Media Monday #153

Es ist mal wieder Media Monday!

1. Eine Freundes-Clique, mit der ich gerne auch einmal abhängen würde, ist ganz klar Buffys Scooby-Gang, weil das ja wohl total selbsterklärend ist. Vampire, Werwölfe, Hexen? Wie könnte ich NICHT Teil davon sein wollen?!

2. Bei den zahllosen Literatur-und Comic-Verfilmungen frage ich mich ja ein wenig, warum sich noch keiner auf die wahre Story um EC-Comics und den Comics Code gestürzt hat, denn das ist zwar weder ein Buch, noch ein Comic, aber die Lehren, die man daraus ziehen kann – über Zensur, Kunst und Hysterie im Angesicht von Jugendkultur – halte ich für zeitlos wichtig. Mehr dazu demnächst.

3. Die Grundidee von so ziemlich allem, was John Grisham je geschrieben hat, fand ich ja ziemlich genial, wohingegen mich das Gesamtwerk kaum zu überzeugen wusste, weil John Grisham bei all seinem Erfolg einfach ein beschissener Autor ist, der keinerlei Gespür für Charaktere, Charakterentwicklung, Dialoge oder auch nur ein Minimum an Spannung hat. Sein gesamter Ruhm basiert meiner Meinung nach auf den Verfilmungen seiner Werke, woraus dann auch tatsächlich Filme wurden, die besser sind als die Bücher, auf denen sie basieren. Das beweist, dass seine Ideen jedes Mal gut sind, er aber einfach nicht gut genug schreiben kann.

4. Vampire und Werwölfe, Cowboys und Aliens, Roboter und Aliens, schön und gut, aber das Viktorianische England und Zombies wäre doch mal eine richtig coole Combo, denn stellt es euch doch einfach mal bildlich vor! Ich mag Filme, die in dieser Zeit spielen – und als ich mir letztens eine Jane-Austen-Verfilmung mit meinem Mitbewohner angesehen habe, kam mir völlig aus dem Nichts der Gedanke, wie unglaublich cool es wäre, wenn in diesen Setting jetzt plötzlich eine Zombie-Apocalypse passieren würde! Überhaupt, warum spielen Zombiefilme immer in der Gegenwart oder einer nicht-allzu-weit-entfernten Zukunft? Andere Epochen bieten sooo massig neue Möglichkeiten!
Ich stelle mir so eine typische Jane-Austen-Heldin vor, die sich gerade noch einen eloquenten-gewitzten Schlagabtausch mit ihrem Mr. Love Interest abgeliefert hat, bevor sich plötzlich die Toten aus ihren Gräbern erheben und sie zu handfesteren Kalibern greifen muss. Das wäre so unendlich bescheuert und was bescheuert ist, ist gut!

5. Wenn es mich ins Kino verschlägt, erwarte ich einen Film, der die inzwischen völlig überteuerten Kinokarten auch wert ist und bei dem es sich auch lohnt, ihn sich auf der großen Leinwand anzusehen – rein visuell sollte er also schon was hermachen. Dazu richtig geiles Popcorn, nicht dieses Zeug aus der Tüte, das nur so halb wieder aufgewärmt wird (das macht das teuerste Lichtspielhaus vor Ort tatsächlich!). Weil Kino ohne Popcorn geht gar nicht klar. Das ist praktisch ein kosmisches Gesetz.

6. Von Stephen King würde ich ja gerne mal eine Lesung besuchen, weil er halt einfach der King ist. Leider wird dieser Traum wohl nicht in Erfüllung gehen. Vor ein paar Monaten war er zu seiner ersten und einzigen Lesung in Deutschland, die ich leider nicht besuchen konnte, weil ich zu spät davon erfuhr und mich nicht dazu überwinden konnte, ganz allein hinzufahren und so viel Geld dafür auszugeben. Seine einzige Lesung bisher! Und dafür hat er Jahrzehnte gebraucht. Ich habe keinerlei Hoffnung, dass er es jemals wieder nach Deutschland schafft *schnüff*

7. Meine zuletzt gelesenes Buch war Sandman: Ewige Nächte und das war wie erwartet phänomenal, weil Neil Gaiman einfach ein Genie ist und mal wieder einige wundervolle Künstler um sich geschart hat. Die Kurzgeschichten haben mir schon bei der regulären Serie immer am besten gefallen, deshalb kam mir dieser Band, der sieben Geschichten über die sieben Ewigen enthält, sehr entgegen. Mein Favorit ist Dreams Kapitel „Das Herz eines Sterns“, weil ich mich über die Anspielungen auf DC-Superhelden gefreut habe wie ein Schnitzel. So toll. Aber auch der Rest war fantastisch!

19 Gedanken zu “Media Monday #153

  1. Oh ja, Comics Code. Habe neulich in einer Doku davon gehört und mich echt gefragt „Das gabs mal? Nein!! Warte … das gabs mal??? Nein!!!!“ Mir fiel ja erschreckend wenig zu der „coolen Combo“ ein, aber viktorianisches Zeitalter und Zombies klingt spannend😉 Sollte es da nicht mal was geben mit „Stolz und Vorurteil und Zombies“?
    Stephen King habe ich auch genannt … und mir war der Weg auch zu teuer und zu zweit😥

  2. „Weil Kino ohne Popcorn geht gar nicht klar. Das ist praktisch ein kosmisches Gesetz.“

    Das kosmische Gesetz breche ich fast bei jedem Kinobesuch, denn ich esse dort so gut wie nie nie Popcorn. Stattdessen: Nachos mit Käsedip. Nomnomnom… P-:

  3. In der Doctor Who-Folge ›The unquiet dead‹ gibts `n Zombie. Folge spielt 1869 in London, Charles Dickens lässt grüssen. Folge selbst vom 2. Februar 2008. Ich schreib das hier nur, weil ich bißchen prahlen will (so Fachwissen-mäßig). Die Serie selbst: empfehlenswert!

    • Ich bin mir nicht sicher, ob das als Zombies bezeichnen würde – eher von „Geistern“ besessen. Das passt auch zu dem Spiritualismus der zu der Zeit im viktorianischen England in Mode war (Geisterglaube etc.). Und ja, die Serie ist fantastisch

    • Kommt die ziemlich am Anfang? Ich bin mir fast sicher, dass ich die schon gesehen habe… hab die Serie nämlich mal angefangen, hab aber nur die ersten paar Folgen geschafft, auch wenn ich die Serie grundsätzlich cool fand!
      Auf mich wirkte das allerdings auch eher wie Geister…

      • Bzw. sahen die wie Geister aus, waren aber eigentlich sowas wie Aliens/Bewohner einer anderen Dimension, oder? Jaaa, jetzt kommt die Erinnerung zurück, die Folge hab ich definitiv gesehen!🙂

  4. 4. Mich wundert allgemein, dass fast alle Horrorfilme in der Moderne spielen, wo doch die eingeschränkten Möglichkeiten früher Zeitalter die Sache viel intressanter machen würden. Selbst im Fantasybereich geht es fast nur in Richtung Action sobald ein „Monster“ vorkommt.

    • Ich muss sagen, dass eine Zombieapocalypse im Viktorianischen England vermutlich ziemlich schnell vorbei gewesen wäre. Allein die eingeschränkten Möglichkeiten der Waffentechnik damals… und die Damenwelt wäre bestimmt eher in Ohnmacht gefallen, als einen Zombie zu killen ^^

      • Eigentlich bin ich der Meinung, dass in der heutigen Zeit jedes Militär relativ leicht mit einer Zombieapocalypse fertig werden würde. Sogar wenn sie sich nur auf Schusswaffen beschränken (mit welchen man immerhin fast Bäume fällen kann). Da wäre es im Viktorianischen Zeitalter schon etwas ausgeglichener. Außerdem würden da einige Logiklöcher wegfallen, wie die unbemerkte Ausbreitung trotz Medien und das direkt so viele davon betroffen sind bis auf ein paar die es irgendwie unbeschadet überstanden haben. Bei Horrorfilmen allgemein müsste man nicht jedes mal erklären, dass es keinen Handyempfang gibt. ^^

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