KiddySerienSpecial! – Teil 1: Heidi

Ich war schon ein kleiner Serienjunkie, bevor ich überhaupt selbst den Fernseher einschalten konnte :mrgreen: Diese Woche erscheint also jeden Tag ein Artikel zu einer Zeichentrickserie bzw. mehreren Serien, die aber irgendwie thematisch zusammen hängen (und wenn sie das nicht tun, konstruiere ich halt einen Zusammenhang!), die mir aus meiner Kindheit im Gedächtnis geblieben sind. Dabei möchte ich halbwegs chronologisch vorgehen, was nicht immer leicht ist, denn viele Serien hab ich natürlich parallel gekuckt. Den Anfang macht heute die hinreißende kleine Heidi.

Wer kennt sie nicht, die herzige kleine Maid aus der Schweiz? Naja, manche vielleicht tatsächlich nicht. Daher hier die Story in aller Kürze:

Das kleine Adelheid ist Waise und kommt mit ca. 5 Jahren zu seinem Großvater, dem Alm-Öhi, der ganz allein und zurückgezogen lebt. Heidi ist aber so quirlig und fröhlich, dass es das Herz des alten Mannes erweicht. Im Ziegenpeter findet sie dann auch einen allerbesten Freund. Hier könnte die Story schon mit einem Happy End beendet sein, wenn nicht Heidis dumme Tante auf die Idee käme, das naturverbundene Mädel mitten ins großstädtische Frankfurt zu schicken (auch ca. 1880 schon ein rechtes Dreckloch, sofern man von der unberührten Alm kommt), um Gesellschafterin für die gehbehinderte Klara zu spielen. Dort versucht ihr vor allem das zickige Fräulein Rottenmeier, Klaras Gouvernante, sämtliche Fröhlichkeit auszutreiben.

 

Heidi war nachweislich die erste Serie, die ich geliebt habe. Ich besitze ein Video von mir, vielleicht drei Jahre alt, wie ich auf einem Karussell sitze und aus voller Kehle das Heidi-Lied schmettere (nein, leider nicht digitalisiert!). Außerdem hatte ich Heidi-Bettwäsche, eine Heidi-Lampe und meine einzige Puppe, die ich nicht versuchte, im Klo runterzuspülen (ich hasste diese Versuche, mich mit aller Gewalt weiblich zu sozialisieren, schon als Kind…) hieß natürlich „Heidi“!

Ob Kinder schon so früh fernsehen sollten, darf man sich natürlich fragen. Aber wenn schon, dann sollte es doch so was herziges wie Heidi sein. Die Serie ist liebevoll gemacht, bietet für Mädchen ein starkes Rollenvorbild und ist einfach nicht umsonst eine der erfolgreichsten Animes aller Zeiten, die vor allem in der Darstellung des schweizerischen Berglandes zeichnerisch den meisten modernen Serien eindeutig überlegen ist.
Selbst Erwachsene liebten die Serie damals bei Erstausstrahlung. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass das italienische Parlament extra Sitzungen umlegte, damit die Abgeordneten Heidi kucken konnten :mrgreen:

Als angehende Pädagogin interessiert es mich natürlich, ob solche Serien kindgerecht sind oder nicht. Ich selbst bin ja relativ eiskalt in solchen Sachen und wahrscheinlich kein guter Maßstab, aber mir hat die Serie damals nicht geschadet. Extrem empfindliche Kinder könnten höchstens von manchen Folgen, die in Frankfurt spielen, geängstigt werden. Mich hat es damals sehr ergriffen, wie unglücklich Heidi ist und ja, das war schon etwas hart an der Grenze (die Folge, in der das gesamte Anwesen glaubt, es würde spuken, bis sich der vermeintliche Geist als schlafwandelndes, da todtrauriges Heidi entpuppt, war sogar richtig gruselig). Und das Fräulein Rottenmeier ist mit ihrer schwarzen Pädagogik natürlich eine Figur, die ich from the bottom of my heart hasste.
Da sich aber im Endeffekt ja doch alles zum Guten wendet – sogar Klara wird letztendlich sogar von ihrer Lähmung geheilt – ist die Serie sicher nicht die Schlechteste für Kinder. Unvergessen die Folge, in der Klein-Heidi endlich zurück auf die Alm kehrt und überglücklich ihrem Großvater entgegen läuft. Das sind so Serienmomente, die man einfach nicht vergisst!

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10 Gedanken zu “KiddySerienSpecial! – Teil 1: Heidi

  1. Jaaaaaaa, die Heidi *___* Diese Serie hab ich auch so geliebt. Heidi war einfach nur toll und als das arme Ding dann nach Frankfurt verfrachtet wurde, tat mir die Kleine einfach nur leid. Aber dennoch: Die Serie ging ans Herz und ist auch für kleine Kinder absolut geeignet.
    Und ich hab jetzt nen Ohrwurm 😀

    • Ich habe gestern Abend noch die zwei Folgen in Frankfurt gekuckt, wo sie erst schlafwandelt und dann die Entscheidung getroffen wird, dass sie wieder zurück darf. Ganz ehrlich, das Würmchen so schlimm weinen zu sehen, geht einem echt nah! 😦 Die Serie ist super, aber… solche Folgen machen nicht gerade Spaß. Aber solange es spannend ist! Meine Kinder kriegen das jedenfalls auch zu sehen.

      Heutzutage kann ich das Lied übrigens nicht mehr hören 😀

  2. Ich liebe Heidi üüüüüüüüber alles und das kann sich keiner vorstellen. Noch heute würde ich mir die Serie in den Kopf kloppen. Damals hab ich auch angefangen ein Abo von den einzelnen Teilen der Heidireihe abzuschließen bzw meine Mama für mich 🙂 Achja. Das Buch hab ich auch noch. Die Story ist einfach so liebevoll und ich kann mir richtig vorstellen wie du abgehst, wenn du die Heidihymne singst 😀 Hahaha!

  3. Ach ja, die Heidiserie, ihr Banausen! 🙂

    Ich hab als Döpps jedesmal wenn ich bei meinen Großeltern war als allererste Amtshandlung den Heidifilm aus den 60ern (?) mit Gustav Knuth gesehen. JE-DES-MAL! Oppa und ich. Und was hat Oppa geweint wenn sie dem Almöhi das Heidi wegnehmen…

    • Also in den Film hab ich beim Rumstöbern nach einem schönen Intro auch reingekuckt… ich finds recht furchtbar 😀 Dieser schweizer Akzent… und die Schauspielerin… die wirkt ja ganz schön zickig… nee, das ist nicht meine Heidi! Und die Zeit stimmt auch nicht (Hochglanzbilderbücher über die Schweiz gab es 1880 noch nicht ;)).

      Haste die Serie mal gekuckt?

      Ich find die Heidi aus dem Film von 1993 ja wesentlich süßer: http://www.youtube.com/watch?v=QO7adOKbyi8

      • Ja, die Heidi ist auch toll! Fand ich auch gut, dass sie da mal drauf eingehen, dass Heidi ja eigentlich von allen ausgenutzt wird.

        Das ist aber meine Heidi! 😀
        Und Gustav Knuth ist so toll. Am Anfang mit dem Geissenpeter: „Alp öhi, ich wollte sagen..“ „Ich glaube du wolltest Guten Morgen sagen.“

        Guck dir mal die Stelle an wo Tante Dete das Heidi mitnimmt und der Opa dann hinterher. Dir bricht das Herz. 😦

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