Montagskolumne: Antifeministische Scheiße des Monats

Hallo und Willkommen zu meiner dritten Montagskolumne, die am 3. Montag des Monats für die, treffend betitelt, „Antifeministische Scheiße des Monats“ reserviert war. War? Dazu mehr am Schluss.

Antifeministen sind, so tough sie sich auch gerne geben, Witzfiguren. Damit lag für mich der Gedanke nahe, die lächerlichsten Ergüsse dieser Sorte Mensch zu sammeln und mich darüber genüsslich lustig zu machen. Damit hätte diese antifeministische Scheiße wenigstens noch den Sinn, Leute zum Lachen zu bringen, die im Kopf halbwegs normal geblieben sind. Schadenfreude ist was schönes.

So sah mein Plan aus. Doch das heutige Thema ist leider gar nicht komisch. Es ist sogar das unkomischste, was mir seit langer Zeit vor die Linse gekommen ist.

Es war mal wieder einer dieser stinkfaulen Artikel auf dem antifeministischen Evo-Blog „Alles Evolution“, der lediglich aus einem Zitat und ein, zwei hingerotzten Sätzen besteht mit dem Titel „Wie umgehen mit dem Gutwettervater?“ Thema ist eine Mutter, die vom Vater ihres Kindes getrennt lebt und ihm ständig hinterher rennen muss, weil der Typ offensichtlich keinen Bock auf seine Vaterschaft hat. Wie soll man als Mutter nun darauf reagieren, sprich: Ist dieser mehr oder weniger erzwungene Kontakt zum Vater für das noch sehr kleine Kind überhaupt förderlich oder wäre ein sauberer Cut besser?

Das ist eine sehr gute Frage. Und wie bei allen guten Fragen gibt es hierauf keine einfache Antwort. Sobald Gefühle im Spiel sind, besonders, wenn sie so fundamentale Dinge berühren wie die Bindung zwischen Eltern und Kind, sind konkrete Aussagen schwierig, vielleicht sogar unmöglich.

Nicht so für unsere antifeministische Gerechtigkeitsfront.

Schon in der Vergangenheit fiel mir immer wieder diese eklatante Blindheit bei Themen auf, die ein wenig differenzierter zu betrachten sind als die Frage, ob nur Männer zum Bund müssen oder Frauen auch gewalttätig sein können. Die Antworten darauf lauten übrigens „Nein“ und „Ja“. Schön einfach. Sobald es aber um Väter-, Mütter- oder Kinderrechte geht, wird es unglaublich kompliziert, weil sich hier je nach Thema zwei oder sogar drei gleichwertige Rechte gegenüber stehen. So jedenfalls, wenn man ein bisschen Empathie im Hirn hat und sich nicht, durch sein Feindbild geschützt vor allzu anstrengendem Nachdenken, schon eine Antwort gebastelt hat, bevor die Frage überhaupt gestellt werden konnte.

Damit ist auch hier die Antwort plötzlich sehr einfach.

Edit: Hier stand die Antwort eines etwas verspannten Herren, der nichts besseres zu tun hatte, als mir mit seinem Anwalt zu drohen, weil ich sein anonym (!!) gepostetes Kommentar verwendet habe. Das passt natürlich hervorragend zum Thema und weil ich außerdem keinen Nerv habe, mir durch langwieriges googlen meine 1000%ige Gewissheit zu bestätigen, dass hierbei nicht mal ansatzweise jegliche Art des Urheberrechts verletzt wird, ist das Kommentar hiermit gelöscht. Eine Zusammenfassung kann mir jedoch wohl erst Recht keiner verbieten, daher sei gesagt, dass der Kommentar aus einem hingerotzten juristischen Blablabla bestand ohne den geringsten moralischen Bezug zum Thema. Dazu dann mein Kommentar:

Pardon, sagte ich „Antwort“? Das hier ist natürlich überhaupt keine Antwort. Auch nichts von dem, was da noch folgt:

Edit 2: Hier dasselbe: Böse Robin, wie kannst du es wagen, mein Kommentar zu verwenden, das ich auf einem öffentlichen Blog gepostet habe, der selbst ganz groß darin ist, nicht nur Kommentare, sondern gerne auch ganze Blogbeiträge zu zitieren, womit ich bisher nie ein Problem hatte, denn DA GING ES JA UM BLÖDE FEMINISTINNEN.
Naja, hier stand als Ergänzung ein seltsames Geschwurbel darüber, dass man ohnehin erst an eine Einschränkung des Umgangsrechts denken kann, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. Und wenn euch diese Zusammenfassung nicht reicht, könnt ihr auch einfach auf den verlinkten Blogbeitrag gehen und euch die Originalkommentare ansehen – sofern es nicht plötzlich ab morgen verboten sein sollte, Links zu setzen.

Wir halten fest: Juristisches Gelaber eignet sich hervorragend, moralische Probleme des täglichen Miteinanders zu erörtern. NICHT. Aber würde man anders an die Sache rangehen, müsste man ja möglicherweise zugeben, dass der Vater sich hier beschissen verhält. Nee, stattdessen ist es natürlich die Mutter, die hier Scheiße baut, weil sie sich einfach nicht genug Mühe gibt. Die Frage, ob das Kindswohl durch die pure Gleichgültigkeit des Vaters schon gefährdet ist, wird weder gestellt, noch beantwortet.

Aber wir sind schon so weit im Kommentarfeld und immer noch nicht vom Thema abgekommen. Das ist doch kein Zustand, also:
Alles Evolution 3

Kein Problem ohne Abweichen vom Thema, neudeutsch „Derailing“. Was natürlich nur ein Schlagwort von Feministinnen ist, um unliebsame Diskussionen abzuwürgen. Es sei denn, wir hätten hier eine Feministin, die eine Diskussion um das Sorgerecht unehelicher Väter dadurch sprengt, zu betonen, dass es auch viele Väter gibt, die überhaupt gar keinen Umgang mit ihren Kindern wollen. DAS wäre dann NATÜRLICH Derailing.

Aber irgendetwas anderes fehlt noch… ach ja, natürlich!
Alles Evolution 4

Classic. Sobald auch nur der Hauch einer Chance besteht, dass die übliche antifeministische Rechnung „Frau = Täterin, Mann = Opfer“ nicht aufgeht, muss an den Leser appelliert werden, offen zu bleiben. Immerhin könnten da wichtige Informationen fehlen, welche die ganze Situation in einem komplett anderen Licht erstrahlen lassen. Irgendein Shyamalan’scher Twist wird sich aus so einem kurzen Artikel sicher herbei konstruieren lassen!
Es SEI denn, es wäre ein Artikel, in dem eine Frau schlecht wegkommt. DANN ist es natürlich GENAU SO und NICHT ANDERS passiert!
Selbstverständlich ist dieser Satz komplett unnötig. Hier geht es nicht drum, ein reales Familiendrama zu lösen, sondern um eine moralische Einschätzung eines Sachverhalts und NUR darum. Der Fall mag oder mag nicht so passiert sein – das ist aber gar nicht wichtig. Mutmaßungen über unbekannte Hintergründe sind nichts mehr als das: Mutmaßungen. Und damit eine reine Zeitverschwendung.

Weiter:
Alles Evolution 5

Die Mutter soll aufhören zu nerven, aber immer bereit sein zu springen, wenn der Vater pfeift. Und wenn der sich dann immer noch nicht interessiert… „ist halt so“.
Sehr markig. Und so empathisch wie ein Backstein.

Darauf:
Alles Evolution 6

Hach, den Typen mag ich ja, aber trotzdem, meine Güte… „sein“ Problem? Und „ihr wird es nicht zu Herzen gehen, wenn er nicht da ist“? Herrgott, wenn es doch so einfach wäre.

Alles Evolution 7

Ich würde gerne glauben, dass sowas nur ein dummer Witz ist – mit PU-Gelaber kommen, wenn es eigentlich um das Wohlergehen eines Kindes gehen sollte. Aber ich fürchte leider nicht:

Alles Evolution 9

Wir haben es hier offensichtlich mit einem echten Alpha zu tun, der sich nicht rumschubsen lässt. Ein strahlendes Vorbild also, dem man ja verzeihen kann, dass er sich nicht für sein Kind interessiert. Im Gegenteil, die Frau ist schäbig, wenn sie sich auf einen solchen Traummann nicht einzustellen imstande ist. Oder weil sie sich überhaupt auf ihn eingelassen hat. Das wird dann ab jetzt auch meine Standardantwort, wenn ein Mann bei einer Scheidung alles an seine raffgierige Ex verliert. Hätte er ja vorher wissen können, ne.

Alles Evolution 8

Nuff said. Wenn er keine Lust hat, hat er halt keine Lust. Ist ja nicht so, dass ein kleines Kind deshalb traurig sein könnte, nur weil der Herr Alpha sich nicht gängeln lässt, dieser Hengst, dieser. „Ist halt so“.

Oder haben Männer etwa doch Gefühle?!
Alles Evolution 12

Und DAS, liebe Leser, nenne ich „Male Tears“. Dieser herbeiphantasierte Untergang des Abendlandes, nur weil der Kommentator wohl selbst einmal zu häufig abgeblitzt ist, durchzogen von allerschwärzesten Frauenhass, und im Grunde nichts als GEJAMMER, das noch ekelhafter dadurch wird, dass für das eigentlich thematisierte Problem bisher nicht das geringste Verständnis sichtbar war!! Warum genau soll es nochmal sexistisch sein, diese Art der paranoiden Weinerlichkeit ob der angeblich so desaströsen Lage von Männern als RUMGEHEULE zu bezeichnen?!

Alles Evolution 13

Oh, süßes Halbwissen. Eine Mutter kann Unterhalt eben NICHT ablehnen, da es nicht ihr Geld ist. Das Geld gehört dem Kind. Noch so ein Nebenkriegsschauplatz, bei dem es nicht mehr um die Rechte zweier Personen geht, sondern um drei. Aber kapieren die Herren Antifeministen das? Natürlich nicht. Ich habe darauf schon mal hingewiesen. Antwort: „Und trotzdem bekommt sie das Geld und damit ist es ihres.“ Man möchte im Strahl kotzen bei so viel Stumpfheit.
Die einzige Möglichkeit wäre, ihn als Vater nicht eintragen zu lassen. Dafür dürfte es nun zu spät sein. Und wenn sie das gemacht hätte, wäre es vermutlich auch wieder bösartig. Immerhin nimmt sie ihm damit ja sein Kind komplett weg. Opfer ist immer der Vater, egal wie desinteressiert oder reich er auch sein mag.

Aber natürlich:
Alles Evolution 15

Deshalb versuchen wir auch gar nicht erst so zu tun, in irgendeiner Weise Mitleid für die Situation der Mutter und des Kindes zu empfinden. Dann könnte man ja den Eindruck bekommen, wir wären menschliche Wesen.

Obwohl, ein Anflug von Mitgefühl ist tatsächlich vorhanden:
Alles Evolution 17

„Das Mindeste“ ist allerdings für das arme Kind offensichtlich schon zu viel.

Zum Abschluss noch ein bisschen mehr Rumgeheule, das sich hinter harter Männlichkeit versteckt:
Alles Evolution 16

Noch irgendwelche Fragen?

Eine einzige Feministin hat sich bei dieser, nun, nennen wir es „Diskussion“ beteiligt. Eine, die oft unglaubliche Scheiße von sich gibt. Aber hier sagt sie etwas sehr wahres – was dann endlich mal ein paar Emotionen weckt, wenn es sich dabei auch nur um kindische Empörung handelt:
Alles Evolution 10
Alles Evolution 11

Das ist das erste und einzige Mal, dass hier sowas wie eine gefühlsmäßige Beteiligung erkennbar ist, die über dumpfen Frauenhass hinausgeht, aber natürlich nur, wenn der Vater angegriffen wird, das arme, arme Hascherl. Dabei muss man schon sehr paranoid sein, hier einen Aufruf zum Mord hinein lesen zu wollen. Tatsächlich ist es einfach nur die Wahrheit. Leider. Wäre mein Vater tot, hätte ich mir als Kind die Phantasie zurecht basteln können, dass er von oben voll Liebe auf mich herab blickt und furchtbar stolz auf sein Töchterchen ist. Stattdessen lebt er und interessiert sich einen Scheißdreck für mich. Und das ist jetzt genau WESHALB besser?!

Denn ja: ICH kenne das alles zur Genüge – ein Vater, der sich nur meldet, wenn er Bock drauf hat… oder auch gar nicht. Vor ein paar Monaten habe ich das sogar hier lang und breit ausgeführt.
Mir macht es nichts aus, private Dinge dieser Art zu verbloggen, aber wegen solchen Bullshit wie oben hatte ich dennoch Angst, diesen Artikel zu veröffentlichen. Tatsächlich herrschte aber bei den üblichen Verdächtigen Schweigen im Walde – vermutlich, weil es leichter ist, über eine unbekannte Frau in der Lebensberatungsspalte irgendeiner Online-Zeitung herzuziehen, statt das Kind anzugreifen, das unter einer solchen Situation tatsächlich gelitten hat. Nicht, dass es irgendeinen von diesen Wichsern interessieren würde, wenn ein Kind wegen des moralischen Versagens eines Mannes leidet, denn die Essenz dieser Kommentarspalte lässt sich nicht anders als folgendermaßen zusammen fassen:

Vater gleich Opfer.
Mutter gleich Täterin.
Kind… auch ein Opfer. Der blöden Mutter natürlich. Oder, wahlweise… irrelevant.

Diese galoppierende Gefühlskälte, die hier aus fast jedem Kommentar spricht, ist so dermaßen unmenschlich, dass mir wirklich die Worte fehlten. Was, um Gottes Willen, ist so verdammt schwer daran, gegenüber dem einzigen wahren Opfer dieses Dilemmas (denn es IST ein Dilemma, für das es keine Lösung gibt), nämlich das Kind, ein bisschen Mitgefühl zu zeigen? Zumal diese demonstrative Leerstelle auch der eigenen Agenda schadet, die da heißt, dass ein anwesender Vater verdammt noch mal wichtig ist. Aber das gilt natürlich nur, wenn einem Vater gegen seinen Willen der Kontakt zum Kind verwehrt wird – ist er stattdessen einfach nur ein unzuverlässiges Arschloch, das nicht mal für sein eigene Nachkommenschaft genug Energie aufbringen kann, um wenigstens so zu TUN, als wäre ihm ein enges Verhältnis wichtig, ist das plötzlich gar nicht schlimm. Schaden wird’s der Kleinen nicht, sowas traumatisiert nicht, „ist halt so“. Wem da die Logik nicht in den Arsch beißt?! Und das alles nur, weil man nicht zu dem Eingeständnis in der Lage ist, dass Mitglieder des eigenen Geschlechts vielleicht auch manchmal scheiße und nicht nur arme Opferlein sind.

Was, genau das werft ihr immer Feministinnen vor? Dann hätte ich nen Vorschlag: MACHT ES BESSER, IHR IDIOTEN, ODER HALTET DIE FRESSE, SOLANGE NICHTS LOGISCHES RAUSKOMMT!!!

Ich habe all diese Kommentare gelesen. Zuerst wurde ich wütend. Dann klappte ich den Laptop zu und heulte. Ja, darüber könnt ihr lachen. Diese Arschlöcher, die sich hier angesprochen fühlen sollten, werden ganz bestimmt drüber lachen. Da sitzt se, die depressive Feministentussi mit Daddy Issues und heult, haha.

Das Problem ist, dass ich in DIESER Hinsicht völlig gesund und vernünftig bin. IHR seid diejenigen, die krank im Kopf seid. Ihr hasserfüllten, egozentrischen, irrationalen, widerlichen Säcke, die ihr eure posttraumatische Verbitterungsstörung an denen auslasst, die sich nicht wehren können, und dabei so viel Gift produziert, dass es jemand, der genau diese Scheiße ERLEBT hat, zum Heulen bringt. Aber ich heule nicht um meinen Vater, dieses dämliche Arschloch. Ich heule um die Menschheit, die solche verbohrten Soziopathen hervor bringt, die ihre standardisierte Meinung zu einem sehr schwierigen Thema ungefiltert ins Internet kotzen können, ohne sich auch nur ein bisschen zu schämen, weil ihnen jegliche Empathie fehlt. Ich heule, weil Idiotie dieser Art so verbreitet ist und Leute wie ihr nicht öfter ein paar auf die Fresse bekommt.


 

Damit nochmal kurz zu was Organisatorischem. Die Idee, richtig dämliche Äußerungen von Antifeministen zu sammeln, trug ich schon lange mit mir herum. Daraus eine wiederkehrende Kolumne zu machen, beschloss ich dann, nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, der die Theorie aufstellt, die Zeitrechnung wäre von den ersten Menschen nur „erfunden“ worden, um vorher sagen zu können, wann Frauen menstruieren und es damit auch Zeit ist, sich als Mann zeitweise vom Acker zu machen. Mein Gott. Wäre das Satire… nein, selbst dann wäre es noch ziemlich blöd.
Es dauerte dann noch ein bisschen, bis ich es umsetzen konnte. Nach der Lektüre des oben vorgestellten Artikels wusste ich, worüber ich als erstes bloggen wollte. Aber danach?

Tatsache ist: Der thematisierte Artikel und die dazu gehörigen Kommentare waren der letzte Tropfen auf ein übervolles Fass. Ich bin damit durch. Ich habe keinen Bock mehr, mir Scheiße dieser Art reinzuziehen. Ich halte mich für durchaus leidensfähig, aber mich nur für einen dämlichen Blogbeitrag, für den ich noch nicht mal bezahlt werde, durch diesen Dreck zu wühlen, ist einfach too much. Die einschlägigen Seiten lese ich schon seit längerer Zeit kaum noch und auch auf Twitter greife ich vermehrt durch, wenn das Bullshit-Level zu hoch ist. Nur, weil ich glaube, dass auch Männer wegen ihres Geschlechts leiden können, bin ich nicht die Feministin-für-alle-Fälle, die sich jeden möglichen Müll anhören und erklären muss. Genauso wenig muss ich mich mit Typen rumschlagen, die auf Twitter ihre Borderline-Störung zelebrieren und beleidigt sind, wenn ich ihre männlichen Allmachtsphantasien nicht beklatsche, oder für selbsternannte Humanisten parat stehen, deren größte Leistung darin besteht, mir wegen Nichtigkeiten tierisch auf den Sack zu gehen und dabei von Respekt für alle (besonders aber für Nazis!) jaulen, aber selber jede Form von Respekt missen lassen.

Es gab in der Vergangenheit so viel Scheiße, die ich mitlesen musste. Da wird sich künstlich darüber echauffiert, dass Paris Hilton in einem ihrer Musikvideos vor einem offensichtlich nicht abgeneigten Teenager mit dem Arsch wackelt und gleichzeitig eine 13jährige Schülerin, die von ihrem Lehrer in der Besenkammer gefickt wird, als „Lolita“ bezeichnet, von denen es ja offensichtlich in den unteren Klassen nur so wimmelt und die es ja alle nur darauf anlegen, neben Mop und Eimer entjungfert zu werden. Oder der Typ, der sich die Wahnvorstellung gebastelt hatte, die linken Parteien, offensichtlich sein Feindbild, wären am dämlichen Beschneidungsgesetz Schuld, es dann aber in vier oder fünf Versuchen nicht hinbekam, die für jedermann frei verfügbaren Abstimmungsergebnisse korrekt zu zitieren und auch dann noch hartnäckig an seiner dümmlichen Theorie festhielt, als man (= ich) ihm schwarz auf weiß darlegte, dass er falsch liegt und sogar das Gegenteil der Fall ist. Oder die Art, wie sich gewisse Vertreter dieser Bewegung ständig selbst zum hirnlosen Sklaven ihrer Triebe degradieren, indem sie jede mögliche männliche Verhaltensweise erstmal darauf abklopfen, ob die bei den Ladies gut ankäme und wenn das (angeblich!) nicht der Fall wäre ablehnen, selbst wenn das bedeutet, aus Überforderung psychisch krank zu werden, denn DAS ist offensichtlich das männlichste Verhalten von allem.
Der Wichser, der ne zwanglose Umfrage startet, deren Ergebnis ihm nicht gefällt und dann in seinem Fazit das Gegenteil behauptet, worauf ihn niemand hinweist. Die grassierende Homophobie. Diese Rumwichserei auf männlichen Erfolgen, die ja alle biologisch determiniert sind und das gleichzeitige Rumjaulen bei Nachteilen, die dann plötzlich alle sozial konstruiert sein sollen. Diese ständigen Widersprüche. Diese Double Standards. Dieses „Aber der Feminismus macht das doch auch!!!“, als würde die eigene Hirnwichse damit besser. Diese Intoleranz bei gleichzeitiger Panik, als Mitglied der breiten Mehrheit irgendwas zu „verlieren“, nur weil sie ab und an daran erinnert werden, nicht die einzigen verdammten Menschen auf diesem Planeten zu sein.

Es – kotzt – mich – an. Schlimmer: Es beleidigt meine Intelligenz. Viel wird gejammert, wenn Maskulismus in den Medien schlecht dargestellt wird, weil sich Journalisten, branchenüblich, lieber auf den radikalen Rand stürzen statt auf seriöse Vertreter. Aufgewacht: DER RADIKALE RAND IST DIE VERDAMMTE MITTE. Der Rest sägt sich selbst ab, indem er seine Zeit damit verschwendet, das irgendwie schön zu reden, weil es ja so dermaßen unbefriedigend ist, allein auf weiter Flur für echte, gerechte Anliegen zu kämpfen und man das gerne anders hätte. Also kokettiert man mit dem Mob, während man gleichzeitig an die Gegenseite Standards anlegt, die unmöglich zu erfüllen sind. Dann fallen Sätze wie „Ja, Blogger X ist SCHON polemisch und ich stimme ihm ja nicht bei ALLEM zu, aber ab und zu findet man in seinen Artikeln eine Perle…“, was bei gewissen Vertretern, an die ich hier denke, wirklich fast genauso ist, als würde man den Zweiten Weltkrieg verteidigen, weil Hitler ja auch Autobahnen gebaut hat. Frauen wie ich müssen dagegen nur einmal „Scheiße“ sagen und schon sind sie unten durch, denn DA ist Sachlichkeit ja plötzlich das 11. Gebot und jemanden „Idiot“ zu nennen ist ja so viel schlimmer als „Frauen fehlt aus hormonellen Gründen die Fähigkeit zur Rationalität“ – und irgendjemand liest das, nickt bedächtig und starrt nachdenkliche Löcher in die Luft, denn Herrgott, klingt das nicht SCHÖN so ohne Schimpfwörter?! Darüber muss man erst mal meditieren…

Fazit also: Da ich nicht weiß, ob ich die Kategorie „Antifeministische Scheiße des Monats“ auch regelmäßig füllen kann, da ich mich lieber mit Personen auseinander setze, die nicht durch und durch unredlich, eristisch oder völlig irrelevant sind, schließe ich diese Kategorie hiermit wieder. Es hätte mir vorher auffallen können, dass ich auf sowas keinen Bock mehr habe, ist es aber nicht. Stattdessen taufe ich die Kolumne um in „Aufreger des Monats“ (ich weiß: sehr kreativ!) und packe hier die vielen Kleinigkeiten rein, die mir im Laufe der vergangenen Wochen auf den Sack gegangen sind, aber nicht lange genug, um ihnen deshalb einen eigenständigen Beitrag zu widmen. Oft sind das dämliche Tweets, Artikel, wasauchimmer, über die ich mich meist ganz kurz auf Twitter aufrege, womit sie dann nach kurzer Zeit auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Eigentlich schade, ne? So ne Sammlung ist doch viel lustiger.

Ach, und außerdem habe ich beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen. Wenn man versagt, sollte man das wenigstens zelebrierend tun. Sprich: Nachdem ich die ersten beiden Male meine Montagskolumne auf Dienstag verschieben musste, erscheint sie jetzt immer am Dienstag. Es bleibt aber beim Namen. Damit ist das die erste Montagskolumne, die standardmäßig am Dienstag erscheint. So voll IRONISCH, ne?!

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109 Gedanken zu “Montagskolumne: Antifeministische Scheiße des Monats

  1. „Es war mal wieder einer dieser stinkfaulen Artikel auf dem antifeministischen Evo-Blog “Alles Evolution”, der lediglich aus einem Zitat und ein, zwei hingerotzten Sätzen besteht “

    Ja, warum müssen Artikel auch immer aufwändig sein?
    Ich bin froh, wenn ich was gutes finde, was mir Zeit spart. Solltest du mal auf tägliche Artikel gehen, wirst du es auch mehr zu schätzen wissen.

    Ich habe den Artikel bewusst kurz zur Diskussion gestellt, weil er eine andere Seite beleuchtet, die sonst häufig in der Betrachtung im Maskulismus zu kurz kommt: der Vater, der nicht will. Ich bin ja auch der Meinung, dass das wechselmodell keineswegs für alle praktikabel ist und auch nicht von allen gewünscht wird.
    Finde ich erstaunlich, dass du gerade ein Beispiel, bei dem man bewußt etwas, was gegen die Linie geht, alles erstes Negativbeispiel rausgreifst

    • „Ich bin froh, wenn ich was gutes finde, was mir Zeit spart. Solltest du mal auf tägliche Artikel gehen, wirst du es auch mehr zu schätzen wissen.“

      Warum um alles in der Welt sollte ich das tun?! Quantität dem Vorzug vor Qualität zu geben ist deine ganz exklusive Entscheidung, also heul nicht rum, wenn man die Qualität bemängelt. Da bin ich ja auch wahrhaft nicht die Einzige!

      „Ich habe den Artikel bewusst kurz zur Diskussion gestellt, weil er eine andere Seite beleuchtet, die sonst häufig in der Betrachtung im Maskulismus zu kurz kommt: der Vater, der nicht will. Ich bin ja auch der Meinung, dass das wechselmodell keineswegs für alle praktikabel ist und auch nicht von allen gewünscht wird.
      Finde ich erstaunlich, dass du gerade ein Beispiel, bei dem man bewußt etwas, was gegen die Linie geht, alles erstes Negativbeispiel rausgreifst“

      Mir kommen die Tränen. Willst du einen Keks dafür, alle Schaltjahre mal einen Artikel rauszukotzen, der nicht einfach nur dumpfes Bashing oder Evo-Scheiße ist?
      In deiner Kommentarspalte tobt dennoch der Mob. Und was tust du dagegen? NICHTS. Wie immer. Klar, leichten Widerspruch leistet du, aber es wird einfach nur überoffensichtlich, dass dich das Thema eigentlich null interessiert. Das merkt man bei allen Themen, bei denen es um Familie geht. Du willst selber keine Kinder, oder?
      Sobald dagegen eine Feministin deiner PU-Scheiße widerspricht, kommt von dir so viel Engagement, dass man den Eindruck bekommt, man hätte dir angedroht, dich zu kastrieren, nur weil man diese frauenfeindlichen Wichser, die du so verehrst, nicht genauso liebt wie du. Aber bei sowas? Ich glaube, das merkst du nicht einmal mehr – wie krank die meisten deiner Leser sind! Und wie völlig unfähig zur rudimentärsten Logik!!
      Nicht, dass du selbst auch nur einen Funken Logik im Leib hast. Natürlich gibt es Leute wie diesen Dino oder einen Wolle oder das gelbe Forum. Aber du bist der Schlimmste von allen. Dich interessieren echte Männeranliegen NULL. Du besitzt keinerlei Persönlichkeit, denkst nur ans Ficken und stürzt dich nur so in diese Evo-Scheiße rein, weil du das Gefühl brauchst, genau so auch ganz richtig zu sein. Aber wehe, es gibt Hinweise darauf, dass eine deiner persönlichen Präferenzen nicht so ganz mit dem übereinstimmt, was eigentlich evolutionär am sinnvollsten wäre – DANN wird sich verrenkt und eine Scheiße zusammen phantasiert, dass es einem die Schuhe auszieht.
      Und das schlimmste: Du bist durch und durch unredlich. Ein Eristiker, dem exactemente zero an einem wahren Erkenntnisgewinn in einer Diskussion gelegen ist. Und dabei legst du ein so dermaßen unmenschliches, unempathisches Verhalten an den Tag, dass ich nicht anders kann, als angewidert zu sein. Wenn du auch kein Soziopath bist, so bist du doch verdammt nahe dran, und es ist zum Kotzen, dass diese Bewegung, die so viele wichtige Baustellen anzugehen hat, auf jemanden wie dich angewiesen zu sein scheint.

      Ich habe keinerlei Interesse an weiterem Kontakt mit dir. Dies wird der endgültig letzte Kommentar sein, den ich von dir freischalte.

      Und jetzt geh und stoppel einen Beitrag über diesen Artikel zusammen, um dann zusammen mit diesen Idioten, die du bei dir rumtoben lässt, über mich zu hetzen. Ich werde ihn ignorieren, denn so ziemlich alles, was du von dir gibst, ist es nicht wert, sich auch nur eine Sekunde damit zu befassen.

      • „Nicht, dass du selbst auch nur einen Funken Logik im Leib hast. Natürlich gibt es Leute wie diesen Dino oder einen Wolle oder das gelbe Forum. Aber du bist der Schlimmste von allen. Dich interessieren echte Männeranliegen NULL. Du besitzt keinerlei Persönlichkeit, denkst nur ans Ficken und stürzt dich nur so in diese Evo-Scheiße rein, weil du das Gefühl brauchst, genau so auch ganz richtig zu sein.“

        Das hat gesessen xD

      • „Aber wehe, es gibt Hinweise darauf, dass eine deiner persönlichen Präferenzen nicht so ganz mit dem übereinstimmt, was eigentlich evolutionär am sinnvollsten wäre – DANN wird sich verrenkt und eine Scheiße zusammen phantasiert, dass es einem die Schuhe auszieht.“

        „Ein Eristiker, dem exactemente zero an einem wahren Erkenntnisgewinn in einer Diskussion gelegen ist.“

        „Wenn du auch kein Soziopath bist, so bist du doch verdammt nahe dran, und es ist zum Kotzen, dass diese Bewegung, die so viele wichtige Baustellen anzugehen hat, auf jemanden wie dich angewiesen zu sein scheint.“

        Tja liebe Robin, wenn der von dir vermisste Erkenntnisgewinn ausschließlich darin besteht sich deinem Standpunkt anszuschließen und deine Ausführungen über den Klee zu loben, dann wirst du wohl noch einer Menge „Soziopathen“ begegnen.
        Ansonsten kann ich immer wieder über dein „Femsplaning™“ und deine Ausfälligkeiten nur den Kopf schütteln.

      • Wow, jetzt hat Christian geschrieben, wie schade er es findet, dass ich dir zustimmen würde, immerhin hätte er von mir mehr Sachlichkeit erwartet.

        Also erstens, habe ich dir nicht zugestimmt, sondern ich fand es amüsant und erfrischend, wie du gegenüber Christian keinen Blatt vor dem Mund genommen und ihm ehrlich das gesagt hast, was du über ihn denkst, auch wenns echt hart war. Ob ich ebenfalls der Meiung bin, dass Christian keine Persönlichhkeit hat, oder es ihm nur ums Vögeln geht, steht auf einem anderen Blatt Papier.

        Und zweitens: Voher plötzlich die Sympathie für mich? Christian ist mir – die sich ihm gegenüber immer korrekt und fair verhalten hat – letztes Jahr massiv und mit Unterstützung seiner Blog-Freunde in den Rücken gefallen, nur weil nicht zugeben und kritisieren wollte, dass sich eine gewisse Person seit Jahren in seinem Strang abfällig über Frauen äußert. Gewisse Leute dort im Evo-Blog genießen einen Arschloch-Bonus, der sich häufig in Misogynie äußert, aber von mir erhofft er sich Sachlichkeit?

        Bitch, please…

      • @ Stephi

        „Also erstens, habe ich dir nicht zugestimmt, sondern ich fand es amüsant und erfrischend, wie du gegenüber Christian keinen Blatt vor dem Mund genommen und ihm ehrlich das gesagt hast, was du über ihn denkst, auch wenns echt hart war. Ob ich ebenfalls der Meiung bin, dass Christian keine Persönlichhkeit hat, oder es ihm nur ums Vögeln geht, steht auf einem anderen Blatt Papier.“

        Ich stehe offen dazu, dass ich Robins Einschätzung komplett teile. Und ich könnte sie noch um einiges ergänzen. Das hat seine Gründe unter anderem darin, dass ich seinen Trollblog und seine Diskussions- und Kommentarpolitik ein paar Jahre recht intensiv verfolgt habe (jetzt weit weniger und desinteressierter, weil ja eh nichts neues kommt) und demnach SEHE, dass solche Aussetzer wie dieser Artikel eben keine Aussetzer sind, sondern seine nicht vorhandene Persönlichkeit widerspiegeln. Sie hat einfach Recht damit, dass er nur dann im Diskussions-Engagement aufgeht, wenns um seine Evo-PU-Scheiße geht. Die Frage um Kinderrechte dagegen werden mit einem nichtssagenden 2-Zeiler gestellt und den jaulenden Löwen zum Fraß vorgeworfen. Klare Positionierung? Fehlanzeige.
        Sie hat einfach Recht. Punkt.

  2. So vorhersehbar, wie manche die Vater-Mutter-Kind Beziehungen beschreiben… Die kennen sowas wohl nur aus Biologiestunden oder Schnulzfilmen. Schweren Herzens stimme ich anlässlich eines Falls in meinem familiären Umfeld auch zu, daß manche Väter besser tot wären. Oder ganz quotengerecht: Gewisse Menschen sollten sich nie fortpflanzen.

    • Eigentlich nicht.

      Werde diesen Artikel mal einigen hintertriebenen ehemals Kindern zeigen. Wie auch den meinen.

      Die werden viel von den male tears halten.
      … und diese Einstellung in ihren Müttern wiedererkennen.

      Z.B. du sowie Robin zeigen, dass da nicht die geringste Ahnung ist. Ein gutes Beispiel unbeschreiblicher Arroganz … wie auch Feigheit … jenes tatsächlich übliche Bild, das die beschriebenen Reaktionen auslöst 🙂

      • Petti… du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich dich hetzerische Flitzbirne hier kommentieren lasse?

        Was du nicht begreifen willst und wohl auch nicht kannst… die Erfahrungen mit meinem Vater haben genau zum Gegenteil dessen geführt, was du Frauen allgemein und mir ganz speziell vorwirfst. Niemand weiß besser als ich, wie unglaublich wichtig ein Vater ist. Das habe ich gelernt, weil meiner nicht da war.
        Und darum habe ich Mitleid mit diesem armen Mädchen, während du nur Mitleid mit einem unzuverlässigen, gedankenlosen Arschloch hast, der an dem, wofür du in deiner völlig verdrehten Art zu kämpfen versuchst, nicht das geringste Interesse hat.

        Bravo.

        Und jetzt kriech zurück in das Dreckloch, aus dem du gekommen bist, und geh noch ein bisschen mit Elmar und Matthias spielen. Ich habe kein Interesse an deinen Kommentaren.

  3. Stempel drunter, Unterschrift, passt. Wie immer auf den Punkt.
    Eine Frage noch. Wenn deine montagskolumne jetzt eine dienstagskolumne ist, erscheinen die Artikel dann mittwochs? ^^ (sorry 😉 )

  4. Habe ich mit Gewinn gelesen. Zustimmend. Frauen verhalten sich zwar manchmal auch etwas komisch, aber die Verantwortungslosigkeit gegenüber den eigenen Kindern ist eine Männerdomäne. Die Väter können sich offenbar viel leichter und schneller von ihren Kindern lossagen können als Frauen.
    Außerdem fällt mir auf, dass grundsätzlich Männern und Frauen unterschiedliche Bösartigkeiten unterstellt werden. Männer stehen praktisch ständig unter Brutalitätsverdacht. Bei Frauen wird immer aus dem Stand intrigantes Verhalten gemutmaßt – selbst wenn es dafür überhaupt keinen Anhaltspunkt gibt („Wieso stellt die Frau diese Frage? Da muss ja wohl eine Absicht dahinter sein.“)
    Beste Stelle: „Ich heule um die Menschheit, die solche verbohrten Soziopathen hervorbringt …“ Was hat uns alle so krank gemacht?

  5. Den Kommentar von DMJs finde ich nachvollziehbar auch, wenn er die Auswirkung auf das Kind zu „optimistisch“, allerdings gibt es ja wie du sagt da keine klare Antwort. Solange einer kein Intresse hat fällt einfach jedes Fundament für eine gute Lösung. Damit es dem Kind einigermaßen gut gehen kann, muss eine Seite sich bemühen und die andere es zumindest zulassen (was in dem Zusammenhang für mich bedeuten würde, Raum für Gelegenheiten zu lassen und nicht darauf zu warten, bis man grad sonst nichts vor hat). Am Besten (abgesehen von einer kompletten Situationänderung) ist es natürlich für das Kind, wenn sich Beide bemühen würden.

  6. Hey Robin
    Ich bin schon länger stille Mitleserin und habe mich stets gewundert, wie du es aushältst in dieser menschenverachtenden Scheisse zu wühlen, die die Antifeministen absondern und ja, ich habe bewusst menschen- und nicht frauenverachtend geschrieben.
    Ich finde deine Entscheidung stark dir das nicht mehr anzutun, denn irgendetwas ändern wird sich durch Widerspruch kaum. Wer so verkrümmte Meinungen rauskotzt, der hat so verquere Hirnwindungen, da kommt man mit Logik nicht ran.

    • Ich stimme dir voll und ganz zu, dass diese Maskuscheiße „menschenverachtend“ ist. Denn es geht dabei nur um primitives Affenfelsengehabe. Da grunzen sich die „Alphas“ an, wer denn das Affenweibchen besteigen darf. Und jeder, der dieses Theater nicht mitmacht, also ein „Beta“ ist, darf auch nicht im sozialdarwinistischen Wettbewerb bestehen. Denn es gilt ja „survival of the fittest“ und das sind die „Alphas“, nicht wahr?
      Ich als Mann bin nun mal nicht so ein Poser-Alpha-Affenfelsen-Typ, und dieses Gehabe kotzt mich einfach nur an, weil damit gesagt wird, dass ich nur ein Mann sei, wenn ich mich wie ein primitiver Neanderthaler aufführe. Das ist wirklich menschenverachtend. Nicht nur werden Frauen lediglich als „Material“ gesehen, das es zu begatten gilt, sondern Männer müssen auch noch ständig ihre Stärke und Potenz zeigen, damit sie als menschliche Wesen akzeptiert werden. Ansonsten sind sie Loser und Versager.

  7. Ach ja, der Radaffe wieder, der ja schon in deinem Bar-Blog dem verantwortungslosen und egoistischen Vater die Opfer-Karte zugeschoben hat, obwohl die Sachlage deiner Erzählung nach mehr als eindeutig war. Antifeministen drehen Sachen gerne so, wie sie es ihnen in den Kram passt. Wenn eine Mutter dem Vater den Umgang mit dem Kind untersagt, dann ist das eine absolute Katastrophe und ein eindeutiger Hinweis auf Männerdiskrimierung, aber wenn der Vater selbst keinen Bock auf das Kind hat, na, dann ist es halt so, dann soll sich die Mutter bitteschön um den Kontakt bemühen und die Türe immer für ihn offen halten. Daran merkt man, dass es den Antifeministen nicht um das Recht und das Wohlergehen des Kindes geht, sondern nur um die Rechte des Vaters, und um seine Narrenfreiheit. Ist es die Mutter, die falsch spielt, dann wird das sogenannte Kindeswohl instrumentalisiert und als gefährdet eingestuft, da eine Vaterfigur ja so essenziell ist für die gesunde Entwickelung eines Kindes ist. Pardon: Die Entwickelung der Jungs natürlich, denn ob es vielleicht auch schädlich für die Mädchen ist, wenn das gegengeschlechtliche Elternteil fehlt, interessiert die Herr Antifeministen herzlich wenig. Denn das sind ja alles nur „fette, ekelhafte Petzen in rosa Kleidchen“…

    Und dir, Robin, kann ich, die ebenfalls ohne Vater aufwuchs, nur raten: Scheiss auf deinen Erzeuger, ich tue das auch.

  8. Hat dies auf Gedankensalat… rebloggt und kommentierte:
    Ach ja, unsere allseits geschätzte Robin war wiedermal in Höchstform, als sie ihre ungeschminkte Meinung zu diversen… äh nun ja, antifeministischen Spezialfällen zum Besten gab. Ein persönlicher Rant zu einem sehr persönlichen Thema, der es unbedingt Wert ist, gelesen zu werden. Leute, die selten auf antifeministischen Seiten lesen, werden vielleicht gar nicht verstehen, warum sie so emotional im Text aufgeht. Aber wer wie ich diese Spezies seit Jahren kennt und mehr oder weniger ihre Propaganda verfolgt, kann sehr gut nachempfinden, warum Robin so denkt. Daumen hoch zu jedem einzelnen Satz!

  9. Hat dies auf zu viel im Kopf rebloggt und kommentierte:
    Die großartige Robin hat mal wieder einen langen und zu recht wütenden Post verfasst.
    Man denkt ja immer, in Zeiten von Aufgabenteilung und „Elternzeit für Vater und Mutter“ hätten endlich mal alle verstanden, dass Kinderbetreuung und -erziehung eine Sachen von beiden Elternteilen ist. Aber wenn ich lese, was Robin da rausgesucht hat, sind wir davon noch verdammt weit entfernt. Aber gut, ein Arbeitskollege meinte letztens ja auch, dass ein Kind nur seine Mutter brauchen würde (erklärt, warum er seines vernachlässigt), also warum bin ich eigentlich überrascht?
    Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich noch ein Kleinkind war. In den ersten Jahren danach zahlte mein Vater unregelmäßig und meldete sich noch seltener, und als ich ca. 10 Jahre alt war, hörte alles ganz auf. Aber auch die Zeit davor hatte es außer einem Kinobesuch pro Jahr und einem Geschenk zu Weihnachten und zum Geburtstag auch schon nichts gegeben. Keine Papa-Wochenenden, keine netten Telefonate, keine Elternabende. Wäre er gestorben, hätte ich es wahrscheinlich monatelang nicht mitbekommen. Der Grund war ganz offensichtlich, dass er keinen Bock auf Kinder hatte. Er war jung, er wollte Spaß. Ich passte da nicht rein. Aber was war SEINE Ausrede? Meine Mutter würde den Kontakt nicht wollen. Ähm… nein?! Meine Mutter hat niemals schlecht von ihm geredet, nie vor mir über ihn geschimpft, ihn nie an der Tür abgewiesen, wenn er spontan vorbeikam (was so ungefähr dreimal passiert ist). Ihr einziges „Verbrechen“: Als er einmal fragte, ob er spontan am Wochenende etwas mit mir unternehmen könnte, sagte sie: „Dieses Wochenende geht nicht, wir sind auf dem Geburtstag von Kittys Oma.“ Wie kann sie es wagen, nicht zu springen und alles abzusagen, wenn Herrn von und zu ganz plötzlich einfällt, dass da noch eine Miniaturversion von ihm herumläuft? Jedenfalls war ab diesem Tag ganz Schicht im Schacht. Aber eigentlich war es das schon direkt nach der Scheidung. Denn zum Termin beim Jugendamt zwecks Sorgerechtsklärung ist er gar nicht erst erschienen.
    Aber „gegen einen wirklich desinteressierten Vater kann man wenig ausrichten“, nicht wahr?

    • @ Kitty ich kenne auch eher solche Fälle als tatsächliches „Kind Vorenthalten“. Da wird schnell ein „Dieses Wochenende geht es leider nicht, da hättest du dich früher melden müssen, wir fahren zur Oma nach Hamburg“ uminterpretiert zu „Du darfst dein Kind GAR nicht mehr sehen – Haha“. Ich habe den Eindruck, dass das oft auch was mit dem Selbstbild zu tun hat. Man will nicht sehen, dass man selbst auch einen gehörigen Anteil am seltenen Kontakt hat.

      • Sicherlich gibt es das auch, aber in meinem Falle wurde ca. 2x pro Jahr (!) nachgefragt. Und man sollte doch wissen, wann die eigene Ex-Schwiegermutter Geburtstag hat.

    • @ Kitty Ich hatte dir ja rechtgegeben. Ich meinte, dass ich persönlich auch eher Fälle kenne, in denen vom Vater völlige Flexibilität von Mutter und Kind verlangt wird und wenn es mal nicht klappt, weil anderer Termin, wird dies dann uminterpretiert in „Die will mir das Kind entziehen“, ohne zu sehen, was für einen großen Anteil man selbst am mangelnden Kontakt hat.

  10. Ich kann immer noch nicht glauben, was ich da gerade gelesen habe. Einen unglaublich wüsten Rant, der einerseits das Thema an sich, andererseits all die schwachsinnigen Antifeministen behandeln will. Und daher in seiner Beschimpfungsorgie scheitert. Manche bekommen den Stempel Antifeministen aufgedrückt, dann ist einfach alles komplett scheiße was aus deren Tastaturen quillt. Auf der anderen Seite die Feministinnen als Hüter aller Wahrheit.

    Damit leidet das Thema und stirbt jedwede Diskussion.

    Den einen Rand der Wahrheit hast Du ja recht intensiv beackert. Auf der anderen Seite steht die Vaterlosigkeit der Nachkriegsgeneration, gefolgt von der Väternegierung der nachfolgenden Generationen. Das schafft bei Männern selbst kein besonderes Gespür für die eigene Verantwortung als Vater. Hinzu kommt die völlige Machtlosigkeit (beruflich, gesellschaftlich und juristisch) der geschiedenen Väter bei gleichzeitigen finanziellen Ruin. Tatsächlich ist die einzige Möglichkeit, nicht von der Mutter fremdbestimmt zu leben, sich zu entziehen.

    Da Du gerade Schnappatmung bekommst — das heißt noch lange nicht dieses Verhalten zu entschuldigen. Aber das heißt eine mögliche Erklärung dafür zu haben. Dafür braucht es Empathie. Aber die sprichst Du „Antifeministen“ genauso ab, wie Du sie ihnen keine entgegen bringst. Und nein, ich spreche nicht von DEINEM Vater.

    • Die Diskussion stirbt? Rofl. Die Diskussion ist schon lange tot. Sie verrottet in irgendeinem Gulli, in dem gebrauchte Kondome und die Kotze von der Sauftour des Vortages schwimmen. Aber das ist nicht meine Schuld.

      Ich frage mich grade, wie selektiv man sein muss, um hier herauslesen zu wollen, dass Feministinnen die Hüterinnen (das wolltest du doch schreiben, nech?) der Wahrheit sind. Tatsächlich tauchen Feministinnen hier nur im negativen Kontext auf, nämlich wenn es darum geht, dass „die das doch auch machen“.

      ICH dagegen, ja… ich sage die traurige Wahrheit. Und das in erster Linie als ich selbst, nicht als Feministin. Sind dir solche Label wirklich so wichtig, dass du die Person dahinter nicht mehr erkennen kannst?

      Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, ich sei so aggressiv, bekäme „Schnappatmung“ etc.pp., während bei Christian die größte Scheiße verzapft wird, ohne dass es jemanden interessiert, da es im höhnisch und zynisch passiert statt wütend. Aber das wäre ja auch viel zu ehrlich.

      Du gibst oftmals unglaublichen Bullshit von dir, bist engstirnig, intolerant, neoliberal-gleichgültig und überempfindlich. Aber du hast wenigstens deine eigene Meinung und sagst die auch, selbst wenn du damit bei diesen Idioten aneckst. Das schätze ich. Aber ich frage dich: Kannst du wirklich guten Gewissens sagen, dass die Mehrheit der Typen, die sich bei Christian und auf anderen Seiten tummeln, KEINE Witzfiguren sind und sich, von den Vaterrechtlern abgesehen, auch nur einer einen Scheißdreck um eine Lösung der aktuellen Missstände schert?

      • „Die Diskussion stirbt? Rofl. Die Diskussion ist schon lange tot.“

        Schön wärs; ein guter Anfang wäre es, wenn du Christian hier sperrst und er dich auf seinem Blog, denn es kann keiner behaupten, dass diese Diskussionen auch nur im geringsten etwas bringen.

      • Christian ist bei mir schon lange gesperrt. Den heutigen Kommentar freizuschalten war reine Nettigkeit von mir 🙂

      • „von den Vaterrechtlern abgesehen“. Hmm, bisher hatte ich auch bei denen bis auf einige wenige Exemplare, nicht den Eindruck, dass da viel mehr als Hass ist. Auf Ämter, auf Frauen, auf Mütter, irgendwie auf alles.

      • Robin, wenn Du die Labels abstreifen willst, gerne. Aber bevor Du mir vorwirfst, daß ich selektiv sei zähl doch erstmal wie oft Du „Antifeministen“ benutzt hast. Lassen wir das gerne hinter uns.

        „Kannst du wirklich guten Gewissens sagen, dass die Mehrheit der Typen, die sich bei Christian und auf anderen Seiten tummeln, KEINE Witzfiguren sind “

        Naja, erstmal schätze ich Christian sehr und finde Deine Ausfälle ihm gegenüber sehr befremdlich. Weiterhin stimme ich auch mit Petpanther grundsätzlich überein, auch wenn ich seinen Diskussionsstil hier nicht förderlich finde. Somit ist meine Definition der akzeptablen Menge der Mitdiskutanten sicherlich eine deutlich größere als Deine. Meine Haltung zu Kirk hast Du vielleicht auch letztens gelesen und ich bin geübt darin, Dummschwätzer zu überlesen. Aber ein Bodensatz ist natürlich dabei. So wie hier auch. Bei Onyx oder Margret zB fällt mir echt gar nichts mehr ein.

        Aber eigentlich wollte ich auf die von Dir erwähnten Väterrechtler kommen. Ich weiß nicht ob tatsächlich diese Gruppe zu den Problemlösern gehört. Allerdings ist sie die am meisten verletzte und beschädigte Gruppierung. Vielleicht sogar der Grund warum es eine männerrechtliche Bewegung überhaupt gibt. Ich verstehe die Verbitterung wie sie bei der scheidungsfaq oder ggf auch auf den gelben Seiten durchscheint sehr gut. Was natürlich nicht die frauenfeindlichen Aussagen entschuldigt.

        Ich gehöre übrigens auch dazu. Ich kenne vielleicht mehr Arschlochväter als Du, aber Du kennst im Gegensatz zu mir auch nicht diese existentielle Panik, Not und Schmerz wenn Du merkst, daß Du keinen Einfluß darauf hast ob und wie Du Deine Kinder sehen kannst. Und dann schaust Du dich bei den Gleichberechtigungsfreundinnen um. So denkst Du jedenfalls. Aber Überraschung: So ziemlich alle, die Macht haben sind gegen Dich weil Du einen Penis hast. Ich kann jetzt besser nachvollziehen, warum viele Väter sich ganz zurückziehen. Auch wenn es unbestritten genug Idioten gibt. Aber das ist bei Müttern anders aber gleich.

      • „oder Margret“

        So? Das finde ich jetzt interessant. An welcher Stelle genau kannst Du mir eine derart radikale Haltung nachweisen, dass dir Zitat „nichts mehr einfällt“. Weil ich Esther Vilar kritisiert habe und deren tatsächlich radikal frauenfeindliche Aussagen zitiert habe? Ich bin gespannt.

      • @ Margret
        „So? Das finde ich jetzt interessant.“

        Echt? Das findest du interessant, wenn irgendein Hansel nicht mit Gegenargumenten zurechtkommt und ihm „nichts mehr einfällt“? ^^

      • Was onyx betrifft wäre das übrigens auch interessant. Lass mich raten: Du konntest keine entsprechend radikalen Aussagen auf feministischer Seite finden wie auf antifeministischer, und weil das dein Weltbild zerstört hätte, musstest Du was Hübsches konstruieren?

      • „Bei Onyx oder Margret zB fällt mir echt gar nichts mehr ein.“

        Ich verstehe nicht, wo du bei den beiden ein großes Problem siehst.

      • Naja, ich finde es reichlich unfair, als „Bodensatz“ bezeichnet zu werden und mit radikalen Vertretern des Maskulismus wie Petpanther auf eine Stufe gestellt zu werden, das alles auch noch völlig begründungslos. Ersteres wäre übrigens auch justiziabel. In meinem Fall vermute ich aber mal, Gerhard trägt mir die Pütz-Sache immer noch nach und brauchte zudem jemanden, um zu belegen, dass „die“ ja auch nicht besser sind. Unfair bleibt es aber. Oder ist es dann erst recht. Und dann frage ich eben nach. Wie heißt es so schön? „Habe ich Unrecht gesprochen, so weise es nach. Habe ich aber Recht gesprochen, warum schlägst Du mich?“ (;-) Ihr wisst ja, ich bin manchmal etwas pathetisch, das ist also tatsächlich ein Bibelzitat).

    • Genau Gerhard, wenn der Vater nicht die Verantwortung für seiin Kind übernehmen will, dann liegt das nur an den äußeren Umständen und gesellschatlicher Benachteiligung. Es kann ja niemals an ihm liegen. Nein, niemals…

      • Stephibas, entwickle mal ein Grundgerüst an Lesekompetenz und dann darfst Du gerne weiter mit mir diskutieren.

      • Was ich lese ist ein: „Natürlich ist das nicht entschuldigen, was diese Väter machen, aber ihr müsst auch verstehen, dass…“ und dann kommt dein Konstrukt aus Ausflüchten, die wiedermal sehr gut ins antifeministische Weltbild passt. Danke, meine Lesekompetenz läuft….

      • „Stephibas, entwickle mal ein Grundgerüst an Lesekompetenz und dann darfst Du gerne weiter mit mir diskutieren.“

        Das ist so ein wunderschönes Totschlagargument. Wie „Du hast das Buch nicht gelesen/nicht verstanden!!12“ unter einer Amazon-Negativrezi.

    • Eh, Moment mal. Warum geht ihr (<- du sprichst Robin ja auch mit "Feministinnen" an) immer auf Allgemeinplätze? Es geht hier um Väter, bzw. konkret einen Vater, der sein Kind nicht sehen will. Nicht die väterlose Nachkriegsgeneration oder die Väter, die sich kümmern wollen, aber nicht dürfen. Nicht um Mütter, die Vätern den Kontakt mit ihren Kindern verweigern!
      Noch mal: es geht um einen Vater, der sein Kind NICHT sehen will! Der sich NICHT dafür interessiert. Und um eine Mutter, die überlegt, ob sie ihm nachrennen soll oder nicht. Um diesen konkreten Fall, der auf dem Evo-Blog zur Sprache kam.
      Und darum, dass die Kommentatoren unter EvoChris' Artikel nichts Besseres zu tun hatten, als trotzdem irgendwie der Mutter die Schuld zuzuschieben oder zu sagen: "Tja, Pech gehabt." So wie du es schon wieder tust ("Tatsächlich ist die einzige Möglichkeit, nicht von der Mutter fremdbestimmt zu leben, sich zu entziehen.").

      • Selber Moment. Es geht erstmal um Robins Rant. Eine Diskussion hier um den Fall bei Alles Evolution ist nach ihrem Rant eher schwer zu führen. Komplexitätsreduktion ist geeignet um Probleme zu lösen, aber nicht um Probleme zu diskutieren.Wenn Du Deinen Blickwinkel künstlich verengen willst, viel Spaß. Aber ohne mich.

  11. Ich sehe gerade, dass du und dieser Beitrag im Selbermach-Mittwoch thenmatisiert wird. Ich wusste, dass Christian und /oder seine Jünger das Thema aufgreifen werden. Aber mehr als ein „Typisch Feministin, die kennt nur Fachausdrücke“ kommt bei dem selbstgefälligen Pack sowieso nicht raus. Mich stören Menschen nicht, die Kraftausdrücke benutzen, solange sie ehrlich und resolut sind und das Herz auf dem rechten Fleck haben. Das sind alles Attribute, die den Evo-Jüngern fehlen 🙂

    • Meine Rede 🙂

      Ich lasse ihnen den Spaß, sie haben ja sonst nichts im Leben. Ist vor allem lustig, wenn es von Elmar kommt, den ja wirklich überhaupt niemand Ernst nimmt.

    • „Aber mehr als ein “Typisch Feministin, die kennt nur Fachausdrücke” kommt bei dem selbstgefälligen Pack sowieso nicht raus.“

      Eine verlogene Scheinheiligkeit sondergleichen ist das. Eine Feministin sagt mal wütend „du Arsch“ und damit ist der ultimative Beweis erbracht, dass Feministinnen aggressiv und hasserfüllt sind. Antifeministen verbreiten seit Jahren ihren schwachsinnigen Sermon, dass Frauen nicht rational denken können, immer berechnend sind, Männer ausbeuten und nur zum ficken und Kinder hüten zu gebrauchen sind, etc pp. Sie passen dabei nur auf, nicht in allzu offensichtliche Gossensprache zu versinken, weil, man muß ja „gesellschaftstauglich“ rüberkommen. Aber der eigentliche Inhalt ist natürlich der Gleiche. Und das nennen die dann „Sachlichkeit“. Ich lach mich scheckig.
      Mir sind die Psychos aus den bekannten Hetzforen mittlerweile „sympathischer“ (im Sinne von „weniger ekelhaft“) als die scheinheilige Bagage um Evo-Gedöns & Konsorten. Die stehen wenigstens offen zu ihrer Gestörtheit und ihrem Hass.

  12. Richtig toll sind ja auch diese Exemplare – wie in meinen Fall, die sich jahrelang unzuverlässig geben(also, was den Kontakt und die Besuche und den Unterhalt angeht) und dann den Kontakt komplett abbrechen lassen , um dann wieder anzukommen und es gar nicht nachvollziehen können, warum man denn mit SO einen Prachtexemplar nichts mehr zu tun haben will.

    Ich verstehe total, was du meinst – es wäre leichter für die Kinder, wenn so ein Mensch tot ist und man sich vorstellen kann, dass er einen aber ganz ganz doll lieb gehabt hat und jetzt über einen wacht und mächtig stolz auf Klein-Fussel ist.

    Wenn aber Klein-Fussel weiß, der ist da und er interessiert sich nicht für mich, er drückt sich vor den Unterhalt und den Besuchen und etc, dann ist das für so einen kleinen Keks absolut schrecklich. Papa will mich nicht sehen, Papa hat mich nicht mehr lieb – ein vernichtendes Gefühl für ein kleines Kind. 😦

    Sogar jetzt noch muss ich diesen Typen hinterherrennen, wenn ich Unterlagen von ihm brauche, weil der werte Herr ja nicht der klein tut, auf Anschriften zu reagieren -,-

    • … solch ein Niedlichname maskiert nicht wer du wirklich bist.

      Die pralle Anspruchswelle, die du da schiebst, wird gezogen werden … in Richtung von ebenfalls Verantwortung, nämlich auch dem Vater und Vazer-Kind gegenüber.

      Die „schönen“ Zeiten des Missbrauchs sind angezählt und vergessen wird’s nicht wirklich werden.

      • „… solch ein Niedlichname maskiert nicht wer du wirklich bist. “

        Und das weiß petpanther, der Netz-Wahrsager und Menschenkenner natürlich genau.

      • Genau, fünfjährige Kinder haben auch Verantwortung ihren Vater gegenüber… nee ist klar…

        Wie können Kindergartenkinder auch irgendwelche Ansprüche an ihren Vater haben, der jahrelang erzählt, wie wichtig man einen ja ist, es aber nicht auf die Ketten kriegt, sich wenigstens mal telefonisch zu melden, wenn die dauernd versprochenen Ausflüge und Besuche schon regelmäßig flöten gehen und nicht mal abgesagt werden … Stattdessen ist man sich nicht mal dafür zu schade, Ämter zu bescheißen, um sich vor dem Unterhalt zu drücken und stattdessen lieber weiter Kinder zeugt und die genauso vernachlässigt…

        Ist dir langweilig oder hast du noch was Konstruktives zur Diskussion beizutragen?

      • „Die pralle Anspruchswelle“

        Du findest also ernsthaft, dass ein Kind, das sich regelmäßigen zuverlässigen Kontakt zum Vater wünscht, eine „pralle Anspruchswelle“ hat, ja? Okay, ich verbessere mich: Du toppst lh an Kinderfeindlichkeit noch um Längen.

        „Die “schönen” Zeiten des Missbrauchs sind angezählt und vergessen wird’s nicht wirklich werden.“

        Stephi hat’s auf den Punkt getroffen. Karriere als Dikator?

  13. Hi Robin,
    ich bin irgendwie über Verlinkungen beim Fettlogik-Blog auf deine Seite geraten und stelle fest, dass du mir hier wirklich aus der Seele schreibst.
    Ich habe zwar das Glück, einen wirklich tollen Vater zu haben (weshalb ich aus eigener Erfahrung zum eigentlichen Thema nur wenig beitragen kann), aber wie du hier einen Rundumschlag gegen den Antifeminismus unternimmst, ist echt gekonnt.

    Der Evo-Chris hat mich vor einiger Zeit aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen mal bei Twitter angeklickt (vermutlich weil er hoffte, dass ich ihm zurückfolge, aber ich bin dieses leidigen Themas „Geschlechterkrieg“ einfach total müde). Ich habe mich nie wirklich auf diesem Blog umgesehen (vor allem, weil ich ebenfalls festgestellt habe, dass da kaum Eigenleistung drinsteckt) und erst durch dich gerade herausgefunden, dass das ein PickUp-Artist ist…
    Heilige Scheiße, die entsprechenden Artikel sind vielleicht gequirlte Mist! Und das alles mit dem selbstgesteckten Anspruch der Wissenschaftlichkeit… aber nur so weit, wie die eigenen Ansichten es zulassen!

    Antifeminismus ist eine unglaublich dumme Ideologie(?)/Bewegung. Vor allem, weil sie so unkonstruktiv ist. Es geht tatsächlich nicht darum, bestehende Probleme anzusprechen und (gemeinsam) zu lösen, sondern bloß um das Bashing von Feministinnen. Männerrechte – die Probleme, die zum Beispiel aus einem sexistischen Männerbild/einer veralteten Geschlechterrolle erwachsen – interessieren sie nur dann, wenn sie sie als Vorwand für ihren Feldzug gegen vermeintlich hysterische Frauen verwenden können. An einer Lösung sind sie nicht interessiert.
    Der Antifeminismus steht für nichts. Er versteht sich einzig als eine Bewegung, die GEGEN etwas ist und sowas kann man eigentlich nicht ernst nehmen. Sowas bringt auch keinen Mehrwert in einer Debatte.
    Und man sieht ja, wo so ein Weltbild hinführt: Nur keinen Millimeter weit zugeben, dass eventuell die eigene Zielgruppe nicht unumschränkt immer untadlig handelt!

    Danke für den Blogeintrag. Wütende Texte empfinde ich manchmal als sehr erfrischend, weil sie auch beim Lesen befreiend wirken.

  14. Himmel, ich weiß schon, warum ich da nicht mehr lese. Ich bin mir übrigens sicher, dass ein Großteil der User dort sich auch auf SPON und in den Kommentarspalten anderer Onlinezeitungen rumtreibt und alles mit ihrem Hass überschwemmt. Gerade wieder geil (nein, leider alles andere als das), wie sich eine Meute über norwegische Forschungergebnisse echauffiert, die im Wesentlichen ergeben haben, dass Mädchen früher „sauber“ sind als Jungs (shocking!). Da wird ganz, ganz schlimme Männerdiskriminierung draus gemacht – durch die Forscherinnen, durch Erzieherinnen, durch Lehrerinnen, überhaupt durch ALLE – während exakt DIESELBEN Personen auf Forschungsergebnisse, die Jungs irgendwo im Vorteil sehen mit einem vielfach umschriebenen, hähmischen „Boah, wir eben viel geiler als die doofen Weiber und endlich ist das wissenschaftlich erwiesen“ reagieren.

    Die Äußerungen von Ih würde ich übrigens als „kinderfeindlich“ bezeichnen. Wenn wir schonmal dabei sind. Hey, das Blag soll doch froh sein, wenn der werte Herr Papa mal alle paar Wochen Bock hat, es zu treffen. Die Drecksarbeit soll aber bitte die Mama machen. Die will es doch so. Und das Blag findet’s doch auch toll. Arghhhhhh.

    • Dessen Kommentare widern mich tatsächlich ganz besonders an – vor allem der Hinweis darauf, dass Frauen auf Alphas stehen und die Tochter dann ja wohl auch. Das weckt ganz unangenehme Assoziationen, weil er hier sexuelles Begehren in eine Beziehung hinein dichtet, wo sie nichts zu suchen hat. Völlig Banane.

    • Klar. Wenn Jungs etwas besser können, ist es nämlich Biologie!!!12 Jawollja!! Und wenn sie etwas schlechter können, ist es Sozialisation, wahlweise auch das Feminat. Oder beides. All das gilt auch für Frauen – mit umgekehrten Vorzeichen, versteht sich.

  15. „Lasst mich einen Blogeintrag über empathielose Menschen verfassen, in denen ich über ihre Verbitterung und Gestörtheit herziehe.“

    Ich geh‘ ja manchmal auch in Psychatrien um mich über das unsoziale Verhalten der Patienten da lustig zu machen.

    • Du stimmst mir also zu, dass die Leute, die ich angreife, verbittert und gestört sind, findest es aber lediglich gemein von mir, ihnen das auch zu sagen? Ok, das ist natürlich ein Kritikpunkt, der nachvollziehbar ist.

      • Ob sie wirklich krank sind weiß ich ja nicht. Aber ich denke, es ist offensichtlich, dass sich ihr Verhalten aus einer unbefriedeten Sehnsucht nach irgendwas speist. Glückliche Menschen machen doch generell etwas Anderes, als ihre Gedanken zum selben Thema immer neu zu paraphrasieren. Und vielen Männern da gehen Männeranliegen offensichtlich nah. So wie dir anscheinend vaterlose Kinde. Worauf, glaubst du, lässt das bei denen wohl schließen?

        Ich bin einfach kein Typ, der am Boden liegende Hunde tritt.

    • „MACHT ES BESSER, IHR IDIOTEN, ODER HALTET DIE FRESSE, SOLANGE NICHTS LOGISCHES RAUSKOMMT!!!“

      „IHR seid diejenigen, die krank im Kopf seid. Ihr hasserfüllten, egozentrischen, irrationalen, widerlichen Säcke, die ihr eure posttraumatische Verbitterungsstörung an denen auslasst, die sich nicht wehren können, und dabei so viel Gift produziert, dass es jemand, der genau diese Scheiße ERLEBT hat, zum Heulen bringt. Aber ich heule nicht um meinen Vater, dieses dämliche Arschloch. Ich heule um die Menschheit, die solche verbohrten Soziopathen hervor bringt, die ihre standardisierte Meinung zu einem sehr schwierigen Thema ungefiltert ins Internet kotzen können, ohne sich auch nur ein bisschen zu schämen, weil ihnen jegliche Empathie fehlt. Ich heule, weil Idiotie dieser Art so verbreitet ist und Leute wie ihr nicht öfter ein paar auf die Fresse bekommt.“

      Respekt Robin, erstklassiges HateSpeech, aber wie du ja weißt: Haters gonna hate … schubidu … forever.

      Aber jetzt mal Spass beiseite. Meinst du nicht das deine Wortwahl sehr aus dem Rahmen fällt. Sein Gegenüber zu beleidigen und ihm körperlichen Schaden zu wünschen ist keine akzeptable Haltung.
      Ich habe mir den Artikel und die Kommentare auf „Alles Evolution“ durchgelesen und keiner ist dort ausfällig oder beleidigend in der Wortwahl. Ich hätte mir daher für deinen Standpunkt einen mehr einvernehmlicheren Ton gewünscht, mit Biss aber weniger Wut.

  16. Hiermit stelle ich dar:
    Meine Meinungsäußerung ist nicht antifeministisch gemeint. Sie stellt in verkürzter Form die geltende Rechtssituation in Deutschland dar. Unbeachtlich moralischer Fragen ist dies die Situation mit der sich Eltern in Trennungssituationen auseinandersetzen müssen.
    Die Kontextualisierung meiner Äußerung bezüglich der Berücksichtigung der Kinderrechte als „antifeministisch“ weise ich zurück.

  17. Hallo Robin, ich bin nich damit einverstanden wie das Zitat verwendet wird, insbesondere das der Verweis auf Kinderrechte als „antifeministisch“ dargestellt wird. Dieser Kontext ist irreführend.
    Ich bitte um Entfernung aus diesem Kontext bis zum 30. September 2015. Sollte dies bis zum genannten Termin nicht erfolgen, leite ich rechtliche Schritte in.

  18. Ich sehe in den Kommentaren vor allem eine bestimmte Tendenz:

    „DMJ“ spricht von der Vaterfigur (deren Wichtigkeit immer und nur genau dann so betont wird, wenn sich Mütter scheiße verhalten) von einem „gelegentlichen Bekannten“.

    „Ih“ labert seine PU-Scheiße runter, und dass „Verpflichtung ihm die Lust raubt“

    „johnny“ meint, wenn die Mutter schon sein Geld nimmt, muß sie auch hinnehmen, dass er keinen Bock auf sonstige Verpflichtungen hat.

    „Radaffe“ meint, dass man von einen „Zwangsvater“ halt nichts erwarten kann.

    Und wenn einem gar nichts einfällt, kommt „maesi“ und stellt fest, dass man aufgrund von zu wenigen Hintergrundinformationen den Fall gar nicht wirklich beurteilen kann. Könnte ja schließlich auch sein, dass sich die Mutter irgendwie assi verhalten hat. Aber dazu hat Robin schon genug gesagt.

    Was lernen wir? Kindeswohl ist denen scheißegal. Im Vordergrund stehen einzig und allein die Befindlichkeiten des Vaters.

  19. Wobei ich sagen muss, dass Christian selbst recht differenziert schreibt z. B. Ih antwortet „Also egal was sie macht, bei dir sind eigennützige Motive der Grund. Wann würdest du ihr denn zugestehen, auch das Kindeswohl als Motivation zu haben.“ Den Vogel schießen nur die von dir zitierten Kommentatoren ab.

  20. Hi Robin,

    im Folgenden beabsichtige ich den Maskulismus gegen undifferenzierte Kritik zu verteidigen.

    Der erste Teil deines Rants behandelt eine Diskussion unter einem Artikel von Christian und kritisiert einige Kommentare. Ich werde diesen Teil weitgehend übergehen, da es mir um die Zurückweisung der Passagen in deinem Text, die eine allgemeine, zu undifferenzierte Maskulismuskritik beinhalten, geht.
    Dass es unter Christians Artikeln – die selbst in der Regel lesenswert sind – auch einseitige, unreflektierte oder bescheuerte Kommentare geben kann, stimmt natürlich. Christian ist Liberaler und Anhänger einer sehr liberalen Kommentarpolitik, dies gilt bei ihm für alle Seiten, auch eine offen männerfeindliche radikale Matriarchatsfeministin wie Lucia hat bei ihm in der Vergangenheit lange kommentiert.

    Sollten einige der in deinem Text aufgeführten Kommentatoren von Christian der Ansicht sein, dass sie mißinterpretiert wurden oder sich mißverständlich ausgedrückt haben oder dass ihre Zuordnung zum „Antifeminismus“ in deinem Text falsch ist, können sie sich ja melden und dies klarstellen.

    Bezüglich eines Kommentators möchte ich allerdings eine Ausnahme machen und kurz was dazu sagen, nämlich bezüglich DMJ. Dieser ist, wie viele seiner Kommentare bei Christian zeigen, definitiv kein Antifeminist (erst Recht nicht frauenfeindlich oder homophob), sondern bemüht sich um eine differenzierte Feminismuskritik. Ihn in einem Artikel mit dem Etikett „Antifeminismus“ in Verbindung zu bringen, weil du einen seiner Kommentare bei dieser Diskussion kritikwürdig findest, ist sachlich eindeutig nicht gerechtfertigt.

    Ich weiß nicht, in welchem Umfeld DMJ sich bewegt, aber ich bewege mich u.a. in politisch linken Kontexten, in denen „Antifeminist“ von Seiten radikaler Feministinnen als Kampfbegriff verwendet wird um jegliches Eintreten für berechtigte männerrechtliche Anliegen und jegliche Kritik an der Ausgrenzung berechtigter männerrechtlicher Anliegen – und die meisten sind berechtigt – im Mainstream-Feminismus ohne Argumente mundtot zu machen.

    Antifeminismus-Vorwürfe können in manchen linken Kontexten, wenn sie ernst genommen werden, Ächtung und Ausschluss nach sich ziehen. Gegen mich hat es vor Jahren einmal einen Antifeminismus-Vorwurf verbunden mit einer Ausschlussdrohung gegeben, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch sehr weitgehend auf Linie des Mainstream-Feminismus war (heute nicht mehr), nur weil ich überhaupt auf das Vorhandensein bestimmter männlicher Diskriminierungen hinwies. In meinem Fall hatte dies übrigens einen pädagogischen Gegenteileffekt. Erst daraufhin habe ich damit angefangen mich überhaupt stärker mit männlichen Diskriminierungen und Feminismuskritik zu beschäftigen.

    Antifeminismus-Vorwürfe können für andere Menschen potentiell negative Folgen haben und sollten daher nicht undifferenziert verwendet werden. Im Falle von DMJ ist diese Bezeichnung eindeutig falsch.

    Du schreibst:

    „Viel wird gejammert, wenn Maskulismus in den Medien schlecht dargestellt wird, weil sich Journalisten, branchenüblich, lieber auf den radikalen Rand stürzen statt auf seriöse Vertreter. Aufgewacht: DER RADIKALE RAND IST DIE VERDAMMTE MITTE. Der Rest sägt sich selbst ab, indem er seine Zeit damit verschwendet, das irgendwie schön zu reden, weil es ja so dermaßen unbefriedigend ist, allein auf weiter Flur für echte, gerechte Anliegen zu kämpfen und man das gerne anders hätte.“

    Diese Beurteilung halte ich für falsch. Wenn es darum geht die Männerrechtsbewegung fair zu beurteilen, dann müssen m.E. mehrere Dimensionen berücksichtigt werden:

    – Die Anliegen und Ziele der Männerrechtsbewegung
    – Die Literatur der Männerrechtsbewegung
    – Die Organisationen der Männerrechtsbewegung
    – Die Blogs und Foren der Männerrechtsbewegung
    – Kommentatoren auf männerrechtlichen Blogs und in männerrechtlichen Foren im Netz

    Ich gehe die genannten Punkte im Folgenden kurz durch:

    1. Die Anliegen und Ziele der Männerrechtsbewegung:

    Einige zentrale Anliegen und Ziele der Männerrechtsbewegung können z.B. hier

    http://www.vaetersorgen.de/Maennerbewegung.html

    oder hier:

    http://manndat.de/ueber-manndat/was-wir-wollen

    oder hier:

    http://www.amazon.de/review/R2E1N8QWPC5OZM/ref=cm_cr_dp_title?ie=UTF8&ASIN=149543625X&channel=detail-glance&nodeID=299956&store=books

    nachgelesen werden.

    Ich kam bei meinen Recherchen zu dem Ergebnis, dass die meisten Anliegen und Ziele der Männerrechtsbewegung berechtigt sind. Diskriminierungen, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen, von denen Jungen und Männer betroffen sind, existieren. Männer sind keine privilegierte Klasse:

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/04/19/die-ablehnung-der-theorie-von-mannern-als-privilegierte-klasse-als-zentraler-ausgangspunkt-maskulistischen-denkens/

    Die Konzeptualisierung von Männern als privilegierter Klasse, wie dies im Mainstream-Feminismus üblich ist, ist falsch und wissenschaftlich unhaltbar. Um zu diesem Gesamtergebnis zu kommen ist es auch keinesfalls nötig, mit jedem Einzelaspekt in den verlinkten Texten übereinzustimmen.

    Eine soziale Bewegung, die sich gegen Diskriminierungen, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen, von denen Jungen und Männer betroffen sind, engagiert ist wissenschaftlich gerechtfertigt und moralisch geboten.
    Wer sich über diese Themen und die entsprechenden wissenschaftlichen Forschungsergebnisse näher informieren möchte, der kann dies in mehreren lesenswerten Werken der männerrechtlichen Literatur mit Belegquellen, die Nachprüfbarkeit gewährleisten, tun und anschließend die Quellen überprüfen. Das bringt uns zum 2. Punkt:

    2. Die Literatur der Männerrechtsbewegung

    Viele Hauptwerke männerrechtlicher Literatur einschließlich der Schriften dissidenter Feministinnen (meist aus dem Spektrum des liberalen Feminismus), die männerrechtliche Anliegen unterstützen, stehen in meinem Bücherregal. Fast alle sind aus einen humanistischen, demokratischen und menschenfreundlichen Geist heraus verfasst, an Gleichberechtigung, Humanismus und Demokratie orientiert, frei von Frauenfeindlichkeit oder anderen menschenfeindlichen Einstellungen, wissenschaftlich fundiert und zielen in letzter Instanz auf die Herausbildung einer Geschlechterpolitik, die die Probleme beider Geschlechter berücksichtigt. Natürlich fokussieren diese Schriften primär auf männliche Diskriminierungen und kritisieren einen einseitigen Feminismus, der diese übergeht oder zu diesen beiträgt, aber der weltanschauliche Bezugrahmen dieser Schriften ist deutlich stärker dafür geeignet, eine geschlechtsübergreifende Perspektive, die Diskriminierungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen aller Geschlechter berücksichtigt, zu entwickeln als es die Schriften des gegenwärtigen Mainstream-Feminismus sind.

    Wie ich es kürzlich einmal an anderer Stelle formulierte:
    Der zentrale Vordenker der Männerrechtsbewegung Warren Farrell sprach von der bisexistischen Rollenverteilung, durch die beide Geschlechter diskrimimiert werden, der Philosoph David Benatar thematisiert gegen Jungen und Männer gerichteten Sexismus auf eine Weise, die sich gleichzeitig auch gegen Sexismus wendet, von dem Mädchen und Frauen betroffen sind, der Soziologe Christoph Kucklick analysiert Männerfeindlichkeit in ihrer historischen Dimension bei gleichzeitiger Kritik jeder Frauenfeindlichkeit, außerdem gibt es im linken Maskulismus das Konzept des integralen Antisexismus, das eine geschlechtsübergreifende Perspektive auf geschlechtsbezogene Diskriminierungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen anstrebt, welche Männer, Frauen, Intersexuelle und Transgender theoretisch, wissenschaftlich und politisch berücksichtigt. Solche integrierenden Ansätze fehlen im zeitgenössischen Mainstream-Feminismus komplett, es gibt sie nur bei dissidenten Feministinnen aus dem Spektrum des liberalen Feminismus. Allerdings müssen diese integrierenden Ansätze im Maskulismus noch genauer ausgearbeitet werden, um sie stärker zur Geltung zu bringen.

    Dies bedeutet natürlich nicht, dass in männerrechtlichen Schriften keine Fehler oder Einseitigkeiten vorkommen könnten, kein selbständig denkender Mensch kann mit allem, was in irgendeinem Buch steht zu 100 % übereinstimmen, männerrechtliche Bücher berühren zudem oft sehr viele Themen. Ich persönlich glaube aber schon, dass fast jeder einigermaßen offene und humanistisch gesinnte Mensch, egal welche Weltanschauung er hat, mit den männerrechtlichen Werken von z.B. Warren Farrell, Arne Hoffmann, Christoph Kucklick, Walter Hollstein, David Benatar, um nur einige wenige zu nennen, mindestens zu über 50 % Übereinstimmung finden dürfte. (Meine Übereinstimmung beträgt weit mehr als 50 %.)

    3. Die Organisationen der Männerrechtsbewegung

    Organisationen, die der Männerrechtsbewegung nahestehen, sind in Deutschland, MANNdat, Agens, Väteraufbruch für Kinder und Gleichmaß. Keine dieser Organisationen versteht sich als antifeministisch, sie verstehen sich lediglich als feminismuskritisch, dort wo der Mainstream-Feminismus zu männlichen Diskriminierungen beiträgt.

    Ein Zitat dazu von MANNdat:

    „MANNdat ist zwangsläufig feminismuskritisch, wo es um ungerechtfertigte Privilegien für Frauen geht. Wir sind aber keine Gegenbewegung zum Feminismus. Wir wollen für Männer das erreichen, was die Politik bislang verweigert: Eine Geschlechterpolitik, die zu einer nachhaltigen Geschlechterdemokratie führt, die jungen- und männerspezifische Interessen und Probleme genauso berücksichtigt wie mädchen- und frauenspezifische.”

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=10683

    Und in der früheren Selbstdarstellung von Agens hieß es z.B.:

    „Es ist eine historische Tatsache, dass Frauen seit Jahrtausenden hinter der Vorherrschaft der Männer zurückstehen mussten. Die Frauenbewegung der letzten Jahrzehnte war aus diesem Grunde berechtigt und historisch notwendig. Sie hat nach jahrzehntelangem Wirken enorme kulturelle Leistungen im westlichen Kulturkreis und darüber hinaus verwirklichen können.“

    Auch für die der Männerrechtsbewegung nahestehenden Organisationen gilt natürlich die Trivialität, die für jede andere Organisation auch gilt, dass es nicht möglich ist immer mit jeder Einzelaussage oder jedem Artikel auf ihrer Homepage völlig einer Meinung zu sein. Was aber die grundsätzliche weltanschauliche Ausrichtung angeht, da kann aus linker oder liberaler Perspektive m.E. nur eine der aufgeführten Organisationen stärker kritisch beurteilt werden.
    Agens e.V. sind, was ihre Mitglieder angeht, eigentlich sehr heterogen, es gibt Mitglieder mit linken, liberalen und konservativen politischen Einstellungen, die linken und liberalen Mitglieder sind aber überwiegend in eigene Projekte vertieft, so dass die Organisation zur Zeit primär von den konservativen Mitgliedern vertreten wird. Das führt dazu, dass auf ihrer Homepage leider manchmal konservative Artikel zu finden sind, die sich gegen die soziale Bewegung für die Rechte von Homosexuellen richten. Das ist bedauerlich, hat aber mit den Ansichten vieler linker und liberaler Männerrechtler nichts zu tun:

    http://genderama.blogspot.de/2013/12/erste-maskulistische-blogparade-warum.html

    Von diesem einen gravierenden Kritikpunkt abgesehen, sind die der Männerrechtsbewegung nahestehenden Organisationen alle seriös.

    4. Die Blogs und Foren der Männerrechtsbewegung

    Da gibt es ein breites Spektrum von seriös und humanistisch bis unseriös und menschenfeindlich, des Weiteren sind hier die verschiedensten politischen Weltsichten vertreten.
    Zu den besten – und auch bekanntesten Blogs – gehören „Man-Tau“ von Lucas Schoppe und „Genderama“ von Arne Hoffmann, die dem linken Flügel der Männerrechtsbewegung angehören oder „Maskulimus für Anfänger“ von man in the middle, der dem liberalen Flügel der Männerrechtsbewegung angehört.

    Am anderen Ende des Spektrums steht menschenfeindlicher Müll wie Männermagazin oder WGvdL (wo sich aber nur eine Handvoll der immer gleichen traurigen Gestalten unter wechselnden Nicknames tummelt).
    Dazwischen gibt es alles Mögliche, aber ich finde schon, dass gemäßigte, linke und liberale Blogs in der maskulistischen Blogsphäre heute die Mehrheit darstellen.

    „Alles Evolution“ von Christian Schmidt ist ein gemäßigter Blog der Männerrechtsbewegung, der zum liberalen Flügel der Männerrechtsbewegung gehört und sich ausdrücklich nicht als antifeministisch versteht:

    https://allesevolution.wordpress.com/2011/06/08/antifeminismus/

    Da auf „Alles Evolution“ in der Regel jeden Tag ein neuer Artikel erscheint und Christian dazu neigt seine liberale politische Weltsicht stark auf seine Kommentarpolitik zu übertragen, fällt diese sehr liberal aus, was leider zur Folge hat, dass sich unter Christians meist guten und lesenswerten Artikeln u.U. eine ganze Reihe mehr oder weniger bescheuerter Kommentare befinden können.

    Christians Blog enthält von allen männerrechtlichen Blogs die meisten Artikel, die sich auch kritisch mit problematischen Aspekten in der Männerrechtsbewegung auseinandersetzen.
    Ich finde zwar auch, dass Christian, speziell wenn es um das Thema PU geht (das aber nichts mit Männerrechten zu tun hat) manchmal ruhig etwas kritischer sein könnte, aber ich fand seinen Mut maskulistischen oder antifeministischen Einseitigkeiten und Dogmen zu widersprechen stets bewundernswert.

    5. Kommentatoren auf männerrechtlichen Blogs und in männerrechtlichen Foren im Netz

    Auch da gibt es ein breites Spektrum. Es gibt gemäßigte und radikale Kommentatoren und Leute, die irgendwo dazwischen stehen, es gibt linke, liberale und konservative Kommentatoren, es gibt solche, die sich als Männerrechtler bzw. Maskulisten verstehen, solche die sich als Antifeministen oder die sich als Gender-Kritiker verstehen.

    Ich verstehe mich z.B. in erster Linie als libertär-sozialistischer Humanist, in zweiter Linie als integraler Antisexist und in dritter Linie als linker Männerrechtler/Maskulist. Meine persönliche Zuordnung zu geschlechtsbezogenen Strömungen kann hier nachgelesen werden:

    https://onyxgedankensalat.wordpress.com/2015/03/14/du-akzeptierst-keine-manner-weil-weil-weil-halt-weil-du-uber-rape-culture-redestdrolf-logik-von-antifeministen/#comment-13221

    Bei einer um Objektivität bemühten Kritik an Kommentatoren auf männerrechtlichen Blogs und in männerrechtlichen Foren anhand des Begriffs „Antifeminismus“ wären folgende Differenzierungen m.E. sinnvoll:

    – Personen, die sich nicht als Antifeministen (sondern als Männerrechtler, Maskulisten, Feminismuskritiker etc.) verstehen, an Gleichberechtigung orientiert sind und bei denen keine frauenfeindlichen Einstellungen vorhanden sind.
    – Personen, die sich nicht als Antifeministen (sondern als Männerrechtler, Maskulisten, Feminismuskritiker etc.) verstehen und stark einseitig und parteiisch zugunsten von Männern sind.
    – Personen, die sich nicht als Antifeministen (sondern als Männerrechtler, Maskulisten, Feminismuskritiker etc.) verstehen und außerdem frauenfeindlich sind. (Diese Variante ist sehr selten, nicht jeder, der sich selbst als Antifeminist identifiziert ist frauenfeindlich, aber so gut wie jedes Individuum mit tatsächlich frauenfeindlichen Einstellungen im Kontext des Geschlechterdiskurses im Netz definiert sich als Antifeminist.)
    – Personen, die sich als Antifeministen verstehen, den Begriff „Antifeminismus“ aber lediglich in einem unpräzisen Sinne als Synonym für eine Kritik an Einseitigkeiten und Fehlern des Mainstream-Feminismus verwenden (und nicht im Sinne einer Ablehnung aller frauenrechtlichen Strömungen in Geschichte und Gegenwart), die an Gleichberechtigung orientiert sind und bei denen keine frauenfeindlichen Einstellungen vorhanden sind
    – Personen, die sich als Antifeministen verstehen und stark einseitig und parteiisch zugunsten von Männern sind.
    – Personen, die sich als Antifeministen verstehen und außerdem frauenfeindlich sind.
    – Personen, die sich nicht als Antifeministen sondern als Gender-Kritiker verstehen, aber nicht frauenfeindlich sind.
    – Personen, die sich nicht als Antifeministen sondern als Gender-Kritiker verstehen und außerdem frauenfeindlich sind.

    Es gibt außerdem m.E. eine weitere wichtige Differenzierung, nämlich die zwischen Personen mit frauenfeindlichen oder stark einseitigen und parteiischen Einstellungen zugunsten von Männern einerseits und zwischen Personen, die nicht frauenfeindlich oder stark einseitig und parteiisch zugunsten von Männern sind, aber in Diskussionen mit Feministinnen/Feministen scharf, eventuell unangemessen scharf, diskutieren andererseits. Eine solche Diskussion mag für die feministische Seite unbefriedigend sein, aber einen Vorwurf der Frauenfeindlichkeit rechtfertigt dies nicht, ein solcher müsste inhaltlich begründet werden.

    Kommentatoren mit frauenfeindlichen Tendenzen oder Kommentatoren, die stark einseitig parteiisch zugunsten von Männern sind und zu wenig an einem gerechten Ausgleich zwischen den Geschlechtern orientiert sind, gibt es auf männerrechtlichen Blogs sicherlich und Kritik an entsprechenden Einstellungen und Äußerungen ist berechtigt.

    Mir scheint es aber wichtig die Gründe für solche Phänomene mitzureflektieren.
    Das Argument „Aber der Feminismus macht es doch auch“ kann in manchen Diskussionskontexten unangebracht sein, aber nicht, wenn es um eine Analyse einseitiger und sexistischer Tendenzen in geschlechterpolitischen sozialen Bewegungen geht. Der Mainstream-Feminismus (Radikal-/Gender-/Staatsfeminismus) ist einseitig parteiisch, grenzt berechtigte männerrechtliche Anliegen aus und ist zwar nicht die einzige Ursache männlicher Diskriminierungen, trägt aber im Zusammenspiel mit anderen Faktoren zu diesen bei.

    Nicht nur der Netzmaskulismus, auch der Netzfeminismus beinhaltet viele Personen mit negativen Einstellungen dem anderen Geschlecht gegenüber sowie Personen, die einseitig parteiisch und zu wenig um einen gerechten Ausgleich bemüht sind.

    Findet sich dieses Phänomen also in beiden geschlechterpolitischen Lagern, dann kommt man m.E. wohl nicht drumherum festzustellen, dass einseitig auf ein Geschlecht bezogene soziale Bewegungen eine generelle Tendenz haben solche Personen anzuziehen.

    Ich schrieb einmal bei Christian einen Kommentar über meine Vermutungen, was manche Frauen dazu bewegt radikale Feministinnen zu werden. Meine Analyse lief darauf hinaus, dass radikale feministische Auffassungen – obwohl objektiv falsch und für eine wirkliche emotionale Verarbeitung in letzter Instanz nicht hilfreich – von manchen weibliche Individuen, die bestimmte negative Erfahrungen gemacht haben, subjektiv als hilfreich zur kognitiven Einordnung und emotionalen Verarbeitung erlebt werden können (auch wenn beides in diesem Fall auf einer Täuschung beruht).

    Auch unter radikalen Maskulisten oder radikalen Antifeministen finden sich viele Menschen, die negative Dinge erlebt haben.
    Nicht jede Person in der Männerrechtsbewegung, die etwas Schlimmes erlebt hat wird zum radikalen Maskulisten oder radikalen Antifeministen und nicht jeder radikale Maskulist oder radikale Antifeminist hat etwas Schlimmes erlebt, aber manche schon.

    Auch hier können einseitige und radikale Auffassungen – obwohl objektiv falsch und für eine wirkliche emotionale Verarbeitung in letzter Instanz nicht hilfreich – von manchen Individuen, die bestimmte negative Erfahrungen gemacht haben, subjektiv als hilfreich zur kognitiven Einordnung und emotionalen Verarbeitung erlebt werden (wiewohl dies auch in diesem Fall auf Täuschung beruht).

    Aus dieser vergleichende Perspektive folgt nicht, dass man frauenfeindliche oder stark einseitige und parteiische Einstellungen im Maskulismus oder im Antifeminismus nicht scharf oder polemisch kritisieren dürfe, es folgt daraus aber, dass eine wesentliche Ursache dieser Phänomene, darin liegen dürfte, dass einseitig auf ein Geschlecht bezogene soziale Bewegungen solche Tendenzen generell begünstigen.

    Kommen wir als letztes noch zum Vorwurf der grassierenden Homophobie. Es gibt viele linke und liberale Männerrechtler, die nicht homophob sind, manchen wie Arne Hoffmann und mir ist die Gleichberechtigung von Homosexuellen und das Engagement gegen die Diskriminierung von Homosexuellen sogar ein wichtiges Anliegen. Homophobe Einstellungen und Tendenzen oder zumindest solche, die sich gegen die soziale Bewegung für die Rechte von Homosexuellen richten, finden sich vor allem im konservativen Flügel der Männerrechtsbewegung. Die entscheidende Klammer ist in diesem Fall das „konservativ“, nicht das „männerrechtlich“.

    Es ist allerdings leider schwer bestreitbar, dass es auch unter nicht-konservativen Männerrechtlern einen gewissen Anteil von homophoben Personen sowie von Personen, die sich gegen die soziale Bewegung für die Rechte von Homosexuellen wenden, gibt. Und in der Tat sind dies oft eher solche Personen, die sich selbst als Antifeministen identifizieren als einfach nur als Männerrechtler/Maskulisten.

    Ich finde homophobe Einstellungen und Tendenzen auch zum Kotzen, aber man sollte dabei diejenigen linken und liberalen Männerrechtler, die für Homophobie nichts übrig haben und die jede Diskriminierung von Homosexuellen ablehnen, nicht übersehen.

    Soweit zu deinem Artikel.

    Übrigens, der WikiMANNia-Artikel „Leszek“ wurde kürzlich erweitert. Sogar du wirst nun kurz erwähnt:

    http://de.wikimannia.org/Leszek

    An dieser Stelle möchte ich übrigens die Gelegenheit nutzen Mus Lim aus dem WGvdL-Forum, dem Hauptbetreiber von WikiMANNia, einmal meinen Dank auszusprechen, für die Mühe, die er sich stets mit meinem Artikel gibt – und das auch noch unentgeltlich. 🙂

    • „frei von Frauenfeindlichkeit“

      Ich kann dir was z. B. Christina Hoff Sommers betrifft, nicht zustimmen. Ihre prinzipielle Annahme, dass weibliche Lehrerinnen bis hin zu Lehrerinnen der pre school (also quasi Kindergärtnerinnen) Jungen absichtlich und willentlich unterdrücken und diskriminieren, und damit schuld seien an deren angeblichem Bildungsversagen, ist zutiefst frauenfeindlich. Zumal das angeblich durch feministisch orientierte Frauen ausgelöste Bildungsversagen von Jungen letzten Endes unter den Oberbegriff „antifeministische Legenden“ fällt. Insofern ist ihr Ansatz auch unwissenschaftlich.

      Was genau verstehst Du denn unter „frei von Frauenfeindlichkeit“? Dass offen diffamierende Aussagen vermieden werden?

      “ Eine solche Diskussion mag für die feministische Seite unbefriedigend sein, aber einen Vorwurf der Frauenfeindlichkeit rechtfertigt dies nicht, ein solcher müsste inhaltlich begründet werden. “

      Genau aus diesem Grunde wünsche ich eine Begründung der mich und Onyx beleidigenden Äußerungen von Gerhard.

      „Nicht nur der Netzmaskulismus, auch der Netzfeminismus beinhaltet viele Personen mit negativen Einstellungen dem anderen Geschlecht gegenüber sowie Personen, die einseitig parteiisch und zu wenig um einen gerechten Ausgleich bemüht sind. “

      Würdest Du mir einige feministische Organisationen, Foren oder Blogs nennen, die auf ähnlich radikale, hasserfüllte und beleidigende Art und Weise schreiben wie dies auf maskulistischer und antifeministischer Seite vielfach geschieht?

      Was Herrn Kucklick betrifft, möchte ich dir zustimmen, allerdings hält sich dieser aus der aktiven Männerrechtsbewegung auch weitgehend heraus (und das sicher wohlweislich).

      Zu Arne Hoffman hatte ich in der Vergangenheit schon einiges geschrieben (z. b. was sein unredliches Zitieren einer Einzelaussage eines Polizeibeamten zu Falschbeschuldigungen betrifft). Hinzufügen möchte ich noch, dass dieser erst im Mai wieder einen Artikel des Bloggers Karsten Mende zustimmend verlinkt hat, in dem dieser u. a. den Arbeitskampf der Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen lächerlich gemacht hat und dabei zum Thema KITAS schreibt „Für die flächendeckende staatliche Indoktrination von Kindern, möglichst von Geburt an, sind die Signale derzeitig voll auf grün gestellt“. Es stimmt zwar, dass Arne Hoffmann sich selten selbst zu solchen Aussagen hinreißen lässt aber solcherlei Verlinkungen finden sich auffallend oft und auf Außenstehende wirkt das doch sehr so, als würde er sich quasi hinter diesen Links verstecken.

      Agens beteiligt sich als Verein und nicht nur mit einzelnen seiner Mitglieder aktiv an der „Demo für alle“.

      Insofern möchte ich Robin zustimmen, dass ein großer Teil der Männerrechtler antifeministisch (im ganz ursprünglichen Sinne von „gegen den Feminismus gerichtet“) und auch reaktionär-konservativ (dies nicht nur im Hinblick auf Homosexualität) orientiert ist.

      • „Würdest Du mir einige feministische Organisationen, Foren oder Blogs nennen, die auf ähnlich radikale, hasserfüllte und beleidigende Art und Weise schreiben wie dies auf maskulistischer und antifeministischer Seite vielfach geschieht?“

        Beweis durch Behauptung? Leszek hat einen langen Kommentar geschrieben, in dem er darstellt, daß die ernstzunehmende männerrechtliche Sphäre eben nicht aus Radikalen besteht. Im Gegensatz dazu kann ich nicht mal die SZ oder Zeit lesen ohne täglich auf männerfeindliche Äußerungen zu stoßen. Von Politik („um die menschliche Gesellschaft…“) und dem öffentlichen Bereich (50% angestrebte Frauenquote in der IT) mal ganz zu schweigen.

        Witzigerweise schafft es sogar die taz, die Hauspostille des gepflegten Männerhasses einen differenzierteren Artikel hinzulegen als die Kommentatorinnen unter diesem Artikel. http://www.taz.de/!5225504/ .Ich mache mir allerdings keine Sorgen, daß das kein Einzelfall bleibt.

        Begründung genug? Onyx und Du seid Paradebeispiele für feministische Sexistinnen, die nur vorgeblich an einem Austausch von Argumenten rund um Geschlechtspolitik interessiert sind.

        Richtig Robin, in einem Kontext der sich äußerlich antisexistisch und an Gleichberechtigung interessiert ist bin ich etwas überempfindlich. Das ist als wenn Dir jemand Veganismus als einzig wahre Lebenseinstellung verkaufen will und währenddessen in seine Bifi beißt.

      • „Onyx und Du seid Paradebeispiele für feministische Sexistinnen,“

        „Beweis durch Behauptung?“

        Et voila.

      • “ Onyx und Du seid Paradebeispiele für feministische Sexistinnen, die nur vorgeblich an einem Austausch von Argumenten rund um Geschlechtspolitik interessiert sind.“

        Wo siehst Du da eine Begründung?
        Offenbar hast du keine. Das stärkt nur meine Vermutung, dass Du eben irgendein Beispiel brauchtest und dazu rasch mal auf Personen zugreifst, die dir persönlich nicht passen weil Du in der Auseinandersetzung bisher keine gute Figur geliefert hast.

        „Im Gegensatz dazu kann ich nicht mal die SZ oder Zeit lesen ohne täglich auf männerfeindliche Äußerungen zu stoßen. “

        Die kann man sich auch konstruieren. Bestes Beispiel ist die Aufregung um besagte norwegische Studie. Man muss schon extremst überempfindlich sein, um aus einer Untersuchung, die den Entwicklungsstand von Kleinkindern betrifft u. v. a. Unterschiede im Toilettengang feststellte, grassierende Männerfeindlichkeit zu lesen. Wurde aber albernerweise vielfach getan.

    • „Beweis durch Behauptung?“

      Übrigens mag dir entgangen sein, dass ich von Leszek eben gerade einen Beweis für seine Behauptung gefordert habe.

    • Übrigens musste ich gerade bitter lachen, weil dieser ganze Absatz hier Robins Aussagen so wunderbar illustriert.

      „DER RADIKALE RAND IST DIE VERDAMMTE MITTE. Der Rest sägt sich selbst ab, indem er seine Zeit damit verschwendet, das irgendwie schön zu reden, weil es ja so dermaßen unbefriedigend ist, allein auf weiter Flur für echte, gerechte Anliegen zu kämpfen und man das gerne anders hätte. Also kokettiert man mit dem Mob, während man gleichzeitig an die Gegenseite Standards anlegt, die unmöglich zu erfüllen sind. Dann fallen Sätze wie “Ja, Blogger X ist SCHON polemisch und ich stimme ihm ja nicht bei ALLEM zu, aber ab und zu findet man in seinen Artikeln eine Perle…”, was bei gewissen Vertretern, an die ich hier denke, wirklich fast genauso ist, als würde man den Zweiten Weltkrieg verteidigen, weil Hitler ja auch Autobahnen gebaut hat. Frauen wie ich müssen dagegen nur einmal “Scheiße” sagen und schon sind sie unten durch, denn DA ist Sachlichkeit ja plötzlich das 11. Gebot und jemanden “Idiot” zu nennen ist ja so viel schlimmer als “Frauen fehlt aus hormonellen Gründen die Fähigkeit zur Rationalität” – und irgendjemand liest das, nickt bedächtig und starrt nachdenkliche Löcher in die Luft, denn Herrgott, klingt das nicht SCHÖN so ohne Schimpfwörter?! Darüber muss man erst mal meditieren…“

  21. „Diese Rumwichserei auf männlichen Erfolgen, die ja alle biologisch determiniert sind und das gleichzeitige Rumjaulen bei Nachteilen, die dann plötzlich alle sozial konstruiert sein sollen.“

    Das möchte ich noch sagen: GENAU darum geht es. Wenn Jungs im Schnitt ein bisschen später aufs Töpfchen gehen ist das ganz ganz sicher eine Folge jungsbenachteiligender feministischer Kindergärtnerinnen und überhaupt das ganze System …. so männerfeindlich. Wenn Frauen in Mathe schlechter sind und im Schnitt deutlich weniger verdienen, da andere Berufswahl und mehr Teilzeit ist das a) ihre eigene Schuld und b) natürlich klar biologisch-genetisch festgelegt.

    Da lobe ich mir einen Herrn Kucklick, der seinen Gleichheitsmaskulismus konsequent betreibt und entsprechend auch auf Frauen anwendet und damit letztlich auch gleichheitsfeministisch ist. Der Mann ist ein echtes Vorbild. Leider kriegen es geschätzte 95 % der „männerrechtlich“ orientierten Nasen im Internet auch nicht im entferntesten hin, Empathie für die Probleme von Frauen zu zeigen. Die haben schließlich keine Probleme. Das sind bekanntlich alles hinterngepuderte Prinzessinen, die Männer aussaugen (so wie die alleinerziehende Mutter oben, nicht wahr?). Und DAS ist echt zum Kotzen. Da hast Du völlig recht.

    • Genau das finde ich auch so furchtbar nervig und ungerecht. Anstatt einfach damit klar zu kommen, dass es Dinge gibt, die Männer im Schnitt besser können, und auf der anderen Seite Sachen, die Frauen im Durchschnitt besser können, dass zeigt, dass beide Geschlechter gleichwertig sind und sich prima ergänzen, müssen sämtliche Anttifeministen umbedingt das Gefühl haben, dass Männer Frauen in allen Bereichen überlegen sind. Und genauso wollen sie es in der Welt herumposaunen und in allen Köpfen einnisten, als ob der Irrglaube, dass Frauen grundsätzlich nie mit Männern mithalten können, irgendwas Neues wäre. Männer sind für sie definitiv intelligenter, stärker, leistungsfähiger, ehrenhafter, romantischer, eindrucksvoller, schöner und sozial kompetenter (man könnte so eine Eigenschaftsliste noch verlängern), während Frauen nur deswegen interessant zu sein scheinen, weil es der männliche Sexualtrieb so will. Wie ein Esssüchtiger, der pampigen Kartoffelpüree nur deswegen als sehr schmackhaft empfindet, weil er ständig Hunger hat.

      • „einfach damit klar zu kommen, dass es Dinge gibt, die Männer im Schnitt besser können, und auf der anderen Seite Sachen, die Frauen im Durchschnitt besser können, dass zeigt, dass beide Geschlechter gleichwertig sind und sich prima ergänzen“

        Prima, Stephibas! Jetzt hast Du schon einen der wichtigsten Standpunkte der „Antifeministen“ Dir zueigen gemacht. Auf dieser Grundlage wirst Du dann sicherlich auch gegen Quotenunsinn und ähnliches sein.

        „müssen sämtliche Anttifeministen umbedingt das Gefühl haben, dass Männer Frauen in allen Bereichen überlegen sind.“

        Ach ne, doch nicht. Wo auch immer Du das her hast, es stimmt definitiv nicht. Fast, Stephibas, fast.

      • Tja Gerhard, du hast recht, es sieht in der Tat so aus, als würde ich Frauen und Männer in Schubladen stecken. Wahrlich geht es mir dabei jedoch nicht um meinen Standpunkt, sondern um denen der Antifeministen. Die Antifeministen, die davon berzeugt sind, dass die geschlechtsspezifischen Unterschiede von Männer und Frauen biologisch gegeben sind, woraus zu schließen ist, dass es ein von Natur gegebenes Konzept der sich ergänzenden Geschlechter gibt. Dazu gehört es allerdings, dass Frauen im Vergleich zu Männer in anderen – sozusagen in ihren „eigenen“ – Gebiete im Durchschnitt besser abschneiden. Wer aber ständig männliche Vorteile als biologisch und weibliche Vorteile als lediglich sozial konstruiert erklärt – und dass tun die allermeisten Antifeministen – der will offenbar nichts weiter, als Männer zum besseren bzw. überlegenden Geschlecht zu klassifizieren. Man muss dabei nicht den großkotzigen Chauvi geben, der seinen Mitmenschen direkt auf dem Kopf zusagt, dass alles, was Frauen können, von Männern grundsätzlich besser beherrscht wird, es reicht, sich mit verschiedenen antifeministischen Thesen zu befassen, damit ein Schuh draus wird.

        Übrigens halte ich Quoten für kontraproduktiv, aber danke, dass wir mal kurz darüber geredet haben…

  22. Der Kommentar kommt spät, weil ich den Text gerade erst gelesen habe.

    Es gibt in meinen Augen kaum ein ungünstigeres Thema, um „Antifeminismus“ zu analysieren, als das Thema Vaterschaft. Die persönlichen Verletzungen der Beteiligten – auf allen Seiten – sind hier offenkundig enorm.

    Ich habe mir mal die Mühe gemacht, zusammenzutragen, was bei Dir als „Antifeminismus“ dasteht:

    Die Erwägung, dass Kindesrechtsverletzungen des einen Elternteils Kindesrechtsverletzungen des anderen Elternteils nicht legitimieren (antifeministisch, weil zu juristisch-abstrakt und mit zu wenig Verurteilung des Vaters)
    – die Überlegung, dass wir in der knappen Skizze zu wenig über den Fall erfahren, um ihn richtig beurteilen zu können (antifeministisch, weil damit ganz bestimmt nur Abweichungen vom Mann=Opfer/Frau=Täterin-Klischee vermieden werden sollen)
    – die Erwartung, dass die Mutter einen sich entziehenden Vater nicht auch von sich aus aktiv ausschließen solle (antifeministisch, weil das irgendwie bedeute, dass die Mutter springen solle, sobald der Vater pfeift)
    – die Überlegung, dass sich mit der Zeit vielleicht ein Verhältnis der Tochter zum Vater entwickelt, das dem zu einem Bekannten entspricht (antifeministisch, weil…das wird hier nicht klar, ich vermute mal, weil es der Tochter gegenüber zu wenig empathisch ist) –
    – die wirklich unbegründete Unterstellung an die Mutter, sie wolle dem Vater das Kind entziehen, um ihn zu mehr Bindung erpressen zu können (antifeministisch, weil PU) –
    – der Hinweis auf eine Entrechtung von Vätern, der mit den harten Formulierungen daherkommt, ein Vater werde wie ein Sklave behandelt und die Mutter masturbiere sich dran (antifeministisch, weil Male Tears und Frauenhass)
    – die Meinung, dass Mütter, die den Kontakt des Vaters zum Kind nicht wollen, eigentlich auch sein Geld ablehnen sollten; oder die Meinung, dass Unterhalt generell abgeschafft werden sollte (antifeministisch, weil der Unterhalt dem Kind zusteht)
    – die Meinung, dass Männer kinderlos, unverheiratet und in ihrer eigenen Wohnung bleiben sollten (antifeministisch, weil Jammerei).

    Auch bei den Positionen, die ich falsch finde (Unterstellung an die Mutter, sie würde den Vater nur erpressen wollen oder an seiner Situation masturbieren; Forderung nach einer Abschaffung des Unterhalts), weiß ich nicht, was daran „antifeministisch“ sein soll – es sei denn, alles ist antifeministisch, was eine Feministin nicht sagen würde. Und selbst das stimmt nicht – die Forderung, den Unterhalt abzuschaffen, hat Antje Schrupp auch schon gestellt (ihr ging es darum, sämtliche Rechte von Vätern abzuschaffen, was natürlich allein im Interesse der Kinder gedacht war; dabei wollte sie den Unterhalt gleich mit entsorgen und auf staatliche Zahlungen umlegen).

    Es ist noch kein „dumpfer Frauenhass“, dass Männer hier Situationen anders beurteilen, als Frauen es tun – andersrum ist es ja auch kein „dumpfer Männerhass“. Tatsächlich ist z.B. die pauschale Unterstellung daneben, eine vaterentziehende Mutter würde das dem Vater (und dem Kind) zugefügte Leid genießen („masturbiert“) – dass es einen Genuss der Machtposition gibt, ist aber in einigen Fällen ganz offenkundig, und so ist selbst diese Behauptung nicht eindeutig antifeministisch.

    Krank finde ich allerdings die Äußerung, bei manchen Vätern wäre es besser, wenn sie tot wären – weil sie so offenkundig ein argumentativer Overkill ist. Es gibt Mütter und Väter, die für ihre Kinder nicht gut sind – weder ist es gerechtfertigt, das allein auf Väter zu beschränken, noch, ihnen dafür den Tod zu wünschen. Mag sein, dass hier persönliche Verletzungen überschießen – aber über den gerechten Tod von Vätern zu räsonnieren in einem Kontext, in dem es um die Verletzungen geht, die durch die Abwesenheit von Vätern Kindern zugefügt werden: Das ist völlig daneben. Ausgerechnet hier aber entdeckst Du das einzige Mal etwas anderes als „dumpfen Frauenhass“.

    Ich hab selbst in dem Kommentarstrang mitgeschrieben und war z.B. auch der Meinung, dass die bei Christian skizzierte Situation aus unserer Perspektive überhaupt nicht beurteilt werden kann. Unter anderem hab ich geschrieben: „Dass Vätern Verantwortung abverlangt wird, finde ich völlig richtig. Ich würde z.B. dafür eintreten, dass Väter, die sich dem Umgang mit ihren Kindern entziehen, zu einer Beratung verpflichtet werden – und sei es nur, um ihnen zu signalisieren, dass solch ein Verhalten nicht völlig selbstverständlich ist. Dafür bräuchte man allerdings auch seriöse Beratungsstellen.“

    Und: „Ich kenne persönlich mehrere (Trennungs-)Mütter, die sich tatsächlich sehr darum bemüht haben, einen guten Kontakt zwischen ihren Kindern und dem sich entziehenden Vater herzustellen. Sie waren auch beim Jugendamt, und eine ist sogar vor Gericht gegangen. Solche Mütter bekommen dort nach meiner Erfahrung keine Hilfe – dabei glaube ich, dass eine solche Hilfe durchaus möglich wäre. Es geht ja nicht darum, Väter mit Gewalt zum Umgang zu zwingen – aber ihnen Beratungen aufzuerlegen, wäre zumindest möglich. Man muss ja nicht schlankweg voraussetzen, dass er allein durch egoistische Motive getrieben sein kann.“

    Entschuldigung für die Selbstzitate, sie haben aber einen Grund. Mag sein, dass im Weiteren für Deinen Geschmack zu wenig auf die Perspektive der Mütter eingegangen wurde. Wichtig ist aber auch: Kein einziger Kommentator wendet sich in Antworten auf mich dagegen, dass hier das von Dir behauptete Opfernarrativ kaputt gemacht würde – die Position, dass Männer nicht ständig Opfer, Frauen nicht ständig Täterin sind, wird (anders als von Dir behauptet) in dem Kommentarstrang völlig selbstverständlich akzeptiert. Das wissen ja auch alle.

    Für mich ist hingegen das Bild, dass sich hier, in Deinem Kommentarstrang ergibt, sehr ernüchternd. Herrje, die Rechtsverletzungen von Vätern waren Menschenrechts- und Grundrechtsverletzungen, über Jahrzehnte – dies nicht nach Meinung einiger „Frauenhasser“ und „Antifeministen“, sondern festgestellt von den zuständigen Gerichten – und für keine einzige Frau hier stellt das irgendwie ein Problem dar. Und gerade darum geht es hier eben auch: Wer Vätern das grundsätzliche Recht zur Sorge für ihre Kinder verweigert, signalisiert eben damit auch, dass von ihnen die Übernahme der Verantwortung für ihr Kind gar nicht unbedingt erwartet wird. Statt einer Auseinandersetzung damit aber kommen hier noch mehrere Bestätigungen, dass manche Väter besser tot wären.

    Und: Kein einziges Mal stellt irgendeine Kommentatorin die Frage, was denn eigentlich an den von Dir vorgeführten Äußerungen so „antifeministisch“ ist – denn das sind sie zu einem guten Teil eindeutig nicht, wenn ich sie nicht völlig falsch verstehe. Stattdessen kommen Gratulationen, dass Du es diesem Christian mal richtig gegeben hast.

    Das Thema berührt also offenkundig viele Beteiligte viel zu persönlich und viel zu massiv, als dass es ein guter Aufhänger für eine Analyse von Antifeminismus wäre. Es bleibt eine durchgeknallte Empathielosigkeit, Vätern, die darum kämpfen, den Kontakt zu ihren Kindern zu behalten oder wieder zu bekommen, zu entgegnen, dass manche Väter halt besser tot wären. Das Male Tears-Gerede legitimiert solch eine antizivile Verrohtheit noch. Ich hoffe jedenfalls, dass es allein die Absorbiertheit in den persönlichen Verletzungen ist, die solch ein Verhalten bedingt.

    • “ Wer Vätern das grundsätzliche Recht zur Sorge für ihre Kinder verweigert, signalisiert eben damit auch, dass von ihnen die Übernahme der Verantwortung für ihr Kind gar nicht unbedingt erwartet wird. Statt einer Auseinandersetzung damit aber kommen hier noch mehrere Bestätigungen, dass manche Väter besser tot wären.“

      Großartig formuliert.

      Leider wird hier so gar nichts ankommen. Onyx, Margret und Stephibas und wohl noch andere haben sich auf ihre Schwarz-Weiss-Sicht eingeschossen. Bauen die ganze Zeit Strohmänner auf, wenn sie behaupten „Antifeministen“ würden einfach nur alle Frauen scheiße finden und alle Männer als unterdrückte Heilige einordnen. Das wiederum erlaubt ihnen sich als Gewinner in einer Nichtdiskussion zu definieren. Auf das Gehabe angesprochen, krakeelen sie nach „Beweisen“ obwohl ihr Sexismus aus jeder Kommentarzeile tropft und stellen mithilfe des Votums der Gleichstellungsbeauftragten fest, daß die Gegenseite bei jeder Diskussion schlecht aussah.

      Jeder Stammtisch diskutiert differenzierter.

      • „Onyx, Margret und Stephibas und wohl noch andere haben sich auf ihre Schwarz-Weiss-Sicht eingeschossen.

        …bla..

        Jeder Stammtisch diskutiert differenzierter.“

        Sagt der, der seine absurden Behauptungen gebetsmühlenartig wiederholt ohne sie ein einziges Mal konkret belegen zu können ^^

        Immer wieder lustig, diese Antifeministen.

    • @ Schoppe: Deine Antwort auf Robin verkürzt ihre Sichtweise (mit Absicht?) polemisch. Picken wir uns einmal eine Formulierung heraus: „die wirklich unbegründete Unterstellung an die Mutter, sie wolle dem Vater das Kind entziehen, um ihn zu mehr Bindung erpressen zu können (antifeministisch, weil PU)“.

      Robins Ausführungen hierzu waren wensentlich ausformulierter und begründeter als „antifeministisch, weil PU“. Robins Vorwürfe an diesen speziellen Komenntator waren:

      1. Er gibt letzten Endes der Mutter die Schuld an der Abwesenheit des Vaters, weil diese sich ja diesen Mann quasi „ausgesucht“ hat / diese Art von Mann mag.

      2. Er gibt Mutter und Kind die Schuld, weil diese sich angeblich nicht auf die Bedürfnisse des Alpha-Vaters einstellen können und ihm damit „die Lust rauben“.

      3. Er überträgt ein PU-Konzept auf ein Kind (das Kind findet diesen Mann / Alpha gut wie die Mutter und muss sich daher auf ihn einstellen), was eine unangemessene sexuelle Note für eine Art von Beziehung herstellt, in der sie nichts verloren hat: Eine Eltern-Kind-Beziehung.

      Ob man das als antifeministisch bezeichnen möchte, darüber kann man streiten, ich persönlich würde es als frauen- und kinderfeindlich bezeichnen.

      @ Gerhard Interessant. Den Kommentatoren hier unterstellst Du reflexartig Sexismus, in den Kommentaren bei Christian möchtest du diesen aber gerade nicht erkennen? Doppelmoral?

      • “ Gerhard Interessant. Den Kommentatoren hier unterstellst Du reflexartig Sexismus, in den Kommentaren bei Christian möchtest du diesen aber gerade nicht erkennen? Doppelmoral?“

        Sicherlich nicht. Tatsächlich bin ich in der Männerrechtlerblase empfindlicher gegenüber Frauenhass als gegenüber Männerhass. Das kannst Du da gerne auch nachlesen, auch wenn ich nicht überall bin. Falls ich das anmerken darf, auch Robin hat sich zumindest ein bisschen gegen Deinen falschen Eindruck gestellt. So habe ich das wenigstens gedeutet.

    • @ schoppe “ und für keine einzige Frau hier stellt das irgendwie ein Problem dar.“

      Das mag eventuell auch daran liegen, dass es gar nicht darum ging sondern um einen Vater, der sich seiner Verantwortung entzieht ^^.

      Muss man deiner Ansicht nach auch bei Diskussionen zu „Gutwettervätern“ (darum ging es hier) jedes mal die rechtliche Situation der letzten Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte (vor 1900 hatte übrigens die Frau sehr schlechte Karten bei einer Scheidung) mitdozieren, um dem Thema gerecht zu werden? Genau das kritisiert Robin oben: Dass es in der Diskussion bei allesevolution kaum um die Perspektive des Kindes ging, sondern ausschließlich Entschuldigungen für den Vater gesucht wurden.

      Und das ist genau so eine Entschuldigung: Die rechtliche Situation war über Jahrzehnte so schlecht (darum kann er doch eigentlich nichts für sein Verhalten).

    • Noch eine Frage hätte ich @ schoppe Was genau hat die Tatsache, dass unverheiratete Väter bis vor kurzem (bzw. eigentlich immer noch) beim SORGERECHT benachteiligt waren, mit Robins Thema zu tun? Was Robin hier anspricht, also Besuche und gemeinsame Aktivitäten betreffen schon immer das UMGANGSRECHT (ich schreibe das deshalb so deutlich, weil es andauernd vermischt wird).

      Deine Antwort ist in vielerlei Hinsicht nicht nachvollziehbar.

      @ Robin u. a. Was das Umgangsrecht bzw. die Umgangspflicht betrifft, haben wir nebenbei tatsächlich eine unglaublich benachteiligende Situation – für das Kind. Denn während das Kind bzw. der/die Jugendliche durchaus gezwungen werden kann (notfalls mit Polizeigewalt), Umgang mit einem Elternteil zu pflegen, den es gar nicht sehen will, kann umgekehrt ein Elternteil tatsächlich nicht gezwungen werden, Umgang mit dem Kind zu pflegen. Das benachteiligt einen Part der Beziehung, das Kind, eklatant. Theoretisch gibt es zwar die Möglichkeit, den Umgang entsprechend einzuklagen, faktisch kann dieses Recht des Kindes aber nicht umgesetzt werden oder wird nicht umgesetzt, da man, anders als beim Kind, den Elternteil nicht staatlicherseits zwingt, den Umgang tatsächlich zu pflegen.

  23. @ Nebenbei ist auch deine Interpretation von Robis Ausführungen zum „toten Vater“ völlig verzerrt. Du stellst es so dar, als wünsche sich Robin den Tod des Vaters als eine Art von „Rache“. Tatsächlich schreibt sie aber, dass es für sie als Kind leichter gewesen wäre, ihr Vater wäre tot und nicht abwesend. Weil sie sich dann immerhin hätte vorstellen können, er habe sie geliebt und würde sich um sie kümmern, wenn er eben nicht tot wäre.

    Der abwesende, am Kind uninteressierte Vater ist für ein Kind vermutlich tatsächlich schwerer zu ertragen als ein toter Vater, weil bei ersterem das Desinteresse und das „Nichtgeliebtwerden“ im Vordergrund steht, bei zweiterem der schmerzliche Verlust.. Das muss übrigens nicht nur der Fall sein, wenn eine Trennungssituation vorliegt, das kann auch in einer „verheiratet aber alleinerziehend“ Konstellation der Fall sein (bei übermäßiger Ausübung der Berufstätigkeit z. B.).

  24. @ Gerhard und schoppe Was haltet ihr denn z. B. von einem Kommentar „Von Zwangsvätern irgendetwas zu erwarten (einschließlich Kindesunterhalt) hat für mich immer etwas gehässiges und beinhaltet die Missbilligung männlicher Sexualität“

    Ist es für euch völlig unverständlich, dass man vor so einem Kommentar sitzt und sich denkt „der hat ja wohl ein Rad ab“? Missbilligung männlicher Sexualität, weil dabei ein Kind entstanden ist und dieses Kind Rechte hat? „Zwangsvater“? „Gehässig“, weil der Vater Pflichten dem Kind gegenüber hat? Was steht denn da letzten Endes? Soll sie doch sehen, wie sie allein mit dem Kind zurechtkommt, wenn sie schon nicht aufpasst (ist ja schließlich ihre Aufgabe), ist alles ihr Problem und wenn sie das nicht tut, ist sie halt „gehässig“! „Männliche Sexualität“ hat nichts mit Verantwortung gegenüber dabei gezeugten Kindern zu tun (im Prinzip ist der Kommentar sogar auch noch männerfeindlich, weil er „Männlichkeit“ unglaublich stereotyp definiert).

    Oder wenn gefordert wird „den Unterhalt abzuschaffen“. Den Unterhalt, der dem Kind zusteht, wohlgemerkt.

    Sind das in euren Augen ernsthaft Posts, über die sich reflektiert nachzudenken lohnt? Sind es Posts, die ein sonderlich gutes Licht auf die Männerrechtsbewegung werfen?

    Das Problem ist, und das schreibt Robin ja auch weiter unten, dass sich auf Blogs, die sich mit Männerrechten beschäftigen, unzählige solcher Beiträge finden. Teils nur von den Kommentatoren, teils auch von den Blogbetreibern. Das ist erstmal nicht antifeministisch, das ist frauenfeindlich und kinderfeindlich. Antifeministisch wird es, wenn das Ganze dann noch durchmischt ist mit Angriffen auf eine angeblich feministisch verseuchte Justiz oder aber, wie hier, unterstellt wird, der Vater habe letzten Endes keine Schuld an der Situation und keine Verantwortung für sein Kind, weil er, aufgrund feministischer Gesetze, ja so und so benachteiligt wäre (und ja, das ist der Subtext der Beiträge auf allesevolution zu dem Thema). Es sind Beiträge, die sagen: Frauen sind scheiße, Kinder haben keine Rechte (auf jeden Fall keine gegenüber dem Vater) und schuld an allem ist sowieso der Feminismus, gerne auch mal der „Staatsfeminismus“.
    Es sind Beiträge, die jegliche Verantwortung Mutter und Kind zuschieben wollen. Wenn dann gleichzeitig Väterrechte eingefordert werden, ist das extremst unglaubwürdig.

    Zwischenzeitlich beklagt sich dann jemand, dass „wir nicht ernstgenommen“ werden. Warum wohl?!

    • „Oder wenn gefordert wird “den Unterhalt abzuschaffen”. Den Unterhalt, der dem Kind zusteht, wohlgemerkt.“

      Ja, da kann man ernsthaft drüber diskutieren. Der Pflicht zum Unterhalt stehen keinerlei Rechte entgegen. Ich selbst befürworte ganz nebenbei eine Unterhaltspflicht, falls das Recht zur Sorge (Ungleich Sorgerecht) nicht nicht in Anspruch genommen wird. So ganz verkürzt. Reproduktionsrechte für Männer (die mindestens theoretisch diskutiert werden sollten (zwischen anonymer Geburt und Entvaterung) sind leider nirgendwo Thema, aber sie existieren ja auch überhaupt nicht.

      Allerdings halte ich Deine Frage auch nur für einen rhetorischen Trick, denn weiter oben und darunter in Deinem Kommentar betreibst Du auch nur Rabulistik. Versuche einfach mal über geschriebenes nachzudenken anstatt das denkbar gehässigste hineinzuinterpretieren, dann könnte man Dich auch ernst nehmen

      • Du meinst in einen Kommentar wie „Von Zwangsvätern irgendetwas zu erwarten (einschließlich Kindesunterhalt) hat für mich immer etwas gehässiges und beinhaltet die Missbilligung männlicher Sexualität”“ kann man noch mehr „Gehässiges“ hineininterpretieren?

      • „Der Pflicht zum Unterhalt stehen keinerlei Rechte entgegen. “

        Doch, das Umgangsrecht beispielsweise (gleichzeitig eigentlich auch eine Pflicht). Das notfalls sogar mit Polizeigewalt und sogar gegen den Willen des Kindes durchgesetzt werden kann.

      • Was mich noch interessiert: Was für „Rechte“, außer dem Umgangsrecht, gegenüber dem Kind sollten das denn sein, die da der Unterhaltspflicht gegenüberstehen?

        Auch Eltern, die mit ihrem Kind zusammen leben, haben viele Pflichten und wenig Rechte gegenüber dem Kind (u. a. sind auch sie unterhaltspflichtig). Das bringt die Tatsache, dass ein Kind von den Eltern abhängig ist, eben mit sich. Und das möchtest du ernsthaft diskutieren?

        Übrigens sind Kinder umgekehrt später den Eltern gegenüber ebenfalls unterhaltspflichtig z. B. in einer Pflegesituation. Das u. U. auch dann, wenn die Eltern ihren Pflichten den Kindern gegenüber in der Vergangenheit nicht nachgekommen sind. Da hättest du dann deine „Rechte“.

    • Margret, als Du ernsthaft versuchst hast, das Umgangsrecht als solides und ausreichendes Recht zu verkaufen, habe ich das noch als Provokation eingestuft.

      Deine neue Frage nach Rechten gegenüber Kindern hingegen hat mich überzeugt, daß Du wirklich ahnungslos bist. Missversteh diesen Satz bitte nicht als Angriff. Das Umgangsrecht ist in der Praxis einfach nur ein Witz und die (fast immer) Mutter hat unglaublich viele Möglichkeiten, dieses so gut wie sanktionslos zu hintertreiben.

      Das mit den Reproduktionsrechten für Väter framest Du als Rechte gegenüber Kindern. Kann man so machen, ist nur leider nicht zielführend. Das einzige Recht, welches Männer haben, ist das Recht ein Kondom zu benutzen oder Sex ganz zu lassen. Sie haben keine Mitsprache bei einem bedeutendem Ereignis, bei denen die Mütter (so ziemlich komplett zu Recht!) alle Rechte haben. Dabei ist es etwas, was im Zweifelsfalle Männer zB die nächsten 25 Jahre finanziell stark belastet. Aber vielleicht sollte man auch bei der anonymen Geburt daran denken, ob doch nicht auch der Erzeuger das Kind „erhalten“ kann. Weiterhin gibt es auch in diesem Umfeld weitreichende Beratung für schwangere (Teenager-)Mütter. Das ist prima. Aber warum gibt es so etwas nicht für werdende (Teenager-)Väter? Gerade psychologisch gäbe es da viel zu tun, zumal die Männer eigentlich keine Handlungsoptionen haben.

      Es kann natürlich hier nicht dieselben Rechte geben. Aber man kann und sollte auch nach der anderen Seite schauen. Was nicht passiert. Das ist ein recht schwieriges Thema und geht zu weit weg von Robins Rant und den Kommentaren hier. Ich lade Dich herzlich ein, in der männerrechterblase nachzufragen und mitzukommentieren. Dort behandeln wir solche Themen öfters. Wahrscheinlich hat der schröckliche Christian schon so einige Artikel darüber.

  25. @Robin: Bitte diese antifeministische Sch***e von „Leszek“ und „Schoppe“ löschen. Das muss auf einen feministischen Blog echt nicht sein, diese Kombination aus Mansplaining und Derailing.

    • »Löschanträge« ausgerechnet gegen Schoppe und Leszek?? Da möchte ich doch insbesondere an einige der *männerrechtlichen* Kommentatoren (nicht nur) auf diesem Blog den Hinweis richten, *wer von uns* tatsächlich als Gefahr für die feministische Ideologie wahrgenommen wird. Manch andere liefern nämlich bloß dringend benötigtes Material zur Aufrechterhaltung von Feindbildern.

  26. Hallo,
    leider wurde auf meine Wünsche bezüglich der Verwendung meiner Zitate bisher nicht reagiert. Ich habe als Urheber das Recht, die Verwendung von mir verfaßter Text ggf einzuschränken. Bitte berücksichtige dies. Ich will damit inhaltlich keinen Einfluß ausüben, sondern lediglich mein Urheberrecht ausüben.
    Natürlich ist die von mri gesetzte Frist nicht abgelaufen.
    Ich hoffe nicht, dass ich wirklich aktiv werden muß.
    Das wäre mir eigentlich durchaus zu konfrontativ. Wenn jedoch völlige ignoranz demonstriert wird, was soll ich dann tun? Nimm einfach meine Zitate raus.
    Reicht mir völlig.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dummerjan

    • Ich weiß ja, dass Männer stärker als Frauen dazu neigen, sich für den Mittelpunkt des Universums zu halten, aber selbst dann hättest du merken können, dass ich seit Wochen auf kaum einen Kommentar geantwortet habe, weil ich schlicht sehr eingespannt war.

      Nimm bitte zur Kenntnis, dass dies ist auch der einzige Grund ist, weshalb ich deiner Drohung entspreche, denn ich bin mir ab-so-lut sicher, dass hierbei in keinster Weise gegen geltendes Urheberrecht verstoßen wird, da es sich um ein anonym (!) gepostetes Kommentar auf einem öffentlichen (!) Blog handelt. Den Zusammenhang zum Antifeminismus stellst du im Übrigen selber her, wenn du auf antifeministischen Websites kommentierst – das nur so nebenbei. Da diese deine Drohung außerdem wunderbar zum Thema passt und allerlei Vorurteile demonstriert, die man so gegen Antifeministen haben kann, stellt das Löschen deiner Kommentare mit entsprechendem Hinweis sogar einen Gewinn für den Artikel dar (den allerdings erfahrungsgemäß so lange nach Veröffentlichung eh kaum jemand mehr liest).

      Ich möchte außerdem zu Protokoll geben, wie unglaublich lächerlich ich es finde, eine solche Nummer abzuziehen ausgerechnet wegen einem Kommentar auf einem Blog, der fast täglich genau das praktiziert, weshalb du mir den Anwalt auf den Hals hetzen willst. Seltsamerweise habe ich dazu weder von dir, noch von deinen Kommentar-Kumpels jemals Ermahnungen in diese Richtung vernommen, obwohl Christian STÄNDIG Kommentare von externen Seiten oder gar Blogartikel teils oder ganz zitiert – unter anderem von mir.
      Stell dir mal ernsthaft die Frage, ob du dahingehend wirklich einen Präzedenzfall schaffen wolltest, wenn du hier denn tatsächlich eine rechtliche Handhabe hättest.

      Ansonsten begrüße ich deine Abneigung, zusammen mit frauen-, kinder, familien- und nicht zuletzt männerfeindlichen Antifeministen genannt zu werden, hoffe jedoch, diese Abneigung bringt dich zum Nachdenken über deinen Umgang und deine eigenen Äußerungen.

    • „Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt“. Bei Pipi Langstrumpf fand ich das süß. Bei Dir einfach nur lächerlich. Wie kommst du darauf Urheberrechte geltend zu machen, wenn du als Urheber damit überhaupt nicht in Verbindung gebracht werden willst. Ganz schön schwache Vorstellung.

  27. E gibt nicht im Ansatz einen Löschungsanspruch des „Dummerjan“ für die von ihm freiwillig veröffentlichten Meinungsäußerungen, die nach meiner oberflächlichen Prüfung ausnahmslos ohne hinreichende Schöpfungshöhe erfolgten.
    Ich darf anmerken, dass ich Rechtsanwalt bin.

  28. Hi Robin! Bin gerade über deinen Artikel gestolpert (Onyx hat ihn geteilt)
    Es ist immer wieder faszinierend wie schnell man sich vom eigentlichen Problem Vater-nimmt-seine-Sorgepflichten-unzureichend-wahr hin zu Eigentlich-sind-Väter-ja-die-Opfer bewegt. Zunächst ist es unvorstellbar, dass Väter so sein können, dann sind es eigentlich nur einzelne Ausnahmen – geschmückt von vielen vielen Anekdoten böser Ex-Frauen – bis man es als gegeben hinnehmen muss. Aber was erwartet man auch von einer Gesellschaft, in der es für Väter schon eine Zumutung ist für ihre eigenen Kinder Unterhalt zu zahlen,einfach schon aus purer Angst, dass man der Ex-Frau damit einen Gefallen tut?

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