Halloween: 7 Last-Minute-Low-Cost-Kostümideen

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Endlich ist es soweit. Halloween: Der schönste Feiertag des Jahres! Leider ist diese Message noch nicht überall angekommen. Daher kann es passieren, dass euch selbst jetzt noch völlig überraschend und spontan eine Einladung zu einer krassen Mottoparty ins Haus flattert und euch in helle Panik stürzt, weil ihr darauf nicht vorbereitet seid.
Oder vielleicht bastelt ihr im Gegenteil schon seit Monaten an eurem Joker oder Harley-Quinn-Kostüm, nur um jetzt zu erfahren, dass Horrorclowns dieses Jahr verboten sind.
Oder aber ihr gehört zu diesen total rebellischen Leuten, die Halloween für Ami-Schund halten und ganz edgy ohne Kostüm auf der Party auftauchen wolltet, jetzt aber kalte Füße bekommt, weil ihr gemerkt habt, wie peinlich das eigentlich ist.

Was auch immer. Für alle, die auf die Schnelle noch eine Verkleidung brauchen, ohne dabei ein Vermögen auszugeben, gibt es hier 7 Ideen für Last-Minute-Kostüme!

1. Zombie

Für: Leute mit klassischen Geschmack
Ihr braucht: Alte Klamotten, Kunstblut/Lebensmittelfarbe, Bühnen-Makeup, „Dreck“

Jaja, ich weiß: Besonders kreativ ist das nicht, dafür aber ein Dauerbrenner, mit dem man zumindest seine Würde bewahren kann.
Das Gute an Zombies ist, dass jeder ein Zombie sein kann. Jeden ereilt die Zombieapokalypse so, wie er ist, und so bleibt er dann auch bis in alle Ewigkeit. Was nichts anderes bedeutet, als dass ihr aus egal welchem Outfit ein Zombie-Kostüm basteln könnt. Sucht euch einfach was aus, was ihr eh nicht mehr anzieht oder schon kaputt ist und macht es noch ein bisschen kaputter, schminkt euch sehr blass (oder blau, wenn ihr ein Anhänger von George A. Romero seid) mit Augenringen, schmiert euch mit Kunstblut und Dreck ein (dafür eignet sich Kakaopulver als hygienische Alternative), dazu der richtige hirnlose Auftritt und Voilá: Zombie!
Das kann man natürlich zu einem richtig freshen Hammerkostüm ausweiten, wenn man das nötige Engagement hat, beispielsweise durch modellierte Bissspuren, farbige Kontaktlinsen etc.pp. Aber die Basics sind sehr einfach und genügen auf die Schnelle völlig, wenn ihr euch nicht als kostümlose Spaßbremse outen wollt.

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Relativ normal aussehende Zombies

2. Schlafwandler

Für: Leute, die nicht nackt schlafen
Ihr braucht: Schlafanzug oder Nachthemd, Teddybär

Hiermit könnt ihr euch selbst bestrafen, wenn ihr verpennt habt, rechtzeitig ein richtiges Kostüm zu besorgen: Zieht einfach eure Nachtklamotten an und geht als Schlafwandler! Schlafwandeln hat die Menschheit immerhin schon seit Jahrhunderten fasziniert. Wenn man darüber nachdenkt, ist das ja auch schon fast ein bisschen gruselig. Wenn man nicht darüber nachdenkt, ist es zumindest ein Kostüm, das für einige Lacher sorgen wird. Vor allem, wenn ihr von irgendwo noch eine alte Schlafmütze auftreiben könnt. Teddy nicht vergessen!
Auch ideal, wenn ihr heute Abend vor dem Feiern noch ein Nickerchen machen müsst. Dann könnt ihr direkt aus dem Bett zur Party. Besser geht’s nicht.

3. Superheld in Zivil

Für: Vielschichtige Leute
Ihr braucht: Superheldenshirt, Hemd/Bluse. Gegebenenfalls Hornbrille.

Um das direkt klar zu stellen: Ein Superheldenshirt zählt NICHT als Kostüm. Im Gegenteil! Sich einfach nur ein Superheldenshirt überzuwerfen ist der Gipfel an Phantasielosigkeit und besudelt alles, wofür Superhelden stehen und jeder, der es wagt, mit so etwas aufzutauchen, sollte direkt wieder rausgeschmissen werden!
halloween-supermanAllerdings: Tragt ihr dieses Shirt UNTER einem geknöpften Hemd, ist das wieder etwas ganz anderes – denn damit seid ihr ein Superheld in Zivil, der seine Uniform immer dabei hat. Und das mag zwar rein optisch recht langweilig sein, aber in diesem Fall zählt eben die Idee und die ist nicht die schlechteste.
Ideal wäre es natürlich, in regelmäßigen Abständen mit pathetischer Geste euer Hemd aufzureißen (Druckknöpfe bieten sich daher an), aber das liegt in eurer Hand.
Tut mir nur bitte den Gefallen und informiert euch über eure Figur. Auf einer Party rumzuposaunen, man sei Superman in Zivil, dann aber nicht mal zu wissen, dass der in seiner zivilen Identität Clark Kent heißt, wäre ein Peinlichkeits-SuperGAU.

4. Rainbow Warrior

Für: Leute mit wohlsortieren Kleiderschrank
Ihr braucht: Unifarbene Klamotten, Haarspray

Ok, ich gebe es zu: „Rainbow Warrior“ klingt wesentlich großartiger als es eigentlich ist und mit Greenpeace hat es auch nichts zu tun. Dafür wird dieses Kostüm zum totalen Burner, wenn eure Freunde dabei mitmachen. Denn warum muss es an Halloween immer Schwarz sein?
Im Grunde geht es nur darum, Klamotten der gleichen Farbe anzuziehen. Komplett. Shirt, Pullover, Hose, Strümpfe, Schuhe. Meinetwegen auch Unterwäsche. Dazu buntes Haarspray. Alles in derselben Farbe – oder zumindest sehr ähnlichen Schattierungen. Werdet zur Inkarnation einer Farbe des Regenbogens und überredet eure Freunde, die restlichen Farben zu verkörpern.
Und jetzt stellt euch bitte vor, wie großartig die Gruppenfotos aussehen werden. Ein Fanal gegen die Tristesse des Alltags und eine unvergessliche Erinnerung!

5. Das Alte Ich

Für: Leute mit Vergangenheit
Ihr braucht: All das Zeug, das ihr schon lange wegwerfen wolltet, aber nicht konntet, weil es euch an lustigere Zeiten erinnert

Kein Jugendlicher träumt davon, mal hinter einem Schreibtisch zu versauern und den ganzen Tag mit langweiligen Zahlen zu jonglieren. Trotzdem tun das die meisten Deutschen zum Broterwerb. Adrette Büromenschen, denen man ein paar Jahre zuvor noch nicht mal die Verantwortung für eine Zimmerpflanze übertragen hätte – weil ihr nämlich aufsässig und voll in der Szene drin wart.
In welcher? Ist egal. Lasst also eure Businessklamotten im Schrank und wühlt in all den Sachen, die irgendwo dort noch vergraben sind und in denen ihr euch mal saucool gefühlt habt. Ob das nun die megakrasse Baggypants aus eurer Hiphop-Zeit ist, eure Metaller-Kutte oder das komplette Emo-Outfit: Sofern ihr in der Schule keine kleinen angepassten Spießer wart, sollte es da massig Auswahl geben.

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Wart ihr vielleicht… Raver?

Vorsicht: Reisen in die Vergangenheit dieser Art können spontane Wesensveränderungen auslösen. Solange ihr als Teenager nicht Vorsitzender des örtlichen Böhse-Onkelz-Fanclubs wart, ist das jedoch okay.

6. Crossdresser

Für: Witzbolde. Oder Leute mit geheimer Sehnsucht.
Ihr braucht: Stereotype Klamotten fürs andere Geschlecht

Es ist zwar ein bisschen traurig, aber ein Mann mit Kleid wird immer besondere Aufmerksamkeit erregen. Gleichzeitig ist Halloween die perfekte (und einzige) Gelegenheit, eine entsprechende Neigung unsanktioniert in der Öffentlichkeit ausleben zu können.
Und Frauen in Anzügen sind sowieso megasexy, heißt es jedenfalls.

7. Anthropomorphes Alien

Für: Leute mit Leidensfähigkeit
Ihr braucht: Bodypaintingfarbe plus Fixiermittel

Die Bilder, die sich die Menschheit von Aliens gemacht hat, sind mannigfaltig. Sobald es jedoch um Filme oder Serien geht, herrscht allerdings erstaunlich geringe Vielfalt vor. Ob das nun aus der Überzeugung entspringt, dass intelligentes Leben im Universum immer eine ähnliche Evolution durchläuft oder einfach nur aus Budgetgründen: Viele Aliens sehen einfach wie Menschen mit kleinen körperlichen Abweichungen aus (oder gar keinen – siehe Superman oder der halbe Cast von „Star Wars“).

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Krylorianer

Das kann man sich allerdings zunutze machen. So kann einem niemand widersprechen, wenn man sich grün anmalt und als Marsianer deklariert. Alternativ sind jedoch auch Krylorianer sehr im Kommen, das sind die pinken Aliens aus „Guardians of the Galaxy“.
Der Rest ist ganz einfach, zumal Aliens auch ganz normale Klamotten tragen können. Jedes sichtbare Fitzelchen Haut muss dagegen einfach nur in der passenden Farbe geschminkt und fixiert werden. Unangenehm? Bestimmt. Aber auch verdammt witzig. Damit fallt ihr mit Sicherheit auf, denn so sehr hängen sich die wenigsten in ihre Kostümierung rein!

Jetzt fühlt ihr euch voll vorbereitet auf Halloween, wisst aber noch nicht, was ihr saufen sollt? Kein Problem, auch dafür gibt es die passenden minimalistischen Halloween-Partytipps

Und wenn ihr lieber zuhause bleiben und den Feiertag ruhig begehen wollt, dann seht euch auf gar keinen Fall diese Filme an: 5 Filme, die ich niemanden empfehlen will

Der Endgegner im Badezimmer, Bonus: Das geilste Rezept der Welt! (Blogparade?)

Zum Abschluss meiner Themenwoche möchte ich euch an diesem Bonustag was ganz besonders präsentieren. Aber dazu muss ich kurz ausholen:

Ich bin ein sehr großer Fan von Warren Ellis. Jetzt denkt ihr „Who the hell is Warren Ellis?“ – zurecht, den kennt hierzulande kaum ein Schwein. Dabei hat seine sehr erfolgreiche Comicserie „Transmetropolitan“ meine Jugend sehr geprägt, weshalb er für immer einen Platz in meinem Herzen haben wird.
Jedenfalls schreibt dieser Mensch auch Romane. Einen davon, „God bless America“, habe ich gelesen. Hier soll es aber nicht um den Inhalt gehen, sondern um den Anhang, denn dort präsentiert Herr Ellis zusammenhangslos, ironiefrei und hochgradig selbstbewusst sein Rezept für das Beste, was er in der Küche zustande bringen kann.

Es handelt sich dabei um Rührei. Ich hab’s nicht ausprobiert. Aber die Idee war mir sehr sympathisch. Womit mein Entschluss gefasst war, irgendwann was ähnliches zu machen – und damit sind wir hier!

Jeder Mensch muss essen, um zu überleben, und dafür muss fast jeder Mensch kochen. Nun gibt es natürlich unglaublich viele Foodblogger, deren Erzeugnisse mir Tränen in die Augen treiben, einfach nur deshalb, weil die Zutaten so exotisch sind, die Zubereitung so anspruchsvoll und die Fotos des Ergebnisses so unfassbar gut aussehen. Damit kann ich nicht mithalten, ebenso wenig wie mit einem Herrn Jamie Oliver, den ich wirklich mag, dessen Rezeptbücher ich aber jedes Mal wieder zurück ins Regal gestellt habe, wenn mir beim Durchblättern klar wurde, dass ich für die Zutaten in drei verschiedene Läden rennen müsste und dann hätte ich auch erst nur die Gewürze zusammen.

Und dennoch kann ich ganz gut kochen. Nur halt nicht übelst ausgefallen. Aber Warren Ellis hat mir gezeigt, dass ich das nicht muss, um drüber zu schreiben. Denn jeder hat EIN persönliches Rezept, das herausragt, das im bescheidenen Maße awesome ist, an das man als erstes denkt, wenn man Freunde erwartet.

Darum präsentiere ich euch hier

MEIN GEILSTES REZEPT DER WELT!!!

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Es ist nicht fancy, es ist nicht exotisch und das Ergebnis sieht auch nicht aus, als hätte ich einen professionellen Fotografen angeheuert, um es beim Knipsen richtig auszuleuchten. Und es ist trotzdem einfach geil. Zudem will ich euch zum Abschluss meiner Themenwoche rund um’s Abnehmen zeigen, dass ich mit Sicherheit nie die Lust am Essen verlieren werde, denn das Gericht ist so ziemlich alles, nur nicht diättauglich 😀

Freuen würde ich mich, wenn hieraus eine kleine Blogparade würde, an der sich auch bzw. vor allem Leute beteiligen, die sonst nie über Essen bloggen. Haut einfach raus, was ihr am besten könnt – selbst wenn es nur Rührei ist!

Damit ohne weitere Überleitung zu MEINEM GEILSTEN REZEPT DER WELT: Tortellini alla Panna!

Zutaten für 1 Person
250gr Tortellini mit Fleischfüllung (die frischen aus der Kühltheke)
100gr Kochschinken
1 Becher Sahne
50 gr Schmelzkäse
20 gr Emmentaler Streukäse
1 Esslöffel Öl
bisschen Mehl
Salz
Pfeffer
Muskat
Geheimzutaten (siehe Text!)

Zubereitung (weil das ja ein ganz besonders Rezept ist aus der Ich-Perspektive):

Die frischen Tortellini brauchen nicht lange, darum kümmere ich mich zuerst um die Soße. Ich schnippel den Schinken in kleine Würfel und brate ihn in einer kleinen Pfanne mit Sonnenblumenöl an. Wenn das Fleisch anfängt, aus der Pfanne zu springen, weiß ich, dass es braun genug ist. Als Grundlage für die Soße und um die Verwendung von Soßenbinder zu vermeiden, gebe ich ein bisschen Mehl in die Pfanne und verrühre das Ganze zu einer ziemlich trockenen Mehlschwitze.

Als nächstes kippe ich die Sahne dabei. Zuerst nur ein bisschen unter Rühren, damit es keine Klümpchen gibt, dann alles. Ja, den ganzen Becher. Das muss so!

Während die Soße auf kleiner Flamme ein bisschen einkocht, stelle ich schon Wasser auf für die Tortellini. Früher hab ich immer die trockenen Tortellini genommen, aber die frischen sind einfach viel geiler.

Bis das Wasser kocht, geht’s weiter mit der Soße. Als nächstes rühre ich ein paar dicke Löffel Schmelzkäse rein. Das sorgt für Bindung und verdickt die Soße. Ich weiß, dass ich ein bisschen warten muss, bis die Soße wieder aufgekocht ist, um zu sehen, ob der Schmelzkäse genug war, aber oft bin ich zu hastig, mache zuviel Schmelzkäse rein und dann wird’s zu dickflüssig. Sollte das bei euch der Fall sein: bisschen Wasser hilft.

Zeit für die Gewürze. Ich esse sehr salzig, also kommt ein bisschen körnige Gemüsebrühe rein (die für „klare Suppe“ – die mit diesen kleinen Karottenstückchen passt null), dazu eine Prise Muskat und Pfeffer. Am besten ist weißer Pfeffer, weil das besser zu weißer Soße passt, aber schwarzer geht auch.

Und dann ist es Zeit für meine Geheimzutaten, die das Gericht von schnöden Nudeln mit Sahnesoße in den Olymp lukullischer Genüsse hebt! Die erste Geheimzutat ist ein ganz klein bisschen Senf, aber niemals so viel, dass man ihn wirklich rausschmeckt. Und bei der zweiten Geheimzutat handelt es sich um ein bisschen Paprikapulver! Warum das da so gut kommt, weiß ich auch nicht, aber ich nehme an, dass es irgendwie wie ein Geschmacksverstärker wirkt. Ist ja auch egal. Jedenfalls dürft ihr NIE so viel Paprika reintun, dass man es an der Farbe erkennen kann oder gar rausschmeckt. Wenn eure Gäste sagen „Geil! Ist da Paprika drin?“ habt ihr was falsch gemacht!

Zum Schluss noch ein bisschen Käse rein – am besten ein vergleichsweise kräftiger wie Emmentaler! Hier bin ich meist sehr sparsam, denn tatsächlich kann es auch ein Zuviel an Käse geben! Die Soße wird sonst eine klebrige Pampe.

In der Zwischenzeit sollte das Wasser kochen, also kippe ich die Tortellini rein (ohne Salz, denn damit gleiche ich aus, dass die Soße möglicherweise zu salzig geworden ist!). Normalerweise lasse ich sie maximal zwei Minuten kochen, damit sie nicht zu labberig werden. Dann schütte ich sie in ein Sieb ab und kippe sie direkt danach in die Soße! Wenn die Tortellini noch nicht richtig abgetropft sind, ist das nicht schlimm, denn die Soße kann vermutlich noch etwas Flüssigkeit gebrauchen.

Das Ganze umrühren und noch ca. eine Minute köcheln lassen – fertig sind die geilsten Tortellini alla Panna der Welt!
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Aus den Zutaten erhaltet ihr einen großen Teller, der wirklich sehr satt macht und schnuckelige 1650 Kalorien hat!

„Das ist es wert, ganz ehrlich! Das ist es WERT, dass man davon zunimmt!“
– Sex and the City

…aber wenn ihr meine Themenwoche gelesen habt wisst ihr nun, dass ihr davon gar nicht zunehmen müsst!

JamieOliver

Damit beende ich meine Themenwoche und gebe ab an andere Alltagsköche! Was ist euer GEILSTES REZEPT DER WELT?

PS: Und meine Lasagne ist auch der absolute Hammer 😀

Themenwoche:
Teil 1: Der ewige Kampf
Teil 2: Fatshaming, Fatacceptance
Teil 3: Buchtipp: „Fettlogik überwinden“
Teil 4: The War is won!
Teil 5: Meine Diät!
Teil 6: Rezepttipp: Oopsie – der Teig ohne Mehl!
Teil 7: Geheimtipp: Shirataki – die Nudel ohne Kalorien!

Der Endgegner im Badezimmer 3: Buchtipp „Fettlogik überwinden“

Vermutlich hat jeder Mensch, der mal im Laufe seines Lebens versucht hat abzunehmen, irgendwann mal einen Diätratgeber in die Hand genommen oder Zeitschriften zu dem Thema gewälzt. Und vermutlich hat das nie etwas gebracht und deshalb kotzt euch das alles jetzt sehr an.

Und trotzdem möchte ich euch heute ein Buch empfehlen, das überhaupt kein Diätratgeber sein will, aber in meinen Augen sämtliche Ratgeber für alle Zeiten überflüssig macht.

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Zur Autorin
Dr. Nadja Hermann hat Psychologie studiert, in dem Fach auch promoviert und ist heute Therapeutin. Bezüglich der Gewichtsprobleme liest sich die Biographie der Autorin aber sehr ähnlich wie meine: Sie war schon als Kind übergewichtig, hat im Laufe ihres Lebens eine Diät nach der anderen angefangen und wieder abgebrochen und gab schließlich auf mit der Gewissheit, dass manche Menschen einfach nicht für Normalgewicht gemacht sind. Nur brachte sie anders als ich am Ende nicht ein paar Kilo Übergewicht auf die Waage, sondern satte 150 Kilo auf 1,75 Körpergröße.
Zu dieser Zeit beschäftigte sie sich mit Fat Acceptance und war froh über die dort herrschende Meinung, dass Übergewicht eigentlich überhaupt nichts mit Gesundheit zu tun hat. So jedenfalls, bis sie sich eine Verletzung zuzog und plötzlich das Damoklesschwert „lebenslängliche Immobilität“ über ihr hing.
Zwangsläufig begann sie also, sich erneut mit dem Thema Gewichtsabnahme zu beschäftigen und stieß dabei auf all die vielen Techniken, Mythen, Methoden und Weisheiten, die wohl jeder von uns verinnerlicht hat: Der Stoffwechsel muss ständig angekurbelt werden, da er sonst seinen Dienst einstellt, man muss x-mal am Tag essen, um nicht in den „Hungermodus“ zu fallen, man darf eine bestimmte Kalorienmenge täglich nicht unterschreiten, weil das ungesund ist und man sonst nicht abnimmt etc.pp.
Zu ihrer eigenen Überraschung musste sie feststellen, dass sämtliche dieser Weisheiten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand hielten. Ein Jahr später hat sie ihr Idealgewicht von 62kg erreicht und sich entschlossen, all ihre Erkenntnisse in einem Buch zu sammeln, das ich euch nun vorstelle.

Über das Buch
Bücher dieser Art kommen normalerweise nicht ohne dämlich-reißerischen Untertitel aus. Der Untertitel hierzu könnte beispielsweise lauten: „So nehmen Sie ab – garantiert!“ – „Diätlügen entlarvt!“ oder „Wie Sie der Qual ein Ende bereiten – für immer!“

So oder ähnlich könnte man es auf das Cover drucken. Und das Beste: All diese Sprüche wären wahr.

Ich habe wirklich sehr lange gegrübelt, wie ich diese Rezension schreiben kann, ohne dass es wie billige Werbung wirkt. Aber das ist völlig unmöglich. Ich kann es einfach nicht anders ausdrücken: Dieses Buch ist eine einzige Offenbarung.

Es erschien am 30. April als E-Book auf Amazon. Ich durfte es aber schon vorab lesen. Nach nicht mal 50 Seiten klappte ich den Laptop zu und beschloss, mein Leben zu ändern.

Das klingt vielleicht hochgradig albern, aber Menschen mit unerfüllten Abnehmwunsch werden mich vielleicht verstehen. Mein Leben lang habe ich versucht, ein Gewicht zu erreichen, das mich zufrieden stellt und glücklich macht, aber ich bin immer gescheitert. Nach außen hin quälte ich mich weiterhin mit sinnlosen Diätversuchen, aber innerlich hatte ich mich schon längst von dem Gedanken verabschiedet, jemals mein Zielgewicht zu erreichen. Und dafür gab es ja auch so viele Gründe: mein niedriger Stoffwechsel, meine Schilddrüsenunterfunktion, meine Antriebslosigkeit, mein Körper, der NIE so wollte wie ich und so weiter.

Das Buch hat mir klar gemacht, dass das alles nicht stimmt. Die ganzen von mir verinnerlichten Mythen, von der Autorin „Fettlogik“ genannt, fußen auf nichts anderem als auf einer Sammlung von falsch interpretierten Studien, Fehlinformationen und schlicht Schwachsinn, der von Leuten verbreitet wird, die es selbst nicht besser wissen.

Und das zu lesen war das Beste, was mir je passieren konnte. Das Buch, obschon kein Diätratgeber, zeigte mir einen Weg auf, mein Ziel doch noch zu erreichen – frei von allen Ketten, frei von „Fettlogik“.

Und, was soll ich sagen: Es wirkt. Seit etwas mehr als einem Monat halte ich mich nun an meinen eigenen Diätplan, den ich anhand der Informationen aus dem Buch entwickelt habe – und habe in dieser kurzen Zeit schon fast sieben Kilo abgenommen. Seht selbst:

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Momentan habe ich ein so niedriges Gewicht wie seit Jahren nicht mehr. Und seit Jahren habe ich mich nicht mehr so gut gefühlt. Doch will ich weiter machen – und Dank des Buches weiß ich nun, dass ich mein Zielgewicht nicht erreichen kann, sondern erreichen werde – und das sogar sehr bald. Natürlich muss ich dafür was tun (was ich tue, erzähle ich euch die nächsten Tage), aber das Buch nimmt aus dem Thema „Abnehmen“ die große Portion Willkür, an der vermutlich die meisten abnehmwilligen Menschen schon mal verzweifelt sind. Und das ist eine so immense Erleichterung, dass ich am liebsten heulen würde, wenn ich darüber nicht so glücklich wäre.

Neben dem großen Teil, der sich mit den Mythen rund ums Abnehmen beschäftigt und der für mich am wichtigsten war, nimmt auch noch eine Aufzählung der gesundheitlichen Risiken des Übergewichts viel Platz ein. Dieser Part ist dem Thema entsprechend etwas trockener, zumal ich mich damit nicht wirklich angesprochen fühlte, da ich mit einem Maximal-BMI von 30 nie wirklich schwer genug war, um wirklich starke gesundheitliche Einschränkungen zu spüren, wobei mein recht junges Alter natürlich auch eine Rolle spielt. Dennoch lohnt sich die Lektüre, auch wenn es teilweise etwas schockierend ist.
Ein Unterkapitel aus diesem Themenkomplex war dann jedoch auch für mich sehr interessant: Die Autorin zitiert eine Studie, die nahe legt, dass möglicherweise eine Korrelation zwischen einem hohen Körperfettanteil und Depressionen besteht, da zu viel Fett im Körper zu Entzündungserscheinungen führen kann, was wiederum die Hirnchemie stören könnte. Das ist noch nicht abschließend geklärt (was die Autorin auch nicht behauptet), aber ich bin sehr gespannt darauf, ob ich hierbei eine Verbesserung feststellen werde.

Der letzte Teil befasst sich mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Übergewicht und dürfte den meisten vermutlich am übelsten aufstoßen. Gänzlich einverstanden bin ich hier auch nicht mit allem, aber auch hier sind alle Aussagen mehrfach belegt und laden zur Diskussion ein. Dass diese mit Fat-Acceptance-Vertreterinnen allerdings nicht möglich ist, haben mir die letzten Tage gezeigt und diese werden das Buch so oder so zerreißen, ob mit oder ohne gesellschaftlichen Teil.

Fazit
Was soll ich sagen – dieses Buch ist schlicht genial. Im launigen Schreibstil verfasst und teils mit Auszügen aus der eigenen Biographie gewürzt lässt es sich leicht lesen und macht dabei auch noch Spaß. Dabei ist alles wissenschaftlich fundiert und durch zahlreiche Studien belegt, aus denen die Autorin großzügig und auch für die Laien nachvollziehbar zitiert. Damit wirft sie mal eben so viel Status Quo über den Haufen, dass ich teilweise mit offenen Mund vor dem Buch saß und das Wort „Nobelpreis“ in meinem Kopf aufblitzte.

Ist das völlig übertrieben? Vielleicht. Aber für MICH als Person, die ihr Leben lang mit ihrem Gewicht haderte, aber dabei an tausend Regeln scheiterte, die allesamt sinnlos sind, stellt das Buch die Art Aufklärung da, von der ich gar nicht wusste, dass ich sie brauche, weil mir überhaupt nicht klar war, dass ich an lauter Bullshit glaube, der gar nicht stimmt.

Darauf möchte ich morgen noch genauer eingehen. Bis dahin sei dieses Buch jedem – wirklich JEDEM – empfohlen, der mit seinem Gewicht unzufrieden ist. Zwar habe ich hier die ganze Zeit von Übergewicht geredet, aber auch für Menschen mit Untergewicht, die daran etwas ändern wollen, zeigt das Buch Wege auf, damit umzugehen und es zu beheben. Doch auch für Menschen ohne Gewichtsproblematik lohnt sich der Kauf, denn durch Werbung, Diätratgeber und sogar Ärzte ist unsere Gesellschaft regelrecht durchzogen von „Fettlogik“. Außerdem ist es ein schönes Lehrstück darüber, nicht alles unhinterfragt zu glauben, denn bei mehreren Kapiteln, in denen die Autorin „Fettlogiken“ demontierte, saß ich mit Dauer-Facepalm vor dem Bildschirm und dachte „Mein Gott, natürlich!“ – denn einiges dieser „Fettlogik“ ist so unglaublich unlogisch, dass es fast unvorstellbar ist, dass noch nie jemand vorher darauf gekommen ist.

Die große Leistung der Autorin besteht also darin, genau diese Dinge hinterfragt zu haben und auf eine Art und Weise zusammen zu tragen, die bisher in der Diätratgeberlandschaft absolut beispiellos ist. Mir hat es so sehr geholfen und eine solche Last von den Schultern genommen, dass ich mir wünschen würde, es auf Rang 1 der Bestsellerlisten zu sehen, denn ich weiß, dass es viele Millionen Menschen da draußen gibt, die genauso unglücklich sind wie ich und genauso wie ich nicht wissen, was sie dagegen tun sollen. Jedenfalls bisher!

Das einzig Negative, was ich über dieses Buch sagen kann, ist: Schade, dass es noch keine Druckversion gibt – und dass ich es nicht schon vor 15 Jahren lesen konnte.

Blog zum Buch: Fettlogik

Themenwoche:
Teil 1: Der ewige Kampf
Teil 2: Fatshaming, Fatacceptance

Sonntags-Mini-Blitzgewinnspiel – die Auflösung!

Mein Gewinnspiel ist beendet – hier die Auflösung!

Erstmal war es ziemlich lustig zu sehen, wie weit die Vorstellungen hier auseinander gingen. Über 400 Euro Unterschied zwischen dem niedrigsten Gebot und den höchsten ist ja doch einiges! Mein eigener Tipp lag übrigens bei ca. 280 Euro, ein Ergebnis, auf das ich kam, als ich das Gewicht meines Kleingeldhaufens durch das Gewicht einer 20-Cent-Münze teilte.

Umso froher bin ich, verkünden zu können… aber ach, seht halt selbst:

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Damit ist 0x0d der glückliche Gewinner! Er hat mit 482,37 Euro den höchsten Tipp abgegeben und war deutlich am nächsten dran!

Damit bleibt mir nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch – an dich und an mich! An dich wegen des Gutscheins und an mich, weil, naja… ich habe 464 Euro für die Urlaubskasse 😀

Der Rest von euch hat nun hoffentlich Bock gekriegt, die jeweiligen Münzschätze zur Bank zu tragen 😉

Sonntags-Mini-Blitzgewinnspiel!

Ich weiß, ich jammere immer darüber, dass ich nix habe. Tatsächlich habe ich aber doch was. Und zwar das:

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Wie die meisten Leute habe ich zuhause ein Behältnis, in das ich mein Kleingeld schmeiße, damit meine Hosentasche nicht platzt (denn Geldbeutel sind ja viel zu Mainstream). Seit Jahren leere ich diese fast täglich aus, wodurch sich inzwischen wieder einiges angesammelt hat. Mein Notgroschen – genau das richtige für die Urlaubskasse!

Ich bin also mit dem Geld auf die Bank gelatscht und habe es in einen dieser Zählautomaten geschmissen, die ich schon als Kind so geil fand. Und nachdem ich dieses wundervoll nostalgische Gefühl wieder aufleben ließ, kommt ihr zum Zug! Einfach nur, weil ich mal gerne was Kleines verschenken will, nutze ich diese Gelegenheit für ein lustiges Gewinnspiel.

Der Gewinn? Einen niedlichen Amazon-Gutschein über 10 Euro. Tja, reich werdet ihr mit mir also nicht, aber für ein nettes Taschenbuch reicht das doch allemal. Dafür ist das Rätsel, das ich euch stelle, umso kniffeliger:

Wie viel ist mein Haufen Kleingeld wert?

Und, äh, das war’s auch schon! Schätzt, ratet, kalkuliert und überschlagt und kommt zu einem wissenschaftlich fundierten Ergebnis. Dieses teilt ihr mir in einem Kommentar unter diesem Beitrag mit. Wessen Schätzung am nächsten dran ist, der (oder die) gewinnt den Gutschein!

Damit das nicht völlig ins Blaue geht, hier noch ein paar Infos zu meinem Notgroschen:
Der Haufen wiegt laut Badezimmerwaage ca. 6,8 Kilo (Funfact: Das ist ziemlich genau das, was in eine leere Glenfiddich-Dose reinpasst!). Er enthält alle Münzen unter 2 Euro, also von 1 Cent bis 1 Euro. 2-Euro-Stücke dürften auch ein paar drin sein, aber die kamen nur rein, wenn ich davon zuviel in der Tasche hatte.

Okay, das sind recht spärliche Anhaltspunkte, aber umso gespannter bin ich, auf welche Ergebnisse ihr so tippt!

Hier nochmal alles im Überblick:

1. Schätzt den Wert der Münzen
2. Kommentiert euer Ergebnis unter diesem Beitrag
3. Es gewinnt, wer am nächsten dran ist (egal ob er unter- oder überboten hat!)

Mitmachen darf jeder (außer natürlich Leute, die ich gesperrt habe – logisch). Um dem Gewinner den Gutscheincode zu übermitteln, brauche ich lediglich eine gültige Mailadresse, die ihr im entsprechenden Kommentarfeld hinterlassen könnt (wird nicht veröffentlicht!).

Was ein Spaß, aber eilt euch – das Gewinnspiel läuft nur bis Mitternacht! Viel Glück!

In eigener Sache: Zweihundert! (+ ganz viele Awards)

Wenn ich ständig Bock habe, was zu schreiben, es aber nicht kann, weil ein Jubiläum bevor steht und das erst begangen werden muss… dann ist das eine kaum befriedigende Ausrede für mein langes Schweigen hier! Aber tun wir einfach mal so, als ob!

Ja, ich habe meinen Bloggeburtstag (kurz vor Weihnachten) wieder mal nicht begangen. Dafür musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich fast meinen 200. Artikel verpasst hätte. Das ist übrigens der hier!
Weil das etwas unerwartet kam, kann ich leider nicht mit sowas unfassbar Tollem wie letzten Mal aufwarten, aber trotzdem soll es doch zumindest eine Neuerung geben. Aufgepasst:

Ich habe nun endlich einen Blogroll.

Krass unhöflich, dass es so lange gedauert hat, aber was soll man machen. Alle enthaltene Blogs besuche ich jedenfalls regelmäßig und möchte sie hiermit empfehlen. Gleichzeitig möchte ich mich vor allem bei den nicht-feministischen Bloggern und vor allem Bloggerinnen vorauseilend dafür entschuldigen, dass durch eine Verlinkung von mir leider das Risiko besteht, frauenfeindliche, absolute Flachpfeifen auf eure Blogs zu lotsen. Zwar habe ich seit einiger Zeit realisiert, dass die Idioten, die mich am meisten hassen, meinen Blog nicht lesen (…), aber wer will da schon nach Logik fragen.
(Man könnte jetzt argumentieren, dass ich genau mit dieser Ankündigung diese Leute ERST RECHT dorthin locke, wo sie nur rumtrollen. Vielleicht ist aber auch das Gegenteil der Fall. Vielleicht aber auch nicht. Bevor man in diese Gedankenspirale gerät, denkt man am besten gar nicht so genau drüber nach.)

So, das war die wichtigste Neuerung. Weiter zum zweiten Punkt: Blogawards, Blogawards! Da ist so viel liegen geblieben (teilweise von vor MONATEN), dass ich mich entschlossen habe, alles in einen Beitrag zu packen. Wobei meine Faulheit euch natürlich nicht davon abhalten soll, mir weiter Awards zu spendieren, denn Preise bekommen ist immer gut!


Liebster Award
Als erstes zu Taliannas Nominierung für den „Liebsten Award“ – die bestimmt schon gedacht hat, ich hätte das vergessen! Die Nominierung kam nämlich schon im August, während ich wandern war. Aber ich habe es im Hinterkopf behalten und darf nun 10 Fragen beantworten!

1. Kostüm und Superkräfte – welcher Superheld bist Du? Oder, wenn’s keinen passenden gibt oder Du keinen Passenden kennst, wie sähe Dein Kostüm aus, welche Superkräfte hättest Du, wen würdest Du bevorzugt retten?
Hach, wie sagte mal ein psychologisch inkompetenter Kerl zu mir? „Interessant, dass du dich nach einem SIDEKICK benannt hast“. Was natürlich die Tatsache völlig ignoriert, dass „Batman“ kein Vorname ist. Erst Recht kein weiblicher.
In Wahrheit wäre ich gar nicht gerne Robin. Ich meine, natürlich würde ich bei einem entsprechenden Angebot nicht nein sagen, aber an sich wäre ich gerne meine eigene Herrin. Kräfte? Puh, ich würde so ziemlich alles nehmen. Bei Kostümen wiederum würde ich es gerne postmodern halten, sprich: normale Klamotten, nur halt cool, also sowas wie Jeans, geile Stiefel, ein Shirt und was Trenchcoatartiges. Fertig ist die mysteriöse Rächerin der Nacht – die eigentlich alle rettet, aber vor allem Arschlöcher bekämpft.

2. Witzig oder nicht: Dein liebstes Wortspiel!
Ich mag Wortspiele nicht. Zumindest keine schlechten, wie sie im alltäglichen Sprachgebrauch üblich sind. Wer zum Beispiel „zum Bleistift“ sagt, geht das Risiko ein, von mir mit demselben brutal erstochen zu werden!
Aber es gibt ja auch bessere Sachen, die ich sicher auch benutze, nur fällt mir natürlich jetzt zum Verrecken kein’s ein. Ich bin eher so der Film-und-Serienzitate-Typ. Das einzige, was vielleicht als Wortspiel durchgehen könnte, ist folgender bei uns verbreiteter Spruch: „Wein auf Bier – das rat ich dir. Bier auf Wein – das rat ich dir!“
Leider wird der erschreckend oft nicht gecheckt („ääääh, so heißt das aber nicht!“)…

3. Das beste Essen der Welt ist:
Pizza. Klaro.

4. Was steht auf Deinem Schreibtisch?
Weil ich eine sehr gewissenhafte Studentin bin, besitze ich so etwas nicht.

5. Ich bin nah am Wasser gebaut. Was bringt Dich – im Positiven, vor Rührung, vor Freude – zum Heulen?
Hm – ich hab beim Ende von „Terminator 3“ im Kino geheult, weil ich das mit all den Atombomben irgendwie so ergreifend fand. Aber ist das positiv? Ich heule auch bei Liebesfilmen oder Hochzeiten. Wobei ich da immer aufpassen muss, dass die Freude nicht in tiefschwarzen Selbsthass umschwenkt, aber das kriege ich meistens ganz ok hin.

6. Gibt es eine Sache, bei der Du Dich fragst, warum Du sie nicht schon längst mal gemacht hast?
Irgendwie find ich’s schlimm, dass mir hier jetzt so überhaupt nichts einfällt.

7. In wessen Schuhen wärest Du gerne mal für einen Tag?
Ich glaube, ich wäre gerne Bundeskanzlerin. In einem Tag kann man da zwar nicht allzu viel reißen. Aber man kann es ja zumindest mal versuchen.

8. Wie feierst Du Deinen Geburtstag am liebsten?
Völlig eskalativ mit ein Haufen Leuten, viel Alkohol, supergeiler Musik und wilder Tanzerei in einer Location, die ich nicht aufräumen muss!

9. Wie lautet der Titel Deiner Autobiographie?
„Hättet ihr zugehört, würde es Sinn ergeben“.

10. Ich verabschiede mich gerne mit: “Lass Dich nicht erwischen!”. Was antwortest Du?
Bisschen lahm, aber ich würde vermutlich nur „Ich versuch’s“ antworten.

 

Nun liegt es an mir, 10 Fragen zu formulieren. Voilá:

1. Welche Sache, die es laut „Zurück in die Zukunft 2“ im Jahr 2015 geben sollte, aber leider nicht gibt, vermisst du am meisten?
2. Konsole oder PC?
3. Deine Meinung zu Frottee-Bettwäsche?
4. Hattest du schon mal eine Geschäftsidee, die du immer noch erfolgsversprechend findest, aber nie umgesetzt hast?
5. Welches Schulfach würdest du abschaffen, wenn du könntest?
6. Wenn du in die USA fliegen und dir nur EINE Sache ansehen könntest, was wäre das?
7. Was ist bei Pizza deine ZWEITE Wahl?
8. Dein aktuelles Lieblingslied?
9. Kannst du im Stehen deine Zehen erreichen?
10. Was ist dein Lieblingsbrettspiel?

… und um meine neue Blogroll zu feiern, nominiere ich einfach ALLE, die drauf stehen! Besonders aber Franzi, weil ich neugierig bin, ab welcher Anzahl Awards sie zusammen bricht, ich Sadistin.


 

One Lovely Blog Award
Während ich so damit beschäftigt war, mich nicht umzubringen meine Halloween-Thementage zu füllen, erreichten mich gleich drei, ja DREI Nominierungen für den Best Blog Award, und zwar von Franzi, dem Hemator und An!!! Wooo-hooo!
Die Vorgaben sind so einfach wie grausam: Ich muss sieben Funfacts über mich enthüllen und dann sieben weitere Blogger nominieren. Sieben Funfacts! Das macht mich total fertig. So völlig ohne Anhaltspunkt, was soll mir denn da groß einfallen?

1. Hm, wobei, das erinnert mich an 12. Klasse Kunst, als unsere Lehrerin genau dasselbe verlangte: Macht was. Egal was. Und ich so „Waaah!!“
Tatsächlich fiel mir dann doch schnell etwas ein. Meine Skulptur bestand aus einem Sockel, den ich mit dämlichen Gesichtern, die ich aus der BRAVO ausgeschnitten hatte, beklebte, darauf ein Holzstab, um den ich Hasendraht wickelte. Den Hasendraht schmierte ich mit Gips ein und malte die amerikanische Flagge drauf, so dass der Eindruck einer Fahne entstand, die sich um sich selbst gewickelt hatte und einen Trichter bildete. Innen klebte ich Seiten aus dem Grundgesetz. Zusammen mit meiner Erläuterung dazu war die Skulptur ein gar flammendes Plädoyer gegen amerikanischen Imperialismus. Ja, ich hatte meinen Michael Moore gelesen und wurde mit einer Eins Minus belohnt!

2. Ich habe einen Rettungsschwimmerschein. Theoretisch. In der 10. Klasse hatten wir die Möglichkeit, den Schein im Schwimmunterricht zu erwerben. Ich war neben einem Mitschüler die einzige, welche die schriftliche Prüfung bestand und schaffte auch die Praxis, aber den Schein hab ich nie bekommen, obwohl ich die Bearbeitungsgebühr bezahlt habe. Hat sich meine Lehrerin wohl eingesteckt, die dumme Kuh.

3. Ich habe vier Tattoos, von denen ich aber leider nur eins wirklich mag.

4. Ich habe Herr der Ringe 2 zweimal im Kino gesehen – am selben Tag. Insgesamt waren es, glaube ich, viermal.

5. Könnte ich die Zeit zurück drehen, würde ich nicht nur ein völlig anderes Studium beginnen, sondern auch überhaupt erst mal ne Lehre machen. Ich bin nämlich begabt für handfeste Sachen. Schreinerin wäre schön gewesen, aber auch Schneiderin hätte mich gereizt. Ein ehrliches Handwerk halt – davon profitiert man sein Leben lang.

6. Ich hab mal Helge Schneider auf einem Kinderkarussell im Phantasialand getroffen. Ich hab ihn angelächelt, obwohl ich ihn eigentlich gar nicht mag, aber er hat nicht zurück gelächelt und seitdem mag ich ihn noch weniger.

7. Ich mag Einhörner nicht. Insbesondere nicht „Das letzte Einhorn“. Da, jetzt hab ich es gesagt!

Tja, wen soll ich da nur nominieren, wo ich doch so spät dran bin und damit so ziemlich jeder schon einen Award hat? So gebe ich die Nominierung frei und damit kann jeder das Thema aufgreifen, der Lust hat!


Fünf Buchvorsätze 2015
Last but noch least ein etwas spezielleres Blockstöckchen, wieder von der lieben Franzi! Hier soll ich nun also fünf Bücher auflisten, die ich vorhabe, dieses Jahr zu lesen. Was ein bisschen gemein ist, denn von meiner letztjährigen Liste habe ich nur genau EIN Buch geschafft. Allerdings habe ich die erst im April geschrieben, daher habe ich eigentlich noch drei Monate Zeit! Das ist zu schaffen… dennoch llege ich hiermit nochmal nach:

Ken Follett – Kinder der Freiheit
Ken Follett schreibt historische Romane und ist damit (paradoxerweise) bei vielen automatisch als Schundautor verschrien. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des Genres sind seine Bücher tatsächlich ziemlich gut recherchiert und vermitteln ein akkurates Bild der jeweiligen Zeit!
Seine „Jahrhundert-Trilogie“ begann mit „Sturz der Titanen“ (Thema: 1. Weltkrieg), was mir sehr gut gefallen hat. „Winter der Welt“ (2. Weltkrieg) fand ich dagegen überraschend schwach. Dementsprechend habe ich eigentlich wenig Lust, diesen dritten Band (Kalter Krieg) zu lesen, aber ein Abschluss muss nun mal sein. Ich glaube zwar nicht, dass er hier wieder an die ursprüngliche Spannung des 1. Bandes anschließen kann, doch das kann ich halt auch erst wissen, wenn ich es lese!

Stephen King – Mr. Mercedes
Auf meiner anderen Liste stand „Dr. Sleep“, Kings aktuellster Roman, den ich bisher noch nicht gelesen habe. So jedenfalls dachte ich, bis ich im Buchladen völlig überrumpelt vor dem Bestseller-Regal stand und dort einen noch neueren King vorfinden musste. Ich habe keine Ahnung, worum es in dem Buch geht, aber da ich es wie alles von King sowieso lese ist das ja auch egal.

Chuck Palahnuik – Kainsmal
Der Mitbewohner ist ein großer Fan von Chuck Palahnuik, auch wenn den in Deutschland kaum ein Schwein kennt. Wohl kennt aber jeder die Verfilmung seines vielleicht größten Romans: Ein netter, herzerfrischender Feel-Good-Movie namens „Fight Club“. Alles in allem wirklich Grund genug, mich auch mal mit dem Werk des Herrn zu beschäftigen.
Bisher habe ich erst „Fight Club“ geschafft und „Snuff“, wobei letzteres wirklich das widerwärtigste Buch ist, das ich jemals gelesen habe. Extrem… plastisch, aber diese Art Drastik muss man halt auch erst mal draufhaben. „Kainsmal“ soll nun laut dem Mitbewohner sein bestes Buch sein, weshalb es sich für diese Reihe qualifiziert.

Neil Gaiman – Der Ozean am Ende der Straße
Neil Gaiman ist ebenfalls so ein Name, der in Deutschland recht unbekannt ist, obwohl der Mann Fantasy für Erwachsene schreibt, die den Namen auch wirklich verdient. Von seinem neusten auf Deutsch erschienenen Roman verspreche ich mir darum viel, denn bisher hat der Mann es jedes Mal geschafft, mich wirklich in fremde Welten zu entführen. Wunderschön und trotzdem ohne jeden Kitsch – Neil Gaiman ist der Held!

Alan Moore – Watchmen
Nein, ich habe tatsächlich noch nie „Watchmen“ gelesen. Schande, Schande, Schande über mich!! Höchste Zeit, den letzten Platz meiner fünf zu-lesenden-Bücher, den ich traditionell für ein Comic reserviert habe, an diesen Meilenstein zu vergeben.

So, hier möchte ich doch ein paar Leute nominieren. Fünf sollen es sein, daher reiche ich erst mal an Ti_Leo und Naekubi zurück, die mich letztes Jahr bedacht haben. So, wer noch? Mich würde es sehr interessieren, was der Kiezneurotiker so liest. Desweiteren möchte ich den Zaunfink nominieren und als letztes die Karo, weil ich mir davon Anregungen für meine „to read“-Liste erhoffe! Aber natürlich darf wie immer auch so jeder mitmachen, der Bock hat!


Uff.

finished

 

Soweit lasse ich es nie wieder kommen. Versprochen!

Silvesterparty: Die echten Katertipps!

Die Silvesterparty ist geplant, der Sekt ist kalt gestellt. Zeit für eine alljährliche Tradition in sämtlichen deutschen Medien: die „Tipps gegen den Kater“!

Und damit auch Zeit für meine alljährliche stumme Frage, ob Journalisten für solche Retoren-Artikel, die sie vermutlich irgendwann vor 10 Jahren geschrieben haben, um sie jedes Jahr zu Silvester und Karneval wieder verwursten zu können, tatsächlich Geld kriegen… aber darum soll es heute nicht gehen!

Ich pflege ja, was Alkohol angeht, ein Selbstbild als Koryphäe, stehe ich doch nun immerhin schon jobmäßig jahrelang hinter einem Zapfhahn und privat, tja, privat sage ich auch selten nein, wenn es zu einem lustigen kleinen Umtrunk kommt! Daher finde ich solche Artikel durchaus interessant.

Aber ich werde jedes Mal enttäuscht. Machen wir uns nichts vor: Solche Artikel (z.B. dieser) helfen nicht, sondern behandeln erwachsene Menschen wie Kleinkinder. So ist der einzig „nützliche“ Tipp, der sich aus solchen Ergüssen am Ende extrahieren lässt, der Ratschlag, einfach nicht so viel zu trinken.

Nicht so viel trinken. „Einfach“.

Aha.

dr-cox laughing

Tja, in welche große Tradition reiht sich dieser bahnbrechende Tipp nun ein? Das ist doch so, als würde man in einem Beitrag über Empfängnisverhütung tatsächlich Enthaltsamkeit als die wirksamste Methode anpreisen. Und was kriegt man durch solche Tipps? Na? Na??? Schwangere Teenager natürlich. Weil der Mensch sich genauso wenig vom Sex abbringen lässt wie der Deutsche vom Saufen.

Und damit zurück zu diesem unglaublich dämlichen „Tipp gegen den Kater“, bei dem der zuständige Autor einfach nur ganz klar das Thema verfehlt hat. Auch Tipps, den Kater durch die Auswahl richtiger Alkoholika zu reduzieren, sind kaum besser, denn das geht ebenfalls an der Realität vorbei. Nicht jeder mag sich trockenen Weißwein in den Schlund schütten, nicht jeder kann sich superreinen teuren Wodka leisten. Überhaupt, was ist das eigentlich für ne Einstellung? „Liebe Leser, wir wissen, Sie MÜSSEN Alkohol trinken, deshalb wählen Sie doch um Gottes Willen das kleinere Übel, Sie Schnapsnase, Sie.“  Als würde man jungen Frauen zur Verhütung raten, sich an alte übergewichtige Männer zu halten, weil die vielleicht schon mit Platzpatronen schießen!

Das ist so bevormundend! Erst ein ganzes Volk auf Biersauferei sozialisieren (Bierwerbung vor JE-DEM Fußballspiel!), Alkohol bis zum Ultimo verharmlosen (Fußballfunktionäre, die sich ihr Weizenbierglas an die Brust drücken, als wäre es ihr Erstgeborenes, hinter dem bei jedem Schluck ein „Keine Macht den Drogen“-Shirt zum Vorschein kommt!) und dann plötzlich gegen Jahresende ach so erwachsen daher kommen von wegen „Alkohol ist ja doch irgendwie ganz schön ungesund“! Oh, you don’t say?!

Pfui, ihr Medien! Pfui!

Jedenfalls habe ich mich dieses Jahr entschlossen, dieser abwertenden Berichterstattung entschlossen entgegen zu treten. ICH verstehe vollkommen, dass ihr Alkohol an Silvester, der bekanntermaßen enttäuschendsten Party des Jahres, natürlich BRAUCHT, und selbstverständlich in genau der Form, die euch am liebsten behagt, egal wie zerstörerisch, billig oder ekelerregend sie ist! (Oh, dazu hätte ich ja was…!)

Denn „Tipps gegen den Kater“ sollten auch solche sein, nicht „Tipps gegen den Alkohol“! Also:

Was gegen einen echten Kater wirklich hilft

von Robin Urban, Koryphäe

Präventiv:
Ein allseits bekanntes Hausmittel bei Kater ist Hering. Unkorrekterweise geht die Allgemeinheit allerdings davon aus, der Hering müsse am nächsten Tag aufs Frühstückstablett. Falsch: Um einen Kater zu vermeiden, sollte der Hering VOR dem Saufgelage gegessen werden. Das Fett in diesem sehr fetten Fisch nämlich bindet den Alkohol und verhindert dadurch einen zu großen Trunkenheitsgrad.
Und wer aufgepasst hat, wird nun gemerkt haben, dass der Hering sich durch diese Erklärung als Katermittel völlig disqualifiziert. Denn wenn das Ziel „Vollsuff“ ist, kann etwas, das genau dem im Wege steht, ja schwerlich ein empfehlenswertes Mittel sein. Nein, das führt nur dazu, dass man NOCH MEHR säuft, um das Ziel zu erreichen. Ist ja nicht so, als hätte jeder ein bestimmtes Kontingent (z.B. fünf Bier, zwei Longsdrinks), das er niemals überschreitet, egal wie er sich danach fühlt.
Also: Vergesst Prävention. Damit könnt ihr leidlich kontrollieren, wie schnell ihr wie voll werdet, aber auf den Kater hat das keinerlei Einfluss.

Währenddessen:
Ein Tipp, den tatsächlich auch doofe Zeitungsartikel meistens auf die Reihe kriegen: Trinken, trinken, trinken! Natürlich nicht noch mehr Alkohol, sondern Wasser!
Denn viele Katersymptome, allen voran der berüchtige „Nachbrand“, also der unstillbare Durst am nächsten Morgen, entstehen durch Dehydrierung. Gerade auf privaten Silvesterpartys stellt es kein Problem dar, zu jedem Drink ein Glas Wasser zu ordern. In Discos oder Clubs empfehle ich dagegen aus Kostengründen den Gang zum Bad, wo man in unserem fortschrittlichen Land völlig umsonst Leitungswasser erhalten kann. Einfach eine leere Bierflasche schnappen, ausspülen, neu befüllen, trinken! „Zuviel“ gibt es hier nicht: Haut rein, so viel wie geht.

Danach:
Die Party ist um, ihr macht euch bettfertig (sofern ihr dazu noch in der Lage seid). Vielen Leuten wird jetzt erstmal kotzübel, wenn sie sich flachlegen. Und aus irgendeinem Grund denken viele Leute jetzt „Ach Gottchen, ich kann doch nicht kotzen gehen!“ – und verharren in dieser schrecklichen Lage stundenlang, bis sie doch irgendwie einschlafen können.
Liebe Leute: Brechreiz ist ein Zeichen eures Körpers, dass er auf das Gift Alkohol genau so reagiert, wie er reagieren sollte. Wenn ihr übertrieben habt (und niemals würde ich euch dafür verurteilen!) und er euch das auf diese Weise kommuniziert, dann tut ihm den Gefallen und geht kotzen. Lasst es raus. Niemand verleiht euch einen Orden, wenn ihr es mit Gewalt drin behaltet. Ihr werdet euch danach besser fühlen – und auch der Kater am nächsten Tag ist wesentlich angenehmer!
Falls es soweit nicht gekommen ist, dann beherzigt auch hier wieder den Universaltipp: Wasser! Denn ihr habt im Laufe des Abends trotz aller Vorkehrung niemals so viel zu euch genommen, wie der Alkohol euch entzogen hat. Setzt also vor dem Schlafengehen eine Flasche Wasser an den Hals und kippt sie weg. 1,5 Liter auf Ex ist machbar! Macht euch keine Sorgen, dass ihr deswegen nachts achtmal pinkeln gehen müsst – eure Zellen saugen das schon weg und sind euch sehr dankbar!
Und jetzt noch ein Tipp, den mit Sicherheit jemand ganz schrecklich finden wird:
Alkohol führt zu einem unruhigen Schlaf und kann bei einem gewissen Pegel sogar aufputschend wirken. Folge: Ihr wacht völlig gerädert nach vier Stunden Schlaf auf, weil euer Promillewert in dieser Zeit nach unten gerattert ist und genau diesen Pegel erreicht hat. Darum ist der nächste Tag geprägt von einer lustigen Mischung aus völliger Erschöpfung und der Unfähigkeit, weiter schlafen zu können. Hier könnt ihr euren Körper ein bisschen austricksen, indem ihr vor dem Schlafengehen beruhigende Mittel einnehmt wie beispielsweise Baldrian. AUF KEINEN FALL RICHTIGE SCHLAFTABLETTEN. Rezeptfreie Mittel können hier helfen, den Suffschlaf erholsamer zu machen und zu verlängern. Von rezeptpflichtigen Medikamenten ist in Verbindung mit Alkohol dagegen selbstverständlich die Finger zu lassen!

Der Tag danach:
Hier ist es nun, the real Hangover. Wenn ihr euch genug gewässert habt, werdet ihr bereits eine Verbesserung zu sonst feststellen – aber vermutlich seid ihr dennoch weit entfernt von „gut“.
Will man dem Kater den totalen Overkill verabreichen, braucht ihr drei Dinge:
– Elektrolyte
– Vitamine
– Mineralien

Also trinkt:
– eine Tasse Brühe (gerne kalt)
– ein Glas Orangensaft (gerne frisch gepresst)
– ein Glas Magnesium (als Brausetablette)

Danach sollte es euch schon wesentlich besser gehen. Dennoch verrate ich euch noch meinen Specialtipp: Meine exklusive Teemischung, die ich eigentlich täglich trinke, die sich allerdings für Kater ganz besonders gut eignet.

Ihr braucht:
– 2 Teebeutel Grüntee
– 3 Teebeutel Pfefferminz
– 1 Zitrone
– 1,5 Liter kochendes Wasser

Tee nach Anleitung kochen, Zitrone reinquetschen, fertig. Gerne auch schon einen Tag vorher zubereiten, damit er schön kalt und erfrischend ist. Es gibt nichts besseres. Grüner Tee ist ohnehin so ziemlich das gesündeste, was man trinken kann. Das darin enthaltene Koffein macht munter und die Gerbstoffe putzen den Magen. Der Pfefferminz sorgt für die nötige Frische und die Zitrone für die Entgiftung und noch mehr Vitamine. Und voll lecker ist er auch! (Finde ich zumindest)

Der weitere Tag danach:
Richtig gut wäre jetzt noch ein Spaziergang an der frischen Luft. Aber wir wollen mal nicht unrealistisch sein. Bestellt euch also eine richtig fette Pizza, gammelt euch mit Freunden auf die Couch und kuckt ein paar echt doofe Filme – und schon ist der Kater plötzlich gar nicht mehr so schlimm!

Sauft Silvester, dankt mir Neujahr! Prost!