DIY: Batik-Shirts! – Das Ergebnis

Hier also die Resultate meines letztwöchigen Batikwahns!

Erstmal noch was zum Farbbad. Dieses sollte aus ca. 3 Litern fast kochendem Wasser bestehen, in dem die Shirts mindestens 20 Minuten, eher aber länger (bei meinen letzten Versuchen habe ich die Shirts glaube ich gerne auch mal über Nacht dringelassen) drin bleiben.

Danach nehmt ihr sie raus, ohne zu sehr euer Interieur zu versauen, und wascht sie mit warmen Wasser aus, bis die Shirts keine Farbe mehr verliert, das Wasser also klar ist. Wenn ihr mit mehreren Farben färbt, solltet ihr darauf achten, dass die auszuwaschende Farbe nicht auf die noch weißen oder schon gefärbten Stellen läuft.

Jap, das Auswaschen ist definitiv das Ätzendste an der ganzen Sache. Aber dann kommt endlich die Belohnung!

Fangen wir mit Shirt 1 an, das einfarbig lila gefärbt wurde:
Lila

Bei dem musste ich nicht mehr tun, als das verschnürte Päckchen ins Farbbad zu schmeißen. Und: Ich mag das Ergebnis! Das Muster gefällt mir sehr und ist viel gewollt unregelmäßiger als bei meinen Versuchen als Teenager. Daher sieht es nicht so dilettantisch aus wie damals!

Rückseite

Rückseite

Einzig die Farbe könnte etwas knalliger sein (es ist in Echt tatsächlich mehr violett als auf dem Bild, aber nicht viel), aber leider war das das einzige Lila, das ich finden konnte. Trotzdem, nicht schlecht!

Damit direkt weiter zu Shirt 2, welches ja für Kollegin Johanna sein sollte. Die abgebundenen Zipfel, entschied ich, sollten rot sein, der Rest dunkelgrün. Damit das zu bewerstelligen war, band ich die Zipfel am unteren Ende locker zusammen und ließ sie ins Farbbad hängen. Nachdem das erledigt und die Farbe ausgewaschen war, das selbe nochmal umgekehrt – also der Rest des Shirts ins grüne Farbbad.grünrot
Als ich die Schnur abdröselte und das Ergebnis ausbreitete, dachte ich erst mal „Wow!“. Das Muster sah weitaus cooler aus (wie meistens übrigens – das ist das Schöne am Batiken!), als ich es mir vorgestellt habe!
Schade finde ich nur, dass das angebliche Scharlach doch leider eher Rosa ist, was aber vielleicht mein Fehler war, weil ich das Shirt nicht lange genug im Farbbad ließ, und mir das dunkelgrün zu viel dunkel ist und zu wenig grün. Naja. Dieser erste Versuch soll ja auch mal dafür da sein, zu sehen, wie sich die Farben tatsächlich auf Stoff machen.

Shirt 3 ließ sich leichter färben, als ich dachte. grüngelbrot„Die Wurst“ hing brav im Farbbad und machte überhaupt keine Anstalten, aus Versehen reinzurutschen. Ich färbte von unten nach oben, also zuerst rot, dann gelb, dann grün.
Joah. Eigentlich genau der Effekt, den ich erreichen wollte! Hat wirklich besser geklappt als erhofft. Ein wenig unzufrieden bin ich höchstens mit dem Grün, denn dieses Saftgrün erscheint mir überhaupt nicht saftig. Und beim nächsten Mal werde ich die Abstände doch mal genauer abmessen. Ich weiß, sowas fällt den meisten überhaupt nicht auf, aber dass der rote Bereich so viel breiter ist als der gelbe und der grüne macht mich fast wahnsinnig.

Shirt 4 sah nass so richtig knallig aus. Das hatte AUCH was, aber dennoch war ich froh, dass das Ergebnis trocken dann doch eher so aussah, wie ich mir das vorgestellt hatte. Halt helle, schöne Frühlingsfarben!
blaugrün
Da soll noch einer behaupten, Türkis wäre grün! Ich mag dieses Blau sehr, das Grün etwas weniger. Vielleicht sollte ich mich doch noch mal nach einer anderen Firma umsehen. Alle Grüntöne wirken auf mich irgendwie ein wenig schmutzig!
Trotzdem ist das, glaube ich, fast mein Lieblingsmuster. Diese Trennung in der Mitte hat genau so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Ein cooler Effekt! Das werde ich auf jeden Fall nochmal probieren.

Shirt 5 ist definitiv am knalligsten geworden. Azur, aber sowas von!
rotblau
Auch hier habe ich alle Zipfel locker zusammen gebunden (allerdings nicht alle erwischt, wie man sehen kann, aber das finde ich nicht schlimm) und so ins Farbbad gehängt. Dieses Mal habe ich den Stoff länger im roten Farbbad gelassen, weshalb die Farbe auch kräftiger wurde. Die farbliche Zusammenstellung gefällt mir sehr! Einfach ein wunderschönes Blau. Leider ist blau die einzige Farbe, die mir nicht so wirklich steht -.-

Last, but not least: Kommen wir zu Shirt 6, Flamedas meinen Mitbewohnern am besten gefallen hat. Nachdem ich das verschnürte Shirt gelb gebatikt hatte, öffnete ich es wie gesagt und verschnürte es auf andere Weise erneut, allerdings ein wenig kleiner (es sollen ja gelbe Stellen übrig bleiben). Leider habe ich vergessen, diesen Zwischenschritt zu dokumentieren *grmpf*

Rückseite

Rückseite


Als ich das Shirt nach dem roten Farbbad öffnete dachte ich erst „Scheiße“. Im nassen Zustand sah es so aus, als wäre es fast komplett nur rot. Aber dann trocknete es und… naja, sieht jetzt halt so aus! Ich würde das nicht unbedingt Flammen nennen, aber es ist auf jeden Fall sehr fresh! Das möchte ich noch wahnsinnig gerne in anderen Kombinationen (gelb/dunkelblau, gelb/grün, hellblau/mittelblau, hellgrün/dunkelgrün etc.pp.) ausprobieren.

Und so wurde daraus
Basic

DAS:
Alle

Und dabei behauptet meine Oma immer, ich würde nur Schwarz tragen!!

Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob die Shirts die erste Wäsche überstehen. Laut Packung der Farben kann man die Shirts jetzt bei 40 Grad waschen, aber das bezweifle ich eigentlich. Vielleicht probiere ich das mal beim violetten Shirt aus, weil ich das am leichtesten wieder nachmachen kann, falls es das nicht überlebt. Ansonsten würde ich eher zu Handwäsche tendieren, zumal man diese Shirts eigentlich, wenn man sie schon in der Maschine wäscht, einzeln waschen sollte, was ja wohl maximal unökologisch ist.

Insgesamt bin ich mit meinem Projekt eigentlich sehr zufrieden und werde es vermutlich wiederholen, weil es einfach Spaß macht. Das Ergebnis war nicht immer so wie ich es mir vorgestellt habe, doch kam immer etwas hübsches dabei raus. Oder, naja… was sagt ihr dazu?

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6 Gedanken zu “DIY: Batik-Shirts! – Das Ergebnis

    • Wenigstens eine, die dazu was sagt 😀

      Jap, Bügeln… ähm… dazu bräuchte ich erst mal ein Bügeleisen ^^ Ich bin mir auch nicht sicher, ob das bei diesen Farben was bringen würde. Stand auch nichts auf den Packungen drauf. Aber jedenfalls wären die Shirts dann nicht mehr so verknittert ^^ Ich hab ehrlich gesagt drauf gewartet, dass jemand dazu was sagt :mrgreen:

      Schön, dass es dir gefällt!

  1. ich find das letzte auch am genialsten.

    habe selbst vor 2-3 Jahren mal gebatikt, und hätte mir auch kräftigere farben gewünscht. Je nach der Art des Stoffes wäscht sich da die Farbe sehr schnell wieder aus, auch per Handwäsche.
    das was ich schwarz batiken wollte ist eher grau geworden, dunkellila wurd eher flieder.

    auch einen Tipp den ich machen kann: wenn man nicht reinweiße shirts batikt, sondern z.B. fliederfarbene oder beige sachen, dann hat man automatisch zweifarbige Sachen nach dem batiken und die farben werden allgemein dezenter.

    man kann auch „rückwärtsbatiken“, indem man klamotten mit Clor bleicht. Bei schwarzen Shirts passiert es da schonmal, dass das schwarz beim bleichen rötlich-bräunlich oder grünlich „entfärbt“ wird.
    Und diese T-shirts lassen sich dann ganz normal waschen ohne dass man aufpassen muss

    • Beim Rückwärtsbatiken würde es mich wahnsinnig machen, dass ich nicht wüsste, was dabei rauskommt 😀 Und naja, ich kenne diese Shirts, gefällt mir ehrlich gesagt nicht so. Das assoziiere ich mit total kaputten Siebziger-Jahre-Punks 😉

      Es gibt ja noch mehr Farben, die ich noch nicht ausprobiert habe. Vielleicht erreiche ich mit Bordeaux das Rot, was ich eigentlich wollte…

  2. Ich find die Shirts alle super. Die knallblauen Kleckse sind nicht so meins. Aber dafür die schräge Farbtrennung, das dunkle Grün und das rotgelbe Flammenmeer. Echt klasse.

  3. Bin jetzt erst auf deinen Beitrag gekommen…interessante Ergebnisse. Finde es sehr schön bei verschiedenen Shirts zu sehen wie es geworden ist und einen Anhaltspunkt zu bekommen wie ich selbst batiken kann. Möchte mir ein Kleid machen, aber es soll nicht so ungeplant werden 🙂 Naja, wahrscheinlich muss ich einfach ein paar Sachen ausprobieren. Danke auf jeden Fall, dass du deine Erfahrungen hier teilst.

    LG Wendy

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