[Halloween-Special] minimalistische Halloween-Partytipps

Jeder (ja, jeder) mag gerne Halloweenpartys. Was keiner will: hunderte von Euros dafür ausgeben. Genau das tun Amis aber anscheinend, wenn man sich ihre Deko so ansieht. Allein für die vielen Kuchen in Skelett-, Zombie- oder Vampirform dürften im Fachhandel locker 50 bis 100 Euro fällig werden.

So groß wird das in Deutschland nicht. Überhaupt kann sich sowas doch heutzutage kein Schwein mehr leisten. Trotzdem will jeder ein bisschen Halloween-Feeling haben.

Es heißt also, dort anzusetzen, wo man hier in Deutschland als allerletztes spart: am Alkohol. Eine Party ohne Knabberzeug, Musik oder nen Stuhl zum Sitzen? Völlig egal, solange es nur genug zu Saufen gibt. Liebes, aber armes Halloween-Fanvolk: Hier sind die Stellschräubchen, an denen ihr drehen könnt, die den Unterschied machen können zwischen einer alltäglichen, lahmen Freitagabend-Sauferei und einer zwar minimalistischen, aber definitiv themenorientierten Halloweensause!

Profitiert also von meiner langjährigen Erfahrung als Schnapsdrossel Kellnerin, wenn ihr euren Gästen folgende günstige Köstlichkeiten kredenzt und leidenschaftlich Argumente dafür vorbringt, warum das ja alles irgendwie was mit Halloween zu tun hat!

Grüne Witwe
Klassischer, süffiger Longdrink – war der Renner auf allen 17. Geburtstagen damals. Warum ist der geeignet für Halloween? Na, weil er grün ist. Und weil „Witwe“ was mit Tod zu tun hat. Aber natürlich könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und das Getränk für diesen Abend umbenennen. „Schleim“ würde sich anbieten. „Ektoplasma“ ginge auch (allerdings auf die Gefahr hin, dass ihr den Namen den Rest des Abends immer wieder erklären müsst).

Ihr braucht:
– Blue Curaçao
– O-Saft
– Eiswürfel, falls ihr welche habt. Warm schmeckt das Zeug in-fer-na-lisch.

Etwa 4cl Blue Curaçao in ein normales Glas geben (weil ihr armen Schlucker, die ihr diese Tipps braucht, vermutlich keine Longdrinkgläser habt – wie ich!). Mit O-Saft auffüllen, fertig. Trinket und erschaudert!
Versucht gar nicht erst, die Zutaten zu schichten. Für sowas hat doch wirklich niemand Zeit.

Sieht so richtig schön scheiße aus.

Sieht so richtig schön scheiße aus.

Wackel-Wodka
Taking about „Ektoplasma“ – den Namen reserviert ihr doch lieber hierfür!

Ihr braucht:
– möglichst billigen Wodka
– Götterspeise-Mix (Geschmacksrichtungen „Waldmeister“ und „rot“)
– Zucker
– Plastik-Shotgläser (4cl)
– Zahnstocher

Kuckt, wie viel Wasser für ein Päckchen Götterspeise gebraucht wird. Nehmt nur etwa zwei Drittel und kocht das zusammen mit ein paar Esslöffeln Zucker auf, bis der Zucker sich gelöst hat. Nehmt den Topf vom Herd, rührt den Götterspeise-Mix rein und kippt ERST DANN, wenn sich das vollständig gelöst hat, ein Drittel Wodka dazu. Das ist mein spezieller Tipp, um zu verhindern, dass der Alkohol beim Kochen verdampft.
Flüssigkeit in Plastik-Shotgläser füllen (4cl, weil 2cl viel zu viel Arbeit ist) und in den Kühlschrank stellen, bis die Götterspeise fest ist. Genießen (also „genießen“), indem man das Zeug mittels Zahnstocher rauspult.
Falls ihr jetzt denkt „Meh“, weil mit dem ganzen Zubehör zu teuer: Ihr spart euch damit schließlich auch Getränke zum Mixen für den Wodka. Und wenn ihr in jedes Shotglas ein kernloses Träubchen oder ein Stückchen Mandarinchen reintut, bevor das Zeug fest ist, wird man euch für die totalen Gourmetköche halten!

Schwarzer Wodka/Energy
Hach, Schwarzer Wodka/Energy, DAS Getränk meiner Jugend! Schon deshalb ist es ein tolles Getränk für Halloween, denn es gewahrt mich an die grauenvolle Vergänglichkeit des Lebens. Aber auch für euch lohnt es sich als Feiertags-Longdrink. Das Zeug färbt nämlich Zunge und Lippen total dunkel. Ansonsten sieht es recht harmlos aus. Halt schwarz. Aber wenn ihr ein Schwarzlicht habt, könnt ihr beobachten, wie das Zeug ekelhaft grün leuchtet. Ein totales Highlight, genauso wie die schwarze Kotze, die man davon bekommt.

Ihr braucht:
– schwarzen Wodka
– einen billigen Red-Bull-Ersatz

Der schwarze Wodka ist ziemlich lame, also großzügig messen. Eine Halb/halb-Mischung ist hier tatsächlich nicht allzu übertrieben. Ja, und das war’s auch schon an Rezeptanweisungen bei diesem Zeug – trinket und erschaudert!

Flatliner
Kommen wir mal zum harten Stuff, einem Shot, den ihr so schnell nicht wieder vergessen werdet. Der Halloweenbezug ergibt sich durch den absoluten Horror, den ihr bei jedem Glas erlebt. Tatsächlich wurde dieses Zeug in meiner ehemaligen Kneipe gerne geordert, wenn jemand etwas „besonderes“ wollte. Die Leute waren sogar bereit, mehr Geld dafür zu bezahlen! Bemerkenswert… muss wohl eine Art Mutprobe für Erwachsene sein. Also genau das Richtige für Halloween!

Ihr braucht:
– Tequila
– Sambuca
– Tabasco

Normales Shotglas (2cl) etwa bis zur Hälfte mit Sambuca füllen. Tabasco auf nen Löffel träufeln und draufgleiten lassen. Über den selben Löffel vorsichtig den Tequila ins Glas gießen, bis es voll ist.
Ja, ich weiß, ich habe gesagt, niemand hat Zeit für Schichtdrinks. Aber in diesem Fall lohnt es sich. Weil der Shot damit so nett aussieht. Er ist aber nicht nett. Er ist eine widerliche Grässlichkeit aus den inneren Kreisen der Hölle. Weshalb er auf eurer Party tierisch gut ankommen wird!
flatliner

Schlammbowle
Die Richtung ist erkennbar: An Halloween sollen Sachen verputzt werden, die eklig aussehen! Und egal, wie geil eine Schlammbowle bei der Google Bildersuche auch arrangiert ist: Letztendlich sieht sowas in Echt IMMER scheiße aus.
Aber: Es schmeckt. Irgendwie.

Ihr braucht:
– eine Flasche Wodka (oder so)
– eine Flasche O-Saft
– eine Flasche Kirschsaft
– eine Packung Vanilleeis
– eine Flasche Sekt (optional)

Alle Getränke in eine Schüssel geben (da ihr vermutlich keine Bowleschale habt – genauso wenig wie ich). Kurz vor dem Servieren Vanilleeis drauftun. Warten, bis es angeschmolzen ist. Euch an der ekelhaften Farbe erfreuen.

Und falls es doch etwas teurer und aufwendiger sein soll…
… dann ist der Cocktail der Wahl natürlich ein Zombie. Dessen Relevanz ich hoffentlich nicht erklären muss!


 

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4 Gedanken zu “[Halloween-Special] minimalistische Halloween-Partytipps

  1. Sehr coole Tipps 🙂 Für Vodka-Wackelpudding kann ich nur empfehlen, Einweg-Spritzen statt Plastik-Shotgläsern zu verwenden. Die sind relativ günstig im 100er-Pack zu bekommen (wenn man nicht gerade in der Apotheke um die Ecke kauft!), einfach zu befüllen, super stapelbar im Kühlschrank und perfekt zu transportieren. Und passen ja auch irgendwie zu Halloween, ein bisschen zumindest 😉 Man hat nur ein Problem, wenn die Gäste besoffen genug sind um zu erkennen, dass man die leeren Spritzen supergut zum Wasser/sonstige Flüssigkeiten auf andere Gäste befördern benutzen kann… aber ansonsten hat sich das System auf vielen, vielen Studipartys absolut bewährt^^

    Wenn man Schwarzlicht hat, sind übrigens auch Textmarker ne geile Sache: Die Tinte leuchtet im Schwarzlicht, kann man super Deko mit machen.

  2. Wenn ihr schon bei Schwarzlich-Fun seid: Backt Muffins oder ähnliches Kleigebäck (oder für Faule: kauft welches) und überzieht es mit einer Zuckerglasur in der Soda oder Schweppes oder sonstiges Chininhaltiges als Flüssigkeitsersatz im Rezept ist. Das leuchtet auch schön im Schwarzlicht. 🙂

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