A (hi)story that I already know…

Wenn mich etwas so sauer macht, dass ich nicht richtig denken kann beim Examensarbeitschreiben, muss ich sie wohl leider kurz unterbrechen, damit es raus kann.

Mitbewohner und ich essen und unterhalten uns. Dabei kommen wir irgendwie auf die Asterix-Filme. Ich enthülle, dass ich die Filme nie besonders mochte („Das hast du nicht wirklich gerade laut gesagt!“), die beiden tauschen Erinnerungen aus, die Filme erhalten ein Ranking. Es herrscht eigentlich eine stinknormale, angenehme Atmosphäre, auch wenn ich da nicht viel mitreden kann, weil ich die Filme wie gesagt nicht mag.

Sie sind gerade bei „Asterix bei den Briten“, als ich frage: „Kommt eigentlich auch in einem Film Karthago vor?“ – denn Mitbewohner David schreibt darüber gerade völlig enthusiastisch eine Hausarbeit. Eine Sekunde später winke ich ab. „Ach nee, ist ja die falsche Zeit…“ (nicht, dass das sonderlich wichtig wäre, wenn Asterix ja sogar pfefferminzsoßefressende Briten besucht)

Mitbewohner David: „Nein, das geht wohl nicht… Asterix spielt ja in der Zeit Caesars, im ersten Jahrhundert vor Christus, noch während der Republik. Man unterscheidet nämlich zwischen römischer Republik und römischer Kaiserzeit. Caesar, nachdem er zum dictator wurde, zeigt sich für letzteres maßgeblich verantwortlich, indem er Octavian als seinen Erben einsetzte… der war sein, äh…“

Ich mache den Mund auf und will „Neffe“ sagen, da kommt es von Mitbewohner Dave: „Stiefsohn!“ (ist beides richtig, meins ist aber besser *grmpf*)

Mitbewohner David: „Genau… dieser wurde Kaiser, etwa 40 vor, und diese Tradition der Adoptivkaiser wurde dann auch weiter geführt…“

Weiter dozierend spazierte Mitbewohner David auf und ab, mich dabei leicht beifallsheischend anblickend, während meine Gesichtszüge immer weiter entgleisten. Ich war aber schlicht zu sprachlos, um dazu was zu sagen, bis er über ein Detail mit Mitbewohner Dave in Disput geriet. Sie lösten es, indem sie schnell das Lexikon schnappten, danach sah Mitbewohner David wieder vom Buch auf und sagte: „Jedenfalls, in diese Zeit fielen nun…“

„Entschuldigung, warum siehst du MICH die ganze Zeit dabei an?“ brach es endlich aus mir raus. Antwort war ein befremdetes Brauenhochziehen von beiden. „Ich studiere ebenfalls Geschichte – du musst mir das nicht erzählen!“

„Ach, das heißt doch nichts,“ meinte Mitbewohner David wegwerfend.
Ich blähte die Backen. „Natürlich! Wie könnte ich schon so lange studieren, ohne CAESAR zu kennen!“
„Na, wenn das so ist, dann erzähl mir doch mal was von der mittelalterlichen Merowingerzeit!“ schaltete sich Mitbewohner Dave mit herablassenden Grinsen ein.

Die Merowinger! Wie langweilig!

„Willst du das jetzt wirklich vergleichen? Darüber weiß ich nicht mehr viel, aber im Vergleich dazu sind sowas wie das Thema Caesar, Kaiserzeit etc. absolute Basics!“

Beide widersprachen mir – aus Prinzip, wie mir schien. Es ging eine Weile hin und her, bis Mitbewohner Dave wieder meinte, Geschichte zu studieren hieße ja nicht, dass ich darüber Bescheid wisse.

„Natürlich heißt es das – ihr braucht mir wirklich nicht mit so Begriffen wie Caesar, Octavian und Augustus zu kommen!“

Woraufhin er noch herablassender kuckte und sagte: „Octavian und Augustus sind die selbe Person.“

Ich knirschte mit den Zähnen. „Das – weiß – ich!“

Er schien es mir nicht zu glauben. Beide nicht. Aber es sind solche kleinen Streitereien mit völlig unwichtigem Thema, die dazu führen, dass ich beide wirklich gerne an die nächste Wand klatschen würde. Beziehungsweise jeden anderen, der mir so kommt. Es ist ja eine Sache, wenn jemand, der mich nicht kennt, mir so einen Vortrag hält, aber meine Mitbewohner, die genau wissen, was ich studiere?

Der Begriff „mansplaining“ ist eine Zusammensetzung aus „man“ und „explain“, erklären, und bezeichnet eine Art Belehrung von oben herab in der stummen, arroganten Annahme, der Gegenüber hätte sowieso keine Ahnung, womit man mal eben so als Depp abgestempelt wird. Der Begriff impliziert außerdem, dass dies für ein typisch männliches Phänomen gehalten wird.
Ich weiß nicht, ob das stimmt. Ich weiß nur, dass ich mir Klugscheißereien dieser Art bisher eher von Männern als von Frauen anhören musste. Und was ich außerdem weiß ist, dass es mir zum Kotzen auf den Sack geht, egal von wem es kommt. Vermutlich, weil ich sowas meine halbe Kindheit ertragen musste, nur war das, mit dem ich da so immer ultra-gönnerhaft genervt wurde, zusätzlich auch noch falsch.

Damit zurück zu meiner Examensarbeit, die ein Spezialthema behandelt, von dem kaum keine Sau etwas weiß, damit ich darüber auch so richtig schön klugscheißen kann!

(Ich hab Mitbewohner David später übrigens gesagt, dass ich das scheiße fand. Er hat’s nicht so ganz verstanden. Grmpf.)

17 Gedanken zu “A (hi)story that I already know…

  1. Mein Beiled! Ich hatte ein oder zwei Leute im Bekanntenkreis, bin sie aber inzwischen los. Zum Glück.
    An eine konkrete Situation kann ich mich aber erinnern. Ich hatte mit einer Freundin gerade bei FB diesen Blog diskutiert ( http://eschergirls.tumblr.com/ ).
    Nahc gut 10 gewechselten Kommentaren schiebt sich ein Typ mit rein, den ich nciht kannte und erklärt uns erstmal in einem Riesenbeitrag, wer Esher was, was er gemacht hat und (die Krönung) warum der Titel des Thumblers deshalb gut gewählt ist.
    Scheinbar war er der Meinung, dass wir die unwichtige Situation von Frauen in den Medien nur diskutieren, weil wir nichts von der spannenden Kunstgeschichte wissen.
    Als ich ihn dann drauf angesprochen hab, hat er genauso reagiert, wie dein Mitbewohner. Nö, kann ja sein das wir das wissen. Er ist nicht davon ausgegangen, dass wir Doofies sind. Natürlich nicht. Es klang aus ganz anderem Grund so, als würde Papa den dummen Mädchen erklären, warum sie die Püppi nicht in den Backofen tun dürfen…

    Nach meiner Erfahrung ist es ein männliches Phänomen, weil Frauen eher beigebracht wird, ihr Wissen zu unterschätzen. Ich hab noch keine signifikante Menge erlebt. Hab aber mal nen Erfahrungbericht gelesen, wo eine Professorin von einem Fan ihrer Bücher über das Thema ihrer Bücher gemansplaint wurde. So im Sinne: ich erklär die mal, was du da geschrieben hast.

    Vielleicht kann man da was reißen, wenn mans jedes mal anspricht, wenn es passiert? Geschieht ja doch hoffentlich seltener böswillig. Wobeis bei deiner Situationj ja auch nicht viel gebracht hat…

    • Deine Erfahrung ist auch ganz groß ^^ Eigentlich sogar besser, weil das Thema ja nun so gar nichts mit eurer Diskussion zu tun hatte. Mann, Mann, so ein Klugscheißer…

      Als Abwandlung dazu gibt es gerade, wenn man Geschichte studiert, immer wieder Leute, die einen mit Namen bombardieren und annehmen, man müsse die Jahreszahlen sämtlicher wichtigen Ereignisse der letzten 6000 Jahre aus dem Effeff beherrschen. Dabei geht es darum im Geschichtsstudium nicht. Wir lernen keine Jahreszahlen auswendig, wir lernen, wo wir nachkucken müssen, wenn wir sie brauchen😀
      Das kapiert nur keiner und wenn man dann ins Schwimmen kommt, ist natürlich klar, dass man generell keine Ahnung hat.

      Aber natürlich muss man mit solchen Namen wie Caesar was anfangen können. Was allerdings wiederum nicht nur auf Geschichtsstudenten zutrifft…

  2. Na endlich erklärt mal jemand dieses Wort!! und auch noch an einem Beispiel!!🙂
    Allerdings erscheint das für mich ( der sich allein an dem von dir Geschriebenen orientiert) eher wie eine Kollision typisch männlichen und weiblichen Verhaltens (ob konstruiert oder nicht sei mal dahingestellt). Ich kenne dieses Verhalten, es wird auch bei mir ständig (in der Arbeit, ein Institut) angewandt – und ich bin ein Mann. So würde ich die Situation interpretieren, natürlich ohne Gewähr ^^:

    Mitbewohner scheint sich durch sein Wissen profilieren und Kompetenz bzw. Autorität aufbauen zu wollen (unbewusst). Im gleichen Moment fordert er dich heraus. Es genügt eben unter „gleichrangigen“ (wenn ich richtig gelesen habe, studiert ihr beide Geschichte) nicht, auf seinen „Rang“ zu bestehen
    – “Ich studiere ebenfalls Geschichte – du musst mir das nicht erzählen!” –
    sondern du musst deine Kompetenz zeigen, in den „Schwanzvergleich“ einsteigen und deinerseits Wissen einbringen. Hier hätte es wahrscheinlich für den Anfang sogar schon genügt, wenn du das „Neffe“ aussprichst, ihm auf Wissensbasis zu widersprechen, anstatt es nur zu denken. Er hat dich scheinbar damit verunsichert, so dass dir Schnitzer passieren, die deine Fachkompetenz untergraben
    -“Natürlich heißt es das – ihr braucht mir wirklich nicht mit so Begriffen wie Caesar, Octavian und Augustus zu kommen!”-
    wodurch du ihn praktisch herausgefordert hast, weiter zu dozieren und sich noch stärker zu profilieren (kein Vorwurf!! Nur meine Interpretation der Situation!!). Als typisch weibliches Verhalten sehe ich hier, dass du offensichtlich dieses Verhalten nicht kennst und nicht damit umgehen kannst, immerhin hast du, ohne es zu merken, die Art, „wie ein Mann damit umgehen würde“ vorweggegeben.
    – „die beiden tauschen Erinnerungen aus, die Filme erhalten ein Ranking“-
    Sie konkurrieren darum, wer mehr weis und kennt und tauschen dabei relativ effektiv Wissen aus (was sauviel Spass machen kann unter Klugscheissern ^^). Mich würde nicht wundern, wenn dir im Nachhinein auffiele, dass Mitbewohner Mitbewohner2 ähnlich angeschaut hat, wie er dich beim Thema Caesar angeschaut hat.
    Aber vielleicht ist das Problem ja auch, dass du gar keine Lust hast, darauf einzusteigen, es vielleicht sogar als unsinnig ansiehst ( kann ich nur beschränkt beurteilen, da ich ja keine Frau bin ^^). Dann wäre das hier tatsächlich eine Situation, in dem spezifisch männliches und weibliches Konversationsverhalten einfach getrennte Wege gehen. So entstehen Mythen von der Zicke ( leider, nichts als Kommunikationsdiskrepanz:-/ ).

    Sollten meine Ausführungen mehr oder weniger Sinn ergeben, so wäre „Mansplaining“ eine Verkürzung der eigentlichen Verhaltenstruktur, nämlich auf das Erleben durch den weiblichen Partizipanten unter Ausschluss der männlichen Seite (Was natürlich nicht bedeutet, dass der eine oder andere nicht auch Frauen als „leichte Beute“ zur Profilierung ansehen könnte, dieser Fall würde aber allein durch die Namensgebung auf alle anderen Fälle erweitert und pauschalisiert ).

    • Selbst wenn das so hinhauen sollte (glaube ich nicht, weil ich es extrem selten, so bei 2% der Männer, die ich kennen lerne, bemerkt habe) macht es das ja nicht wirklich besser. Es ist verhalten, dass bewusst oder unbewusst dazu dient, den Gegenüber (sei der nun männlich oder weiblich) zu erniedrigen. Das passt in keine ordentliche Diskussionskultur und ist weder zeitgemäß noch sozial.
      Ich führe gut 70% meiner Gespräche mit Männern (ich hab keine Freundinnen [weinender Smilie]) und habe so 2-3 mal manplanining erlebt (nie bei Freunden). Es kann also in dem Sinne keine typische männliche Eigenschaft, sondern vielleicht eine exclusive sein?

      Wobei, einen Bekannten hatte ich noch, der hat fast in jeder Diskussion so angefangen. Weniger „ich erklär dir, was du weißt“ sondern eher „ich weiß, wie alles funktioniert!“ und fuck, einmal haben wir dabei über Zeitreisen geredet.
      War aber auch die Art Mensch, die den Frust seiner Freundin über die schlecht laufende Beziehung auf deren Zyklus schiebt. Hier Korrelation?😉

      Wie auch immer, mansplaining stinkt, wie mans auch nennen will und sollte gerade unter Freunden nicht vorkommen.

      • Wie gesagt, ich erlebe das des öfteren, vor allem im Arbeitsumfeld, Und finde es meistens es auch nicht so schlimm, da es gerade dort zu regen Wissensaustausch führt. Wie auch immer, dass verschiedene Leute verschieden Dinge erleben, ist ja nichts überaschendes, das typische Problem vom Beleg des Erlebten…. ^^.
        Das es nicht exakt so hinhauen muss, is mir schon klar, ich war ja nicht beim Gespräch dabei😛. Meiner (persönlichen) Natur entsprechend, könnt ich jetz natürlich versuchen, deine Bekannten zu interpretieren und behaupten, dass die meisten Kerle ja (wenn dieses Verhalten von Frauen im Allgemeineren unangenehm erlebt wird) irgendwann schnallen würden, dass sie solches Verhalten zum Arsch stempelt und es deshalb (bei Frauen) lassen. Aber das wäre natürlich Spekulation vom Feinsten und pure Rechthaberei, um mein Geschreibsel da oben zu verteidigen. Ich muss halt nur jedesmal, wenn das Wort Mansplaining fällt, an all die Typen denken, die mich in meinem Leben mit Autos, Motoren, Tabletopspielen, Pflanzen, Kochen, „Weltkunde“ im Allgemeinen, dem unendlichen Weltraum, Philosophie etc. pp. mit glänzenden Augen vollgelabert, regelrecht „doziert“ haben. Und dann kann ich mir schlicht nicht vorstellen dass dies ein Verhalten ist, dem eine Definition auf „männlicher Dozent“ (Nervenbolzen) und weibliches „Dummchen“ genügt.
        Oh Gott jetz wird der Text wieder so lang… Lange Rede, kurzer Sinn, Natürlich ist Mansplaining (in deinem Sinne, also dem, wie ich es in der Letzten Klammer meines Text 1 meinte) arg sexistisch und nervt. Da hast du (und Robin) schlicht recht. Und Mitbewohner könnte sich auch genau unter diesem Gesichtspunkt so verhalten haben. Es fehlt mir nur die (von Wissensaufbau und Verständigungswunsch motivierte) Diskussion um solches Verhalten. Solche Dinge werden für mein Gefühl oft zu schnell und unzureichend definiert, so dass Pauschalisierung vorprogrammiert ist. Kommt unangenehm oft bei praktisch jeder mir bekannten Ideologie vor, weshalb ich persönlich so ziemlich jede Ideologie als fertiges Produkt ablehne, mir am liebsten nur „die guten Stücke“ herausnehme. (Oh Gott könnt noch ein halbes Buch schreiben, werd mal lieber hier abbrechen)
        Sollte ich mich irren und diese Diskussionen gibt es doch, dann bitte Verlinken, ich würd die verschlingen ^^.

    • Ich sehe hier eher eine Kombination zweier Umstände:
      1. glaube ich tatsächlich, dass er der temporären Amnesie anheim gefallen ist, die ihn wirklich kurz vergessen ließ, dass ich auch Geschichte studiere (was er dann ja natürlich nicht zugeben konnte) und
      2. habe ich tatsächlich leider oft das Gefühl, von beiden nicht ganz für voll genommen zu werden. Da spielt aber, meiner Meinung nach, nicht unbedingt Sexismus mit rein, sondern viele Faktoren. Ich weigere mich z.B., in meinen eigenen vier Wänden Hochdeutsch zu sprechen. Ich fühle mich damit nicht wohl. Mir ist aber (leider) bewusst, dass man damit auf andere, die nicht denselben Dialekt teilen, dümmer wirkt. Sie verstehen mich eigentlich problemlos, wenn das aber mal doch nicht der Fall ist, wird darüber ausgiebig gelästert, was ich einerseits verstehen kann (Dialekte sind halt wirklich witzig), mich in dieser geballten Form andererseits aber auch tierisch ankotzt. Es kommt schlicht zu oft vor.
      Dann haben wir zwar einige gemeinsame Interessensgebiete, aber auch Dinge, die sich absolut nicht überschneiden. Ich kann z.B. nicht mitreden, wenn die beiden über Philosophie anfangen (studieren beide). An sich ist das nicht schlimm, weil ich es einfach langweilig finde. Aber auch da hab ich oft das Gefühl, dass sie mich unterbewusst deswegen abwerten. Gleichzeitig interessiere ich mich für Sachen, von denen SIE keine Ahnung haben, dennoch geben sie mir, wenn ich damit anfange, das Gefühl, nur Quatsch von mir zu geben. Naja… mal zu deiner Analyse:

      „Er hat dich scheinbar damit verunsichert, so dass dir Schnitzer passieren, die deine Fachkompetenz untergraben
      -“Natürlich heißt es das – ihr braucht mir wirklich nicht mit so Begriffen wie Caesar, Octavian und Augustus zu kommen!”-
      wodurch du ihn praktisch herausgefordert hast, weiter zu dozieren und sich noch stärker zu profilieren (kein Vorwurf!! Nur meine Interpretation der Situation!!). Als typisch weibliches Verhalten sehe ich hier, dass du offensichtlich dieses Verhalten nicht kennst und nicht damit umgehen kannst, immerhin hast du, ohne es zu merken, die Art, “wie ein Mann damit umgehen würde” vorweggegeben.“

      Eigentlich ist das nicht mal ein Schnitzer, denn ich habe ja „Begriffe“ gesagt und nicht „Personen“. Augustus ist nun aber nicht nur eine Person, sondern auch ein Titel. DARAUF hinzuweisen, wäre die viel bessere Antwort gewesen.

      „- “die beiden tauschen Erinnerungen aus, die Filme erhalten ein Ranking”-
      Sie konkurrieren darum, wer mehr weis und kennt und tauschen dabei relativ effektiv Wissen aus (was sauviel Spass machen kann unter Klugscheissern ^^). “

      Ich würde das nicht so streng bewerten. Das ist für mich schlichtes Rumnerden, was ich auch sehr gerne mache🙂 Nur halt nicht gerade bei Asterix.

      “ Mich würde nicht wundern, wenn dir im Nachhinein auffiele, dass Mitbewohner Mitbewohner2 ähnlich angeschaut hat, wie er dich beim Thema Caesar angeschaut hat.“

      Nein, das war schon eine ganz normale Nerd-Diskussion unter Gleichberechtigten. Da war keine Abfälligkeit im Spiel.

      „- “Ich studiere ebenfalls Geschichte – du musst mir das nicht erzählen!” –
      sondern du musst deine Kompetenz zeigen, in den “Schwanzvergleich” einsteigen und deinerseits Wissen einbringen. Hier hätte es wahrscheinlich für den Anfang sogar schon genügt, wenn du das “Neffe” aussprichst, ihm auf Wissensbasis zu widersprechen, anstatt es nur zu denken. “

      Ja, ich hätte das einfach nachschieben sollen. Aber die beiden verunsichern mich tatsächlich:/

      Ich habe mich aber gerächt! Nachdem ich das später nochmal ansprach (nach einen weiteren dummen Spruch, der damit nichts zu tun hatte, aber das Fass für mich an diesem Tag zum Überlaufen brachte) sagte ich: „Du musst mir echt nicht erklären, wie wichtig Augustus für Rom war! „Ich fand eine Stadt aus Ziegeln vor und hinterließ eine Stadt aus Marmor“ – das war doch Augustus, oder?!“
      Daraufhin musste er zugeben, dass es das nicht wisse ^^

      Seine Rechtfertigung war übrigens, dass er halt gerne über so etwas spricht. Nur erklärt das immer noch nicht, warum er MICH dabei so penetrant angesehen hat😉

      • Nur erklärt das immer noch nicht, warum er MICH dabei so penetrant angesehen hat

        Männer zeigen so ihre Zuneigung. Die nerven Frauen solange, bis sie genervt anfangen wollen, den Mann zu erziehen. Und danach ham die sich halt lieb. So entstehen die Babys.

  3. Ich denke nicht, dass das ein typisch männliches Verhalten ist, dem typischerweise Frauen zum Opfer fallen.
    Ich studiere Politikwissenschaft, inzwischen im Master. Als Politikwissenschaftler bin ich es gewohnt, dass Leute meinen, mir erklären zu müssen, wie denn das mit der Politik „wirklich“ funktioniert und was da alles falsch läuft. Die Leute scheinen zu meinen, ein Studium der Politikwissenschaft würde einen dümmer machen, anders kann ich mir dieses Verhalten nicht erklären. Deswegen sage ich das inzwischen gar nicht mehr sondern nenne es einfach Sozialwissenschaft, in der Hoffnung, dann in Ruhe gelassen zu werden. Ein Freund von mir, der nebenbei Geschichte studiert hat, stellt sich deswegen überall nur noch als Historiker vor, obwohl das nur sein Ergänzungsfach war.

    Besonders schlimm ist es im Familienkreis. In dieser Familie gibt es ja keine Männer (außer mir und meinem jüngeren Bruder), deswegen bin ich mir da sicher: Das können Frauen genauso gut. Ich sage dazu schon lange nix mehr sondern lasse das einfach über mich ergehen. Wenns ganz schlimm wird, gehe ich halt vor die Tür.

    Aber ja, es regt einen einfach tierisch auf. Man sollte meinen, die Leute würden mal darüber nachdenken, was damit verbunden ist, dass man dieses Fach schon seit fünf Jahren studiert. Und dass man deswegen einfach mehr Ahnung von der Materie hat als Ottonormalbürger. Was wäre denn, wenn ich Physik studieren würde? Würden die dann auch um die Ecke kommen und mir erklären, wie das mit der Gravitation „wirklich“ (ganz wichtiges Wort!!!) funktioniert?

    Das ist einfach nur Ignoranz. Und überspielte Minderwertigkeitskomplexe. Weil die Leute halt in ihrem eigenen Leben selber nix auf die Reihe gekriegt haben, müssen sie sich halt anderen gegenüber so aufspielen. Kann einem eigentlich nur leidtun.

  4. Doofes Mensplaining… wobei es imho tatsächlich darauf zurückzuführen ist das jemand etwas lernen (musste) und dies als Leistung betrachtet, er darüber aber fast nie einen Gesprächspartner findet (sprich er nimmt wahr das sich kaum jemand dafür interessiert / sich damit auskennt) und es dann aus ihm bei der kleinsten, sich bietenden Chance herausprudelt.

    Aus ähnlichen Grund bin ich schon 10 Minuten dabei zu überlegen wie ich unterbringe das bei Asterix die Legionnäre mit der Lorica Segmentata schon nicht unbedingt die richtige Rüstung für ~50 v. Chr. tragen. *narf*

    Ist doof wenn man davon Opfer wird, aber wie Allmightydog schon schrieb ist es am wohl am einfachsten/besten sofort zu zeigen das man sich auch damit auskennt.
    Ansonsten nehme ich an das er dich als Empfänger ausgemacht hat, weil du dich zuvor weniger für das Gespräch mit Asterix interessiert hast und bei ihm sein Interesse für Rom möglicherweise mit Asterix zu tun hat.

    Hoffe es läuft trotz solcher Ärgereien gut mit der Examensarbeit.🙂

  5. Warum hast du ihn nicht einfach fertigreden lassen und dann gesagt: „Danke für den Vortrag, ich wußte es schon“? Er wird dir bestimmt nie wieder etwas erzählen, wonach du vorher nicht ausdrücklich gefragt hast. (Du mußt nur damit rechnen, daß er dir dann sagt, daß du es doch sicher irgendwo nachschlagen kannst. Malesplain und so, du weißt schon.)

    • Warum ich ihn nicht fertig reden ließ? Weil es langweilig ist, sich Sachen anzuhören, die man schon ewig weiß, und ich außerdem keine Ahnung hatte, WANN er denn mal aufhört. Ich hab ihn unheimlich lieb, aber das sehe ich nicht ein.

      • Ich schrieb ja nicht, daß du ihm zuhören sollst. Es wäre sogar die gesteigerte Variante, demonstrativ ein Buch vorzuholen und zu schmökern, während er doziert.
        Aber ganz ehrlich: Wenn so deine unheimliche Liebe aussieht, möchte ich dich nicht beim Hassen erleben.

  6. Wofür habe ich dich denn verurteilt, mein liebes Robinchen?
    Ich finde einfach, daß dene Liebesbekundungen genau so aussehen, wie das, was in meinem Umfeld „Gezicke“ heißt🙂

      • Wie Du meinst. Aber vor das „und“ gehört trotzdem ein Komma. Das vor „es“ ist aber korrekt. :-p

      • Kommentare über Rechtschreib- oder Kommafehler finde ich ja im Internet immer völlig überflüssig. Vor allem, wenn ich mir deine Probleme beim Finden der richtigen Bundestagswahlabstimmung ins Gedächtnis rufe *hust*

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