Montagsliste: 7 Filme, die ich hasse, obwohl sie jeder liebt

Ich habe letzte Woche schreckliches Ungemach auf mich gezogen. Ich posaunte etwas zu laut herum, meine Bildungslücken im Bereich Film schließen zu wollen, weshalb die Mitbewohner mich zwangen, „Star Wars“ mit ihnen anzusehen. Ich habe noch keinen einzigen der Filme ganz gesehen, also nahmen sie das zum Anlass und veranstalteten mit mir einen Marathon mit der Original-Trilogie, die beide lieben.

Danach mochten sie mich nicht mehr. Aber was soll ich dagegen machen. Ich fand die Filme einfach nicht so doll. Es wäre sicher anders, wenn ich sie schon als Kind gesehen hätte. Aber so?

Ich hätte bei dem Thema sogar mal ausnahmsweise die Fresse gehalten, weil ich aus purer Nerd-Solidarität wirklich keine Star-Wars-Fans beleidigen will. Aber man wollte mein Urteil ja unbedingt hören. Zurück bleiben zwei völlig fassungslose Mitbewohner und eine auch nicht sonderlich begeisterte Twitter-Followerschaft.

Da dachte ich mir: Ist der Ruf schon ruiniert, kann ich auch noch einen draufsetzen und eine kleine Liste zusammen stellen mit Filmen, von denen die Menschheit total begeistert ist… und die ich allesamt zum Kotzen finde. So eine Gelegenheit kriege ich vielleicht nie mehr!

(Als kleiner Trost für alle Star-Wars-Fans, die es bis hierher geschafft haben, möchte ich euch Hemators Blog ans Herz legen, falls ihr ihm nicht sowieso schon folgt. Der Junge kennt sein Franchise!)

7 Filme, die ich hasse, obwohl sie jeder liebt

Platz 7: Antichrist
Fangen wir mal locker an mit einem Film, den ganz sicher NICHT jeder liebt, der aber trotzdem auf diese Liste gehört, weil er eine Zeitlang von der selbsternannten kulturellen Elite gelobt worden ist, bis mir die Ohren bluteten. Denn dieser Film ist SCHEISSE. Er ist EKLIG, er ist PSEUDO, er ist LANGWEILIG. Und er ist ein Paradebeispiel für alles, was im Arthouse-Kino falsch läuft, denn nur, weil man eine völlig wirre Story in Schwarz-Weiß oder mit seltsamen Bildfiltern dreht und das Ganze mit italienischen Opernarien unterlegt, werden sinnlos widerliche Splatterszenen noch lange nicht zur Kunst!
Meine alten Mitbewohner waren ja ach so schockiert, dass ich den Film nicht total feierte. Die konnten ernsthaft nicht verstehen, was ich an diesem Machwerk schlecht finden konnte. Diese dämlichen Hipster mit ihren reichen Eltern! Einer erklärte mir bedeutungsschwanger, dass Lars von Trier während der Dreharbeiten an Depressionen litt (als wäre es nun meine Pflicht, diesen Müll nur deshalb gut finden zu müssen), während der andere über die Tiefsinnigkeit schwadronierte. Allein diese religiösen Bezüge mittels dieser Bibelgeschichte von den drei Bettlern…
Ich, die dumme Kulturverächterin aus dem katholischen Hinterland, musste ihm dann erklären, dass es eine solche Geschichte nicht gibt. Was nochmal auf ne ganz andere Art armselig ist. Wenn man in der Bibel keine Geschichte findet, die zu dem Müll passt, den man drehen will, sollte man vielleicht nicht einfach eine erfinden, nur um belesen zu wirken!
Dass man diesem Film dann auch noch unfassbaren Frauenhass vorwerfen kann, interessiert mich ehrlich gesagt schon gar nicht mehr, denn jede vertiefte Interpretation ist pure Zeitverschwendung und davon hatte man nach 100 endlos langen Filmminuten schon mehr als genug.
Antichrist – das Gegenteil von Kinovergnügen! Es ist mir egal, ob man mich wegen dieser Meinung für dämlich hält.

Platz 6: Ich – Einfach unverbesserlich
Dieser Film war lange Zeit in meinem Freundeskreis DER Animationsfilm, auf den alle total abgegangen sind. Weil er ja so WITZIG wäre.
Tatsächlich ist er das nicht. Klar, er hat seine Momente
its so fluffy
aber insgesamt war mir die Lacherdichte doch nicht groß genug. Ich kucke Animationsfilme ganz sicher nicht, weil ich sie für total tiefgründig halte, aber das ist wirklich der einzige, bei dem ich jemals so unangenehm daran erinnert wurde, dass ich eigentlich schon zu alt für diesen Scheiß bin.
Viele Animationsfilme funktionieren auf zwei Ebenen – für Erwachsene und Kinder. Dieser dagegen fand ich einfach NUR kindisch albern. Das geht mit der doofen Story los, setzt sich fort beim zuckrigen Design und endet bei den unterkomplexen Charakteren.
Alles in allem ein Film, den ich sicher nicht wirklich hasse, den ich aber einfach nicht noch mal sehen will, doch weil mir das niemand lassen wollte und ich seit Jahren von allen Seiten mit diesen blöden Minons traktiert werde, hasse ich ihn jetzt halt doch!

Platz 5: The Incredibles
Man sollte meinen, als Superheldenfan müsste ich „The Incredibles“ total feiern. Tatsächlich ist das mal ein Film, der ich regelrecht sauer gemacht hat. Lustigerweise stört mich hier das Gegenteil von dem, was mir bei „Ich – Einfach unverbesserlich“ auf den Sack geht. Es ist, als hätte Christopher Nolan (oh, zu dem kommen wir noch…) einen Pixar-Film gedreht. Ich halte mich bei gruseligen Dingen, die man Kindern zutraut, für relativ schmerzfrei (so bin ich wohl auch die letzte Verfechterin des „Struwwelpeters“ als Lektüre schon für Vorschulkinder), aber dies war wirklich der erste und einzige Animationsfilm, bei dem ich dachte „Mein Gott, sowas kann man doch nicht bringen“.
Besonders ist mir hier diese eine Szene im Gedächtnis geblieben, nachdem das Flugzeug mit der Familie auf dieser Insel abgestürzt ist. Die Mutter beschwört dann ihre völlig verängstigte Tochter, sich zusammen zu reißen, denn „Die wollen uns töten“ oder so, und das alles mit megacreepy Stimme. Das ist… einfach too much! Spannung, ok, Grusel, klar, aber irgendwie fehlt mir hier etwas, das diese Elemente für Kinder auf eine Weise umsetzt oder abfedert, die sie ertragen können.
Was ist außerdem die Message des Films? „Wenn alle was besonders sind, ist es keiner“? Ich meine… dafuq? Nachdem man sich jahrelang bemüht, seinen Kindern beizubringen, dass alle Menschen gleich viel wert sind, kommt dieser Film daher und sagt ihnen, dass manche halt doch einfach besser sind als andere? Ähm, was?
Darum nervt mich auch die Schlussszene. Ein Speedster, der ein Rennen gegen Menschen ohne Superkräfte läuft (und natürlich gewinnt). Das ist unanständig. Sowas tun Superhelden einfach nicht.

Platz 4: Avatar
Ein Film, der mich null interessiert hat, den ich mir dann aber doch noch im Kino ansah, weil er da schon als der erfolgreichste Film aller Zeiten gehandelt worden ist (Bildungslücke schließen und so). Was nur beweist, wie schnell sich aus Scheiße Gold machen lässt, wenn man nur ein paar hübsche CGI-Effekte draufsetzt und das Ganze in 3D dreht.
Ich bin absolut kein Freund von 3D. Sicher ist das manchmal ganz nett. Aber noch nie hat es mich so mitgerissen, dass es mir den Euro für die 3D-Brille wert gewesen wäre – vom normalen exorbitanten Aufschlag für 3D-Filme ganz zu schweigen.
Avatar ist aber nun ein Film, der komplett von diesen Effekten lebt und ohne sie NICHTS ist.
Weniger als nichts sogar. Es weiß ja inzwischen jeder, dass die Story von „Pocahontas“ geklaut ist. Sie ist aber noch dazu schlecht geklaut (und dazu latent rassistisch). Dieses Gelaber über die ganzheitliche Alienkultur ist selten dämlich und ekelhaft moralisierend. Zu keinem Zeitpunkt erweckt der Hauptcharakter Sympathien und der Bösewicht ist grundlos böse. Überhaupt hat man diesen Film wohl nur in 3D gedreht, um damit zu verschleiern, wie flach sämtliche Protagonisten sind.
Ja, manches sieht ganz hübsch aus, wenn man Computereffekte toller findet als echte Masken und Requisiten, in die irgendjemand mit handwerklichem Höchstgeschick stundenlange hingebungsvolle Arbeit gesteckt hat – aber das ist auch schon alles. Dieser Film ist wirklich an Banalität nicht zu überbieten und deshalb ist es eine furchtbare Schande, dass er in die Geschichte eingehen soll als erfolgreichster Film aller Zeiten!

Platz 3: Frozen
Uuuund noch ein Animationsfilm – und auch dieses Mal einer, der viele Superlative sein eigen nennen kann!
Aber warum? Warum?! Es ist mir wirklich völlig unbegreiflich, wieso „Frozen“ der erfolgreichste Animationsfilm und damit auch der erfolgreichste Disneyfilm aller Zeiten ist. Ernsthaft, erklärt es mir!
Das hat dieser Film in meinen Augen einfach nicht verdient. Der Story fehlt jedes ikonische Element, sie ist im schlechtesten Sinne nicht „klassisch“, was alles einfach verworren macht und so viele offene Fragen lässt wie z.B. die, woher Elsa eigentlich überhaupt ihre Kräfte hat. Auch hier nervt mich wieder das kindische Design (Olaf! Kotz!!!), aber im Gegensatz zu „Frozen“ hatte „Ich – einfach unverbesserlich“ wenigstens keinen Gesang. Der ist nun aber leider meist totally pointless (Olaf! Kotz!!!) und bietet außer bei „Let it go“, was einfach ein perfekt arrangierter Popsong ist, nur langweiliges Geträller, das weder die Story voran bringt, noch im Ohr bleibt.
Und es sind ZU VIELE SONGS!! Braucht man wirklich als Einstieg ein Lied über’s Eishauen? Überhaupt, wie kann man man davon ausgehen, dass auch nur 10% aller Kinobesucher (darunter mit Sicherheit kein einziges Kind) kapieren, was die da tun (nämlich auf die einzige Art Eis beschaffen, die es gab, bevor man Kühlschränke erfand)?
Und die Charaktere, ach, die Charaktere. Ein Bösewicht, der aus dem Nichts auftaucht, ohne dass es vorher auch nur einen einzigen Hinweis auf seine finsteren Absichten gibt, ein nerviger Hauptcharakter (Anna) und ein Comedy Sidekick, der Jar Jar Binks Konkurrenz machen könnte (Olaf! Kotz!!!), dazu Eltern, die sich einfach nur unfassbar dämlich dranstellen, was die ganze Story schon von ihrem Fundament an ins Wackeln bringt!
Alles wirklich überhaupt nicht toll – was zu verkraften wäre, gäbe es diesen meganervigen Hype nicht um einen Film, der zu keinem Zeitpunkt mehr als durchschnittlich ist! Was mich einfach wahnsinnig macht!

Platz 2: Inception
Ich kenne mehrere Leute, die mich lynchen würden, wenn sie meine wahre Meinung über „Inception“ kennen würden. Auch hier gab es einen krassen Hype, wie es überhaupt um jeden Film von Christopher Nolan einen Hype gibt. Aber leider krankt dieser Film an den selben Problemen, die man in jedem Nolan-Film bestaunen kann.
Erstmal: Ja, die Bilder sind teils ganz nett. Aber das ist auch schon alles. Wie in jedem Film schafft es Nolan, Banalitäten so zu verpacken, bis der unkritische Zuschauer total fasziniert und überzeugt davon ist, den tiefgründigsten Film des Jahres gesehen zu haben. „Es ist total komplex! Und cool!“
inception
Komplex? Das ist er nicht mal wirklich! Die Story ist nicht komplex, sondern von hinten bis vorne absurd und NATÜRLICH wirkt sowas kompliziert, wenn man es versucht zu kapieren, weil es da eigentlich nichts zu kapieren gibt!
Und cool? Ja, so cool, dass man fast erfriert. Mit dem Ergebnis, dass die Traumwelt, eines der größten Mysterien des Menschseins, zu einem sterilen Hightech-Gemetzel verkommt. Eine Technik, mit der man in die Träume anderer Menschen reisen kann… und wofür? Wirtschaftsspionage.
Wow. So deep wie eine Pfütze.
Ich nehme an, wenn man „Inception“ als den hirnlosen Actionfilm sieht, der er eigentlich ist, statt ihn zum mindfuckigsten Knallerkino seit „Matrix“ hochzustilisieren, kann er wirklich ein bisschen Spaß machen. Aber da er selbst hier nicht mal im Ansatz das bietet, was der Trailer verspricht und es mich einfach tierisch annervt, wie dieser Film gefeiert wird für einen philosophischen Tiefgang, den er nicht hat, ist er bei mir nicht einmal mehr für das gut!

Platz 1: The Dark Knight
Ja. Hier ist er. The Dark Knight. DER Film, der nicht nur eine Millarde Dollar eingespielt, sondern auch Heath Ledger einen Oscar gebracht hat und als bester Batmanfilm ever gilt.
Der Film, den ich so gerne mögen würde, aber einfach nicht mögen kann.
Es ist Nolan. Ich mag ihn nicht. Ich mag nicht sein Konzept der „Pseudowirklichkeit“, mit der er es schafft, alles, was an Batman cool ist, so lange durch seinen Realismusfilter zu jagen, bis es nur noch lahm und uncool ist. Ich mag sein Design nicht, das nicht nach Batman, sondern Bateman aussieht, dem Yuppie aus „American Psycho“. Und vor allem mag ich die Banalität nicht, in die er den Joker reißt, den verdammt noch mal größten Schurken aller Zeiten!
Der Joker ist ein irrer, mordender Psychopath, aber die einzige Art, mit der Nolan das darzustellen in der Lage ist besteht darin, ihn einen Haufen Geld verbrennen zu lassen. Und alle so „Gasp! Der ist ja VERRÜCKT!!!“

dark knight

Von WEGEN.


Während der Rest der Stadt völlig uninspiriert ihrem Idealismus frönt, wofür es nicht den geringsten Grund gibt. Aber das ist halt auch so ein Problem mit Nolan: Alle sind völlig over the top, im Guten wie im Schlechten, und da kann es halt sein, dass sich ein Bandenmitglied für „die Sache“ freudig opfert oder sämtliche Polizisten Gothams unbewaffnet gegen Panzer anrennen. Okay, das war beides in „The Dark Knight rises“, aber der hat die Linie aus dem vorherigen Teil halt auch nur konsequent auf die Spitze getrieben!
Das ist nicht der Batman, den ich sehen will. Batman ist ein Ninja mit krassen Ninjamoves, das Batmobil ist ein geiler Schlitten und kein Panzer, der Joker ist ein Dandy und keine schmatzende Schmalzlocke mit fettigen Haaren. Musik ist zur Untermalung der Story da und nicht ein endloses Dröhnen, das jede einzelne Szene dramatisiert! Hach, so könnte ich ewig weiter machen. Vielleicht sollte ich mir den Film nochmal ansehen und einen ganzen Beitrag drüber schreiben, denn meine Enttäuschung war nach dem Kinobesuch wirklich immens… bzw. auch nicht, denn nach „Batman Begins“ wusste ich ja schon, in welche Richtung es gehen würde. Darum und aus vielen anderen Gründen hasse ich diesen Film sehr hart!

Wenn ihr euch jetzt ärgert, dann wartet auf nächstes Mal, wenn ich euch Filme präsentiere, die ich liebe, obwohl sie jeder hasst. Dann könnt ihr euch da so richtig lustig über mich machen!

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24 Gedanken zu “Montagsliste: 7 Filme, die ich hasse, obwohl sie jeder liebt

  1. Oh wow. Ich muss zugeben, dass mich einiges daran überrascht. Ich mag sowohl Ich, einfach unverbesserlich, Inception und die Nolan Batman Filme. Vielleicht bin ich auch einfach einfach gestrickt. Manchmal braucht es eben Unterhaltungskino. Ich brauche dann keine Tiefgründigkeit und fühle mich auch von den Minions gut unterhalten 🙂
    Dann bin ich ja mal gespannt auf den nächsten Teil mit den Filmen, die du magst und sonst keiner.
    Falls du dir tatsächlich die Marvel Agents of S.h.i.e.l.d. angucken möchtest, erwarte da bloß keine Tiefgründigkeit. 🙂
    Liebe Grüße
    Lotti

  2. „Ich hätte bei dem Thema sogar mal ausnahmsweise die Fresse gehalten, weil ich aus purer Nerd-Solidarität wirklich keine Star-Wars-Fans beleidigen will. Aber man wollte mein Urteil ja unbedingt hören.“
    Mutig das, so im November. Offensichtlich hast du die Hoth Szene verpennt.

  3. Ich mag zwar die Nolan Filme, da er es meiner Meinung nach einfach ganz gut schaft, das Blockbustergedöns, was einem sonst so steril in die Fresse geschlagen wird, etwas intelligenter zu gestalten. Ich gebe dir aber Recht, dass Inception eigentlich nur ein pseudopilosophischer Actionschinken ist, in den einfach von allen Seiten viel zu viel hineininterpretiert wurde. Und das nur, weil sich am Ende da ein Kreisel dreht. Oder nicht? Was weiß ich. Habs vergessen. Unterhaltsam fand ich den Film aber trotzdem.
    Genau so Dark Knight, dem ich da schon etwas mehr Tiefgang zuspreche, was zumindest die Charaktere anget. Allerdings gehen mir Comics auch Dezent am Arsch vorbei, weshalb ich keinen Vergleich habe, wie gut da jetzt was eigentlich umgesetzt wurde.

    Ach so, und Ich Einfach unverbesserlich habe ich zwar nicht geguckt, aber der geht ir schon alleine wegen den Scheiß-Minions, die überall voll abgefeiert werden, derartig auf den Zeiger, dass ich mir das auch einfach nicht mehr antun werde.

    Bin mal gespannt auf deine andere Liste.

  4. Spannend das so zu lesen. Hm, aber ich glaube viel interessanter als weitere Beiträge über Dinge zu schreiben, die du hasst und zu erklären, was du daran nicht leiden kannst, fände ich eine ausgiebige Erklärung, was du gerne magst. Nicht bezogen auf spezifische Filme, die du toll findest und uns erklärst, warum du sie magst. Sondern viel eher ganz allgemein was deinen Film-geschmack ausmacht, was deine persönlichen Leittehmen sind, die du widerholt in Filmen, die du magst, wiederfindest. Welche Elemente du gut findest und in welche Stimmungen sie dich versetzen, warum sie das können und sowas. Gerne dann auch untermalt mit konkreten Beispielen

    Denn die paar Beispiele die ich jetzt in deinem Beitrag gelesen habe, geben mir zwar Aufschluss über ein paar konkrete Dinge die du toll findest. Aber ich hab irgendwie kein Gesamtbild, keine Referenz nach der ich einschätzen kann, ob du nen Film magst oder nicht. Und das fände ich schon interessant.

    Von deiner Liste ab ich Frozen, Inception, Batman und the incredibles gesehen, wobei der letzte Film mich nicht stark genug beeindruckt hat, als dass ich mich noch dran erinnern würde.

    Ich kann dir sagen, warum ich Frozen mochte. Nostalgie. Der gleiche Grund, warum ich den Batman (und komplett Gotham) aus Batman: The Animated Series am besten finde. Ich bin ein bisschen in meine Kindheit zurückversetzt. Frozen hat mich an Disneyfilme auf Kassette mit meinen Geschwistern erinnert. Seid Disney musicals seltener geworden sind als in den 90ern, finde ich sowas schön. Darüber hinaus ist das Kernelement stets die Beziehung zwischen den Schwestern, soweit dass ein klassisches Filmklischee, „die wahre Liebe“ auf den Kopf gestellt wird. Darüber hinaus beschäftigt sich der Film mit sozialer Isolation, unterdrückten Gefühlen, Angst und Trauer. Das hat bei mir Anklang gefunden. Natürlich alles leicht verdaulich und klar kann man vieles besser machen. Aber wenn ein Film mich auf der Ebene anspricht, dann ist es mir meist egal wie gut oder schlecht andere Aspekte sind.

    Inception und der Batman Film sind für mich ungefähr das gleiche: Popcorn Kino. Sieht bombastisch aus, macht Dinge die ich persönlich noch nicht gesehen habe und bereichert den Alltag alleine damit, dass Leute verschiedene Meinungen darüber haben. Ansonsten bin ich da leidenschaftslos. Ich mag den Ledger Joker, sogar lieber als den Zeichentrick Joker. Aber ich bin bei Batman allgemein sehr leidenschaftslos. Darum sehe ich völlig ein, dass deine Interpretation der Charaktere mit diesem Film einfach nicht einher geht. Mehr als „Geschmack“ kann ich dazu nicht sagen ^^

  5. Meine Kenntnisse in der Filmwelt mögen aus verschiedensten Gründen vielleicht beschränkt sein, aber ich wollte die Gelegenheit nutzen, um deinen tollen Blog, den ich schon länger verfolge, endlich mal zu kommentieren und dir meine Sicht der Dinge zu schildern.

    Von deiner Liste finde ich The Incredibles und Eiskönigin ganz gut, jedoch nicht meisterhaft. Beide befinden sich daher nicht besonders hoch in meiner Gunst, wenngleich ich „Let it Go“ zu u.a. verdanken habe, meine Probleme endlich angegangen zu haben. Das mag kitschig klingen, aber in der Hinsicht hat mir der Song in gewisser Weise geholfen.

    Andere Filme, die ich kenne, wären Ich – Enfach Unverbesserlich, das ganz nett war, aber auch nicht mehr; Avatar, das ich schon damals nach dem Kinobesuch nicht ganz so toll und schließlich Inception, das ich eigentlich nicht unbedingt intelligent kompliziert, sondern eher wirr erzählt fand. Wenn man eigentlich die erste halbe Stunde akzeptiert, es nicht zu wissen, fiel das Konstrukt relativ schnell zusammen und wurde zu einem recht verständlichen Film, den ich für ganz okay befand.

    Nun da es mir schon in den Fingern kribbelt, möchte ich meine Liste an Filmen, die ich nicht so leiden kann wie der Rest, rausposaunen:

    Die Dschungelbuch-Adaption von Disney ist ein klarer Fall, bei dem ich den Hype um diesen Film im deutschsprachigen Raum nicht ganz nachvollziehen kann. Gut, ich muss zugeben, dass die Lieder Ohrwürmer verursachen können und daher eventuell die große Bekanntheit verursacht haben. Allerdings hätte der Film diese nicht, merkt man ganz schnell, wie durchschnittlich er doch eigentlich ist. Ich mag außerdem keine der Figuren so wirklich (außer Baghira) und speziell Mowgli könnte ich jedes Mal den Hals umdrehen.

    Als nächstes hätten wir Toy Story und Cars, die ich beide nicht hasse oder eine Abneigung dagegen habe, aber auch nicht ganz so gut wie ihr Ruf sind. Während ich bei Toy Story den „historischen“ Kontext sehen kann und ihn auch sonst ganz nett finde, fällt Cars bei mir durch. Das mag vielleicht an meiner generellen Abneigung (und der damit einhergehenden Langeweile) an Autos liegen, aber auch sonst gibt es nichts wirklich, was den Film herausstechen lässt. Aber hey, denn es ist ja schon der dritte Teil angekündigt, mit dem die Leute von Pixar ihre Zeit verschwenden müssen, bevor ich vielleicht wieder etwas Kreatives machen können.

    Jetzt komme ich zu den Spielfilmen und da liegen die – in meinen Augen – wirklich großen Stinker begraben. Da hätten wir beispielsweise Brokeback Mountain, den man einfach nur langweilig finden kann. Außer dem Scenic Porn bietet der Film rein gar nichts und daher nervt es mich als Schwuler umso mehr, dass er als „DER große Schwulenfilm“ betitelt wird, mit dem mir manche Menschen ihre Toleranz beweisen wollen, da sie ihn ohne zu kotzen ansehen konnten. Yay, Sterne für der- oder diejenige für diese Überstehung der Tortur und der damit automatischen Zertifikation als besserer Mensch.

    Nächster Kandidat wäre District 9, bei denen manche geradezu multiple Orgasmen kriegen. Sicher, die Effekte sind gut gemacht und man merkt kaum die Computeranimation. Jedoch macht der Film zwei Fehler, die ihn für mich unschaubar machen und meine zehn Euro, die ich für die DVD ausgab, bereuen lassen. Zum einen bietet der Film eine widerliche Schwarzweißmalerei ohne jegliche Konturen dazwischen und zum anderen verfällt der Film insbesondere in der zweiten Hälfte in immer größere Absurditäten.

    Dann hätten wir noch 2001 – Odysee im Weltraum, den ich gar nicht mal hasse, sondern von dem ich eher enttäuscht war. Jeder hat ihn als Weltraumoper bezeichnet und ich kann bis heute nicht verstehen, wie diese Leute darauf gekommen sind. Für jemand, der eher eine Art Fantasia mit zusammenhängenden Plot im Weltraum erwartet hatte und nicht den speziell gegen Ende teils wirren Mist, konnte das nur enttäuschend werden.

  6. Ich stimme dir bei 6 von 7 Filmen aus ganzem Herzen zu und sage DANKE DASS ES ENDLICH EINER AUSSPRICHT 😀
    Deine Kritik an den Incredibles versteh ich allerdings nicht. Nicht nur, weil ich den super finde, sondern auch weil „der war zu creepy für Kinder“ irgendwie ein ziemlich schwaches Argument ist im Vergleich zu den gut belegten anderen. Die Moral des Films hatte ich auch eher als „mach was aus deinen Fähigkeiten, auch wenn du damit erstmal nicht gut reinpasst“ gelesen, aber nun gut. Dass der Sohn Rennen mitläuft, bleibt durchaus trotzdem arschig ^^

  7. Überhaupt, Inception ey. Wie sie damals alle aus dem Kino kamen und sich geärgert haben, dass der Kreisel am Ende nicht umfällt. HÄ? WARUM HERRGOTTNOCHMAL. (Dass der Kreisel nicht gefallen ist, war das einzige auch nur halbwegs noch annähernd ein Hauch von Nachdenkliche an dem ganzen scheiß Film.) Der ist so pseudointellektuell, das halte selbst ich nicht aus.

    • Leider haben alle die, die über den Kreisel diskutiert haben, nicht richtig aufgepasst… Der Kreisel ist das Totem von Cobbs Frau. Cobbs Totem ist sein Ehering. Die Kreiseldiskussion ist also unerheblich…

  8. „Darum nervt mich auch die Schlussszene. Ein Speedster, der ein Rennen gegen Menschen ohne Superkräfte läuft (und natürlich gewinnt). Das ist unanständig. Sowas tun Superhelden einfach nicht.“

    Das ist so nicht richtig er ist Zweiter geworden. Ein Teil des Gags war ja, dass die Familie ihn erst anfeuert und als er dann einen Moment Erster ihn beschwört langsamer zu machen. Was auch derren Sitznachbarn irritiert Außerdem ist meiner Meinung nach die Message des Films eher, dass man sein Potential nutzen sollte. „Wenn alle was besonders sind, ist es keiner“ ist in soweit ja auch korrekt als das Besonderheit sich dadurch definiert das man sich eben von der Mehrheit abhebt. Auf gewisse Art ist es die Antithese zu jeder bekommt einen Preis damit niemand sich schlecht fühlt.

    Ansonsten kann ich deine Haltung was die anderen Filme angeht durchaus nachvollziehen. Wobei ich halt Inception für einen relativ guten Actionfilm halte. Bei The Dark Knight sehe ich es einfach nur nicht so schlimm wie du, allerdings auch nur weil Heath Ledger als Joker mir verdammt gut gefallen hat. Glaube du bist da vielleicht auch zu sehr auf die Mark Hamil Version fixiert. Finde keine der beiden Versionen besser oder schlechter, halt nur völlig anders. Das mit dem Geldverbrennen ist auch eher unwichtig (obwohl es durchaus zu dem Charakter passt) sein wichtigste Aspekt ist wohl die Haltung jeder sei in seinem tiefsten inneren genauso verdorben wie er und dies auch zu beweisen.

  9. Das ist mal eine Liste. Eine Liste die mir gefällt.

    Bis auf Avatar, den ich technisch beeindruckend und durch Sigourney Weaver auch gut fand, sowie The Incredibles der für mich als Aktion-Animations-Film durchgeht und den ich wie so gut wie keinen Manga-Film einem unausgereiften Menschen schauen lassen würde.

    Ich einfach unverbesserlich hatte sein lichten Momente… mehr aber auch nicht.

    Alle anderen von dir genannten Filme sind für mich ebenso irrelevant wie die (möglicherweise vorhandenen) Furunkel am Gesäss einer mir unbekannten Person.

    Und auch als absoluter Sci-Fi und Superhelden-Fan darf man (wie ich selber auch) Star Wars einfach nur SCHROTT finden. Ich habe die Filme früher gesehen und mir den ersten der „neuen“ Filme auch noch „reingezogen“. Danach war ich dann so weit, mich gegen den Gruppen-Hype zu stellen.

    Also… alles gut mit deiner Liste 🙂

  10. Bei den Filmen, die ich kenne, kann ich deine Kritik im Großen und Ganzen nachvollziehen. Du erwartest anscheinend von einem guten Film eine gute innere Handlung, und die haben sie nicht.

    Bei „The Incredibles“ wird das Geschehen auf der Leinwand dadurch „abgefedert“, dass der Film klar ein Trickfilm ist, die Gefahr also nicht wirklich besteht – diese Rahmungskompetenz erwarte ich auch schon von Kindern.

    Bei „Avatar“ ist für mich der Dschungel der Hauptdarsteller. Die Welt, die da aufgebaut ist, verbindet Fremdheit und Anmut auf eine Weise, die ich von Filmen so nicht gewohnt bin und die sich in Büchern schlecht darstellen lässt.
    Ich glaube, das ist auch eine der Stärken der originalen Star Wars-Trilogie gewesen: dass da Welten dargestellt wurden, in die wir uns gerne hineinversetzen lassen. Dass die Story auf Kindermärchenniveau verharrt (wenn überhaupt), ist da zweitrangig.

    Philosophisch hat Inception Grundgedanken zu Erkenntnistheorie und Solipsismus zu bieten, was für einen Actionstreifen (und deren typisches Publikum?) sicher etwas ungewohnt ist, aber Fans von alternativem Kino sicher nicht vom Hocker holen muss. Der Wirtschaftsspionageaspekt kommt in die Story, weil diese Technologie irgendwie finanziert werden muss, aber die Auswirkungen, die Story von Tom Cruise und seiner Frau ist ja völlig losgelöst davon. Allerdings ist deren Beziehung dann auch wieder eher klischeehaft. Was an dem Film reizt, ist die Verschachtelung der Traumwelten. Ich habe damals fast gleichzeit „Primer“ geschaut, da geht um eine temporale Verschachtelung, die ähnlich interessant ist: die Anomalie, d.h. die Prämisse, die die Story zu Science Fiction macht, ist interessanter als die Charaktere, die eigentlich nur da sind, um sie zu demonstrieren.

    Ich bin jetzt gespannt, ob sich unter deinen Lieblingsfilmen überhaupt Animationsfilme (Studio Ghibli?) und Science Fiction (Star Trek:TNG, Firefly/Serenity?) befinden, oder ob diese Genres generell für dich nichts bieten.

  11. Uh, eine Sondererwähnung, sehr schmeichelhaft 🙂
    Bei den Nummern 7, 6, 4 und 3 sehe ich die Dinge durchaus ähnlich, obwohl ich jetzt nicht sagen würde, dass ich die Filme hasse. „Antichrist“ fand ich ebenfalls in erster Linie langweilig, gewürzt mit unnötigem Ekel. „Ich, einfach unverbesserlich“ war halt ein Kinderfilm ohne Mehrwert, wobei ich die Minions ganz gern habe. „Avatar“ würde ich direkt so unterschreiben (ich bin kein Fan der „Edler Wilde“ Thematik) und „Frozen“ fand ich insgesamt ganz nett. Gerade hier hat der Hype dem Film geschadet, von wegen „bester Disney-Film“ seit „Der König der Löwen“ – ich fand die direkten Vorgänger, „Rapunzel“ und „Küss den Frosch“ (vor allem „Küss den Frosch“; der Schurke hat einen Spazierstock und wird von Keith David gesprochen? Film für mich) dann doch um einiges besser. Dem Rest der Liste kann ich dagegen relativ viel abgewinnen. Bin gespannt, was auf dem Gegenstück landet.

  12. Ach, naja Star Wars … die drei alten waren ja ganz ok damals. Der neumodische Kram hat mich aber auch nicht mehr interessiert. 😉
    Zu deinen 7 Filmen – ich habe davon genau zwei gesehen. Ich bin also noch mehr Banause als du. 😀
    Die zwei die ich gesehen habe? „Ich – Einfach unverbesserlich“ und „Frozen“ und ich habe beide bis zur letzten Minute genossen.
    Oh, ich habe die Filme in Gesellschaft zweier Angehöriger der Zielgruppe (<7 Jahre) gesehen und wir hatten einen Heidenspaß! Banana! 🙂

  13. Ja… Star Wars. Ich weiß worums geht, ich kenne zwei der sechs Filme und habe das Franchise als uninteressant abgehakt.
    Als The Incredibles raus kam war ich noch ein Teenie und fand ihn ganz nett. Mein kleiner Bruder (8 oder so) hat ihn gefeiert und geliebt. Tatsächlich sind viele Kinder genau so imun gegen die Aktiondramatik wie Erwachsene.
    Ich – Einfach Unverbesserlich fanden viele Leute, die ich kenne total toll und die Minions sind auch ganz witzig. Der Film selber war aber absulut langweilig und kitschig.
    Frozen war ok, aber das Verhalten der Eltern ist so vollkommen doof und unnötig. Nett fand ich „Du kennst den Kerl seit ner Stunde, du kannst ihn doch nicht heiraten“ was eine ganz nette Selbstreflexion ihrer eigenen Machwerke ist, aber dieser Sidekick-Schneemann ist eine Krankheit und extrem unnötig.
    Inception hab ich nicht gesehen, aber hat extrem platte Frauenrollen, von dem was ich gehört hatte. Tote Frau und love interest? What a new idea!

    • *Frozen war ok, aber das Verhalten der Eltern ist so vollkommen doof und unnötig.*

      Das ist etwas, was ich tatsächlich grenzwertig genial an Frozen fand. Natürlich verhalten sich die Eltern total bescheuert und sogar gefährlich, keine Frage, ABER: Sie sind nicht die Bösen. Sie lieben die Mädchen. Sie tun das was sie für richtig halten und liegen damit komplett falsch und durch ihren frühen Tod sind die Mädchen leider gezwungen, mit den Konsequenzen alleine klarzukommen. Sowas passiert, Eltern sind nicht perfekt.
      Bei Triton in Arielle war es ja so dass er am Ende die Chance bekommen hat, seine Fehler gutzumachen, indem er Arielle zum Menschen machte (Spoiler?). Auch Mulans Vater hat sich durch ihren Weggang gewandelt.

      Aber so ist das Leben nicht, du könntest morgen vom Bus getroffen werden und alle deine Fehler bleiben unausgebügelt. Das ist für einen Disney Film gruselig und erstaunlich erwachsen, das so hinzuklatschen, und deswegen finde ich, dass Frozen einer der besten Disneyfilme ist. Rapunzel etc. haben Spaß gemacht,sicher, aber Frozen hat mich berührt.

  14. „Frozen“ habe ich noch nicht gesehen, aber ich bin sowieso genervt von diesen überbewerteten Computeranimations-Filmen. Was ich vermisse sind die klassischen Zeichentrickfilme, mit denen ich aufgewachsen sind, wie zum Beispiel „Der König der Löwen“ und „Pocahontas“, aber davon kommt nichts mehr in den Kinos.

    Ich stimme dir zu, was „Antichrist“ betrifft. Ich fand ihn einfach nur krank und dämlich. Welcher Lars von Trier-Film ich hingegen beeindruckend finde ist „Melancholia“. Hast du ihn gesehen?

  15. Was? Frozen ist der erfolgreichste Disney-Trickfilm? Skandal!
    Aber bald gibt es ja die Fortsetzung von Finding Nemo! Dann kommt es
    hoffentlich recht zügig zur Inthronisierung …

    • Was die wohl bei der Fortsetzung von „Findet Nemo“ bringen werden… Insbeosndere wäre der langsam anstehende Geschlechtswechsel* von Nemos Papa fällig (DAS wäre mal ein Thema für einen Kinderfilm LOL )

      *Anemonenfische leben in Polyandrie und das jeweils stärkste Männchen wandelt sich in ein Weibchen um, sobald das ursprüngliche Weibchen ausfällt **

      ** Nein, das ist kein Witz!

  16. The Dark Knight finde ich als totaler Batman Fan zweischneidig. Der Joker war toll gespielt allerdings fand ich einige Sachen nicht gut. Vor allem ist der Joker im Comic weit „lustiger“ als der im Film. Batman selbst mochte ich ehrlich gesagt sehr. Achja Pinguin ist viel besser als Joker.

  17. Also 3 (bzw. inklusive Antichrist 4) der 7 Hassfilme hätte auch ich beschreiben können (den Antichrist kenne ich nicht persönlich, aber nachdem ich alles von Lars von Trier hasse … Melancholia ist da noch der am wenigsten bescheuerte. Stephi wird mich jetzt hassen, aber ich bin jedes Mal, als ich versucht habe, den zu gucken, eingepennt …).
    Wobei ich Avatar durchaus optisch wunderwunderschön fand und erst mal überwältigt aus dem Kino gegangen bin. Der Versuch, mit schönen Bildern über die dämliche Handlung hinwegzutäuschen, hat bei mir erst mal geklappt (ich bin ein Special Effects-Sklave). Aber bei längerem Überlegen dann … ich glaube, ich habe noch nie einen Charakter gesehen, der ein derartiger Gary Stu war, wie Jake Sully. Weißer Mann kommt zu den Indianern und schlägt die Indianer beim Indianisch-Sein. Toll. Und dann noch diese unsympathische, kreischige, irrationale Neytiri. Naja.
    Inception habe ich einmal ganz gesehen (im Kino), und beim zweiten Mal bin ich vor Langeweile beinahe eingeschlafen.
    The Dark Knight … tja, hat mich einfach genervt. Der Joker hat mich genervt. Ich kann nicht mal erklären, wieso. Ich habe mich einfach nicht wirklich unterhalten gefühlt.
    Weiters würde ich noch erwähnen: Fight Club. Argh. Nicht nur, weil Tyler Durden zu so einem Symbol der Cooliecooliecoooooolness geworden ist, und jeder, der etwas auf sich hält, mit Zitaten aus diesem Film um sich wirft. Sondern weil dieser Film auch Filmemacher um Filmemacher dazu inspiriert hat, so eine ähnliche überraschende Überraschung am Ende einzubauen. Und aus vielen, vielen anderen Gründen, die meinen Beitrag unnötig verlängern würden, wenn ich sie alle aufzähle.

  18. Bei Star Wars bin ich etwas gespalten.

    Mein älteres Ich ist da ganz bei Dir, sobald das Thema heutzutage angesprochen wird falle ich in Tiefschlaf, ich mag dem Hype da nicht folgen.

    Dann habe ich da aber noch diesen 12-jährigen Jungen in mir, und ich kann mich noch gut erinnern, wie der seinerzeit von den Spezialeffekten und den Designs weggeblasen wurde. Und dann war Krieg der Sterne noch der erste Film, den er auf einem gottverdammten VIDEOREKORDER (!!!!!) sehen durfte, das war gleich SciFi^2. Und die anderen Filme im Kino zu sehen war ein echtes Event, auch wenn das Wort damals noch keine Sau benutzte.

    Also, ja – vielleicht hätte es geholfen, wenn Du die Filme schon als Kind gesehen hättest. Im Prinzip ist die ganze Saga nicht viel mehr als ein besonders stylisch und opulent produzierter Märchenfilm, außer der Action, der Effekte und der coolen Designs hat mein jüngeres Ich wirklich nichts an dem ganzen Gedöns interessiert, das merke ich immer, wenn ich diese ganzen Diskussionen heute so verfolge:

    ‚Han shot first‘ – Mir egal, mir war nichtmal bewußt, daß es da irgendwas zu diskutieren gab.
    ‚Luke, I’m your father‘ – Jaja, schon gut. Kommt jetzt bald mal wieder anständige Action?
    ‚I love You‘ ‚I know‘ – Wow, was ist denn da gerade explodiert?

    Das Rumgeknutsche hat mich genervt, irgendwie schien es ein Gesetz zu geben, daß überall zwanghaft so’n langweiliger Kram reingequetscht werden muß, deshalb mochte ich auch die Prinzessin nicht, ihr Auftauchen ließ mich bereits schlimmes ahnen, denn merke: sobald in einem Film eine Frau mitspielt verliebt die sich in den Helden, und dann wird wieder geknutscht. Ächz. Zum Glück wurde nicht auch noch gesungen.

    Und die doofen Jedi fand ich total bekloppt. Was für ein Idiot benutzt schon ein Schwert, wenn er doch eine total geile Knarre beutzen kann? Und dann dieses ewige Gelaber von der ‚Macht‘. Gähn.

    Also: Schönen Gruß von meinem 12-jährigen Ich, Du hast keine Ahnung, Star Wars ist voll geil, ey. (Wenn man von den kleinen Schwächen absieht)

    Wozu mein aktuelles Ich nur sagen kann, daß Du völlig recht hast, Star Wars nervt, und daß erwachsene Menschen sich so einen Schrott hocherregt reinziehen läßt mich schon bisweilen an meiner Umwelt zweifeln. Allerdings werde ich mir den neuen Film mit Sicherheit geben, vermutlich schon im Kino, das ich dann garantiert hochgradig genervt verlassen werde. Ich sehe mich da einig mit Herrn Lehmann.

  19. Und noch zu Deiner Liste:

    Außer #1 und #2 habe ich von den Filmen keinen gesehen, da ich mich aber weder an #1 noch #2 großartig erinnern kann vermute ich mal, daß Du mit Deinen Meinungen weitestgehend richtig liegst.

    #1 bringt mich allerdings zu meiner Liste von Filmen, die ich hasse, obwohl sie jeder liebt:

    #1 – #xyz: Quasi alle Comicverfilmungen die es jemals gab, und, ja, das schließt auch Sin City und V wie Vendetta mit ein, 300 bekommt den Ehrenpreis als ‚Schlechtester Film, den ich niemals sah‘, da haben mir schon die Trailer und die ersten paar Minuten völlig gereicht.

    Ausnahmen hiervon sind Guardians of the Galaxy, der läuft bei mir unter ‚Weitestgehend vergessenswert‘, und Z Nation (Abt. Serien, die außer mir keinen kratzen), das zwar m.W. auf keinem Comic beruht aber oft so wirkt als täte es das eben doch. Aber vielleicht ist gerade das der Grund, daß ich die Serie so mag. The Asylum ist nicht nur schlecht.

    Ah, und The Walking Dead. Ich reg‘ mich zwar öfter drüber auf, mit dem Sehen aufhören war für mich aber nie eine Option. Einmal habe ich nämlich ein Faible für die Post-Apokalypse, und dann fällt mir positiv auf, daß gar nicht erst versucht wird, diesen Comic-Vibe zu produzieren, der mich an den anderen Comicverfilmungen so nervt. Und so viel schlechter als die Comicserie, wie einige tun, finde ich das alles gar nicht, wollte ich die schlecht finden hätte ich da bestimmt auch kein Problem mit.

  20. Okay.
    Star Wars- Diskussion starte ich hier keine; aber es sei nur gesagt, dass hinter Star Wars, wenn man wirklich genau hinsieht und analysiert, mehr dahinter steht als ein Märchen. Gibt sogar schon ein Buch darüber und eine Doku vom Regisseur.

    Bei Frozen ging es mir am Ende bisschen zu schnell und das dramatische Rumgeheule ist nicht meins; dass sehr viele Fragen offen gelassen werden hat mich auch gestört. Dass es allerdings dieses klassische Märchengedöns (Frau trifft große Liebe, welche sie nach Irrungen und Wirrungen errettet) endlich mal auf den Haufen wirft.

    The Incredibles fand ich sehr amüsant!!! Und auch hier: Eltern sind nicht perfekt, müssen es auch nicht sein und tja… ich fand das Verhalten der Figuren in den meisten Situationen sehr authentisch.

    Avatar hinterließ im Nachhinein auch einen sehr bitteren Beigeschmack – leider! Signorey Weaver hat den Film definitiv ein bisschen verbessert.

    The Inception – ich hab den Film schon interessant gefunden, wegen der Traumthematik. Jedoch alles Wirtschaftliche und immer diese Tötungsabsichten hängen mir aus den Ohren raus.
    Das mit dem Kreisel macht so keinen Sinn, aber wurde ja eh hinreichend erläutert.

    Die restlichen Filme kenn ich entweder gar nicht oder hab ich erfolgreich vergessen. 😀

  21. Ach .. lang hats gedauert. Deutsche Filmtitel sind immer so .. scheiße 😀
    „Ich, unverbesserlich“ = Despicable Me. Ja nun .. keine Ahnung, wie der auf Deutsch ist. Schau mir sowas nur im Originalton an, notfalls Originalsprache mit englischen oder spanischen Untertiteln (mein Latein ist grauenhaft, aber für sowas wie Deadsnow reichts scho :D).

    Im englischen Original isses jedenfalls ganz gemütlich. Überhypt, wie so vieles, aber passt schon.

    Zum Rest: Man nehme Despicable Me raus, ersetze „die ich hasse“ mit „die mich zu Tode langweilen“, und gut.

    cu, w0lf.

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