieser 5-Gramm(?)-Täfelchen Schokolade, die wir auf der Arbeit zum Kaffee reichen, Vollmilch

Wohlgemerkt: Das war mein Konsum in der gesamten Woche!! Man kann, denke ich, ohne sich großartig aus dem Fenster zu lehnen festhalten, dass ich kein Problem mit Süßigkeiten habe. Warum soll ich mir jetzt auch noch den letzten Rest Zucker verkneifen?

Dann der Sport, 10 Stunden. Schaffe ich einfach nicht. In der ersten Woche war ich ja nah dran, aber da drehte sich mein gesamtes Denken auch nur um dieses Thema. Ich kann das nicht länger, ich will das nicht länger! Ich gehe jetzt regelmäßig 2-3 Mal die Woche zum Sport, nicht weil ich muss, sondern weil es mir Spaß macht – und das finde ich super. Und mehr muss auch nicht, ich habe ja noch anderes zu tun!

Ich habe also eigentlich schon nach zwei Wochen aufgegeben und trotzdem 2 Kilo abgenommen. Vielleicht zeigt der Sport jetzt doch Wirkung, keine Ahnung. Jedenfalls wiege ich gerade so wenig wie schon seit einem Jahr oder so nicht mehr. Das macht mich glücklich und ich werde hoffentlich noch glücklicher, denn einige Kilos sollen da noch folgen.

Also: Fasten, am Arsch!!

Aber wir bleiben beim Thema „Abnehmen“. Mein kleiner Fanartikel über The Biggest Loser ist ja größtenteils negativ aufgenommen worden. Damit habe ich ehrlich gesagt gerechnet, allerdings hat mich die Art der Kritik ziemlich umgehauen.

Ich meine, ich kann vollkommen verstehen, wenn die Serie kritisch gesehen wird, vor allem was den Umgang mit den übergewichtigen Kandidaten angeht. Was ich absolut nicht verstehen kann und auch auf gar keinen Fall unterstützen oder gar gutheißen will: diese leicht verklärte Sicht auf Übergewicht an sich.

Es gibt feministische Strömungen, die haben sich etwas auf die Fahnen geschrieben, was sich fat positive nennt. Den Grundgedanken, sofern ich den richtig verstanden habe, unterstütze ich vollkommen: Kein Mensch sollte aufgrund seines Körpers diskriminiert oder beleidigt werden, vor allem nicht in Hinblick auf ein völlig überzogenes Schönheitsideal, das z.B. dazu führt, dass eine Frau, nennen wir sie mal Britney Spears, in allen Medien als fett bezeichnet werden darf, nur weil sie plötzlich auf elefantöse Größe 36 angeschwollen ist. Größe 36 ist nämlich NORMAL!!
Auch ist es wirklich unübersehbar, dass so eine Häme wirklich hauptsächlich Frauen trifft, und sich sogar megaschlanke Mädchen in aller Öffentlichkeit von einer talentfreien Unsympathin anhören müssen, dass sie immer noch zu fett sind, um Supermodel zu werden.

Nochmal in aller Kürze die Punkte, denen ich zustimme:
– Frauen werden im höchsten Maße auf ihr Äußeres reduziert
– Frauen werden in Bezug auf ihr Gewicht von klein auf verunsichert
– Frauen wird von den Medien etc. ein Körperbild vor Augen gehalten, dass krankhaft und kaum ohne strikte Mangelernährung und exzessiven Sport zu erreichen ist

So weit, so verständlich (finde ich zumindest). Das ist etwas, was man durchaus kritisieren sollte.

Doch hier kommt das große ABER. Es kann ja wohl nicht sein, dass die Kritik an dem einen Extrem (nämlich die Propagierung von Körpern am Rande des Untergewichts oder darüber hinaus als „schön“) in eine Glorifizierung des anderen Extrems umschlägt. Und das fängt schon mit der Bezeichnung dieser Bewegung an: fat positive.

Wir brauchen Kalorien und Fett, um zu überleben. Das wird oft vergessen, gerade, wenn man sein halbes Leben lang versucht, abzunehmen. Darüber hinaus ist aber nichts positives an Fett oder Fettsein. Fettsein schränkt die Bewegungsfreiheit ein, belastet das Herz-Kreislauf-System, verstopft die Arterien, führt zu Diabetes und Bluthochdruck, erschwert das Atmen und ist schlecht für die Kondition. Und nein, damit meine ich NICHT Britney Spears, um das nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen! Ich spreche von Menschen, die wirklich krankhaft adipös sind, mit allen negativen Auswirkungen.

Es ist nicht schön, so dick zu sein. Und in aller Regel wird man das auch nicht, wenn man sich halbwegs ordentlich ernährt und keine andere Erkrankung hat, die Übergewicht zur Folge hat (was dann natürlich, sofern möglich, behandelt werden sollte).
Natürlich gibt es auch sehr schlanke Menschen, denen die Zunge auf dem Boden schleift, wenn sie beim 100-Meter-Lauf mitmachen müssen. Auch gibt es Dicke, die keinerlei medizinischen Beeinträchtigungen haben. Aber nur weil Helmut Schmidt mit seinen über Neunzig immer noch fröhlich am Rumquarzen ist, heißt das noch lange nicht, dass Zigaretten gesund sind (und das schreibe ich als Raucherin!).

Und damit wieder zu The Biggest Loser. Sämtliche Kandidaten dort fühlen sich von ihrem teils gewaltigen Übergewicht beeinträchtigt und die meisten SIND auch schon deswegen krank. Interessanterweise sind Bernhard und Markus (Team Orange) am schlimmsten betroffen, obwohl sie lange nicht die Dicksten sind. Markus hatte schon einen Schlaganfall und Bernhard kam auch schon mit dem Notarzt ins Krankenhaus, zudem ist er aufgrund seines Übergewichts unfruchtbar. So kann es gehen! Fair ist das nicht, aber das ändert nichts an der Prämisse: Übergewicht IST NICHT GESUND!

Und daher bin ich nicht fat positive. Fett ist nämlich nicht positiv. In der jetzigen Form erinnert mich fat positive einfach sehr unangenehm an die Pro-Ana-Bewegung, in der vorzugsweise junge Frauen Magersucht (Anorexie, verniedlichend „Ana“) und Bulimie (verniedlichend „Mia“) verherrlichen, nur dass bei fat positive nicht forciert wird, noch mehr zuzunehmen. Toll ist aber beides nicht!! Und die Versuche, mitunter die „Sichtbarkeit alternativer Körperformen“ mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, sind oft mehr als lächerlich und bewirken genau das Gegenteil von Akzeptanz.

Daher hab ich auch keine Lust, mir zu The Biggest Loser dauernd anzuhören, Übergewicht wäre ja gar nicht schlimm oder die Serie würde Magersucht produzieren. Ähm, nee, zur Magersucht fehlen den meisten noch gut 100 Kilo!

So, und damit noch ein bisschen Fangelaber!

In der letzten Folge am Sonntag sind die Kandidaten erstmals nicht mehr im Doppel angetreten, sondern haben sich in zwei Teams aufteilen müssen. Auch musste zum ersten Mal die Person mit dem wenigsten Gewichtsverlust sofort aus dem Camp, ohne dass die Kandidaten sie rauswählen mussten. Das traf leider Janina, was aber abzusehen war. Wie schon gesagt: Frauen nehmen schwerer ab, vor allem ab einem gewissen Alter und wenn ihr Übergewicht nicht so massiv ist.

Dann ist Macho Michael freiwillig gegangen, als es so aussah, als müsste er zusammen mit Sezer gehen, weil beide gleich viele Raus-Stimmen hatten. Das tut mir nicht sonderlich leid. Als er sich in der gleichen Folge weigerte, zur „Strafe“ für den Misserfolg seines Teams einem Mitglied des Gewinnerteams den Rücken zu massieren, weil er das „schwul“ fand, fand ich das nämlich wieder mal ziemlich meh. Sezer dagegen mag ich, obwohl es bei ihm noch nicht so gut klappt, aber ich hoffe, er kann noch ein paar Wochen bleiben! Bahar, seine Frau, ist jedenfalls immer noch gut dabei und schon unter 100 Kilo.

Auch bei meinem Schätzchen Bernhard funktioniert es endlich, nachdem er die ersten Wochen immer nur Ergebnisse eingefahren hat, die ihn offensichtlich enttäuscht haben. Der Knoten ist geplatzt!

Die Zwillinge haben beim Wiegen den Vogel abgeschossen, was aber auch abzusehen war. Weil das auf Twitter zu Verwirrung geführt hat, möchte ich als TBL-Expertin :mrgreen: mal etwas klarstellen:

Vorletzten Sonntag war wieder mal „Versuchung“. Einen ganzen Tag lang gab es immer wieder allerlei Schleckerei zu essen und das Team, das am Ende die meisten Kalorien zu sich genommen hat, gewann „Immunität“, konnte also nicht rausfliegen. Und obwohl eigentlich keiner mitgemacht hat (außer Michael, der musste aber nach sechs gewaltsam reingezwängten Energydrinks kotzen und war damit ausgeschieden), sind die Beiden völlig ausgerastet und haben zusammen ca. 10.000 Kalorien in sich reingestopft. Damit hatten sie zwar gewonnen, bekamen aber vom Trainer einen Anschiss!

Auf der Waage hatten beide dann mehrere Kilo zugenommen, konnten aber wie gesagt nicht rausfliegen. Sofern sie nicht den Rest der Woche ähnlich zugeschlagen haben, waren die Gewichtszunahme trotzdem unverhältnismäßig hoch, was viele Leute nicht verstanden haben. Genauso, wie der Gewichtsverlust in der letzten Folge unverhältnismäßig hoch gewesen war.
Es ist ganz einfach: Der Gewichtsverlust jeder Woche wird ausgehend von dem Gewicht, was man in der Woche zuvor gewogen hat, berechnet. Da die beiden ja ohnehin nicht rausfliegen konnten, haben sie sich vorher vermutlich ein paar Liter Wasser reingeknallt, was sich in dem Moment auf der Waage bemerkbar gemacht, aber natürlich langfristig keine Auswirkungen hat, denn Wasser hat bekanntlich keine Kalorien. Damit hatten sie für die nächste Woche selbstverständlich einen gewaltigen Vorteil, da sie mit einem viel höheren Startgewicht angetreten sind, als sie eigentlich tatsächlich hatten.
Das sind Tricks, die in jeder Staffel wieder auftauchen, sobald jemand Immunität hat. Ziemlich unfair, aber vermutlich nicht zu verhindern! Ich hoffe, ich konnte einige erleuchten.

Zum ersten Mal wurden übrigens beim Wiegen bei manchen Kandidaten Vorher/Nachher-Bilder eingeblendet. Der Unterschied ist wow! Und das nach so kurzer Zeit.

Ich fiebere weiterhin mit den Kandidaten mit und werde nebenbei versuchen, auch noch ein bisschen abzunehmen. Wer das als sogenanntes fat shaming versteht, dem kann ich leider immer noch nicht helfen.

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10 Gedanken zu “Fasten, fat positive, „The Biggest Loser“

  1. Ja, dieses fat positive-Gedöns find ich auch zweifelhaft.
    Eine Freundin von mir hatte sich über die Jahre starkes Übergewicht angefressen (über 100kg bei 1,58m oder so). Das schlimme daran war, dass sich in der Zeit ihr angeborener Herzfehler stark verschlechtert hat, sie also dringend hätte abnehmen müssen, weil sie die OP nicht überstanden hätte. Als ich das letzte Mal mit ihr Kontakt hatte, war ihr Zustand unverändert.
    Eine andere Freundin hatte mit 21 schon kaputte Knie, auch keine Aussicht auf Besserung.

    Ich find es natürlich grauenhaft, wie normalgewichtige Menschen als fett bezeichnet werden und Stars mit Häme übergossen werden, weil irgendwo ein Speckröllchen hervorlugt. Aber die sind nicht fett! Nein nein nein!!!

    Wenn ich allerdings von „fat-positiven“ Feministinnen in meinen TLs lese, dass sie Angst vorm Arztbesuch haben, weil der ihre diversen Wehwehchen auf ihr Übergewicht zurückführen wird, denk ich mir nur: Ich war auch immer mopsig, mal mehr mal weniger, aber mich hat noch nie ein Arzt auf mein Übergewicht angesprochen, ich hatte auch nie gesundheitliche Probleme deswegen.

    Wenn es so weit kommen würde, täte ich in jedem Fall die Reißleine ziehen, da find ich es schon zynisch von „positivem Körpergefühl“ zu sprechen.

    • Mein Frauenarzt hat mich letztens auf mein Übergewicht angesprochen… zusammen mit meiner Raucherei (nein, die werde ich so schnell nicht aufgeben) habe ich damit nämlich ein erhöhtes Thromboserisiko, wenn ich die Pille nehme.

      Es fühlt sich natürlich nicht gut an, darauf angesprochen zu werden. Andererseits hat er halt einfach Recht! Man kann doch nicht einfach leugnen, dass das Körpergewicht Einfluss auf die Gesundheit hat!

      • Naja, das macht meine Frauenärztin auch, mein Gewicht lässt sie allerdings weg. Ich halt mich auch nicht für fett. Hab leichtes Übergewicht und das nicht am Bauch 😀

  2. Dem muss ich fast komplett zustimmen. Mit dem Sport finde ich auch dass man diejenige Sportart ausueben muss, die einem Spass macht und auch moeglichst in einer Menge die einem Spas macht (solange das nicht entartet). Wenn das zu einem Zwang wird beeintraechtigt das mittelfristig eh die Motivation und hat dann eher den gegenteiligen Effekt als man sich erhofft, waere meine Vermutung.

    Finde auch diese fat positive Bewegung komisch; natuerlich ausser Frage dass niemand wegen seines Aeusseren/Gewichts diskriminiert werden sollte. Wo ich mal einer Psychotherapeutin manche der Argumente von so einem Blog erzaehlt hatte, meinte die lediglich, das seien halt die ueblichen Rationalisierungen. Manche kriegen ja mit wenn sie koerperlich eingeschraenkt sind aber behaupten dennoch steif und fest sie faenden das toll so dick zu sein. Nicht, dass ich wem vorschreiben wuerde was ihm/ihr zu gefallen habe aber ein wenig widerspruechlich scheint mir das doch.

    Beliebte Argumentation scheint ja auch zu sein dass die Leute behaupten, es wuerde ja gar nicht stimmen dass starkes Uebergewicht mit zB Diabetes (oder was auch immer) in Zusammenhang steht, weil sie wuerden ja wen kennen, bei dem waere das ja nicht der Fall. Also koenne das schon nicht sein. Naja, wissen halt nicht, was Korrelation heisst..

    Zu TDL kann ich nicht viel sagen, aber soweit scheint mir das Format nicht so interessant. Ich frage mich ob man sowas nicht auch positiver gestalten kann, bisher scheint das mehr ein Unterhaltungsprogramm zu sein wo’s letztlich weniger drum geht ob die Leute auch langfristig abnehmen. Muesste dann ja noch im Alltag wenigstens gehalten werden, das Gewicht.

    • Die Kandidaten werden nach den Campwochen zurück ins normale Leben entlassen und einige Monate später erst ist dann die Entscheidungsshow. Bis dahin haben die Kandidaten Zeit, weiter abzunehmen (in 10 Wochen kann man natürlich nicht 100 Kilo verlieren…). Erst dann wird abschließend gewogen und es geht es darum, wer gewonnen hat.

      Manche fallen nach dem Camp wieder in ihre alten Muster zurück und nehmen wieder zu. Die meisten können ihr Gewicht aber tatsächlich halten oder noch weiter reduzieren. Die Show markiert damit tatsächlich einen Wendepunkt. Einige haben wirklich ihr Idealgewicht erreicht. Einer der Gewinner arbeitet jetzt sogar selber als Personal Trainer!

      Natürlich solls auch unterhalten. Aber bei vielen wirkt es auch. Das finde ich einfach schön.

  3. Ich glaube, dass du mit dem Teil zum fat positive auch mich ansprichst, da ich mich damals zu deinem Beitrag geäußert hatte. Ich hier gerne nochmal etwas klarstellen, da ich das Gefühl hatte, dass du mich falsch verstanden hast: Ich habe dir kein fat shaming vorgeworfen! Ich habe das auch nicht den Teilnehmern der Sendung vorgeworfen, sondern einzig und alleine den Machern der Sendung!
    Und dazu stehe ich imemrnoch!
    Das Problem ist doch nicht, dass es Menschen gibt, die gerne abnehmen möchten, sondern wie das im TV dargesetellt wird. Warum z.B. müssen die Teilnehmer zum wiegen ihr T-Shirt ausziehen (wenn nicht, um ihre Spreckrollen zu präsentieren)?
    Ein ähnliches Camp, wo es ernsthaft nur um abnehmen ginge, was nicht darauf hinauslaufen würde, dass die Teilnehmer den Zuschauern quasi zum Fraß vorgeworfen würden, fände ich vermutlich sogar gar nicht schlecht. (Schließlich soll jeder selber wissen, wann er sich wohl fühlt)

    Schade finde ich auch, dass für dich klar ist, wenn jemand krank ist, dass das zwangsweise mit dem Übergewicht zusamenhängen muss. Du erwähnst hier den Schlaganfall eines Teilnehmers: wer weiß, vielleicht hätte der den auch ohne Übergewicht gehabt. (Ein Bakannter von mir hatte vor einigen Monaten einen Schlaganfall – 19 Jahre alt und gertenschlank).

    „Es ist nicht schön, so dick zu sein.“
    Hier frage ich mich, was du mit „so dick“ meinst? Du sprichst von Extremen, aber wo fängt für dich das Extrem an?
    Ich bin ca. 1,80m groß und wiege 100 Kilo, ist das schon extrem, muss ich mir jetzt sorgen machen?
    Probleme mit der Fitness und Gesundheit hatte ich ehr bei 55kg als jetzt…

    Ich halte nichts davon, eine bestimmte Körperform als ein Ideal darzustellen und genau das ist mein Problem bei der Sendung. Genauso würde ich es auch nicht gut finden, wenn jemand propagiert 200kg seinen nun das neue Schönheitsideal und erstrebenswert.

    Liebe Grüße,
    Miria

    ps. Ich habe damals nicht nochmal geantwortet, da ich einfach das Gefühl hatte, dass du mich immer falsch verstehst, egal was ich schreibe. Was natürlich auch an meiner Ausdrucksweise liegen kann, ich wusste aber einfach nicht mehr, wie ich das anders formulieren soll. Vielleicht verstehst du mich ja jetzt ein bischen beser 🙂

    • Miria, ich verstehe schon, was du schreibst. Ich bin einfach nur nicht deiner Meinung.

      Du hast die Show eigentlich fast nie gesehen, weißt aber, dass die Kandidaten da vorgeführt werden. Unter dem anderen Artikel hast du das damit begründet, dass irgendeine Ladenbetreiberin einen Kandidaten nicht einstellen wollte, weil er zu dick ist. Was kann Sat1 da dafür? Zumal in der Serie immer wieder darauf hingewiesen wird, wie verletzend sowas für die Kandidaten ist/war.
      Ich wiege mich üblicherweise nackt, weil Kleidung ja auch was wiegt. Natürlich geht es auch darum zu sehen, wie die Kandidaten aussehen. Wie soll man sonst den Unterschied bemerken, wenn sie 20 Kilo abgenommen haben?
      Sat1 ist auch nicht die Wohlfahrt. So ein Camp mit Trainerteam, Kost, Logis, Drehteam etc. ist teuer, außerdem gibt es ja auch noch 50.000 Euro zu gewinnen. Ein bisschen was muss dem Zuschauer da ja auch geboten werden. Ein Kandidat drückte das so aus: „Sich so im Fernsehen zu zeigen ist auch nicht schlimmer als ins Schwimmbad zu gehen.“

      Jeder Arzt wird dir bestätigen, dass Übergewicht diverse Krankheiten begünstigt. Ob ein Mensch auch ohne 80 Kilo zu viel einen Schlaganfall bekommen hätte, wenn keine Vorerkrankungen bekannt sind, weiß weder ich, noch du. Es ist einfach lächerlich darauf zu bestehen, dass Übergewicht keine Auswirkungen hat!
      „Statistiken bedeuten für den einzelnen gar nichts“ (Dr. Cox). Häufungen sind aber nicht wegzudiskutieren, auch wenn bestimmt jeder Fälle von Menschen kennt, die trotz 2 Schachteln Zigaretten am Tag 90 geworden sind oder Leute, die mit 50 an Lungenkrebs starben, obwohl sie noch nie geraucht haben. Und das gleiche trifft auch auf Übergewicht zu.

      Es liegt mir fern, über dein Gewicht zu urteilen, zumal es mir wirklich egal ist, ich habe genug mit meinem eigenen zu tun. Auf deine Größe sind aber 55 Kilo zu wenig und 100 Kilo zu viel. Wenn du trotzdem gesund bist, umso besser. Aber jeder Arzt wird dir bestätigen, dass es sicherer wäre, etwas abzunehmen. Das ist kein fat shaming, sondern medizinischer Erfahrungswert.

  4. Ich finds einfach nur krass, dass man so negativ drauf geantwortet habe. Es ist deine Meinung und ich fand den Text ziemlich verständlich.. ich weiß ehrlich nicht, warum man sich da aufregen soll.
    Außerdem finde ichs toll, dass du jetzt damit aufhörst.. 🙂 Pro Tag darf man eine Hand voll Süßigkeiten.. und so 😀 Also wurde mir gesagt.. manchmal ess ich gar keine und manchmal schon. Kommt immer drauf an.
    Liebe Grüße,
    Sarah

  5. In letzter zeit ärgere ich mich immer mehr über diesen „fat positive“ ansatz, der darin besteht, negative auswirkungen von übergewicht wegzuleugnen (indem man bereits den begriff „übergewicht“ verteufelt, weil er suggeriert, dass es ein „zu viel“ an gewicht geben könnte) und jegliche maßnahmen der gewichtsreduktion zu verurteilen.
    da kommen dann anfang 20 jährige, die „überhaupt keine gesundheitlichen probleme“ haben und wollen erklären, dass alle wissenschaftlichen untersuchungen bloße diskriminierung sind. mit 20 kann man auch mit 150 kilo noch okaye blutwerte und gelenke haben, aber mit 30 oder 40 sieht die sache halt anders aus. ich falle ja auch nicht instantan tot um wenn ich mir die erste zigarette anzünde, aber im laufe von jahrzehnten sammelt sich halt einiges an ablagerungen an.
    ich könnte mich echt aufregen wenn das sinnvolle anliegen übergewichtige nicht aufgrund ihres gewichtes abzuwerten dazu verkommt, dass man bereits als dickenfeindlich gilt wenn man sagt, dass übergewicht nicht gesund ist. da werden dann so grandiose studien hervorgezaubert, wie dass normalgewichtige eine genauso hohe sterberate haben wie übergewichtige. wenn man allerdings bedenkt, dass viele der erkrankungen zu gewichtsverlust führen, ist das einfach nur idiotisch. meine oma hatte mit 60 einen schlaganfall (sie war schwerst adipös) – als sie schließlich verstarb, nach jahren der bettlägrigkeit, war sie „normalgewichtig“. genauso wie diverse übergewichtsassoziierte krebsarten zu starkem gewichtsverlust führen.
    interessanterweise bessern sich viele erkrankungen wie diabetes, bluthochdruck u.a. enorm durch gewichtsreduktion. hat aber natürlich ales nichts mit dem gewicht zu tun.

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