Aww.

Der Freund und ich tragen Einkäufe nach Hause. Ein Pulk Halbstarker geht an uns vorbei.

 

Typ 1: „Ey, du hast längere Haare als deine Freundin!“

Typ 2: „Schwuchteeel!“

Freund: „…“

Ich: „Fick dich, du Arschloch!!!“

Die Idioten ziehen marodierend ab.

Ich: „Boah, solche Wichser, ey!“

Freund: „…“

Ich: „…“

Freund: „…“

Ich: „Aber Schatz, hast du gehört? Er hat mich deine Freundin genannt. Die Leute sehen, dass wir zusammen sind. Tihihi.“

Freund: „Aww.“

 

 

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ICH REGE MICH JA GAR NICHT AUF!!!

Der Freund und ich kucken „Malcolm Mittendrin“. Lois keift mal wieder rum.

 

Ich: „Gott, diese Frau ist so ein *hier sehr stark dialektales Wort einfügen*.“

Freund: „Was ist denn ein *dialektales Wort*?“

Ich: „Puh… schwer zu übersetzen. Jemand, der immer so laut ist, sich zu viel aufregt, ein Trampeltier.“

Freund: „…“

Ich: „Was grinst du mich denn jetzt so doof an?“

Alles neu! (Schon WIEDER.)

2016 und immer noch keine fliegenden Autos.

2015 ist vorbei – das vielleicht bisher intensivste Jahr meines Lebens. Zwei Themen haben dieses Jahr für mich dominiert. Davon war eines besonders unerfreulich: meine Depression.

Schon vorher hatte ich immer wieder am Rande erwähnt, dass ich an Depressionen leide. Seit diesem Artikel, der hundertfach geteilt worden ist, wusste es dann schließlich jeder: Eure Awareness kotzt mich an!

Seitdem habe ich Höhepunkte und Tiefpunkte erlebt. Schön war mit Sicherheit, dass ich nur wenige Monate nach diesem Beitrag tatsächlich endlich einen Therapieplatz bekommen habe. Leider war dieser eine Art Kompromiss: Ich wollte eigentlich eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie, bekommen habe ich aber eine Verhaltenstherapie, auch wenn ich das in meinem Fall für reine Symptombekämpfung halte und meine tatsächlichen Probleme viel tiefer gehen.

Trotzdem: Wenigstens hatte ich endlich einen Therapieplatz und eine Therapeutin, die ich nach einem holprigen Start nun doch ziemlich gut leiden kann. Zwar habe ich immer noch öfters das Gefühl, dass sie viel nach Lehrbuch abspult und nicht so richtig checkt, was meine wirklichen Baustellen sind, aber inzwischen habe ich gelernt, bei solchen Gelegenheiten einen klaren Cut zu machen und einfach klipp und klar zu sagen, dass sie mir mit ihrer Rumreiterei auf Themen, die mir scheißegal sind, auf den Sack geht. Schon etwas netter natürlich… aber dennoch.

Nachdem die großen, schwarzen Tiefs zum Winter hin Überhand nahmen und sich die Selbstmordgedanken häuften, entschloss ich mich dann auch für eine medikamentöse Behandlung. Auch hier hat mir meine Therapeutin sehr geholfen, weil sie mir sehr kurzfristig einen Termin besorgen konnte.

Und seitdem habe ich kein einziges richtiges Tief mehr erlebt. Stattdessen: Tage, an denen ich zwar MERKTE, dass ich OHNE Tabletten total abgestürzt wäre, aber sich das alles MIT Tabletten voll im Rahmen des Erträglichen bewegte. Gleichzeitig wurde ich umgänglicher, fröhlicher und fand plötzlich wieder Interesse an diversen Sachen. Überhaupt bin ich viel fitter und die bleierne Müdigkeit, die mich oft so erstarrt hat, ist einfach weg.

Problem ist einzig die richtige Dosierung. Von richtig schlimmen Nebenwirkungen bin ich zwar nicht betroffen, aber trotzdem wird mir von der niedrigsten Dosierung ziemlich schlecht, was dazu führt, dass ich zwar fit bin und was tun KÖNNTE, aber dann doch NICHTS tue, weil ich mich bei Krankheiten wie ein kleines Baby verhalte und pausenlos nur rumplärren könnte, während ich mich auf der Couch einrolle und im Endeffekt doch nichts tun kann.

Diese Übelkeit ist mit der mittleren Dosierung seltsamerweise weg und mit der höchsten Dosierung plötzlich wieder da. Ich habe keine Ahnung wieso!

Gleichzeitig habe ich die letzen Monate gemerkt, dass mich die Tabletten ZU chillig machen. So hätte ich dann zwar immer noch megaviele wichtige Sachen zu erledigen und auch die nötige Energie dafür – aber ich tue es nicht, weil es mir plötzlich irgendwie scheißegal ist. Womit ich schließlich doch nichts tue. Wenn ein Dilemma weh tun würde, würde ich nur noch brüllen!

Ich habe im letzten Jahr mehr Artikel zu diesem Blog nicht geschrieben als tatsächlich geschrieben. Mein Entwurfsordner quillt vollkommen über und das sind nur die Ideen, die ich nicht wieder vergessen habe, weil ich mich nicht sofort damit befasste. Das ist etwas, was mir selber tierisch auf den Sack geht.

Allerdings war Neujahr… ich weiß nicht. Viele Leute machen sich ja nur allzu gern darüber lustig, dass man Vorsätze fasst. Ich dagegen denke: Wer Vorsätze macht, schafft sie vielleicht nicht, aber wer keine macht erst recht nicht!!!
Meine Vorsätze bestanden daraus, endlich all das aufzuarbeiten, das sich in letzter Zeit angesammelt hat und gleichzeitig die Dinge zu erledigen, die noch vor mir liegen. Klingt erstmal unspannend und irgendwie meh.

Aber Leute: ES KLAPPT. Ich weiß nicht, was passiert ist, aber seit dieser Woche bin ich so dermaßen motiviert wie noch nie in meinem ganzen verschissenen Leben!! Ich TUE DINGE!!! Und das sogar SOFORT!!! Und, verdammt nochmal: ES KLAPPT!!!

Vielleicht war es der berühmte Klick, der passieren muss, aber ich habe diese Woche mehr wichtige Dinge erledigt als im ganzen letzten Monat. Dabei war ich gestern sogar komplett außer Gefecht gesetzt, weil ich meine Tabletten aus Versehen überdosiert habe und mir kotzübel war. Wird mir sicher NIE wieder passieren. Aber das Beste: Während meine Tage früher häufig so aussahen wie der gestrige – der praktisch nur aus Rumgammeln bestand, weil ich zu nichts anderem fähig war – habe ich mich gestern unfassbar gelangweilt!! Ich KONNTE zwar nichts tun, WOLLTE es aber unbedingt!! Und das ist doch der absolute Hammer!!!

Mehr noch: Ich FREUE mich auf kommende Arbeit! Wenn Mitbewohner Dave demnächst auszieht, wollen Mitbewohner David und ich die Wohnung so richtig auf den Kopf stellen und so kommt es plötzlich, dass ich es gar nicht erwarten kann, das Wohnzimmer umzudekorieren! Und sein altes Zimmer einzurichten!! Und sogar das blöde Kühlfach endlich abtauen zu können!!!

Ich weiß nicht, was mit mir los ist und wieso, aber es gefällt mir! Und auch meine Therapeutin hat gesagt, dass ich Optimismus und Tatendrang ausstrahle! Dann muss es ja stimmen – die Frau ist vom Fach!!!

Ich habe also berechtigte Hoffnung… nein, vergesst das. Ich WEISS, dass ich mein Leben auf die Reihe kriegen werde. Ich WEISS es.

Armbändchen, um mich daran zu erinnern. Das habe ich ganz allein gebastelt!

Armbändchen, um mich daran zu erinnern. Das habe ich ganz allein gebastelt!

Am Dienstag habe ich mich zum ersten Mal seit Ewigkeiten bei dem Gedanken ertappt, glücklich zu sein 🙂 So starte ich das neue Jahr nicht nur als Teil einer neuen Beziehung 😀 sondern auch mit frischer, nie dagewesener Energie! Mit dem Versprechen an mich selbst: I WILL GET SHIT DONE – und dazu gehört hoffentlich auch einiges meiner alten Blogartikel-Karteileichen!

Euch allen ein superschönes neues Jahr!