Home is where the heart is I’ve been told…

…SO I GOOO!!!

Liebe Leute, wieder haben es nur meine Twitter-Follower mitgekriegt: Ich bin wieder on the road! Dieses Mal sind es nur 10 Tage, die ich auf dem wunderschönen Küstenweg in Spanien verbringen werde. Heute habe ich meine erste Etappe hinter mich gebracht und darf vermelden: Ich bin fit und supergut drauf! Einer weiteren erfolgreichen Camino-Experience steht also nichts im Wege :3

Leider waren die Tage davor so stressig, dass es mir unmöglich war, mich richtig vorzubereiten oder auch nur drauf zu freuen. Als ich Dienstagmorgen viel… VIEL zu früh zum Flughafen düsen musste (so früh, dass man eigentlich von Montagnacht sprechen müsste😦 ), war ich sogar kurz davor, das Ganze sausen zu lassen, weil ich eigentlich einfach nur schlafen wollte. Irgendwie hatte ich es nämlich in den fünf Tagen davor geschafft, nicht nur fast 30 Stunden arbeiten zu gehen (natürlich wie immer Spät- bzw. Nachtschicht), sondern mich auch dran zu erinnern, dass ich ja eigentlich noch studiere und eine meiner letzten Hausarbeiten anzufangen und fristgerecht (naja, fast) fertig zu stellen.

Ich sag mal so: Das alles auf einmal ist nichts, was ich nochmal wiederholen wollte!

Leider bin ich darüber auch nicht dazu gekommen, meine Montagskolumne fertig zu stellen. Zwar wollte ich das gestern im Flugzeug bzw. im Bus noch machen, aber hab stattdessen lieber geschlafen. Und bevor ich mich JETZT da dran setze, statt mich wie eigentlich geplant in eine Badewanne voll Tapas zu schmeißen (für die San Sebastián berühmt ist), verschiebe ich das lieber. Sowieso hat meine Therapeutin gesagt, dass ich mir nicht immer so viel Stress machen soll (und findet ihr Sätze, die mit „Meine Therapeutin hat gesagt…“ beginnen nicht auch irgendwie absurd?).

Jedenfalls: Das wird nachgeholt, nämlich am 4. Montag des Monats, sprich, am 4. Dienstag. Denn weg bin ich bis zum 20., womit mir insgesamt nur 10 Wandertage bleiben!

Der Anfang war jedenfalls vielversprechend. Allerdings treibt mich grade ein erstklassiges First-World-Problem um, das der Grund ist, warum ich überhaupt blogge (statt, ihr wisst schon… bereits in Tapas zu baden).

Heute bin ich wie gesagt in San Sebastián. Das logische Ziel für morgen wäre Zarautz, einer Stadt mit einem hässlichen Namen und wunderschönen Strand. Auch die Herberge ist sehr nett, allerdings öffnet die erst um 16 Uhr. So wie ich momentan drauf bin, komme ich allerdings schon um 12, 13 Uhr an. Warten ist an sich ja kein Problem, da der Strand nur ein paar Minuten weg ist und ich in der Zeit eigentlich schwimmen gehen könnte, nur ist leider für morgen Regen gemeldet.

Was nun? Eigentlich möchte ich ja auch so viel wie möglich gehen, womit sich die Alternative eröffnet, die Herberge links liegen zu lassen und weiter zu ziehen. Die nächste richtige Möglichkeit zur Einkehr ist dann allerdings wieder erst nach 21 km. 42 km gehen am 2. Tag? So gut es heute geklappt hat… DAS ist schon ne Marke. Sorgen um einen Schlafplatz brauch ich mir zwar keine zu machen, weil in Deba eigentlich immer jeder nen Platz kriegt, aber trotzdem! Da warten ein paar richtig fiese Steigungen, auch wenn die heute schlimmer waren.

Irgendwie tut es mir auch weh, die Herberge in Zarautz sausen zu lassen, weil sie echt schön ist mit megagroßen Garten, der zum abendlichen Verweilen einlädt und eigentlich die erste Möglichkeit darstellt, mal andere Pilger näher kennen zu lernen. Bisher ist das nämlich noch nicht so wirklich passiert, weshalb ich mich nicht richtig wohl fühle. Grade bin ich in einer sehr großen Jugendherberge, in der es so ganz ohne Aufenthaltsraum kaum Chancen dazu gibt und gestern war die Herberge auch schon überfüllt. Letztes Jahr dagegen hatten wir eine richtig gute Pilgergemeinschaft, weshalb es mir wahnsinnig weh getan hat, nach Hause fliegen zu müssen. Andererseits, wenn ich sowieso so viel wie möglich gehen will, ist es dann nicht sogar gut, wenn ich mich nicht allzu sehr an andere Pilger hänge? Sowieso hielt diese Gemeinschaft nur 2, 3 Tage, bis sich jeder in alle Winde zerstreute, wie mir grade bewusst wird. Anscheinend romantisiere ich das in der Erinnerung ein bisschen.

Also, was tun? 21 km und den halben Tag dumm rumsitzen, dafür aber ne megaschöne Herberge haben oder richtig durchpowern, zwei Etappen auf einmal zu machen und dann vielleicht neue Leute kennen zu lernen, bei denen es besser passt?

Schwierig und echt nervig, zumal es nur vom Wetter abhängig ist. Sollte morgen wider Erwarten Badewetter herrschen, bleibe ich mit Freuden in Zarautz, aber wenn es wirklich nieselt, bin ich total überfordert mit dieser Entscheidung. Hach!

Jetzt ist erstmal duschen angesagt, dann Tapas!! Ob ich mich noch öfter melde, weiß ich nicht, aber auf Twitter könnt ihr euch aktuelle Fotos etc. ansehen, denn im Gegensatz zu den letzten Malen bin ich dieses Mal ja smartphonebestückt! Hashtag #RobinCamino! Check it out :3

Zum Schluss die Musik für alle Globetrotter und Wanderfreudigen:

Ich bin zuhause.

4 Gedanken zu “Home is where the heart is I’ve been told…

  1. Pfeif auf Montags-(Dienstags-(Mittwochs-))kolumne. Camino-Bilder FTW!
    Ich bin vorhin erst dazu gekommen meine Timeline aufzuarbeiten – und es war ein einziges „Oh, guck mal, ist das schööön!“🙂 Und das allerbeste daran – wenigstens nach meinem Gefühl – du bist glücklich dabei. Und du steckst damit an. Und ich sitze hier schon wieder wie das berühmte Honigkuchenpferd,:)
    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Freude für die nächsten Tage.

  2. Also erstmal – wenn ich es nicht sehen würde, hätte ich behauptet, dass das Nocturnal Rites sind und nicht Avenged Sevenfold. Klingt ziemlich cool! Frage mich gerade, ob das dieselbe Band ist, die ich vor Jahren mal als Vorgruppe von Metallica gesehen und für „nett, aber nicht so dolle“ befunden habe…

    Dann noch etwas nicht zum Thema: Du hast eine Therapeutin? Hat es zwischenzeitlich nun doch geklappt?! Das würde mich ja wirklich sehr für Dich freuen!

    Zum eigentlich Thema hab ich sonst leider nix zu sagen😀
    Auf dem Norte war ich noch nicht und bin eh nicht der Typ, der weiter als 35km am Tag läuft – egal, ob ich könnte oder nicht. Im Zweifel muss es wohl einfach eine Bauchentscheidung vor Ort werden😉

  3. Lol, als ich das von den 42 km gelesen habe mußte ich gleich denken „Wow, das klingt ja glatt nach ’nem Marsch für Fallschirmjäger“, und siehe da:

    http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/!ut/p/c4/NYzNCsIwEITfaJOI4s_N0It4E0HrbU1DszVNyrLRiw9vcnAGhoFvGPVQ1QnfNKJQThjVXfWODs8PBO8Z8CXFxwgJXWByQXyCCQOvtDEwlUitqFt7GTy4nLy0rDOhmiOjZIYls8RGCnMlQIPqtems3ui_zHd33lp73Zt1d7IXtczz8QefsGVA/

    160 km in 4 Tagen = 40 km/Tag, woll? Und ’nur‘ 8 Fallschirmjäger haben das nicht gepackt.^^ (Nach mehreren Vorbereitungsmärschen übrigens)

    Bin ja mal gespannt, wie Du Dich letztlich entschieden hast.

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