KiddySerienSpecial! – Teil 6: do it real!

Eigentlich sollte es ja nur um Zeichentrickserien gehen, aber wenn ich an meine Kindheit zurück denke, komme ich auch um ein paar Realfilmserien nicht herum!

 

Beginnen wir mit etwas ganz abgedrehten, einer Serie, die wohl fast völlig in Vergessenheit geraten ist: Wer kennt von euch wohl noch die wundervolle Sitcom Mein Vater ist ein Außerirdischer?
Darin geht es um ein Teenager-Mädchen, das heraus findet, dass sein abwesender Vater, äh, halt ein Außerirdischer ist. Daher kann sie so abgespacte Sachen wie die Zeit anhalten und so (was sie noch konnte, weiß ich gar nicht mehr). Und das führt natürlich zu allerlei Komischkeiten!

Mehr weiß ich darüber gar nicht mehr, ich fand es aber gut.

 

Die frühen Neunziger waren auch die Zeit der frech-frisch-freien Mädels, etwas, was man heute leider im Fernsehen vergeblich sucht. Fast zeitgleich liefen Clarissa und Blossom, zwei Serien, in denen die Hauptpersonen eigentlich nicht viel mehr taten, als den Alltag zu bewältigen und irgendwie ohne Grund ein bisschen bescheuert zu sein. Das war trotzdem immer toll! Und es ist lustig zu wissen, dass die gute Blossom heute die Freundin von Sheldon Cooper ist.

 

Aber da war ich tatsächlich schon ein wenig älter, als ich sowas sah. Viel früher waren natürlich die fantastischen Power Rangers dran!
Superkräfte, Ninjatricks… klar, dass ich das mochte!

Dabei war die Serie echt scheiße, wenn man drüber nachdenkt. Jede Folge lief haargenau gleich ab: Diese komische Trulla (ich weiß nicht mehr, wie die hieß und was ihre Motivation war) schickte ein Monster zur Erde. Die Power Rangers fanden es und kamen darauf erst nicht klar. Sie wurden vermöbelt, bis sie dann ihre Roboter-Saurier-Exoskelette oder was auch immer das darstellen sollte riefen und dem Monster in den Arsch traten. Als es dann so aussah, als würden sie es besiegen, verwandelte die Hexentussi das Monster in Godzilla-Größe. Darauf kamen die Power Rangers dann wiederum nicht klar, bis sie dann ihre super abgespacte Special-Verwandlung durchzogen und dem Monster endgültig in den Arsch traten. Das war’s. Jede Folge. Gefühlt 600 Folgen lang.

Als ich gerade das Intro suchte, kam ich auch nicht klar, und zwar damit, wie alt diese Serie wirkt. Damals fand ich das alles so geil, und heute? Ich glaube, das würde ich keine fünf Minuten mehr aushalten. Allein, wie die aussehen! Und kämpfen konnten sie auch nicht. Überhaupt hab ich nie gecheckt, worum es eigentlich genau geht. Wer ist diese Hexe, wer ist Zordon, was will der, warum sieht der aus wie Supermans Vater in der Festung der Einsamkeit und was ist „Zordon“ überhaupt für ein dämlicher Name?

Aber das Theme ist cool. Das Intro war vermutlich verantwortlich für mehrere Epilepsieanfälle und einige ADHS-Attacken. Ich krieg Herzrasen, wenn ich das Lied höre! (Vielleicht mache ich das zu meinem neuen Weckton)

Manche Sachen fallen einem aber auch erst nach Jahren auf. Es ist ja nett, dass bei der Truppe auch ein Afroamerikaner und eine Asiatin dabei sind, aber müssen die unbedingt der schwarze und der gelbe Ranger sein?

 

Ich glaube, sowas kann man Kindern heute nicht mehr antun, auch wenn zumindest Clarissa und Blossom auch heute noch einen letzten Hauch Charme haben. Aber Realserien altern nun mal wesentlich schneller als Zeichentrickserien. Allein über die Mode könnte man doch wirklich herzlich lachen, wenn es nicht so doof wäre…

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