Nochmal: #MeinFeminismus

Es wurde ja schon oft vehement gefordert lieb danach gefragt. Da ich es außerdem gerne auf diese Weise speichern würde: #MeinFeminismus als Tweetsammlung.


 

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Wenn jemand über einzelne Punkte diskutieren möchte, gerne. Allerdings bitteschön mit Begründung, was seiner/ihrer Meinung nach an dem entsprechenden Punkt kritikwürdig ist. Meldungen von Tussis, die meine Meinung mit Mord gleichsetzen und biologistische *tuuut* *bitte höflich bleiben* sind nicht erwünscht.

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65 Gedanken zu “Nochmal: #MeinFeminismus

  1. Pingback: Vorteile der Pornografie | Mein Senf

    • Die Vorstellung, dass es ein riesiges Spektrum gibt zwischen „klischeehaft männlich“ und „klischeehaft weiblich“ mag einerseits völlig korrekt sein, als Folge dessen aber tatsächlich tausend oder mehr neue Geschlechter einzuführen ist aber andererseits dazu angetan, genau diese Geschlechterklischees weiter zu zementieren.
      Videospiele, Comics und Metal mögen Interessen sein, die eher klischeehaft „männlich“ konnotiert sind. Aber macht mich mein Interesse daran weniger zur Frau – oder mehr zum Mann? Rücke ich damit auf einer Geschlechterskala von 1 bis 10, wobei 1 für Frau und 10 für Mann steht, eins nach oben? Lustigerweise kommt sowas sowohl aus dem biologistischen Sektor (für Christian beispielsweise bin ich ja eine „männliche Frau“) als auch aus der Gender-Ecke. Gerade bei letzteren verstehe ich die Logik dahinter absolut nicht.

      • Die Ausgangsfrage hatte ich auch, danke erstmal für die Antwort. Mir kam bei deinem ersten Satz bereits ein „aber“ aus dem Mund gekrochen. Mir gefällt das Wort „zwischen“ darin nämlich nicht 😉 Ich finde deine weiteren Gedanken auf Basis dessen, was du da anfangs geschriebn hast, nachvollziehbar. Wenn ich von einem eindimensionalen Spektrum ausgehe, an dessen beiden Enden „klischeehaft männlich” und “klischeehaft weiblich”, dann ergeben sich viele Probleme, ähnlich dem das du geschildert hast.

        Ich finde das lässt sich aber lösen, wenn man die Grundvorstellung verändert und multidimensionaler denkt. Als Beispiel, verlinke ich dir mal The Genderbread Person. Die gibt es nämlich in zwei Versionen.
        v1.0 ist ähnlich eindimensional aufgebaut:
        http://itspronouncedmetrosexual.com/2012/01/the-genderbread-person/
        v2.0 hingegen hat auf viele Kritikpunkte hin, das ganze Konzept nochmal überdacht und anders dargestellt:
        http://itspronouncedmetrosexual.com/2012/03/the-genderbread-person-v2-0/

        Je nachdem und eigentlich egal wie sehr du dich also „weiblich“ oder als „Frau“ fühlst, wenn du eine klischeehaft männliche Eigenschaft sehr stark ausgeprägt bei dir vorfindest, macht dich das in keiner Weise weniger weiblich sondern eher mehr männlich.. Du würdest also den Schieber für „weiblich“ in Ruhe lassen und den für „männlich“ weg von „gar nicht männlich“ und hin zu „sehr männlich“ schieben.

        Und wenn dir deine gesamtheit aller „Schieber-einstellungen“ jetzt nicht wirklich „weiblich“ und auch nicht wirklich „männlich“ vorkommt, steht es dir ja frei, deine für dich persönlichen Einstellungen unter einem neuen Namen abzulegen und dich „queer“ nennen… oder was auch immer dir in den Sinn kommt. 😉

        So hab ich die unzähligen Geschlechter zumindest immer verstanden.

      • Ich finde beide Konzepte eigentlich gar nicht so schlecht, bis halt auf den Punkt „Gender“. Hier hab ich was ganz wichtiges vergessen: die soziale Konstruktion von dem, was wir männlich und weiblich nennen. Ich finde es einfach idiotisch, diversen Tätigkeiten etc. einfach so einen Stempel aufzudrücken, obwohl das größtenteils völlig willkürlich ist.
        Beispiele: Friseure gelten als „schwul“, weil der Beruf hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird, aber Barbier war Ewigkeiten ein männlicher Beruf. Dasselbe gilt für den Beruf des Schneiders. Kochen wird Frauen zugeordnet, aber als Beruf wird es von Männern dominiert. In Deutschland wird ausgerastet, wenn man es wagt, der Frauen-WM auch nur ein Zehntel so viel Aufmerksamkeit zu schenken wie der Männer-WM, aber in den USA ist Fußball ein typischer Schulsport für Mädchen. Röcke bzw. Kleider sind hier Frauenkleidung, aber z.B. in Schottland und arabischen Ländern nicht. Und so weiter und so fort.

        Sowas hat alles, wenn überhaupt, nur eine sehr wackelige biologische Grundlage. Solche Klischees zu zementieren, indem man für alle Abweichungen gesellschaftlicher Erwartungen drölfzig neue Geschlechter einführt, statt einfach zu sagen „okay, das isn Kerl, der häkelt halt gerne“ – das versteh ich einfach nicht.

  2. Bis auf den Hashtag unterstütze ich da alles. Ersetze ich im Kopf feminismus durch meinung dann passt da alles.
    Eine Anmerkung zu 3. hab ich. Hier meinst die Debatte, die die Sexarbeiterinnen führen, oder? Im Mainstream, von Spiegel bis zur Emma sind ja alle Sexarbeiter Opfer oder gar Zwangsprostituierte.

    • Die Sexarbeiter, die z.B. bei Twitter zu Wort kommen, sind die Gewinnerinnen dieser Branche – Escortdamen mit eigenen Studios, die pro „Session“ hunderte von Euros verlangen können. Dass die Pro-Prostitution sind, verwundert nicht – aber ich halte sie für einen ganz kleinen, privilegierten Teil der Prostituierten. Unhaltbare Zustände wie z.B. völlige Wucherpreise für ein Zimmer im Laufhaus werden da mMn völlig ausgeblendet, weil es diese speziellen Frauen nicht betrifft.

      • Eine Diskussion, wie man die Arbeitsbedingungen der Sexworker verbessern kann, immer gerne.
        dass die Debatte fast ausschließlich nur durch Edelprostituiertenmeinunungen oder Schwarzermeinungen geführt wird ist Kacke. Ich glaube, hier sind Vereine wie Hydra noch am glaubwürdigsten. Solange die Prostitution aber so dermassen tabuisiert ist, ist da eine echte Debatte wirklich schwer. Mein „Wissen“ über Prostitution habe ich von den Philippinen. Da weiss ich, wie glücklich manche GRO war, sich einen fetten reichen Ami für 2 Wochen „geangelt“ zu haben.

      • „Edelprostituiertenmeinunungen oder Schwarzermeinungen geführt wird ist Kacke.“

        Jap, eben. Vor kurzem musste ich aber auch so den Kopf schütteln, weil einige Pro-Feministinnen meiner Timeline sehr auf die Contra-Feministinnen eingedroschen haben. Tenor: „Wie kann man nur die Entscheidung einer Sexworkerin – einer FRAU!!! – scheiße finden und sich Feministin nennen?!“
        Und ich dachte bei mir so: „Seit wann ist es so völlig schockierend, dass eine Feministin gegen Prostitution ist?“
        Meines Eindrucks nach sind die meisten deutschen (Netz)Feministinnen FÜR Prostitution – aber das Klischee, auch von maskulistischer Seite, besagt genau das Gegenteil.

        „Eine Diskussion, wie man die Arbeitsbedingungen der Sexworker verbessern kann, immer gerne.“

        Das wäre schon interessant, allerdings kann ich jetzt nicht zu jedem Tweet ein Fass aufmachen 🙂 Ich wollte ja nur mal meine Position darstellen.

  3. Ich versteh nicht ganz, was du mit Punkt 5 meinst. Ich würde gern wissen, was dahinter Steckt, es klingt für mich als wäre der Punkt aus ner bestimmten Geschichte erwachsen.
    Ich stimme dir nicht bei allem, aber im großen und ganzen zu. SInd einige gute Punkte dabei. Hast du eigentlich ein Lieblingsthema, irgendwas, dass dich momentan am meisten beschäftigt?

    OT: Hast du mal Simone de Beauvoir gelesen? „Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau“ ist super. Sie hat auch einen sehr schönen Schreibstil, zumindest in meiner Übersetzung. Es gibt da ein schönes Zitat, aber ich kriegs nicht mehr zusammen, da schreib sie in etwa „Der Mann sorgt (durch die Gesellschaft) dafür, dass der Frau keine Mittel mehr bleiben, als die verachtenswerten (Szenen, Lügen etc.) und fühlt sich dann großmütig und gütig, wenn er ihr diese Fehler nachsieht.“ und „Man stutzt ihr die Flügel und fragt, warum sie nicht fliegt.“ Ich denke, das könnte dir gefallen. Ist teilweise sehr dramatisch formuliert, aber gerade dadurch schön zu lesen.

    • Bei Punkt 5 hatte ich zwei Dinge im Kopf. Erstens labern viele Antifeministinnen so eine Scheiße wie „Ich bin gerne Hausfrau und Mutter, aber wenn es nach Feministinnen ginge, dürfte ich das ja nicht!! Von wegen, Selbstbestimmungsrecht der Frau!!!1!“

      Das ist natürlich kompletter Schwachsinn: Ich habe einige feministische Hausfrauen und Mütter in meiner Timeline. In den Siebzigern waren vielleicht die meisten Feministinnen so drauf, aber heutzutage findet es doch echt kaum noch eine Feministin verwerflich, als Frau zu Hause zu bleiben. Hier wird nur ein dummer Strohmann abgefackelt.

      Andererseits: Nur weil ich für „das Selbstbestimmungsrecht der Frau“ bin, heißt das noch lange nicht, dass ich alles gut finden muss, was von Frauen kommt. Ich frage mich, wie das gehen soll. „Okay, sie ist in ein kleines wehrloses Land eingefallen und hat dort eine Terrorherrschaft errichtet, aber naja, jede Frau kann ihr Leben so gestalten, wie sie es will…“
      Viele Frauen sind scheiße. Da unterscheiden sie sich nicht groß von Männern. Und bei einem Scheißverhalten weigere ich mich einfach, das gut zu finden, nur weil es Frauen sind – gerade, wenn dieses Verhalten sogar aktiv sexistisch ist.

      „Hast du mal Simone de Beauvoir gelesen?“

      Tatsächlich ist „Das andere Geschlecht“ das einzige feministische Buch, das ich hier rumliegen habe, aber ich habe es noch nicht gelesen…

    • Tatsächlich halte ich „Recht auf Abtreibung bis kurz vor der Geburt“ für eine ganz extreme Minderheitenmeinung, die im Feminismus auf gar keinen Fall besonders beliebt ist. Aber als solche ist sie halt so ekelhaft, dass der Tweet einfach sein musste, auch wenn sich das ja eigentlich von selbst versteht.

      • Gibt sogar welche die noch extremer sind, aber meinte auch das es da oft überhaupt kein Verständnis für die Gegenseite gibt, selbst wenn sie rationaler als die eigenen Extremisten sind. So werden Leute die gegen Abtreibung sind als frauenfeindlich und andersherum die Befürworter als ziemlich selbstsüchtige Egoisten dargestellt.

        Ansonsten kann ich nur sagen, das ich es ähnlich sehe wie du und stefanolix weiter unten.

  4. (1) bis (3) [Pornographie und Prostitution werden von Erwachsenen im Konsens angeboten und nachgefragt]: Zustimmung. Ich bin da konservativ in dem, was ich tue und liberal in dem, was ich akzeptiere. Die Grauzonen und die kriminellen Seiten müssen unter Kontrolle gebracht werden, der Rest geht den Staat und die Gesellschaft nichts an. Mein Wunsch: Männer und Frauen sollten gemeinsam darauf hinarbeiten, sowohl kommerzielle Pornografie als auch Prostitution wenigstens teilweise überflüssig zu machen. Das ging doch in der DDR auch 😉

    (4) bis (6), (8) und (18) bis (21) [formale Bezeichnung von Frauen, Intersektionalität, Rollen]: Zustimmung. Ich komme noch aus einer Zeit, in der es Frauen, Männer und wenige Optionen der sexuellen Orientierung gab (im Grunde hetero-, bi- oder homosexuell). Wir haben das nicht SO kompliziert gemacht wie heute … Mit meinen einfachen Worten: Es soll jede Person nach ihren Veranlagungen und mit ihren Entscheidungen leben, wenn sie es im Konsens mit den anderen beteiligten Erwachsenen tut und wenn sie dafür die Verantwortung übernimmt.

    (7) [Religion] hat u. a. Auswirkungen auf Ethik und Moral der Sexualität. Religiöse Menschen sollen Entscheidungen für sich, ihre Gemeinschaft und ihre Kinder treffen. Aber sie dürfen keine Macht über andere Erwachsene ausüben: So wie Staat und Kirche getrennt sein müssen, sollte auch der Einfluss aller religiösen Organisationen auf das Notwendigste begrenzt sein. Religionen können intern entscheiden, dass sie Frauen oder Männern unterschiedliche Aufgaben zuweisen, aber extern muss dieser Einfluss ausgeschlossen sein.

    (9) [Biologie] ist überall in unserem Leben und natürlich in der Sexualität, aber sie darf nicht als Entschuldigung für Übergriffe instrumentalisiert werden. Ein Nein ist ein Nein ist ein Nein, auch wenn noch so viele biologische Triebe im Spiel sein mögen. Dafür sind wir denkende Menschen und das unterscheidet uns vom Rest der Natur.

    (10) und (17) [Gewalt] und insbesondere sexuelle Gewalt ist in unserer Gesellschaft weitgehend geächtet. Warum gibt es in diesem Land nicht für alle Schüler eine obligatorische Grundausbildung in Selbstverteidigung? Ist das dem Staat oder den Schulen nicht recht? Es würde das Risiko der Angreifenden wesentlich erhöhen …

    (13) [Abtreibung]: Ich würde mir wünschen, dass die Zahl der Abtreibungen durch Aufklärung, Verhütung und Verantwortungsbewusstsein reduziert wird. Auch wenn die Frauen das Recht dazu haben, ist jeder Fall einer zu viel. Es ist eine Belastung für die Frau, für das medizinische Personal und auch für den beteiligten Mann, es kann körperliche Spätfolgen haben, es kann die Beteiligten über Jahre psychologisch belasten. Wenn es wirklich notwendig ist, dann so zeitig wie möglich. Eine Grenze würde ich schon nach 10 oder 12 Wochen ziehen.

    (14) [Pille danach]: Es sollte umfassend darüber aufgeklärt werden und jede Frau sollte schnellen Zugang zu einer »Notration« haben. Pragmatisch wäre, dass diese Pillenpackung nach Ende der Haltbarkeit einfach umgetauscht wird. Es ist eine Methode, die Abtreibungen verhindern kann, also sollte man sie bevorzugt einsetzen, weil zu diesem Zeitpunkt ja noch keine Eizelle befruchtet ist.

    (15) [Väterrechte] sind so selbstverständlich wie Mütterrechte. Da die alte Weisheit »Mother’s baby. Father’s maybe …« heute nicht mehr in der alten Form gilt, weil man es gentechnisch prüfen kann, plädiere ich für umfassende Transparenz und das Recht, eine Vaterschaft überprüfen zu können. Damit muss unbedingt eine Aufklärung über Testverfahren und Trefferquoten einhergehen.

    (16) [Ist dort die Fremdbestimmung über die Schwangerschaft gemeint?]: Es kann der Fall eintreten, dass eine Frau sich für Abtreibung entscheiden will und der Mann dagegen ist. Da die Frau alle Folgen von Schwangerschaft und Geburt trägt, kann der Mann sie allenfalls bitten oder überzeugen, aber nichts erzwingen.

    (21) bis (27) in einer Art Schlusswort in mehreren Absätzen 😉
    Kommunikation kann Brücken bauen und Brücken zerstören. Ich sehe weitaus mehr Personen, die Brücken bauen – aber es genügen weniger Personen, um welche zu zerstören.

    An einem Ingenieursbeispiel: Wenn pragmatische Frauen und Männer sehen, dass ein Träger aus dem Gleichgewicht gerät, dann laufen sie hin, unterstützen das Auflager oder reduzieren die Last. Wenn Genderist*Innen dasselbe sehen, dann prangern sie den Träger als Phallus-Symbol an, bis das Dach zusammenbricht.

    Ich würde diese aus meiner Sicht zerstörerischen Kräfte der Genderbürokratie und des Gender-Aktivismus nicht als Feminismus oder als Steigerungsform des Feminismus bezeichnen – denn Feminismus ist eine legitime Interessenvertretung für Gleichberechtigung der Frau.

    An den extremen Rändern gibt es sicher (auch) Theoriegebilde, aber sie werden instrumentalisiert, damit sich einige wenige Frauen Macht und Ressourcen sichern können. Wenn solche Bürokratien und Strukturen aufgebaut werden, ist es extrem schwer, sie wieder loszuwerden.

    Wir haben in Deutschland, in der EU und weltweit so viele kaputte Träger zu sanieren, dass wir es uns nicht leisten können, diesen Ideolog*Innen und Machtversessenen Raum zu geben. Wir müssen sie schlichtweg aus pragmatischen Gründen klein halten, weil wir ganz andere Probleme als Pünktchen, Asteriske oder Gender-Gaps haben. Wenn ich »wir« sage, meine ich alle pragmatischen Menschen, die noch mit anpacken können und wollen.

    • „(1) bis (3) [Pornographie und Prostitution werden von Erwachsenen im Konsens angeboten und nachgefragt]: Zustimmung. Ich bin da konservativ in dem, was ich tue und liberal in dem, was ich akzeptiere. Die Grauzonen und die kriminellen Seiten müssen unter Kontrolle gebracht werden, der Rest geht den Staat und die Gesellschaft nichts an. Mein Wunsch: Männer und Frauen sollten gemeinsam darauf hinarbeiten, sowohl kommerzielle Pornografie als auch Prostitution wenigstens teilweise überflüssig zu machen. Das ging doch in der DDR auch ;-)“

      Jap 🙂

      „(4) bis (6), (8) und (18) bis (21) [formale Bezeichnung von Frauen, Intersektionalität, Rollen]: Zustimmung. Ich komme noch aus einer Zeit, in der es Frauen, Männer und wenige Optionen der sexuellen Orientierung gab (im Grunde hetero-, bi- oder homosexuell). Wir haben das nicht SO kompliziert gemacht wie heute … Mit meinen einfachen Worten: Es soll jede Person nach ihren Veranlagungen und mit ihren Entscheidungen leben, wenn sie es im Konsens mit den anderen beteiligten Erwachsenen tut und wenn sie dafür die Verantwortung übernimmt.“

      Ich finde eben auch, dass es zu kompliziert ist. Zumal diese Netzdiskussionen ja in keinster Weise die Realität widerspiegeln. Ich meine, ich muss mich teilweise rechtfertigen dafür, etwas nicht schriftlich auf eine Art und Weise zu gendern, die verbal überhaupt nicht ausgedrückt werden kann.

      „(7) [Religion] hat u. a. Auswirkungen auf Ethik und Moral der Sexualität. Religiöse Menschen sollen Entscheidungen für sich, ihre Gemeinschaft und ihre Kinder treffen. Aber sie dürfen keine Macht über andere Erwachsene ausüben: So wie Staat und Kirche getrennt sein müssen, sollte auch der Einfluss aller religiösen Organisationen auf das Notwendigste begrenzt sein. Religionen können intern entscheiden, dass sie Frauen oder Männern unterschiedliche Aufgaben zuweisen, aber extern muss dieser Einfluss ausgeschlossen sein.“

      Hier ist halt auch das Problem mit der Intersektionalität. Feminismus heißt, sich gegen Sexismus zu positionieren. Wenn nun aber eine Religion sexistische Inhalte hat, die Kritik daran aber sofort als Diskriminierung gegen diese Religion geframt wird, dann kollidiert das häufig mit eben dieser mMn falsch verstandenen Intersektionalität. Komischerweise wird das Christentum da allerdings immer ausgeklammert, da darf man so viel draufhauen, wie man will.

      „(9) [Biologie] ist überall in unserem Leben und natürlich in der Sexualität, aber sie darf nicht als Entschuldigung für Übergriffe instrumentalisiert werden. Ein Nein ist ein Nein ist ein Nein, auch wenn noch so viele biologische Triebe im Spiel sein mögen. Dafür sind wir denkende Menschen und das unterscheidet uns vom Rest der Natur.“

      Genau. Mir ging es hier aber weniger um Sexualität als um Rollenbilder. Laut Eva Herman z.B. liegt Männern die Hausarbeit einfach nicht in den Genen, weshalb sie diese Arbeit auf Frauen abschiebt. Aber auch Leute, die (scheinbar) mehr Ahnung haben, leisten sich da einen Fehlschluss nach dem anderen – oder sehen durch die Forderung nach einem Aufbrechen der Geschlechterrollen direkt ihre eigene Identität bedroht.

      „(10) und (17) [Gewalt] und insbesondere sexuelle Gewalt ist in unserer Gesellschaft weitgehend geächtet. Warum gibt es in diesem Land nicht für alle Schüler eine obligatorische Grundausbildung in Selbstverteidigung? Ist das dem Staat oder den Schulen nicht recht? Es würde das Risiko der Angreifenden wesentlich erhöhen …“

      Nummer 10 adressierte an Antifeministen, die einer Frau Gewalttätigkeit unterstellen, die z.B. nach einem Busengrabscher eine Ohrfeige verteilt. Und da sage ich ganz klar: Scheißpech!
      Für flächendeckende Selbstverteidigung wäre ich auch. Sowas hilft nicht nur im Ernstfall – es stärkt auch das Selbstbewusstsein und sorgt durch eine starke Ausstrahlung dafür, dass viele Übergriffe gar nicht erst stattfinden.

      „(13) [Abtreibung]: Ich würde mir wünschen, dass die Zahl der Abtreibungen durch Aufklärung, Verhütung und Verantwortungsbewusstsein reduziert wird. Auch wenn die Frauen das Recht dazu haben, ist jeder Fall einer zu viel. Es ist eine Belastung für die Frau, für das medizinische Personal und auch für den beteiligten Mann, es kann körperliche Spätfolgen haben, es kann die Beteiligten über Jahre psychologisch belasten. Wenn es wirklich notwendig ist, dann so zeitig wie möglich. Eine Grenze würde ich schon nach 10 oder 12 Wochen ziehen.“

      Ich bin keine Ärztin, denke aber, dass die Grenze nach zwölf Wochen wohl irgendeinen Sinn haben muss. Die allerletzte denkbare Grenze wäre erreicht, wenn das Kind schon selbstständig überleben könnte. Abtreibung bis zur Geburt zu verlangen, ist nichts weiter als ein besonders trauriges Beispiel für den absoluten Anspruch mancher (weniger) Frauen, ohne Nachteile tun und lassen zu können was sie wollen.
      Ich bin ebenfalls der Meinung, dass jede Abtreibung bedauerlich ist. Nachteile werden da gerne ausgeblendet, was irgendwie verständlich ist, weil man dieses Recht immer noch ständig verteidigen muss (legal ist es ja auch noch nicht), aber dass es nur Vorteile hat, ist halt falsch. Ein ordentlicher Aufklärungsunterricht, beispielsweise im Rahmen eines jährlichen Thementages in der Schule, würde die Zahl der Abtreibungen mit Sicherheit reduzieren, denn obwohl ich noch relativ jung bin, wurde sowas bei uns nicht geleistet.

      „(14) [Pille danach]: Es sollte umfassend darüber aufgeklärt werden und jede Frau sollte schnellen Zugang zu einer »Notration« haben. Pragmatisch wäre, dass diese Pillenpackung nach Ende der Haltbarkeit einfach umgetauscht wird. Es ist eine Methode, die Abtreibungen verhindern kann, also sollte man sie bevorzugt einsetzen, weil zu diesem Zeitpunkt ja noch keine Eizelle befruchtet ist.“

      Genau. Mich würde auch eine seriöse Studie dazu interessieren, ab wann die Hormondosis der Pille Danach wirklich schädlich ist. Ist es tatsächlich gesundheitlich unbedenklicher, 365 Tage im Jahr die normale Pille zu nehmen als die Pille Danach alle zwei Monate? Nicht, dass ich das machen will, aber so etwas würde ich einfach gerne wissen.

      „(15) [Väterrechte] sind so selbstverständlich wie Mütterrechte. Da die alte Weisheit »Mother’s baby. Father’s maybe …« heute nicht mehr in der alten Form gilt, weil man es gentechnisch prüfen kann, plädiere ich für umfassende Transparenz und das Recht, eine Vaterschaft überprüfen zu können. Damit muss unbedingt eine Aufklärung über Testverfahren und Trefferquoten einhergehen.“

      Zustimmung. Im Sorgerecht sehe ich da auch noch einige Baustellen.

      „(16) [Ist dort die Fremdbestimmung über die Schwangerschaft gemeint?]: Es kann der Fall eintreten, dass eine Frau sich für Abtreibung entscheiden will und der Mann dagegen ist. Da die Frau alle Folgen von Schwangerschaft und Geburt trägt, kann der Mann sie allenfalls bitten oder überzeugen, aber nichts erzwingen.“

      Auch das ging an Antifeministen. Ich habe tatsächlich schon öfter gelesen, wie bedauerlich es sei, dass die Frau diese Entscheidung allein treffen darf. Und das geht doch wirklich gar nicht. Allein die Frau muss entweder eine Schwangerschaft oder eine Abtreibung ertragen – alles andere ist ein unzumutbarer Eingriff in ihre Persönlichkeitsrechte (vor allem, wenn es nur um sowas geht wie „meh, Kondom wollte ich ja nicht, aber Unterhalt zahlen, darauf hab ich auch keine Lust!“).
      Ich kann Abtreibungsgegner verstehen, auch wenn ich ihre Meinung nicht teile. Sowas verstehe ich nicht. Es gibt weder einen rechtlichen, noch einen moralischen Anspruch darauf, dass eine Frau ein Kind austrägt oder abtreibt, nur weil der Kindsvater das will. In einer Beziehung über eine solche Entscheidung reden und den Partner mit einbeziehen – selbstverständlich. Aber im antifeministischen Kontext schien es mir eher darum zu gehen, auf Kosten von Frauen (und potentiellen Kindern) männliche Bequemlichkeit zu bedienen.

      „An einem Ingenieursbeispiel: Wenn pragmatische Frauen und Männer sehen, dass ein Träger aus dem Gleichgewicht gerät, dann laufen sie hin, unterstützen das Auflager oder reduzieren die Last. Wenn Genderist*Innen dasselbe sehen, dann prangern sie den Träger als Phallus-Symbol an, bis das Dach zusammenbricht.“

      Und Antifeministen kreischen so lange rum, dass der Staatsfeminismus Schuld an der Korrosion war, bis das Dach zusammen bricht 🙂 Sorry, aber einseitige Schuldzuweisungen bringen hier auch nichts. Ich habe die meisten der Positionen, denen du zustimmst, schon mal an anderen Stellen formuliert und bin dafür immer wieder mit Hass überschüttet worden, obwohl ich die meisten Statements für absolut normal und nachvollziehbar halte.

      • Der Träger wird natürlich nicht wieder heil, wenn »Antifeministen« vor ihm eine Runde weinen. Und es stimmt, ich bin auf die radikalen Maskus und auf die Trolle aus dieser Ecke nicht eingegangen. Wenn sie eine Rolle rückwärts bei der Gleichberechtigung der Frauen fordern (Wahlrecht, Zwang zur Hausarbeit etc.), beleidigen sie meinen Verstand. Wenn sie nur trollen, beleidigen sie meinen Geschmack. Es wird keine Rolle rückwärts geben.

        Der entscheidende Unterschied ist: trollende Antifeministen haben keine (staats)bürokratischen Strukturen. Diese Strukturen verbrauchen inzwischen bedeutende Ressourcen an Steuergeld und verursachen auch enorme Kosten in den Unternehmen. Sie sind außerdem nicht an ihrem Erfolg interessiert, weil sie sich ja dann abschaffen müssten. Es bringt also auch nichts für die Frauen. Ich sehe da durchaus ein gemeinsames Interesse aller, die für solche Bürokratie aufkommen müssen …

  5. Coole Sache, größtenteils gehe ich mit dir einher.

    zu 2.ff
    Bei der Prostitutionsdebatte weiß ich trotz vielen Nächten voller Recherche und einer endlichen aber gefühlt unendlichen Menge an TV Debatten immernoch nicht, in welchen Verhältnissen die Prostitutionsszene aufgebaut ist. Ich glaube, dass es völlig gesunde, mit Einverständnis und Spaß aller Beteiligten organisierte Prostitution gibt. Ich glaube auch, dass es Menschenhandel, Nötigung, Erpressung, Vergewaltigung und Kriminalität in der Szene gibt. Und ich glaube, dass sich beide Seiten in ähnlichen Rahmen bewegen können, es sich also nicht anhand der äußeren Darstellung jederzeit eindeutig unterscheiden lässt. Noch dazu sind Dinge nie schwarz/weiß, also wirds auch hier wie immer Übergänge geben. Wobei ich jeden Schritt weg von „gesund und mit Einverständnis/Spaß Aller“ sehr bedenklich finde.
    Nur sind alle Debatten und Insidermeinungen die ich bisher erlebt habe sooo fürchterlich schwarz-weiß gezeichnet, dass ich mir einfach kein Bild machen kann. Ich weiß einfach nicht, wie Prostitution real und wirklich aussieht (und ob das irgendwer weiß). Also kann ich mir keine Meinung bilden, wie man Rechte stärken und Leid lindern kann. Sehr frustrierend :/

    zu 4., 6. u. 18.
    Das ist ein bisschen wie das „mitgemeint sein“ beim Streit um den generischen Maskulinum. Wenn Stellenausschreibungen den Wortlaut führen „Wir suchen Studenten für…“, die Lebensrealität dann aber zeigt, dass trotz geeigneter Bewerberinnen nur Bewerber eingeladen werden, dann verstehe ich, dass sich Studentinnen ans Bein gepisst fühlen und zumindest ein Lippenbekenntnis fordern, da sie scheinbar (zum wiederholten Male womöglich) *nicht* mitgemeint waren. So ein Lippenbekenntnis „Wir suchen Studierende/Wir suchen Studenten und Studentinnen“ eröffnet dann nämlich Debatten und erzeugt dadurch mehr individuelle Auseinandersetzung mit der Thematik, mehr Bewusstsein und im Endeffekt inkrementell eine Veränderung.
    Wenn eine transsexuelle Frau durchs Leben geht, ständig Stress hat, weil nur ein kleiner Teil ihres Umfelds akzeptiert, dass sie eine Frau ist, sie also ständig erlebt, dass der Begriff „Frau“ zu ihrem Nachteil ausgelegt wird, dann kann ich durchaus nachvollziehen, dass sie in Kreisen, die sich mit der Thematik auseinandersetzen, eine eindeutige Stellungsnahme erwünscht. Ob man da jetzt FLTI* schreibt oder Frau* oder einen Infoabsatz vor oder hinter den Text setzt, Wege gibt es viele. „Frau*“ ließt sich noch sehr gut und ist unübersehbar.

    Ich verwende es aber auch nie, und „meine“ immer alle mit. Darum kann ich dich nicht wirklich kritisieren, sondern erkläre nur meine Position 😉

    Das gleiche dann halt auch für Intersektionalität. Wenn die Lebensrealität immer und immer wieder zeigt, dass auch in feministischen Kreisen die gleichen Alltagssexismen, -rassismen -xismen auftauchen wie im restlichen Leben, dann verstehe ich, dass sich Menschen dafür stark machen, dass als Kernpunkt des Feminismus festzusetzen. Nur durch aktive Auseinandersetzung mit einer Thematik kann sie langsam verbessert werden. Ich finde es auch persönlich nicht schlecht, weil ich primär diesem Denkansatz ne Menge Bewusstesein mit -ismen außerhalb vom Sexismus verdanke.
    Das führt dann halt dazu, dass der Begriff Feminismus aufgeweicht/erweitert wird, ja. :/

    zu 8.
    Was meinst du mit „Dekonstruktion“? Absichtliches Unterbinden von Rollenschablonengerechtem Verhalten der eigenen Kinder, auch wenn diese es wünschen? (so beispielsweise, der Tochter trotz Wunschzettel nicht die gewünschte Barbie zu schenken, weil das wäre ja zu klischee-weiblich?)

    zu 11.
    „Mimimi“? Versteh ich nicht ^^

    zu 13. u 14.
    Scheiß Grauzonen. Ich sehe das auch so. Aber wo zieht man ne Linie, denn zum Linienziehen wird man ja quasi genötigt :/
    Ehrlich gesagt, weil es Menschen gibt, die Hilfe brauchen, will ich Menschen die keine Hilfe brauchen, keine Steine in den Weg legen. Ich weiß nicht bis wann, aber für einen gewissen Teil der Schwangerschafft ist das, was im Körper vorgeht, eine absolut persönliche Sache und sollte meiner Meinung nach genauso frei gehandhabt werden können, wie eine Empfängnissverhütung.

    zu 17.
    Hängt immer von Wortlaut, Bewusstsein, Absicht und so ab. Ganz ehrlich, ich bin mir schlicht nicht sicher, was du meinst 😉

    zu 20.
    Tatsächlich bin ich da auch nie hintergestiegen. Alles was ich dazu bisher gelesen habe, wirkte auf mich realitätsfremd. Knutschverbot-Blogbeiträge sind meine Lieblinge. Ich lese diese Beiträge immer gerne und aufmerksam und bin anschließend schlicht nicht schlauer als vorher. 😦

    zu 24.
    Ich bin mir ziemlich sicher, aber es bietet sich gerade an, habe ich dir eigentlich je schonmal die archivierten Beiträge von http://goodmenproject.com/category/noseriouslywhatabouttehmenz/ ans Herz gelegt?

    zu 25.
    Ehrlich gesagt habe ich nur mit dem schreiben heute angefangen, um hierher zu kommen. Ich hab diesen Link seit Monaten rumliegen und warte auf die entfernteste Gelegenheit ihn passend anzubringen. Jetzt nutze ich diese 😉
    http://bkspidey.tumblr.com/post/76220201607/the-main-problem-i-have-with-mens-rights

    zu 27.
    Ist das nicht irgendwie doch das Gleiche? :/

    • „Nur sind alle Debatten und Insidermeinungen die ich bisher erlebt habe sooo fürchterlich schwarz-weiß gezeichnet“

      Jap, haargenau mein Eindruck, der sich heute noch verfestigt hat.

      „Das ist ein bisschen wie das “mitgemeint sein” beim Streit um den generischen Maskulinum. (…)
      Wenn eine transsexuelle Frau durchs Leben geht, ständig Stress hat, weil nur ein kleiner Teil ihres Umfelds akzeptiert, dass sie eine Frau ist, sie also ständig erlebt, dass der Begriff “Frau” zu ihrem Nachteil ausgelegt wird, dann kann ich durchaus nachvollziehen, dass sie in Kreisen, die sich mit der Thematik auseinandersetzen, eine eindeutige Stellungsnahme erwünscht. Ob man da jetzt FLTI* schreibt oder Frau* oder einen Infoabsatz vor oder hinter den Text setzt, Wege gibt es viele. “Frau*” ließt sich noch sehr gut und ist unübersehbar.“

      Du hast meinen Streit offensichtlich mitbekommen. Ich meinte hier eigentlich auch gar nicht Transsexuelle, wobei ich nicht finde, dass meine Position so wahnsinnig abwegig ist. Ich meinte genderqueere Personen, weder transsexuell, noch intersexuell, die sich z.B. von einer geschlechtsspezifischen Anrede getriggert fühlen, weil sie sich damit in Schubladen gesteckt fühlen. Also beispielsweise eine biologische Frau, die auch wie eine aussieht, aber trotzdem nicht so genannt werden will, weil „vielleicht fühle ich mich heute ja mal wie ein Mann“ etc.
      Das Problem ist hier, dass sowas die Schubladen weiter zementiert! Ziel müsste vielmehr sein, die Schubladen auszuleeren. Also nichts mehr von diesem „kochen, Schuhe, rosa = weiblich“ und „Fußball, Mathe, blau = männlich“. Alles andere wirkt auf mich, als würde die Bezeichnung „Frau“ abgelehnt, weil diese Leute irgendein Problem mit Frauen oder Frausein haben.

      „Das gleiche dann halt auch für Intersektionalität. Wenn die Lebensrealität immer und immer wieder zeigt, dass auch in feministischen Kreisen die gleichen Alltagssexismen, -rassismen -xismen auftauchen wie im restlichen Leben, dann verstehe ich, dass sich Menschen dafür stark machen, dass als Kernpunkt des Feminismus festzusetzen. Nur durch aktive Auseinandersetzung mit einer Thematik kann sie langsam verbessert werden. Ich finde es auch persönlich nicht schlecht, weil ich primär diesem Denkansatz ne Menge Bewusstesein mit -ismen außerhalb vom Sexismus verdanke.
      Das führt dann halt dazu, dass der Begriff Feminismus aufgeweicht/erweitert wird, ja.“

      Das muss ja nicht mal ein Widerspruch sein – der wird nur immer wieder konstruiert. Beispielsweise habe ich vor kurzem Nicki Minaj kritisiert, weil ihre Videos unglaublich sexistisch sind. Nach kurzer Diskussion wurde mir vorgeworfen, ich sei rassistisch, weil Nicki Minaj halt eine WoC ist. Hier habe ich dann nicht nur das Gefühl, dass Antirassismus gnadenlos instrumentalisiert wird, sondern finde außerdem, dass, selbst WENN das so wäre, ich als Feministin (= Einsetzen gegen Sexismus) nicht verpflichtet bin, Antirassismus über Feminismus zu stellen.
      Ist das irgendwie verständlich?

      „zu 13. u 14.
      Scheiß Grauzonen. Ich sehe das auch so. Aber wo zieht man ne Linie, denn zum Linienziehen wird man ja quasi genötigt :/
      Ehrlich gesagt, weil es Menschen gibt, die Hilfe brauchen, will ich Menschen die keine Hilfe brauchen, keine Steine in den Weg legen. Ich weiß nicht bis wann, aber für einen gewissen Teil der Schwangerschafft ist das, was im Körper vorgeht, eine absolut persönliche Sache und sollte meiner Meinung nach genauso frei gehandhabt werden können, wie eine Empfängnissverhütung.“

      Jede Pflicht schränkt die persönliche Freiheit ein. Trotzdem sind sie legitim, wenn die Einschränkung im vertretbaren Rahmen bleibt bzw. die Vorteile die Nachteile aufwiegen. Das ist, finde ich, hier der Fall.

      „zu 17.
      Hängt immer von Wortlaut, Bewusstsein, Absicht und so ab. Ganz ehrlich, ich bin mir schlicht nicht sicher, was du meinst ;)“

      Mädchen fühlt sich ängstlich und bedroht, wenn es durch dunkle Gassen gehen muss. Jemand sagt: „Hm, Karatetraining könnte helfen! Dann kannst du dich im Notfall verteidigen!“ Die Standardantwort hierauf: „Victim Blaming! Bringt Mädchen nicht bei, wie sie sich verteidigen, sondern Vergewaltiger, dass sie nicht vergewaltigen sollen!“ Als wäre nicht beides möglich. Oder als könnte man letzteres wirklich hundertprozentig durchziehen…

      „zu 24.
      Ich bin mir ziemlich sicher, aber es bietet sich gerade an, habe ich dir eigentlich je schonmal die archivierten Beiträge von http://goodmenproject.com/category/noseriouslywhatabouttehmenz/ ans Herz gelegt?“

      Ich glaube nicht, macht aber auf den ersten Blick keinen schlechten Eindruck.

      „zu 25.
      Ehrlich gesagt habe ich nur mit dem schreiben heute angefangen, um hierher zu kommen. Ich hab diesen Link seit Monaten rumliegen und warte auf die entfernteste Gelegenheit ihn passend anzubringen. Jetzt nutze ich diese 😉
      http://bkspidey.tumblr.com/post/76220201607/the-main-problem-i-have-with-mens-rights

      Seine Beobachtung mag stimmen (kann ich für die USA nicht beurteilen), aber dennoch gefällt mir das Fazit nicht. Ich bin der Ansicht, dass mein Feminismus auch Männer mitdenkt – viele andere Formen aber nicht. Laut einigen Theorien besteht immer ein Machtgefälle und aus diesem Grund kann ein Mann nicht diskriminiert werden. Das ist mir zu lebensfremd. Außerdem ist es latent beleidigend. Man kann mMn nicht von einem Mann, der sich sein ganzes Leben lang nichts schlimmes zu schulden hat kommen lassen, nicht dafür erwarten, dass er sich dafür entschuldigt, ein Mann zu sein. Und wer sich für eine Verbesserung des Sorgerechts für Väter einsetzt, nun, warum sollte sich so jemand „Feminist“ nennen?

      „zu 27.
      Ist das nicht irgendwie doch das Gleiche? :/“

      Das war nur der Abschlusstweet. Ich dachte, ich bräuchte nach so vielen Tweets irgendwas, das „Ende“ signalisiert ^^

      • „Du hast meinen Streit offensichtlich mitbekommen.“
        Ähm, nein hab ich nicht, wo gibts den nachzulesen? ^^ Klingt ja erstmal spannend, finde ich, wenn ich anscheinend etwas sehr passendes gesagt habe.
        Was du danach schreibst, in Bezug auf sich irgendwie identifizieren und getriggert fühlen, klärt für mich auch noch ein bisschen, was du weiter oben zum Gender Bread Link gesagt hast. An sich gebe ich dir vollkommen Recht, wenn du schreibst, dass Schubladendenken darauf basiert, dass eigentlich völlig neutrale Eigenschaften/Vorlieben/Tätigkeiten/whatever irgendwie von der Gesellschaft gefärbt werden und daraufhin angeblich Rückschluss auf Geschlechter oder -identität zulassen. Großer Haufen Mist. Und wenn mir dann eine liebe Freundin sagt, dass sie, weil sie sich immer große Mühe mit der Pflege ihrer Fingernägel, in der Hinsicht schon ein ziemliches Mädchen ist, dann möchte ich sie am liebsten packen, einmal durchrütteln und sagen „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, bitte formulier das so nicht!“

        Ich sehe jedoch nicht, was solches Schubladendenken mit deinem Beispiel zu tun hat. Die Person, die optisch und biologisch genau der gesellschaftsüblichen Vorstellung einer Frau entspricht, aber gleichzeitig sagt „Bitte gehe nicht davon aus, dass ich eine Frau bin ohne mich gefragt zu haben, denn nichts was du von außen wahrnehmen kannst, lässt wirklich Rückschlüsse darüber zu, ob ich das zutrifft.“ hat meiner Meinung nach Recht damit. Wenn ich auf Grund von optischen Merkmalen ein männliche oder weibliche Anrede verwende, ist das nur geraten und ich kann damit falsch liegen. In manchen Kontexten ist es angebracht zu fragen anstatt zu raten, in anderen erntet man damit nur Gespött.
        Wenn mir ein Mensch, den ich in 100 von 100 Fällen als Frau identifiziert hätte, sagt, dass ihm das scheiß egal ist, was die Umwelt intuitiv denkt, er mag seinen Körper, seinen Stil, sein Auftreiten, empfindet sich selbst auch nicht als intersexuell oder transsexuell, findet aber das „Frau“ schlichtweg nicht zutrifft – WARUM AUCH IMMER O_o, dann kann ich nur nicken und sagen „Kay, dann nicht „Frau“, andere Vorschläge?“
        Ich empfinde das als pures Gegenstück zum Schubladendenken. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich wirklich begreife, was du meinst und befürchte ein wenig, an dir vorbeizureden. ^^

        So ein bisschen beschreibe ich da meine eigene Rolle. Ich denke in den aller meisten Fällen, würden mir unbekannte Menschen mich als Mann identifizieren. Und ich hab auch kein großes Problem damit, wenn ich mit „Herr“, „er“ oder „ihm“ angeredet werde. Ich empfinde es aber als nicht treffend. Das mag daran liegen, dass ich ein gewisses, durch mein Umwelt geprägtes, Bild von Männlichkeit habe und nicht das Gefühl habe, diesem Bild zu entsprechen. In vielen Fällen würde ich sagen, dass ich eher meinem Bild von Weiblichkeit entspreche. Mir ist dabei klar, dass diese beiden Vorstellungen eher willkürlich sind. Und daher rührt dann auch meine Motivation, auf einer Webseite wie facebook, die mir unter „Geschlecht“ die Option „Benutzerdefiniert“ erlaubt, eine oder mehrere von 20+ Beschreibungen auszuwählen und männlich bzw. weiblich komplett außen vor zu lassen. Ich sehe nicht, wie das irgendeine Schublade zementiert und was das mit „A.B.C = männlich; X, Y, Z = weiblich“ zu tun hat.

        „Ist das irgendwie verständlich?“
        Was du zu Nicki Minaj und Rassismus schreibst, finde ich verständlich. Teilweise. Teilweise weiß ich auch nicht, ob wir das gleiche meinen. Es ist jedoch irgendwie anders als das, was ich bisher mit Intersektionalität verbunden habe. Unter Intersektionalität verstehe ich primär, bestimmte Personengruppen, beim Gestalten des eigenen Aktionismus, nicht außer Acht zu lassen, nur weil ich nicht zu dieser Personengruppe gehöre.
        Konkret: Ich lebe in einem Land, in dem PoC Alltagsrassismus ausgeliefert sind. Ich veranstallte eine feministische Aktion, die den Vorsatz hat, meinem Feminismus gerecht zu werden. Und dieser will offen und zugänglich für alle Frauen* sein. Da ich aber kein PoC bin, bin ich evtl. nicht sensibilisiert für Alltagsrassimus und organisiere eine Aktion, die echt fürchterlich beleidigend und rassistisch ist. Frauen* die gleichzeitig PoC sind, fühlen sich also nicht wohl und nehmen nicht teil. Meine Aktion und als Rückschluss daraus auch mein Feminismus sind also nicht offen und zugänglich für ALLE Frauen*. Intersektionalität ist in meinem Verständnis der Vorsatz, diese Ausgrenzungen aus dem eigenen Aktionismus nicht zuzulassen.
        Um zurück auf den Tweet zu kommen. Zu sagen, Intersektionalität sei selbstverständlich, wirkt auf mich so, als müsste nichts aktiv angesprochen oder diskutiert werden. Ich habe jedoch das Gefühl, dass sich ohne aktive Auseinandersetzung leicht eine Blindheit einstellt und der eigene Feminismus selbstgerecht und exklusiv wird.
        Für Individuen mag das weniger zutreffen. Aber als größere Bewegung finde ich es wichtig, z.B. alle Neu- und Quereinsteiger_innen immer mal wieder abzuholen und auf den gleichen Nenner zu bringen.

        Hingegen, Leute mundtot zu machen und deren Argumente „auszuhebeln“ indem sie als rassistisch dargestellt werden, ist eher ein Fehlschluss, irgendeiner von denen hier: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_fallacies
        Mag ja sein, dass da wirklich Rassismus im Spiel sei, aber so argumentiert man nicht folgerichtig.

        Wegen des Victim Blamings. Okay ich hatte die richtige Vermtung. Ja, ich weiß genau, was du meinst. Und ja ich sehe das ähnlich. Beides ist definitiv möglich. Pragmatismus ist oft unmittelbar hilfreicher als Idealismus. Das Problem liegt wie gesagt in der Art, wie und wann z.B. der Vorschlag, Selbstverteidigung zu lernen, angebracht wird. Für sich alleine gelassen, kann so ein Vorschlag nämlich plausibel sehr verzerrt ausgelegt werden.
        „Mit Selbstverteidigungskönnen, ist man gewappnet für schlimme Ernstfälle“
        „Ich muss Selbstverteidigung können, um mich sicherer zu fühlen“
        „Ich fühle mich unsicher, weil ich keine Selbstverteidigung kann“
        „Ich fühle mich unsicher, weil ich keine Gelegenheit finde, Selbstverteidigung zu lernen
        „…weil ich keine Zeit finde“
        „…weil ich meine Prioritäten anders ausgelegt habe“
        „…weil ich selbst die Chance noch nicht genutzt habe“
        „Ich fühle mich unsicher, weil ich falsch handele“
        „Es ist meine eigene Schuld, dass ich mich unsicher fühle“
        „Es ist meine eigene Schuld, dass ich mich nicht verteidigen konnte“
        „Es ist meine eigene Schuld, dass ich verletzt wurde“
        Das ist eine scheiße perfider Prozess, der völlig von alleine abläuft, wenn niemand gegen steuert. Wichtig fände ich es daher, immer parallel (am besten vorrausgehend) zu betonen, dass die Schuld nicht beim Opfer liegt. Ich gebe dir also Recht, es ist imo beides möglich. Ich wollte nur darlegen, weswegen ich den Victim Blaming Vorwurf nachvollziehen kann.

        So und damit hab ich eigentlich alles Wichtige gesagt, was ich sagen wollte. Außer einer Sache. Du bist auf meine Fragen zu 8. und 11. nicht eingegangen, das interessiert mich aber immernoch 😉

      • „Ähm, nein hab ich nicht, wo gibts den nachzulesen? ^^ Klingt ja erstmal spannend, finde ich, wenn ich anscheinend etwas sehr passendes gesagt habe.“

        Das war auf Twitter, also eher nicht. Ich wurde wegen eben dem Tweet mit dem Sternchen von einer Transfrau attackiert, wieso ich das denn nicht machen würde, das würde sie und andere ja ausschließen. Woraufhin eine elend lange Diskussion entstand, in die sich dann noch andere einklinkten und im Zuge der mir nicht nur Transfeindlichkeit, sondern auch Sexismus (?!) unterstellt wurde. Die Krönung war für mich erreicht, als sie meinte, Meinungen wie meine würden Leute wie sie praktisch ermorden. Ähm, ja. Und dabei habe ich nur gesagt, dass ich keinen Sinn darin sehe, eine Transfrau als „Frau*“ zu bezeichnen, weil eine Transfrau für mich eben eine Frau ist. OHNE Sternchen. Mir wurde also praktisch vorgeworfen, Transfrauen ZU SEHR zu integrieren. Naja, das muss man nicht verstehen und ich muss auch nicht mit jeder blöden Tussi diskutieren.

        „Ich sehe jedoch nicht, was solches Schubladendenken mit deinem Beispiel zu tun hat. Die Person, die optisch und biologisch genau der gesellschaftsüblichen Vorstellung einer Frau entspricht, aber gleichzeitig sagt “Bitte gehe nicht davon aus, dass ich eine Frau bin ohne mich gefragt zu haben, denn nichts was du von außen wahrnehmen kannst, lässt wirklich Rückschlüsse darüber zu, ob ich das zutrifft.” hat meiner Meinung nach Recht damit. Wenn ich auf Grund von optischen Merkmalen ein männliche oder weibliche Anrede verwende, ist das nur geraten und ich kann damit falsch liegen. In manchen Kontexten ist es angebracht zu fragen anstatt zu raten, in anderen erntet man damit nur Gespött.“

        Ich mache hier eben einen Unterschied zwischen „Sex“ und „Gender“. Ich habe wirklich überhaupt kein Problem mit der Anrede „Frau Urban“. Diese bezieht sich auf meine Biologie, meinen „Sex“. Womit ich aber ein Problem habe, sind klischeemäßige Charakterzuschreibungen AUFGRUND meiner Biologie.

        „Wenn mir ein Mensch, den ich in 100 von 100 Fällen als Frau identifiziert hätte, sagt, dass ihm das scheiß egal ist, was die Umwelt intuitiv denkt, er mag seinen Körper, seinen Stil, sein Auftreiten, empfindet sich selbst auch nicht als intersexuell oder transsexuell, findet aber das “Frau” schlichtweg nicht zutrifft – WARUM AUCH IMMER O_o, dann kann ich nur nicken und sagen “Kay, dann nicht “Frau”, andere Vorschläge?”“

        Nee, da würde ich sagen: „Und was hast du für ein Problem damit?“ Ich empfinde das irgendwie als etepetete. Ich muss nicht JEDE Befindlichkeit verstehen. Wenn diese Person das so sieht, schön – aber man kann halt einfach nicht erwarten, dass sich die ganze Welt nach so etwas neu ausrichtet.

        „So ein bisschen beschreibe ich da meine eigene Rolle. Ich denke in den aller meisten Fällen, würden mir unbekannte Menschen mich als Mann identifizieren. Und ich hab auch kein großes Problem damit, wenn ich mit “Herr”, “er” oder “ihm” angeredet werde. Ich empfinde es aber als nicht treffend. Das mag daran liegen, dass ich ein gewisses, durch mein Umwelt geprägtes, Bild von Männlichkeit habe und nicht das Gefühl habe, diesem Bild zu entsprechen. „

        Siehst du, genau das meine ich. Du hast ein „Bild“ von Männlichkeit und das scheint nicht sonderlich positiv zu sein. Das musst du aber doch nicht. Männlich sein bedeutet doch erst mal gar nicht viel. Genauso wenig wie weiblich. Das beschreibt mMn nur die Biologie.
        Nur weil ein paar Arschlöcher übergriffiges, gewalttätiges oder sonstwie ekelhaftes Verhalten als männlich betiteln, trifft das noch lange nicht zu. Es gibt genügend Männer, die diesem Bild nicht entsprechen, aber niemals auf die Idee kämen, sich deshalb weniger männlich zu fühlen.

        So ähnlich kommt mir das eben bei diesem ganzen Konzept „Transgender“ vor (hier meine ich NUR TransGENDER, also nicht TransSEXUALITÄT, auch wenn letzteres gerne unter „Transgender“ subsumiert wird). Es herrscht nur dieser große Widerstand gegen eine geschlechtsspezifische Anrede, weil die Befürworterinnen offensichtlich ein sehr negatives Bild von Weiblichkeit haben.

        „Konkret: Ich lebe in einem Land, in dem PoC Alltagsrassismus ausgeliefert sind. Ich veranstallte eine feministische Aktion, die den Vorsatz hat, meinem Feminismus gerecht zu werden. Und dieser will offen und zugänglich für alle Frauen* sein. Da ich aber kein PoC bin, bin ich evtl. nicht sensibilisiert für Alltagsrassimus und organisiere eine Aktion, die echt fürchterlich beleidigend und rassistisch ist. Frauen* die gleichzeitig PoC sind, fühlen sich also nicht wohl und nehmen nicht teil. Meine Aktion und als Rückschluss daraus auch mein Feminismus sind also nicht offen und zugänglich für ALLE Frauen*. „

        Abgesehen davon, dass ich es für illusorisch halte, jede einzelne Aktion offen für ALLE Frauen zu gestalten, kann ich mir kaum vorstellen, wie eine feministische Aktion fürchterlich beleidigend ggü. PoCs und damit rassistisch sein kann. Ich meine, das sind doch Leute, die allgemein ein bisschen Sensibilität für solche Themen mitbringen…

        Was mich nervt, hat ein Tweet gut gezeigt, den ich irgendwo gespeichert habe, aber nicht mehr finde. Seinen Wortlaut habe ich mir jedoch gemerkt. Es ging um Ableismus, was zu dem Zeitpunkt irgendwie gerade das Thema war, und der englische Tweet, der mir dazu in die Timeline gespült wurde, lautete sowas wie: „Vergesst nicht die Women of Color beim Thema Ableismus! Auch Women of Color leiden unter Ableismus!“
        Und ich nur so: Oh, you don’t say?! Ich verstehe den Sinn von so etwas nicht. Wenn man sich im feministischen Kontext mit Ableismus auseinander setzt, ist doch wohl klar, dass man alle behinderten Frauen meint. Warum müssen WoCs da extra erwähnt werden – und dann auch noch so anklagend?

        „Intersektionalität ist in meinem Verständnis der Vorsatz, diese Ausgrenzungen aus dem eigenen Aktionismus nicht zuzulassen.
        Um zurück auf den Tweet zu kommen. Zu sagen, Intersektionalität sei selbstverständlich, wirkt auf mich so, als müsste nichts aktiv angesprochen oder diskutiert werden. Ich habe jedoch das Gefühl, dass sich ohne aktive Auseinandersetzung leicht eine Blindheit einstellt und der eigene Feminismus selbstgerecht und exklusiv wird.
        Für Individuen mag das weniger zutreffen. Aber als größere Bewegung finde ich es wichtig, z.B. alle Neu- und Quereinsteiger_innen immer mal wieder abzuholen und auf den gleichen Nenner zu bringen.“

        Wie gesagt: Ich glaube, wer sich gegen Diskriminierung einsetzt – hier eben gegen Sexismus – der ist in meinen Augen automatisch auch mehr sensibilisiert gegen andere Diskriminierungsformen. Aber ich finde, man kann eben nicht erwarten, dass jede Feministin mit dem gleichen Elan gegen JEDE Diskriminierungsform kämpft, nur weil das große Credo „Intersektionalität“ heißt.
        Zumal das ja nicht gemacht wird. Gerade, was Klassismus angeht, ist der vorherrschende Netzfeminismus unglaublich ausschließend. Dabei ist das ein Merkmal, welches am zuverlässigsten eine gute Schulbildung verhindert.

        „Wegen des Victim Blamings. Okay ich hatte die richtige Vermtung. Ja, ich weiß genau, was du meinst. Und ja ich sehe das ähnlich. Beides ist definitiv möglich. Pragmatismus ist oft unmittelbar hilfreicher als Idealismus. Das Problem liegt wie gesagt in der Art, wie und wann z.B. der Vorschlag, Selbstverteidigung zu lernen, angebracht wird. Für sich alleine gelassen, kann so ein Vorschlag nämlich plausibel sehr verzerrt ausgelegt werden.“

        Ja, das stimmt natürlich auch. Aber generell Maßnahmen abzulehnen, vor allem solche, die KEINE Beeinträchtigung beinhalten (eine solche wäre z.B. der „gutgemeinte“ Rat, dann doch einfach nicht nachts allein unterwegs zu sein), ist, wie du sagst, nicht pragmatisch.

        „Außer einer Sache. Du bist auf meine Fragen zu 8. und 11. nicht eingegangen, das interessiert mich aber immernoch ;)“

        Sorry, das ging unter.

        „zu 8.
        Was meinst du mit “Dekonstruktion”? Absichtliches Unterbinden von Rollenschablonengerechtem Verhalten der eigenen Kinder, auch wenn diese es wünschen? (so beispielsweise, der Tochter trotz Wunschzettel nicht die gewünschte Barbie zu schenken, weil das wäre ja zu klischee-weiblich?)“

        Jap, einerseits sowas. Andererseits gibt’s auch unter Radikalfeministinnen die Auffassung, Söhne mit aller Gewalt ihre „Männlichkeit“ austreiben zu müssen – sie halt zu „dekonstruieren“. Das halte ich für gewalttätig.

        „zu 11.
        “Mimimi”? Versteh ich nicht ^^“

        Ach, das ging auch an Antifeministen. Von denen hört man immer, es sei ja so unglaubwürdig, wenn man einerseits den „sensiblen Mann“ fordert, andererseits jedes Eintreten für eine männliche Problematik mit „Mimimi“ kommentiert. Was hier allerdings übersehen wird: Antifeministen beschäftigen sich nur ungefähr zu 10% mit Themen, die für Männer von Relevanz sind, während 90% nur Gejammer und Geschimpfe auf die bösen Frauen und den bösen femifaschistischen Staat darstellen. Und DAS „Mimimi“ zu nennen, widerspricht eben NICHT dem ersten Punkt, weil es etwas völlig anderes ist.

  6. Pingback: Lokführerstreik, Lobbyismus und #MeinFeminismus › Digital Diary - Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück

  7. 1) Warum gerade bei Pornos, und nicht bei Videospielen, Tolkien-Romanen oder McDonalds?

    2) Kein Job ist wie jeder andere. Prostitution ist das Menschenrecht, über seinen eigenen Körper zu verfügen.

    3) Die Opfer in der „Debatte“ werden nicht ausgeblendet, es geht bei dieser „Debatte“ m. E. eher darum, Männer als Täter und Frauen als Opfer zu framen.

    4) Okay.

    5) Was auch immer „akzeptieren“ in diesem Zusammenhang heißt.

    6) Stellt sich die Frage, warum man in erster Linie Feminist sein sollte und nicht Humanist, Menschenrechtler etc. pp.

    7) Was ist für Dich Sexismus?

    8) Zustimmung.

    9) Was ist „relativierender Biologismus“?

    10) Darf man Dich anpacken, wenn Du das möchtest?

    11) Okay.

    12) Zustimmung.

    13) Okay.

    14) Zustimmung.

    15) Und welche?

    16) Okay.

    17) Okay.

    18) Okay.

    19) Ich halte die Propagierung mehrerer Geschlechter für inhärent belanglos.

    20) Du meinst sicher „gegen Homophobie“, oder? Ansonsten, okay.

    21) Versteh ich nicht.

    22) Okay.

    23) Ich hasse eigentlich niemanden. Und was sind für Dich Sexisten?

    24) Okay.

    25) Heißt „seriös“ hier: in Übereinstimmung mit Deinen Ansichten? Ansonsten würde ich die linke Männerrechtsbewegung verweisen.

    26) Okay.

    27) Okay.

    • „10) Darf man Dich anpacken, wenn Du das möchtest?“

      Es sind dämliche Fragen wie diese, die mir jede Lust rauben, meine Zeit mit Antworten an dich zu verschwenden.

      • wirklich seltsam, dass jemand sowas Blödes fragt, wenn der große Rest des Kommentars doch ganz sinnvoll und „diskussionsgeneigt“ wirkt. Soll das vielleicht eine Art (verunglückter) „Scherz“ sein?

      • Mag sein, dass Adrian das für einen Scherz hält. Wir haben allerdings eine Vorgeschichte. Adrian mag Frauen nicht, hält sie für faul, dumm, nicht leistungsfähig und langweilig. Feministinnen unterstellt er zudem gerne Sex-Negativismus, auch wenn er das nicht so offen zugeben will. Aber diese Frage fügt sich nahtlos in dieses Bild ein und kann als Fortsetzung gelten zu einer Diskussion, die wir vor ein paar Tagen hatten, während der auf ähnliche Weise versucht hat, herum zu trollen.

      • „23) Ich hasse eigentlich niemanden. Und was sind für Dich Sexisten?“

        Vielleicht Männer, die Frauen für faul, dumm, nicht leistungsfähig und langweilig halten? Wobei, „langweilig“ geht ja noch…

  8. Klingt alles in allem sehr vernünftig.

    0) Ne also das rumfluchen kann ich ja Mal so gar nicht unterstützen…
    Achso Begründung: Bei manchen Leuten setzt ja manchmal leider schon die olle Runkelrübe aus, wenn sie mal was ‚pöhses‘ hören. 😉

    3) Kann ich nicht bestätigen. Medial hatte ich immer das Gefühl das recht offen viel von dem Menschenhandel und Co. gesprochen wurde. Ist aber an sich keine wirkliche Kritik an den Punkt das man auch die ganze Scheiße welche stattfindet berücksichtigen muss.

    4) In welchem Zusammenhang genau? Ohne Zusammenhang find ich das ist an scih eine merkwürdige Aussage. Gibt Probleme die betreffen eben nur manche Frauen?

    6) Kann ich gerade nicht ganz folgen.

    18) Meint wenn jemand sagt „Du Frau ohne Sternchen du!“ ? Ansonsten verstehe ich nicht worum es geht.

    22) Im Umgang mit allen Ungerechtigkeiten präferiere ich an sich immer noch den Humanimus. Wobei ich da (vielleicht sogar leider) auch eine Portion Pragmatismus habe, der einfach sieht das wir diverse Ungerechtigkeiten (z.b. im Justizsystem), leider nicht verhindern können.

    25) Es gibt doch imho diverse Menschen welche sich sehr für die Belange von Männern einsetzen ohne sich extra als Männerrechtler zu bezeichnen. Von daher halte ich es eher für ein mediales Problem als das es keine vernünftige Bewegung gibt. Ich denke gerade in den letzten Jahren hatten wir einige Ärzte und andere Personen die sich äußerst für die Rechte der Männer auf eine vernünftige Gesundheitsversorgung eingesetzt haben ohne das extra so zu nennen. Und manche DInge laufen ja nun wirklich schon seit Jahren die man fast als Männeranliegen rechnen könnte ( Gruppierunge die gegen Kindersoldaten und derlei ankämpfen), Gruppen welche mehr Unterstützung für männliche Opfer von Gewalt fordern.
    Aber okay, ist natürlich nicht das was man wohl als die von dir genannte Szene ansehen würde.

    26) Kann ich nachvollziehen. Und ich möchte mich da bei dir entschuldigen, da ich sicherlich schonmal sowas in der Richtung gesagt habe, anstatt über deine Position zu diskutieren.

    Hoffe das Zwitscher-Echo darauf war vernünftig und nicht voller Trolle.

    • „4) In welchem Zusammenhang genau? Ohne Zusammenhang find ich das ist an scih eine merkwürdige Aussage. Gibt Probleme die betreffen eben nur manche Frauen?“

      Ich habe das Gefühl, dass manche erwarten, eine Extraeinladung zu bekommen, aber die kriegen sie von mir eben nicht, denn, wie gesagt, ich meine JEDE Frau.

      „6) Kann ich gerade nicht ganz folgen.“

      Siehe meine Antworten an ruolbu.

      „18) Meint wenn jemand sagt “Du Frau ohne Sternchen du!” ? Ansonsten verstehe ich nicht worum es geht.“

      Es gibt Netzfeministinnen, die halten es für gewaltvoll, wenn man sie als Frauen „liest“ obwohl sie Frauen „sind“. Und das halte ich für Quatsch.

      “ 26) Kann ich nachvollziehen. Und ich möchte mich da bei dir entschuldigen, da ich sicherlich schonmal sowas in der Richtung gesagt habe, anstatt über deine Position zu diskutieren.“

      Es sei dir verziehen 😉

      „Hoffe das Zwitscher-Echo darauf war vernünftig und nicht voller Trolle.“

      Ging so ^^

      • Danke für die Klarstellungen 🙂
        Die extra Einladung welche du oben für die PoC beschreibst ist wirklich sehr amusant.

        Hab ein wenig des Gezwitschers gelesen. Meine Güte… wie schnell manche einem Boshaftigkeit unterstellen. Hauptsache du lässt dich von denen nicht zu sehr nerven.

        P.S.
        Nicht wundern sollte da nun ein anderes Bildchen neben meinen Nick erscheinen, irgendwie scheint da die Technik gerade was dusselig zu sein.

  9. Hallo, mit Interesse las ich Deine Thesen bzw. Deine Meinung. Würde ich auch alles unterschreiben. Vielleicht schreibst Du ja auch mal irgendwann was über Gender studies, ein Punkt, den Du in 19 erwähnst. Ich selbst finde die Bücher von z.B. Butler und Haraway sehr interessant, glaube aber, dass die Akademisierung (und Gender spielt sich vor allem in theoretischen Fachbereichen ab) die ganze »Sache« in eine Richtung gedrückt hat, um die man sich so seine Gedanken machen kann, ich sage nur: Zementierung von Machtpositionen. Hier ein link zu einem norwegischen Dok.–Film, den Du sicher schon kennst und der für Furore sorgte (z.B. die Schließung des norwegischen Genderinstituts) …

    • Ich kann leider nichts über Gender Studies schreiben, weil ich mich von diesen Theorien fern halte. Zu Anfang aus Zeitmangel und Faulheit, inzwischen aber ganz bewusst (zumindest noch eine zeitlang, ich plane da was…). Ich beobachte lediglich ihre Auswüchse, also wie sich die Theorien konkret in den Aktivismus einfügen. Und da sehe ich eben genau diese Akademisierung, die den Feminismus heutzutage absolut nicht mehr anschlussfähig macht, weil man erst achtzig Bücher gelesen haben muss, um da durchzusteigen!

  10. Noch etwas – ich habe zwar Eia’s Film oben reingestellt, sehe die ganze Sache aber durchaus (was seine zB Interviewtechnik anbelangt) kritisch und hinterfragungswürdig.

  11. Ich war gerade auf Facebook und habe dort was mitbekommen, was wirklich den Fass im Boden aufschlägt! (Ja, und ich bin gerade richtig sauer!)

    Dort wurde ein Bericht von der Blöd-Zeitung verlinkt, worin berichtet wird, dass in Amerika eine alternde Cheerleaderin (eine sogenannte „MILF“) einen 15-jährigen Jungen zum Oralsex gezwungen hat und daraufhin wegen Vergewaltigung dritten Grades angeklagt wurde.

    Und wie sehen die Reaktionen im Kommentarbereich aus?

    „Ich hab gehört er ist gestorben…. wegen zu vielen highfives von seinen Mitschülern :-D“

    „Liebe kennt kein alter wenn die milf lutscht xD“

    „xD vergewaltigt !!! Wenn mir das mit 15 passiert wäre hätte ich die alte komplett weg gehämmert xD Was für ein Glückspilz xD !!!“

    Und das nur die drei best verwertesten (!) Kommentare dieser Sorte, die sich da massenweise tummeln, und die wrerden alle von Männern geschrieben. Ekelhaft, wie der arme Junge von seinen Geschlechtsgenossen gefeiert und für undankbar verhöhnt wird.

    Da heulen sämtliche Herrschaften in diversen Blogs und Foren rum, dass sie benachteiligt und übersehen werden, wegen dem Feminismus und so, und dass der sexuelle Missbrauch von Frauen an Männer bzw. Jungs bei weitem nicht so ernstgenommen wird wie umgekehrt. Und dann muss man im Internet solche Sprüche von solchen dummen Männern lesen.

    Nachdem, was ich bisher gelesen habe, sind es zum größten Teil die Frauen, die diese Tat als das sehen, was es wirklich ist: Sexueller Missbrauch an einem Jugendlichen. Und auch die damit verbundene Doppelmoral sprechen sie an und verurteilen sie. Da hilft auch die Tatsachenverdrehung von Antifeministen nicht mehr.

    Das ist doch alles echt zum Brechen -.-

    • Dieses Phänomen kann man ständig beobachten. Mir zumindest sind gelegentlich Artikel zu ähnlichen Missbrauchsfällen untergekommen, die auch oft ähnlich bejubelt wurden. Und zu einem gewissen Grad, kann ich sogar nachvollziehen, was in den Köpfern dieser Menschen vorgeht. Die waren mal oder sind noch Teenager mit mehr sexuellen Gelüsten als Wegen, um diese auszuleben. Eine erwachsene und evtl. deutlich ältere Person aus dem Umfeld attraktiv zu finden, ist vermutlich auch nicht ungewöhnlich. Für viele Leute bietet so eine Story dann scheinbar die nötige Vorlage, um sich an einer Fantasie, vom selbstbestimmten einvernehmlichen Sexualleben als Teenager, zu ergötzen.
      Völlig außer Acht gelassen wird dabei halt alles, was nicht dieser Fantasie entspricht. Wie zum Beispiel, dass es sich um Missbrauch handelt, egal ob der Junge den sexuellen Kontakt genoss oder nicht. Und das durch solchen Applaus weiterer Missbrauch normalisiert wird.

    • @ Stephi
      „Da heulen sämtliche Herrschaften in diversen Blogs und Foren rum, dass sie benachteiligt und übersehen werden, wegen dem Feminismus und so, und dass der sexuelle Missbrauch von Frauen an Männer bzw. Jungs bei weitem nicht so ernstgenommen wird wie umgekehrt. Und dann muss man im Internet solche Sprüche von solchen dummen Männern lesen.“

      Dieses Phänomen wird gern totgeschwiegen oder schöngeredet.
      Mainstrammedien tun auch ihren Teil dazu. Ich entsinne mich an die Blöd-Schlagzeile mit der Lehrerin, die einen ihrer Schüler mißbraucht hat. Die wurde nicht etwa als das bezeichnet, was sie war, nämlich eine Kriminelle, sondern als „schöne Sex-Lehrerin“.
      Ich kann auch hier die Antifeministen nicht ernst nehmen, unter denen es so viele gibt, die solche Straftaten mit „der fand das sicher geil“ lapidar honorieren.
      Sich aber dann wieder an Feministinnen abarbeiten, die ja angeblich Männerprobleme/männliche Opfer und weibliche Täter als nicht existent negieren. #facepalm

      #MeinFeminismus findet sowas scheiße.

      • @Onyx

        Nunja, es sind überwiegend Durchschnittsmänner, die solche Straftaten verharmlosen und das Opfer feiern mit der Bemerkung, der Knirps könne sich doch geschmeichelt fühlen.

        Antifeministen würden sich in diesem Fall wohl eher so reagieren wie wir, also diese Tat auch als Straftat anerkennen und die Doppelmoral verurteilen („Mädchen werden hier viel mehr in Schutz genommen…“)

        Der einzige Unterschied ist nur, dass Antifeministen eine andere Ursache sehen als wir, und zwar – wie könnte es auch anders sein – den bösen Feminismus, der den Opfer-Status gerne für sich alleine beanspruchen möchte.

        Hier männliches Verhalten in Frage zu stellen kommt den Antifeministen wohl weniger in den Sinn. Wie auch, wenn sie Männer für was besseres halten…

      • @ Stephi
        „Nunja, es sind überwiegend Durchschnittsmänner, die solche Straftaten verharmlosen und das Opfer feiern mit der Bemerkung, der Knirps könne sich doch geschmeichelt fühlen.

        Antifeministen würden sich in diesem Fall wohl eher so reagieren wie wir, also diese Tat auch als Straftat anerkennen…“

        Nee, kann ich so nicht bestätigen. Es gab schon genug Diskussionen unter Antifeministen über derartige Fälle, wo genau so „argumentiert“ wurde.
        Eine wirkliche Straftat wird ohne Einschränkung erst dann als solche erkannt, wenn das Bild des klassischen heterosexuellen Sex „Mann fickt Frau“ zerstört wird, zB bei analer Vergewaltigung oder sonstigen gewalttätigen Übergriffen, bei denen der Mann der Passive und Überwältigte ist.
        Alles andere muß doch auch ein Minderjähriger geil finden, selbst mit der Lehrerin. Weil, Männer sind halt so …
        Oder so.

      • Tja, in einem Punkt sind sich die meisten Antifeministen wohl einig: Männer sind sexuell verblödet.

      • @ Stephi
        Wie ich halt immer sage, die größten Männerhasser sind Antifeministen.
        Niemand sonst ist so gestört, stolz darauf zu sein, sich mit Primaten auf eine Stufe zu stellen.

      • Wo findet Ihr diese seltsamen „Antifeministen“ eigentlich immer?
        Ich dachte eigentlich, ich käme ziemlich weit rum, aber solche Ansichten kommen mir höchstens in homöopathischen Dosen und praktisch nie unwidersprochen unter.

        B20

      • Diese Antifeministen finden sich immer ein, wenn das Thema mal ausnahmsweise so etwas ist statt „Kuckt mal, was diese Feministin X mit knapp 200 Followern auf Twitter so doofes gesagt hat!“

        „Nie unwidersprochen“ – widersprochen denn von wem? Von Maren, Stephi, Onyx oder mir? Und zum „Dank“ wird uns dann unterstellt, frigide Zicken zu sein? Jap, das kommt mir bekannt vor.

      • @ Robin
        „“Nie unwidersprochen” – widersprochen denn von wem? Von Maren, Stephi, Onyx oder mir? Und zum “Dank” wird uns dann unterstellt, frigide Zicken zu sein? Jap, das kommt mir bekannt vor.“

        Man weiß ja. von wem es kommt. Von absolut ahnungslosen Idioten, die sich auf ihre Klischeeschubladen einen runterholen. Von daher: kack der Hase drauf! 🙂

  12. Hallo Robin,

    magst Du das „hält die Propagierung von „unzähligen“ Geschlechtern (Gender) für inhärent sexistisch.“ näher erklären?

  13. Hi Robin,
    schöner Beitrag, dem ich zu ca. 80 % – 90 % zustimme.

    Ein paar Nicht-Übereinstimmungen:
    – Zu 1.) Ich will auch Pornographie nicht an sich verbieten, aber einige Pornographie-Genres bzw. Praktiken in Pornos, die stark entwürdigend oder die gesundheitlich riskant sind, sehr wohl. Auch sonst habe ich ein paar Kriterien zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pornographiebranche. Meine Pornographie-Kritik ist dabei nicht feministisch, sondern geschlechtsübergreifend, klassenkämpferisch und kapitalismuskritisch ausgerichtet.
    – Zu 8.) Volle Zustimmung. Ich möchte nur kurz dazu anmerken, dass der arme Jaques Derrida nichts dafür kann, wie der von ihm geprägte Begriff der „Dekonstruktion“ von einigen Spinnern mißbraucht wird.
    – Zu 11.) Das sollte dann aber auch gegenüber Frauen und gegenüber Feministinnen gelten, sofern berechtigt.
    – Zu 24.) „What about teh menz“ halte ich für einen radikalfeministischen Slogan, der im gender-feministischen Diskurs, der Ausgrenzung berechtigter männlicher Anliegen dient und lehne ihn grundsätzlich ab.
    Ich weiß aber natürlich, dass du den Satz NICHT in diesem Sinne verwendest.
    – Zu 25.) Doch – es gibt seriöse Maskulisten, z.B. mich. 🙂

    So, jetzt fände ich nur noch für jeden einzelnen Tweet einen eigenen Artikel von dir schön. Kriegst du das bis nächste Woche hin. 🙂

    • Hi Leszek,

      „– Zu 24.) “What about teh menz” halte ich für einen radikalfeministischen Slogan, der im gender-feministischen Diskurs, der Ausgrenzung berechtigter männlicher Anliegen dient und lehne ihn grundsätzlich ab.
      Ich weiß aber natürlich, dass du den Satz NICHT in diesem Sinne verwendest.“

      Ich finde den Satz ein bisschen albern, aber die Kritik dahinter kann ich absolut verstehen. Es ist schon auffällig, wenn bei JEDER Diskussion zu JEDER weiblichen Problematik IMMER irgendein Kerl auftaucht, der „aber Männer haben es viel schwerer“ nölt. Oder mit der Wehrpflicht kommt. So Sachen halt. Männliche Anliegen gut und schön, aber wenn das nun mal nicht das Thema ist?
      Umgekehrt genauso.

      “ Zu 25.) Doch – es gibt seriöse Maskulisten, z.B. mich. :)“

      Ja :-* Aber ein oder zwei Leute machen halt noch keine Szene ^^

      „So, jetzt fände ich nur noch für jeden einzelnen Tweet einen eigenen Artikel von dir schön. Kriegst du das bis nächste Woche hin. :)“

      Nächste Woche? ÜBERMORGEN!

  14. Hier sind einige Fragen. Die Ok’s sind als Zustimmung zu verstehen.

    1.
    Schön und gut. Aber konkret heißt das … ?
    Ausstiegsprogramme und Beratung oder öffentliche Meinungsbildung?

    2.
    Schön und gut. Aber konkret heisst das … ?
    Alleinstellungsmerkmal oder vergleichbar mit ???

    3.
    Werden etwa Geschädigte im Rotlichtmillieu ignoriert?
    Von Fernsehen über Literatur zur Presse wird das Thema ordentlich beackert.
    Zwar würde ich mir weniger Politik und mehr Sachberichte wünschen aber
    ausgeblendet halte ich vollkommen falsch.

    4.
    Ja natürlich. Das war für die militante Fraktion der „Progressiven“ nehme ich an?

    5.
    Das wäre ja auch das reinste Babel. Was passiert bei nicht-Akzeptanz?
    A’la Beauvoir das den Frauen die Mutterschaft verboten gehört oder eher Tadel?

    6.
    Da der Begriff „Feminismus“ von allen Anwendern/Anhängern eigens Definiert wird,
    ist die Aussage „Feminismus“ ist in 1. Linie „Feminismus“ recht bedeutungslos.
    „Intersektionalität“ hört sich gewaltig nach „progressive stack“ an.

    7.
    OK

    8.
    OK

    9.
    Ich hätte gern ein Beispiel.

    10.
    Aber wenn mich eine anpackt und ich ihr die Visage umgrabe komme ich in den Knast. Gewalt doof finden ist recht einfach. Dann aber eine Clubkarte von dem Verein zu haben der unter anderem „kein Knast für Frauen“ fordert oder inquisitoriale Tribunale gegenüber Angeklagten einer Vergewaltigung möglich machen will ist schon etwas inkonsequent.

    11.
    Soweit ich weiß wird „mimimi“ geäußert wenn sich ein Mann über eine Ungerechtigkeit beschwert. Man könnte auch „Weichei“ sagen, das ändert nichts daran das die Heuchelei, die Geschlechterrollen auflösen zu wollen und gleichzeitig solche „sei ein Mann und erdulde dein Los“ Taktiken zu fahren,
    ein normales/tradiertes Verhalten seitens der Feministas ist. ( Lustigerweise decken sich in dem „man up“- und „protect women“-Feld Traditionalisten und Feministen erstaunlich oft.)

    12.
    Ok

    13.
    Ok

    14.
    Ok

    15.
    Das ist schön ( einige Feministinnen fordern das Gegenteil ), aber welche?
    Der Status Quo ist jedenfalls nicht haltbar. Hier möchte ich um Spezifikation bitten welche Rechte noch dazu kommen sollen.

    16.
    Absolut. Aber das die Frau auf einen Mann zeigen kann und sagt; „der da ist der Vater.“, halte
    ich für einen groben Eingriff in das Leben dieses Mannes.
    Möglichkeiten zur „Finanzielle Abtreibung“ halte ich für nodwendig. Was hält „dein Feminismus“ davon?

    17.
    Ist damit Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gemeint? Wenn ja 1+.

    18.
    Damit ist „dein Feminismus“ übergriffig für so manch anderen Feminismus. Willkommen bei den rassistischen sexistischen Ausbeuterpatriarchen ;). Was hältst du davon das diese Heinis große Budgets haben um ihre
    Ideale, auch unter dem Banner des Feminismus, durchzudrücken?

    19.
    Ok. Ich halte „Gender“ für inhärent dämlich. Es gibt zwei Geschlechter und eine Reihe „Sonderformen“. Was das nun über Persönlichkeiten und Rollen aussagen soll erschließt sich mir nicht.

    20.
    Ok.

    21.
    Ausgenommen welcher?

    22.
    Wie würde das aussehen?

    23.
    Also nur männliche Sexisten? tststs..

    24.
    ? Ich bitte um Klärung. Ich dachte „what about teh menz“ sei ein ähnliches Instrument wie „mimimi“.

    25.
    Das könnte daran liegen das jegliches Anliegen als „mimimi“ abgestempelt wird und die realen Problembenennungen dann als radikale Meinung erscheint. Abgesehen davon das eine Feministin sich über irgendeine Gruppe als „nicht Seriös“ lustig macht ist schon ein Brüller in sich.

    26.
    Da stimme ich zu. Der Feminismus als Sündenbock für alles ist reine Zeitverschwendung. Aber der Feminismus ist eine Staatsdoktrin geworden und damit omnispräsent. Da kriegt man auch Kugeln ab auf denen nicht dein Name steht.

    27.
    Das ist erfrischend.

    Ich freue mich deine (eventuelle ) Antworten zu vernehmen.

    Tot ziens

    • „1.
      Schön und gut. Aber konkret heißt das … ?
      Ausstiegsprogramme und Beratung oder öffentliche Meinungsbildung?“

      Konkret heißt das, einen Weg zu finden, Kinder und Jugendliche davor zu schützen oder ihnen wenigstens die Fiktion der Darstellung vermitteln. Darüber hinaus eine breite Debatte darüber anstoßen, inwiefern ein hemmungsloser Pornokonsum unseren Umgang mit Liebe und Sexualität verändert. Verbot von Filmen, deren Darsteller und Darstellerinnen nachweislich beim Dreh unter Zwang standen. Etc.

      „2.
      Schön und gut. Aber konkret heisst das … ?
      Alleinstellungsmerkmal oder vergleichbar mit ???“

      Das heißt konkret eigentlich nur, dass dieses dumme Argument endlich vom Tisch kommt, weil das im Umkehrschluss heißen würde, dass eine Frau, die ein Stellenangebot in einem Puff ablehnt, Sanktionen vom Arbeitsamt bekommen könnte, weil ein „Job wie jeder andere“ für zumutbar gehalten wird.

      „3.
      Werden etwa Geschädigte im Rotlichtmillieu ignoriert?
      Von Fernsehen über Literatur zur Presse wird das Thema ordentlich beackert.
      Zwar würde ich mir weniger Politik und mehr Sachberichte wünschen aber
      ausgeblendet halte ich vollkommen falsch.“

      Man muss hier trennen zwischen der öffentlichen Debatte und der feministischen Debatte. Auch wenn Antifeministen Feministinnen gerne als absolute Prostitutionsgegner ansehen: Das Gegenteil ist der Fall. Hier wird von der Mehrheit unreflektiert über das Argument „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ billigend in Kauf genommen, wahre Opfer dieser Szene auszublenden.

      „4.
      Ja natürlich. Das war für die militante Fraktion der “Progressiven” nehme ich an?“

      Jap.

      „5.
      Das wäre ja auch das reinste Babel. Was passiert bei nicht-Akzeptanz?
      A’la Beauvoir das den Frauen die Mutterschaft verboten gehört oder eher Tadel?“

      Das Problem ist, dass so ziemlich jede Kritik an einer jeden Frau mit dem Argument „Du als Feministin musst für Selbstbestimmungsrecht sein, das heißt, du MUSST diese Entscheidung akzeptieren!!“ (dass bei dieser Argumentation MEIN Selbstbestimmungsrecht unter den Tisch fällt – geschenkt). Das fordert aber auch nur eine sehr bekloppte Minderheit.

      „6.
      Da der Begriff “Feminismus” von allen Anwendern/Anhängern eigens Definiert wird,
      ist die Aussage “Feminismus” ist in 1. Linie “Feminismus” recht bedeutungslos.
      “Intersektionalität” hört sich gewaltig nach “progressive stack” an.“

      Ich wollte damit sagen, dass man mir nicht vorwerfen kann, bei der Abwägung mancher „Ismen“ den Feminismus für mich als Priorität anzusehen. So passiert bei Diskussionen um sexistischen Hip-Hop, den man laut manchen aber nicht kritisieren darf, weil die entsprechende Künstlerin schwarz war. (Mal ganz abgesehen davon, dass es nicht rassistisch ist, einen Menschen wegen seiner Arbeit zu kritisieren, nur weil dieser Mensch schwarz ist.)

      „9.
      Ich hätte gern ein Beispiel.“

      „Frauen sind körperlich schwächer und saßen schon in der Steinzeit nur babysversorgend in der Höhle – naturgemäß sind sie also nicht für Führungspositionen geeignet.“

      „10.
      Aber wenn mich eine anpackt und ich ihr die Visage umgrabe komme ich in den Knast. Gewalt doof finden ist recht einfach. Dann aber eine Clubkarte von dem Verein zu haben der unter anderem “kein Knast für Frauen” fordert oder inquisitoriale Tribunale gegenüber Angeklagten einer Vergewaltigung möglich machen will ist schon etwas inkonsequent.“

      Das sind Randmeinungen, die selbst die meisten Radikalfeministinnen nicht ernsthaft fordern.

      „11.
      Soweit ich weiß wird “mimimi” geäußert wenn sich ein Mann über eine Ungerechtigkeit beschwert. Man könnte auch “Weichei” sagen, das ändert nichts daran das die Heuchelei, die Geschlechterrollen auflösen zu wollen und gleichzeitig solche “sei ein Mann und erdulde dein Los” Taktiken zu fahren,
      ein normales/tradiertes Verhalten seitens der Feministas ist. ( Lustigerweise decken sich in dem “man up”- und “protect women”-Feld Traditionalisten und Feministen erstaunlich oft.)“

      Nein, „mimimi“ wird geäußert, wenn eine Person jammert. Das kann auch eine Frau sein. „Jammern“ ist ungleich „zu seinen Gefühlen stehen“. Dass das leider ganz ausgesprochen oft bei Antifeministen der Fall ist, ist nicht meine Schuld 🙂

      „15.
      Das ist schön ( einige Feministinnen fordern das Gegenteil ), aber welche?
      Der Status Quo ist jedenfalls nicht haltbar. Hier möchte ich um Spezifikation bitten welche Rechte noch dazu kommen sollen.“

      Es soll vor allem leichter möglich sein, das Kind regelmäßig zu besuchen, vor allem, wenn man jahrelang an seiner Erziehung maßgeblich beteiligt war. Und wenn einer getrennt lebenden Mutter das Kind weggenommen wird, dann ist die erste Adresse, an die man sich da als Jugendamt wendet, der Vater und nicht ein Heim.

      „16.
      Absolut. Aber das die Frau auf einen Mann zeigen kann und sagt; “der da ist der Vater.”, halte
      ich für einen groben Eingriff in das Leben dieses Mannes.
      Möglichkeiten zur “Finanzielle Abtreibung” halte ich für nodwendig. Was hält “dein Feminismus” davon?“

      Das hat absolut nichts mit dem Thema zu tun, aber gut: Ich bin für Vaterschaftstests, die auch ohne das Einverständnis der Mutter durchgeführt werden dürfen.
      Zur Möglichkeit der „finanziellen“ bzw. „juristischen Abtreibung“ äußere ich erst, wenn der Maskulismus dafür einen Begriff gefunden hat, der lebende Kinder nicht so dermaßen abwertet. Wer das tut, dem kaufe ich nämlich seine Sorge um das Kindeswohl nicht so wirklich ab.

      „17.
      Ist damit Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gemeint? Wenn ja 1+.“

      Jap.

      „18.
      Damit ist “dein Feminismus” übergriffig für so manch anderen Feminismus. Willkommen bei den rassistischen sexistischen Ausbeuterpatriarchen ;). Was hältst du davon das diese Heinis große Budgets haben um ihre
      Ideale, auch unter dem Banner des Feminismus, durchzudrücken?“

      Wenn sie ihre Ideale angeblich überall durchdrücken, warum sind trotzdem noch sämtliche Artikel in den Medien nicht gegendert? Das ist eine Verschwörungstheorie.

      „19.
      Ok. Ich halte “Gender” für inhärent dämlich. Es gibt zwei Geschlechter und eine Reihe “Sonderformen”. Was das nun über Persönlichkeiten und Rollen aussagen soll erschließt sich mir nicht.“

      „Gender“ heißt nichts anderes als „soziales Geschlecht“. Das hat natürlich wahnsinnig viel mit Rollenbildern zu tun.

      „21.
      Ausgenommen welcher?“

      Das war zu spitzfindig von mir. „Homophobie“ ist ja z.B. kein „Ismus“.

      „22.
      Wie würde das aussehen?“

      Das, was ich tue: Meinen Feminismus nach dem alltäglichen Leben ausrichten und dort konkret Beobachtungen zu berichten und Lösungen zu suchen.

      „23.
      Also nur männliche Sexisten? tststs..“

      Ich gendere so gut wie nie. Man kann sich nicht einerseits über die Abschaffungsbestrebungen des generischen Maskulinums durch Feministinnen lustig machen und andererseits Frauen nicht mit wahrnehmen, wenn es denn nun angewendet wird.

      „24.
      ? Ich bitte um Klärung. Ich dachte “what about teh menz” sei ein ähnliches Instrument wie “mimimi”.“

      „What about teh menz“ ist das Phänomen, dass so ziemlich jedes feministische Thema sogleich geentert wird von Leuten, die vom Thema ablenken und nur über Männer labern wollen (zu sehen beispielsweise auch an deiner Antwort auf Tweet 16). Das ist schlicht unverschämt.

      „25.
      Das könnte daran liegen das jegliches Anliegen als “mimimi” abgestempelt wird und die realen Problembenennungen dann als radikale Meinung erscheint. Abgesehen davon das eine Feministin sich über irgendeine Gruppe als “nicht Seriös” lustig macht ist schon ein Brüller in sich.“

      Ich mache mich nicht lustig, ich benenne traurige Tatsachen. Wenn du schon sofort in Verteidigungsmodus gehst („das könnte daran liegen“) scheint es mir, als würdest du diese traurige Tatsache auch sehr wohl selbst wahrnehmen.

      „26.
      Da stimme ich zu. Der Feminismus als Sündenbock für alles ist reine Zeitverschwendung. Aber der Feminismus ist eine Staatsdoktrin geworden und damit omnispräsent. Da kriegt man auch Kugeln ab auf denen nicht dein Name steht.“

      Verschwörungstheorie, mit der ich nicht meine Zeit verschwende.

      „27.
      Das ist erfrischend.“

      Ja. Kannste ja an ein paar deiner antifeministischen Kumpels weiter sagen 😀

      • „Zur Möglichkeit der “finanziellen” bzw. “juristischen Abtreibung” äußere ich erst, wenn der Maskulismus dafür einen Begriff gefunden hat, der lebende Kinder nicht so dermaßen abwertet.“
        Geht es dir dabei lediglich um die Begrifflichkeit (von der ich übrigens vorher noch gar nicht gehört hatte) oder hast du auch Bedenken bezüglich der Möglichkeit selbst?

        „Wer das tut, dem kaufe ich nämlich seine Sorge um das Kindeswohl nicht so wirklich ab.“
        Diese Forderung beschäftigt sich mehr mit dem Recht des Vaters als dem des Kindes, das ist wohl wahr. Das gilt genauso für Pro Choice. Würdest du dieser Bewegung den selben Vorwurf machen?

      • Ja, ich habe auch Bedenken bezüglich der Möglichkeit selbst, denn hier wird von den Vertretern dieser unausgegorenen Idee schlicht vergessen, dass auch das Kind Rechte hat. So DARF eine Mutter zum jetzigen Zeitpunkt Unterhalt gar nicht ablehnen, weil das gar nicht ihr Geld ist, sondern das Geld ihres Kindes. Wird natürlich trotzdem gemacht, indem der Vater einfach nicht angegeben wird (so geschehen bei mir). Damit entfallen allerdings auch sämtliche Erbansprüche.

        „Diese Forderung beschäftigt sich mehr mit dem Recht des Vaters als dem des Kindes, das ist wohl wahr. Das gilt genauso für Pro Choice. Würdest du dieser Bewegung den selben Vorwurf machen?“

        Die meisten – und auch ich – machen nun mal einen qualitativen Unterschied zwischen einem entstehenden Baby und einem echten Baby. Das ist demnach was vollkommen anderes.

      • 1.
        „Darsteller und Darstellerinnen nachweislich beim Dreh unter Zwang standen. Etc.“
        Ist glücklicherweise schon verboten.
        Allerdings bin ich immer etwas skeptisch wenn sich dritte berufen sehen Kinder vor irgendwas zu schützen. Ich halte das für die vordringliche Aufgabe der Eltern. Dazu denke ich das Kinder allgemein schon gut abschätzen können was den Fiktion oder „Vorbild“ ist. Darüber hinaus freue ich mich das du ( ich bin so frei ) eine breite Debatte über den Umgang mit Sexualität in der Gesellschaft haben möchtest. Aber ich sehe da im Grunde nur menschliche Bedürfnisse die ( zumindest medientechnisch ) immer billiger und auf breiterer Basis befriedigt werden können. Ob irgendetwas im Übermaß gesundheitsschädlich wird steht wohl in Stein gemeißelt, den Rest muß jeder für sich und vielleicht mit anderen ausmachen.

        2.
        Volle Übereinstimmung. Hier rennst du offene Türen ein. Von niemandem habe ich gehört das diese Arbeits“agentur“ -Enscheidung auf Wohlwollen stößt. Die Entkernung unseres Sozialwesens, durch die Parteien die sich ( unwidersprochen ) das Label Feminismus auf die Jacke gepinnt haben, hat definitiv seine Spuren hinterlassen.

        3.
        „Man muss hier trennen zwischen der öffentlichen Debatte und der feministischen Debatte“
        Aber die öffentliche und die feministische Debatte haben gewaltige Schnittmengen. Einerseits im Inhalt, aber auch in Sendungsbreite. Neben den üblichen Verdächtigen ( Taz, SüD, Freitag ) sind auch die ÖR dabei. Manch einer würde sogar sagen der Feminismus hat die Deutungshoheit.
        „wahre Opfer dieser Szene auszublenden“, aber das werden sie nicht. Es gibt Aussteigerprogramme, und bürgerliche/kirchliche Hilfe. Man kann in einem Rechtsstaat nur nichts tun wenn niemand aussagt/Anzeige erstattet. Organisierte Kriminalität und „illegales“ Einwandern waren schon immer die Zutaten für Sklaverei. Und die betrifft die Zwangsprostituierte wie den Plantagenarbeiter.

        4.
        NOICE

        5.
        Ich verstehe nicht wie die Selbstbestimmung einer anderen Person und deine Akzeptanz, oder nicht-Akzeptanz, dein eigenes Selbstbestimmungsrecht aufhebt. Aber der Satz „Du als Feministin musst für Selbstbestimmungsrecht sein, das heißt, du MUSST diese Entscheidung akzeptieren!!“ ist mir bislang nur untergekommen wenn ein hohes ( weibliches ) Tier ohne ersichtlichen Zwang von ihren hohen Posten zurückgetreten ist und ihr daraufhin Verrat an der Feministischen Idee vorgeworfen wurde. Von Feministen ( duh ).*

        6.
        „So passiert bei Diskussionen…“ Was mich immer wieder entsetzt ist das einigen Leuten gar nicht auffällt wie rassistisch es ist sich seiner ehrlichen Meinung zu enthalten, weil „Rassismus“. Kunst und Leben, was imitiert wen; http://minderheiten-quartett.de/

        9.
        Grundsätze für das juristische Miteinander würde ich auch nicht aus unserer Biologie ableiten. Aber als Erklärungsversuch warum die Führungspositionen so disproportional verteilt sind halte ich unsere Biologie durchaus für geeigneter als eine große patriarchale Konspiration.

        10.
        „Das sind Randmeinungen, die selbst die meisten Radikalfeministinnen nicht ernsthaft fordern.“
        Aber warum sind sie so laut? Und warum sehe ich so selten das eine Feministin von einer Feministin gerüffelt wird und noch seltener wegen groben Unfug. Meist ist da der „prograssiv stag“ unterwegs und macht schon Hexenjagd auf „eigene Leute“.

        11.
        Nun, ich sehe das so ziemlich jede Unmutsregung seitens der Männer als „Jammerei“ abgetan wird. Oder mit „Off-topic“. Als „Gleichberechtigungsbewegung“ sollte man meinen das es dem Feminismus immer auf die Relation ankommt. Ob TAZ, die Welt, Mädchenmannschaft, Emma, Ministerium für Frauen und sonstige und sogar die verkackten Kirchen haben auf die MÄNNER die sich für die Rechte von Männern einsetzten einem großen braunen Haufen gesetzt. Rassisten, Frauenhasser und Nazis sind die Namen die ihnen von Medien, Stiftungen und Ministerien gegeben worden sind. Dafür das Fragen gestellt werden warum Männer früher sterben. Warum bekommt die Mutter das Kind automatisch? Wie kommt es das sich keine Schwein für die schlechten Bildungsergebnisse der Jungen interessiert während die Ergebnisse der Mädchen vor Jahrzehnten ein einziger gesellschafftlicher Skandal waren? Warum müssen nur die Männer ihr Wahlrecht mit eventuellem Krepieren erkaufen? Wieso werden die Verbrechen von Männern eher angezeigt, eher verurteilt und härter bestraft als die von Frauen? Weshalb ist es Lesben eher möglich ein Kind zu adoptieren als Schwulen?
        Und viele andere Fragen die zuerst als hasserfüllt, dann als reaktionär und dann als „mimimimi“ oder eben Jämmerlich deklassiert werden. Ich hätte also gerne Beispiele in denen Männerrechtler nachweislich gejammert haben.

        15.
        Also „Kinder bei Mutter“ und der Vater hat mehr Besuchsrechte? Ein Schritt in die richtige Richtung. Und dennoch, zeigt sich auch hier; das Kind ist nach Meinung der meisten „Eigentum“ der Mutter.

        16.
        „Das hat absolut nichts mit dem Thema zu tun, aber gut“
        Also, eine Entscheidung von Person A die das Leben von Person B fundamental beeinträchtigt ohne das Person B in irgenteiner Weise Einspruch erheben kann ist nicht Thema-relevant? Ok!
        „…Vaterschaftstests, die auch ohne das Einverständnis…“
        Volle Zustimmung.
        „…der lebende Kinder nicht so dermaßen abwertet…“
        ……und da bekommt es jeder Konservative und Feminist in den falschen Hals, wirklich alle. Es geht nicht um das „lebende Kind“ sondern um den Zeitpunkt in dem ein Mann gesagt bekommt „du wirst Vater“. Wenn sie ihm erst nach der Geburt sagt das er Vater geworden ist war es offensichtlich das er keine Möglichkeit hatte zu entscheiden und dadurch frei die Vaterschaft abzulehen/anzuerkennen. Am besten sie teilt ihm in den ersten drei Monaten mit das sie guter Hoffnung ist.
        „…dem kaufe ich nämlich seine Sorge um das Kindeswohl nicht so…“
        Wer redet hier vom Kindeswohl? Wem ging es jemals um das Kindeswohl? Warum habe ich zunehmend das Gefühl das „Kindeswohl“ nur eine Keule ist? Es geht um das Menschenrecht zu entscheiden ob man Kinder haben möchte. Das Recht welches ich hiermit für Männer vorgeschlagen habe berührt die Reproduktionsrechte der Frauen in keiner Weise. Sie kann sich entscheiden; „möchte ich das Kind auch allein großziehen oder lieber abtreiben“. Aber es kann den Anspruch der Mutter über das Einkommen des deklarierten Vaters haben zu hundert Prozent schneiden. Und wieder eine Übereinstimmung von Feministen und Konservativen, alle wollen sie das der Mann schön die Fresse hält und blecht. Dreimal darf man raten warum sich in letzter Zeit hier und da etwas tut. Die Zweit- und Drittehefrauen müssen sich das Einkommen ihres Mannes mit ein oder zwei anderen Teilen. Ist das jetzt „mimimi“? Und wie ist „finanzielle Abtreibung“ schlimmer als „Abtreibung“? Wenn ich wählen sollte würde ich lieber nur keinen Vater haben als tot sein.

        17.
        NOICE

        18.
        Man achte auf die Worte: „große Budgets haben“ „um“ „Ideale“ „durchzudrücken“ .Ich sage hier nicht ob sie es schaffen, nur das sie solche Mittel haben und es versuchen.
        „Das ist eine Verschwörungstheorie.“
        Wie schnell das geht.
        „..warum sind trotzdem noch sämtliche Artikel in den Medien nicht gegendert?“
        Weil es klingt als ob es ein Logopädiebedürftiger geschafft hätte seinen Sprachstandart als Goldstandart einzuführen. Das diese Sprachapperatschiks aber trotz dem noch von der Allgemeinheit dafür bezahlt werden diesen offensichtlichen Bockmist zu verzapfen ist wahrlich verschwörungstheoretisch. Hast du eine ( befriedigende )Antwort darauf? Meine machen mich nur traurig.
        Aber zur ursprünglichen Frage:
        „Was hältst du davon das diese Heinis große Budgets haben um ihre Ideale, auch unter dem Banner des Feminismus, durchzudrücken?”
        Oder streitest du ab das es diese Heinis gibt? Oder das es gar keine Heinis sind?

        19.
        Und ich denke das es so etwas wie ein „soziales Geschlecht“ per se nicht gibt. Es gibt zu viele Variantionen in einem Geschlecht als das man im gesellschaftlichen Kontext sagen könnte „der Mann“ oder „die Frau“.

        21.
        Wie kann Angst vor Homosexuellen in zwei Richtungen gehen?

        22.
        Oky-dokey

        23.
        Das ist nun mal das Joch welches man tragen muss wenn man das gleiche Abzeichen wie die trägt die die Bibel gegendert, aber den Teufel als Mann belassen haben. War nur ein kleiner Scherz, ich dachte das „tstststs“ hat die Ironie und Freude meinerseits zum Ausdruck gebracht. Scheiss Internet.

        24.
        Unverschämt ist sich für Gleichberechtigung ( Pol-Gegenpol ) einzusetzen und dann nach Jahrzehnten jedes, wirklich jedes mal wenn jemand einwirft „Hey wie viel wenden wir nochmal für Frauenvorsorge auf/ Wie sieht’s eigentlich um Reproduktionsrechte von Männern aus/ etc.“ gesagt wird „Derailing“. Schönstes Beispiel ist Tweet 16. Es geht um die Freiheit entscheiden zu dürfen ob man ein Kind haben möchte. Ein Recht welches nur die hälfte der Menschen genießt. Das gleiche Thema, nur die Genitalien sind die Verkehrten.
        „…die vom Thema ablenken…“
        Tweet 16.:“… allerdings KEINEN rechtlichen Eingriff in den weiblichen Körper.“
        Nirgendwo habe ich gefordert das jemand verbindlichen Einspruch über den Geburtsvorgang ausüben könne sollte. Keine heilige Kuh der Frauenrechte auch nur schief angesehen. Also regen sich Feministen darüber auf das wenn Konsensmeinungen nicht minutiös abgenickt werden oder gar auf die andere Seite der gleichen Medaille geschaut wird. Dann wird dies als Themawechsel bezeichnet, der alle Bemühungen zunichte macht, oder so.

        25.

        „Verteidigungsmodus“?
        Erklärungsversuche als getroffenen Hund zu etikettieren, clever. Ruchlos aber clever. Vor allem nicht auf die Erklärung eingehen, ob du nicht jegliches Tun der Männerrechtsbewegung per se als lächerlich betrachtest.
        Ich selbst sehe für die Männerrechtsbewegung keine erfolgreiche Zukunft ( bin selber nur Sympathisant ) denn die Geschichte der Männerrechte ist älter als man glauben möchte und hat eine erbärmliche Erfolgsquote. Nicht weil ihre Forderungen hahnebüchen wären oder ihre Zeit noch nicht gekommen ist, sondern weil sich keiner einen Dreck um die ca. 70% der Männer schert. Männer wie Frauen. Der Feminismus hat die Alphagockel immer als typisches Abbild des durchschnittlichen Mannes dargestellt. „Denen geht’s doch gut“ sagt man da, und jeder der dem nicht entspricht ist ein Loser. Und so ein männlicher Obdachloser hat dann plötzlich so viele Privilegien das es kompletten Sinn ergibt ihm irgendwie weniger zu helfen als der Jung-Professorin die wirklich dringend diesen Posten braucht, wegen Patriarchat und so.
        Also konkret, was ist so lachhaft an der deutschen „Maskuszene“ ( im Sinne von Männerrechtsszene ). Bislang habe ich nur „lol teh menz“ gehört. Im Speziellen im Gegensatz zur Feministischen Szene, welche anscheinend so definitionsfrei ist das diametrale Positionen dem gleichen Begriff zugeordnet werden können, trotz Widerspruch untereinander aber jegliche Kritik von außen als Angriff auf das Kollektiv betrachtet. Ich nehme an deshalb bleibst auch du bei dem Label, trotz der „Radikalen“.

        26.
        Es ist überhaupt keine Verschwörungstheorie das feministische Politik in Deutschland gemacht wird. Es ist Praxis. Von wem werden wohl die meisten fem. Organisationen bezahlt? Als was bezeichnen sich die Damen im Kabinett? Warum hört man nach dem Wort „Verschwörungstheorie“ keine inhaltlichen Argumente mehr? Und selten vorher. Aber wenn alle Blockparteien irgendwelche Trullas ( inkl. Heiko Maas ) mit dem Label Feminist ( unwidersprochen ) herumlaufen lassen die, fraktionsübergreifend, zusammen Wahlgeschenke an Frauen ( nicht die armen Frauen, baah ) verschnüren dann ist das nur so ein Unfall? Und in Schweden ist sich die Aussenministerin nicht zu blöd die von dir abgelehnte „Theorie“ volles Brot zu bestätigen.

        27.
        Ja, meine Armee der Antifeministen. Der eine den ich Freund nenne. Der Rest meiner Freunde ist durch und durch Uni und Feministisch. Und ja, sie kennen meine Meinung zum Feminismus. Wer ist hier Edgy ;). Hierzu möchte ich noch sagen das ich dem Feminismus zu verdanken habe das ich nicht in einer Versorgerrolle gelandet bin. Ohne seine Fratze wär ich niemals so tief in den Kaninchenbau geflohen.

        So weit ich sehen kann ist dein Feminismus, im Vergleich, recht nett zum Manne. Allerdings nur stellenschraubenmäßig, denn bei den grundsätzlichen Gesetzesunterschieden möchtest du anscheinend bleiben. Ich danke dir für die ausführliche Antwort und wünsche dir gute Barschichten mit viel Trinkgeld.

  15. Was meinst du in 19 mit der Einfügung (Gender) in klammern? „#MeinFeminismus hält die Propagierung von „unzähligen“ Geschlechtern (Gender) für inhärent sexistisch.“
    Gender ist doch erstmal nur die Bezeichnung für die zwei traditionellen Geschlechterrollen in Ergänzung zu den zwei biologischen.Geschlechtsausprägungen.

    Ist Gender hier für dich die Bezeichnung für eine Auffassung, nach der es unzählige Geschlechter gibt, oder spezifizierst du mit der Klammer, dass du Gender und nicht Sexus meinst?

    Im letzten Fall sehe ich nicht, was daran sexistisch sein soll. Es macht tatsächlich analytisch wenig sinn, unzählige soziale Geschlechter zu postulieren, weil das im Prinzip dasselbe wäre wie einfach gar nicht mehr von Gender zu sprechen. Sexistisch fände ich es nur, wenn jede einzelne Eigenschaft einem Gender zugeordnet wird, alles was wir tun oder können entweder männlich oder weiblich sein muss.

    • Sorry für die späte Antwort. Ja, das war eine Spezifikation. Ich glaube, das habe ich irgendwo oben schon mal erklärt, mal sehen, ob ich das wieder zusammen kriege…

      Ich finde eben, unzählige soziale Geschlechter zu postulieren beinhaltet bereits, einzelne Eigenschaften einem Gender zuzuordnen, wenn auch in verschiedenen Abstufungen (also sowas wie „rosa ist ‚voll Mädchen‘, rot ist ‚eher Mädchen‘, grün ist ‚eher Junge‘, blau ist ‚voll Junge'“ etc.). Das finde ich nicht gut. Mehr noch, ich empfinde es beleidigend. Ich weiß, dass meine Interessen eher als männlich empfunden werden, aber das sind doch halt die Rollenklischees, die wir überwinden wollen und daher sehe ich nicht, warum ich mich deswegen in irgendeiner Weise weniger als „Frau“ fühlen sollte.
      Es reicht doch, wenn das aus der Biologistenecke kommt, warum müssen wir das genauso machen?

      • Ja, entschuldige, dass ich das nicht gefunden hatte. Ich finde die Kommentare, die 15 verschiedene Punkte gleichzeitig behandeln ermüdend. Zumal mich nicht alles gleichermaßen interessiert.

        Ich habe das mit den 1000 Gendern immer anders verstanden. Die Einteilung einer eindimensionalen Skala von -1(Junge) über o(neutral) zu +1(Mädchen) in 1000 Abschnitte wäre tatsächlich eher schlimmer als eine klare Zweiteilung, die einfach den biologischen Merkmalen folgt. Es ist einfach beleidigend, einer Person, die sich weiblich versteht zu sagen, die und die Eigenschaft sei aber männlich. Was soll das überhaupt bedeuten?

        Aber ich dachte immer, gemeint sei eine vieldimensionale Betrachtung, die neben männlich und weiblich noch andere selbst- und fremdeinschätzungen zulässt, die weder das eine noch das andere sind. Facebook lässt jetzt wohl mehrere Genderzuordnungen zu, von denen sich nicht alle auf männlich-weiblich beziehen. das ist aber unter Genderwissenschaftlerinnen nicht unumstritten.

        Nach meiner Frage fiel mir ein, dass ich dazu mal etwas gebloggt hatte. Hier:
        http://www.scilogs.de/quantenwelt/das-weibliche-und-das-maennliche-gehirn/
        Gäbe es, wie im zweiten Bild dargestellt, eine Reihe von Eigenschaften, duch die sich Menschen klar in mehrere Gruppen (im Bild sind’s drei) einteilen lassen, dann könnte man schon von so vielen (Eigenschafts-)Geschlechtern sprechen. Die hätten natürlich wenig bis gar nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun. Meines Erachtens gibt es das aber eben nicht.

        Wir sind uns vermutlich nicht uneinig genug, um das hier zu diskutieren. Ich wollte meine Gedanken nur mal loswerden und für ein eigenes Blog ist das zu wenig. Wenn dir nichts dazu einfällt, bin ich wegen fehlender Antwort nicht beleidigt.

      • „Ja, entschuldige, dass ich das nicht gefunden hatte. Ich finde die Kommentare, die 15 verschiedene Punkte gleichzeitig behandeln ermüdend. Zumal mich nicht alles gleichermaßen interessiert.“

        Sollte auch kein Vorwurf sein 🙂

        „Aber ich dachte immer, gemeint sei eine vieldimensionale Betrachtung, die neben männlich und weiblich noch andere selbst- und fremdeinschätzungen zulässt, die weder das eine noch das andere sind. Facebook lässt jetzt wohl mehrere Genderzuordnungen zu, von denen sich nicht alle auf männlich-weiblich beziehen. das ist aber unter Genderwissenschaftlerinnen nicht unumstritten.“

        Das ist etwas, was ich nicht verstehe. Wenn sich das auf die Biologie bezöge – okay. Aber auch da gibt es nicht unendlich viele Geschlechter, die zudem mit anderen Kategorien (homo/hetero z.B.) eigentlich gar nichts zu tun haben.
        Mein Ziel ist es, dumme Klischees abzubauen. Da finde ich es auch pragmatischer Sicht besser, auf solche Spitzfindigkeiten zu verzichten, die für durchschnittliche Menschen, die sich nicht mit Geschlechterthemen befassen, überhaupt nicht vermittelbar sind. Ich bin biologisch eine Frau und fühle mich auch in richtigen Körper – warum sollte also eine Anrede „sie“ etc. gewaltvoll sein? Nur weil es ein Idioten gibt, die mit „Frau“ „zickig, unfähig, schwach, etc.“ verbinden? Die überzeuge ich nicht vom Gegenteil, indem ich darauf bestehe, nicht als Frau wahrgenommen zu werden. Mir scheint einfach, hier manifestiert sich eher ein Gefühl von Minderwertigkeit ggü. dem eigenen Geschlecht als wirkliche sinnvolle Überlegungen zum Abbau von Rollenklischees. Verstehst du was ich mein? Find’s grad selbst so ungeordnet…

        „Nach meiner Frage fiel mir ein, dass ich dazu mal etwas gebloggt hatte. Hier:
        http://www.scilogs.de/quantenwelt/das-weibliche-und-das-maennliche-gehirn/
        Gäbe es, wie im zweiten Bild dargestellt, eine Reihe von Eigenschaften, duch die sich Menschen klar in mehrere Gruppen (im Bild sind’s drei) einteilen lassen, dann könnte man schon von so vielen (Eigenschafts-)Geschlechtern sprechen. Die hätten natürlich wenig bis gar nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun. Meines Erachtens gibt es das aber eben nicht.“

        Das denke ich auch. Da fällt mir gerade wieder Eva Herman ein, die mal von sich gab, Frauen wären biologisch viel eher in der Lage, ein Haus heimelig zu machen, Apfelkuchen zu backen etc. pp. (während das bei Männern, ich zitiere, zu „psychischen Problemen“ führen kann, wenn man sie dazu „zwingt“ – was für ein furchtbares Männerbild offenbart sich da?). Sowas ist doch Bullshit. Jetzt mal sehr laienhaft ausgedrückt: Es gibt kein Gen „Fähigkeit zum Kuchen backen“ oder „Hausarbeit“. Was es dagegen möglicherweise gibt, ist ein Gen „Organisationstalent“ oder eine Kombination mehrerer Gene („Überblick behalten“, „Stressresistenz“ „Spontanität“ etc.), die im Verbund diese Eigenschaft begünstigen. Nur, wer sagt jetzt, dass man mit dieser Eigenschaft eine perfekte Hausfrau werden muss? Die gleiche Eigenschaft ist doch u.a. bei Führungspositionen vonnöten. Es spricht demnach nichts dagegen, dass der Oberchef eines Unternehmens auch super den Haushalt schmeißen könnte, und zwar ohne „psychische Probleme“ (mein Gott, ey).
        Dass diese Fähigkeiten durch Erziehung, Übung etc. erst richtig zur Geltung kommen oder andernfalls gar verkümmern versteht sich dann wieder von selbst (außer für Biologisten).

      • „Verstehst du was ich mein?“

        Doch, schon.

        Ich glaube, wir müssen da zwischen Theorie und Praxis unterscheiden. In der Gendertheorie an den Universitäten haben auch Konzepte ihren Platz, die (noch) nicht praxistauglich oder schwer zu vermitteln sind. Und so verstehe ich die Idee mit den tausenden oder kontinuierlichen Gendern. Wenn man konstruktivistisch denkt, muss man auch darüber nachdenken, welche alternativen Konstrukte möglich sind.

        Aber wir leben ja nun einmal in einer Welt, in der uns genau zwei Gender ständig begegnen und da finde ich deinen Ansatz „Mein Ziel ist es, dumme Klischees abzubauen.“ nachvollziehbar. Das versuche ich in meinem Umfeld auch. Zum Beispiel indem ich gezielte Brüche erzeuge.

        „warum sollte also eine Anrede “sie” etc. gewaltvoll sein?“
        Ist sie ja auch nicht. Gewaltvoll wäre es allenfalls, wenn ich eine Person wiederholt mit dem falschen Geschlecht anspreche, obwohl ich ahnen kann, dass es sie verletzt.
        Ich finde aber tatsächlich, dass unsere Sprache ein Problem hat. Ich kann keinen Brief schreiben und kein Telefonat führen, ohne das Geschlecht des Gesprächspartners oder der Gesprächspartnerin zu kennen. Mir ist es einmal passiert, dass ich eine Frau in einer e-mail mit „Herr Soundso“ ansprach, weil ihre Telefonstimme recht tief war. Das war mir sehr unangenehm und für die Betroffene vielleicht auch verletzend. Deshalb finde ich Linguistik hilfreich, die sich mit Gender auseinandersetzt und versucht Alternativen zu erarbeiten. Auch wenn bisher noch niemand den goldenen Weg gefunden zu haben scheint. (Auch hier würden mehr als zwei Gender das Problem eher vertiefen als lösen.)

  16. @Robin
    #MeinFeminismus fände eine seriöse maskulistische Szene voll in Ordnung – bis jetzt ist davon aber nichts in Sicht.

    Siehst du denn eine seriöse feministische Szene? Wenn ja, wo? Mit dem Hashtag #MeinFeminismus scheinst du dich jedenfalls von einer Szene abzugrenzen.

    Kennst du einzelne Maskulisen, die du als seriös bezeichnen würdest? Sozusagen #MeinMaskulismus-Maskulisten? Oder siehst du da nur Ideologen, Spinner und Hater?

  17. Okay, dann geh‘ ich die Liste mal durch. Wenn ich einen Punkt ignoriere, kannst Du davon ausgehen, dass ich mit dir übereinstimme (es sei denn, das Thema ist mir zu komplex, um es in einem Kommentar abzuhandeln).

    Punkt 4: Das ist das Problem mit euch Feministinnen, ihr meint ausschließlich Frauen.

    Punkt 5: Wenn man die Entscheidung eines Anderen (Frau/Mann, etc.) nicht akzeptiert, sollte man das begründen.

    Punkt 8: Danke.

    Punkt 10: Du vermischst hier zwei Dinge, erstens Gewalt gegen Männer und zweitens Notwehr. Eine unglückliche Kombination, da dadurch impliziert wird, dass Gewalt gegen Männer lediglich auf Gegenwehr beruhe.

    Punkt 13:
    http://der-juengling.blogspot.de/2015/03/abtreibung-ich-verbiete-es.html

    Punkt 16: Ich nehme an, Du meinst Abtreibung. Aber was wenn sich der Vater gerne kümmern würde, seinem Kind ein gutes Leben bieten könnte und zudem die Abtreibung als Mord an seinem Kind betrachtet? Und darüber traumatisiert wird, wie es häufig der Fall ist? Im Übrigen ist eine Ungeborenentötung ein „Eingriff“, Du meinst das Recht auf einen „Eingriff“.

    Punkt 19: Versteh ich nicht. Das wird aus feministische Perspektive doch ansonsten als eigentliche Befreiung betrachtet – von der „Heteronormativität“

    Punkt 22: Ich bin Maskulist, da ich mich mit einem Alltagssexismus gegen Männer konfrontiert sehe.

    Punkt 24: Die Frage nach den Männern ist berechtigt, da im feministischen Alltagssexismus nur nach den Frauen gefragt wird.

    Punkt 25: Deine Aussage führt mich zur Annahme, dass für dich „seriös“ gleich „profeministisch“ ist.

    • „Okay, dann geh’ ich die Liste mal durch. Wenn ich einen Punkt ignoriere, kannst Du davon ausgehen, dass ich mit dir übereinstimme (es sei denn, das Thema ist mir zu komplex, um es in einem Kommentar abzuhandeln).“

      Warum geht eigentlich jeder Antifeminist davon aus, dass mich das interessiert?

      „Punkt 4: Das ist das Problem mit euch Feministinnen, ihr meint ausschließlich Frauen.“

      Das ist das Problem mit euch Antifeministen: Ihr steigt so in eine Diskussion ein und wundert euch dann, warum man keinen Bock auf Diskussionen hat.
      Hättest du verstanden, was ich meine, wäre dir diese Antwort selber peinlich.

      „Punkt 5: Wenn man die Entscheidung eines Anderen (Frau/Mann, etc.) nicht akzeptiert, sollte man das begründen.“

      Und wo schreibe ich, dass ich das nicht tue?

      „Punkt 8: Danke.“

      Der Zustimmung entnehme ich, dass du mich auch hier nicht verstanden hast.

      „Punkt 10: Du vermischst hier zwei Dinge, erstens Gewalt gegen Männer und zweitens Notwehr. Eine unglückliche Kombination, da dadurch impliziert wird, dass Gewalt gegen Männer lediglich auf Gegenwehr beruhe.“

      Ich vermische hier zwei Dinge, die ich schon oft in dieser Mischung von Antifeministen gehört habe, also bedank dich bei denen.

      „Punkt 13:
      http://der-juengling.blogspot.de/2015/03/abtreibung-ich-verbiete-es.html

      Dümmlich.

      „Punkt 16: Ich nehme an, Du meinst Abtreibung. Aber was wenn sich der Vater gerne kümmern würde, seinem Kind ein gutes Leben bieten könnte und zudem die Abtreibung als Mord an seinem Kind betrachtet? Und darüber traumatisiert wird, wie es häufig der Fall ist? Im Übrigen ist eine Ungeborenentötung ein “Eingriff”, Du meinst das Recht auf einen “Eingriff”.“

      Und wenn die Mutter das alles NICHT will? Männerbewegte Abtreibungsgegner kapieren nie, dass es hier keine gerechte Lösung gibt, weil es hier nicht um ein Stück Torte aus dem Supermarkt geht, sondern um einen Fötus, der nun mal nicht unabhängig vom Körper der Frau überleben kann. Und wie sieht es aus, wenn die Mutter das Kind gerne will, der Vater aber nicht? Das dürfte sogar öfter der Fall sein als umgekehrt.

      „Punkt 19: Versteh ich nicht. Das wird aus feministische Perspektive doch ansonsten als eigentliche Befreiung betrachtet – von der “Heteronormativität”“

      ‚Oh, ich verstehe etwas nicht! Ignoriere ich doch einfach die sechzig Kommentare davor und fragte bei der Tussi nach, damit sie es mir nochmal erklärt!‘

      „Punkt 22: Ich bin Maskulist, da ich mich mit einem Alltagssexismus gegen Männer konfrontiert sehe.“

      Ich find’s lustig, dass du automatisch davon ausgehst, ich täte dies NICHT sehen.

      „Punkt 24: Die Frage nach den Männern ist berechtigt, da im feministischen Alltagssexismus nur nach den Frauen gefragt wird.“

      Nope.

      „Punkt 25: Deine Aussage führt mich zur Annahme, dass für dich “seriös” gleich “profeministisch” ist.“

      Deine Aussage führt mich zu der Annahme, dass für dich „profeministisch“ gleich „The Ultimate Evil“ ist.

      • Warum geht eigentlich jeder Antifeminist davon aus, dass mich das interessiert?
        Wenn Du nicht willst, dass dir Menschen mit einer anderen Weltanschauung antworten, solltest Du das in deinem Header klarstellen. In Punkt 25 kommst Du auf „seriöse Männerrechtler“ zu sprechen, erwartest aber offenbar, dass sie alles nur still zur Kenntnis nehmen, was Du hier so fabrizierst…

        Hättest du verstanden, was ich meine, wäre dir diese Antwort selber peinlich.

        Dieses Muster ist bezeichnend für deinen gesamten Diskussionsstil, Menschen, die nicht mit deiner Meinung übereinstimmen, unterstellst Du einfach mal Dummheit, also (peinliches) Unverständnis. Diesen Kniff wendest Du gleich mehrmals an – entschuldige bitte, wenn ich nicht jedesmal darauf eingehe, vor allem, weil ich der Meinung bin, das Du hier lediglich projizierst, der Vorwurf als auf dich selbst zurückfällt.

        Punkt Zehn: Deiner Antwort kann ich nicht den geringsten Sinn entnehmen.

        Punkt 13: Nur weil Du einem Einwand kein Gegenargument nennen kannst, bedeutet das noch lange nicht, dass dein Gegner dumm ist.

        Es ist Fakt, dass wenn ein Abgetriebener am Leben bleiben würde, in nahezu 100% der Fälle auf sein Recht auf Leben plädieren würde.

        Was genau ist an dieser einfachen Feststellung „Dümmlich“, liebe Robin?

        Punkt 16:

        weil es hier nicht um ein Stück Torte aus dem Supermarkt geht, sondern um einen Fötus

        Eben, darüber solltest Du noch mal meditieren.

        der nun mal nicht unabhängig vom Körper der Frau überleben kann

        Auch ein Neugeborenes oder selbst ein Kind kann nicht unabhängig von anderen überleben; wo leitet sich daraus ein Tötungsrecht ab?

        Auch ein Koma-Patient ist abhängig, ich wüsste nicht, dass sich daraus irgendein Tötungsrecht ergibt, die ganze Diskussion darüber, ob man einen Koma-Patienten auch nur die lebenserhaltenden Maschinen abstellen darf, ist ungeheuer kompliziert; aber wenn’s nur ein Fötus ist, dann ist es auf einmal ganz einfach…

        nd wie sieht es aus, wenn die Mutter das Kind gerne will, der Vater aber nicht? Das dürfte sogar öfter der Fall sein als umgekehrt.

        In dem Fall wird der Vater verpflichtet, zum Beispiel zu Unterhaltszahlungen, was bedeutet, dass er einen Großteil seiner Lebensarbeistszeit für andere aufzuwenden hat; er kann nicht abtreiben und sich so seiner Pflicht entledigen, er hatte seinen Spaß, also hat er jetzt auch die Verantwortung zu übernehmen, wie es immer heißt… (nur beim Vater, niemals bei der Mutter).

        Punkt 19:

        Punkt 22: Ah ja? Davon sehe ich nichts.

        Punkt 24: Schade, dass wir ins Kleinkinderhafte abdriften, aber:

        Doch

        Punkt 25: Es gibt seriöse Männerrechtler; wenn Du das nicht zur Kenntnis nehmen willst, ist das ein Indiz dafür, dass Du mit faktenreichen Entgegnungen zu deinem Weltbild nicht klarkommst. Also muss ein „seriöser“ Männerrechtler aus deiner Perspektive erst mal das grundsätzliche, feministische Weltbild unangetastet lassen, und nur hier und dort darf er etwas herumzupfen, so am Rand, solange es den Kern des Feminismus unangetastet lässt, nicht wahr? Du bezeichnest dich doch als Feministin?

      • Wenn Du nicht willst, dass dir Menschen mit einer anderen Weltanschauung antworten, solltest Du das in deinem Header klarstellen.

        Ich bin sehr an anderen Meinungen interessiert, einige der Menschen, die hier kommentiert haben, habe ich sogar explizit an anderer Stelle um ihre Meinung hierzu gebeten. Und dennoch brauche ich keinen Kerl, der mir jeden einzelnen Punkt gönnerhaft absegnet.

        Dieses Muster ist bezeichnend für deinen gesamten Diskussionsstil, Menschen, die nicht mit deiner Meinung übereinstimmen, unterstellst Du einfach mal Dummheit, also (peinliches) Unverständnis. Diesen Kniff wendest Du gleich mehrmals an – entschuldige bitte, wenn ich nicht jedesmal darauf eingehe, vor allem, weil ich der Meinung bin, das Du hier lediglich projizierst, der Vorwurf als auf dich selbst zurückfällt.

        Schön, dass du hier von Projektion redest. Erinnerst du dich noch, wie du hier eingestiegen bist? „Das ist das Problem mit euch Feministinnen“.
        Und du HAST diesen Punkt wirklich nicht kapiert, dabei habe ich den Hintergrund in den Kommentaren sogar mehrmals erklärt. Das ist vielleicht weniger Dummheit als pure Faulheit. Die blöde Feministin hat ja offensichtlich sonst nichts zu tun, als alles mehrmals zu erklären.

        Punkt Zehn: Deiner Antwort kann ich nicht den geringsten Sinn entnehmen.

        So ein Scheißpech aber auch.

        Punkt 13: Nur weil Du einem Einwand kein Gegenargument nennen kannst, bedeutet das noch lange nicht, dass dein Gegner dumm ist.

        Es ist Fakt, dass wenn ein Abgetriebener am Leben bleiben würde, in nahezu 100% der Fälle auf sein Recht auf Leben plädieren würde.

        Was genau ist an dieser einfachen Feststellung “Dümmlich”, liebe Robin?

        Es ist dümmlich, eben weil es so „einfach“ ist. Das ist schlicht keine Erkenntnis und erst Recht ist es kein Argument. Als würde man sagen: „Vegetarismus ist das einzig Richtige, denn KEIN Tier WILL sterben!“ – absolut belanglos und völlig argumentfrei.

        Eben, darüber solltest Du noch mal meditieren.

        Das habe ich bereits in anderen Beiträgen und dazu brauche ich nicht dich.

        Auch ein Neugeborenes oder selbst ein Kind kann nicht unabhängig von anderen überleben; wo leitet sich daraus ein Tötungsrecht ab?

        Auch ein Koma-Patient ist abhängig, ich wüsste nicht, dass sich daraus irgendein Tötungsrecht ergibt, die ganze Diskussion darüber, ob man einen Koma-Patienten auch nur die lebenserhaltenden Maschinen abstellen darf, ist ungeheuer kompliziert; aber wenn’s nur ein Fötus ist, dann ist es auf einmal ganz einfach…

        Oh mein Gott, ist DAS so blöd. Meditiere mal darüber:
        Fall 1: Eine schwangere Frau sagt zu dir: „Kümmere dich um mein Kind, ich möchte es nicht!“ – kannst du das oder jemand anderer?
        Fall 2: Eine Frau mit Baby sagt zu dir: „Kümmere dich um mein Kind, ich möchte es nicht!“ – kannst du das oder jemand anderer?

        In dem Fall wird der Vater verpflichtet, zum Beispiel zu Unterhaltszahlungen, was bedeutet, dass er einen Großteil seiner Lebensarbeistszeit für andere aufzuwenden hat; er kann nicht abtreiben und sich so seiner Pflicht entledigen, er hatte seinen Spaß, also hat er jetzt auch die Verantwortung zu übernehmen, wie es immer heißt… (nur beim Vater, niemals bei der Mutter).

        Sprich, es geht dir immer nur die armen Männer. Buhuhu.

        Punkt 22: Ah ja? Davon sehe ich nichts.

        Das ist nicht mein Problem, sondern das deines Optikers.

        Punkt 24: Schade, dass wir ins Kleinkinderhafte abdriften, aber:

        Doch

        Auch hier hast du schlicht den Tweet nicht kapiert.

        Punkt 25: Es gibt seriöse Männerrechtler; wenn Du das nicht zur Kenntnis nehmen willst, ist das ein Indiz dafür, dass Du mit faktenreichen Entgegnungen zu deinem Weltbild nicht klarkommst.

        Ich sprach nicht von seriösen Männerrechtlern, sondern von einer seriösen Szene. Die paar seriösen Männerrechtler, die ich kenne und schätze, machen keine Szene, denn die wird leider größtenteils von Nulpen wie dir dominiert.

  18. „Das ist das Problem mit euch Feministinnen, ihr meint ausschließlich Frauen.“

    So wie Maskulisten ausschließlich Männer meinen?

    „Aber was wenn sich der Vater gerne kümmern würde, seinem Kind ein gutes Leben bieten könnte und…“

    Und was, wenn nach der Geburt des Kindes festgestellt wird, dass es nicht vom ihm ist? Will er es dann immernoch haben?

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