In eigener Sache: Was mit Kommentaren geschieht

Ich möchte hier ein paar Worte über Zensur verlieren.

Wer es noch nicht wusste, der weiß es jetzt: Ich bin Feministin – und trotzdem ein ganz normaler Mensch. Manchmal schreibe ich hier feministische Artikel, manchmal (= öfter) nicht. Das hier ist kein feministischer Blog, sondern einer, in dem ich viele verschiedene Themen zusammen werfe, so wie es mir gefällt. Deshalb ist auch die Leserschaft ziemlich bunt gemischt. Während die meisten sehr liebe Menschen sind, über deren Kommentare ich mich immer freue, ist das bei vielen, die mit dem sogenannten Geschlechterdiskurs zu tun haben, leider nicht so wirklich gegeben.

Meine ca. zweijährige Karriere als feministische Bloggerin hat mich in Bezug auf die Kommentarpolitik genau eins gelehrt: Entweder du schaltest restlos alles frei – oder du bist eine zensurwütige Diktatorin schlimmer als Hitler. So zumindest der Eindruck netter Außenstehender, die weder einen eigenen Blog betreiben, noch nachvollziehen können, wie viel Hass einem als Feministin entgegen schlägt, obwohl sie eifrig daran teilhaben.

Gestern gab es wieder eine solche, hach, nennen wir es „Diskussion“, also habe ich etwas vorgezogen, was ich eigentlich erst für in ein paar Monaten geplant hatte: Eine Auflistung der Menschen, die bei mir nicht mehr willkommen sind plus Begründung.

Vielleicht interessiert euch das Thema Feminismus nicht. Dann könnt ihr eigentlich wegklicken. Meine „Zensurpolitik“ betrifft euch dann ja sowieso nicht. Aber vielleicht wollt ihr ja mal sehen, mit was für Gestalten man sich so alles rumschlagen muss und versteht danach ein bisschen besser, warum ich Feministin bin. Außerdem ist es wirklich lustig!

Meine „Blacklist“ findet ihr hier: klick
Ihr findet sie auch rechts oben neben „Startseite“ und „About“ als eigenen Reiter oder Seite unter dem Titel „Haters gonna hate“. Ich werde diese Liste aktuell halten, wann immer es nötig ist.

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78 Gedanken zu “In eigener Sache: Was mit Kommentaren geschieht

  1. Finde die Liste alles in allem nachvollziehbar. Es scheint schließlich keiner drauf zu sein nur weil er dir zu oft widersprochen hat oder einen anderen Standpunkt vertritt. Ansonsten wären da auch viel mehr Namen drauf und man kann sicher nicht sagen es gebe auf diesen Blog einen großen Mangel an gegensätzlichen Ansichten. ^^

  2. Wow, da sind ja einige „beeindruckende“ Gestalten auf deiner Blacklist.
    Da finde ich allerdings auch, dass man sich solche Leute als Blogbetreiber nicht geben muss, die sind auf der Blacklist gut aufgehoben.

  3. @Gesperrter User:

    Wenn du willst, dass ich einen Kommentar von dir freischalte, dann reicht es leider nicht, deinen Namen zu ändern, wenn dein Nick trotzdem auf deinen Blog führt.

    Ich bin sicher nicht der intelligenteste Mensch der Welt und kenne mich wenig mit Computerkram aus, aber DAS ist einfach nur lächerlich.

    So, Kinder, jetzt zeigt alle auf ihn und lacht!

    • Das ist natürlich an die Pesrson gerichtet, die auf lächerliche Weise versucht hat, dich reinzulegen 😉

  4. Öy… mir scheint, du bist noch strenger als ich 😀
    Meine Blacklist ist nicht so lang. Aber vielleicht bist du auch nur konsequenter 😉

      • Verständlich ist das. Wer die normalen Regeln nicht mit Worten versteht, dem muß man es eben auf andere Weise beibringen.
        Ich dachte anfangs auch mal, dass ich recht streng moderiere, wenn ich einen Kommentar mal nicht durchgelassen habe. Natürlich auch bedingt durch das peinliche Zensurgeflenne der üblichen Verdächtigen. Ist mir aber egal, weil irgendwelche Typen, die anderswo Narrenfreiheit genießen, um den Traffic hochzutreiben, nicht das Maß der Dinge sind.

      • Ich war total brav, ääährlisch! Viel zu unspektakulär, um groß darüber zu bloggen. Ich hab einfach nur relaxt

      • Jo, tut mir jetzt auch leid, dass ich kein großes Kino bieten kann.

        Abgesehen vielleicht von meinem Gefühlswechselbad bei der Entscheidung, mir die geilste (aber eben auch ziemlich teure) Handtasche ever zu kaufen, in die ich mich auf den ersten Blick verliebt habe 😀
        Aber vermutlich war es ein Wink der Urlaubsgötter, dass mir genau an diesem Tag an meiner alten Handtasche der Träger kaputt gegangen ist und ich mich demnach nur in mein Schicksal gefügt habe, mir was neues zu gönnen ;p

      • Jepp, Ibiza.
        Naja, man darf eigetnlich nicht nach Spanien reisen, ohne diverse Tapas, Paella, Fisch und Hierbas genossen zu haben. Das typische süße Gebäck ist etwas eigen, da muß man schon Appetit drauf haben, und das ist in der Hitze nicht so meins, da meistens recht fettig (also, das Gebäck 😀 )

  5. Nun, ich hasse Feminismus. Das hat aber seinen Grund.

    Ich habe einen massiven Schaden durch feministisch beeinflusste Menschen erlitten, ich liege am Boden. Es gibt nur einen positiven Aspekt an der Sache, nämlich, dass man mich nicht zur Kasse bitten kann, aus dem einfachen Grund, weil man einem nackten Mann nicht in die Tasche greifen kann.

    Es gibt aber noch einen weiteren Grund, der meinen Hass auf den Feminismus nähren, nämlich Victim-Blaming (welches ja im Feminismus ein Anlass zu großer Wut ist).

    Feministinnen, die gegen männliche Opfer einer geschlechtsspezifischen Problematik zusätzlich noch mal nachtreten, auf einen, der bereits am Boden liegt, die Opfer verhöhnen und verspotten, eine Auswahl an Original-Zitaten von Feministinnen über männliche Not: „Ich weine gleich“, „Oooooooh Ihr Armen!“, „Sie sind ein Jammerlappen“, „Heul doch und kauf dir einen Dauerlutscher“.

    Hass ist eine ungesunde Emotion, sie vergiftet den Geist. Es ist aus meiner Sicht aber nachvollziehbar, Hass zu entwickeln, wenn über seine Not zusätzlich noch verspottet und verhöhnt wird, aus dem einzigen Grund, weil man das falsche Geschlecht hat. Wenn hier Feministen-Hasser aufschlagen, dann kommt das nicht etwa aus dem Nichts, sondern hat einen Grund.

    • Ich sage nicht, dass es nicht auch schlechte Tendenzen im Feminismus gibt. Ich bin auch durchaus feminismuskritisch und prangere das an, was „nicht mein Feminismus“ ist.

      Aber eine komplette Ablehnung ist historisch gesehen schlicht Nonsens. Daher kann man nicht erwarten, mit dem Label „Antifeminist“ irgendwo ernst genommen zu werden. Es impliziert nun mal, JEDE Errungenschaft der Frauenbewegung zu verdammen – vom Wahlrecht über die Abtreibungsgesetzgebung bis hin zum Thema „Vergewaltigung in der Ehe“. Das ist nicht okay. Es erzeugt Widerstand und hilft den Anliegen von ernsthaften Männerrechtlern null.

      Es gibt immer noch Baustellen in diesem Bereich. Darauf konzentriere ich mich. Nichtdestotrotz gibt es auch männliche Benachteiligungen. Die liegen aber nicht in meinem Fokus (auch wenn ich solche durchaus schon thematisiert habe). Darum können sich seriöse Männerrechtler kümmern. Das nennt sich „Arbeitsteilung“.

      Von daher kann ich verstehen, wenn jemand einen radikalen Feminismus ablehnt, vor allem, wenn er persönlich darunter gelitten hat. Aber wenn hier „Feministen-Hasser“ aufschlagen, dann sollen sie die Augen aufmachen und sehen, was ICH darunter verstehe. Und das ist nichts böses.
      Nur weil ich kritische Kommentare stehen lasse, heißt das noch lange nicht, dass diese Leute alle zu mir kommen müssen, nur weil sie davon genervt sind, an der richtigen Adresse nicht landen zu können.

      • Wenn eines Tages eine bestimmte Ideologie dein ganzes Leben zerstört hat, können wir uns ja noch mal treffen, und über Sinn, Unsinn und Berechtigung aggressiver Weltanschauungen sprechen.

      • Der Sexismus, dem ich in meiner Kindheit ausgesetzt war, hat zu selbstverletzendem Verhalten, Depressionen und Selbstmordgedanken geführt. Aber Danke der Nachfrage.

      • Hallo Robin,

        ich nehme dich da ausdrücklich raus. Der Feminismus zu dem ich „anti“ bin, würde mich gar nicht erst freischalten. Ehrlich gesagt kann ich dich nur schwer einordnen. Einerseits nennst Du dich selbst zwar „Feministin“, vertrittst aber Positionen, die sich mit einem „EMMA-Feminismus“ nur schwer in Übereinstimmung bringen lassen. (zum Beispiel beim Thema Beschneidung).

        Wie stehst Du zum Thema Gleichberechtigung von Vätern?

      • Kommt drauf an, was du darunter verstehst.

        Ich habe schon Statements von Antifeministen gelesen, die ein Mitspracherecht für Väter forderten, wenn es darum geht, ob eine Frau abtreiben darf oder auch nicht. Darauf hingewiesen, dass das irgendwie ein bisschen mit den Menschenrechten der potentiellen Mutter kollidiert, kam dann ein kleinlautes „ach, daran hab ich nicht gedacht“.
        Gerade das ist ein schwieriges Thema. Solange das Baby noch in der Frau drin ist, muss ich hier leider sagen, dass die Frau allein entscheiden sollte. Das ist scheiße für die Väter, die gar keine sein wollen, und vermutlich noch ein bisschen schlimmer für Männer, die gerne Väter wären, aber es aufgrund einer Abtreibung nicht sein können. Aber hier ist es so schwer, „fair“ zu sein, weil die Interessen von zwei ausgewachsenen Menschen kollidieren. Und so leid es mir für die Männer tut: Die Interessen der Person, die das Kind 9 Monate tragen und/oder die Risiken der Geburt oder Abtreibung tragen muss, gehen vor. Was nicht heißt, dass hier nicht auch gehässige Entscheidungen von Seiten einzelner Frauen getroffen werden können, die ich dann verurteile (aber u.a. aus diesem Grund befürworte ich die Beratungspflicht vor Abtreibungen).

        Aber das meist du bestimmt nicht. Wenn das Kind körperlich kein Teil der Mutter mehr ist, dann hat es ein Recht auf beide Elternteile. Solange nicht ein Elternteil schlecht für das Kind ist, haben beide gefälligst dafür zu sorgen, dass dieses Recht gewährleistet wird, ohne Beziehungsstreitigkeiten auf seinem Rücken auszutragen. Ein Kind während einer Trennung zu instrumentalisieren oder gar gegen den anderen Elternteil aufzuhetzen ist das letzte.
        Leider ist auch das Thema sehr schwierig, vor allem, wenn es um Wohnort usw. geht.

      • Hallo Robin,

        ich habe nochmal nachgedacht, und ich denke ich habe die passende Formel gefunden:

        Deine Erfahrungen mit Sexismus sind für dich der Grund für Feminismus.

        Meine Erfahrungen mit Feminismus sind für mich der Grund für Anti-Feminismus.

      • Ja, das ist nun allerdings nicht allzu schwer zu erkennen.
        Du bist leider mit keinem Wort auf meine Argumentation bezüglich der Unsinnigkeit des Begriffes „Antifeminismus“ eingegangen.

      • „Daher kann man nicht erwarten, mit dem Label “Antifeminist” irgendwo ernst genommen zu werden. Es impliziert nun mal, JEDE Errungenschaft der Frauenbewegung zu verdammen – vom Wahlrecht über die Abtreibungsgesetzgebung bis hin zum Thema “Vergewaltigung in der Ehe”. Das ist nicht okay.“
        Ich kann dem hier so nicht ganz zustimmen, Robin. Du kannst nicht eine umfangreiche Zahl von Positionen unter einem Label sammeln und dann verlangen, wenn jemand einem Teil davon zustimmen will, dann muss er gleich die ganze Packung kaufen. Sprich: Du bist für Frauenwahlrecht? Dann musst du Feminist sein und alle meine Forderungen abnicken! Oder im Umkehrschluss, wer gegen Feminismus ist, der lehnt das Frauenwahl recht ab.
        Um es an einem Vergleich deutlich zu machen: Die 10 Gebote sind ein essenzieller Bestandteil der Katholischen Kirche. Dazu gehört „Du darfst nicht morden“. Aber die Kirche steht natürlich für noch viel mehr, einiges davon nicht unbedingt positiv. Und wenn jemand sagt er ist gegen die Katholische Kirche (aus welchem Grund auch immer), dann wäre es doch wohl Quatsch ihm im Gegenzug vorzuwerfen, er lehne damit ja auch die 10 Gebote ab und befürworte also Mord.
        Leider hat man in jeder Bewegung oder Organisation ab einer gewissen Größe zwangsläufig verschiedene (andersläufige) Meinung und teilweise Idioten, Fanatiker u.ä. dabei. Die Frage, bis wann man die vernachlässigen kann bzw. ab wann sie zu stark werden, als dass man dem Gesamtwerk noch zustimmen kann, ist wohl nicht ganz trivial.

      • „Ich kann dem hier so nicht ganz zustimmen, Robin. Du kannst nicht eine umfangreiche Zahl von Positionen unter einem Label sammeln und dann verlangen, wenn jemand einem Teil davon zustimmen will, dann muss er gleich die ganze Packung kaufen. Sprich: Du bist für Frauenwahlrecht? Dann musst du Feminist sein und alle meine Forderungen abnicken! Oder im Umkehrschluss, wer gegen Feminismus ist, der lehnt das Frauenwahl recht ab.“

        Aber siehst du nicht, dass der Antifeminismus eben genau das macht? Aus einer Ablehnung einiger neuerer blöder Entwicklungen lehnen sie schon mit der Bezeichnung „Anti“ den Feminismus als Ganzes ab.
        Ich sage nicht, dass dies auf jeden Antifeministen zutrifft, ich sage nur, dass die Begrifflichkeit dies impliziert. Und auf viele, für die Feminismus eine „Hassideologie“ ist, trifft es sehr wohl zu! Es kann also nur im Interesse der zu einer Differenzierung fähigen Menschen sein, sich von diesem Begriff zu distanzieren.
        Was ist denn so falsch an „Feminismuskritiker“? Das klingt wesentlich verständiger und verständlicher, impliziert keine generelle Ablehnung und ist damit viel eher gesellschaftlich anschlussfähig. Ich verstehe nicht, wieso man unbedingt auf das „Anti“ bestehen muss. Ich unterscheide jedenfalls zwischen Feminismuskritik und Antifeminismus und hoffe, das setzt sich irgendwann durch.

      • @Vinzenz

        Das Hauptmotiv der Antifeministen ist wie folgt: Der Feminismus als Ganzes ist bösartig, weil männerhassend, und wenn es dort keinen Männerhass gibt, dann ist es auch kein Feminismus. Weil Misandrie ihrer Ansicht nach im Feminismus essenziell ist, und was diesen Standpunkt betrifft wollen Antifeministen die absolute Deutungshoheit haben. Demnach dürfte Robin eigentlich gar keine Feministin sein, weil sie offensichtlich ein gutes Verhältnis zu Männer hat und obenrein auch noch männliche Beschneidung anprangert. Aber andererseits ist ist doch eine Feministin, weil sie dazu steht, eine zu sein, Sexismus gegen Frauen kritisiert und Radikalmaskulisten Paroli bietet. Den Beweis, dass sie zudem noch eine Männehasserin ist, weil sie eben eine Feministin ist, konnte keiner erbringen. Antifeministen widersprechen sich da ständig selbst.

      • Hochinteressant!

        Ein Mann behauptet, dass die feministische Ideologie sein Leben zerstört hätte und was ist? KEINE EINZIGE Feministin meldet Zweifel an, die lebenszerstörende Wirkung des Feminismus wird einfach so hingenommen…

        Aber hey! Solange es nur Männer trifft…

      • Sonst geht’s noch? Kotzt es dich gerade wirklich an, dass wir nicht direkt „Lüge!!“ brüllen, wenn jemand von einer Benachteiligung erzählt, wie es auf der Gegenseite ständig passiert?

      • Tja Roger, das unterscheidet uns eben von Antifeministen, die in einen Leugnungs-, Verharmlosungs-, Rechtfertigungs-, Verteidigungs- und Ablenkungsautomatismus verfallen, wenn Frauen in ihren Lebensgeschichten erklären, warum sie sich dem Feminismus zugewandt haben.

      • Hätten wir das angezweifelt (warum überhaupt? Dazu ist es ja auch viel zu unspezifisch), hätte es dann wiederum geheißen, dass wir Benachteiligungen nicht ernst nehmen etc. blabla.

        Double Binding!

      • Der Punkt ist nicht, dass ihr ein Tatverhältnis leugnet, der springende Punkt ist, dass ihr bereitwillig die lebenszerstörende Wirkung des Feminismus akzeptiert, ohne dass es für euch Anlass ist, eure Ideologie mal zu hinterfragen.

      • MEIN Feminismus zerstört gar nix. Und ich habe keine Lust, diese idiotische Diskussion, die überhaupt nichts bringt, wieder aufzuwärmen.

      • Und dein Kampf gegen diesem zerstörerischen dominierenden Feminismus besteht darin, Feministinnen zu nerven, die an dieser Destruktivität nicht partizipieren? Ist das nicht ein bisschen SEHR pubertär?

      • Ich glaube, den Streit hatten wir schon mal, und weiter glaube ich, dass ich dir da schon gesagt habe, dass ich dich nicht als Feministin anerkenne.

        Nehmen wir Wendy McElroy, diese Frau bezeichnet sich ebenfalls als „Feministin“.

        Nur sagt sie für eine Feministin so unwahrscheinliche Sätze wie etwa:

        „Es sind Entschuldigungen fällig bei der Hälfte der menschlichen Rasse, das heißt: Den Männern.“

        Und da kann sie noch so sehr darauf bestehen, eine Feministin zu sein, das ist sie nicht.

      • „Ich glaube, den Streit hatten wir schon mal, und weiter glaube ich, dass ich dir da schon gesagt habe, dass ich dich nicht als Feministin anerkenne.“

        Dann lass es halt.

      • Du weist dem Begriff „Antifeminismus“ eine Bedeutung zu, die auf alle zutrifft, die sich Antifeminist nennen. Gleichzeitig verweigerst du aber, dass jemand dem Feminismus Eigenschaften zuweist. Das ist irgendwie schwer.
        Fraglos gibt es Positionen, die Feministen vertreten oder vertreten haben, die ich nie in Frage stellen würde. Diese sind aber längst gesellschaftlicher Konsens, ich brauche mich nicht feminist zu nennen, weil ich das Frauenwahlrecht für wichtig halte. Andereseits hat der Feminismus aber durchaus seine hässlichen Seiten und da meine ich nichteinmal nur den radikalen Feminismus.
        Deine Wahrnehmung des Feminismus unterscheidet sich massiv von meiner, auch wenn ich glaube, dass wir nach einem Wertemuster leben, dass sich sehr ähnelt.

      • Weißte was? Entweder du folgst meiner Auffassung, die Leszek schön dargelegt hat, oder du lässt es bleiben. Mir geht diese Diskussion so dermaßen auf den Sack. Kein beschissener Beitrag oder Kommentar, ohne dass man sich dafür rechtfertigen muss, dass man sich Feministin nennt oder Unglauben dafür erntet, dass der Begriff „Antifeminismus“ so negativ konnotiert ist.

        Mir ist es scheißegal, was ihr davon haltet, aber ich verschwende meine Zeit nicht mehr mit dieser saublöden Diskussion.

      • Wie muss ich jetzt eigentlich dein Kommentar bei Kirk verstehen? Bin ich jetzt plötzlich das Negativbeispiel für Diskussionskultur? Übersehen, dass du mit diesen Kommentar mit keinem Wort auf den Text von Leszek eingegangen bist? Aber trotzdem halt mal irgendwie deine Meinung sagen wolltest, obwohl der Text einige strittige Fragen beantwortet hätte?

        Mir wird das langsam echt zu blöd. Überall stolpere ich über meinen Namen, als wär ich ein Promi oder so. Was habt ihr eigentlich alle für ein Problem?

        Wenn ich wirklich so schlimm bin, wie dein Kommentar bei Kirk impliziert, dann solltest du überlegen, dir Kommentare bei mir in Zukunft zu sparen und dir außerdem zu überlegen, meine Blogs am besten gar nicht mehr zu lesen.

      • Ich habe nicht gesagt, dass du schlimm bist, sondern deine Art zu argumentieren wenn es um die Begriffe Feminismus und Antifeminismus geht.
        „Weißte was? Entweder du folgst meiner Auffassung, die Leszek schön dargelegt hat, oder du lässt es bleiben. “
        Entweder ich folge, oder ich lasse es bleiben. Ich sehe bei so nem diskussionstil schon eine Parallele zum maennerstreik. Wenn du mich nun auch noch blockst, habt ihr noch eine gemeinsamkeit mehr 😉
        Ich kommentiere hier gerne, du greifst oft interessante Themen auf und auch die Diskussionen hier finde ich oft gut. Wenn du aber meinst, dass meine Äusserungen hier nur willkommen sind, wenn ich deinen Argumenten immer folge, dann block mich lieber.

      • Meine Art zu argumentieren ist also scheiße. Das wäre wirklich mal ein harter Schlag, wenn du auch nur auf ein Argument eingegangen wärst!

        Ich habe meine Ansicht lang und breit dargelegt und schlicht weder Zeit, noch Lust, noch Energie, alles dreißigmal durchzukauen, wenn ihr es dann nicht mal für nötig haltet, auf nur mal darauf einzugehen!

        Was kam denn von dir? „Du verallgemeinerst so.“ DAS IST DOCH GAR NICHT DER PUNKT!!! Wenn du dich unbedingt so nennen willst, bitte, das ändert meine Meinung zu dir nicht – dann wunder dich aber halt auch nicht, wenn du mit deinen Anliegen niemals auch nur ansatzweise irgendjemanden erreichen kannst, der nicht ohnehin schon denkt wie du!

        Kapierst du das nicht?! Du spielst deinem Feind in die Hände!!! Sorry, wenn ich das jetzt so martialisch schreiben muss, aber Herrgott, merkst du das nicht!? Nur weil du so dermaßen an diesem „Anti“ hängst, wirst du niemals irgendwo Gehör finden, wo es wichtig wäre!

        Das IST mein Standpunkt und davon rücke ich nicht ab!! Ich sage nicht, dass ich es gut finde, dass der Begriff so verstanden wird – finde ich ja gar nicht!! Aber so funktionieren nun mal halt die Medien, so funktioniert die Politik! Also versuch nicht, mir das auszureden mit Argumenten, die ich schon achtzigmal gehört habe und die alle einfach nur lahm sind!

        Und was das soll, in anderen Blogs ständig meinen Namen fallen zu lassen – I can’t even…! Hast du auch nur die geringste Ahnung, wie es sich anfühlt, ständig überall thematisiert zu werden, obwohl ich eigentlich überhaupt nichts mache?! Ihr seid völlig besessen!!

      • hm. Sorry. Ich habe da grade mit dir diskutiert, ich habe mit maennerstreik diskutiert. Ich fühlte parallen. der kommentarteil bei kirk war:“ Mancher klingt beinahe so wie robin, wenn man den Begriff Antifeminismus verteidigt.“ Das ist super eingeschränkt, oder?
        Ob ich irgendwo gehör finde.. keine Ahnung.
        Ich hänge an keinem Label, ich zieh mir keines, das haben wir wahrlich lange genug und oft genug ausdiskutiert.
        Ich wollte hier nur die zweierlei Maß anbringen, die du imho hier anlegst. Ich gebe zu, ich hätte ahnen können, dass das nicht zielführend ist. Und wenn du die argumente 1000x vorträgst, heist das nicht, dass ich denen zustimmen werde und ihnen nicht 1000x widersprechen würde (solange ich nicht an die richtigkeit der Argumente glaube; der Begriff Antifeminismus den du bekämpfst stammt aus einer zeit, als Feminismus wirklich noch das die Straffreiheit Vergewaltigung in der Ehe abschaffen wollte und sich dagegen gewehrt wurde, inzwischen ist der Feminismus weiter, ebenso die Gegenbewegung ). Da ich aber immernoch so ein ding um das letzte wort laufen habe, und wenig lust darauf mich über benamsungen zu streiten, verpreche ich dir hiermit, hier in deinem blog nicht mehr mit dem Thema Antifeminismus anzukommen.

        Welchem „Feind“ spiele ich denn in die Hände? Ich wüsste nun nicht, dass ich „Feinde“ in der Bloggerszene hätte. Ich habe unterschiedliche Meinungen, es gibt meinungen, die ich für dumm, falsch oder verabscheuungswürdig halte. Aber einen Feind habe ich mir noch nicht ausgesucht.

        Wie es sich anfühlen würde, ständig und überall thematisiert zu werden? Ich fände das nicht uncool. Würde mir zeigen, welche Reichweite ich habe und dass ich durch aus Einfluss ausübe. Im job freue ich mich über sowas immer.
        Besessen? Hmm. Ne, das nun nicht. Ja, du bist ein Beispiel im Feminismus, auf das ich mich gerne und oft beziehe (hauptsächlich weil der blog die feministische seite ist, die ich am häufigsten lese, zum anderen weil du eben in unserer kleinen bloggerwelt „die“ Feministin bist) . Aber nun bessesen. Wirklich nicht.

      • „hm. Sorry. Ich habe da grade mit dir diskutiert, ich habe mit maennerstreik diskutiert. Ich fühlte parallen.“

        Du findest also, ich sei ähnlich wie ein Typ, der auf pubertäre Art und Weise Leuten, die nicht seiner Meinung sind, mit Gewalt droht, mit Enttarnung droht, täglich ne neue Verschwörungstheorie aus dem Hut zaubert und widerliches Zeug schreibt wie, dass Leszek wohl meinen Speichel und sonst was leckt, nur weil wir uns gut leiden können? (das ist übrigens sexistisch – gegen Männer, nicht gegen mich.)

        Ja, okay, jetzt wo du’s sagst, sehe ich auch Ähnlichkeiten o.O

        Mir ist es völlig egal, was dieser oder andere Idioten über mich schreiben, weil es halt Idioten sind und sich damit nur selbst lächerlich machen. Aber wenn Leute wie du auch noch so anfangen, dann frage ich mich ernsthaft, wie schief da die Wahrnehmung sein muss.

        „Da ich aber immernoch so ein ding um das letzte wort laufen habe, und wenig lust darauf mich über benamsungen zu streiten, verpreche ich dir hiermit, hier in deinem blog nicht mehr mit dem Thema Antifeminismus anzukommen.“

        Danke!

        „Welchem “Feind” spiele ich denn in die Hände? Ich wüsste nun nicht, dass ich “Feinde” in der Bloggerszene hätte. Ich habe unterschiedliche Meinungen, es gibt meinungen, die ich für dumm, falsch oder verabscheuungswürdig halte. Aber einen Feind habe ich mir noch nicht ausgesucht.“

        Ich rede nicht von der Bloggerszene. Der „Feind“ sind radikale, männerfeindliche Feministinnen. Und radikale, frauenfeindliche Antifeministen.

        „Wie es sich anfühlen würde, ständig und überall thematisiert zu werden? Ich fände das nicht uncool. Würde mir zeigen, welche Reichweite ich habe und dass ich durch aus Einfluss ausübe. Im job freue ich mich über sowas immer.“

        Wie gesagt, die anderen sind mir egal. Ich find’s eher lustig, dass die glauben, mich mit sowas treffen zu können. Aber von dir erwarte ich halt doch mehr.

        „Aber nun bessesen. Wirklich nicht.“

        Du vielleicht nicht, andere schon. Es ist, wie gesagt, ziemlich lächerlich.

      • „Du findest also, ich sei ähnlich wie ein Typ, der auf pubertäre Art und Weise Leuten, die nicht seiner Meinung sind, mit Gewalt droht, mit Enttarnung droht, täglich ne neue Verschwörungstheorie aus dem Hut zaubert und widerliches Zeug schreibt wie, dass Leszek wohl meinen Speichel und sonst was leckt, nur weil wir uns gut leiden können“
        Nein. Finde ich nicht. Es ging noch nicht einmal um dein generelles Kommunikationsverhalten. Es ging um dein Kommunikationsverhalten in genau dem Fall. Das „Folg mir oder lass es sein“ ähnelt dem, was der so von sich gibt. Nicht mehr habe ich damit gesagt und auch nicht gemeint.
        Ich habe auch keinerlei Interesse daran, dich irgendwie zu verletzen, dich schlecht zu machen oder sonst etwas. Warum auch?
        Das mit den Feinden hmm.. ne, auch das nicht. Ich glaube, das weder die eine noch die andere Seite eine signifikante Rolle spielt. Ich glaube, ich hätte keinen Spass daran, meine Zeit mit kämpfen mit witchwind oder $radikalem Antifeminist zu verbringen (uh, Mann, feind->bekämpfen ;)) das ist nicht zielführend. Ich greife da das ein oder andere auf, vielleicht des diskutierens willen, manchmal dass das nicht unwidersprchen stehenbleibt, oft um zu zeigen, was für ein unsinn geschrieben wird. aber Feinde?

      • „Es ging um dein Kommunikationsverhalten in genau dem Fall. Das “Folg mir oder lass es sein” ähnelt dem, was der so von sich gibt.“

        Ich habe dieses Thema wie gesagt schon häufig gehabt und reagiere wie jeder Mensch, der auf ständige Grundsatzdiskussionen keinen Bock mehr hat: Ich beende sie.

        Das ist wahrlich nichts, auf das dieser Kerl ein Patent angemeldet hat, weshalb dieser Vergleich weiterhin unangebracht ist – als würde man einem Vegetarier an den Kopf knallen, dass Hitler auch Vegetarier war.

        Und mit diesem Godwin ist von meiner Seite Schluss 😀

      • @Tom174

        Ich finde es ziemlich logisch, unter den Feministen wesentlich einfacher differenzieren zu können als unter Antifeministen.

        Antifeministen sind, wie ich oben bereits geschrieben habe, davon überzeugt, dass der Feminismus PER SE deskruktiv und männerhassend sind. Es gibt aber euch Antifeministen, die sich als solche bezeichnen, aber eigentlich keine Antifemninisten sind, weil sie zwar den Radikal- bzw. den Mainstream-Feminismus feindseelig gegenüber stehen, aber dem gemäßigten Feministen positiv oder zumindestens neutral gegenüberstehen, auch wenn dies ihrer Ansicht nach nur auf eine kleine Gruppe von Netzfeministinnen zutrifft. Diese „Antifeministen“ sind auch diejenigen, die darüber hinaus auch nicht frauenfeindlich eingestellt sind, denn wären sie Frauenfeinde, dann würden sie jede berechtigte Errungenschaft des Feminismus bzw. der Frauenbewegung mit Füßen treten, so nach dem Motto: „Der Feminismus hatte niemals!!! auch nur für einen kurzen Moment eine Existenzberechtigung gehabt, den Frauen wurden niemals benachteiligt, die Männer dagegen hatten es aufgrund ihres Geschlechts immer viel, viel schwerer gehabt blabla..etc..pp.“ Daraus wird ein Schuh

        Dem Feminismus geht es hingegen in erster Linie um Frauenrechte und das Ausbrechen alter Geschlechterrollen bzw. Geschlechterklischees. Was für weitere, sekundäre Ideen sie noch haben könnten ist von Strömung zu Strömung unterschiedlich, dass können männerfeindliche Androzid-Fantasien sein oder die Unterstützung maskulistischer Ideen.

    • „Wenn hier Feministen-Hasser aufschlagen, dann kommt das nicht etwa aus dem Nichts, sondern hat einen Grund.“

      Ja genau. Nämlich das Bedürfnis, sich irgendwo auskotzen zu müssen. Egal wo. Und da kommt so eine Seite einer Feministin, die noch recht liberal in ihrer Moderation ist, und sich diesen Hass reinzieht, gerade recht. Auch wenn es der komplett falsche Ansprechpartner ist.
      Manchmal. Oft gehts auch einfach nur ums Trollen.

      • Liebe Onyx,

        stell dir vor, Du wirst vergewaltigt und trägst ein Trauma davon. Und dann erklärt dir ein Pascha/Patriarch/Maskulinist es ginge dir nur ums „Auskotzen“ und „Trollen“.

        Eben

      • Nix eben.
        Ich hasse niemanden. Und schon gar nicht „den Maskulismus“. Obwohl ich mir aus dieser Richtung schon viel heftigen Müll anhören mußte.

      • Oh, aber Du würdest hassen.

        Du würdest hassen, wenn eine maskulinistische Gutachterin, Richterin, Jugendamtsmitarbeiterin, Anwältin und so weiter dein gesamtes Leben in Schutt und Asche legen würden, und Du zu guter Letzt dir jeden Tag von maskulinistischen Journalistinnen anhören dürftest, wie mangelhaft und bösartig Frauen sind.

        Oh ja, Du würdest Hassen, Du Privilegien-Muschi.

      • Ich schalte das mal frei, aber noch ein solcher Ausdruck, egal ob gegen mich oder eine andere Feministin hier und das war’s dann. Sorry.

      • @ Wrack
        Danke für die Demonstration deines Denkens. Hatte ich doch gleich den richtigen Riecher, wie du tickst.
        Gute Besserung.

      • „Privilegienpenis“ ist ein feststehender Begriff im Feminismus.

        Aber das, was Feministinnen dürfen, dürfen Antifeministen noch lange nicht, nicht wahr?

      • Du bist also nicht der Meinung, dass ich als „Zipfelträger“ Privilegien genieße?

        Warum bist Du dann Feministin?

      • Ich bin der Meinung, dass Männer manche Privilegien haben und Frauen andere. Aber selbst wenn es anders wäre, sind Begriffe wie „Privilegien-Muschi“ einfach nur billig und niveaulos.

      • Ahja, welche Privilegien genieße ich denn als Mann? Das würde mich wahnsinnig interessieren!

      • Die Tonalität impliziert, dass du allein die Vorstellung, ich als Frau könnte gegenüber dir in irgendeiner Form benachteiligt sein, für absolut hirnrissig hältst, und da du es 1. nicht für nötig befunden hast, auf meine letzte Antwort an dich einzugehen und ich 2. auf diese Spielchen weder Lust, noch Zeit habe, verzichte ich auf eine Antwort.

        Du darfst dir gerne einreden, ich würde das tun, weil ich keine Antwort HABE, wenn es dir dann besser geht.

      • Du hast geschrieben, dass Frauen „manche“ Privilegien genießen, dem stimme ich zu, und ich weiß es aus bittere Erfahrung, das muss also nicht weiter diskutiert werden.

        Dann schreibst Du, der Begriff „Privilegienmuschi“ sei dumm und niveaulos, zum Begriff „Privilegienpenis“ äußerst Du dich nicht in dieser Art, was ich weniger deinem bösen Willen als vielmehr Fahrlässigkeit zuordne, ich bin sicher, letzteres findest Du genauso dumm (nach allem, was ich von dir gelesen habe).

        Wenn Du dich allerdings hinstellts, und behauptest, ich würde auf Grund meines Geschlecht bestimmte Privilegien genießen, ist es naheliegend, dass ich mal nachfrage, welche das sein sollen. Und ich denke, ich habe ein Recht auf die Antwort dieser Frage. Ich fordere nichts mehr, als dass Du das, was Du behauptest, auch konkret untermauerst, und ich denke, das ist ein berechtigter Anspruch.

        Sicher, Du hast die MACHT, hier in deinem Blog solch kritische Fragen zu zensieren oder zu ignorieren, nur hast Du auch die moralische Legitimation dazu?

        Ich werde immer wieder feministischerseits mit der Behauptung konfrontiert, dass ich als Mann Privilegien genießen würde, gleichzeitig aber wurde mir niemals die konkrete Nachfrage dazu beantwortet.

        Wenn Du behauptest, ich als Mann hätte Privilegien inne, dann ist es doch sicherlich ein Leichtes, diese auch zu benennen.

        Wenn Du eine Antwort mit der Begründung, keine Lust auf Spielchen zu haben, verweigerst, überzeugt das keinen kritisch gestimmten Menschen.

        Es ist kein Spielchen, ich meine es todernst: Welche Privilegien genieße ich als Mann?

      • Okay, mal Klartext:

        Du bist ein mir völlig wildfremder Mensch, der vor wenigen Tagen erstmalig auf meinem Blog aufgetaucht ist, kommentierte, ohne auch nur auf einen einzigen meiner Texte konkret einzugehen und nun VERLANGT, dass ich parat zu stehen habe, wenn er pfeift. Das ist im höchsten Maße unverschämt – ich wette, im echten Leben würdest du sowas nicht bringen.

        Du hast weder ein Recht darauf, dass ich deine Fragen beantworte, noch bin ich dazu moralisch verpflichtet. Ich bin eine Frau, die arbeiten geht, studiert, ein Privatleben hat und ihre Hobbys pflegt, wenn sie Zeit und Lust dazu hat. Ich schulde dir gar nichts. Vor allem nicht, wenn du diesen Ton anschlägst.

        Lies meine feministischen Artikel oder lass es. Zieh aus ihnen etwas heraus oder nicht. Aber ich sitze hier nicht auf der Anklagebank, nur weil du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Und erst recht nicht muss ich unter einem Artikel, der sich mit Hatespeech gegen mich und andere befasst mich schon wieder dafür rechtfertigen, warum ich Feministin bin.

      • @Wrack
        Frauen haben hinsichtlich mancher Berufe Nachteile, welche Männer hinsichtlich anderer Berufe haben. In beide Richtungen existieren Vorurteile, welche für die jeweiligen Individuuen welche diesen (teils natürlich auch begründeten) Vorurteilen nicht entsprechen auch ein Nachteil darstellen können.

        Wenn du Beispiele suchst und der englischen Sprache mächtig bist empfehle ich einen Besuch bei notalwaysright.com , weil es zusätzlich zu Geschichten wo man sieht das Verkäuferinnen leider teilweise aufgrund ihres Geschlechtes nicht ernst genommen werden, auch noch leicht amusante Geschichten finden kann.

        Was letztendlich aber wichtig ist und wo für mich eine Kritik an diversen Strömungen (feministisch/maskulistisch und co.) entsteht. Ist die teilweise Aggressivität und das Verhalten als ob dies alles mögliche immer von einer Weltverschwörung käme und alle möglichen Personen bitter böse Absichten hätten. Und natürlich wie man ansonsten allgemein mit der Feststellung von Nachteilen umgeht.

  6. Ich antworte mal hier unten.

    @Robin:
    „Aber siehst du nicht, dass der Antifeminismus eben genau das macht? Aus einer Ablehnung einiger neuerer blöder Entwicklungen lehnen sie schon mit der Bezeichnung “Anti” den Feminismus als Ganzes ab.“
    Nein. Wenn ich sage, ich lehne Label X ab, heisst das nicht, dass ich automatisch *alles* unter Label X ablehne. Anderes Beispiel: Politische Parteien. Es wird mit Sicherheit Punkte geben, in denen ich mit Konservativen übereinstimme (wenn auch womöglich aus anderen Gründen). Trotzdem kann ich doch sagen, dass ich Konservativismus ala CSU ablehne, z.B. weil ich die Grundeinstellung nicht teile oder mit den *meisten* Punkten nicht übereinstimme.
    Du sprichst von „einigen neueren blöden Entwicklungen“ im Feminismus, was eher nach ein paar vernachlässigbaren Fehlentwicklungen klingt. Ich denke stattdessen, dass das die Grundrichtung dieser Bewegung ist. Und wenn ich diese Grundeinstellung nicht teile, dann kann ich das Label Feminismus ablehnen, auch wenn wir in manchen Positionen deckungsgleich sind. Ich kann deine Trennung in Anti- und -kritiker nachvollziehen. Vermutlich ist -kritiker auch leichter, weil es weniger stark klingt. Aber Anti- ist eine legitime Bezeichnung für die Ablehnung eines Labels (z.B. wenn man die Grundrichtung ablehnt).

    @Stephi:
    Ich antworte mal mit einer alternativen Interpretation. Ich habe eine Theorie, nach der ist Feminismus weder eine Form von Hassreligion, Faschismus oder ähnlichem, noch steht er für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Stattdessen stellt er schlicht und einfach eine Lobby für Fraueninteressen dar.
    Das würde einerseits erklären, warum die Grundrichtung des Feminismus auch heute noch als Kampf für Gleichberechtigung missverstanden wird. Schließlich waren die Ziele bei seiner Gründung für ca. 200 Jahren quasi identisch mit Gleichberechtigung, da hier einiges nachzuholen war.
    Außerdem wäre damit klar, warum Feminismus zwar stets für gleiche Rechte von Frauen gekämpft hat (Wählen, Geld verdienen etc.), aber nie für gleiche Pflichten (Kriegsdienst, Unterhalt etc.).
    Weiterhin könnte das den Sinn verschiedener Konzepte des Feminismus wie die Privilegientheorie oder das Patriarchat erklären, denn diese können wunderbar dazu dienen, weitere Vorteile für Frauen zu begründen und eventuelle Nachteile abzuschmettern.
    Nun ist Interessenpolitik natürlich nicht grundsätzlich verwerflich. Man kann ja versuchen, möglichst viele Vorteile für die eigene Gruppe rauszuschlagen, das macht schließlich jede Lobbyorganisation so. Aber dann wäre es doch wohl auch mein Recht, diese Forderungen unfair zu finden und abzulehnen. Und da ich von Frauenvorteilen generell eher wenig habe, könnte ich auch gleich die ganze Lobby ablehnen, also den Feminismus als solchen, da er meinen Interessen grundsätzlich widerspräche. Könnte dann nicht Antifeminismus eine legitime Meinung sein?

    • Vinzenz, ich habe diese Diskussion schon so oft geführt und bin es wirklich leid, über Begrifflichkeiten zu streiten. Deshalb kopiere ich dir mal Leszeks Ansichten dazu hier rein, die sich mit meinen decken und hoffe, seine Ausführungen sind verständlicher:

      „Man kann und muss eine Kritik an dem, was ich als “Paradigma des Radikalfeminismus” bezeichne in den Mainstream bringen Und das beinhaltet ja eine Kritik am klassischen Radikalfeminismus und am vulgär-poststrukturalistischer Gender-Feminismus und deren Einfluss auf Medien, Akademia und Politik.

      Will man für eine solche Kritik aber den Begriff “Antifeminismus” verwenden, dann ist es m.E. wichtig mitzureflektieren, was mit einem sochen Begriff im Mainstream (in den Geistes- und Sozialwissenschaften, in Medien und Politik) in der Regel assoziiert wird.
      “Antifeminismus” wird dort meist assoziiert mit einer Ablehnung der Gleichberechtigung der Frau – auch wenn dies nicht gemeint ist.

      Die meisten Geistes- und Sozialwissenschaftler, Pädagogen und Politiker sind daher mit einem solchen Begriff nicht zu gewinnen, entweder weil sie selbst “Antifeminismus” mit einer Ablehnung der Gleichberechtigung der Frau assoziieren oder weil sie nicht in den Verdacht geraten wollen Gleichberechtigungsgegner zu sein.

      Dass der Begriff “Antifeminismus” wenig hilfreich ist um in den Mainstream zu gelangen, gilt m.E. sowohl für den liberalen, erst Recht den linken, aber auch den konservativen Mainstream.
      Wir beide wissen natürlich, dass die meisten Männerrechtler nicht “rechts” sind, dass dies nichts als eine feministische Propagandalüge ist, aber tatsächlich ist – betrachtet man es rein analytisch – außerhalb der Männerrechtsbewegung das politische Spektrum rechts von der CDU das einzige, dass mit dem Begriff “Antifeminismus” keine Probleme hat (also eben das politische Spektrum, auf das linke und liberale Männerrechtler gerne verzichten).

      Speziell innerhalb der Linken wird “Antifeminismus” übrigens manchmal explizit als Synonym für Frauenfeindlichkeit verwendet.
      Wollte ich versuchen in den linken Kontexten, die mir bekannt sind, mit dem Label “Antifeminismus” für eine Kritik am radikalen Feminismus oder für männerrechtliche Anliegen zu werben, so würde dies auf nichts als massive Abwehr stoßen, weil ich von vornherein als frauenfeindlich wahrgenommen würde.
      Dagegen gelingt es mir bisher durchaus manchmal meine Kritik am Radikal/Gender/Staatsfeminismus an politisch links stehende Männer und Frauen (manchmal auch Feministinnen) zu vermitteln, wenn ich differenziert argumentiere und auch schon begrifflich deutlich mache, dass es mir um eine geschlechtsübergreifende Ablehnung von Sexismus geht und dass ich gerade deshalb an einflussreichen radikalfeministischen Strömungen Kritik übe.“

      http://allesevolution.wordpress.com/2014/06/24/wenn-du-kritik-an-meiner-meinung-auserst-dann-gehorst-du-zur-gegenseite/#comments

  7. Dieser „Albert“ erinnert mich an Jochen Lembke… DAS ist auch so ne absolut erbarmungswuerdige Flachzange (ich verlink den Spinner hier jetzt nicht… wenn du dir mal tumben Frauenhass in Reinkultur geben willst, einfach googeln… sein Blog ist der erste Treffer. Tip: halte Popcorn und einen Kotzeimer bereit)

    On a different note: von allen feministischen Bloggerinnen, denen ich folge, bist du eindeutig die sympathischste. Du legst eine fabelhaft realitaetsbezogene Umgangsweise mit dem Thema an den Tag, ohne dabei wie entweder DIE ALLWISSENDE Oberlehrerin oder das „arme kleine Maedchen“ rueberzukommen. Ausserdem haben deine Blogs eine coole Themenmischung – das macht deine Artikel, wenn es mal konkret um Feminismus geht, glaubwuerdiger. Gibt zumindest mir als 08/15-Menschen ein „can relate“ und „can compute“-Gefuehl.
    Du bist sympathisch und ich les dich gerne. Danke, und:
    Alle Daumen hoch! ❤

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