Game of Thrones – [positive Kritik not found]

Spoilerwarnung bis zur aktuellen Folge (Season 4, Episode 3). Leichte Spoilerwarnung für Nichtbuchleser, aber ich versuche mich auf ein Minimum zu beschränken.

Leute, ich bin megamäßig angepisst. Das hat in diesem Fall zwar etwas gedauert, aber nun hätte ich nicht übel Lust, zu den Drehorten von Game of Thrones zu fahren und und dort die gottverdammten Sets abzufackeln.

Wisst ihr, bis letzte Woche hatte ich fest geplant, endlich (der Plan steht schon seit der dritten Staffel im letzten Jahr) die feministische Kritik an dieser Ausnahmeserie in einem langen Artikel so richtig auseinander zu nehmen, denn ich mag die Serie und teilte die Kritik nicht. Ich wollte auf den völlig hanebüchenen Vorwurf eingehen, die Serie würde – wieder mal – keine starken weiblichen Charaktere bieten. Ich wollte darlegen, wie dämlich es ist, der Serie Homophobie vorzuwerfen, nur weil George R. R. Martin sich entschlossen hat, kein Gleichberechtigungs-Winterwunderland zu erschaffen, welches die gesellschaftlichen Umstände, Sitten und Gebräuche von Westeros völlig ignorieren würde. Und ich wollte versuchen zu erklären, warum die Darstellung von Vergewaltigung, wie sie z.B. Daenerys in der ersten Staffel immer wieder erleiden muss, nicht notgedrungen zu verurteilen und voyeuristisch ist, nur weil es halt IMMER einen Wichser geben wird, der sowas geil findet, statt verdammt noch mal etwas Mitgefühl aufzubringen.

Dann kam die letzte Folge. Und mein ganzes schönes Konzept krachte völlig zusammen.

In Folge 3 wird Cersei von ihrem Bruder und (ehemaligen) Geliebten Jaime vergewaltigt. Ich konnte erst nicht glauben, dass dies wirklich passiert. Fassungslos wartete ich während der ca. zweiminütigen Szene auf irgendetwas, was diese Grässlichkeit stoppen würde. Aber es passierte nichts. Und kaum wurde abgeblendet, schlug ich die Hände über den Kopf zusammen und stöhnte: „Das wird SO VIELE Diskussionen geben!!!“

Dem war so, obwohl ich mich ein paar Tage lang stur und absichtlich nicht damit befasst habe. Doch jetzt ist Schluss. Ein einziger Artikel, über den ich gestolpert bin, hat einen regelrechten Damm gebrochen und nun könnte ich wirklich platzen vor Wut.

Es gibt zwei große, GROSSE Probleme mit dieser Szene. Das erste, das offensichtlichste Problem besteht darin, dass Regisseur Alex Graves behauptet, es wäre keine Vergewaltigung. Well… dann ist ja alles in Ordnung. NICHT!!!
Wenn er darüber labert, dass der Sex „gegen Ende einvernehmlich wird“, beschreibt er eine recht verbreitete Art der, nun, nennen wir es „sexuelle Eroberung“, im filmischen Kontext (und ich bin überzeugt davon, dass so etwas schon öfter in Filmen dargestellt wurde, als es in der Realität überhaupt vorkommt). Er hatte wohl sowas im Sinn:

Pussy Galore (ach… no comment) erwidert den Kuss am Ende und das, was danach kommt (man geht davon aus, dass sie danach Sex hatten, aber es wird dann wohl abgeblendet, so dass man es nicht mit Sicherheit wissen kann) offensichtlich. Verbalisiert käme wohl sowas unglaublich dämliches raus wie „Nein, James, nicht, nein, nein… oh… oh, ja! JA!“ Ich kann zwar ein Stück weit nachvollziehen, warum manche auch mit solchen Szenen Probleme haben – man kann ja nicht wissen, ob der gute James aufgehört hätte, wäre sie NICHT plötzlich dahin geschmolzen – aber für mich ist das keine Vergewaltigung.

Es wäre demnach auch bei Cersei und Jaime für mich keine Vergewaltigung gewesen, hätte sie so reagiert. Genau darauf wartete ich dann auch die ganze Zeit. Selbst kleine Anzeichen hätten mir ja schon genügt. Man ist ja anspruchslos. Aber die gibt es nicht. Die Szene ist von hinten bis vorne eine Vergewaltigung.
Nach einem (einvernehmlichen) Kuss, den Cersei abbricht, zischt Jaime was von Liebe, packt Cersei, reißt ihr Kleid (oder ihren Unterrock) kaputt, drängt sie schließlich zu Boden. Cersei wehrt sich mit Taten und Worten („stop it, stop it“, „it’s not right“, „no“), fängt an zu weinen und zu schluchzen, verzieht das Gesicht vor Schmerz, dreht es (mit geschlossenen Augen) weg. An einer einzigen Stelle, als beide noch stehen, scheint sie kurzzeitig ein wenig, äh, zugeneigter, aber das erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, weil sie danach offensichtlich weiterhin keinen Sex will. Jaime interessiert ihr Geschluchze nicht („I don’t care“).
EINE – VERGEWALTIGUNG. Ganz klar. Genauso klar ist die darauf folgende feministische Kritik. Aber nicht nur Feministinnen sehen das so. Und selbst Idioten, die nicht kapieren, warum die Szene scheiße ist, sehen die Vergewaltigung. Wie um alles in der Welt kann Graves behaupten, es sei keine?!

Nehmen wir mal an, Graves lügt nicht, weil er jetzt so viel Kritik aushalten muss (armes Hascherl!), wenn er sagt, dass die Szene einvernehmlich geplant gewesen war. Dann hätte ich da eine Frage: Mr. Graves, warum sind Sie so ein unglaublicher Loser?! Wie kann man seine Intention als erfahrener Künstler so grandios verfehlen?! Denn ein Regisseur ist IMMER die letzte Instanz – in diesem Fall nach der Vorlage von George R. R. Martin, den Drehbuchschreibern und den Schauspielern. ER IST DER VERANTWORTLICHE. Und als solcher hat er einfach nur himmelschreiend versagt. Er ist ein Versager. Und offensichtlich ein blödes Arschloch, das nicht den Unterschied zwischen einer wenig hübschen, aber nicht vollends verwerflichen „Sie mag erst nicht und dann ja doch“-Sexszene und einer offensichtlichen Vergewaltigung kapiert!!!

Das ist eine Problematik, die erst durch sein dämliches Kommentar so schlimm geworden ist – aber es sieht noch wesentlich beschissener aus, wenn man die Bücher kennt.

Offensichtlich kann sich das verlinkte Basler Provinzblatt keinen Autoren leisten, der die gottverdammten Bücher gelesen hat. Angeblich sei die Szene nur deshalb kritisiert worden, weil sie sich so nicht in der Vorlage findet und darum sei das alles ja wieder mal nur feministische Hysterie und #aufschrei und höhöhö, kuck dir mal die frustrierten Emanzen an.

Tja, DIESE frustrierte Emanze hier HAT die Bücher gelesen. Auch dort ist die Sexszene an Joffreys aufgebahrter Leiche nicht gerade ein Ausbund an Romantik. Im Buch kehrt Jaime erst an dieser Stelle aus seiner Gefangenschaft zurück und fällt, kaum wird er Cersei ansichtig, von Lust übermannt über sie her. Auch hier fragt er nicht erst nett, ob sie mit ihm schlafen will, aber sie öffnet sich für ihn und empfängt ihn willig. Ja, nicht gerade supi, aber keine Vergewaltigung.

Aber das ist nicht das Problem. Es geht nicht darum, dass ein einvernehmlicher Verkehr für die Serie zu einer Vergewaltigung umgeschrieben worden ist (obwohl, wie ich finde, die Frage danach, warum die Macher glauben, so etwas sei nötig, durchaus legitim ist). Es geht auch nicht darum, dass die Serie von der Vorlage abweicht. Das ist ja schon öfter passiert und interessiert außer ein paar Puristen keine Sau. Einige der Änderungen fand ich sogar extrem gelungen, so dass die entsprechenden Szenen in meinen Augen sogar besser waren als in den Büchern. So bin ich auch sehr damit einverstanden, dass in Daenerys‘ Hochzeitsnacht ebenfalls eine Vergewaltigung stattfindet (dies ist offensichtlich, es sei denn, man gehört zu den armseligen Gestalten, für die es keine Vergewaltigung ist, wenn eine völlig verzweifelte Frau in Angesicht ihres Riesen von Ehemannes bemerkt, dass sie komplett chancenlos ist und sich daher nicht wehrt), obwohl der Verkehr im Buch als einvernehmlich geschildert wird. Im Buch wird Daenerys genau wie in der Serie nicht gefragt, ob sie Khal Drogo heiraten will, ist aber dort erst 13 Jahre alt – lächerliche Vorstellung, sie würde dem Sex in ihrer Hochzeitsnacht freudestrahlend zustimmen, zumal die folgenden Zusammenkünfte dann wieder als nicht-einvernehmlich beschrieben werden. Das hat im Buch schlichtweg keinen Sinn gemacht, daher ist es gut, dass sie das geändert und eine wirklich starke, sehr gut gespielte Szene daraus gemacht haben, in der die ganze Ausweglosigkeit von Daenerys‘ Situation eindrücklich deutlich wird.
Es geht auch nicht einfach nur darum, dass eine Vergewaltigung dargestellt wird. Das war nicht das erste Mal in der Serie und wird wohl auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Die gesamte Serie ist ausgesprochen brutal – dämlich, ausgerechnet Vergewaltigungsszenen anzuprangern, solange sie nicht voyeuristisch ausgeschlachtet werden.

Nein, die Szene ist deshalb zum Kotzen, weil sie damit mal so eben nebenbei Jaimes Charakter vollständig zerstört.

Jaime ist am Anfang der Serie ein Arschloch. Ein arroganter Wichser, so ein echter Lannister halt, der nicht nur Ned Stark angreift, sondern sogar vor seiner eigenen Familie nicht halt macht, wenn er, um zu fliehen, den Verwandten, der zu ihm in seinen Käfig gesperrt wird, mal eben umbringt (das hat sowieso keinen Sinn gemacht, denn dieser altbekannte „kranker Mitgefangener“-Trick hätte auch funktioniert, hätte er seinen Cousin oder wer der Typ war einfach darum gebeten, sich tot zu stellen). Erst der Verlust seiner Hand, aber vor allem seine Wanderschaft mit Brienne läutet einen Wandel ein.
Überhaupt – Brienne. In der 3. Staffel unterhält er sich mit ihr noch darüber, wie ekelhaft Vergewaltigung ist und rettet sie dann auch noch vor einer eben solchen, und jetzt vergewaltigt er mal so eben die Liebe seines Lebens?! Aber nee, ich vergaß: Es war ja alles total einvernehmlich *kotz*

Wer die Bücher nicht gelesen hat und vielleicht nicht mal weiß, dass die Szene im Buch anders ist, der wird nicht verstehen, warum das so unglaublich schrecklich ist. Es sah dann halt eben zwar so aus, als hätte Jaime sich gebessert, aber tja, alte Gewohnheiten, ne? Ist er wohl doch ein Arschloch, Lannister halt.
Genau das ist er eben nicht. Hier muss ich leider ein bisschen spoilern, also nicht weiter lesen, wenn ihr minimale Ausblicke auf das Kommende nicht lesen wollt. Fakt ist, dass so ziemlich alle Charaktere der Reihe nicht eindeutig gut oder eindeutig schlecht sind, sondern jeder gute und schlechten Anteile hat. Jaime war am Anfang ziemlich eindeutig schlecht (davon abgesehen, dass er mal eben so ganz King’s Landing gerettet hat, wofür ihm nie gedankt wurde), ein Charakter, den ich mit Vergnügen gehasst habe, entwickelt sich aber stark. Bis dato (die Reihe ist ja noch nicht beendet) hat sich das noch nicht sehr in konkreten Taten ausgedrückt, aber als Point-of-View-Charakter, also ein Charakter, aus dessen Sicht Teile der Handlung geschildert werden, wird ein Einblick in seine Innenwelt gewährt und die ist eindeutig.
Besonders beeindruckend ist hierbei sein Verhältnis zu Cersei. Nachdem er sich so nach ihr gesehnt hat und seine Sehnsucht sich in ihrem einvernehmlichen Sex entladen hat, wird ihm im Folgenden immer mehr bewusst, was für ein schrecklicher Mensch Cersei eigentlich ist – liebt sie aber immer noch. Das ist ein schmerzvolles Dilemma und eine vielschichtige Charakterzeichnung, die einfach großartig ist. Allerdings typisch für die Reihe – ein Grund, weshalb ich sie so liebe und warum sie so erfolgreich ist.

Die Macher der Serie nun haben das alles ab Jaimes Rückkehr sehr zuverlässig versaut. Keine Ahnung, warum sie die Sexszene direkt bei seiner Ankunft gestrichen haben – ich hatte die (wie ich jetzt weiß idiotische) Hoffnung gehegt, sie wollten vielleicht einfach den Titten- und Sexcontent ein bisschen zurück schrauben. Das allein wäre jedoch noch vertretbar gewesen. Schlimm wurde es erst, als Jaime sich im Folgenden – WOCHEN nach seiner Rückkehr – versucht, an Cersei ranzumachen und sie dies beständig abblockt. Sie knallt ihm sogar an den Kopf, dass er sich nicht genug Mühe gegeben habe, schneller zu ihr zurück zu kehren, wohlgemerkt aus seiner GEFANGENSCHAFT. Das findet sich so zwar auch im Buch, allerdings nur als verbitterte und typisch egozentrische Gedanken Cerseis in den Teilen, die aus ihrer Sicht geschildert worden sind.
Mir hat das überhaupt nicht gefallen, wird doch damit Jaimes intrinsische Motivation aus den Büchern zu einer extrinsischen. Er ändert sich nicht langsam, weil er selbstständig merkt, dass Cersei eine saublöde Kuh ist, sondern weil sie so asozial mit ihm umgeht. Damit wird diese wunderbar beschriebene Charakterentwicklung zu einer reinen Trotzreaktion auf Cerseis Arschigkeit. Und das ist unglaublich scheiße!!

Dennoch wird diese Entwicklung zum Guten wohl auch in der Serie so beschrieben werden – und genau deshalb ist die Vergewaltigung so schlimm. Die einzige Möglichkeit, das wieder hinzubiegen, wäre wirkliche, ehrliche Reue; wenn die Vergewaltigung ein letztmaliges Zurückfallen in alte, böse Verhaltensmuster gewesen wäre und der letzte Anstoß, den Jaime braucht, um sich vollends in Richtung „gut“ zu entwickeln. Zwar wäre das immer noch eine selten schreckliche und beschissene Art, seine Wandlung zu initiieren, aber es hätte wenigstens noch leidlich funktioniert.

Tja, ratet mal, warum das so nicht kommen wird?! Ganz genau: Weil der Sex ja EINVERNEHMLICH gewesen war! Und weil Arschloch-Regisseur Graves ja so dermaßen davon überzeugt ist, KANN Jaime seine Gewaltanwendung ja gar nicht bereuen. Warum auch, wenn es einvernehmlich war?!

Ist damit klar, warum die Szene so unendlich beschissen ist? Die Szene wird im Folgenden vermutlich ignoriert werden, eine wirkliche Auseinandersetzung wird nicht statt finden. Und Jaime wird sich von seiner schrecklichen Schwester abwenden, weil er ja so viel besser ist als sie, und zum Sympathieträger. Ein Vergewaltiger. Bravo. Einfach nur toll gemacht, ihr Vollidioten. This is how you ruin a character.

Gleichzeitig ist damit auch Cerseis Charakter total kaputt. Sie ist eine furchtbare Frau, eine arrogante Zicke, ein intrigantes Miststück, eine schreckliche Diplomatin und ein grausamer Mensch. Aber jetzt kann ich sie nicht mehr hassen. Auch DAS haben die Macher versaut.
Natürlich kommen schon die Assis angekrochen, die meinen, Cersei hätte es halt verdient, eben weil sie so scheiße ist. So wie auch im echten Leben immer Rechtfertigungen gesucht werden, warum ein Vergewaltigungsopfer ja doch irgendwie selbst Schuld ist. Yay, victim blaming galore. Mal was ganz neues!!

Man mag argumentieren, dass dies ja auch Vielschichtigkeit sei – wenn man bösen Charakteren böse Dinge zustoßen lässt. Aber wisst ihr, das ist schwer. Offensichtlich ja ZU schwer für die Verantwortlichen. Zumal es vermutlich keine großartigen Auswirkungen auf Cersei haben wird, denn mit ihren vielen Hör-aufs hat sie ja zugestimmt. Meine Fresse, ist das einfach nur so schlecht!!

Somit wird des billigen Schockeffekts wegen mal eben so ein Bild dem Zuschauer implementiert, das für das fortgesetzte Leid vieler Vergewaltigungsopfer verantwortlich ist. Und MIR hat es den Spaß an einer meiner Lieblingsserien versaut. Das ist natürlich im Vergleich keine Tragödie, aber es kotzt mich trotzdem an. Und nun habe ich, obschon ich so lange geplant hatte, die Serie vor Vorwürfen zu verteidigen, das dringende Gefühl, die ganze Zeit im Hinblick auf die für die Handlung völlig unnötigen Nacktszenen, die vielen so bemüht expliziten Gespräche und dieses ganze Setting um Littlefingers Puff erstens etwas blauäugig und zweitens zu nachsichtig gewesen zu sein. Ich meine, wenn man sich als Mädchen in Jungsdomänen herum treibt (zumindest halten die Macher dieser Serie Fantasy offensichtlich für ein Jungsgenre), wie ich es schon mein ganzes Leben lang tue, dann muss man einiges hinnehmen. Man stumpft ab, verdreht nur die Augen, wenn Wonder Womans Titten mal wieder völlig überdimensioniert und unrealistisch gezeichnet werden oder Steel Panther von Schlampen und Nutten singen. Man akzeptiert den Fanboyservice in einer solchen Serie, auch wenn HBO das eigentlich nicht nötig hat und ganz klar ist, dass ein solcher Erfolg gar nicht möglich wäre, hätte die Serie nicht auch viele weibliche Fans.

Aber offensichtlich sind HBO seine weiblichen Fans egal, wenn sie es zu Anfang jeder Staffel gerade mal 13 Minuten (3. Staffel) bzw. 11 Minuten (4. Staffel) aushalten, bis die erste von Littlefingers Nutten ihre nackten Titten durchs Bild schwingt.

Und jetzt das. Eine für den Handlungsverlauf und die Charakterentwicklung völlig kontraproduktive Gewalttat, die angeblich keine ist, und darum auch nicht als solche behandelt werden wird, mit keinerlei Auswirkungen auf die Beteiligten. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

Ich bin ehrlich: Ich werde mir die Serie weiter ansehen, weil der Rest einfach immer noch viel zu gut ist. Noch habe ich auch einen winzigen Rest Hoffnung, dass es anders weitergehen wird, als ich es hier vorhergesagt habe. Die neue Folge kommt schließlich schon heute Nacht und eine Frau hat Regie geführt. Ob das irgendwas ändern wird, bezweifle ich, zumal ich nicht weiß, wie die Serie gedreht wird (chronologisch oder parallel) und ob sie die Endfassung der letzten Folge überhaupt sehen konnte, bevor die 4. Folge gedreht worden ist. Möglicherweise hat sie sich auf die reine Beschreibung verlassen (müssen) und dachte auch, das alles wär ja so super einvernehmlich abgelaufen.

Aber ein Stück weit ist die Serie für mich nun wirklich ruiniert – und das finde ich so unglaublich scheiße.

67 Gedanken zu “Game of Thrones – [positive Kritik not found]

  1. Ist schon etwas länger her, aber ich meine mal gelesen zuhaben, dass der Regisseur beim finalen Schnitt meistens nicht dabei ist (deswegen auch die bekannten wie der Name schon sagt Director’s Cuts). Es wäre also möglich, dass in dem Fall Alex Graves nicht für die Darstellung der Szene selbst verantwortlich ist und jemand mit weniger Hintergrundwissen möglicherweise dachte es ginge eben genau darum Jaime möglichst schrecklich zu zeigen. Darum wurde dann die schlimmste Aufnahme gewählt und im Anschluss darauf alles was es etwas „verständlicher“ gemacht hätte weggeschnitten.

    Der Grund warum Alex Graves zu dem weiter etwas anderes behauptet könnte dann sogar noch sein, dass er die endgültige Fassung noch nicht mal gesehen hat und dies natürlich nicht zugeben wollte. Zusammen mit der Kritik welche die Serie zuvor schon erhalten hatte ist er dann einfach nur von einer Überreaktion ausgegangen. Wobei vielleicht hat er es auch erst bei der Ausstrahlung gesehen und hat versucht es irgendwie noch schön zu reden.

    Das soll die Szene selbst nicht rechtfertigen (habe die Folge noch nicht mal gesehen) sondern nur eine mögliche Erklärung sein wie es dazu unter Umständen gekommen ist.

    • Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ich weiß, dass die Cutter manchmal Scheiße bauen, aber die Szenen sind einfach eindeutig. Sie ächzt, als er in sie eindringt, sie hat offensichtlich Schmerzen, sie bittet ihn wiederholt, aufzuhören. Es gibt wirklich keinerlei Hinweis, dass dies nur ein missglückter Schnitt sein könnte. Die Szenen, die drin sind, wären ja gar nicht gedreht worden, wenn man es einvernehmlich hätte gestalten wollen.

      • Oft werden ja Szenen selbst, wenn sie gelingen mehrmals gedreht um zusehen wie sie unter etwas anderen Umständen wirken. Solange keine Hintergrundinformationen zur Entstehung auftauchen kann ich nicht einschätzen wie wahrscheinlich es ist. Es würde für mich zumindest Sinn machen, denn es gibt da ja auch genug einvernehmliche Sexszenen, da wirkt es unnötig aufwendig und riskant es praktisch komplett umgekehrt zumachen und zu sagen es war eigentlich ganz anders gemeint. Da hätte ich es er verstanden, wenn man es wirklich darüber gerechtfertigt hätte, dass Jamie ein krankes Arschloch ist.

        Meine Theorie steht vielleicht wirklich auf einem Kartenhaus, aber bis es dazu eine andere Erklärung gibt werde ich es so zumindest weiter in Betracht ziehen.

      • Wobei die Kommentare auch nicht gedreht werden während die entsprechende Szene vor dem befragten läuft. Es kann also immer noch zu solchen Diskrepanzen kommen.

        Jetzt nach dem was ich in dem Clip gesehen habe kann ich mir auch vorstellen kann, dass man einfach erwartet hat die Leute würden sich viel mehr über etwas anderes empören. Dabei hat man vernachlässigt den Konflikt in Cerseis zwischen es wollen und dem verständlichen Widerstreben was den Zeitpunkt sowie Ort angeht deutlich genug darzustellen oder hat sich dabei einfach überschätzt.

        Egal was man anders gemacht hätte es wäre immer ein Balanceakt gewesen. Wenn sie zu deutlich ihr Einverständnis zeigt, wirkt es so als ob die Aussicht auf Sex sie alles um sich herum vergessen lässt, wenn sie zu viel Widerstand zeigt wirkt es wie eine Vergewaltigung.

      • Jetzt wäre interessant zu wissen, was da im Drehbuch stand. Wenn man davon ausgeht, dass das Behind-the-Scenes-Video vor Ausstrahlung der Episode (und damit vor den Diskussionen) gedreht wurde (ich weiß es nicht, würde aber vermuten, dass das Ganze auf einmal aufgenommen wird, man wird ja die Beteiligten kaum für Miniauftritte jede Woche während der Staffellaufzeit vor die Kamera zerren), kann man anhand der Kommentare von Benioff und Weiss, die für diese Folge das Drehbuch verfasst haben, wohl auch davon ausgehen, dass die Szene eindeutig als Vergewaltigung geschrieben wurde. „He’s forcing himself on her“ lässt da eigentlich keinen Interpretationsspielraum.

      • Ja, das seh ich auch so:/ Mich würde wirklich interessieren, ob Graves wirklich glaubt, was er da von sich gibt. Es wäre zwar etwas armselig, bewusst zu lügen, aber wenigstens müsste man dann nicht annehmen, dass er wirklich glaubt, das wäre ja alles ganz schön und so.

  2. Ich hab übrigens die Szene im Buch auch als Vergewaltigung gelesen. Zwei Gründe dafür: Zum einen sagt Cersei lange Nein, soweit ich mich erinnere bis zu Penetration. Nach jeglicher No-means-No-Interpretation ist das schon eine Vergewaltigung. Zum anderen ist es aus Jaimes Blickwinkel geschrieben. Der ist nach dem Verlust seiner Hand eher mit sich selbst und seiner neuen Rolle beschäftigt und eher blind für die Belange Anderer, auch Cerseis. Als er nun versucht nach dem Ankommen in Kings Landing wieder mit ihr eine gemeinsame Bindung zu finden mit dem einzigen Mittel, dass ihm einfällt, nämlich Sex, geht das dann schief, ohne dass er merkt. Und „schief“ ist ein Euphemismus für Vergewaltigung, ja. Aber aus seiner Sicht merkt er es nicht mit seiner Ich-Bezogenheit und nimmt sich nicht als Vergewaltiger dar, denn schließlich sehen wir Menschen unsere eigenen Handlungen immer im besten Licht.

    Insofern finde ich die Umsetzung der Serienautoren eher konsequent, ausgenommen natürlich das merkwürdige PR-Geschwafels von Graves.

    Nebenbei: Cersei hat sowohl im Buch als auch in der Serie durchaus Missachtung als auch eheliche Vergewaltigung von Robert erlitten. Obwohl das mehrmals erwähnt wurdest, konntest du sie weiter hassen? Kommt mir ebenso merkwürdig vor wie die Glorifizierung Jamies.

    • Du findest, ich glorifiziere Jaime?

      Cersei hat sich auf ihre Hochzeitsnacht gefreut und war sehr verliebt in Robert, so wie er damals war. Erst später hat sie ihn begonnen zu hassen. Es wird sogar explizit gesagt, dass sie ihm „anders Erleichterung“ verschafft hat, immer wenn er sich in den folgenden Jahren in ihr Bett verirrte. Ich habe hierin keine Vergewaltigung gelesen.

      Und Missachtung? Ja, das schon, aber Missachtung ist nun mal keine Vergewaltigung. Ich sage ja auch nicht, dass Cersei völlig ohne Grund so schlimm ist (der einzige, der in der Reihe ohne Grund böse ist, ist Joffrey, deshalb ist das auch so ein schwacher Charakter, auch wenn er sich fürs leidenschaftliche Hassen besonders gut eignet).

      • „Ich habe hierin keine Vergewaltigung gelesen.“

        http://asoiafuniversity.tumblr.com/post/56486226676/daenerysmotherofderp-since-certain-people-like

        „She wondered what it would feel like to suckle on those breasts, to lay the Myrish woman back and push her legs apart and use her as a man would use her, the way Robert would use her when the drink was in him, and she was unable to bring him off with hand or mouth.” AFFC, pg. 685

        „Those had been the worst nights, lying helpless underneath him as he took his pleasure, stinking of wine and grunting like a boar. Usually he rolled off and went to sleep as soon as it was done, and was snoring before his seed could dry upon her thighs. She was always sore afterward, raw between her legs, her breasts painful from the mauling he would give them. The only time he’d ever made her wet was on their wedding night.“ AFFC, pg. 685

  3. Hab die Bücher auch schon lange vor der Serie gelesen (und verfluche seit dem George R.R. Martin dafür das er sich immer soviel Zeit läßt mit dem nächsten ^^) und daher habe ich wahrscheinlich schon meine eigene Charakterisierung der Personas Dramaticas vorgenommen, die sich mit dem Sehen der Serie auch nicht mehr stark änderte. Ob nun in der Szene eine Vergewaltigung statt fand oder nicht, wußte ich auch nicht mehr genau. Ich stimme dir aber zu, dass für diejenigen, die die Bücher nicht gelesen haben, der Charakter Jamie nun wahrscheinlich ziemlich versaut ist. Irgendwie immer sehr interessant, wenn man sich die Reaktionen von Erst-Sehern/Lesern bei verzwickten Storys vorstellt. Finde das hier auch sehr gut:

    Bei manchen Filmen/Büchern wünscht man sich, es wieder zu ersten Mal zu sehen/lesen.

    Zur Vorsicht eine +++Spoiler-Warnung+++

    “Das wird SO VIELE Diskussionen geben!!!”

    Die sind womöglich auch in der Szene zu erwarten, bei der Cersei die Haare abgeschnitten werden und sie nackt den Gang der Schande durch die Stadt machen muss.

    • Die Szene kann so ohnehin nicht umgesetzt werden. Die Schauspielerin stimmt Nacktszenen ja nicht zu. Aber daran musste ich auch denken… und es bereitet mir Bauchschmerzen, sie so etwas nach dieser Sache erleiden zu lassen. Da hatte ich im Buch Mitleid, obwohl ich sie so hasse.

    • „Die Szene kann so ohnehin nicht umgesetzt werden. Die Schauspielerin stimmt Nacktszenen ja nicht zu.“

      Auf die Nacktszene wird HBO nicht verzichten. Da wird wahrscheinlich ein Nackt-Double für die Rückseite eingesetzt und von vorne wird nur ihr Gesicht von der Kamera gezeigt. Das ist echt schon lächerlich wieviel Titten und Ärsche man da zu sehen bekommt. Gibt es da nicht auch ein Trinkspiel? Beklagen werde ich mich nicht, aber für die Handlung bringt es einfach mal rein gar nix.

      • Es wirkt halt oft so gezwungen und einfach nur pubertär. Ich habe nichts gegen Nacktszenen, solange sie für die Handlung nötig sind. Aber gerade viele Szenen im Puff sind völlig erzwungen und wirklich lächerlich!

        Wenn Trinkspiel, dann vielleicht eher für jedes Mal, wenn jemand „fuck“ oder „cunt“ sagt ^^

  4. Nikolaj Coster-Waldau, der Darsteller von Jamie, merkt übrigens zu dieser Szene an:

    „That’s certainly George R.R. Martin at his best, at his finest hour. [chuckles] I think it’s, well, we talked a lot about it, of course, ‚Is it rape?‘ Their whole relationship has been over all those years has been a physical one and it’s been about catching those moments and their love affair over those years has been condensed to those moments of passion. Everything else has been being in the same rooms and pretending. It’s a weird one. And now … you’ll have to watch the show.They have history, a long history. Nothing is simple. When he says, ‚Why the hell did the gods make me love a hateful woman?,‘ I think that is at the core. A lot of dysfunctional relationships or you’ve seen them where you go, ‚Why the hell did they stay together for so long?‘ ‚Well, we love each other.‘ ‚But it’s f***ed up! It’s just f****d up.‘ Everything here is extreme. That scene is extreme. The emotions, everything is just messed up, and then he just wants to reconnect and becomes that weird thing. If you look closer there are those moments where she — well, I haven’t seen the finished edit, of course — but we tried to have it where she goes into it then she pulls away, she goes in then she pulls away, but of course he is forcing himself.“

    http://www.ign.com/articles/2014/04/22/nikolaj-coster-waldau-on-that-controversial-jaime-cersei-scene-from-game-of-thrones-breaker-of-chains-episode

  5. Pingback: Media Monday #148 | robins urban life stories

  6. Habe ehrlich gesagt deinen Artikel noch nicht ganz zuende gelesen, aber

    „In Folge 3 wird Cersei von ihrem Bruder und (ehemaligen) Geliebten Jaime vergewaltigt.“

    das habe ich ganz genau so gesehen. Die Szene, so wie sie dargestellt und geschnitten ist, lässt hier eigentlich keinen Raum für Interpretationen. Ich glaube den Darstellern und dem Regisseur, dass sie etwas anderes darstellen wollten, dass sie die Ambivalenz der Beziehung einfangen wollten. Sollte das das Ziel gewesen sein, ist es zumindest mit dieser Szene massiv misslungen.

  7. Ich verstehe nicht, warum das so wichtig ist. In Game of Thrones werden permanent Menschen getötet, verstümmelt und entwürdigt. Ist alles nicht o.k. Und es ist ja nicht so, dass Jaime durch diese Tat zum Sympathieträger gemacht wird.

    • @Henner
      Das ist richtig, dennoch sind die Szenen in denen Frauen Gewalt erfahren anders als die „männlichen“, weil sie meist sexuell geframed sind. Nehmen wir die Hatzszene aus S4E3, wo Ramsay Snow hinter seinem Exliebchen her ist. Hier ist er zusammen mit seinem Nochliebchen und ein paar Hunden. Exliebchen und Nochliebchen wurden, soweit ich mich erinnere in S3 eingesetzt um Theon mit Lesbensex zu foltern. Nun wird gezeigt, wie der böse Snow seinen Fetisch befriedigt indem er sie zu Tode hetzt und sie von seinen Hunden zerfleischen lässt.
      Oder Joffrey, der zwei Huren misshandelt und Roz später offscreen tötet.

      Diese Szenen sind nicht notwendig, schon gar nicht in der Form (Roz hat einen Armbrustbolzen im Unterleib stecken!) Wir wissen, dass es böse Charaktere sind, das wird immer wieder gezeigt.
      Diese merkwürdig fetischisierte Art von Gewalt geht ausschließlich gegen Frauen. Und das ist nach einer Weile sehr beunruhigend.

      • Wobei ich mir da vorstellen kann, dass dies nur verwendet wird, weil es eben schon etwas „böser“ wirkt, wenn man einer Frau schreckliche Dinge antut als wenn man die gleichen Dinge einen Mann antut.

      • „Diese merkwürdig fetischisierte Art von Gewalt geht ausschließlich gegen Frauen.“

        Klar, da ja auch nur Männer die Gewalt ausübenden sind. Welche weibliche Sadistin sollte hier denn einen entsprechenden Fetisch zeigen?
        Und welche wirklich böse Frau haben wir denn? Keine vom Schlage eines Joffrey und eines Ramsay.

        Insofern folgt das aus der POSITVEREN Darstellung von Frauen. Cersei hat immerhin gewisse noble Ziele, den Schutz ihrer Kinder (im Buch ist sie da durchaus böser)

      • @resolutenuß
        Was Theon angetan wurde ist schon kaum noch zu toppen. Ebenso Joffreys Verhalten. Es ist jedem Zuschauer klar, dass beide durch und durch widerwärtige Menschen sind, die Szenen ändern also nichts. Oder gab es einen Aufschrei: „Also DAS hätte ich ja Joffrey nicht zugetraut!“
        Es gab keine weitere Charakterentwicklung durch diese Szenen, was sie einfach unnötig macht. Dass es sie trotz knappem Zeitplan gibt, zeigt einfach nur, dass die Macher meinen einen gewissen Voyerismus bedienen zu müssen. Das gilt auch für die Puff Szenen.

        Sansas Beinahe-Vergewaltigung hingegen hatte einen gewissen Zweck, es hat sowohl ihre als auch Cleganes Charakterentwicklung weitergebracht, und aufgezeigt, WIE expendable sie für die Lannisters ist.
        Es gibt einen Unterschied zwischen Darstellung von Gewalt und Darstellung von Gewalt. Die von mir bemängelten Szenen sind ganz nah an torture porn.

        @Christian
        *Insofern folgt das aus der POSITVEREN Darstellung von Frauen. Cersei hat immerhin gewisse noble Ziele, den Schutz ihrer Kinder (im Buch ist sie da durchaus böser)*

        Du bist ernsthaft der Meinung, Cersei werde positiver dargestellt als, sagen wir Tyrion?

        *Klar, da ja auch nur Männer die Gewalt ausübenden sind. Welche weibliche Sadistin sollte hier denn einen entsprechenden Fetisch zeigen?*

        Ich baue da auf Olenna Tyrell ^^

      • Och, Theon hat mir schon echt leid getan, auch wenn er vorher unglaubliche Scheiße gebaut hat. Ich hoffe, er kriegt noch die Gelegenheit, einiges wieder gut zu machen.

        Joffrey ist so eine richtige Ausnahmeerscheinung. Jeder Böse hat normalerweise seine Fans (der Joker, Lord Voldemort etc. pp.), aber Joffrey ist einfach NUR widerwärtig. Mir tut der Schauspieler ein bisschen leid, weil der ein echt cooler Typ zu sein scheint und nur wegen der Rolle viel Hass abbekommen hat ^^

      • „Du bist ernsthaft der Meinung, Cersei werde positiver dargestellt als, sagen wir Tyrion?“

        Ich sage nicht, dass jede Frau positiver dargestellt wird als jeder Mann. Aber doch deutlich positiver. Die beiden größten Hassfiguren, deutliche Sadisten, sind eben Männer. Auch „The Mountain“ fällt in die Kategorie, nach allem, was wir wissen. Die meisten anderen sind „doppelt“ angelegt, zB kann man problemlos Mitleid mit Theon haben, weil er so deutlich zwischen zwei Welten steht und Anerkennung haben will und dabei immer verliert, auch wenn er böses tut. Ich bin aber sicher, dass er eher ein gutes Ende haben wird, nach soviel Leid muss er in irgendeiner Form wieder nach oben kommen.

        Cersei hat allerdings im Buch auch noch so einiges gemacht, was in den Filmen nicht vorkommt.
        ZB bringt sie Melara Hetherspoon um, weil diese Jamie heiraten will, dann läßt sie Tommen seinen Prügelknaben schlagen, weil er Margeary nicht hasst, sie quält Tyrion als kleines Kind.
        Im Buch ist sie aus meiner Sicht auch dümmer, sie plant nicht wirklich sehr strategisch.

        „Ich baue da auf Olenna Tyrell ^^“

        Unwahrscheinlich, dass sie Sadisten ist. Skrupellos, aber keine Sadistin.

      • @marenleinchen:
        Für die Entwicklung sind solche Szenen wirklich nicht von Bedeutung, aber je weiter in der Vergangenheit die Grausamkeiten liegen umso eher sieht ein relativ großer Teil des Publikum darüber hinweg. Bei GoT kann dies sogar besonders schnell passieren, wenn ein andrer Charakter sich von seiner schlimmsten Seite zeigt und es eine lange Pause zwischen den Staffeln gab. Man könnte sagen wer aufhört der Bösewicht zu sein wird mit der Zeit zu einem Antihelden.

        Vielleicht kann man sich das nur schwer vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat. Aber vorallem im Manga/Anime-Bereich sieht man so etwas öfter. Deswegen würde es mich auch nicht überraschen, wenn die in der Tat wie Robin sagt einfach auf diese Szene mit Jaime nicht mehr eingehen und die meisten Fans sich daran mit der Zeit auch nicht mehr stören werden.

        @Robin:
        Also ich habe eigentlich nur positive Reaktionen gegenüber den Schauspieler selbst mitbekommen, auch wenn viele zugeben den Charakter zu hassen. Auf der anderen Seite habe ich aber auch was seine Rolle angeht eine gewisse Beliebtheit vemerkt. Einige scheinen ihn sogar schon als den nächten „Draco in Leather Pants“ zu sehen. Wobei ich jetzt nicht sagen kann wie nah die Verhältnismäßigkeiten da sind.

      • Habe mir letztens nochmal Staffel 3 angeguckt und muss sagen zumindest die Szene mit Ros hatte schon eine gewisse Wichtigkeit. Sie untermauert recht deutlich den düsteren „Chaos ist eine Leiter“-Monolog:

      • @resolute nuss
        Du WAGST es, einer erklärten Synchro Nazisse eine synchronisiertes Video unterzuschieben!??😀
        Ja, wäre es ein Einzelfall würde ich dir zustimmen. Ist es aber nicht.

  8. „Aber offensichtlich sind HBO seine weiblichen Fans egal, wenn sie es zu Anfang jeder Staffel gerade mal 13 Minuten (3. Staffel) bzw. 11 Minuten (4. Staffel) aushalten, bis die erste von Littlefingers Nutten ihre nackten Titten durchs Bild schwingt.“

    Weil weibliche Nacktheit oder die Darstellung einer Prostituierten etwas ist, was Frauen zwangsläufig abschrecken muss?

    • *Weil weibliche Nacktheit oder die Darstellung einer Prostituierten etwas ist, was Frauen zwangsläufig abschrecken muss?*

      Weil es nerviger unnötiger Fanservice ist. Gratuitous nudity wirkt sehr sehr schnell lächerlich.

      • es werden ja beide Geschlechter bedient, gibt ja auch genug nackte Männer.

        und bei Fernsehen ist eben „nervig, unötig und Fanservice“ kein Argument, sondern eine Wertung, die deine Meinung darstellt. Wenn es eben andere Frauen nicht nervt, sondern sie es Männern genauso zugestehen, wie sich selbst zB nackte Männer, dann geht diese Wertung ins Leere.

      • @Robin, vergiss nicht das Bordell mit den akrobatisch veranlagten Möbelstücken, äääääh Männern, in dem alle weiblichen Charaktere abhängen und Pläne schmieden ^^

  9. Filme bestehen aus Bildern und Tönen. Ein Bild/eine Szene, die Gewalt
    ‚ausstrahlen“ soll, wird meist auch durch die Tonspur entsprechend begleitet.
    Soll heißen: Dramatische Musik – böser Mann, Geigengeplänkel – ‚‚charmanter
    Verführer a la James (Bond). Simpel! Beispiel: Die Sexszene zwischen Jack
    Nicholson und Jessica Lange in »The Postman always rings twice« (1982).
    Geigengewimmer. Ist gar keine Musik vorhanden, ist es zu 99% eine gewalttätige
    Szene, d.h. Notzucht, um dieses altmodische Wort mal zu bemühen; Ausnahmen nur im Arthouse, z.B unterstreicht eine mit Dramatik unterlegte ‚‚einvernehmliche“ Sexszene dann das Aufeinanderangewiesensein der Protagonisten. Scheint alles selbstverständlich, oftmals lohnt aber dieser analytische Blick.
    Der Charakter Jaime soll simplifiziert werden (in der Serie).
    Da gehe ich d`accord.

    • Oh, auf die Musik hab ich gar nicht geachtet, ehrlich gesagt. Ich würde jetzt spontan behaupten, es gab keine, aber dazu müsste ich es nochmal sehen.

      Ich würde das aber nicht „Simplifizierung des Charakters“ nennen. Er ist einfach… ja, kaputt. Anders kann ich das nicht nennen😦

  10. Ich verstehe die Aufregung immer noch nicht. Jaime merkt das Cercei eine echt übles Miststück ist ( verlangt den Bruder zu töten ) und macht den Ragefuck ( Vergewaltigt sie ). Ergibt Sinn ( nicht in Ordnung, ich weiß ) in der Storyline.

    Wie sollte man Cercei für ihr Arschlochhaftes Gebaren „moralisch bestrafen“ ( ich halte nichts von diesem Karma-Gerechtigskeitgedöns in Geschichten aber mich fragt ja niemand ) ohne das sie Stirbt?
    Warum kann man Cercei nicht mehr hassen. Wurde sie zu einem Engel vergewaltigt? Warum wird immer so getan als ob Vergewaltigung eine schlimmere Sache sei als Mord/Totschlag? Jaime als Symphatieträger? Er hat einen kleinen Jungen vom Turm gestoßen ( in der Hoffnung auf den Tod des Lüdden ) und ihr redet über eine Vergewaltigung? Offensichtlich darf ein schöner Mann mehr als andere ( töten von Verwandten, töten von Unschuldigen) , aber bei einer Vergewaltigung hört bei Robin der Spaß auf ( ein wenig Polemik, sry ).

    Zu den Titten. Die Serie kommt aus den U.S.A und läuft gegen Knete. Die Prüderie der Amis steigert den Marktwert der Sendung mit jeder Titte, Schwanz und Arsch. Die einzigen die sich hier über das viele ( weibliche )Fleisch beschweren sind die Feministen. Einige dieser fühlen sich von nackter Frauenhaut wohl bedroht. Über die nackten Typen fällt mir nur das hier ein:

    Ich hoffe meine Überlegungen, Meinung und Fragen schaffen den Filter.

    tot de volgende keer.

    • „Ich verstehe die Aufregung immer noch nicht. Jaime merkt das Cercei eine echt übles Miststück ist ( verlangt den Bruder zu töten ) und macht den Ragefuck ( Vergewaltigt sie ). Ergibt Sinn ( nicht in Ordnung, ich weiß ) in der Storyline.“

      Äh, ja. Ergibt total Sinn. Wenn man der Meinung ist, dass dies eine legitime Reaktion auf eine hysterische Mutter ist, deren Sohn gerade getötet worden ist O.O

      „Wie sollte man Cercei für ihr Arschlochhaftes Gebaren “moralisch bestrafen” ( ich halte nichts von diesem Karma-Gerechtigskeitgedöns in Geschichten aber mich fragt ja niemand ) ohne das sie Stirbt?“

      Woher willst du wissen, dass sie am Ende NICHT stirbt?!

      „Warum kann man Cercei nicht mehr hassen. Wurde sie zu einem Engel vergewaltigt? Warum wird immer so getan als ob Vergewaltigung eine schlimmere Sache sei als Mord/Totschlag? Jaime als Symphatieträger? Er hat einen kleinen Jungen vom Turm gestoßen ( in der Hoffnung auf den Tod des Lüdden ) und ihr redet über eine Vergewaltigung? Offensichtlich darf ein schöner Mann mehr als andere ( töten von Verwandten, töten von Unschuldigen) , aber bei einer Vergewaltigung hört bei Robin der Spaß auf ( ein wenig Polemik, sry ).“

      1. Schöner Mann? Meh.
      2. Ich habe mehr als ausführlich dargelegt, wieso das in diesem Fall verwerflich ist, und ich habe auch nicht den Eindruck erweckt, dass Jaime ein Engelchen war am Anfang, im Gegenteil!

      „Zu den Titten. Die Serie kommt aus den U.S.A und läuft gegen Knete. Die Prüderie der Amis steigert den Marktwert der Sendung mit jeder Titte, Schwanz und Arsch. Die einzigen die sich hier über das viele ( weibliche )Fleisch beschweren sind die Feministen. Einige dieser fühlen sich von nackter Frauenhaut wohl bedroht. Über die nackten Typen fällt mir nur das hier ein:“

      1. Es fällt eben NICHT nur Feministinnen auf, weil es einfach völlig übertrieben ist!
      2. Oh, DANKE für dieses Video! Ich hatte überlegt, wie ich South Park einbauen kann, aber es war eh schon so lang. Das ist einfach ein unglaublich plastisches Beispiel dafür, wie völlig aufgeregt die gesamte Bagage reagiert, wenn tatsächlich auch mal ein nackter Mann zu sehen ist statt nur sehr, sehr viel nackter Frauen. Willst du ernsthaft behaupten, das hielte sich auch nur ansatzweise die Waage?
      Darüber hinaus bin ich immer noch nicht sicher, ob Trey Parker und Matt Stone das nicht eher satirisch gemeint haben. So einen Tunnelblick kann man doch eigentlich nicht haben. Wie oft waren in der Serie Schwänze zu sehen – fünfmal oder so?

      „Ich hoffe meine Überlegungen, Meinung und Fragen schaffen den Filter.“

      Den bösen, bösen Femifilter *augenroll*

      • Erstmal moinsen und das mit dem „bösen, bösen Femifilter *augenroll*“ ist so eine Sache. Viele meiner Kommentare haben nie das Licht des öffentlichen Internets gesehen, wobei ich an diesem Blog in diesem Punkt überhaupt nichts zu bemängeln habe wie mir hier bewiesen wurde.

        Äh, ja. Ergibt total Sinn. Wenn man der Meinung ist, dass dies eine legitime Reaktion auf eine hysterische Mutter ist, deren Sohn gerade getötet worden ist O.O

        Legitim? Wer sagt denn das? Es ist aber nachvollziehbar das in einer Liebesbeziehung die zu einer Hassliebe wird die Impulse extrem irrationale Wege gehen können. ( eigene Interpretation folgt) : Jaime merkt das Cercei nur ihr Spiegelbild in ihm liebt. Das Spiegelbild ist zerbrochen und er hat das kürzere Ende gezogen. Das machte ihn so wütend das ihm alles Scheißegal war ( „i don’t care“ ) und Cercei vergewaltigte. Also ja, der Storyline kann ich folgen, auch wenn ich damit nichts legitimieren wollte noch sagen wollte das dies meine Meinung oder Vorgehensweise wäre. Das kam von deiner/ihrer Seite. Es besteht ein Unterschied zwischen Nachvollziehbarkeit und Zustimmung.

        „Woher willst du wissen, dass sie am Ende NICHT stirbt?!“

        Keine Ahnung. Ich habe die Bücher nicht gelesen und noch IST sie ja am Leben. So what? Aber viele im Publikum möchten den Schurken in irgendeiner Weise leiden sehen und darauf habe ich mich mit dem Karmakram bezogen. Es gefällt mir nicht, aber es ist eine Realität das die meisten Drehbücher/Bücher ohne ( unter Anderen ) diesen alten Erzählertrick nicht auskommen.

        „1. Schöner Mann? Meh.“

        Der Schauspieler soll laut Vorlage einen sehr schönen Mann spielen. Ich habe angenommen das wäre der Faktor der ihn zu deinem/ihren Sympathieträger gemacht hat.

        „2. Ich habe mehr als ausführlich dargelegt, wieso das in diesem Fall verwerflich ist, und ich habe auch nicht den Eindruck erweckt, dass Jaime ein Engelchen war am Anfang, im Gegenteil!“

        Und in der Liste der Verbrechen die in der Serie begangen wurden findest du/sie die Schändung der Regentin durch einen jovialen Killer als so hervorstechend das diese Szene die halbe Serie ruiniert? Ich kriege das nicht auf die Reihe. Die Serie lebt doch vom schmutzigen, rauen und bösartigen Flaire.

        „1. Es fällt eben NICHT nur Feministinnen auf, weil es einfach völlig übertrieben ist!“

        Und wer beschwert sich sonst noch darüber? Die Religiösen? Zucht und Ordnung-Biedermeier ala
        https://www.youtube.com/watch?v=PDBjsFAyiwA ?
        Alle anderen haben kein Problem mit der Haut aber es wäre ein witziges Projekt das Hautverhältnis der Geschlechter zu ermitteln.
        Wie oft ist ein sekundäres Geschlechtsmerkmal ( Bärte, Brüste ) offen zu bewundern, wie oft Primäre? Auf der anderen Seite könnte man auch den Sexualdimorphismus des Menschen in betracht ziehen.

        2. Oh, DANKE für dieses Video! Ich hatte überlegt, wie ich South Park einbauen kann, aber…….

        äääh, bitte? Dennoch denke ich mir das die beiden sich eher genauso wie ich gewundert haben wie „nice and soft, not errect“ dort unten alles bei den Jungs ist, statt sich die Gefühle der Unsicherheit vom Herzen zu schreiben. Und von welcher Bagage ist hier die Rede? Links zu Artikeln mit Unmut über Penisse im Pay-TV würden meinen Lachstapel bereichern.

        „Wie oft waren in der Serie Schwänze zu sehen – fünfmal oder so?“

        Wie oft haben wir in der Serie Mösen zu sehen bekommen? Ich verlange eine Egalitäre Darstellung von allen Geschlechtsteilen in Beleuchtung, Gewicht, Ästhetik, Winkel, Ethnie, Religionen ( die Feuerpriesterin steht allein in weiter Flur ) und Häusern. Erst dann werden wir ein optimiertes GoT genießen können.

        „Wie soll denn eine Frau in dieser Gesellschaftsordnung überhaupt in eine Position kommen, die Sadismus wie diesen ermöglicht?“

        Antwort: Elisabeth Báthory.

        Zitat Christian:“Weil weibliche Nacktheit oder die Darstellung einer Prostituierten etwas ist, was Frauen zwangsläufig abschrecken muss?“

        „Warum kann man Cercei nicht mehr hassen?“

        „Warum wird immer so getan als ob Vergewaltigung eine schlimmere Sache sei als Mord/Totschlag?“

        Die drei Fragezeichen harren einer Antwort.

        Ich wünsche einen guten Tag

      • „Erstmal moinsen und das mit dem “bösen, bösen Femifilter *augenroll*” ist so eine Sache. Viele meiner Kommentare haben nie das Licht des öffentlichen Internets gesehen, wobei ich an diesem Blog in diesem Punkt überhaupt nichts zu bemängeln habe wie mir hier bewiesen wurde.“

        Vielleicht steigen deine Chancen, wenn du aufhörst, eine Vergewaltigung als „Ragefuck“ zu bezeichnen o.O

        „Legitim? Wer sagt denn das? Es ist aber nachvollziehbar das in einer Liebesbeziehung die zu einer Hassliebe wird die Impulse extrem irrationale Wege gehen können.“

        Du schreibst, dass es Sinn macht, also legitimierst du es im filmischen Kontext. Ich aber habe lang und breit dargelegt, warum es KEINEN Sinn macht, weder für die Storyline, noch für die Charakterentwicklung.

        „Keine Ahnung. Ich habe die Bücher nicht gelesen und noch IST sie ja am Leben. So what? Aber viele im Publikum möchten den Schurken in irgendeiner Weise leiden sehen und darauf habe ich mich mit dem Karmakram bezogen. Es gefällt mir nicht, aber es ist eine Realität das die meisten Drehbücher/Bücher ohne ( unter Anderen ) diesen alten Erzählertrick nicht auskommen.“

        Und du meinst tatsächlich, neben all ihren idiotischen Ausfällen ist die Forderung im Angesicht ihres toten Sohnes, Tyrion zu töten, den Menschen, den sie für den Mörder ihres Sohnes hält, so unglaublich wenig nachvollziehbar, dass sie direkt bestraft gehört?
        Viele der „Bösen“ sind noch nicht „bestraft“, die Reihe ist ja auch noch nicht zu Ende. Aber nee, Cersei gehört sofort zur Räson gefickt. Alles klar!!

        „Der Schauspieler soll laut Vorlage einen sehr schönen Mann spielen. Ich habe angenommen das wäre der Faktor der ihn zu deinem/ihren Sympathieträger gemacht hat.“

        Ja, weil ich ein zwölfjähriges Mädchen bin, das sonst nur Disney kuckt, wo die Bösen immer hässlich und die Guten immer schön sind. Meine Güte. Ich finde den Schauspieler nicht mal attraktiv.

        „Und in der Liste der Verbrechen die in der Serie begangen wurden findest du/sie die Schändung der Regentin durch einen jovialen Killer als so hervorstechend das diese Szene die halbe Serie ruiniert? Ich kriege das nicht auf die Reihe. Die Serie lebt doch vom schmutzigen, rauen und bösartigen Flaire.“

        Wie oft soll ich denn noch sagen, dass es weder um die dargestellte Gewalt, noch um eine Vergewaltigung per se geht? Ich habe diesen Vorfall in einen Kontext gesetzt und DAS ist das Ruinierende.

        „Und wer beschwert sich sonst noch darüber?“

        Es fällt jedem auf, weil es in dieser Häufung so unglaublich lächerlich ist. Dass sich kleine Nerdboys nicht darüber beschweren, ist indes klar, aber es schmälert dennoch die Qualität der Serie.

        „Wie oft ist ein sekundäres Geschlechtsmerkmal ( Bärte, Brüste ) offen zu bewundern, wie oft Primäre? “

        BÄRTE?! Ernsthaft?!
        Mich würde das genaue Zahlenverhältnis auch interessieren, aber man muss sich nicht die ganze Serie nochmal ansehen, um zu wissen, dass es niemals auch nur annähernd ausgeglichen ist.

        „äääh, bitte? Dennoch denke ich mir das die beiden sich eher genauso wie ich gewundert haben wie “nice and soft, not errect” dort unten alles bei den Jungs ist, statt sich die Gefühle der Unsicherheit vom Herzen zu schreiben. Und von welcher Bagage ist hier die Rede? Links zu Artikeln mit Unmut über Penisse im Pay-TV würden meinen Lachstapel bereichern.“

        Ähm, was ist jetzt dein Punkt? Dass die Schwänze nicht hart sind? Das darf man im TV nicht zeigen, auch HBO nicht. Genauso wenig wie innere Schamlippen bei Frauen. Das wäre dann schon Pornographie.
        Ich habe gemutmaßt, dass sich Parker und Stone vielleicht auf diese Art drüber lustig machen, dass zwei, drei Penisse direkt so außergewöhnlich wirken, dass sie sogar als dominierend wahrgenommen werden. Aber vielleicht haben sie das auch ernst gemeint. Manchmal sind beide überraschend blöd.

        „Wie oft haben wir in der Serie Mösen zu sehen bekommen? Ich verlange eine Egalitäre Darstellung von allen Geschlechtsteilen in Beleuchtung, Gewicht, Ästhetik, Winkel, Ethnie, Religionen ( die Feuerpriesterin steht allein in weiter Flur ) und Häusern. Erst dann werden wir ein optimiertes GoT genießen können.“

        Wir drehen uns hier im Kreis. Du kamst mit Schwänzen an und meintest, das wäre ja so total gleichberechtigt, ich sagte, dass es nicht so ist. Jetzt wirfst du mir vor, dass es nicht gleichberechtigt ist. Hallo?

        „“Wie soll denn eine Frau in dieser Gesellschaftsordnung überhaupt in eine Position kommen, die Sadismus wie diesen ermöglicht?”

        Antwort: Elisabeth Báthory.“

        Oh, hilf mir mal auf die Sprünge. Fällt die unter den Zuständigkeitsbereich von Highgarden oder gehört sie doch zum Hause Lannister?

        „Die drei Fragezeichen harren einer Antwort.“

        Unverständlich, denn deine Fragen habe ich bereits im Artikel beantwortet.

  11. Zitat: „In Folge 3 wird Cersei von ihrem Bruder und (ehemaligen) Geliebten Jaime vergewaltigt. Ich konnte erst nicht glauben, dass dies wirklich passiert. Fassungslos wartete ich während der ca. zweiminütigen Szene auf irgendetwas, was diese Grässlichkeit stoppen würde. Aber es passierte nichts. Und kaum wurde abgeblendet, schlug ich die Hände über den Kopf zusammen und stöhnte: “Das wird SO VIELE Diskussionen geben!!!”“

    Ach Herrje. Bist Du jetzt vollkommen in die Filterbubble des Empörungs-Feminismus abgedriftet, Robin? Ich dachte Du hättest Abitur?
    So alle anderen Verbrechen, egal wie schlimm, irgendwo unten, dazwischen lange nix, und ganz oben als Schrecklichstes aller Verbrechen, die Vergewaltigung … ist das jetzt Dein Weltbild? Echt?

    • Sag mal, hast du den Artikel gelesen? Irgendwie nicht, ne? Mir wird das langsam langweilig, solche Fragen zu lesen, die ich eigentlich schon im Artikel beantwortet habe.

      • Ich hab das Gefühl hier sind einige nicht weiter als bis zum Zitierten gekommen sind.
        Anders kann ich mir nicht erklären das sie nicht erkennen das du im Grunde nicht eine Vergewaltigung an einer Frau kritisierst (dann hättest imho GoT schon viel früher kritisieren müssen), sondern die Abänderung einer Situation kritisierst welche das Bild eines Charakters vom Buch stark beeinflußen könnte.

        Ansonsten weiß ich wieso ich aufgehört habe die Serie zu schauen und kann deinem Gefühl nur widersprechen das die Serie abseits mancher Alter irgendwo wesentlich besser gewesen wäre.
        Aber jedem halt seine Meinung.

      • Ich habe mir auch wirklich viel Mühe gegeben, nicht den Eindruck zu erwecken, ich wäre nur wegen einer Vergewaltigung hysterisch – da er ja auch falsch ist. Wenn gewisse Leute es aber jetzt immer noch nicht checken, weiß ich nicht mehr was ich noch sagen soll:/ Ich habe jedenfalls keinen Bock, alles zehnmal zu erklären.

  12. Ich denke hier wird ein wesentlicher Punkt nicht beachtet. Der Rape wird von Feministas aus der heutigen Perspektive betrachtet und gewertet. Sie hat Nein gesagt, er macht trotzdem weiter. Bis zum Schluss ist kein Einverständnis erkennbar. Das ist Vergewaltigung. Ob das im Rahmen einer Ehe passiert oder nicht, ist weitestgehensd egal. Das ist der Grund für die gesetzliche Einführung dieses Tatbestands gewesen.
    Daher ist die Aktion in GoT aus heutiger Sicht eindeutig rape. Das Problem ist nun das Feministas diese heutige Sicht anlegen, viele Fans von GoT, die Produzenten und einige Maskulistas wie z.B. allesevolution und dessen Kommemtatoren, aber eine Historische, in der sie sowas nicht als Vergewaltigung sehen,.
    Diese unterschiedliche Sichtweise wird nicht beachtet und offenbar gegenseitig auch nicht verstanden und führt zu verständlicher Wut einerseits und zu blankem Unverständnis andererseits.

    • Ungeschickt, ausgerechnet einer Geschichtsstudentin mit der historischen Perspektive zu kommen, zumal ich über das Frauenbild im Mittelalter auch noch eine Arbeit geschrieben habe. Es wird immer so getan, als hätte es Vergewaltigung als Straftatbestand im Mittelalter nicht gegeben, aber das ist schlicht nicht wahr. Bedenkt man jetzt noch, dass die beiden Bruder und Schwester sind, wäre diese Szene auch im Mittelalter aufs Schärfste verurteilt worden.

      Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass es viele Fans nicht als Vergewaltigung sehen. Ich habe bisher KEINEN Apologeten gelesen, der nicht gleichzeitig Maskulist/Antifeminist war. Letzteren sind sämtliche Argumente selbstverständlich völlig egal, solange sie nur Feministinnen bashen können. Und die Produzenten? Die haben ja nicht gesagt „Es ist keine Vergewaltigung, weil das ein ganz anderes Setting ist und nicht an modernen Maßstäben gemessen werden kann“, sondern der Regisseur sagte ganz klar, dass es keine Vergewaltigung ist, weil es am Ende einvernehmlich wird. Das ist, zum tausendsten Mal, einfach nicht wahr.

  13. Ungeschickt, ausgerechnet einer Geschichtsstudentin mit der historischen Perspektive zu kommen, zumal ich über das Frauenbild im Mittelalter auch noch eine Arbeit geschrieben habe.

    Das heißt erstmal noch gar nichts. Dass du das Geschehen trotzdem nicht einordnen kannst, hast du ja unter Beweis gestellt.

    Es wird immer so getan, als hätte es Vergewaltigung als Straftatbestand im Mittelalter nicht gegeben, aber das ist schlicht nicht wahr. Bedenkt man jetzt noch, dass die beiden Bruder und Schwester sind, wäre diese Szene auch im Mittelalter aufs Schärfste verurteilt worden.

    Ja, aber aus einem ganz anderen Grund.
    Vergewaltigung unter Eheleuten/ sich Liebenden war aber damals noch eher ein Widerspruch in sich, und das gilt insbesondere für GoT, diese Rezeption müsste einem als Leser der Bücher eigentlich bewusst sein. Es ist völlig undenkbar, dass eine aus heutiger Sicht durch ihren Liebhaber „vergewaltigte“ Frau damals auf die öffentliche Ächtung dieser Tat hoffen konnte. Eine Frau wusste zu dieser Zeit, dass sie sich den Trieben „ihres“ Mannes zu fügen hatte.
    Die Liebe zwischen Jamie und Cercei ist grundsätzlich zutiefst verboten und „verdorben“, ebenso wie es die Charaktere sind, trotz Jamies character arc, er ist zu keinem Zeitpunkt ein durch und durch Guter und moralisch handelnder Mensch, wie du ihn in deiner verzerrten Blümchenwelt siehst. Seine Wertvorstellungen sind weitaus differenzierter und fügen sich ganz bestimmt nicht in deine feministische Kleinmädchenwelt ein, nur weil er prinzipiell „anti rape“ ist.

    Die besagte Szene lässt ja auch offen, was Cercei wirklich empfindet. Im Buch machen ihre Äußerungen klar, dass sie in das, was nach feministischer Definition schon eine Vergewaltigung war, plötzlich doch noch einstimmt.
    In der Serie wird dies offen gelassen, bzw lässt viel Interpretationsspielraum.
    Hätte man es als eindeutige Vergewaltigung darstellen wollen, hätte sich die Ablehnung ja weiter gesteigert und die Situation wäre eskaliert. Es ist aber keine heulende Cercei zu sehen und wenn man für die nächste Folge mit einer traumatisierten Cercei gerechnet hat, zeigt das wohl dass man sich in die Charaktere nicht wirklich reinversetzen kann.
    Es hatte also wohl dramaturgische Gründe, dass man die konsensuellen Anteile ihres _Verhaltens_ (nochmal: ihre _Gedanken_ und Gefühle bleiben eh verborgen in diesem perversen Akt) kaum bis gar nicht gezeigt hat.
    Man wollte der Szene eben mehr Dramatik und „Shades of Grey“ verleihen als bloßes „also du Schlimmer du, HIER doch nicht..achja doch, gib’s mir, du Schlingel“. Im Buch lässt sich die Ambivalenz einfach besser darstellen, denn dort wurde klar, dass Jamie sie sehr triebhaft und rücksichtslos nimmt, sie erstmal „überhört“.
    Würde man die Szene nur mit den Handlungen und Zitaten aus dem Buch umsetzen, wirkt das wohl zu sehr wie blindes Verständnis (denn solche Sexszenen gibt es oft, in Filmen aber auch in der Realität, aber davon weißt du wohl wenig)…dieses blinde Verständnis gab es hier aber nicht, und das war filmisch zumindest aus Sicher des Regisseurs nicht umsetzbar.

    Man kann ja bemängeln, dass die Diskrepanz zum Buch hier zu groß wird.

    Es ist aber bereits erklärt wurden, warum das Verhältnis zwischen Jamie und und Cercei nach seiner Rückkehr in der Serie ganz anderes nachgezeichnet wird, ja werden muss, auch das muss man vor allem berücksichtigen.

    Wenn du glaubst, Jamie sei im aktuellen Zustand seiner Charakterentwicklung nicht imstande, schreckliche Taten und auch Morde zu begehen, dann hast du ihn nicht verstanden.
    Der Grund, dass er eine Frau nicht im klassischen Sinne vergewaltigen würde, liegt nicht in seinem neu entdeckten Bekenntnis zu Menschenrechten und universeller Ethik, sondern seinem Verständnis von Ehre (hier könnte man jetzt anknüpfen an den altbekannten Diskurs, inwieweit Jamie Lannister und sein eigener Ehrbegriff von Beginn an missverstanden werden)

    Es wird qualitativ ein riesiger Unterschied zwischen der Buchszene und der Filmszene herbeikonstruiert, der gerade aus feministischer Sicht wenig Sinn macht. Nach der ist beides Vergewaltigung, denn „No means No“.

    Dass der Unterschied hier kategorischer Natur wäre (angeblicher Bruch in Jamies Charakterentwicklung, den du behauptest), hat dann eben doch mit einem feministisch entgrenzten, und dennoch kategorisch-rigiden Verständnis von Vergewaltigung zu tun.

    Eine Vergewaltigung aus Sicht der Beteiligten gäbe es aber allenfalls (wenn überhaupt, sie sind ja ein Liebespaar), wenn Cercei über den kompletten Akt hinweg unwillig gewesen wäre.
    Da der komplette Akt, das unmittelbare Danach aber nicht gezeigt wurde, ist die beanspruchte Deutungshoheit „es war DEFINITIV eine Vergewaltigung!!1“ aber sowieso Mumpitz. Nicht umsonst sagen Schauspieler, es wäre am Set wild diskutiert worden.

    Jemand, der sich die Szene nicht unter falschen Prämissen anschaut, geht auch nicht zwingend davon aus, dass Cercei sich in der nächsten Folge als Vergewaltigungsopfer empfindet.
    Es bleibt in der Szene offen und erwartungsgemäß wird die Situation nachfolgend von den Figuren auch nicht als Vergewaltigung gewertet.

    Ich bin sehr froh, mir die Bücher und die Serie nicht durch dein ideologisches Brett ansehen zu müssen.
    Da kann man nur ständig enttäuscht werden.

    • Ein ideologisches Brett hast wohl eher du vorm Kopf, wenn du offensichtlich nicht in der Lage bist, den Artikel richtig zu checken, denn etwas, was von einer Feministin aus ihrer „Kleinmädchenwelt“ kommt, kann ja nur scheiße sein, ne? Anders lässt sich nicht erklären, wie du darauf kommst, ich würde Jaime als Lichtgestalt beschreiben. Und deine Verbohrtheit ist offensichtlich so groß, dass du eine Vergewaltigung nicht erkennst, wenn sie passiert – aber ich vergaß, so etwas gibt es innerhalb einer Liebesbeziehung ja nicht, ne?!

      Tob deine antifeministische Hetze demnächst woanders aus. Ich habe es nicht nötig, mich so völlig uninspiriert auf meinem eigenen Blog beleidigen zu lassen. Fick dich und Tschüss.

  14. „Eine Vergewaltigung aus Sicht der Beteiligten gäbe es aber allenfalls (wenn überhaupt, sie sind ja ein Liebespaar), wenn Cercei über den kompletten Akt hinweg unwillig gewesen wäre.“

    Ganz, ganz bitter. Echt schwerst gestört – kann nicht so ganz glauben, dass das im Jahre 2014 in Deutschland geschrieben worden sein soll.

  15. Pingback: Männer als Opfer, Frauen als Täter und warum das eigentlich gar nichts mit Game of Thrones zu tun hat | robins urban life stories

  16. Pingback: Media Monday #155 | robins urban life stories

  17. Du hasst Cersei echt? Ging mir noch nie so. Sie ist doch eine der vielen sehr facettenreichen Figuren, aber durchaus interessant. Und irgendwie auch tragisch. Erst ist sie verheiratet mit einem Vollarsch, der sie mies behandelt, schlägt und hundertfach betrügt. Sobald es aber darum geht, dass sie selbst eine außereheliche Beziehung hat, ist ihr Leben und das ihrer Kinder massiv in Gefahr. Darum ist es aus ihrem Blickwinkel absolut logisch, dass sie jeden aus dem Weg räumt, der ihrem Geheimnis zu nahe kommt. Sie ist grausam (wie so viele in GoT) aber nicht grundlos grausam wie Joffrey oder Ramsay. Sie behandelt Sansa halbwegs ordentlich und auch Rob Starks Hinrichtung hat nicht sie initiiert sondern Joffrey. Ihr geht es im Prinzip (zumindest in der Serie) immer nur darum, jeden Mitwisser aus dem Weg zu räumen, um sich und ihre Kinder zu schützen. Außerdem finde ich die Szene, in der sie über ihre Kinder und über Joffrey als Kleinkind spricht eine der rührendsten der ganzen Serie..

  18. Heute musste ich an diese Diskussion denken (bezüglich weiblicher Grausamkeit). Mir ist nämlich aufgefallen, dass Lady Melisandre schon länger und nun ganz besonders bei mir auf ungefähr einer Stufe mit Ramsay Bolton rangiert. So eine kalte, fiese, feige, hinterfotzige Intrigantin, die „ihrer Sache“ andauernd mit Genuss und sehr grausam Menschenleben opfert. Geht es noch jemandem so? Ich finde, in ihr hat die Serie durchaus ein weibliches Gegenstück zu Ramsay.

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