Endlich enthüllt: Warum Frauen einfach kein Abseits checken!

Frauen verstehen Abseits nicht.

Ich behaupte, es existiert keine Frau auf dieser Welt, die DEN dummen Spruch nicht schon mal gehört hat.

Heute beginnt mit der Fußball-Weltmeisterschaft das größte Turnier des deutschen Sportfans – und weil Fußball immer noch als die letzte Bastion testosterongeschwängerter Männlichkeit in unseren modernen Zeiten gilt, dreht sich in solchen Zeiten nicht nur der Ball, sondern auch das Bullshit-O-Meter. Es reicht halt nicht, dass unsere nationalen Damen in den letzten Jahren ihren männlichen Konterparts gezeigt haben, wie man ein solches Turnier gewinnt (mehrfach) und gleichzeitig die Menge an weiblichen Fußballfans zugenommen hat (deutlich), um den werten Herren zu beweisen, dass Frauen das Spiel sowohl aktiv wie auch passiv beherrschen können.

Also ein Abseits-Spruch. Das geht natürlich immer, das ist ein Brüller. Und diese Scheiße muss natürlich schon so früh wie möglich eingepflanzt werden. So hat die MÄDCHEN ihre letzte Ausgabe dem Thema Fußball gewidmet.
Ach ja, die MÄDCHEN. Seit wann ist die Zeitschrift so weichgespült? Als ICH noch ein Mädchen war, gab es da Berichte über diverses Sexzeug der explizitesten Art zu lesen. Kann man scheiße finden (mich hat es damals sowohl verstört als auch irgendwie total fasziniert), aber wenigstens hat es an der Vorstellung gerüttelt, Mädchen interessieren sich ja eigentlich nur für Kuscheln und gar nicht für Sex. Inzwischen wirkt das Heft wie „Brigitte Light“.

Fußballrelevante Bullshit-Themen dieser Ausgabe: Wie man sich für’s Public Viewing schminkt (offensichtlich, indem man kopfüber in nen Eimer mit schwarz-rot-goldener Farbe springt). Ein Poster mit Spielplan und den „sechs heißesten Fußballern“ (Ronaldo – würg). Eine Foto-Love-Story über ne Fußballmannschaft (natürlich männlich!) und Tussis, die Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um an die Jungs ranzukommen (Titel: „11 Kicker für Sophie“. Hat das Internet mich ruiniert oder klingt das für euch auch wie ein billiger Porno?). „Die MÄDCHEN Traum-11“ bestehend aus 0815-Typen, deren Bilder man für’s Voting einschicken konnte und die neben ihrem kleinen Steckbrief (Florian, 18, hält es für ein No-Go, wenn ein Mädchen die Rechnung übernimmt) verträumt in die Kamera starren und irgendwie hat das auch was mit Fußball zu tun.

Und mittendrin: eine offensichtlich brandneue Kolumne, die in dieser Ausgabe ihr Debüt hinlegt: „Was denken Jungs über…?“

„Unser neues Expertenteam! Hier stellen sich die vier Jungs vor, die dir ab sofort ehrliche Antworten auf aktuelle und intime Fragen geben, die du dich vielleicht nicht zu stellen traust.“ – denn Mädchen, so wissen wir, sind ja grundsätzlich kleine verschüchterte Hascherl.

In dieser Ausgabe nun geht es um „Fußballmädchen“. Aaaaber damit sind natürlich keine Mädchen gemeint, die Fußball spielen! Neinneinnein! Es geht nur um Mädchen, die die Dreistigkeit besitzen, mit ihren männlichen Freunden die WM-Spiele kucken zu wollen. Geht das für Jungs klar?
Louis (sic), Lenny (SIC) Norik (SIC!) und Yunus (SIC!!!) beantworten also diese Frage. Nur Yunus, 14, findet Mädchen als Zuschauer okay. Lenny, 15, kuckt lieber ganz alleine. Louis, 13, kuckt nur mit Kumpels, weil Fußball für Mädchen ja nur Party ist und nicht Fußball. Und Norik, mit seinen 18 Jahren praktisch die graue Eminenz des „Expertenteams“, findet „auf keinen Fall!“, denn er hat keinen Bock, den dummen Mädchen zu erklären, was Abseits ist. (Darüber hinaus findet er Mädchen, die Fußball spielen, „irgendwie unsexy“. An sich selbst mag er übrigens seinen Charakter und dass er mit allen Leuten super auskommt. Aja.)

Und da wären wir wieder. Dieser saudumme Spruch. Das ultimative Geschlechterklischee. Frauen und Abseits. Gröh-hö-höl.

Meine Kindheit habe ich sonntags neben den Fußballplätzen diverser Amateur-Dorfmannschaften verbracht, denn mein Stiefvater hat Fußball gespielt, weshalb es für meine Mutter praktisch Pflicht war, sich das anzusehen und mich mitzuschleppen. Meine gesamte Familie ist total fußballgeil. Also, die männliche Hälfte halt. Als ich dagegen mit zehn Jahren einmal zum Jugendtraining ging, zerrte mich mein Stiefvater regelrecht vom Platz und verbot mir, in den Verein einzutreten.
Man könnte also sagen: Ich und der Fußball, wir haben eine Vergangenheit. Und daher habe ich nach jahrelanger Observation und unzähligen Gesprächsanalysen die Lösung entdeckt. Der Grund, weshalb viele Frauen tatsächlich kein Abseits checken.

Es liegt schlicht und ergreifend an den Männern.

Habt ihr mal einen Kerl gefragt, ob er euch Abseits erklären kann? Mit großer Geste wird dann sinnierend gen Himmel gestarrt und ihr hört ein Gemurmel wie „Als Konrad Koch den Fußball in Deutschland etablierte… Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel… der Sammer damals… FC Bayern, Stern des Südens… Tante Käthe… schießenbolzenpassenabgebenstürmerverteidigertormannschiri…“

Oder, um das mal graphisch darzustellen:

AbseitsregelKompliziert

Und hier habt ihr das ganze Geheimnis. Die Abseitsregel ist nicht kompliziert – sie wird nur einfach völlig beschissen erklärt. Kein Wunder, dass das keiner checkt. Besser gesagt keinE. Denn es muss halt eher Frauen erklärt werden.
Warum? Na – weil die meisten Typen Jahre und Jahre Vorsprung vor der durchschnittlichen deutschen Maid haben. Die meisten Typen haben ihre halbe Kindheit lang als kleine Hosenscheißer auf dem Schoß ihres Papas gesessen und das Aktuelle Sportstudio verfolgt, ob sie wollten oder nicht. Möglicherweise führt dieser frühkindliche Overkill zu einer seltsamen Verknotung der Synapsen, die es unmöglich macht, einfachste Sachverhalte zu diesem Thema halbwegs verständlich zu erklären. Möglicherweise WOLLEN manche dieser Typen Abseits gar nicht simpel erklären, weil man sich so ganz doll schlau vorkommen kann, wenn dem Gegenüber Fragezeichen über dem Kopf aufploppen. Vor allem, wenn’s ne Frau ist, aber Fußball doch halt so ein Männersport und überhaupt, können die Tussis nicht einfach ein paar Schnittchen machen und Bier bringen, statt daneben zu sitzen und mitzugröhlen?!

Frauen verstehen Abseits nicht – nichts weiter als ein taktischer Bluff, um zu verschleiern, wer hier der wahre Schuldige ist, und um Mädchen ins Hirn zu prügeln, dass sie sowieso alle ein bisschen unterbelichtet sind. Dieses Ergebnis meiner jahrelangen Beobachtungen nenne ich die Abseits-Falle (ich weiß: tierisch clever).

Wenn euch also das nächste Mal ein Kerl darüber vollnölt, dass Frauen Abseits nicht kapieren, dann lächelt mitfühlend, schließt ihn warm in eure Arme und flüstert ihm sinnlich ins Ohr: „Etwas einfach erklären zu können kann man lernen. Ich glaube fest an dich.“

Alternativ: Bittet ihn, euch die Regel darzulegen, lehnt euch zurück und genießt es zu sehen, wie er sich abstrampelt und rumstottert. Besonders lustig ist es, wenn er noch ein paar Kumpels dabei hat, die ihm ständig ins Wort fallen, weil sie halt auch ne Meinung dazu haben.

Das ist ein Spaß, besser als jedes Länderspiel.

PS: „Abseits“ liegt vor, wenn ein Spieler den Ball Richtung gegnerisches Tor zu seinem Mitspieler schießt und sich im Moment des Abspielens zwischen diesem Mitspieler und dem gegnerischen Tormann kein anderer Spieler der gegnerischen Mannschaft befindet.
Und weil man Sachen immer besser checkt, wenn man den Sinn dahinter versteht: Gäbe es diese Regel nicht, könnte ein Spieler das gesamte Spiel über praktisch genau vor der Nase des gegnerischen Tormanns stehen bleiben und auf einen guten Pass warten, den er reindonnern kann, was dann ja wohl ziemlich lame wäre.

Oder, um das mal graphisch darzustellen:

Abseitsregel

Ich behaupte, es existiert keine Frau auf der Welt, die DAS nicht checken kann, wenn sie will.

Und ja, ich weiß, dass es da noch ungefähr eine Million Sonderregeln gibt. Das ist mir aber scheißegal. Ist ja nicht so, als wäre ich Fußballfan.

PPS:
Ich: „Kannst du mir mal Abseits erklären?“
Mitbewohner David: „Oh Gott, wo soll ich da anfangen…!“

112 Gedanken zu “Endlich enthüllt: Warum Frauen einfach kein Abseits checken!

  1. Hab ich dir eigentlich heute schon gesagt, wie sehr ich dich liebe?😀
    NICHTS ANDERES sage ich seit JAHREN!!
    Mir hat übrigens meine Schwester damals erklärt was ein Abseits ist, sogar ziemlich ganz genau so wie du es hier tust. Nach diversen fehlgeschlagenen „Versuchen“ männlicher Mitmenschen.

    • Ich liebe dich auch😀

      Ich musste es mir wirklich irgendwann selbst anlesen, weil mich dieses Klischee so genervt hat, es mir aber wirklich keiner einfach erklären konnte. Eigentlich schon echt peinlich bei einem fußballverrückten Opa, Stiefvater und Onkel. Und dann war alles klar. Seitdem beobachte ich das dann halt schon ^^

      Ich war gestern fast ein bisschen beleidigt, als ich meinen Mitbewohner danach fragte und seine erste Antwort darauf NICHT lautete „Ich hätte gedacht, das weißt du!“ Aber seine Erklärung war putzig. Keine Ahnung, ob ich es verstanden hätte, wenn ich es nicht schon gewusst hätte😀

      • @ Maren, Robin

        „Hab ich dir eigentlich heute schon gesagt, wie sehr ich dich liebe?“

        „Ich liebe dich auch“

        Jetzt bin ich eifersüchtig😦
        😀

  2. „Ich behaupte, es existiert keine Frau auf der Welt, die DAS nicht checken kann, wenn sie will“

    Ich würde auch nicht behaupten, dass Frauen das nicht checken können, es ist ja in der Tat nicht schwierig. Es interessiert den Schlag Frauen, der es nicht eh bereits weiß schlicht meist nicht. Weswegen es üblicherweise nicht abgespeichert wird. Weswegen es dann wieder und wieder erklärt wird

      • Naja. Genau genommen: Ein Spieler befindet sich dann im Abseits, wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und als der vorletzte Gegenspieler (dabei muss der letzte nicht der Torwart sein) und sich nicht in der eigenen Spielhälfte befindet.
        Ausnahme: Bei Abstößen, Eckbällen und Einwürfen gibt es kein Abseits.
        Aktiv und damit strafbar wird das Abseits aber erst, wenn der Spieler aktiv ins Spielgeschehen eingreift (also den Ball berührt oder die Sicht des Torwarts behindert).
        Das war’s eigentlich schon. Ich kenne niemanden, der das nicht relativ schnell verstanden hätte.

  3. Wie dick ist eigentlich das Regelheft für Fußball? Und wie viele Männer kennen das? Abseits ist ja kein Strafstoß, Elfmeter oder ’n Foul, also taktische Spielzüge/Bewegungsabläufe, die man ohnehin checkt, wenn man sie nur sieht, also was ganz ganz kompliziertes eben, in einem Spiel für Männer, so wie Schach.
    Best soccer-WM-women-article ever!

    • Oh Danke🙂

      (Ich dachte, ich erwähne einfach mal, dass es bei Abseits auch noch Sonderregeln und so gibt, bevor mir das jemand an den Kopf knallt, obwohl natürlich kein Mensch an sowas denkt, wenn er „Abseits“ hört🙂 )

  4. Also ich habe mir auch selbst anlesen müssen, was Abseits ist. Nicht, weil ich Fußball so toll finde. Sondern vor allem, weil ich einfach wissen wollte, was ich angeblich nicht schnalle.

    Nebenbei: Auf meiner Promotionsstelle hatten wir im Institut mal einen Gast aus Colorado. Klein, etwas O-beinig, also in meinen Augen klar ein Soccer-Spieler. Als beim Mittag spekuliert wurde, ob der junge Mann Soccer, Baseball, Basketball oder American Football spiele, hielt ich ich zunächst zurück. Nach dem die Jungs fachkundig oder eher fachsimpelnd Baseball und Basketball ausgeschlossen hatten, machten sie sich über Football her. Soccer kam gar nicht auf den Tisch. Und dann meinte ich, als sie meiner Ansicht nach Bullshit erzählten, wohl recht trocken: „Ich glaub zwar, dass er Soccer spielt, wegen der O-Beine, aber warum sollte er nicht ein Wide Receiver oder Running Back sein – oder ein Kicker oder Punter?“ Da starrte mich der gesamte Tisch an. Als ich dann noch anmerkte, es müsse ja nicht jeder ein Schrank von Tackle, Lineman oder Center sein, war echt aus.

    Scheinbar wird ein bisschen Ahnung von einem Sport von den Jungs als „gepachtet“ betrachtet.

    • Das müssen keine Schränke sein – den Rest macht die Schutzverpackung🙂 Jungs sind schon komische Geschöpfe…😆

      Vor vielen Jahren hatten Kollegen immer ein Bundesliega-Tippspiel gemacht. Ich sollte mal mitmachen (hab null Ahnung von Fussball und/oder Mannschaften) und hab die Runde gewonnen. Danach hat man mich nie wieder gefragt🙂 War mal wieder der Beweis: Wer am Schlauesten daher redet, hat die wenigste Ahnung😀

      • Wir machen im erweiterten Familienkries immer ein Totospiel zur WM. Oft gewinnt jemand, der sich kaum für Fussball interessiert. Das kommt daher, dass es nur in wenigen Partien einen klaren Favoriten gibt, d.h einfach drauflosraten ist gar nicht schlecht. Wenn man dann noch weiss, wer die fünf oder sechs wirklich starken Mannschaften sind (so ziemlich jeder weiss, dass Brasilien und Deutschland stark sind), dann hat man ganz gute Chancen, das Spiel zu gewinnen. Kurzum: Fussballtoto ist mehr ein Glücksspiel als ein Wissensspiel.

      • Durchaus. Wobei ich lachen musste, weil eure Vermutung, dass Brasilien diese WM gewinnen könnte, als totales Expertenwissen präsentiert wurde😀

        Mein Stiefvater meinte gestern, man solle nicht über Kroatien lachen, die wären schon stark. Ich fand, er hatte Recht. War jedenfalls schon spannend gestern.

      • Durchaus. Wobei ich lachen musste, weil eure Vermutung, dass Brasilien diese WM gewinnen könnte, als totales Expertenwissen präsentiert wurde

        Expertenwissen ist natürlich viel zu hoch gegriffen. Beim Weltmeistertipp spielt das Wissen aber schon eine Rolle. Einfach eine der 32 Mannschaften zufällig auszuwählen ist keine gute Strategie. Brasilien als Weltmeister ist nun mal viel wahrscheinlicher als beispielsweise Algerien. das ist i.m.h.o nicht Expertenwissen, sondern Allgemeinwissen.

      • Ich glaube kaum, dass die selbsternannten Experten gestern die Deklassierung von Spanien mt 1:5 nicht vorhergesehen haben😉

        England wird Weltmeister😆

      • Das „nicht“ ist zuviel, ne?😉

        War ein richtig geiles Spiel. Ich hab nur die 2. Halbzeit gesehen, weil wir noch gegrillt haben, aber die war richtig fett. Das hat Spaß gemacht zu kucken. Auch wenn ich eigentlich für Spanien war, aber die sind einfach nur abgeschlachtet worden.
        Heute Abend bei Italien-England muss ich aber arbeiten😦 Es geht erst um Mitternacht los und ich befürchte schlimmes *stöhn*

  5. Ich würde auf deiner Abseits-erklär-Graphik anstatt der Strichellinie eher den Bereich zwischen hinterster Verteidiger_in und Tor schraffieren. Das macht deutlicher, dass der gesamte Bereich tabu ist. Ansonsten gebe ich dir recht, das kann schon echt ausarten, wenn man neunmalkluge Leute dazu befragt, wie Regeln funktionieren, welche sie vielleicht regelmäßig anwenden und befolgen, aber nie erklären. Denn Dinge verständlich, einfach und kurz zu erklären, muss geübt werden. Vorraussetzung ist dafür tatsächlich, die andere Person abzuholen und evtl. Grundlagen nochmal zu klären. Was jedoch kein Anlass sein sollte, um Entstehung, Entwicklungsgeschichte und diverse Anekdoten wiederzugeben, die sowohl langweilen als auch ablenken.

    Ich glaube ich werde mal mein Umfeld abklappern und mir die Abseitsregel erklären lassen. Bin gespannt was dabei rumkommt😀

  6. Netter Artikel🙂
    Bei der Erklärung den Sinn mit einzubringen ist so simpel wie genial. Das könnten sich die ewigen Aufklärer tatsächlich einmal aneignen.

    Eins geht mir aber bei all den Gesprächen über Fußball total auf die Nerven, du reproduzierst das im Ansatz ebenfalls:
    Der ständige Vergleich zwischen der Herren-Nationalelf und der Damen-Nationalelf.
    – weder weil mir Fußball wichtig wäre, noch weil ich Anhänger des deutschen Teams wäre, nein, einfach grundsätzlich weil es keinen Sinn macht.
    Man kann die beiden Teams nicht vergleichen, da es weder einen direkten Vergleich via Spiel Team vs Team gibt noch dass die beiden Teams sich gegen die gleichen Gegner behaupten mussten.
    Bei den Männern gewinnt halt letztlich ein Team genau wie bei den Frauen eins gewinnt. Komplett unabhängig voneinander.

    • „Bei der Erklärung den Sinn mit einzubringen ist so simpel wie genial.“

      Vielleicht gibt es DOCH Hoffnung für mich als Lehrerin!
      Ich hab mir das irgendwann mal allein zusammen gereimt und seitdem verstehe ich noch weniger, warum Abseits angeblich so kompliziert ist. Der Mitbewohner konnte mir vorgestern allerdings nicht sagen, was der Sinn der Abseitsregel ist ^^

      Ich möchte aber Frauenfußball und Herrenfußball sicher nicht vergleichen. Ich finde es so abartig, wie bei dem Thema die Proleten aus ihren Löchern gekrochen kommen. Als würde es irgendjemand persönlich in irgendeiner Form tangieren, dass es auch Frauenfußball gibt. Trotzdem wird sich das Maul drüber zerrissen, als gäbe es kein Morgen.
      Und wenn ich so etwas mitkriege, sage ich heutzutage nur noch: „Wenigstens wissen die Mädels, wie man einen Titel holt.“ Und mehr wollte ich auch hier nicht sagen🙂

      • Da gebe ich dir recht, Robin. Wie oft habe ich zum Thema „Frauenfußball“ Sprüche gelesen wie „Warum sind die auf dem Spielfeld? Ab zurück in die Küche mit ihnen!“ Da brauchen sich diverse Herren nicht zu wundern, wenn Frauen mit solchen Sprüchen zurückschlagen.^^

        Ich finde auch das Klischee, dass Frauen kein Abseits verstehen, auch völlig überzogen. Gerade weil es ein so bekanntes Klischee ist informieren sich Frauen doch erst Recht über diese Fußballregel. Ich habe mir das mit dem Abseits übrigens von meiner Mutter erklären lassen – die davon überzeugt ist, dass Frauen das besser erklären können, weil sie dabei im Gegensatz zu den Männer nicht ständig mit Fachwörtern um sich werfen.

      • Ich habe übrigens gerade bei Christian gesehen, wie die Horde dort über deinen Beitrag hier diskutiert. Alter, die da drüben müssen doch echt Langeweile haben, und bis auf wenige Ausnahmen – siehe u. a. Leszek – gehen die anderen offenbar nicht einmal zum Lachen in den Keller, wenn es um harmlose Fußballwitze auf Kosten der Männer geht.

        Und dass auch Christian das nicht mal mit einem Augenzwinkern sehen kann, weil es ihm angeblich zu unsatrisch und zu typisch robin-urban-style ist, finde ich in seinem Fall besonders lächerlich. Ich vermute stark, dass seine negative Auslegung deines Beitrages eine beleidigte Reaktion darauf ist, dass du ihm deutlich und unerbittlich klar gemacht hast, warum er bei dir in Ungnade gefallen ist.

        Aber als Roslin dort seine eigene, kleine „Satire“ vorgetragen hat, dessen eigentlicher Sinn es ist, gegen sämtliche Feministinnen zu bashen – denn er differenziert ja bekanntlich nicht – DAS findet Christian komischerweise witzig…

      • Sollen se doch. Hopfen und Malz verloren. Ich rege mich darüber gar nicht mehr auf. Und Christian ist es als allerletztes wert.

  7. Ich verderb dir ja ungern die Laune, aber unsere Weltmeisterinnen wurden von einer zweitklassigen Herrenmannschaft in Grund und Boden gespielt. Von wegen, die zeigen uns, wie’s geht…

      • Wie man Titel gegen Frauen gewinnt, na klasse🙂

        Schon gegen 15-jährige pubertierende Wattenscheid-Auswahlen gewinnen diese Weltmeisterinnen dann aber keinen Blumentopf mehr.

        Übrigens: Klischeealarm…dir fällt wohl auch nur alle 2 oder 4 Jahre ein, dass du ein riesen Fußballfan bist, oder?

      • Tja nun, dann nun, dann sind wohl Männer Innhaber des Titels „Weltmeisterin“… :-))

      • Ich wollte was sagen, aber, oh Gott… das Niveau ist mir zu tief. Sorry. Dass so etwas immer passiert, wenn es um Fußball geht *seufz*

      • Neulich habe ich bei Antje Schrupp in einem Kommentar gelesen, dass man die Geschlechtertrennung im Fußball aufheben sollte. Die Kommentatorin fantasierte eine Welt, in der dann Fußballmannschaften gemischtgeschlechtlich wären, weil man „Die Besten“ auswählen würde, ganz unabhängig vom Geschlecht.
        Wie siehst Du das?

      • Ich glaube nicht, dass Frauen aufgrund ihres Körper- und Muskelbaus mit Männern im Fußball mithalten könnten, auch wenn es mal so weit kommen sollte, dass Frauen genauso wie Männer von ihrem Profisport leben können, statt nebenbei noch arbeiten zu gehen und viel weniger Zeit zum Training zu habe. Ich glaube aber auch, dass das ständige Drauf-Rumreiten auf dieser Tatsache von irgendwelchen männlichen Couchpotatoes, die schon gegen jede A-Jugend-Spielerin alt aussehen würden, hochgradig lächerlich ist.
        Halt, Moment, nein – das glaube ich nicht, das WEISS ich.

      • Ach übrigens, mein Freund muss mir bei jeden Spiel die Abseitsregel neu erklären. Um einfach mal dem Klischee zu widersprechen…

      • Genau Robin. Unsere deutschen Damen zeigen, wie man richtige titel gewinnt. Da haben die Männer noch viel zu lernen.

        Das die mal gegen irgendwelche Herren verlieren, ist doch kein Problem. Bayern ist auch schon gegen einen Drittligisten raus geflogen beim DFB-Pokal😀

    • Männer haben eine weitaus höhere Schusskraft als Frauen. Der Torwart wäre somit auch in einer Mischmannschaft wahrscheinlich immer ein Mann. Gemessen wurden (bei Männern) Tempi von 100 – 140 km/h.

  8. Um Gottes Willen, dieser Artikel ist wohl eher ein klassisches Eigentor.

    Mal abgesehen von den ganzen Sonderregeln und Einschränkungen, die du der Einfachheit halber weggelassen hast (z.B. gibt es Abseits ausschließlich in der gegnerischen Hälfte, nicht bei Standards – ausgenommen Freistößen- und gepfiffen wird nur, wenn der im Abseits stehende aktiv ins Geschehen angreift), hast du nur eine sehr klassische Fehlvorstellung von Abseits reproduziert.

    Deine ach so geniale Erklärung enthält eine Ungenauigkeit und gleich 2 fundamentale Fehler. Jede Frau die dieser Erklärung vetraut, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit weiter mit ihrem Abseitswissen blamieren (wenn sie es nicht ohnehin durch unqualifizierte Kommentare über Trikotfarben und Aussehen der Spieler usw. tut)

    Zum einen ist für jemanden, der tatsächlich nicht weiß was Abseits ist, die Angabe „zwischen“ sehr vage. Denn wir sprechen ja (wie du sicher weißt, aber nicht erklärt hast) hier von der Seitenperspektive, also gemessen an einer Horizontalen, nicht einer direkten Linie zwischen den Spielern.

    Soweit, so gut.

    Den aller ALLERwichtigsten Punkt, der sowohl taktisch als auch für den Schiedsrichter maßgeblich handlungsentscheidend ist, verpasst du komplett:
    (nebenbei, es ist auch peinlich dass dieser epic fail noch niemandem hier aufgefallen ist)
    GLEICHE HÖHE IST KEIN ABSEITS!
    Es muss eben kein Gegenspieler ‚zwischen‘ Stürmer und Torwart (dazu kommen wir gleich) sein, sondern es reicht völlig aus, wenn einer auf gleicher Höhe steht, um das Abseits aufzuheben. In deiner Grafik hieße das, dass ein roter Punkt sich noch unten genau auf die Linie draufsetzt. Hier ist also kein Spieler mehr „dazwischen“ und dennoch ist es kein Abseits.
    Genau diese Tatsache ist in der Mehrzahl aller Abseitsentscheidungen verantwortlich für Offside/Onside.

    Der zweite Punkt ist das (auch unter Männern nicht mal so seltene) Missverständnis, dass Abseits von der Position des Torwarts abhängig sei.
    Streng genommen hat das Wort „Torwart“ in einer Abseitsregelerklärung nichts verloren. Entscheidend ist nämlich der vorletzte verteidigende Spieler, egal wo der Torwart gerade rumturnt. Aufgrund seiner Sondererlaubnis, den Ball im Strafraum mit 4 anstatt nur 2 Gliedmaßen zu spielen, handelt es sich eben häufig bei einem der letzten 2 Verteidiger um den Torwart.
    Abseits kann es aber sehr wohl geben, selbst wenn ein Feldspieler verteidigend auf der Torlinie steht (kommt sogar sehr häufig vor). Und Abseits kann auch aufgehoben sein, obwohl ein Vertikalpass am Torwart vorbeigespielt wird.

    sorry Robin, aber der Artikel war jetzt gar nichts. Ich habe aber sehr gelacht🙂

    Warum hast du eigentlich gegenüber Jungs solche furchtbaren Minderwertigkeitskomplexe?
    Möchtest du selbst einer sein?
    Anders kann ich mir Artikel wie diesen kaum erklären.

    Frauen und Abseits, hihihi.

    • „Um Gottes Willen, dieser Artikel ist wohl eher ein klassisches Eigentor.“

      Findste.

      „Mal abgesehen von den ganzen Sonderregeln und Einschränkungen, die du der Einfachheit halber weggelassen hast“

      Ja. Wie es jeder andere Mensch, der einem Menschen die Abseitsregel erklärt, der sie noch nicht kennt, auch tun würde, sofern er auch nur ein Minimum Gespür für Relevanz hat.

      „Zum einen ist für jemanden, der tatsächlich nicht weiß was Abseits ist, die Angabe “zwischen” sehr vage. Denn wir sprechen ja (wie du sicher weißt, aber nicht erklärt hast) hier von der Seitenperspektive, also gemessen an einer Horizontalen, nicht einer direkten Linie zwischen den Spielern.“

      Was für ein schönes Beispiel für genau die im Text konstatierte Schwurbeligkeit. Kann’s sein, dass du gestrichelte Linie, mit der ich die Abseitsposition markiert habe, übersehen hast?

      „GLEICHE HÖHE IST KEIN ABSEITS!“

      Ich weiß. Brüll doch nicht so.

      „Warum hast du eigentlich gegenüber Jungs solche furchtbaren Minderwertigkeitskomplexe?
      Möchtest du selbst einer sein?
      Anders kann ich mir Artikel wie diesen kaum erklären.

      Frauen und Abseits, hihihi.“

      Höhöhö. Fick dich und Tschüss.

    • Dem möchte ich widersprechen. Mir wurde schon gefühlte tausend Mal die Abseitsregel erklärt – vergeblich.
      Robin hat aber DEN SINN dieser Regelung erklärt, und jetzt leuchtet es mir ein. Das werde ich übrigens meinem Hetero-Freund beim nächsten Spiel eiskalt servieren…

      • „Robin hat aber DEN SINN dieser Regelung erklärt, und jetzt leuchtet es mir ein.“

        Da haste Recht. Ich glaube, die meisten kapieren diese Regel nicht, weil der Grund für diese Regel nicht miterklärt wird. Das ging mir zumindest so. Wenn man den Grund nicht erklärt, klingt die Regel nämlich zunächst so, als dürfte man nicht auf das gegnerische Tor schießen. Und das wäre ja absurd😀

  9. Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich gar nicht weiß, woher ich weiß, was Abseits ist. Einen Vater, Opa, Onkel, älteren Bruder o.ä. hatte ich nicht, meine Mutter interessierte sich nicht die Bohne für Fußball. Ich bin auch nie selbst mit einem Verein in Berührung gekommen. Es hat mir nie jemand erklärt. Irgendwann mit 13 oder 14 fing ich ganz autonom an, mir Fußballspiele im TV anzusehen. Was Abseits ist und wozu es das gibt, schien mir irgendwie immer ganz selbstverständlich, ich habe nie darüber nachgedacht. Deswegen verstehe ich diese ganze Debatte um das Erklären von Abseits nicht. Wer das nicht rafft, interessiert sich entweder überhaupt nicht für Fußball oder hat den IQ von fünf Meter Feldweg.

    Da ich beides grundsätzlich nicht an ein Geschlecht knüpfe, sitze ich immer da, wenn diese Debatte aufkommt und denke mir: Gibt’s das wirklich? Leute, die anderen Leuten unterstellen, Abseits nicht zu verstehen? Ich meine: Fair enough. Wer mit Fußball nichts am Hut hat, braucht natürlich auch dessen Regeln nicht zu kennen. Aber wer sich dafür interessiert, versteht das auch. Also was soll dieser Vorwurf? Woher kommt der? Beruht der auf Menschen wie einem Freund von mir, der immer so tut, als würde er sich mit Fußball auskennen, weil er meint, er würde sich sonst unbeliebt machen, sich bei diesen Selbstproduktionsversuchen aber jedes Mal nur lächerlich macht? Gibt es auf weiblicher Seite vielleicht eine signifikante Zahl solcher (wahrscheinlich eher im Teenager-Alter befindlicher) Gestalten, die, um bei irgendwelchen Mackern Eindruck zu schinden, so tun, als würden sie sich dafür interessieren, sich bei diesen Versuchen aber immer lächerlich machen? Irgendwoher muss dieses Klischee ja kommen.

    • Ich hatte das Thema gerade auf Twitter. Dazu zwei Zitate:

      „“Das war schon eine schwere Sünde, dass die Mädchen da mit einem wackeligen Busen übers Feld liefen und dann auch noch gegen den Ball traten oder sich gegenseitig foulten. Nach Vorstellungen der alten Herren war das unmöglich. Man wollte einfach keine Damenfußballabteilungen und keine Damenwettbewerbe, weil man sagte, das ist kein Sport, der sich für Frauen eignet, weil der Körper der Frau für den Kampfsport – denn Fußball wurde immer noch als Kampfsport angesehen – weder physisch noch seelisch geeignet ist“

      – Hubert Claessen, ehemaliges DFB-Vorstandsmitglied, 1999 zur Entscheidung des DFB 1955, Damenfußball innerhalb des Verbandes nicht zu gestatten.

      „„Ich glaube nicht, dass dieser Sport [Frauenfußball] genauso populär wird wie unser traditioneller Fußball. Warum sollen auch Frauen hinter dem Ball herlaufen? Sie gehören doch hinter den Kochtopf. Meiner Frau würde ich nicht erlauben, Fußball zu spielen.“

      – Gerd Müller

      Und da wundern sich manche, warum es Feminismus gibt.

      • Hm… So abstrus ich als Liberaler solche Einlassungen auch finde, muss ich dich doch fragen: Was hat die Fähigkeit, Fußball praktisch spielen zu können mit der Fähigkeit, die Abseitsregel theoretisch verstehen zu können zu tun? Klar, das zweite ist Voraussetzung für das erste, aber die Herren haben ja nicht die kognitiven Voraussetzungen der Damen angezweifelt, sondern die physischen. Bei meiner Frage ging es aber um die kognitiven Voraussetzungen. Also, warum werden die angezweifelt, woher kommt das?

      • Ich denke, das hängt zusammen. Sie halten Frauen für zu absolut unfähig, um gegen den Ball zu treten und darauf aufbauend glauben sie auch nicht, dass sie die Regeln checken. Zusätzlich werden Frauen ja allgemein für blöder als Männer gehalten und das auch nicht grade erst seit gestern.

      • „Halten“ scheint mir jetzt allerdings das falsche Tempus zu sein. Ich denke nicht, dass beim DFB heute Frauen noch für Fußball-unfähig gehalten werden, oder dass sie allgemein für blöder gehalten werden als Männer – wenn man mal so in die Presseerzeugnisse der letzten Jahre schaut, scheint mir sogar eher das Gegenteil der Fall zu sein.

  10. Robin, Glückwunsch. Wie du doch mit solch einem kleinen belanglosen Abseitsartikel so viel Wellen schlagen kanst🙂🙂 Herrlich mit anzusehen, wie die Herren es unermüdlich probieren, dir zu erklären, wie das nun funktioniert🙂

  11. Ich habe mir die Regel immer so gemerkt: Schieße den Ball nicht zu einem Mitspieler, der alleine vor dem gegnerischen Tor steht. Das trifft es nicht ganz, kommt dem Sachverhalt aber ziemlich nahe🙂

      • Ja, aber Du hast Recht: Männer können das nicht. Die haben mir alle „tiefenpsychologische“ und „hochwissenschaftliche“ Erklärungen geliefert, dann rumgestammelt, und schließlich war ich selbst schuld, weil ich es nicht kapiert habe (typisch schwul)😀
        Schau Dir Ole an. Hat irgendjemand das verstanden?

      • Tja. So von wegen „Eigentor“.
        Wobei das mit der gleichen Höhe tatsächlich noch reingehört hätte, aber meine Güte, ein „epic fail“ geht anders.

      • Ach nu kommt aber ihr Beiden, ihr solltet euren Frust aber schon besser loswerden können als nun selbst alle Herren über einen Kamm zu scheren.

      • @Robin
        Ach mach ich eh nicht. Ich bin vor allem über deine Darstellung der Erklärung die manche abliefern sehr amusiert😉

        Im Grunde geht es mir ja als kein wirklicher Fußballfan darum nicht mit den „Fußballfachmännern“ zusammengeschmissen zu werden😉

      • Es steht dir und jedem anderem, dem der Schuh nicht passt frei, sich nicht mitgemeint zu fühlen😉 Lass mich doch auch mal polemisch sein.

  12. Mich wundert es ja ein wenig das du die Zeitschrift so ernst zu nehmen scheinst. War die Zeitschrift, anders als die Bravo, tatsächlich Mal realistischer was Teenager anging und hat die nicht für die Verkörperung dummer Klischees gehalten?

    Ansosnten regst dich zurecht über viele dieser „Fußballprofis“ auf. So, thumbs up.

    • Oh, ich nehme es durchaus ernst. Es fehlt wirklich eine schöne Zeitschrift für Mädchen auf dem Markt, in der es nicht nur um Schminken und Tussikram geht. (Das gilt für ne gleichwertige Zeitschrift für Jungs auch.) Natürlich zementiert das Rollenbilder. Und früher kam sie mir wirklich besser vor. Hier fungiert es halt als Beispiel.

      Sich darüber lustig zu machen… kann man drüber streiten. Eigentlich müsste es heißen: „Ah, die MÄDCHEN… zu einfach“. Aber es war zu schön. Vermutlich widme ich einen ganzen Beitrag der BRAVO, die ich vorletztes Wochenende auf einem Festival gelesen habe. Es gibt da einfach zu viele Vorlagen. I can’t resist.

      • Robin,

        Es fehlt wirklich eine schöne Zeitschrift für Mädchen auf dem Markt, in der es nicht nur um Schminken und Tussikram geht.

        wieso, es gibt doch haufenweise schöne Zeitschriften auf dem Markt, in denen es nicht nur um Schminken und Tussikram geht. Die dürfen alle auch von Mädchen gekauft werden.*

        Oder kaufen Mädchen grundsätzlich nur Zeitschriften, auf denen groß „für Mädchen“ draufsteht?

        Oder anders, muß es wirklich die eine Zeitschrift geben, die quasi Identifikationspunkt ist und unbedingt alle interessanten Themenbereiche abdeckt, beziehungsweise die Themenbereiche, die man gefälligst für interessant zu halten hat?

        * Na gut, es gibt tatsächlich auch Zeitschriften, die von Mädchen nicht gekauft werden dürfen, allerdings nicht wegen ihres Geschlechts. Aber in den meisten davon geht es auch hauptsächlich um… Tussikram, irgendwie.

        (Das gilt für ne gleichwertige Zeitschrift für Jungs auch.)

        Da mache ich mir keine Sorgen. Zumindest früher haben Jungs haufenweise Zeitschriften gelesen, in denen es nicht nur um Schminken und Tussikram ging. Kicker, Elektor, Autobild, Spex, P.M., c’t…
        Keine Ahnung, wie das jetzt ist, meine Jugend war prä-PISA.

        Gibt es überhaupt Zeitschriften, die sich explizit an Jungs richten? Das „Jungsheft“ trotz des Namens ja schon mal nicht…

        B20

      • „wieso, es gibt doch haufenweise schöne Zeitschriften auf dem Markt, in denen es nicht nur um Schminken und Tussikram geht. Die dürfen alle auch von Mädchen gekauft werden.*“

        Ich weiß nicht mehr ob du dich noch dran erinnern kannst, aber mit 13, 14 Jahren hat man nicht genug Kohle, um sich so viele Special-Interest-Zeitschriften zu kaufen, dass am Ende, wenn man alle interessanten Artikel zusammen geschmissen hat, eine gute dabei rauskommt. Und die sind leider nun mal halt auch alle für Erwachsene.

        „Oder kaufen Mädchen grundsätzlich nur Zeitschriften, auf denen groß “für Mädchen” draufsteht?“

        Nee. Wie die Ü-Eier für Mädchen sind solche Zeitschriften für Jungs, damit die wissen, was sie NICHT kaufen sollen.

        „Oder anders, muß es wirklich die eine Zeitschrift geben, die quasi Identifikationspunkt ist und unbedingt alle interessanten Themenbereiche abdeckt, beziehungsweise die Themenbereiche, die man gefälligst für interessant zu halten hat?“

        Ich zwinge niemanden, etwas interessant zu finden, was er nicht interessant findet. Ich würde dich bitten, mir mit sowas nicht zu kommen.

        „Gibt es überhaupt Zeitschriften, die sich explizit an Jungs richten? Das “Jungsheft” trotz des Namens ja schon mal nicht…“

        Siehe oben.

      • Robin,

        Ich weiß nicht mehr ob du dich noch dran erinnern kannst, aber mit 13, 14 Jahren hat man nicht genug Kohle, um sich so viele Special-Interest-Zeitschriften zu kaufen,

        ich erinnere mich, daß wir damals Zeitschriften-Sharing betrieben haben. Einer hat die weißen Clever&Smarts gekauft, einer die blauen und einer die Sonderausgaben. Die P.M.s, die damals gerade anfingen, mir zu dämlich zu werden (und die kurz darauf eine Computerzeitschrift ersetzte), haben aber zugegebenermaßen meine Eltern bezahlt.

        Aber ich meinte ja auch nicht, daß jeder alle dieser Zeitschriften liest oder lesen sollte, sondern eben die, die ihn interessiert.

        Nee. Wie die Ü-Eier für Mädchen sind solche Zeitschriften für Jungs, damit die wissen, was sie NICHT kaufen sollen.

        Also wurden/werden quasi die Schmink- und Tussiartikel aus den „normalen/allgmeinen“ Jugendzeitschriften in die Mädchenausgaben ausgelagert, mit dem Ergebnis, daß diese zwangsläufig eben nur noch aus ebensolchen bestehen? Mädchen könnten aber stigmafrei auch die „normalen“ Zeitschriften kaufen, wenn sie eben kein Tussizeug oder jedenfalls lieber das Nicht-Tussizeug lesen wollen?

        Wie würdest Du Dir denn eine „schöne“ Mädchenzeitschrift vorstellen, einfach nur eine gesündere Mischung? Und wenn die „normalen“ Jugendzeitschriften doch alle außer den ausgesprochenen Mädchenthemen enthalten, welche Art zusätzlicher Artikel stellst Du Dir dann für die gleichwertige spezielle Jungszeitschrift vor? (Ha, ich hab’s: Wir brauchen eine Jugendzeitschrift mit ein paar geschickt eingeschmuggelten maskulistischen Artikeln pro Heft! Oder, etwas ernsthafter, Vorstellungen für Jungen möglicherweise interessanter Bücher.)
        Aber wäre nicht grundsätzlich die „Reintegration“ und Abschaffung geschlechtsspezifischer Zeitschriften der bessere Weg zum Abbau von Stereotypen?

        Ich zwinge niemanden, etwas interessant zu finden, was er nicht interessant findet. Ich würde dich bitten, mir mit sowas nicht zu kommen.

        Möönsch, Robin, Du bist heute aber auch wieder volatil. Ich bin Dir überhaupt nicht gekommen, denn ich sprach dabei gar nicht von Dir. Aber ohne in meinem Leben je eine Jugendzeitschrift gekauft zu haben (war halt schon immer Nerd), habe ich doch den Eindruck, daß deren Redaktionen eine ziemliche Macht haben, Themen in der Jugendkultur zu setzen, über die man dann Bescheid zu wissen hat, wenn man „in“ sein will.
        Ich könnte mir sogar vorstellen, daß das in Zeiten des Internets ihre Hauptfunktion ist. Oder täusche ich mich da?

        (Und, da mir gerade auffällt, daß es möglicherweise dieser Punkt war, an dem Du mich mißverstanden hast: Mit „muß“ meinte ich nicht Deine Sicht, sondern die der nachfragenden Mädchen.)

        Bombe 20

      • „Aber ich meinte ja auch nicht, daß jeder alle dieser Zeitschriften liest oder lesen sollte, sondern eben die, die ihn interessiert.“

        Ich glaub, das hast du falsch verstanden. Ich meinte, dass viele der Special-Interest-Zeitschriften ZU speziell sind. Jugendkultur ist aber nun mal vielfältig. Weder ein Kinomagazin, noch ein Musikmagazin, noch ein reines Modeheft kann da einspringen, obwohl sicher überall gute Artikel drin sind, aber halt auch so viel weniger interessantes Zeugs, dass sich der Kauf kaum lohnt.

        „Also wurden/werden quasi die Schmink- und Tussiartikel aus den “normalen/allgmeinen” Jugendzeitschriften in die Mädchenausgaben ausgelagert, mit dem Ergebnis, daß diese zwangsläufig eben nur noch aus ebensolchen bestehen? Mädchen könnten aber stigmafrei auch die “normalen” Zeitschriften kaufen, wenn sie eben kein Tussizeug oder jedenfalls lieber das Nicht-Tussizeug lesen wollen?“

        So ungefähr. Ich hab mich aber ehrlich gesagt schon als Teenager immer gefragt, ob es Jungs gibt, die die Bravo kaufen, weil mir da auch zu viel Tussizeug drin war (obwohl es ja noch die Bravo Girl gibt).

        „Wie würdest Du Dir denn eine “schöne” Mädchenzeitschrift vorstellen, einfach nur eine gesündere Mischung? Und wenn die “normalen” Jugendzeitschriften doch alle außer den ausgesprochenen Mädchenthemen enthalten, welche Art zusätzlicher Artikel stellst Du Dir dann für die gleichwertige spezielle Jungszeitschrift vor? (Ha, ich hab’s: Wir brauchen eine Jugendzeitschrift mit ein paar geschickt eingeschmuggelten maskulistischen Artikeln pro Heft! Oder, etwas ernsthafter, Vorstellungen für Jungen möglicherweise interessanter Bücher.)
        Aber wäre nicht grundsätzlich die “Reintegration” und Abschaffung geschlechtsspezifischer Zeitschriften der bessere Weg zum Abbau von Stereotypen?“

        Ja, ein Heft für alle wär sicher besser.
        Was ich als unmoralisch empfinde, ist dieses unglaubliche Maß an Werbung, das sich da findet. Eigentlich müssten die ganzen Schminkartikel als Anzeige gekennzeichnet sein statt als redaktionelle Beiträge. Es geht um Jugendliche als Zielgruppe, da ist das einfach sehr fragwürdig.
        Was nicht heißt, dass nicht trotzdem Schminktipps reingehören dürfen oder Mode. Nur fände ich es schön, wenn hier eine breitere Palette abgedeckt wird. Das ist alles so dermaßen konformistisch. Warum nicht mal eine Reihe über verschiedene Modestile, über Subkulturen etc. statt immer nur dieser H&M/New Yorker-Scheiße? Dasselbe bei Musik.
        Es ist ja nicht so, dass NUR Müll da drin steht, aber die wenigen Beiträge, die sich nicht mit irgendwelchen Sternchen beschäftigen, könnten ein wenig ausführlicher sein. In der Mädchen war z.B. auch ein Artikel über fußballspielende Mädchen in Brasilien, für die das die einzige Chance darstellt, aus ihrem Elend rauszukommen, weil man dort kaum Zugang zu Bildung hat, wenn die Familie arm ist. Schön – aber warum nur eine Seite? Ist das Thema nicht etwas komplexer?
        Am meisten stört mich wohl, dass man beim Lesen den dringenden Verdacht bekommt, die Macher würden Teenager für Idioten halten. Das fängt bei der dämlichen Sprache an und hört bei den teils extrem manipulativ erscheinenden Inhalten auf. Teenager sind aber keine Idioten. Und es würde unserer Gesellschaft nicht schaden, sie zwischen Musik, Mode und Filmen auch ein bisschen zu fordern.

        „Möönsch, Robin, Du bist heute aber auch wieder volatil. Ich bin Dir überhaupt nicht gekommen, denn ich sprach dabei gar nicht von Dir. Aber ohne in meinem Leben je eine Jugendzeitschrift gekauft zu haben (war halt schon immer Nerd), habe ich doch den Eindruck, daß deren Redaktionen eine ziemliche Macht haben, Themen in der Jugendkultur zu setzen, über die man dann Bescheid zu wissen hat, wenn man “in” sein will.“

        Das ist leider auch mein Eindruck. War es übrigens schon, als ich selber noch ein Teenager war.

      • @Robin
        „Oh, ich nehme es durchaus ernst. Es fehlt wirklich eine schöne Zeitschrift für Mädchen auf dem Markt, in der es nicht nur um Schminken und Tussikram geht. (Das gilt für ne gleichwertige Zeitschrift für Jungs auch.) Natürlich zementiert das Rollenbilder. Und früher kam sie mir wirklich besser vor. Hier fungiert es halt als Beispiel.“

        Es fehlen allgemein bezahlbare gute Zeitschriften für Jugendliche, klar. Aber Bravo und Co. sollen ja vor allem so „Lifestyle Magazine“ sein, ähnlich einer FHM oder halt einer Vogue und derlei.
        Und in dem Bereich habe ich auch bei Erwachsenen das Gefühl das die Autoren da Abziehbildchen bedienen. Wobei das bei manchen Fachzeitschriften ebenfalls so anmutet. Die Visier erschien mir bei manchen Artikeln beispielsweise auch manchmal sehr merkwürdig. Aber okay ich war auch nicht der wirklich große Sportschütze.

        Das mit den Rollenbildern ist so eine Sache wo mein bedingter Glauben an die menschliche Entscheidungsfreiheit und Intelligenz mit der Wahrnehmung mancher RL-Abziehbildchen miteinander ringen.
        Also gerade damals bei BRAVO-Fotostories und deren Experten, zweifelte ich schon erst ob das irgendwer jemals für normales Verhalten hielt.

        „Sich darüber lustig zu machen… kann man drüber streiten. Eigentlich müsste es heißen: “Ah, die MÄDCHEN… zu einfach”. Aber es war zu schön. Vermutlich widme ich einen ganzen Beitrag der BRAVO, die ich vorletztes Wochenende auf einem Festival gelesen habe. Es gibt da einfach zu viele Vorlagen. I can’t resist.“

        Do it!😉

    • Natürlich gibt es eine zeitschrift, die sich explizit an Jungs richtet: Den Playboy😆
      Als Frau hast immer noch die Emma😀

      Wie war das noch mit dem „wir basteln uns ein Klischee“?

  13. Lol😀 Geiler Artikel. Wo hast du diese erste Grafik her? Die ist der Wahnsinn xD Ich hätte beinahe meine Tastatur ruiniert, weil ich den Fehler gemacht habe, während des Anguckens etwas zu trinken *g*
    Mir wird zwar immer ein Rätsel sein, wie manche Leute, die ansonsten vorgeben, gar keine Emotionen zu haben, sich bei einem Spiel, bei dem 20 Affen (2 weitere stehen im Tor) einem Ball hinterherrennen, die Augen ausheulen, und was Abseits ist, ist mir ziemlich schnuppe, aber dein Artikel ist genial! Kudos. Genauso genial wie der zum Hobbit (hab ich den eigentlich kommentiert? Falls nicht, shame on me).

    • Die Bilder hab ich ganz allein gemacht😀

      Ich kann die Begeisterung schon verstehen. Ist einfach ne gute Stimmung. Nur dieses Mimimi von wegen, ich hätte das jetzt falsch erklärt, DIE kann ich nicht verstehen😉 (stimmt ja auch nicht – meine Erklärung ist nicht falsch, nur unvollständig)

      • Nur dieses Mimimi von wegen, ich hätte das jetzt falsch erklärt, DIE kann ich nicht verstehen

        Tja, getroffene Hunde machen halt gerne mimimi *fg*

      • Jau. Aber gewaltig. Nur schön, wie sie verlangen, dass man über die plattesten ihrer Flachwitze lacht (sonst ist man ja humorlos), aber wehe, es sind mal sie (wobei, nicht mal gezielt sie) das Ziel von ein bisschen Ironie😀

      • Joah, das hab ich auch gedacht. Und es reagiert auch keiner, wenn von „Weibern und ihrer hormonbedingten Hysterie“ die Rede ist😀

      • *gg* Ach ja … was mir noch einfällt … Fußball und „Weiber und ihre hormonell bedingte Hysterie“ in einem Satz erwähnen … kein kluger Schachzug … Tja, wir „Weiber“ können unsere Hysterie wenigstens auf unsere Hormone schieben.
        Aber was ist mit den schluchzenden, schreienden, mit Kriegsbemalung und im Trikot herumhampelnden (bzw., noch besser, auf dem Sofa zu Hause, wo ihnen keine Sau zuhört), sich gegenseitig mit Bierkrügen die Birne einschlagenden Fußballfans? Naja, das müssen wir halt dann auch wieder verstehen … ist schließlich ein weltbewegendes, gedenkwürdiges Ereignis, wenn … hmpf, ich höre lieber auf😀

  14. Die ganzen Streitereien um Frauenfussball werden genau dann lächerlich, wenn von einigen behauptet wird, Frauen spielten genau so gut Fussball wie Männer oder soagr besser. Ich behaupte ja auch nicht, ich könne schneller laufen als Usain Bolt. Deswegen hab ich weder Minderwertigkeitskomplexe noch schlaflose Nächte.
    Wenn ich das aber ernsthaft behaupten würde, dann müsste ich mich über Spott und Häme nicht wundern. Alternativ könnte man mich für einen kompletten Idioten halten. Wenn sich Frauen und Frauenfreunde denn unbedingt mit Männern messen wollen um zu zeigen, dass Frauen genauso gut oder sogar besser als Männer sind, dann ist Sport im Allgemeinen und Fussball im Speziellen dazu völlig ungeeignet.
    Diese Verpolitisierung der Frauenfussball-WM hat mir damals den Spass teilweise verdorben. Ich fands trotzdem spannend und unterhaltsam, auch wenn die Frauen nicht ganz so schnell laufen und nicht ganz so hart schiessen wie die Männer.

    • „Die ganzen Streitereien um Frauenfussball werden genau dann lächerlich, wenn von einigen behauptet wird, Frauen spielten genau so gut Fussball wie Männer oder soagr besser. “

      Ja, und weißt du, was das Schöne ist? DAS HAT HIER NIEMAND GEMACHT!

      Was habt ihr eigentlich für Probleme, dass ihr IMMER, wenn es innerhalb der Geschlechterdiskussion um Fußball geht, achtzigmal betonen müsst, dass die Frauen leistungsmäßig nicht mithalten können? Bricht euch nen Zacken aus der Krone anzuerkennen, dass es tierisch nervt, selbst als Profispielerin ständig mit einem „Höhöhö, Frauen und Fußball“-Spruch konfrontiert zu werden? Zum Beispiel solche, die du bei Christian so eloquent hingerotzt hast? Woraufhin sich niemand geregt hat – aber wenn ich so einen Artikel schreibe, der einfach nur witzig sein soll, wird sich gouvernantenhaft aufgeregt bis Ultimo?

      Geh mir weg mit diesem Gejammer über Frauenfußball. Von euch kommt ja nicht mal jemand drauf, dass Fußball in Deutschland einfach einen völlig anderen Stellenwert hat als jeder andere Sport, weshalb auch Frauenfußball mehr in den Medien präsent ist als irgendwelche Randsportarten. Zudem ist immer der Sport in den Medien, mit dem man gerade auf internationaler Ebene die meisten Erfolge feiert. Würde sich irgendjemand so für die Formel 1 interessieren, hätte es Schumi nicht gegeben? Für Frauenboxen (Regina Halmich)? Hat irgendjemand auch nur einen Scheiß auf Gewichtheben gegeben, bevor Matthias Steiner 2008 Gold geholt hat und daraufhin massig Werbeverträge bekommen hat? Und seht ihr tatsächlich nicht den Unterschied zwischen irgendwas anderem als Fußball und einer Frauen-WM, die sogar IM EIGENEN LAND STATTFINDET?!
      Viele Leute sind von der WM genervt. Den Fans geht das am Arsch vorbei. Aber warum wollt ihr alle nen Lutscher, sobald das Medieninteresse auch bei den Frauen etwas größer ist?

      Schreib meinetwegen einen Artikel bei eurem blöden Geschlechterallerlei, aber hört auf, MIR mit dem Thema auf den Sack zu gehen, nur weil ihr einen Satz nicht richtig lesen könnt.

      • Was habt ihr eigentlich für Probleme, dass ihr IMMER, wenn es innerhalb der Geschlechterdiskussion um Fußball geht, achtzigmal betonen müsst, dass die Frauen leistungsmäßig nicht mithalten können?

        Das betraf weniger Deinen Beitrag, sondern die mediale Verpolitisierung der letzten Frauenfussball-WM. Kein Grund gleich auszurasten.
        Du hast aber recht: Die physischen Vorteile des männlichen Körpers sind so selbstverständlich, dass es sich erübrigt, überhaupt darüber lang und breit zu diskutieren und sie bei jeder unpassenden Gelegenheit anzuführen.
        Wenn aber, wie während der letzten FFWM, über die Attraktivität und die Qualität von FF und MF diskutiert wird und diese Vergleiche andauernd von Frauen und Frauenfreunden (vor allem in den Medien) angestellt wird, na dann vergleichen wir eben.

        Zum Beispiel solche, die du bei Christian so eloquent hingerotzt hast?

        Der Zweck solcher Sprüche ist es ja gerade zu nerven.🙂
        Genau so wie Dein Rant hier.

      • Nö, der Zweck dieses „Rants“ war, zu unterhalten. Ist mir offensichtlich bei einigen geglückt, was mich freut. Ob ihr dazu gehört, interessiert mich nicht – es hätte mich aber gewundert, wenn es so wäre. Von daher reagiert ihr mal wieder genau wie erwartet. Empfindliche Menschen sind leider so berechenbar.

  15. Ich kann Ole nur beipflichten.

    Egal wie ernst der Artikel jetzt gemeint ist: Wenn du dich über überkomplexe Erklärungen lustig machst, solltest du nicht mit einer weit unterkomplexen kontern, die genau so wenig dazu führt, dass jemand Abseits versteht (selbst wenn er es glaub, es wäre so einfach). Nach deiner Beschreibung ist gleiche Höhe nämlich tatsächlich Abseits, und das ist so falsch wie es nur geht.

    Wenn all die Damen, die dir jetzt auf die Schuldern klopfen („ganz genau, die Männer sind doch zu doof, es uns zu erklären! Ich liebe dich voll für deinen Artikel!1 Bussi! „) dann man ein Spiel schauen, würden sie mit deiner Erklärung durch die realen Entscheidungen und Zeitlupenstudien nur weiter verwirrt werden, da sie eben nicht übereinstimmen.

    Dabei hätte man auch in ebenso wenigen Worten passives Abseits und nahezu alle Einschränkungen und Spezifikationen der Regel miterklären können.

    z.B. so:
    Wenn der Ball im laufenden Spiel (oder bei Freistoß) in Richtung gegnerisches Tor gespielt wird, dürfen angreifende Spieler in der gegnerischen Hälfte nur dann eingreifen, wenn zu dem Zeitpunkt mindestens 2 Gegenspieler gleich nahe oder näher an ihrer Torauslinie standen.

    War gar nicht so schwer, oder?

    • Ach David, wie wär’s, wenn du einfach zurück zu Christian gehst und dort noch ein bisschen weiter hetzt? Du bist immer ganz groß darin, anderen eine schlechte Diskussionskultur vorzuwerfen, dabei bist du einer der bösartigsten ad-hominem-Kommentatoren, die es gibt, außer, du hast mal nen guten Tag.

      Ich weiß, dass gleiche Höhe kein Abseits ist. Und völlig ohne darüber zu recherchieren, wie du vermutetest, habe ich schlicht vergessen, es dazu zu erwähnen. Das es hätte rein gehören müssen, sagte ich bereits. Was sicher nicht reingehört hätte: passives Abseits, das übrigens mit meiner Formulierung mit abgedeckt ist, Ausnahmen wie ein Rückpass, ein Fehlpass, Abpraller vom Tor oder Tormann, überhaupt die Erwähnung, dass es sich beim letzten Mann nicht unbedingt um den Tormann handeln muss, weil ich behaupte, dass in 99% der vom Schiri beanstandeten Fälle der letzte Mann der Tormann IST etc. pp. Das interessiert Leute, die während eines Spiels fragen, was eigentlich Abseits ist, schlicht und ergreifend null, ob du die Frage als Zumutung empfindest oder nicht. Wenn du dich nicht bemüßigt fühlen würdest, Abseits mit sämtlichen Sonderregeln zu erklären, statt einfach mal knapp und prägnant auf eine Weise, die für Leute, die es sowieso nicht schon wissen, völlig ausreichend ist und die sich beliebig erweitern lässt („Warum hat der jetzt nicht Abseits gepfiffen, da stand doch niemand mehr dazwischen?“ „Gleiche Höhe gilt nicht als Abseits.“ „Ah, okay.“), würde eine solche Frage während eines Spiels übrigens auch gar nicht groß stören. Wir hatten gestern auch eine solche Situation während des nicht-gegebenen Tors für Spanien, wo wir uns kurz drüber verständigt haben, ob das jetzt wirklich Abseits war oder nicht (da der Schütze im passiven Abseits stand, bevor er einen Abpraller vom Tormann verwandelt hat). Alles ganz easy, null verbissen.

      Dass das hier nicht ganz bierernst gemeint war, darauf hätte man bei der unglaublichen Übertreibung ganz von allein kommen können, ohne dass ein Leszek kommen muss, der es euch erklärt. Sätze mit so etwas krass dämlichen wie „Ausfallswinkel gleich Einfallswinkel“ haben ebenfalls einen mehr als dezenten Hinweis gegeben. Und wer fängt schon mit Fritz Walter an, wenn es um Abseits geht?

      Letzte Woche hieß es noch bei einem „Witz“ auf Kindergartenniveau auf meine Kosten, dass ich keinen Humor hätte. Ich denke, es ist jetzt mehr als klar geworden, wer hier eigentlich keinen Humor hat – wenn ich mir schon Minderwertigkeitskomplexe vorwerfen lassen muss nur wegen eines dämlichen Fußballartikels. Ich bin diese Scheiße so leid. Wenn ihr mich so scheiße findet, dann überlegt mal, warum ihr dutzende Antworten darauf verwendet, über mich herzuziehen, nur weil ich mal den Fehler gemacht habe zu glauben, mit euch könnte man diskutieren wie mit normalen Menschen.

      • Ach David, wie wär’s, wenn du einfach zurück zu Christian gehst und dort noch ein bisschen weiter hetzt? Du bist immer ganz groß darin, anderen eine schlechte Diskussionskultur vorzuwerfen, dabei bist du einer der bösartigsten ad-hominem-Kommentatoren, die es gibt, außer, du hast mal nen guten Tag.

        Interessant. Und was ist das jetzt anderes, als bösartige ad hominem-Unterstellungen? Wo „hetze“ ich denn bitteschön?
        Ich denke, ich bin allgemein recht sachlich.
        Dir täte es allgemein ganz gut, öfter mal tief durchzuatmen und deine eigenen Postings mal neben die zu legen, die dich rot anlaufen lassen.

        Der Rest geht total an meinem Post vorbei.
        Man kann natürlich Abseits ganz einfach erklären und dazu braucht es nicht sämtliche Ausnahmen und Spezialfälle.

        Aber da du deine Erklärung offenbar für besonders genial (im Gegensatz zu denen von Männern) hältst, wollte ich nur mal schnell demonstrieren, dass man das in ebenso wenigen, einfachen Worten richtiger und genauer machen kann.

        Deine Pointe ist halt so ein bisschen verkorkst und das muss man anmerken dürfen, ansonsten werde ich die Feier deiner „Satire“ jetzt mal nicht weiter stören.

        Nebenbei: deine Kommentarpolitik finde ich vollkommen in Ordnung. Dass man Spott und Kritik in gewissem Rahmen zulässt (also ohne echte Beleidigungen), ist imho eine Frage der Ehre. Leute die aber dauerhaft nerven oder das Diskussionsklima verändern, obwohl ich sie nicht als Stammkommentatoren haben möchte, würde ich auf meinem Blog selbst auch nicht zulassen.

      • Weißt du, anders als zum Beispiel Matthias, der seine ständigen Spitzen gegen mich offensichtlich als Kabbelei unter Kumpels versteht, obwohl wir alles andere als Kumpels sind, weiß ich, wann ich beleidigend werde und gebe es auch zu. Es ist nur schlicht eines: gerechtfertigt.

        Du bist nicht sachlich. Manchmal, ja. Das macht es besonders bitter, wenn du austickst. Du bist nämlich intelligenter als so Gestalten wie Borat oder Derdiebuchstabenzählt oder die, die ich bis jetzt gesperrt habe. Ich weiß nicht, was ich mir von dir schon alles anhören musste. Von meinem „unbeholfen prätentiösen“ Schreibstil (ich nehme an, du meinst damit etwas, was ich ganz bewusst so mache, aber das scheinst du ebenso wenig zu bemerken wie komplette Übertreibung) über die immer wieder getätigten herablassenden Angriffe auf meine Intelligenz bis zu den Ausrastern darüber, dass ich ja so völlig diskussionsunfähig bin, während du gleichzeitig übersiehst, dass ich meist nur REAGIERE, wobei du die Auslöser geflissentlich ignorierst. Doppelte Standards, auch bei dir selbst. Nicht zu vergessen die Pathologisierungen meiner Person, oder Onyx‘, oder Marens. Bedenkt man deine Profession, ist das nochmal einfach nur bitter.

        Ich bin oft NICHT sachlich, aber wenigstens gebe ich es zu. Aber ich sehe es nicht ein, ständig besser als alle anderen sein zu müssen, um als „sachlich“ anerkannt zu werden.

        Vielleicht machst du dir ja auch mal Gedanken darüber, wie man es einzuordnen hat, dass nur du und Ole einen Fehler kritisiert haben (in Oles Fall völlig over the top, worüber du auch kein einziges Wort verlierst), während der Rest der Bagage ganz allgemein mal wieder komplett ausgerastet ist, so wie fast bei jedem Artikel, den ich schreibe. Und ICH habe keinen Humor? Bitch please!!

      • neben deinem ersten Abschnitt vielleicht auch nochmal die letzten 3 Sätze nochmal lesen.
        Da darf man sich schon ein wenig fragen, wie selbstreflektiert du angesichts solcher Ausfälle eigentlich bist.

      • @ Robin
        „Ich weiß nicht, was ich mir von dir schon alles anhören musste. Von meinem “unbeholfen prätentiösen” Schreibstil (ich nehme an, du meinst damit etwas, was ich ganz bewusst so mache, aber das scheinst du ebenso wenig zu bemerken wie komplette Übertreibung) über die immer wieder getätigten herablassenden Angriffe auf meine Intelligenz bis zu den Ausrastern darüber, dass ich ja so völlig diskussionsunfähig bin, während du gleichzeitig übersiehst, dass ich meist nur REAGIERE, wobei du die Auslöser geflissentlich ignorierst. Doppelte Standards, auch bei dir selbst. Nicht zu vergessen die Pathologisierungen meiner Person, oder Onyx’, oder Marens. Bedenkt man deine Profession, ist das nochmal einfach nur bitter.“

        this!

  16. Ich liege hier lachend in der Ecke, Robin. Solltest du auch machen. Einige der „anonymen“ Kommentatoren beweisen mal wieder, dass bestimmte Klischees einfach erfüllt werden müssen🙂

  17. Ich hab gut gelacht über den Artikel.😀
    .
    .
    …wenn ich allerdings die Kommentare hier sehe, weiß ich wieder, warum ich mir striktes Kommentare-im-Internet-Leseverbot auferlegt habe. *umkipp*

    *“Nicht immer alles so ernst nehmen“-Schild aufstell*

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