Media Monday 147

Nachdem meine Examensarbeit nun fertig ist, hoffe ich, tatsächlich regelmäßig mitmachen zu können, auch wenn ich osternbedingt heute etwas spät dran bin 🙂

1. Hollywood ergeht sich immer noch fleißig an Reboots, Remakes, Fortsetzungen etc. und schießt sich damit oft ins eigene Knie. Der letzte originäre, überzeugende, für sich allein stehende Film, den ich gesehen habe ist Crazy, Stupid, Love. Ich hab von dem Film NICHTS erwartet und hab ihn mir nur wegen Steve Carell ausgesucht, dessen speziellen Humor ich unglaublich lustig finde, aber er hat nicht nur mich begeistert, sondern auch meinen Mitbewohner, der romantische Komödien HASST. Als solche war die Handlung allerdings wesentlich durchdachter als üblich. Ich bin echt schwer zu überraschen, aber die Wendung gegen Schluss hat mich wirklich kalt erwischt. Ich werde sie nicht verraten, denn ihr solltet den Film euch unbedingt ansehen, auch wenn ihr ansonsten andere Genres bevorzugt. Möglicherweise der beste Vertreter des Genres, den ich je gesehen habe 🙂

2. Wir alle wurden schon einmal fies gespoilert. Bei Game of Thrones allerdings hat es mich richtig gestört, weil es so dermaßen unnötig war. Ich hatte die erste Staffel gesehen und dann in der Pause zur zweiten Staffel die Bücher gekauft. Nun versuche ich bei Büchern und Filmen, die zeitweise offene Fragen lassen, immer mit zu raten und wollte von meinem damaligen Freund wissen, ob ich richtig lag mit meiner Annahme, dass Bran und Rickon von Theon gar nicht getötet worden waren, sondern Winterfell nicht verlassen haben (ich lag sogar richtig mit meiner Vermutung, dass sie sich in der Gruft versteckt hielten!). Ich meine, ihr kennt das: Ihr wollt bei sowas höchstens ein Ja oder Nein, aber NICHT mehr, aber mein Ex hat es IMMER geschafft, mich bei solchen Fragen total zu spoilern. So war dann auch seine Antwort auf diese Frage: „Nee, sie verlassen Winterfell erst, nachdem es zerstört wurde.“ Keine sonderlich wichtige Information, aber trotzdem total unnötig! Ich hätte ihm mit einem Breitschwert den Kopf abhacken können!

3. Am 23. April ist wieder Welttag des Buches. Wie steht ihr zu solchen Aktionstagen?
Ich habe mich nach dem letzten Media Monday spontan entschlossen, doch bei „Blogger schenken Lesefreude“ am Welttag des Buches mitzumachen und ein Buch zu verlosen! Mehr dazu am Mittwoch 🙂

4. Selten hat mich ein Schauspieler mehr beeindruckt als Sir Ben Kingsley in seiner Rolle in Gandhi, denn ohne Scheiß, Ben Kingsley IST einfach Gandhi. Ich habe noch nie einen Film über eine historische Persönlichkeit gesehen, in der der Schauspieler dieser Person SO ähnlich sieht. Aber auch davon abgesehen hat er den Mann einfach hervorragend verkörpert. Ohne den Film hätte ich jetzt vermutlich kein Gandhi-Poster hinter mir hängen 😀

5. Manche Filme kann man sich ja immer wieder ansehen, nicht einmal unbedingt, weil sie so gut sind, sondern schlichtweg unterhaltsam. Wie zum Beispiel Road Trip, denn das ist eigentlich nur eine dämliche College-Kömodie, aber als solche funktioniert er einfach perfekt. Ein Film zum Hirn abschalten und lachen – das bietet er auf vollkommene Weise und mehr will er gar nicht sein. Deswegen ist er wohl doch gut 😀

6. Liebling, vergiss die Socken nicht hätte ich besser nie gelesen, denn auch wenn ich durchaus manchmal gerne leichte Kost lese und daran auch überhaupt nichts schlimmes finden kann, eignet sich dieses Buch nicht mal als lustiger sogenannter „Frauenroman“. Ich bin bis heute fest davon überzeugt, dass dieses Machwerk das vielleicht schlechteste Buch ist, das ich jemals gelesen habe und selbst jetzt, also Jahre später, wallt unendlicher Hass in mir hoch, wenn ich auch nur daran denke, dass dieses Scheißbuch mal ein Bestseller war. Allerdings einer, der inzwischen fast vergessen ist. Aber ICH kann leider nicht vergessen… und niemals vergeben!!!

7. Zuletzt gesehen habe ich Saving Mr. Banks und das war leider ziemlich grottig, weil ich wohl noch nie einen Film gesehen habe, der so tief in die Küchenpsychologieschublade gegriffen hat. Ich mag historische Filme, die in der Neuzeit spielen und auch ein bisschen lustig sein wollen, aber das war ein echter Griff ins Klo. Dabei fand ich die Story vielversprechend, aber dass am Ende nicht nur zweifelsfrei klar ist, dass die Autorin von „Mary Poppins“ mit dem Buch nur den frühen Verlust ihres alkoholkranken Vaters verarbeiten wollte, sondern Walt Disney ihr das sogar direkt ins Gesicht sagt, war einfach too much. Wäre es subtil angedeutet worden – okay. Aber so? Außerdem war die Darstellung von Walt Disney (auch wenn Tom Hanks einen guten Job gemacht hat) mir ein bisschen zu sehr märchenonkelhaft-idealistisch, aber was erwartet man von einem Disneyfilm :/

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4 Gedanken zu “Media Monday 147

  1. Stimmt, die Wende bei „Crazy, Stupid, Love“ gegen Ende hatte ich auch überhaupt nicht kommen sehen. Unerreicht finde ich ja den Ausruf von Emma Stone als Ryan Gosling sein Shirt auszieht: „… fuck! Seriously? It’s like you’re Photoshopped!“ My sentiments exactly… 😉

  2. Moin, ich wollte nur eben darauf hinweisen das Gandhi einer der übelsten Rassisten war der so in seiner Zeit rumgelaufen ist. Sein einziges Problem war das die Europäer keine großen Unterschiede zwischen Afrikanern und Indern gemacht haben. Wie „Mutter“ Theresa oder dem Dalai Lama wurde hier eine Figur erschaffen die nur in den Köpfen von Nordhalbkuglern existiert und mit der Realität wenig zu tun hat.

    Es gibt noch bessere Literatur dazu aber ein YT-filmchen müsste es auch tun.


    …..und was für die Ohren

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