Der Endgegner im Badezimmer 5: Meine Diät!

„Gott ist mein Zeuge: Ich werde mich NIE WIEDER SATT ESSEN!“
– Homer Simpson

So, die schlimmsten Vorurteile alle bestätigt? Alle wieder wach? Na dann kann’s ja mit Verspätung weiter gehen 😀

Nachdem ich euch in Teil 4 erzählt habe, welche Erkenntnisse das Buch für mich bereit hielt, möchte ich heute vorstellen, wie meine Diät genau aussieht!

Wie schon gesagt, das Buch ist kein Diätratgeber, aber am Ende fasst Nadja trotzdem in einer Tabelle ein paar Tipps zusammen und stellt die Vor- und Nachteile gängiger Gewichtsreduktionsmethoden dar, aus denen man sich dann bedienen kann.
Denn natürlich wirken Weight Watchers, Atkins etc. – aber halt nicht für alle. Sogar doofe, an sich sinnlose Regeln wie „nach 18 Uhr nichts mehr essen“ können funktionieren, beispielsweise bei jemanden, der abends vor dem Fernseher gerne noch viel nascht, ohne wirklich zu merken, was er da isst und wie viel und überhaupt. Lässt so jemand das weg, nimmt er zwangsläufig ab.

Was ich euch also vorstelle, ist keinesfalls als Aufforderung zu verstehen, es genauso zu machen. Ich zeige euch nur, was für MEINEN Lebensstil am besten passt und womit ich am besten klar komme. Wenn ihr das versuchen wollt und damit Erfolg habt, freut es mich, aber an sich müsst ihr selber kucken, wo ihr bei euch ansetzen könnt.

Hier also die Bausteine meiner Diät!

Vitamine

Ok, das ist kein Diättipp im eigentlichen Sinne, sondern doch für jeden etwas.
Mehr am Rande erwähnte Nadja im Buch, dass sie, um einige Mängel auszugleichen, zum Start ihrer Diät anfing, Vitamintabletten zu nehmen. Ohne allzu sehr drüber nachzudenken oder mir etwas davon zu versprechen latschte ich also am Anfang auch einfach mal in den DM und kaufte mir eine Packung Multivitamintabletten. Ich nahm ab da eine Tablette täglich und erwartete im Prinzip gar nichts davon.

Boom: Schon drei Tage später konnte ich eine spürbare Verbesserung feststellen. ÜBERALL. Und das ist jetzt immer noch so: Ich bin fitter, konzentrierter, besser drauf und habe eine gesündere Gesichtsfarbe. Meine Haare, die mir in den vergangenen Monaten viel Kummer bereitet haben, sind weniger trocken und glänzen wieder (statt auszufallen – trotz Diät! Man stelle es sich vor! Ein Wunder!). Und als ich meine Tage bekam, stellte ich völlig verdattert fest, dass ich fast keinerlei Menstruationsbeschwerden hatte. Warum das so ist, weiß ich nicht (bei Twitter wurde Zink, Eisen etc. vermutet), aber zum ersten Mal seit Jahren musste ich während meiner Periode keine Schmerztabletten nehmen.

Das ist alles echt unglaublich, vor allem, da ich bisher der Vorstellung aufgesessen war, dass der Körper Vitamine in Tablettenform sowieso nicht wirklich verwerten kann, und das, obschon ich vom Wandern aus eigener Erfahrung weiß, dass Magnesiumtabletten SEHR WOHL helfen. Ich glaube immer noch nicht, dass der Körper ALLES verwertet, aber selbst ein bisschen ist besser als nichts, oder?

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin kein Fan von Tabletten und fände es besser, wenn ich diese Vitamine durch die Nahrung aufnehmen würde. Aber sehen wir doch der Tatsache ins Auge: Das werde ich nie schaffen. Ich werde nie zu den Menschen gehören, die täglich Obst und Gemüse essen und das auch noch in Mengen, die vitamintechnisch interessant sind. Und da bin ich doch wohl wirklich nicht die Einzige.
Deshalb empfehle ich Vitamine für jeden, ob er abnehmen will oder nicht. Der Unterschied ist enorm.

Intermittierendes Fasten

Wat’n Wort, hm? Dahinter verbirgt sich aber an sich nix kompliziertes.
Intermittierendes Fasten bedeutet, nur einmal am Tag zu essen. Das klingt auf den ersten Blick ungesund, ist es aber nicht. Ich war jahrelang der Ansicht, man müsse mindestens dreimal am Tag essen (eine Zeitlang hieß es sogar fünfmal am Tag, aber davon scheint man wieder abgekommen zu sein) , um den Stoffwechsel im Gang zu halten. Wie wir jetzt wissen, ist das Bullshit: Mein Stoffwechsel arbeitet, ob ich heute was esse oder nicht.

Im Gegenteil sind zu viele Mahlzeiten am Tag gar nicht mal so gut. Der Körper verlernt nämlich auf diese Weise, Insulin richtig zu regulieren, da er sich drauf einstellt, nach wenigen Stunden schon wieder neue Nahrung zu kriegen. Fällt nun aber mal eine Mahlzeit aus, reagiert er mit brüllenden Hunger. Glücklicherweise kann er sich auch wieder umgewöhnen (und das ist bei mir nun längst passiert).

Das war für mich eine wundervolle Erkenntnis. Ich gehöre nämlich zu den Leuten, die morgens einfach keinen Hunger haben. Ich koche mir nach dem Aufstehen grünen Tee mit Pfefferminz und das ist über Stunden das einzige, was ich zu mir nehme – zu mir nehmen WILL.
Jahrelang suchte mich tagtäglich morgens der Gedanke heim, wie schlimm das doch sei. Meine persönliche Empfindung, einfach noch nichts essen zu wollen, wurde von mir selbst permanent verteufelt. Kein Wunder, dass du nicht abnimmst, wenn du morgens deinen Stoffwechsel nicht in Gang bringst, dachte ich. Und so kam es, dass ich bei meinen vielen erfolglosen Versuchen, meine Ernährung umzustellen, mir häufig morgens etwas reinquälte, obwohl ich gar keinen Hunger hatte. Psychologisch ist das unklug: Natürlich ist ein Körnerbrötchen mit Putenbrust sehr geil, aber wenn ich keine Lust drauf habe, „zählt“ das für mein Unterbewusstsein gar nicht wirklich. Wenn ich so etwas morgens esse, obwohl ich gar nicht will, habe ich schon ca. 300 kcal verschwendet, ohne das Gefühl zu haben, tatsächlich was gegessen zu haben! Auf diese Weise kommt man dann auch leicht über seinen Tagesbedarf an Kalorien: Was man sich reingezwängt hat, kommt einem im Kopf schlicht nicht wie Essen vor.

Das Gleiche abends. Regeln wie die oben genannte („Nach 18 Uhr nichts mehr essen“) ärgern mich wirklich unglaublich. Wann immer in solchen Glaubenssätzen eine Uhrzeit auftaucht, schalte ich auf Durchzug, weil das völlig außer Acht lässt, dass nicht jeder Mensch den gleichen Tagesrhythmus hat. Ich arbeite häufig nachts und bis in die frühen Morgenstunden – warum sollten für mich die gleichen Uhrzeiten gelten wie für jemanden, der fünf oder sechs Stunden früher ins Bett geht und demnach auch fünf oder sechs Stunden früher aufsteht als ich? Das macht doch gar keinen Sinn!

Ich habe am Anfang meiner Diät mich selbst beobachtet und festgestellt, wie meine „Appetitkurve“ verläuft: Nach dem Aufstehen (bei mir normalerweise so um 11, 12 Uhr) dauert es gut 4, 5 Stunden, bis ich ersten (leichten) Hunger kriege. Esse ich dann etwas, kriege ich vor dem Schlafengehen nochmal Hunger. Warte ich dagegen noch ein bisschen, ist der Hunger vorm Schlafengehen lediglich ein leichter Appetit – und lustigerweise nach meiner Schlafphase wieder völlig weg.

Das war für mich Grund genug, das intermittierende Fasten einmal auszuprobieren – und es läuft super. Ich esse nun einmal am Tag irgendwann zwischen 18 und 21 Uhr meine große Mahlzeit und komme damit wunderbar aus. Am Anfang war das natürlich ein paar Tage lang ne Umstellung, aber Kreislaufprobleme, die man als Außenstehender da vielleicht erwartet, sind ausgeblieben. Es ist einfach eine Methode, die meinem Lebensstil und meiner persönlichen Neigung sehr entgegen kommt und darum sind sowohl ich als auch mein Körper völlig ok damit!

Das hat außerdem den Vorteil, dass ich all meine erlaubten Kalorien für den Tag in eine einzige Mahlzeit investieren kann. Da ein Tag ohne eine große Hauptmahlzeit für mich wirklich eine Qual ist, ich aber auf Zwischenmahlzeiten leicht verzichten kann, kommt mir das sehr entgegen.

(Der Vollständigkeit halber: Es gibt noch eine andere Methode intermittierenden Fastens, bei der man NUR ALLE ZWEI TAGE ISST – dann aber wohl mehr als einmal. Das wollte ich noch erwähnen, auch wenn das für mich gar nicht in Frage kommt.)

Kalorienzählen

Das ist ein Punkt, den ich tatsächlich für ziemlich essentiell halte, obwohl das „intuitive“ Abnehmen, bei dem man einfach auf etwas bestimmtes verzichtet, ohne sich groß mit Zahlen zu beschäftigen, natürlich auch funktionieren kann. Aber ich denke trotzdem, dass man, vor allem bei einem großen Abnehmziel, ohne Zählen nicht wirklich auskommt. Warum, habe ich ja schon im letzten Beitrag ein bisschen ausgeführt, aber im Folgenden noch ein wenig mehr dazu.

Ich benutze den von Nadja empfohlenen fddb-Rechner, den es auch als App gibt. Seitdem trage ich wirklich so gut wie alles ein, was ich zu mir nehme. Da waren dann teils unangenehme Überraschungen dabei. Ich meine, jeder Mensch weiß, dass Öl viele Kalorien hat, aber wie viele tatsächlich, hatte ich einfach nicht auf den Schirm. Ein Esslöffel mit 15ml sind bereits ca. 130kcal. Ich habe bis vor kurzem gut doppelt und dreifach so viel zum Braten, für Salatsoße o. ä. verwendet.

Brauche ich das? Ich habe festgestellt: nein. Es geht auch mit weniger. Und ich habe schlicht keinen Bock, ein Gutteil meiner täglichen Kalorienmenge nur in Öl zu investieren.

Gleichzeitig durfte ich auch ebenso überrascht feststellen, dass einige Mahlzeiten, von denen ich dachte, dass sie eine kalorientechnische Katastrophe darstellen, gar nicht so schlimm sind. Beispiel Pizza: Meine favorisierte Tiefkühlpizza hat selbst mit dem Extra-Käse und anderen Sachen, die ich da zusätzlich noch draufschmeiße (z.B. Oliven) nur ca. 1300 kcal (und ohne den ganzen Scheiß sogar nur 900!). Das ist nicht grade wenig für eine Mahlzeit, aber immer noch weit unter meinem Tagesbedarf. Momentan verzichte ich darauf weitgehend, aber der Gedanke, so etwas später wieder völlig ohne Konsequenzen auf der Waage essen zu können, ist nicht nur motivierend, sondern tötet auch jegliches schlechte Gewissen, dass ich dabei immer hatte. Und ohne schlechtes Gewissen mehr Genuss bei dieser käsigen Köstlichkeit! Das gefällt mir SEHR.

Kalorienzählen hat außerdem den schon erwähnten Vorteil, dass die Gewichtsabnahme berechenbar wird. Eine Zunahme oder Stagnation auf der Waage aufgrund von Wassereinlagerungen kann ich ganz gelassen sehen, wenn ich weiß, dass ich in Anbetracht meiner Kalorienmenge unmöglich an Fett zugenommen haben kann.

Gewohnheiten hinterfragen

Dieser Punkt hängt stark mit dem letzten zusammen. Hier geht es darum, sich selbst zu beobachten und zu sehen, wo Kalorienfallen lauern – und sich zu fragen, ob man da tatsächlich reintappen muss.
Das nächste wird nun ein bisschen peinlich, aber es macht einfach nur wunderbar deutlich, was ich meine:

Nachdem ich im Buch wieder die Rechnung 7000kcal = 1 Kilo Fett gelesen habe, hab ich mich mal hingesetzt und ein bisschen rumkalkuliert. Speziell ging es mir dabei darum, wie viele Kalorien ich durch Cola ich mich schütte.
Zuhause trinke ich eigentlich nur ungesüßten Tee und Wasser, aber durch meine Arbeit in einer Kneipe und meine angeborene Partymentalität (sowie meinem Hang zur Eskalation) komme ich häufiger als andere in die Verlegenheit, Alkohol zu trinken. Mein liebstes Getränk ist Jack Daniel’s mit Cola, aber auch andere Longdrinks mit Limo. NATÜRLICH wusste ich, dass sowas nicht grade wenig Kalorien hat – aber wird schon nicht so schlimm sein, oder?

Falsch: Ich habe allein im letzten halben Jahr mit der Cola nur aus meinen Longdrinks ELFTAUSEND Kalorien in mich reingeschüttet. Elf! Tausend! Kalorien! Das sind mehr als eineinhalb Kilo ALLEIN IM LETZTEN HALBEN JAHR, die ich NUR DURCH COLA zugenommen habe. Bämm!

Diese Zahl zu lesen war ein Schock. Und dabei war das, wenn ich ehrlich bin, sogar recht konservativ geschätzt -.-

Seit dieser Erkenntnis trinke ich Cola Zero und Cola Light in meinen Longdrinks. Mag ich pur beides nicht so, aber als Mischgetränk ist es völlig in Ordnung. Ich habe früher die Leute ausgelacht, die sowas bei mir bestellt haben und werde jetzt auch von meinen Kolleginnen ausgelacht. Tja, Karma’s a bitch – aber wenn ich ihnen dann vorrechne, warum ich das mache, hören sie auf zu lachen und sind einfach nur fassungslos.

Das ist eine kleine Änderung mit großer Wirkung, durch die ich mich nicht im Mindesten eingeschränkt fühle. Vielleicht habt ihr ja auch solche Baustellen.

Kalorienreduktion

Überraschung: Wenn man abnehmen will, muss man weniger Kalorien essen! Soweit ja jetzt klar. Aber trotzdem will ich in diesem Punkt darlegen, wie viel genau ich reduziert habe und wie das aussieht.

Nadja hat den sehr extremen, aber in Anbetracht ihres starken Übergewichts und ihrer verletzungsbedingten Immobilität zu Beginn verständlichen Weg gewählt, ihre Kalorienzufuhr auf 500 kcal am Tag zu beschränken. Bedenkt man ihren hohen Tagesumsatz zu dieser Zeit, hat sie auf diese Weise 2,5 Kilo die Woche verloren. So hohe Ziele wären für mich und meinen Tagesumsatz nur durch massiven Sport zu erreichen. Auch wollte ich wenigstens bei allem Verzicht trotzdem noch was leckeres auf dem Teller haben und satt werden.

Ich stellte fest, dass das mit 500 kcal und ohne Eiweißzusätze, auf die Nadja zurück gegriffen hat, sehr schwer möglich ist, mit 600-800 kcal aber schon. Ich wollte ca. 7000 kcal die Woche sparen, um 1 Kilo die Woche zu verlieren, was mit solchen Mahlzeiten problemlos möglich war. Da ich an vielen Tagen sogar mehr als 1000 kcal am Tag sparte, war es mir damit sogar erlaubt, ab und zu über die Grenze von 950 kcal zu kommen (was 1000 kcal Ersparnis pro Tag bei mir entspricht), sei es, weil ich feiern gehen wollte (Alkohol *hust) oder doch mal was „richtiges“ essen, um die Motivation nicht zu verlieren.

Viele werden bei einer so geringen Kalorienmenge am Tag die Hände über den Kopf zusammen schlagen und finden, dass sowas unmöglich gesund sein kann. Aber dem ist nicht so. Die scheinbar in Stein gemeißelte Untergrenze von 1000 kcal am Tag, die man niemals unterschreiten sollte, ist idiotisch. Den Hungermodus, in den man darunter unweigerlich fällt, gibt es schließlich nicht. Und es ist ebenso unlogisch anzunehmen, dass ich mehr Vitamine, Mineralstoffe etc. zu mir nehme, nur weil ich mehr Kalorien esse. Sind Nudeln mit Sahnesoße etwa besser als eine riesige Schüssel Salat mit Paprika, Tomaten und Hähnchenbrust, nur weil sie doppelt so viele Kalorien haben? Wohl nicht, ne. Wer die Entscheidung zu einer solchen niedrigkalorischen Ernährung mit kritischer Häme überschüttet (was leider bei Twitter passiert ist), da das ja ach so ungesund sei, gleichzeitig aber die Fresse halten würde (Fatshaming!!!einself), wenn man hinter die 500 noch ne Null dranhängen täte, hat doch einfach den Schuss nicht gehört!

Fett ist nicht völlig sinnlos, da der Körper es benötigt, um lipophile Vitamine zu verwerten, aber kein Mensch braucht davon so viel, wie ich mit meiner „normalen“ Ernährung zu mir genommen habe. Kohlenhydrate sind furchtbar lecker, aber auch die braucht der Körper eigentlich nicht in dieser Masse. Das einzige, was wir wirklich in größeren Mengen zu uns nehmen sollten, sind Eiweiße. Diese sind für die Muskeln essentiell, für die Zellstruktur, für alles. Und komfortabler Weise haben sie von allen drei Ernährungsbestandteilen die wenigsten Kalorien!
Ich habe mich also hingesetzt und Mahlzeiten zusammen gestellt, die in meine selbstgesteckte Grenze 600-800 kcal rein passen. Ich koche gerne, weshalb es sogar Spaß gemacht hat, hier neues auszuprobieren und zu entdecken. Ich durfte sogar feststellen, dass einige Gerichte, die ich auch vorher gerne gegessen habe, super in meinen Diätplan passen, wenn ich sie leicht modifiziere.

Hier eine kleine Auswahl meiner Diätgerichte:

Salat mit Hähnchenbrust, Tomaten, Paprika und Mozzarella

Salat mit Hähnchenbrust, Tomaten, Paprika und Mozzarella

Fischstäbchen mit Spinat - isn Kinderessen, aber ich steh total drauf

Fischstäbchen mit Spinat – isn Kinderessen, aber ich steh total drauf

Nochmal Salat, diesmal mit Thunfisch

Nochmal Salat, diesmal mit Thunfisch

Hähnchenbrust vom Grill mit Senf

Hähnchenbrust vom Grill mit Senf

Zucchini-Karotten-Spaghetti mit tomatiger Lachs-Käsesoße - ultralecker!!

Zucchini-Karotten-Spaghetti mit tomatiger Lachs-Käsesoße – ultralecker!!

Omlett mit Champignons und Speck

Omlett mit Champignons und Speck

Im Prinzip entspricht diese Ernährung einer Low-Carb-Diät bei gleichzeitiger Reduktion der Fettmenge. Einiges davon dürfte viele nicht ansprechen (gerade das Hähnchen vom Grill mit nichts als Senf dürfte wohl die meisten wenig befriedigen, obwohl ich es fast am liebsten esse – und das nicht nur, weil es von allen Gerichten die wenigsten Kalorien hat), aber mir schmeckt das meiste so gut, dass ich es wohl auch nach meiner Gewichtsreduktion weiterhin ab und zu essen werde.

Wer jetzt nachgerechnet hat wird feststellen, dass ich in den 5 Wochen meiner Diät nicht die angepeilten 5 Kilo abgenommen habe, sondern sogar 7. Das kann man durch zweierlei erklären: 1. ist bei diesen 7 Kilo mit Sicherheit auch einiges an Wasser dabei und 2. ist es durchaus möglich, dass ich an vielen Tagen einen höheren Tagesbedarf hatte als angenommen, vor allen bei sehr stressigen (=laufintensiven) Schichten in der Kneipe.

Ziele setzen

Ich will euch die Seite Kil-o-Meter ans Herz legen. Dort kann man wie auch beim fddb-Rechner seinen Fortschritt eintragen und die Seite rechnet dann für einen aus, wie lange man noch bis zu seinem Ziel braucht, wenn man genauso weiter macht. Bei mir sieht das momentan so aus:

kil-o-meter

kil-o-meter2

Mein Ziel ist 52kg – das Gewicht, mit dem ich vor 14 Jahren einfach nicht zufrieden sein konnte. Aber heute bin ich älter, habe ein besseres Körpergefühl und mehr Selbstvertrauen. 52kg klingt furchtbar wenig, entspricht bei mir aber einem BMI von 20,8, ist also vollkommen im Rahmen.

Ich bezweifle eigentlich, dass ich das so schnell schaffen werde. Grade am Anfang nimmt man immer sehr schnell ab. Außerdem wird sich mein Tagesbedarf mit sinkenden Gewicht auch reduzieren (hat er auch schon, nämlich von 1950 kcal täglich auf 1877). Dann kann es logischerweise bei gleicher Kalorienmenge nicht mehr so schnell gehen.
Trotzdem. Bei uns steigt Anfang August ein großes Familienfest und bis dahin werde ich meine Familie mich nicht mehr zu Gesicht bekommen. Ich hoffe, dann zumindest in der Nähe meines Zielgewichts zu sein. Bei meinem letzten Heimatbesuch wog ich dann ca. 20kg mehr.

Ich sehe schon ihre Gesichter vor mir. Ihre absolute Fassungslosigkeit, die sich dann in Freude verwandeln wird. Sie werden mir gratulieren zu meinem Idealgewicht. Und DANN werde ich ihnen an den Kopf knallen, dass sie mich, als ich GENAU DASSELBE GEWICHT HATTE, immer fett genannt haben und sie mir damit mein Selbstvertrauen so vollständig zerbröselten wie nur möglich und mir meine Jugend zur Hölle gemacht haben. Und DAS wird ihnen hoffentlich ihr beschissenes Grinsen aus der Fresse wischen. IN YOUR FACE; BITCHES!!!

Ja, ich weiß, das ist schlecht für’s Karma, aber darauf freu ich mich trotzdem schon wie ein Schnitzel.

Sport

Den Punkt möchte ich erwähnen, obwohl ich aus Zeitmangel und Unlust bisher während meiner Diät üüüberhaupt keinen Sport gemacht habe. Das soll sich bald ändern, aber ob das alles dann weiterhin so gut funktionieren wird, darf bezweifelt werden. Auch Nadja hat ihre Kalorienzufuhr erhöht, als sie anfangen konnte, Sport zu machen, also werde ich das vermutlich auch tun. Und dann stellt sich natürlich die Frage, wie mein Körper auf Sport reagiert, wenn ich weiterhin nur einmal am Tag esse. Das werde ich beobachten und gegebenenfalls ändern müssen. Ich rechne hier mit Kreislaufproblemen. Andererseits bin ich die letzten Tage auf dem Jakobsweg immer ca. 13 km gegangen, bevor ich frühstückte und das war überhaupt kein Ding, aber das ist halt auch „nur“ Wandern. Mal sehen. Ich wollte diesen Beitrag jedenfalls nicht abschließen, ohne auf diese Gefahr hinzuweisen. Wenn ich merke, dass es mit einer Mahlzeit nicht klappt, esse ich halt an Sporttagen mehr.

Talking ‚bout Wandern…

Momentan bin ich wieder auf dem Jakobsweg (aka „Urlaub“) und da ich hier abnehmen werde, egal was ich veranstalte, und außerdem die Energie brauche, esse ich ca. 2-3 Mahlzeiten am Tag. Allerdings hat mir das Buch auch bei diesem Thema neue Impulse gegeben. Ich verzichte bei diesem Camino weitgehend auf Süßkram, esse nicht so viel Baguette (das hier eh recht Scheiße ist) und ernähre mich wesentlich eiweißlastiger – denn ein Sportler (und genau das bin ich die nächsten 10 Tage noch) braucht das für die Muskeln. Möglicherweise ist das ja der Grund für meinen bisher völlig ausgebliebenen Muskelkater, wer weiß. Sowieso klappt es dieses Mal richtig gut, was VIELLEICHT ja auch damit zusammen hängt, dass ich mit insgesamt 10kg weniger Gewicht an den Start gegangen bin als letztes Jahr.

Allgemein halte ich momentan zwar nicht wirklich Diät, aber ich versuche, mich nicht so dermaßen vollzustopfen wie die letzten Male. Der Camino ist zwar für mich eine Leidenschaft, der ich ganz sicher nicht wegen dem Gewichtsverlust nachgehe, aber dieser ist natürlich ein netter Nebeneffekt, der sich ganz automatisch zeigen wird. Nur werden es auf diese Weise vielleicht 3kg statt 2. Wird sich zeigen 🙂

Fazit: Meine Diät ist wesentlich ausgewogener als meine normale Ernährung und fällt mir geradezu lächerlich leicht, da ich nun einfach WEISS, dass die Maßnahmen funktionieren. Ich kaufe bewusster ein und werfe auf diese Weise auch weniger weg, wodurch ich Geld spare. Ich trinke weniger Alkohol, bin besser drauf und mag mich langsam wieder. Und meine ab und zu stattfindenden „normalen“ Mahlzeiten weiß ich nun wesentlich mehr zu schätzen.

Eine Ernährungsumstellung ist das dennoch nicht, wie behauptet worden ist. Es ist und bleibt eine Diät, die ich nicht ewig weiterführen werde, sondern beende, wenn ich mein Ziel erreicht habe. Danach werde ich mir wieder alles gönnen, was ich vorher gerne mochte, aber darauf achten, im Schnitt nicht über meinen Tagesbedarf zu kommen. Da ich diese niedrigkalorische Diät nun schon fünf Wochen durchgehalten habe, sehe ich nicht, warum DAS dann ein Problem werden soll 🙂

Das Negativste, was man hierzu sagen kann: Schöne Scheiße, dass ich mir bei meinem USA-Trip vor zwei Monaten einen halben Kleiderschrank voll geiler Jeans gekauft habe, die mir alle bald nicht mehr passen werden.

Aber ich denke, ich werde darüber hinweg kommen 😀

Themenwoche:
Teil 1: Der ewige Kampf
Teil 2: Fatshaming, Fatacceptance
Teil 3: Buchtipp: „Fettlogik überwinden“
Teil 4: The War is won!

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20 Gedanken zu “Der Endgegner im Badezimmer 5: Meine Diät!

  1. Gratuliere! 🙂

    „Das hat außerdem den Vorteil, dass ich all meine erlaubten Kalorien für den Tag in eine einzige Mahlzeit investieren kann. Da ein Tag ohne eine große Hauptmahlzeit für mich wirklich eine Qual ist, ich aber auf Zwischenmahlzeiten leicht verzichten kann, kommt mir das sehr entgegen. „

    So unterschiedlich können Menschen sein. Das würde bei mir zB nicht funktionieren, da ich in meiner Selbstbeobachtung festgestellt habe, dass ich gar keine großen Portionen brauche, weil ich tatsächlich recht schnell satt bin. (Immer nervig beim Essen gehen, wenn man den halben Teller mit einem „doch, sehr lecker, aber viel zu viel“ zurückgehen lassen muß)
    Das heißt für mich in der logischen Folge: konsequent kleinere Mahlzeiten und genau auf mein Bauchgefühl hören.
    Was sich radikal geändert hat, ist die Wahl meiner Snacks. Wo ich früher fast mechanisch oft zu Süßkram gegriffen habe, greife ich jetzt zu Tomaten, Gurken & co. Ich nehme jeden Tag frisches Gemüse zu mir und brauche dazu nicht mal irgendeine „Sättigungsbeilage“. Mein Vorteil: ich stehe wirklich drauf und muß es nicht reinquälen 😀
    Und noch ein Vorteil, den ich als bekennender Schokojunkie nie für möglich gehalten hätte: Ich habe seit Tagen keine Appetitattacken auf Süßkram mehr. Ich brauchs einfach nicht. Ob das so bleibt, weiß ich nicht, aber ich kauf auch einfach nix mehr.

    Dafür gehe ich ca 2 oder 3x die Woche joggen oder walken – je nach Tagesform, Energie und Laune. (Hab ich allerdings schon vorher gemacht. Dass jetzt die Ernährungumstellung dazukam, war eigentlich Zufall 😀 ) Das hilft auch super gegen Gewohnheits- und Langeweilenascherei.

    „Seitdem trage ich wirklich so gut wie alles ein, was ich zu mir nehme. Da waren dann teils unangenehme Überraschungen dabei. Ich meine, jeder Mensch weiß, dass Öl viele Kalorien hat, aber wie viele tatsächlich, hatte ich einfach nicht auf den Schirm. Ein Esslöffel mit 15ml sind bereits ca. 130kcal. Ich habe bis vor kurzem gut doppelt und dreifach so viel zum Braten, für Salatsoße o. ä. verwendet.
    Brauche ich das? Ich habe festgestellt: nein. Es geht auch mit weniger. Und ich habe schlicht keinen Bock, ein Gutteil meiner täglichen Kalorienmenge nur in Öl zu investieren“

    Dazu nur ein Wort: jupp. Exakt meine Erfahrung.

    Mit dem exakten Kalorienzählen kann ich mich immer noch nicht anfreunden. Allerdings brauche ich auch irgendeinen Anhaltspunkt, an dem ich eine Übersicht über meinen Konsum habe, da ich mich auch gerne bei Mengenangaben verschätze. Hier ist Weight Watchers für mich tatsächlich eine Alternative. Ist zwar nicht gratis, aber das isses mir wert. Vorteil für mich: Das Punktesystem ist prinzipiell nichts anderes als Kalorienzählen, nur halt einfacher und übersichtlicher. Ich schaue nur nach, wieviel Punkte einzelne Produkte haben und stelle so meine eigenen Menüs zusammen, auf die ich Lust habe. So hab ich eine gute Übersicht und es fällt mir überraschend leicht, innerhalb der täglichen Punktevorgabe zu bleiben. Oft sogar drunter.

    Mein einziges Problem ist weiterhin die Regelmäßigkeit meiner Mahlzeiten. Das ist mir aufgrund meiner unregelmäßigen Arbeitszeiten schlicht nicht möglich.

  2. Biochemisches Halbwissen kann ich so nicht stehen lassen, tut mir leid: du brauchst schon Fette für mehr als „fettlösliche Vitamine drin lösen“. Alle deine Zellmembranen bestehen daraus. Einige Hormone leiten sich von Fettsäuren ab. Deine Steroidhormone lassen sich komplett auf Cholesterin zurückführen und lass dir sagen, ohne Cortison, Aldosteron und sogar ohne Östrogen siehst du ganz schön alt aus. Wollte ich nur sagen, so als Biochemikerin.

  3. Huhu Robin

    erstmal danke für die Ehrlichen Posts.
    EIne Frrage habe ich du sagst du nimmst Multivitamin Tabletten vom DM, einfach die normalen Brausetabletten ? oder doch was anderes ?
    bis bald und weiterhin viel Erfolg
    Raeblein

    • Nein, das sind so Tabletten, die man einmal am Tag nimmt und die den ganzen Tag über die Vitamine abgeben (ob das stimmt, naja ^^). Keine zum Auflösen. Wenn ich wieder daheim bin, kuck ich mal auf die Packung, wenn du willst 🙂

  4. Ich finde wirklich toll, wie offen du hier schreibst und cih denke, du motivierst viele. Mich auf jeden Fall auch.
    Ich benutze nach deiner Empfehlung jetzt ganz spontan auch den FDDB-Rechner. Ich hatte ihn schon vorher auf dem Handy, im Kalorien abzuschreiben, habe aber seine anderen Funtionen nicht genutzt. Ich finds toll, dass man auch ganz einfach den Sport eintragen kann. So hab ich in 30 Sekunden meinen Fahradweg zur Arbeit eintragen können und meine 5 Stunden Job etwa mit 2 Stunden leichter Hausarbeit gleichgesetzt. Ich schätze, dass könnte passen.
    Beim Essen hab ich den Vorteil, dass ich wie Onyx total auf Gemüse stehe. Fleisch will ich sowieso ein wenig reduzieren.
    Eiweiß habe ich bisher völlig igniriert und musste erstmal schauen, wo es drin ist. Mit meiner Käsesucht komme ich da aber bestimmt einigermaßen gut weg.Ich liebe Fisch, aber der ist so teuer und eigentlich will ich nicht zur überfischung der Meere beitragen.
    Nach deiner Erfahrung hab ich auf die vorletzte Vitamintablette geschluckt, die hier noch rumgurkte. Vielleicht hilft es ja, Tage auszugleichen an denen Gemüse zu kurz kommt.
    5 Hände voll hab ich mal als Richtlinie gehört. Klingt viel, aber ist es nicht. Mit meiner Mittags-Aubergine und der Nachtischs-Nektarine hab ich schon fast 3.
    Noch was vergessen:Ich mache mir seit kurzen immer selbst Pizza. Das Rezept nehme ich von hier: http://www.perfekte-pizza.de/ und 100g Mehl ergeben genug Pizza für zwei Leute, wenn man 3 Malzeiten isst. Das angegebene Rezept ist für Teig auf Vorrat.
    Die Pizza schmeckt nicht nur total genial, sondern es ist auch kein Zucker in der Soße, oder im Teig oder sonstwo, solang man ihn nicht selbst rein macht. Das selbe gilt für Fett. In den Teig kommt eh kein Öl, in die Soße muss nicht zwangsweise was und so bleiben Kalorien für Käse und anderen Belag. Auch wenn ichs nicht nachgerechnet habe, kommt man vielleicht sogar billiger weg, als bei mittelklassiger Tiefkühlpizza. Man muss nur dran denken den Teig am Vortag zu machen, da er im Kühlschrank ruhen muss. Der hält sich aber mindestens 2 Tage. Länger hat er noch nie überlebt. =)
    Ich wünsch dir ganz viel Erfolg, Genuss und Durchhaltevermögen!

  5. „Aber sehen wir doch der Tatsache ins Auge: Das werde ich nie schaffen. Ich werde nie zu den Menschen gehören, die täglich Obst und Gemüse essen und das auch noch in Mengen, die vitamintechnisch interessant sind.“

    Na, das ist jetzt aber fast schon Vitaminlogik 😉 oder so. Warum solltest Du das nicht schaffen? Es erfordert auch nur sehr kleine Umstellungen als da z. B. wären: Morgens ins Müsli oder in den Jogurt oder whatever schon Obst rein (Bananen, Beeren, Nektarine …). Kleinen Salat oder Gemüsesticks zum Mittagessen dazu (auch was mit Gemüse, wenn Du nicht heftig kochst, bleiben durchaus Vitamine erhalten). Aufs Brot nicht nur Aufstriche, Käse oder Wurst sondern auch Tomaten, Gurken, Kresse, Schnittlauch, entweder so oder auf den Brotbelag noch oben drauf. Gemüsesticks (Gurke, Karotte, Zucchini, Brokkoli, Kohlrabi, Paprika) mit verschiedenen Dips sind sowieso mein Favorit (Sauerrahm-Preiselbeerdip oder süßsaure Soße oder Schnittlauchcreme, geht auch mit schlichtem Kräuterbresso o. ä.). Fertigpizza kann man prima aufpeppen, indem man nach dem Backen noch was Frisches draufgibt (Tomaten. Kräuter, Rucola …). Frische Kräuter Z. B. haben mehr Vitamine, als man denkt. Dazu noch 2 Stück Obst oder Karotte oder so und es müsste genug sein. Naja, bei momentan 1 x am Tag essen wahrscheinlich nicht, aber vielleicht für die Zukunft?

    Man kann auch mehr roh essen, als man denkt, Zucchini und Brokkoli schmecken z. B. sehr lecker. Wirklich durchkochen muss man eigentlich nur Kartoffeln und grüne Bohnen.

      • Das hört sich echt schlimmer an, als es ist ist. Bei mir kam die Umstellung mit den Kindern. Fertigessen z. B. lässt sich echt prima bisserl aufpeppen mit hohem Gewinn an Vitaminen. Also es ist sicher nicht aufwendiger als die tollen Gerichte, die Du oben gepostet hast (Die Spaghetti werd ich sicher auch machen, aber da muss man ja auch viel schnippeln oder schälen).

        Mal was anderes: Wegen meinem miesen Bindegewebe (das zu häufigem Umknicken führt) habe ich nach deinen Posts und emns Buch (erst angefangen) beschlossen, auch nochmal so um die 6 kg abzunehmen. Ordentlich unterkalorisch gegegessen (um die 700 Kalorien), 3 Tage sogar komplett gefastet. Die erste Woche passierte … naja nichts. Außer 1 Kilo nichts weg. Nun, in der zweiten Woche hab ich innerhalb von 4 Tagen ohne was groß anders gemacht zu haben als vorher in 4 Tagen 4,5 kg verloren. War das bei dir auch so? Hat mich fast erschreckt, dass es z. B. von gestern morgen auf heute morgen 1,5 kg weniger waren. Erstmal fast nichts und dann plötzlich rasant.

      • Oh, so aufwendig sind die Gerichte gar nicht, im Gegenteil. Die Spaghetti mach ich mit einem Julienne-Schäler (ca. 3 Euro im Supermarkt in der Küchenabteilung) und das geht ratzfatz. Am aufwendigsten ist eigentlich das Grillhähnchen, weil man dafür halt den Grill anschmeißen muss ^^

        Solche konkreten Fragen müsste eigentlich EMN beantworten, weil sie ja die Expertin ist, aber ich versuch’s mal:
        Erstens fände sie vermutlich fasten nicht gut, weil das eigentlich keine Diätmethode ist (intermittierendes Fasten, so wie ich es mache, heißt zwar auch Fasten, ist aber im Prinzip kein Fasten!). Ich weiß nicht, wie du das gemacht hast (Saftfasten, Fasten mit Gemüsebrühe, Fasten nur mit Wasser etc.), aber an diesen Tagen hast du weder genug Vitamine, noch Eiweiß zu dir genommen. Eiweiß ist aber das Wichtigste, weil dein Körper es dringend braucht für Muskeln etc. Wenn du zuwenig davon zu dir nimmst, baust du Muskeln ab. Deswegen mach ich ja auch low carb, weil ich die gesparten Kohlehydrate-Kalorien versuche, in Eiweiß zu investieren.

        Warum die Abnahme so unregelmäßig ist, kann mehrere Gründe haben. Normalerweise wird beim Fasten ja viel Wasser freigesetzt. Warum das bei dir in der ersten Woche nicht passiert ist… vielleicht hast du zu wenig getrunken oder du hast zyklusbedingt Wasser eingelagert. Letzteres würde erklären, warum du in der Woche drauf dann so viel abgenommen hast.
        Das kenne ich auch, also dass man von einem auf den anderen Tag mehr als ein Kilo verliert. Das ist dann wirklich größtenteils Wasser.
        Es kommt auch drauf an, was du gegessen hast. Woraus bestanden die 700kcal? Waren es vielleicht überwiegend Kohlenhydrate? Es gibt ja Leute, die auf Salzkartoffel-Diäten schwören… Dann wären deine Glucose-Speicher voll, aber wenn du dann in der 2. Woche wenig bis gar keine Kohlenhydrate gegessen hast, würden die sich innerhalb kürzester Zeit leeren und dabei auch viel Wasser freisetzen. (Das ist bei mir am Anfang bei der Umstellung auf low carb passiert: Über 2 kg in wenigen Tagen.)

        Naja, das sind mögliche Punkte. Ich würde sagen: Lass das mit dem Fasten! Ich weiß nicht, welchen Tagesumsatz du hast, aber vermutlich sind 700 kcal täglich schon ein deutliches 1000kcal-Defizit. Damit nimmst du in einer Woche ein Kilo Fett ab (was wirklich nicht „nichts“ ist). Außerdem solltest du auf genügend Eiweiß achten. Wenn es dir offensichtlich nicht schwer fällt, tagelang zu fasten, sollte das doch alles kein großes Problem sein – dann bist du deine 6 kg in ein paar Wochen los 🙂

      • Brühefasten bin ich, nur mit anderem Hintergrund (Fastenzeiten) ja gewöhnt. Es fällt mir viel leichter, als nichts zu essen. Muskellabbau stimmt aber – leider.

        „Woraus bestanden die 700kcal? Waren es vielleicht überwiegend Kohlenhydrate?“

        Überwiegend Gemüse und Obst, also eher wenig Kohlenhydrate. Und außerdem Almased 2x täglich die halbe Portion.

      • Brühefasten fällt mir viel leichter als wenig zu essen, meinte ich. Irgendwie war ich schon immer ein gräßlicher „Ganz oder gar nicht“-Typ.

  6. P. S. Mit den Zucchini-Karotten-Spagetthi ist doch schon ein toller Anfang gemacht! Und Kochen scheinst du auch gut zu können!

      • habs 2x probiert. Kam die Meldung dass die Adresse bereits registriert ist. Kam also an. Aber ansonsten nix. Auch „Passwort vergessen“ hat nix gebracht. Kam einfach keine Mail an…
        In den Spamordner kam nur „Mail delivery failed: returning message to sender“, obwohl ich die Adresse von der Seite kopiert hatte

        Seltsam

  7. Pingback: Themenwoche: Der Endgegner im Badezimmer! | robins urban life stories

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