Meine fünf Buchvorsätze 2014

Da läuft grade noch meine Buchverlosung (Eigenwerbung Galore!) und da wirft mir die Naekubi doch ein Blogstöckchen, das thematisch perfekt passt – und kurz darauf kommt dasselbe von Ti Leo. Yay \o/

Gefragt sind fünf Bücher, die ich dieses Jahr noch vorhabe zu lesen. Nicht erlaubt sind Fortsetzungen einer Reihe, deren voraus gegangenen Teile ich schon gelesen habe.
Fünf Bücher… klingt machbar, oder? Tatsächlich gab es mal eine Zeit, in der ich mir alle Bücher, die ich gelesen habe, aufschrieb und somit weiß, dass ich damals im Jahr ca. 50 Bücher schaffte. Diese Zeit ist leider vorbei. Das ist schade. Aber die folgenden fünf literarischen Ergüsse müssen definitiv sein:

Matt Ruff – Mirage
Uuuund noch ein bisschen Werbung, da ich ja in meinem Gewinnspiel Matt Ruffs Erstlingswerk verlose. Bei diesem handelt es sich nun um seinen neusten Roman, womit ich sein Gesamtwerk komplett verschlungen hätte. Da er aber allerdings ziemlich langsam schreibt (fünf Romane in 24 Jahren – im Hintergrund kichert ein Mr. Stephen King spöttisch), ist das gar nicht sooo beeindruckend, wie es klingt.
Mirage geht von der Prämisse aus, dass sich die gesamte Weltgeschichte ab einem gewissen Zeitpunkt dramatisch anders entwickelt hat – so dass am 11. September 2001 nicht das World Trade Center in New York einem Terroranschlag radikaler Islamisten zum Opfer gefallen ist, sondern stattdessen die „Euphrat und Tigris“-Türme in Bagdad, einer Großstadt in den Vereinigten Arabischen Staaten, von christlichen Fundamentalisten aus dem eher rückständigen, unbedeutenden Land Amerika angegriffen worden sind. Aber ist diese Welt, die sich so grundlegend von unserer unterscheidet, wirklich so echt, wie alle Beteiligten glauben?
Das Buch erschien am 1. März auf Deutsch. Einen Tag später bekam ich es von den besten Mitbewohnern der Welt zum Geburtstag – und habe es ihnen zähneknirschend zur Aufbewahrung überlassen, weil ich mich sofort drauf stürzen wollte, zum Lesen aber wegen meiner Examensarbeit keine Zeit hatte. Am Abgabetag lag es unaufgefordert auf dem Wohnzimmertisch, aber ihr kennt das: Man will immer das am meisten, was man nicht haben kann. Vor acht Wochen, als ich nicht durfte, hätte ich es in wenigen Tagen verschlungen, nun liegt es hier unangetastet und bettelt um meine Aufmerksamkeit. Tja, die wird es auch sehr bald bekommen.
Bei dem Thema mögen unzählige rassistische oder antimuslimische Fallstricke lauern, aber ich vertraue Matt Ruff da voll und ganz 🙂 Er hat bereits in all seinen anderen Romanen großes Einfühlungsvermögen gerade in Bezug auf Opfer von Diskriminierungen oder soziale Außenseiter bewiesen. Und weil er auch ansonsten so toll ist, habe ich dementsprechend hohe Erwartungen.

David Hajdu – The Ten-Cent Plague: The Great Comic Book Scare and How It Changed America
Ja, das is’n Sachbuch. Man stelle es sich vor!
Dieses Buch gehörte zur Literatur für meine Examensarbeit, bei der es ja um Zensur bei Comics in den 40er und 50er Jahren ging. Davon werde ich ja noch ausführlich berichten. Nur soviel: Die Leute sind damals völlig ausgerastet. Was wir heute bei der Debatte um sogenannte Killerspiele etc. erleben, ist Kindergarten dagegen. Hajdu hat nun ein Buch darüber geschrieben, das sich der Thematik eher anekdotisch mithilfe vieler Interviews nähert, so dass eher die beteiligten Menschen im Vordergrund stehen. Leider konnte ich für meine Arbeit nur ein paar Auszüge lesen, weil ich keine Zeit mehr hatte (und ich diverse andere Bücher hier rumliegen hatte, die das alles mehr trocken-wissenschaftlich vermittelten, was sich für meine Arbeit besser eignete), aber ich fand den Schreibstil unterhaltsam und das Thema sowieso. Deshalb möchte ich es noch ganz lesen, zumal ich es das einzige Buch meiner Literaturliste ist, das ich mir nicht ausgeliehen, sondern gekauft habe.

David Wong – John dies at the end
Stellt euch vor, ihr trefft auf einen Nazi und ihr hackt ihm mit einer Axt den Kopf ab (davon haben wir ja alle schon mal geträumt). Beim letzten Schlag bricht der Stiel, also geht ihr los und kauft euch einen neuen. Wochen später zerbröselt es den Axtkopf, als ihr damit eine Monsterkrabbe platt macht, was erneut einen Gang zum Baumarkt nötig macht. Und kurz darauf wankt der Nazi, der nun ein Zombie mit dekorativer Rundum-Naht am Hals ist, in eure Küche, zeigt auf eure Axt, die ihr natürlich hastig zur Hand genommen habt, und röchelt: „Dies ist die Axt, die mich tötete!“ Und jetzt stellt euch die alles entscheidende Frage: Hat er Recht?
So unglaublich bescheuert fängt John dies at the end an und das war nur der Auftakt zu einem der ausgeflipptesten Filme, den ich je gesehen habe. Das einzige Problem: Der Film kann nicht mal ansatzweise die gesamte Story des Buches liefern, weshalb völlig klar ist, dass ich das Buch lesen muss, auch wenn es bisher leider nur auf englisch erschienen ist.

Stephen King – Dr. Sleep
Okay, äh… keine Teile einer Reihe, ne? Strenggenommen ist das hier eigentlich einer. Bzw. ist strenggenommen Stephen Kings gesamtes Werk eine einzige große Reihe, deren einzelne Teile immer wieder aufeinander Bezug nehmen. Ich denke aber, hier kann ich eine Ausnahme machen.
35 Jahre nach Shining taucht der telepathisch begabte kleine Danny Torrance, eben der Junge mit dem „Shining“, erneut in einem King-Roman auf, nur ist er inzwischen erwachsen. Viel mehr weiß ich darüber nicht, weil ich gar nicht mehr wissen wollte. Wenn „King“ draufsteht, lese ich es ja sowieso ^^
Ich hatte mir immer vorgestellt, dass Stephen King Danny Torrance und das kleine Mädchen aus Friedhof der Kuscheltiere, das als einzige das gesamte Gemetzel überlebt hat, zusammen in einen Nachfolgeroman packen könnte, aber ich wette, er hat inzwischen selbst schon wieder total vergessen, dass er bei dem Mädel ebenfalls ein Shining andeutete. Tja. Das wär mal richtig cool gewesen. Aber ich denke, ich werde auch so zufrieden sein!

Neil Gaiman – Die Bücher der Magie
Wenn mir die wissenschaftliche Beschäftigung der letzten Wochen mit dem Thema eines gezeigt hat, dann, dass ich unbedingt mehr Comics lesen muss \o/ Ich will definitiv meine Dino-Batman-Sammlung komplettieren, außerdem die letzten paar Bände von Transmetropolitan, die mir leider noch fehlen besorgen, aber das zu erwähnen wäre ja gegen die Regeln. Nun muss ich mich unter den vielen Comics, die ich noch lesen will, für eines entscheiden, weil es ja nur fünf Bücher sein sollen, also fällt meine Wahl auf dieses.
Neil Gaiman hat mit seiner Sandman-Reihe geholfen, das Medium für das Feuilleton zu öffnen, aber auch seine Romane haben mir bisher sehr gut gefallen. Die Bücher der Magie ist eine Serie, die unter seiner Autorenschaft gestartet ist, weshalb Band 1 definitiv gelesen werden muss.

So, ein Blogstöckchen muss weiter geschmissen werden! Ich gebe die Aufgabe also an Karo, Hemator, Nerdbarbie, EMN, Maren, Onyx, Sarah, Juna und Mina weiter. Okay, das sind jetzt neun und es sollten acht sein, aber egal 🙂

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4 Gedanken zu “Meine fünf Buchvorsätze 2014

  1. Pingback: Lies mal wieder | Gedankensalat...

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  3. Pingback: In eigener Sache: Zweihundert! (+ ganz viele Awards) | robins urban life stories

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