Media Monday #149

Es ist mal wieder Media Monday!

1. Könnte ich die Filmfiguren aus Misfits (jaaa, das ist eine Serie…) im wahren Leben einmal treffen, müsste ich sie unbedingt einmal fragen, warum sie verdammt noch mal 1. ihre Superkräfte nicht versuchen trainieren und 2. kein Kapital daraus schlagen (Seth ausgenommen). Ich weiß, so etwas tun Superhelden nicht, aber diese Leute sind ja keine Helden, sondern (laut Selbstaussage) Assis. Aber es ist eine Sache, ein Assi zu sein, und eine völlig andere, so komplett unfähig zu sein. Ich meine, was hält sie denn bitteschön davon ab?

2. Das Franchise von Spider-Man möge man bitte schnellstmöglich beerdigen, weil ich den letzten Film grottig fand (für den aktuellen hatte ich noch keine Zeit), ich es aber wahnsinnig gerne sehen würde, wie Spider-Man bei den Avengers auftaucht und was Joss Whedon damit anfangen würde. Das geht ja momentan nicht, weil die Rechte für beide Marvel-Franchises bei unterschiedlichen Inhabern liegen.

3. Wenn die Zeit nicht immer so knapp wäre, hätte ich schon längst einen Blick auf diverse neuere Serien geworfen, aber gerade, wenn ich gestresst oder müde bin, habe ich einfach nicht die Nerven, etwas neues anzutesten, zumal man einer Serie immer ein paar Folgen Zeit geben muss, bis erkennbar ist, in welche Richtung das eigentlich geht. Aber das ist mir oft zu anstrengend. Lieber knall ich dann irgendeine alte Folge eines Klassikers rein (Simpsons, South Park und so), die ich schon tausendmal gesehen habe.

4. Am meisten in Filmen nervt mich ja die Klischeefigur des flippigen, kräsy Girlie wie zum Beispiel in New Girl (jaaa, das ist eine Serie…) , weil es schlicht so dämlich ist. Es wird meist kein Grund geliefert, warum die Person so bescheuert ist, und dass sie trotzdem jeder mag – GERADE weibliche Figuren – läuft meiner Beobachtung der Realität zuwider. Meist sind das einfach nur irgendwelche Tussis, die aus irgendeinem Grund (im Ernst… Drogen?) völlig überdreht sind und damit… ja, halt nerven. Warum soll ich eigentlich erklären, warum etwas nerviges nervig ist?

5. Almanya hat mich tief bewegt, weil der Film gleichzeitig so schön und lustig als auch megatraurig ist. Er hat mich wieder an den Verlust meines Opas denken lassen und daran, wie sehr ich es vermisse, eine richtige Familie zu haben. Pures Triggermaterial, das kann ich mir leider nicht oft ansehen.

6. Hätte man mich bei How I met your Mother ein Wörtchen mitreden lassen, hätte ich vermutlich die Serie schon viel früher beendet, weil sie, wie die meisten erfolgreichen Serien, am Ende totgelaufen war. Lieber ein früheres, dafür fulminantes Ende, als eines, für das sich selbst viele ehemalige Fans kaum noch interessieren, weil die Qualität in der Zwischenzeit so abgenommen hat. Und das Ende selbst hätte ich komplett anders gemacht. Mir war schon vor Jahren klar, dass DIESES Ende kommen wird, wollte es aber, je weiter die letzte Staffel fortschritt, die sich so bemüht hat, Sympathien für die Mutter zu erzeugen, einfach nicht glauben, bis es dann tatsächlich kam. Und auch, wenn es schon in der allerersten Folge angelegt worden war, hätte ich als Verantwortliche irgendwann die Reißleine gezogen, „Scheiß auf dramaturgischen Sinn“ gesagt und ein schöneres Ende veranlasst. Die meisten hätten eh nicht gemerkt, dass alles andere schlicht nicht logisch gewesen wäre, solange das Finale nur toll ist.

7. Zuletzt gelesen habe ich Mirage von Matt Ruff (ja, tatsächlich bin ich es endlich angegangen und sogar schon durch!) und das war empfehlenswert, weil es ein schönes Plädoyer für religiöse Toleranz ist. Die Story zeigt wunderbar, dass jede (Welt)Religion ihre Schattenseiten hat und es eigentlich nur purer Zufall ist, dass der friedliche Aspekt des Christentums innerhalb dieser Religion zum jetzigen Zeitpunkt dominiert, während dies beim Islam momentan anders erscheint. Gleichzeitig sagt das Buch klipp und klar: Arschlöcher bleiben Arschlöcher, egal was für eine Religion sie sich anheften. Das kann ich nur aus vollem Herzen bejahen.

20 Gedanken zu “Media Monday #149

  1. Zu 2:
    Es wär nicht nur bei Spiderman schön wenn es seinen Weg zurück zu Marvel finden würde. Auch bei den X-Men wäre es schön. Aber ich denke Marvel/Disney wird immer wieder prüfen ob sie nicht die Filmrechte an den bestlaufenden Comicreihen zurückkriegen können.
    Ich weiß nicht wie, aber Joss Whedon ist einfach super wenn es darum geht auch Nebencharaktere „cool“ erscheinen zu lassen.

    Zu 4:
    Zählt darunter nicht im Grunde auch Annie in Community?
    Ich denke die Crazy Girls haben ihren Platz, aber eben als Crazy Girls und nicht als Protagonisten die man mögen soll. Doug Hefernan ist eine gute Nebenfigur, aber für mich beispielsweise ein vollkommen unleidlicher Protagonist. Und so find ich eine Annie in Community super oder einen, könnte mir aber keine Serie vorstellen mit ihr als alleinige Protagonistin.
    Ich weiß immer noch nicht was diverse Serien die momentan auf Pro7 kommen überhaupt sollen. Oder wieso wir mittlerweile die 100ste CSI Serie haben…

    • Ja, bei X-Men wäre es auch schön, allerdings finde ich das nicht so akut, weil „First Class“ so geil gewesen war und ich auch sehr große Hoffnungen in „Days of Future Past“ setze. Der Trailer sieht jedenfalls ultrageil aus. Solange sie so gute Filme machen, ist es nicht sehr tragisch, dass die Franchises getrennt bleiben.

      Annie ist ja das komplette Gegenteil von Jess. Sie ist total überspannt und wirkt deshalb so bekloppt. Sie ist nicht crazy (und schon gar nicht kräzy), sondern eher wirklich ein bisschen insane. Das sind zwei völlig verschiedene Charaktere.

      • X-Men ist an sich sicherlich ganz gut gemacht. Gleichzeitig bin ich als Deadpool Fan eben ein wenig verstimmt was Wolverine anging bzw. dem Dort gezeigten Deadpool und das man dort wieder lieber auf Nummer sicher geht und ein Deadpool Film zurückzuhalten scheint.

        Ahh okay langsam verstehe ich erst was du mir Kräzy meinst.

  2. Zu 4.: Meinst du so Charaktere wie Abby aus NCIS oder Penelope criminal minds? Finde die beiden nämlich nicht sonderlich schlimm, aber kenne New Girl nicht und andere Beispiele fallen mir gerade nicht ein.

  3. Zu 2.: Fandest du die vorherigen Trilogie besser? Habe selbst den Neustart und dessen Forsetzung noch nicht gesehen, aber finde im nachhinein waren die drei vorherigen Filme bis auf ein paar der Actionszenen nicht besonders gut.

      • Gerade eben einen Clip gesehen wo einer tasächlich behauptet Spiderman 3 wäre besser als The Dark Knight Rises und an sich kein schlechter Film. -_-

      • Wenn du mit „kann man nicht vergleichen“ meinst, dass Spiderman 3 weitaus schlechter ist als ein Film der echt nicht gut ist, dann stimme ich uneingeschränkt zu. ^^

      • Lustig, habe gerade Heute den 1. The Amazing Spider-Man gesehen. Die Handlung ist wohl schlechter als bei jedem Teil der vorherigen Trilogie, aber insgesamt gefällt er mir doch besser. Ein wichtiger Grund dafür könnte sein, das Mary Jane nicht vorkommt und Gwen Stacy mir bisher viel erträglicher vorkommt. ^^

      • Für mich sind da noch ein paar Kleinigkeiten besser. Die Hintergrundgeschichte ist zwar schlechter als vorher, aber zumindest verzichten sie auf das „Bösewicht stirbt ohne Schuld des Helden“-Klischee. In den Actionszenen wirkt es auf mich mehr wie Spiderman, weil mehr Agilität und weniger sich einfach prügeln drin ist. Zu dem ist es zwar nur eine Szene, aber jetzt hat er im Kostüm auch wirklich Sprüche gerießen. Im Vorgänger kann ich mich dagegen nur an das Wort „Koblöd“ erinnern.

      • Ja, das ist schon wahr. Tobey Maguire ist einfach zu stämmig für Spider-Man, auch wenn er den besseren Nerd spielt. Die Kampfszenen und der Humor sind das einzige, was ich bei TASM 1 + 2 richtig gut fand, aber das langt leider nicht:/

      • Als Nerd war er in der Tat besser, aber irgendwie finde ich den neuen insgesamt symphatischer ebenso wie die meisten anderen Charaktere. Bei den vorherigen Filmen hatte ich immer das Gefühl sie sind nur da drin um eine Bestimme Aufgabe zu erfüllen, haben aber ansonsten keine wirkliche Substanz.. Onkel Ben wirkt zum Beispiel als wäre er gerade zu gemacht um möglichst bedauert zu werden, während beim Neustart Martin Sheen wesentlich mehr wie eine richtige Person gewirkt hat (auch wenn ich die Art wie er gestorben ist etwas schlechter fand als in den Vorgänger). Genauso Flash der vorher nur drin war um das Arschloch zu sein und nach dem Tod vom Onkel zwischendurch Mitgefühl zeigt (auch wenn die Art wie am Ende die Beiden fast schon wie Kumpels wirken etwas übertrieben ist).

        Die einzige Ausnahme sind im Vergleich die Bösewichte die zuvor intressanter gewirkt haben (wobei ich froh war, dass es zumindest nicht darum ging jemanden zu retten der mal wieder entführt wurde).

        Es sind halt wirklich sehr viele kleine Punkte die oft auch ihre Fehler haben, aber insgesamt den Film für mich etwas erhöhen und mir helfen über Plotholes etc. hinwegzusehen.

  4. 4. Puh, New Girl bezeichne ich gerne als mein „Guilty Pleasure“: mir ist schmerzlich bewusst, an welchen Hebeln da gezogen werden, wie uns Jess als naives, hilfloses, wahnsinnig süßes und total überdrehtes Ideal irgendwie untergejubelt wird. Aber gleichzeitig mag ich die Serie doch irgendwie sehr gerne. Es gibt eben so Serien, bei denen schämt man sich ein wenig, dass man sie mag. New Girl gehört für mich dazu.

    1. Ich weigere mich seit langem standhaft, mir die neuen Spidermanfilme überhaupt anzusehen. Ich weiß nicht, warum man die jetzt unbedingt noch mal neu auflegen musste, nachdem die Filme mit Toby Maguire (ich hoffe man schreibt ihn so) noch gar nicht lange zurück liegen. Daher kann ich mich deiner Aufregung noch nicht so richtig anschließen. Außer dass es mich auch wahnsinnig interessieren würde was Joss Whedon daraus machen würde und, überhaupt, wie Spiderman sich in dieser ganzen Avengers Reihe machen würde. Die liebe ich nämlich zur Zeit sehr. Sogar der neue Captain America Film war irgendwie ganz unterhaltsam und spannend (auch wenn er mir als Superheld einfach ein bißchen zu goody-two-shoes ist).

    • New Girl ist jetzt auch kein Megafail… ich finde die Serie nur wirklich überhaupt nicht witzig ^^ Und es nervt mich, wie jeder auf Zoe Deschanel mit ihren großen Puppenaugen abgeht, obwohl sie eigentlich nichts tut.

      Spider-Man musste ein Reboot bekommen, weil sie sonst die Rechte an der Figur verloren hätten. Zeitlich macht das natürlich überhaupt keinen Sinn:/ Es hätte trotzdem gut werden können, viel besser als die alten Filme… isses aber nicht:/

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