Ich war jung und brauchte das Geld! Teil 2: McDonald’s

Ja, ich habe tatsächlich mal einen Sommer lang im McDonald’s malocht. Und ich weiß, was ihr jetzt denkt:

Kann man noch tiefer sinken?

Der Anstoß dazu kam von meiner Mutter, die sich die fixe Idee in den Kopf gesetzt hatte, ich müsste unbedingt einen Ferienjob haben. Vielleicht, weil sie nicht vollständig mit dem Umstand zufrieden war, dass ich mit nur zwei oder drei meiner Mitschüler in die gymnasiale Oberstufe wechselte, während alle anderen eine Lehre anfingen, wie sich das für uns Arbeiterkinder vom Land gehört. Jedenfalls bekam ich damals wie heute von meiner halben Familie aufs Brot geschmiert, ob ich mich denn für was besseres halten würde, weil mir die mittlere Reife nicht gereicht hat.

Naja. Und weil ich leider zu langsam gewesen bin, diesen Plan sofort kreischend abzuwehren, saß ich schließlich doch mit 16 einem Filialleiter gegenüber, für den weird noch eine sehr nette Bezeichnung ist, und führte ein Bewerbungsgespräch, bei dem es nur darum zu gehen schien auszuloten, wie viel Demütigung ich ertragen kann.
Kein Scheiß. Er fragte mich tatsächlich, wie ich reagieren würde, wenn ich Müll vom Parkplatz auflesen müsste und meine Mitschüler stünden daneben und lachten. Der Mann hatte einen realistischen Blick auf das Image dieses Jobs.

Inzwischen hatte sich meine Abneigung gegen die Aussicht, ausgerechnet beim großen gelben amerikanischen M Burgerbraterin zu werden, zu epischen Ausmaßen gesteigert, aber es war zu spät. Ich WOLLTE ja gerne einen Ferienjob, aber nicht gerade DAS. Es gab einen riesigen Streit zuhause, in dem ich den Kürzeren zog. Meine Mutter zwang mich schlicht und ergreifend, in den Sommerferien dort anzutanzen und damit den schlimmsten Job anzutreten, den ich jemals hatte.

Die halbwegs gute Nachricht war, dass ich nicht in der Küche musste, um in Frittenfettschwaden zu ersticken, sondern zuerst für’s Saubermachen zuständig sein sollte, bevor ich später an die Kasse käme. Zunächst musste ich allerdings eine offizielle Gesundheitsschulung hinter mich bringen, wo ich so aufregende Dinge lernte wie, dass man sich die Hände waschen muss, wenn man mit Lebensmitteln arbeitet, oder, für mich heute noch eine Quelle des Amüsements, dass Symptome wie Halskratzen, Schüttelfrost und allgemeine Abgeschlagenheit auf eine Grippeinfektion hindeuten könnten, aber auch auf Cholera. Well…

An meinem ersten Arbeitstag zeigte mir ein netter Typ, ebenfalls ein Schüler, meinen Arbeitsplatz. Wie gesagt, zuerst sollte ich einer dieser Menschen sein, welche die Rückgabeboxen für Tabletts ausleeren, über die Tische wischen, den Müll trennen, die Klos putzen… ich war ziemlich unterwältigt. Dieser Arbeitsbereich nannte sich „Lobby“, was das Ganze allerdings auch nicht besser gemacht hat.
Mir wurde erklärt, dass gelbe Schwammtücher für die Tische benutzt werden, grüne aber für die Toiletten. „Das ist GANZ WICHTIG!“
Während er mich so auf meine Pflichten einschwor, konnte ich nur mit Mühe ein Grinsen unterdrücken. Ich hatte kurz zuvor Günther Wallraffs „Ganz unten“ gelesen, wo er sich unter anderen darüber aufregte, dass man bei McDonald’s für Tische und Klos die selben Schwammtücher benutzt. Tja, hier konnte ich live in Aktion erleben, wie solche Enthüllungsbücher die Arbeitswelt verändern und fand es köstlich. Das war allerdings das letzte Mal, dass mir während den folgenden grausamen Wochen zum Lachen zumute war.

Ich hatte übliche 8-Stunden-Schichten, die sich allerdings anfühlten wie acht Jahre. Saubermachen war einfach nur langweilig. Und ich meine hier nicht ein „Schulstunde-langweilig“ oder „Ich muss 20 Minuten auf den nächsten Bus warten und der Akku für mein iPod ist leer“-langweilig. Es war eine Art von Langeweile, bei der man zu spüren glaubt, wie sich nacheinander alle Gehirnzellen verabschieden, während der Planet unter einem seine normale Rotationsgeschwindigkeit zu verlieren scheint und sich jede Sekunde zu Äonen dehnt.
Eine geistlose, anspruchslose Tätigkeit, die durch kein Gespräch aufgelockert wurde, denn meistens war ich alleine für’s Saubermachen zuständig, und falls wir mal zu zweit waren, bedeutete das einen solchen Megabetrieb, dass an Gespräche nicht zu denken war. Ich war also acht Stunden gefangen mit mir und meinen Gedanken, die um den Umstand kreisten, im möglicherweise am meisten verlachten Job dieser Welt gelandet zu sein.

Ich erinnere mich an einen schrecklichen Tag, als der so heftig herbeigesehnte Feierabend endlich nahe war und der Filialleiter zu mir kam um zu fragen, ob ich nicht noch eine Schicht dranhängen könnte, weil irgendjemand krank geworden sei. Zuerst brach ich innerlich zusammen, weil ich mich unfähig fühlte, diesen Befehl Bitte abzulehnen, als mir der rettende Einfall kam. „Ich bin doch erst 16, ich darf nicht länger als acht Stunden arbeiten.“ Ein daran anschließendes „HA!!“ konnte ich gerade noch so zurück halten. Daraufhin schürzte der Filialleiter die Lippen, akzeptierte aber den deutschen Jugendschutz und das Arbeitsrecht.

Die Pausen waren auch schlimm. Sie boten Einblick in eine Welt, zu der ich auf gar keinen Fall gehören wollte. Im Pausenraum, in dem damals, als man in solchen Zimmern noch rauchen durfte, eine Sichtweite von unter einem Meter herrschte, wurde nicht geredet. Die Leute, meine Kollegen, saßen einfach da, den Kopf in eine Hand gestützt, eine Zigarette in der anderen Hand, und blickten starr geradeaus. Vor sich mayoverschmiertes Verpackungspapier der hauseigenen Erzeugnisse.
Tatsächlich wurde ein Teil des Lohnes damals sozusagen in Naturalien bezahlt. Keine Ahnung, ob das heute noch genauso ist. Ich bekam 17 Mark Stundenlohn – allerdings gingen davon 4 Mark pro Stunde für Essen ab, was ich an diesem Tag verbraten durfte bzw. eigentlich musste. Dieser… ach, nennen wir es „Bonus“ verfiel nämlich nach jedem Arbeitstag. Das heißt, ich hatte nach einem 8-Stunden-Tag ein Budget von 32 Mark, von dem ich mir Essen nehmen durfte, wobei es egal war, ob ich etwas in der Pause aß oder mir Zeug mit nach Hause mitnehmen wollte. Das war jedes einzelne Mal mehr Geld, als ich ausgab, womit ich mich jedes Mal ärgerte, weil ich das Geld natürlich lieber bar auf die Kralle bekommen hätte.
Auch hier stand mir meine jugendliche Naivität im Wege: Wenn ich mich heute solchen Auflagen gegenüber sehen würde, würde ich am Ende des Arbeitstages so viel Essen einpacken, bis mein Budget aufgebraucht ist, und es verdammt noch mal an irgendwelche fremden Leute verschenken. Aus reinem Protest gegen diese blödsinnige Regelung. Aber so clever war ich mit 16 leider noch nicht.

Die Arbeit an der Kasse war nicht ganz so langweilig, hatte aber ihre ganz eigenen Schrecklichkeiten. Ich rede von den Kunden. Angepisste Bestellungen im Stil von „Ich will ein Bic-Mäc-Menü, aber die Pommes müssen richtig frisch sein, sonst brauchen Sie mir gar keine zu bringen!!!“ waren alltäglich. Und aus dieser Erfahrung habe ich zwei Dinge gelernt.

Erstens: Ich bin verdammt noch mal freundlich zu Dienstleistern, egal im welcher Branche. Außer, sie sind selber total scheiß-unfreundlich. Das kann natürlich auch mal vorkommen.
Zweitens: Viele Menschen sind scheiße. Zum Beispiel Menschen, die vergessen, dass sie einen anderen Menschen vor sich haben, keinen Automaten. Und ganz besonders Menschen, die hohe Erwartungen haben bis zum Mond.

Ernsthaft: Man kriegt in Fast-Food-Restaurants genau das, wofür man bezahlt. Nicht, dass McDonald’s besonders billig wäre. Das isser nicht. Aber ihr versteht, was ich meine. Wenn man qualitativ hochwertige, aromatische, heißbrutzelnde Vollwertkost haben will, die lange sättigt, dann geht man verdammt noch mal nicht in ein Fast-Food-Restaurant, sondern latscht woanders hin oder lernt selber kochen. McDonald’s ist halt kein Essen, sonder nur fast Essen – das auch ziemlich geil sein kann. Denn ja, ich esse heute immer noch ab und zu dort, daran hat mein kleiner Ausflug hinter die Kulissen nichts geändert. Aber Menschen, die davon zu viel erwarten, leiden für mich an Wahnvorstellungen. Die Hygiene muss gewahrt werden – klar – und es soll drin sein, was auch draufsteht – logisch – aber an die Qualität sollte man einfach nicht zu hohe Ansprüche stellen. Und vor allem ist es eine absolute Frechheit, seinen Unmut darüber, in solchen Massenabfertigungsketten nicht so gut zu speisen wie in einem Laden, in dem man noch Messer und Gabel kennt, bei den Kassierern abzuladen.

Und für Witze wie „Ich hätte gerne einen Cheeseburger ohne Käse“ ist ein solcher Ort auch der falsche Platz. Nicht, dass das nicht tatsächlich ziemlich witzig ist. Aber die meisten McDonald’s-Kassierer sind so in ihrer Welt aus Agonie und Verzweiflung gefangen, dass man sie wirklich nicht noch mit unnötigen Diskussionen nerven muss.

Als mal wenig Betrieb herrschte, zeigte mir eine andere Kassiererin, wie man die freie Zeit überbrücken kann, denn tatenlos rumstehen und auf Kundschaft warten wird in dieser Branche überhaupt nicht gerne gesehen. Zum Beispiel kann man die Dip-Päckchen auffüllen. Als sie mir das demonstrierte, flogen die kleinen Töpfchen nur so durch die Luft.
„Warum beeilst du dich denn so?“ fragte ich ratlos.
„Ach, das hab ich mir so angewöhnt. Fix muss das alles gehen, Anweisung von oben… das wirst du auch noch lernen.“

Als ich das hörte, hätte ich am liebsten laut geschrien. Denn ich WOLLTE das nicht lernen. Nichts gegen ein bisschen Dynamik, wenn viel los ist, im Gegenteil, aber warum nicht ein paar Gänge runter schalten, wenn eben NICHTS los ist? Was soll dieser künstliche Stress? Ist dieser Job so megagut bezahlt, dass ständige Hektik gerechtfertigt ist, selbst wenn sie gar nicht nötig ist? (Die Antwort lautet: Nein.)
Das habe ich damals nicht verstanden und das verstehe ich auch heute noch nicht. Klar, jetzt wird das irgendwer lesen und mir fehlende Arbeitsmoral und Faulheit unterstellen. Aber das ist keine Arbeitsmoral. Das ist krank. Und nicht ökonomisch. Wer Luft hat, sollte auch mal durchatmen können und dann seine Arbeit in einem Tempo erledigen, bei dem einem nicht sämtliche Nerven durchbrennen, weil sie so unter Hochspannung stehen. Also bitte!!

Squidward_headdesk

Somit war die Arbeit an der Kasse eine interessante Mischung aus Burnout, Boreout und dem Gefühl, von seiner eigenen Firma für eine absolute Vollidiotin gehalten zu werden. Habt ihr euch jemals gefragt, warum Kassierer in solchen Läden einen mit Fragen wie „Als Menü oder Einzel?“ oder „Soll noch ein Getränk dazu?“ nerven, obwohl man nur schnell einen Hamburger auf die Hand will? Das ist alles vorgeschrieben, Leute. Mehr als das. Die Kassen funktionierten damals nach einem idiotensicheren Prinzip, das sich vermutlich bis heute wenig geändert hat.
Es standen beispielsweise nicht die Namen der Produkte auf den Tasten, sondern es waren die entsprechenden Bilder abgebildet. Wobei mir ersteres echt lieber gewesen wäre – manche Graphiken erforderten doch etwas viel Phantasie. Und was diese latent dämlichen Nachfragen angeht: Dazu blinkte damals sofort eine Meldung auf, wenn ich etwas eintippte.

Beispiel: Jemand bestellt einen Big Mac. Hysterische Erinnerung: „Menü?“ Und tatsächlich war es nun meine Pflicht, nachzufragen, ob der Gast nicht vielleicht doch ein Menü will. Sowas geht mir ja immer total auf den Sack, denn ich esse in solchen Läden NIE Menüs. Aber gut. Weiter geht’s: Bestellt jemand ein Menü, blinkt die Meldung „Dessert?“ auf. Dann wäre es eigentlich meine Aufgabe gewesen, genau diese Frage (mit ein bisschen mehr Worten) an den Gast weiter zu leiten. Es gab noch mehr solcher Hinweise. Aber das war dann eine Sache, der ich mich komplett verweigerte. Schlimm genug, dass mir schon genau vorgekaut worden ist, was und in welcher Form ich mit den Gästen reden darf, aber ich sah schlicht nicht ein, Leute, die zu 99% genau wissen, was sie gerne essen wollen, mit solchen dämlich-manipulativen Nachfragen zu nerven. Klar gibt es sicher den ein oder anderen, dem dann siedendheiß und ganz urplötzlich einfällt, dass er noch total Bock auf ein Eis hat, aber rechtfertigt das die Nerverei aller anderen Gäste?
Das war und ist mir einfach alles viel zu standardisiert. Wo ist da denn noch Raum für eigenständiges Denken?

Vielleicht ist das auch mit ein Grund dafür, dass McDonald’s Mitarbeiter kein Trinkgeld annehmen dürfen. Die richtige Begründung dafür kannte ich mal, aber ich habe sie ehrlich gesagt wieder vergessen. Vermutlich war sie unlogisch und dämlich, sonst hätte ich sie mir gemerkt.

Und letztendlich drängte sich mir während meiner Kassiererkarriere dann noch der Gedanke auf, dass McDonald’s seinen Mitarbeitern schlicht und ergreifend nicht vertraut. In einem Betrieb, in dem alles zack-zack gehen muss, passieren natürlich auch oft genug Fehler. Und die Leute wissen eben doch meist nicht, was sie nun genau essen wollen. In der Praxis sieht das dann so aus, dass man etwas falsches in die Kasse eingibt, weil man sich verhört hat oder der Kunde sich Sekunden später nochmal umentscheidet.
Normalerweise sollte es möglich sein, so etwas als Kassierer selbstständig zu stornieren. Hier ging das aber nicht. Wenn ich etwas falsches eingetippt hatte, musste ich nach dem Schichtleiter brüllen, der dann mit dem Kassenschlüssel angerannt kam, irgendetwas an der Kasse rumschraubte, sie deaktivierte und schließlich wieder hochfuhr. Das dauert. Und dabei ist das noch die Idealvorstellung. Oft genug war auf die Schnelle kein Schichtleiter auffindbar – und dann stand man da vor den hungrigen Menschenmassen, die nicht kapierten, was das Problem war.

Mir wurde das irgendwann echt zu blöd. Die Kasse löscht sich ja schließlich von selber, wenn man sie öffnet. Also tat ich genau das: Ein Tastendruck, Kasse springt auf, ich knalle sie wieder zu, voilá, schon kann es weiter gehen. Und wenn ihr jetzt die Hände über den Kopf zusammen geschlagen habt: Damit habt ihr absolut Recht. Mir ist erst nachdem ich den Job wieder aufgegeben hatte klar geworden, was ich damit eigentlich angerichtet hatte. Mit 16, im Angesicht dieser dämlichen Kasse, dachte ich noch nicht so weit, dass ich damit jedes Mal einen Betrag bonierte, den ich dann ja überhaupt nicht kassierte. Ich will gar nicht wissen, für wie viel Kassenminus ich in dieser Zeit verantwortlich war. Allerdings hat mich niemals jemand darauf angesprochen, also hab ich wohl einfach Glück gehabt.

Als ich meine festgelegten Schichten in den Sommerferien hinter mir hatte, hätte ich am liebsten eine Parade mit anschließenden Feuerwerk organisiert. Ich war so unglaublich froh, wieder frei zu sein… als meine Mutter nach meinem letzten Arbeitstag zu mir kam.
„Wegen dem Job… also, so zwei Wochen solltest du dich auf die neue Schule konzentrieren und dich eingewöhnen… aber ab dann könntest du doch fest dort arbeiten, so ein oder zwei halbe Schichten die Woche…“
Weiter kam sie nicht, weil ich in Ohnmacht fiel. Nein, ganz so schlimm war es nicht. Aber ich machte ihr mit meiner hysterischen Reaktion auf diesen Vorschlag so unmissverständlich klar, dass ich mich eher an mein Bett festketten würde, als dort wieder zu arbeiten, dass sie den Mund zuklappte und das Thema nie wieder zur Sprache brachte.

Und das ist meine Einstellung bis heute. Als ich mich vor ein paar Jahren wirklich am Existenzminimum entlang hangelte und tatsächlich bereit war, alles zu tun – wirklich ALLES – war für mich eines trotzdem völlig klar: Nie wieder Fast Food!

10 Gedanken zu “Ich war jung und brauchte das Geld! Teil 2: McDonald’s

  1. Grauenhaft. Vor allem aber, dass man in seinen jungen Jahren zwar schon genau Bescheid weiß, sich aber nicht gegen die Eltern wehren oder durchsetzen kann.

    Im BK beobachte ich oft ähnliches. Ich bin der einzige Gast im Laden, esse meinen tripple-whopper und die zwei Damen, die dort arbeiten werden durch die Lobby gescheucht und müssen die dämlichsten und unnötigsten Dinge tun. Dabei herrscht ein Ton und ein Stress, den ich selbst bei der Bundeswehr kaum erlebt habe.

    Was ich aber nicht verstehe sind diejenigen, die das tatsächlich gerne und seit Jahren tun. Sogar stolz mit ihrer Gruppe „Mädels vom McDonalds xy“ auf Facebook prahlen. Keine Ahnung.

    Ich war im Kino, an ner Tanke, in ner Bar und in einer Disko. Ein Glück habe ich mich den Schnellrestaurants immer verweigert!

    • „Grauenhaft. Vor allem aber, dass man in seinen jungen Jahren zwar schon genau Bescheid weiß, sich aber nicht gegen die Eltern wehren oder durchsetzen kann.“

      Das klingt jetzt irgendwie sarkastisch😀

      „Im BK beobachte ich oft ähnliches. Ich bin der einzige Gast im Laden, esse meinen tripple-whopper und die zwei Damen, die dort arbeiten werden durch die Lobby gescheucht und müssen die dämlichsten und unnötigsten Dinge tun. Dabei herrscht ein Ton und ein Stress, den ich selbst bei der Bundeswehr kaum erlebt habe.“

      Genau das:/ Was jetzt nicht mehr so wirklich in den Beitrag gepasst hat: Der Filialleiter war völlig bekloppt, führte sich aber auf wie Graf Rotz, und eine der Schichtleiterinnnen war einfach nur eine grandiose Bitch. Die kam sich anscheinend furchtbar wichtig vor mit ihrer Managementposition. Ich weiß wirklich nicht, was mit der los war, aber die hasste mich vom ersten Tag an, obwohl ich eigentlich kaum mit ihr redete und vom Filialleiter angelernt wurde. Trotzdem… einmal begegnete ich ihr auf der Treppe zum Pausenraum, da verzog die das Gesicht und schürzte die Lippen, kaum fiel ihr Blick auf mich. Keine Ahnung wieso. Ich schwöre, ich habe NICHTS gemacht. Ist das eine Art, mit seinen „Untergebenen“ umzugehen?
      Und einmal schickte mich der Filialleiter zu ihr, um den Safeschlüssel zu holen, da brüllt die mich an, dass ICH den Safeschlüssel nicht haben darf. Meine Güte ey o.O

      • Zu deinem Filialleiter fällt mir spontan der vom Kochlöffel bei mir im Kaff ein. Sieht aus wie ein lächerliches, erbärmliches Würstchen, bildet sich aber ein, er wär der neue Chairman von Apple. Und dementsprechen läuft er auch durch den Laden, geht sogar hin und rückt die Burger auf dem Tablett nochmal zurecht, nur um den Angestellten zu zeigen, dass sie Looser sind. Pah!

        Was das mit der Schichtleiterin soll, keine Ahnung.. Habe oft beobachtet, dass Frauen zu anderen Frauen scheinbar grundlos einfach scheiße sind. Da kann es aber so viele Gründe für geben.. Weißt du ja selbst sicher besser als ich. Manchmal wünscht man sich aber echt, dass jeder Mensch noch eine dritte unsichtbare Hand irgendwo versteckt hat, die bei jedem doofen oder miesen Verhalten rausgeschossen kommt und demjenigen eine klatscht.

        Ps: Nein, das oben war kein Sarkasmus🙂

      • Nee, nee, die Frau war schon ein besonderes Kaliber. Sowas habe ich seitdem nie wieder erlebt. Das man ein bisschen unterkühlt oder arrogant ist… meine Güte, soll sie doch. Aber bei ihr kam das wirklich rüber wie Hass, noch bevor wir auch nur ein Wort gewechselt haben.
        Aaah, da fällt mir noch eine Sache ein! Als dieser eine Typ mir zeigte, wo man die Tabletts spült und den Müll trennt, kam sie angeschlendert und sah uns zu. Er fragte uns, wo wir volle Töpfchen Dip hintun sollen – an sich ist das ja Plastik, aber Soße gehört doch eher zum Restmüll? Da schnaubte sie und zeigte uns, wie wir den Dip erst in den Restmüll tropfen lassen, bevor wir die Verpackung wegschmeißen… sie stand sicher ne halbe Minute über dem Mülleimer und wartete, dass die Soße rauskommt… und schaffte es trotzdem noch, dabei affektiert auszusehen… wie soll man sowas machen, wenn man im Stress ist?

  2. Finde das immer seltsam, wenn ich höre wie die Familie/Eltern Kinder schulisch zurückhalten, irgendwie bin ich mit den Gedanken aufgewachsen, dass man sie eigentlich bei allem fördert so gut wie es geht. Oo

    Genauso fällt es mir schwer nachzuvollziehen warum man auf Leute herabblickt nur weil sie einen eher schlechten Job haben. Wobei das habe ich auch selbst schon hin und wiedererlebt, da war ich allerdings nicht selbst betroffen. ._.

    • Das ist halt so ein Klassending. Klassismus funktioniert leider nicht nur in die eine Richtung:/ Akademikerbashing ist dort, wo ich herstamme, wirklich sehr verbreitet.

  3. Meine Schwester arbeitet zur Zeit bei Mecces, und sie hat die anderen Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass die Zwiebeln abgelaufen sind. Ihre Kollegen haben aber trotzdem die Burger damit belegt. Lecker, was?

    • Yay o.O

      Ob sowas bei uns auch lief, kann ich nicht sagen, weil ich nicht in der Küche gearbeitet habe. Bei all meinen Hass auf diesen Laden will ich trotzdem nicht Sachen behaupten, die ich nicht aus erster Hand kenne🙂

  4. Mehr Anspruch an den Geist hätte ich bei diesem Job jetzt nicht wirklich erwartet. Interessant sind natürlich die Informationen die man vor der Theke nicht bekommt. Jetzt weiß ich auch warum ich immer 25 Fragen beantworten muss obwohl ich nur einen Kaffee oder ein Eis will. Danke dafür😀

    Gruß Ralph

  5. Pingback: Themenwoche: Ich war jung und brauchte das Geld! | robins urban life stories

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