Der Endgegner im Badezimmer 7: Geheimtipp: Shirataki

Es geht weiter mit den Schlägen, die mich bei meiner Suche nach kalorienarmen Leckereien getroffen haben.

Chronologisch ist das allerdings nicht – der Schock, den ich euch heute vorstelle, traf mich VOR dem Oopsie. Aber da es im heutigen Beitrag um ein regelrechtes Diätwunder geht, noch viel, viel beeindruckender als Oopsie, habe ich mich aus Gründen der Dramaturgie zu dieser Reihenfolge entschlossen!

Damit genug der spannungserzeugenden Vorrede. Worum geht es eigentlich?

Buchstabiert es mit mir zusammen: Shirataki die Nudel ohne Kalorien.

Was ist Shirataki?

Auf dieses Produkt bin ich, wie könnte es anders sein, auch in „Fettlogik überwinden“ gestolpert, allerdings nur über den Namen ohne Erklärung. Verwirrt habe ich selbst danach gegoogelt. Und das war dann der Moment, als ich wirklich glaubte, mich hätte ein Güterzug überrollt, denn damit wurde ein jahrelanger Traum plötzlich wahr.

Was ich heraus fand:
Shirataki sind in der asiatischen Küche zuhause und enthalten ca. 5 kcal pro 100 Gramm. Ja, das ist doch mehr als nichts, aber irgendwo hab ich den Spruch gelesen, dass man vermutlich allein beim Aussprechen des Wortes „Shirataki“ mehr Kalorien verbrennt, als dieses Zeug enthält und, naja, ich denke, das kann man gelten lassen!

Shirataki wird aus Konjakmehl hergestellt, das wiederum aus der Konjakwurzel gewonnen wird. Dieses Mehl besteht fast gänzlich aus Ballaststoffen, die der menschliche Körper nicht verwerten kann, und wird, gemischt mit Wasser und ein bisschen Kalk (was offensichtlich nicht schlimm ist – hat mich auch überrascht), in die bekannte Nudelform gebracht. Darüber hinaus gibt es das Ganze auch in Form von Reis, der aus den gleichen Komponenten besteht.

Im asiatischen Raum werden die Nudeln hauptsächlich als Suppeneinlage verwendet, aber man kann sie auch wie normale Nudeln zubereiten. Dabei ist zu beachten, dass Shirataki aufgrund des hohen Wassergehalts nicht wie normale Nudeln trocken gekauft werden (können), sondern in Lake. In dieser Form sind sie allerdings sehr lange haltbar.

Konjakmehl und Shirataki sind glutenfrei, vegan und für Diabetiker geeignet. Mir ist sowas ja scheißegal, aber euch ja vielleicht nicht. Und als nahezu kalorienfreie Alternative für Nudeln sind sie eigentlich genau das, worauf ich mein ganzes Leben lang gewartet habe!

„Ja, aber Wundernudeln ohne Kalorien machen doch bestimmt nicht satt, ne?“ – Lustigerweise doch. Sie machen sogar noch MEHR satt als herkömmliche Nudeln, da Konjakprodukte im Magen eine unglaubliche Quellwirkung entfalten. Allerdings sollte man darauf achten, dabei ausreichend zu trinken, da Konjak Wasser bindet.

Damit werden Konjakmehl und seine Produkte tatsächlich lebensmitteltechnisch als völlig unbedenklich eingestuft, sofern man die Dosierungsanweisung nicht ignoriert (maximal 3gr pures Konjakmehl täglich), denn dann kann es zu Verdauungsproblemen und Verstopfung kommen. Untersuchungen, die die Behauptung untermauern, es sei darüber hinaus sogar sehr gesund, gibt es leider noch keine, weshalb man hier ein Fragezeichen setzen muss. Eindeutig aber, dass dieses Zeug NICHT SCHÄDLICH ist.

Damit war für mich klar: DAS Zeug gehört ausprobiert!!!

Warum ist das ein Geheimtipp?

Ganz einfach: Weil ich davon noch nie irgendwo gelesen oder gehört habe. Eine Googlesuche bringt massig Seiten und Rezepte hervor, die sich mit Shirataki beschäftigen, aber betrachtet man den Nutzen, ist es dennoch auffällig, dass ich sowas noch nie als neues Diät-Wundermittel angepriesen fett auf dem Cover der „Bild der Frau“ etc. gesehen habe.

Dabei ist das doch eine Sensation: Nudeln, die keine Kalorien haben! Kucken wir uns das nochmal genauer an:

Eine Packung vom Asialaden hat 180gr (Abtropfgewicht) und damit 9kcal. Die gleiche Menge gekochter Nudeln hat laut fddp-Rechner 264kcal. Bämm! Und dazu kommt der Umstand, dass sie nicht so satt machen wie Shirataki. Für mich ist eine Portion ungekochte Nudeln, von der ich auch satt werde, gut 100gr – und die haben gar 362kcal!

Ich würde behaupten: DAS ist ne Marke!! Und trotzdem gibt’s dazu nur Schweigen im Walde. Warum das wohl so ist?

Ich hatte im Bereich Diät, aber auch Gesundheit allgemein, schon öfter das unangenehme Gefühl, dass Dinge oder Maßnahmen, die WIRKLICH helfen, gerne unter den Teppich gekehrt werden (das ist übrigens auch der einzige für mich vorstellbare Grund, weshalb „Fettlogik überwinden“ NICHT zum Bestseller werden könnte). Ich weiß, das klingt wie ne dumme Verschwörungstheorie, aber nur, weil Impfgegner ihr Ultimate Evil in der Pharmalobby gefunden haben und das absolut lächerlich ist, heißt das ja noch lange nicht, dass die Pharmalobby nur aus lauter Mutter Theresas besteht, die ganz uneigennützig gegen lediglich einen kleinen Unkostenaufwand der Menschheit helfen wollen. Und die sogenannte Diätindustrie ebenfalls nicht!

Es gibt massig Sättigungspillen auf dem Markt, die Unsummen an Geld kosten. Dabei ist Konjakmehl, das man z.B. über Amazon beziehen kann,
nicht nur deutlich günstiger, sondern hat auch von allen Naturprodukten die höchste Wasserbindungskapazität (nämlich das 50fache seines Eigengewichts), sprich die beste Quellwirkung: Schluckt man Konjakmehl (entweder in Wasser oder Joghurt gelöst oder als Pulver in Gelatinekapseln), dehnt es sich im Magen aus und vernichtet damit jegliches Hungergefühl.

Natürlich birgt sowas auch Missbrauchspotential und ich bin mir sicher, dass spätestens an dieser Stelle einige Diätgegner nun auf die Barrikaden gehen werden (Donotlink nicht vergessen, Mädels!) – aber dieses Risiko besteht bei herkömmlichen Sättigungspillen ja auch! Und diese enthalten dann möglicherweise auch noch chemische Bestandteile, die wesentlich ungesunder sind.

Um hier mal einen Disclaimer zu setzen: Ich bin weder Ernährungsexpertin, noch Biochemikerin. Ich übernehme keine Verantwortung, wenn jetzt jemand hingehen will und denkt, ein paar Gramm Konjakmehl am Tag könnten jede vernünftige Mahlzeit ersetzen. Sowas ist völlig Banane und ich komm mir schon blöd vor, das überhaupt erwähnen zu müssen.
Ich gebe nur meine Beobachtungen wider – und die sagen mir, dass es merkwürdig ist, dass ein Stoff, der als Lebensmittelzusatz zugelassen ist und im Rahmen einer vernünftigen Diät und bei ordnungsgemäßer Anwendung einige eindeutige Vorteile bietet, mir so völlig unbekannt war. Deshalb halte ich Shirataki für einen Geheimtipp!

Wo kriegt man das Zeug her und wie bereitet man es zu?

Das Internet wusste zu berichten, dass man Shirataki-Produkte in Asialäden findet und genauso war es auch. Darüber hinaus führen manche Bioläden diese Nudeln, wobei der Preis dort meistens um ein Vielfaches höher liegt.

Tatsächlich sind die Nudeln, die als Portionspackungen daher kommen, mit 1,70€ (in meinem Asiamarkt) deutlich teurer als eine Packung herkömmliche Nudeln, aus denen man ja darüber hinaus auch mehrere Mahlzeiten bereiten kann, aber in Anbetracht der kalorientechnischen Vorteile nehme ich das gerne in Kauf.

Wahre Horrormeldungen fand ich dann von einigen Erstnutzern über eine Eigenart der Shirataki: Die Lake, in der sie angeboten werden, hat nach dem Öffnen einen eigentümlichen Fischgeruch (OBWOHL vegan), was viele Menschen abschreckt. Ich durfte feststellen, dass dieser Geruch längst nicht so schlimm ist wie behauptet, aber wie das auf Leute wirken mag, die generell keinen Fisch mögen, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Trotzdem: Nachdem man die Nudeln, so wie es sein soll, gewaschen und kurz (1-2 Minuten!) gekocht hat, war davon nichts mehr übrig!

Und wenn ich „nichts“ sage, MEINE ich nichts: Shirataki haben so gut wie keinen Eigengeschmack, weshalb man sie ordentlich mit der Soße vermischen und ein wenig ziehen lassen sollte.

Aber was kann man damit nun zaubern? Zum Beispiel das:

Rezept

Bei meinem erstem Versuch (dem inzwischen einige gefolgt sind) wollte ich mich nicht allzu weit von den Wurzeln entfernen und Shirataki asiatisch zubereiten. Unglücklicherweise mag ich die asiatische Küche bis auf wenige (vermutlich für den Westen weichgespülte) Ausnahmen nicht allzu sehr und kenne mich deshalb auch nicht so wirklich gut aus. Dennoch möchte ich euch mein Ergebnis präsentieren und wenn ihr beim Thema asiatisches Essen besser Bescheid wisst, könnt ihr das ja gerne noch mit mehr Gemüse etc. ergänzen 🙂

Ihr braucht:
20150518_175811

1 Packung Shirataki
225gr King Prawns/Scampi (TK)
1 rote Paprika (ca. 200gr)
3-4 Frühlingszwiebeln (ca. 115gr)
1 große Karotte (ca. 140gr)
1 Esslöffel Sonnenblumenöl (ca. 15gr)
30gr Sojasoße
100gr Soße süßsauer
1 Chilischote (optional)

ca. 650 kcal

Das Gemüse schneiden: Die Paprika in dünne Streifen, die Frühlingszwiebeln in Ringe. Für die Karotte empfehle ich einen Julienne-Schneider, den es für 2-4 Euro in jeder Küchenabteilung gibt und mit dem man auch ganz easy Gemüsespaghetti machen kann, aber ihr könnt sie natürlich auch in kleine Würfel oder so schneiden!

20150518_182116Das Gemüse in einer gut beschichteten Pfanne (oder Wok) mit einem Esslöffel Öl vorsichtig anbraten.

In der Zwischenzeit die Shirataki waschen, ca. 1-2 Minuten kochen und abgießen.

Die abgetropften Shirataki zu dem Gemüse geben und gut vermischen. Die aufgetauten Scampi dazu.

Sojasoße dazu und kurz einkochen lassen. Die süßsaure Soße dazu und gut vermischen. Das Ganze noch ein paar Minuten köcheln oder ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Voilá!

20150518_183535

Fazit

So, halten die Wundernudeln nun, was sie versprechen? Im Klartext: Sind Shirataki-Nudeln so lecker wie normale Pasta?

Nein, ganz eindeutig nicht. Ihre Konsistenz erinnert an Glasnudeln und ist leicht gummiartig, womit sie geschmacklich mit normalen Nudeln absolut nicht mithalten können. Trotzdem mag ich meine Shirataki-Kreation sehr gerne, wobei ich mich, trotz der Beteuerung von Shirataki-Fans, die Nudeln würden auch zu allen anderen herkömmlichen Pastasoßen passen, bisher noch an kein anderes Rezept getraut habe, weil ich mir Shirataki in Käsesoße einfach nicht vorstellen kann!

Dennoch: Sie sind im Rahmen einer Diät eine fast kalorienfreie Alternative für herkömmliche Sättigungsbeilagen und für jeden mit dem Wunsch abzunehmen zumindest einen Versuch wert. Vielleicht findet ihr ja Gefallen daran!

Themenwoche:
Teil 1: Der ewige Kampf
Teil 2: Fatshaming, Fatacceptance
Teil 3: Buchtipp: „Fettlogik überwinden“
Teil 4: The War is won!
Teil 5: Meine Diät!
Teil 6: Rezepttipp: Oopsie – der Teig ohne Mehl!

Advertisements

24 Gedanken zu “Der Endgegner im Badezimmer 7: Geheimtipp: Shirataki

  1. Diese Nudeln hab ich kürzlich entdeckt, aber noch nicht ausprobiert. Werde ich jetzt aber machen!
    Zur „Schädlichkeit“ hab‘ ich bei weiteren Recherchen gelesen, dass davon abgeraten wird, pures Konjakmehl löffelweise zu essen – offenbar haben das irgendwelche Irren gemacht und dabei Erstickungsanfälle bekommen, weil es sich bereits in der Kehle in Richtung „mal 50“ ausgedehnt hat.
    Aber welcher vernünftige Mensch macht denn SOWAS?

    • Man kann halt auch nicht verhindern, dass ein paar Deppen einfach die Dosierungs- und Anwendungshinweise nicht beachten. Ein bisschen Eigenverantwortung muss man den Menschen schon zugestehen! Jeder andere ist dann halt ein Kandidat für den Darwin-Award. Sterben oder sich ernsthaften Schaden zufügen kann man auch durch eine Überdosis Ibuprofen!

      Ich habe mir tatsächlich Konjakmehl gekauft, aber bisher nur ein einziges Mal benutzt. Das war am Anfang meiner Diät vor einer Familienfeier, bei der es traditionell Berge von Essen gibt, bei dem ich mich erfahrungsgemäß weder beherrschen, noch es kalorientechnisch gut schätzen kann.
      Deshalb hab ich vorher ein bisschen von dem Mehl genommen, damit ich nicht total hungrig dort ankomme und mich vollstopfe, bis ich fast platze. Für mehr will ich es auch nicht benutzen!
      Ich habe das Mehl (ca. eine Teelöffelspitze voll) in ein bisschen Joghurt eingerührt und zügig gegessen (sonst quellt es schon im Joghurt und dann wird es richtig geleeartig, hab ich gelesen), danach mit viel Wasser nachgespült. Keine Probleme gehabt. Ich denke, so ist es wirklich ok.

  2. Das mit den Konjakpillen klingt ja so genial. Danke für den Tipp. Hast du mit einer Pillensorte schon konkrete Erfahrungen gemacht? Wenn nicht, probier ich mich mal durch. Dabei geht es mir weniger um das Abnehmen, mehr um die Flüssigkeitsbindung. – evtl. hast du ja bestimmte „Nebeneffekte“ beobachtet.

    • Ähm… Flüssigkeitsbindung? Das versteh ich nicht wirklich. Möchtest du Wasser verlieren? Dafür ist das Zeug absolut nicht geeignet. Es bindet Wasser nur im Magen und davon sollte genug da sein, weil man sonst eine Verstopfung kriegt.
      Wenn du Wassereinlagerungen hast, musst du viel trinken (klingt unlogisch, is aber so) und wenn es bei dir sehr massiv ist, kannst du es mal mit entwässernden Lebensmitteln versuchen. Äpfel sind gut, aber es gibt auch Entwässerungstees… musst du mal kucken, was da für dich passt.

      Ich habe keine Pillen gekauft, sondern das pure Mehl (über Amazon, da gibt es einige Anbieter), das ich sehr, SEHR vorsichtig dosiert habe bei meiner bisher einzigen Anwendung. Es gibt aber auch leere Pillenkapseln in der richtigen Größe, die man in der Apotheke kriegt und selbst damit füllen kann. Das dürfte vermutlich auch billiger sein, als schon fertige Pillen zu kaufen.

      • Erst mal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
        Das war nur gestern so ein – ums mit deinen Worten zu sagen – „Schockmoment“ (im positiven Sinne), dass ich erst mal Amazon-Warenkörbchen füllen musste und der Kommentar etwas kurz wurde. 🙂
        Ein paar Worte zur Erklärung. Mir geht es wirklich hauptsächlich um die Flüssigkeitsbindung, besonders der Gallensäure. Bei mir ist u.a. die Säureresorption ziemlich eingeschränkt (krankheitsbedingt) und das kann einen ziemlichen Rattenschwanz an Nebenwirkungen nach sich ziehen. Solche Sachen, wie nur eine Mahlzeit am Tag, sollte man da tunlichst knicken.
        Man hat zwar mit der Zeit so seine Tricks (Flohsamenschalen ftw) aber trotzdem bleibts ein Kampf ums Gleichgewicht „was im Bauch haben“ gegen „Gewicht halten“.
        Und dann kommt da so ein cooler Tipp von dir. 🙂
        Das Buch ist übrigens auch schon auf dem Kindle. Ich hoffe, dass ich mit dessen Hilfe noch einiges optimieren kann.

      • Ok, das ist dann nochmal was ganz anderes. Um ehrlich zu sein mag ich da keine konkrete Antwort geben, weil ich davon wirklich keine Ahnung hab. Wenn es krankheitsbedingt ist, solltest du mal deinen Arzt fragen, ob sich das als Alternative anbieten würde. An sich sind es wirklich nur Ballaststoffe und bei richtiger Anwendung… aber wie gesagt, ich kann dazu wirklich nichts sagen. Sorry 😦

      • Nein, du sollst mir doch keinen Rat geben. Mach dir da um Himmels willen keine Gedanken. Alles gut. 🙂
        Es ging eher so in die Richtung „die Sorte ist gut, hält 3 Stunden vor“ oder sowas. 😉
        Das andere hab ich schon im Griff, aber je mehr Varianten man dabei hat desto besser.

  3. Hm, ich dachte eigentlich das Shirataki zumindestens in der Low-Carb-Szene einen hohen Bekanntheitsgrad haben. Hatte auch schonmal überlegt, ob es nicht günstiger wäre, sich die Nudeln selber zu machen.
    (Im Asialaden gibt es sie ja auch in so Blöcken die man selbst zurecht schneiden kann. Und ich hab halt nix gegen Bandnudeln. Glaube manche haben sich aus den Blöcken Lasagne hergestellt ^^)

    Aber was ich eigentlich sagen wollte: So manch ein Appetit-Blocker aus dem Drogeriemarkt funktioniert mit diesem Konjakmehl, das man halt in einer Kapsel runterschluckt und mit ausreichend Wasser zu sich nimmt.
    Hab es noch nicht ausprobiert, aber halte ich für die etwas „sicherere Dosierung“.

    Ich weiß grad nicht wie der Körper darauf reagiert wenn man irgendwas falsch macht, zu viel von den Mehl schluckt oder zu wenig Wasser dazu trinkt.

    (Beim „Wundermittel Flohsamenschalen“ gab es ja angeblich auch den einen oder anderen Fall mit Darmverschluss)

    • Wenn man zuviel nimmt, kriegt man Verstopfung ^^ Aber wenn man schon liest, dass man nur 3gr täglich nehmen darf, muss man halt extrem vorsichtig sein.

      Ich hab wirklich noch nie, nie, nie etwas von Shirataki gehört, obwohl ich wirklich mein ganzes Leben lang auf der Suche war nach einem Ersatz für Nudeln ^^ Natürlich wird jetzt nicht das Internet überwacht und solche Artikel gelöscht, aber naja, ich finde es schon auffällig. Keine einzige Frauenzeitschrift, die darauf anspringt? Komisch.
      Auch eine Freundin, die Veganerin ist und sich sehr mit Ernährung beschäftigt, kannte die nicht, möchte es jetzt aber mal ausprobieren.

      • Mir waren die Nudeln auch schon über den Weg gelaufen, ich glaube in irgendeiner US Makeover/Weightloss Sendung (auf jeden Fall war’s im englischsprachigen TV, ist leider schon 1,2 Jahre her und meine Erinnerung verlässt mich) – die Horrorrezensionen über den Geschmack online haben mich dann aber vom Probieren abgehalten. Vielleicht schau ich mal, ob ich sie finde 🙂

      • Sie sind halt echt ein bisschen wie Gummi – aber je dünner sie sind, desto weniger stört das! Und was den Fischgeruch angeht, hach, da sind viele vielleicht ein bisschen empfindlich ^^

        Ich find’s echt lecker – und mit dem Gedanken, dabei fast 350 Kalorien zu sparen, schmeckt’s nochmal so gut ^^

    • naja….das Frauenzeitschriften nicht das Maß der Dinge sind …
      (vor allem die Zeitschriften bis 1€ kann man in die Tonne kloppen)
      Generell würd ich bei Ernährungstipps aus solchen Medien drei mal überprüfen, ob die Gehalt haben. In erster Linie sind das „Unterhaltungsmedien“ (und wenn man Pech hat blos kaufbare Werbekataloge…gilt leider auch für Fittnesszeitschriften).

      Weiß nicht, vielleicht bin ich auch einfach zu sehr Internetjunky und Asienfan. In dem Abnehmforum wo ich häng sind Shirataki jedenfalls nicht unbekannt.

  4. klingt toll, werde ich definitiv mal ausprobieren 🙂
    Gerade das mit dem Konjak-Mehl ist interessant. Als jemand, der sich etwas mit Ernährungslehre etc beschäftigt hat (mehrere Semester im Studium): Wasserbindende Ballaststoffe sind primär unbedenklich, sie werden häufig medizinisch bei Verstopfung eingesetzt (klassisch: Flohsamenschalen). Demnach könnte eine Überdosierung mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme zu Durchfall führen, bei zu wenig Wasseraufnahme halte ich aber eine Verstopfung für möglich.
    Da wir heutzutage allgemein viel zu wenige Ballaststoffe zu uns nehmen und daher schon viele Leute und Darmträgheit leiden, ist es definitiv lohnend, diese Nudeln auch unter diesem Gesichtspunkt einzusetzen.

    • Von der Gefahr von Durchfall habe ich in diesem Zusammenhang nichts gelesen, auch wenn ich weiß, dass das bei jedem anderen Mittel der Fall sein kann. Ich glaube, das Zeug quellt so sehr, dass das gar nicht möglich ist. Nimmt man zu viel, mag das alles „darunter“ rausdrücken, aber liegt selbst wie ein Stein im Magen und führt dann zur Verstopfung.
      Aber da müsste man nochmal recherchieren 🙂

  5. In deinem Rezept fehlt eindeutig Knoblauch!
    Aber danke für den Bericht. Habe seit längerer Zeit das Zeugs im Schrank und wusste nichts gescheites damit anzufangen. Vor allem hat man eine gute Ausrede, wenn man ein paar Bierchen dazu trinkt. Soll man ja schließlich! 😀

  6. Das klingt ja mal sehr interessant. Ich frage mich nur wegen der täglichen Höchstmenge von 3 g, wieviel das dann in den fertigen Nudeln ausmacht/wieviele man davon essen dürfte. Wenn es das fünfzigfache an Wasser binden kann, könnten ja schon 150 g der 180g-Packung die 3 g Konjakmehl enthalten, plus halt noch Kalk und noch ’n bisschen mehr Wasser. Weißt du da Näheres? Der genaue Anteil steht wahrscheinlich nicht drauf, oder?

    • Tatsächlich sind 3gr Konjakmehl die Höchstmenge, die man in dieser puren Form zu sich nehmen sollte, aber in den NUDELN wird das lebensmitteltechnisch wieder ganz anders bewertet. Sprich: Eine Packung ist völlig ok! 🙂

      • Achso, okay. Dass eine Packung okay ist, hatte ich jetzt auch einfach mal angenommen, ich dachte da mehr an den Fall, dass man vielleicht doch mehr braucht (ich bin so’n Spezialist, ich werde teilweise auch von angeblich SUPERsättigenden Portionen/Lebensmitteln längst nicht satt – und ja, ich kann Hunger von Appetit unterscheiden, esse langsam und mache Pausen. Scheint wohl auch mit den Makronährstoffen zusammenzuhängen, Eiweiß macht mich anscheinend besser satt als (auch sehr ballaststoffreiche und langkettige) Kohlenhydrate. Oder die Kombination macht’s, auf jeden Fall hab ich das Problem nicht mehr so extrem, seit ich versuche, möglichst viel Eiweiß zu mir zu nehmen. Aber ich schweife ab, entschuldige.^^)

      • Hm, ich hab’s versucht heraus zu finden, aber leider nix gefunden. Nur, dass die Obergrenze „3 Gramm“ offensichtlich doch ein wenig zu niedrig angesetzt ist – Wikipedia spricht von MINDESTENS 3 Gramm für Übergewichtige (verteilt auf drei Portionen über den Tag).

        Probier’s einfach mal aus, ich denke, auch zwei Packungen dürften nicht allzu tragisch sein – aber vielleicht bist du ja vorher satt 🙂

  7. Pingback: Themenwoche: Der Endgegner im Badezimmer! | robins urban life stories

  8. Pingback: Rezension: Die Fettlöserin – eine Anatomie des Scheiterns | robins urban life stories

  9. Hab über Fettlogik her gefunden und wollte mich über den Tip Shirataki bedanken. Hab heute gleich mal eingekauft und ausprobiert (in einer Milch-Curry Soße mit Fleisch, Pilzen, Tomaten). Fand es durchaus essbar, wie extremst lapprige Nudeln, meine Freundin hingegen kriegt es nicht runter, da sträubt sich gegen die Konsistenz extrem was bei ihr 😉 Vermutlich half es auch nicht, dass sie der Fischgeruch vorher deutlich mehr gestört hat als mich (geschmeckt hat man davon wirklich nix mehr). Kommt also wohl bei mir öfters mal mit auf den Tisch, bei ihr wohl weniger. Definitiv ein toller Tip, wenn man mal eine Diätportion etwas kaloriengünstig aufmengen will…

  10. Danke auch von mir für diese genialen Geheimtipp Shirataki. Lustigerweise hatte ich darüber mal eine Doku gesehen, wo Japaner um die Wette Shirataki gegessen haben, aber das kam mir erst wieder, als ich den Eintrag hier las. Ich habe mich auch trotz Fischgeruch-Geschichten getraut und bin begeistert! Vielen Dank 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s