Und noch ein Update! (Weihnachtsedition)

Morgen ist Weihnachten, also wäre eigentlich die Zeit gekommen für mein fast schon traditionelles Gejammer darüber, wie unheimlich scheiße dieses Fest ist… aber dieses Jahr fällt das flach. Einerseits, weil ich durch den ganzen Stress der letzten Wochen noch nicht mal im Ansatz realisiert habe, dass es morgen wirklich schon soweit ist (was ich gar nicht mal so schlecht finde). Und andererseits deswegen, weil mein Herz gerade voll Liebe ist ❤

Liebe Leute, ich kann nur immer und immer wieder Danke sagen. Denn eine Woche vor Ende meiner Spendenaktion wurde das Spendenziel nicht nur erreicht, sondern sogar deutlich überschritten!!! Das ist mit Abstand das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich jemals bekommen habe. Das verschafft mir genug Luft, um nicht als hysterisches Nervenbündel ins neue Jahr zu gehen. Nochmal: DANKE!!!

Einzig meine Aussage über die  Verwendung muss ich ein wenig revidieren. Auf Twitter wurde ich nämlich darauf aufmerksam gemacht, dass meine Vorstellung von einer „Stundung“ nicht der Realität entspricht – jedenfalls nicht, wenn es um die KfW geht. In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, eine Stundung würde bedeuten, die Zahlungen würden einen bestimmten Zeitraum lang ausgesetzt. Tatsächlich werden sie aber GESCHOBEN – was bedeutet, dass ich, wenn ich, sagen wir, 10 Monate lang die Rückzahlungen stunden würde, am Ende dieser Zeit die KOMPLETTEN Zahlungen AUF EINMAL hätte bezahlen müssen – also nicht knapp 400 Euro im Monat, sondern VIERTAUSEND auf einmal!

Wusstet ihr das? Falls ja, könnt ihr jetzt über mich lachen oder den Kopf schütteln. Ich wusste es nämlich nicht. Und mindestens zwei Personen in meinem Umkreis, die selber ihren Studienkredit stunden und die ich jetzt darauf aufmerksam gemacht habe, auch nicht. Was echt scheiße ist.

Das heißt aber auch: Selbst, wenn bei meiner Hilfsgesuch überhaupt nichts zusammen gekommen wäre… allein für diese Info hätte es sich schon gelohnt – und das hat mich vor einem schweren Fehler bewahrt. Auch dafür kann ich nicht oft genug Danke sagen.

Damit ist das Thema Stundungsantrag vom Tisch. Der Alternativplan lautet nun, weiterhin die Raten zu bezahlen, bis ich die Zahlungshöhe ändern lassen kann. Das geht leider erst ab April zur nächsten Roll-Over-Periode (was immer DAS auch heißt). Das Gute ist jedoch, dass genug Geld zusammen gekommen ist, um die Zeit bis dahin zu überbrücken – und danach sind die Zahlungen (hoffentlich) auf einem Niveau, das ich selber leisten kann 🙂

Lediglich der Freund muss damit jetzt leider noch ein bisschen warten, bis er sein Geld zurück kriegt, aber der freut sich da eher noch drüber (wir erinnern uns… wegen MACHT und so).

Ich habe lange überlegt, wie ich jetzt mit dem Spendenpool verfahren soll, da ich ihn ursprünglich bis Silvester geöffnet habe, das Ziel aber ja erreicht ist. Trotzdem habe ich mich entschlossen, ihn nicht vorzeitig zu schließen. Ich weiß, dass es leider immer Leute geben wird, die einem so etwas nicht gönnen, die neidisch sind oder einfach nur allgemein verbittert, und das jetzt als Anlass nehmen werden für noch mehr Hohn und Hass… aber ganz ehrlich: Geld (oder der Mangel daran) ist für mich leider ein viel zu großes Thema, um auf sowas Rücksicht zu nehmen. Niemand wäre froher als ich, wenn eine solche Aktion nicht nötig gewesen wäre, aber sie war es nun mal.

Tatsache ist: Mit dem Erreichen des Spendenziels sind meine akuten Geldprobleme gelöst. Ich sitze aber immer noch auf einem riesigen Berg Schulden, von dem ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau weiß, wie ich ihn jemals zurück zahlen werde. Ich hoffe, das ändert sich noch, aber bis dahin ist jede Hilfe willkommen. Selbst, wenn von heute an bis Silvester nur noch 5 Euro dazu kommen… das sind dann schlicht und ergreifend 5 Euro weniger, um die ich mir Sorgen machen muss.

Deshalb bleibt der Spendenpool solange offen wie ursprünglich geplant. Wer deswegen lästern will, kann das gerne tun. Ich wünsche solchen Menschen nur aus vollen Herzen, dass sie niemals in eine solche Situation kommen werden – und sich dann auch noch zusätzlich so eine bösartige Scheiße anhören müssen.

Alle anderen, die mir die letzten Tage durch liebe Worte, Unterstützung und ihre Spenden geholfen haben, wünsche ich außerdem ein schönes Weihnachtsfest mit einer erträglichen Verwandtschaft, leckerem Essen und reichen Gabentisch. Ich kann dazu leider nichts beitragen außer meinem tausendsten Dankeschön – und ein bisschen Musik mit meinem Lieblingsweihnachtsalbum!

 

Danke, Leute, ihr seid toll ❤

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Hilfsgesuch – Update!

Leute… das kommt bei mir nicht oft vor, aber ich bin echt sprachlos. Ich habe mir alle möglichen Reaktionen ausgemalt (die meisten davon eher nicht so nett, weil ich ja immer vom Schlimmsten ausgehe), aber so wie es bis jetzt gelaufen ist – damit hätte ich im Leben nicht gerechnet.

Gestern habe ich mein Hilfsgesuch eingestellt – und nach gerade mal einem Tag sind schon über 1000 Euro zusammen gekommen! Das ist einfach… wow. Also echt… woah!!!

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich mich das gerade macht. Ja, ich weiß, Geld sollte nicht glücklich machen, aber wer sowas sagt, hat halt vermutlich genug davon ^^ In meinem Fall kann ich sagen, dass diese unfassliche Hilfsbereitschaft wirklich ein paar ganz akute Probleme löst und mir eine riesige Last von den Schultern genommen hat! So muss ich mich aktuell lediglich mit einem theatralischen Freund auseinander setzen („Wenn du deine Schulden an mich zurück zahlst, habe ich ja gar keine MACHT mehr über dich!!!“), der mit mir trotzdem jeden Euro feiert und mich fest drückt, wenn mich die Freundentränchen übermannen. Hach!

Deshalb einfach nur: Danke. Das ist das Beste, was mir seit langem passiert ist – und das liegt nicht mal wirklich so sehr am Geld selber als an der Tatsache, dass es wirklich so viele liebe Menschen gibt, die bereit sind, mir einfach so zu helfen. Und das macht euch wirklich zu meinen Helden!

Das meiste ist damit schon geschafft und gesammelt. Wenn der Rest jetzt auch noch zusammen käme, wäre das einfach megamäßig episch. Deshalb hier nochmal der Spendenlink. Ein paar Leute haben mich außerdem angeschrieben, weil ihnen auf der Seite die passende Zahlungsmethode fehlt – in dem Fall (aber nur wenn ihr wollt!) nehme ich auch gerne Amazon-Gutscheine ^^ Code einfach an robin.urban.blog[ät]gmail.com  🙂

So, und jetzt bleibt mir wohl oder übel nichts anderes übrig, als die nächsten Tage so viel zu lernen wie geht, denn die Ausrede „Geldsorgen“ ist ja jetzt erstmal vom Tisch 😀

 

Nochmal und für immer: Danke, Leute, ihr seid geil!!!

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Hilfsgesuch: Wollt ihr meine persönlichen Helden sein?

Liebe Leute,

einige haben mich ja schon vermisst (oder sich zumindest gefragt, warum ich mich nicht mehr melde). Tatsächlich halte ich seit Wochen auf fast allen Kanälen Funkstille – und das hat leider keinen lustigen Grund:

Es ist ja nichts neues, dass ich knapp bei Kasse bin, aber bisher bin ich immer irgendwie zurecht gekommen. Wenn dann so Sachen passieren wie ein kaputter Laptop, ist das zwar Scheiße, aber in dem Fall nur kurzfristig, weil sich ein extrem lieber Mensch bereit erklärt hat, mir einfach so einen neuen zu sponsern. Das war megacool und wenn es das einzige Problem geblieben wäre, wär ich verdammt froh. War es aber leider nicht.

Letzten Monat hat sich nämlich die KfW entschlossen, spontan damit anzufangen, mir die Rückzahlungen für meinen Studienkredit abzubuchen. Nicht nur, dass ich darüber im Vorfeld nicht informiert worden bin (während der Auszahlungsphase bin ich dafür mit Briefen förmlich ZUGESCHMISSEN worden), sondern auch die Höhe wurde ohne irgendein Zutun von mir willkürlich festgesetzt, nämlich auf fast 400€ monatlich. Bisschen viel, wenn man nur 450 Euro plus Trinkgeld im Monat zur Verfügung hat.

Aber selbst das wäre noch machbar gewesen, auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass mein Antrag auf Stundung noch vor dem 1. Januar durch geht (DASS er durchgeht, scheint dafür wenigstens recht sicher). Irgendwann muss ich den ganzen Batzen ja sowieso zurück zahlen, also habe ich dadurch nicht wirklich was verloren.

Kurz danach passierte aber genau das: ein riesiger Verlust. Ein Projekt, an dem ich privat gearbeitet habe, hat mich fast 1000 Euro gekostet. Ich hätte gut daran verdienen können, aber leider ist es im Gegenteil ganz besonders spektakulär gescheitert. Es war von Anfang an ein kleines Risiko – aber ich dachte, das Schlimmste, was passieren könnte, wäre viel unnötige Arbeit und eine Nullnummer.

Tja… da hab ich mich geirrt.

Die Tatsache, dass dann auch noch die Strom-und-Wasser-Abrechnung ins Haus flatterte und statt der erwarteten Rückzahlung (immerhin sind wir seit Januar eine Person weniger in der Wohnung) eine 30-Euro-NACHZAHLUNG verlangt wird, ist dann schon eigentlich finanziell nicht mehr relevant, aber Grund genug, in hysterisches Lachen auszubrechen, weil das einfach nur noch ironisch ist.

Momentan sieht es also so aus, dass nicht nur all meine Rücklagen weg sind, sondern ich auch bei meinem Freund Schulden machen musste, was er mir zwar gerne angeboten hat, aber ich finde es trotzdem ganz schön scheiße. Und das, nachdem ich mir im Oktober wirklich den Arsch abgearbeitet habe, um ein kleines Polster zu haben, weil mein Studienabschluss vor der Tür steht und ich nicht so viel arbeiten kann, wenn ich lernen muss. Ich weiß nicht, ob ihr jemals richtig Geldsorgen gehabt habt, aber ihr könnt euch sicher vorstellen, wie verdammt bitter sowas ist.

Meine Reaktion auf all die Scheiße war also, mich in ein dunkles Loch zu verkriechen und in Schockstarre zu verfallen. Ich wollte niemanden sehen und hören und als allerletztes irgendjemand davon en detail erzählen, der es nicht, wie mein Freund, unmittelbar mitbekommt. Weil es nämlich einfach so verdammt peinlich ist.

Soweit die Erklärung für meine wochenlange Abwesenheit. Leider lässt sich das Problem trotzdem nicht einfach ignorieren, denn die Uni drängt. Meine allerletzte Prüfung habe ich im Januar, die zweitletzte schon in einer Woche – aber ich kann verdammt noch mal nicht lernen, weil ich an nichts anderes denken kann als an Geld!!!

Tja… und an der Stelle kommt ihr ins Spiel, wenn ihr wollt. Denn bei meinen Depressionen und meiner unfassbaren Blödheit kann mir leider niemand helfen, bei meinen Finanzen aber schon. Das hier ist ganz schlicht eine Bitte um Geld. Ich möchte sicher nicht, dass sich jemand wegen mir in Unkosten stürzt, aber vielleicht hat ja der ein oder andere, der sich bisher durch meine Artikel oder Tweets ein bisschen unterhalten gefühlt hat, ein paar Euro übrig, die er entbehren will. Denn, so ausgelutscht das auch klingt: Ich weiß sonst grade nicht, wie ich die Miete bezahlen soll und, äh, außerdem ist ja auch bald Weihnachten!!!einself

Ich habe bei einer Spendenplattform einen Pool eingerichtet, in den ihr bis Silvester einzahlen könnt. Falls ihr das lieber anonym tun wollt, könnt ihr nach der Bestätigungsmail euren Namen ändern oder euch ganz auf anonym stellen (bis dahin erscheint bei mir auch nix). Bei der Summe war ich mir unsicher, weil ich absolut nicht einschätzen kann, wie viele Leute bei sowas mitmachen wollen, aber letztendlich habe ich einfach mal 1.500 Euro eingestellt. Das reicht, um alle Schulden bei meinen Freund zu bezahlen und zweimal die Miete. Das wäre schon eine sehr große Hilfe, aber falls weniger zusammen kommt, ist das auch okay, denn eigentlich hilft grade jeder Euro. Falls es wider Erwarten mehr werden sollte (man darf ja noch träumen total größenwahnsinnig sein), investiere ich alles über dieser Summe sofort in meine KfW-Schulden (40.000 Euro werden zwar sicher nicht zusammen kommen, aber jeder Euro, den ich so schnell wie möglich zurück zahle, verringt wenigstens die blöden Zinsen).

So oder so: Jeder, der etwas spendet, darf sich danach als mein persönlicher Held betrachten 🙂

Tja, das war’s auch schon und ich kann grade selber nicht glauben, dass ich das jetzt tatsächlich abschicke. Aber kucken wir mal, was passiert.

Lyrik

Vor fünf Jahren schrieb ich dieses Akrostichon. Ich weiß, es ist krass pathetisch, aber es gefällt mir trotzdem.

 

Siechend geht die Welt zugrunde
Unwahrheit der Großen Wort
Plötzlich ganz so schlägt die Stunde
Einsam leer ein jeder Ort
Reißt alles mit sich fort.
Grausam klingt die schlimme Kunde
Allumfassend diese Wunde
Und die Welt stöhnt „Mord“.

Ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen

Sie reicht mir begeistert eine Stellenanzeige für eine Konditorei.

„Wie findest du das? Darauf will ich mich bewerben!“

„Hm. Klingt ja irgendwie cool, aber dafür hast du doch nicht die Voraussetzungen?“

„Wieso?“

„Naja, hier steht, man braucht Erfahrung mit Lebensmitteln und die hast du ja nicht.“

„Bitte?! Ich habe dreißig Jahre lang einen Haushalt geführt!“

Meine Mami. Manchmal feiere ich sie 🙂

Aufreger: Kartoffeliges Handball

Handball, ne? Handball geht mir ja eigentlich vollkommen am Arsch vorbei. Zwar habe ich das EM-Finale gesehen, aber auch nur, weil ich arbeiten musste und es in der Kneipe lief. Ach ja, und einmal, als ich mir vornahm, jeden Tag Sport zu treiben, habe ich mir die Termine für das Uni-Frauenhandball rausgesucht, bin dann aber doch nicht hingegangen, weil das wenige Wochen vor einer Wandertour war und ich Angst hatte, mir die Bänder abzureißen, weil Handball so ein verletzungsintensiver Sport ist.

Das war’s auch schon mit persönlichen Berührungspunkten. Trotzdem stolperte ich über diesen Artikel und tat ihn mir in Gänze an:

Wolfram Eilenberger: Eine Alternative für Deutschland

tl;dr: Der machohafte Brutalosport Handball bietet der deutschen Volksseele genau das, wonach sie gelüstet, nämlich machohafte Brutalität, womit Handball plötzlich die deutscheste aller Sportarten ist, viel besser als der „feminisierte“ Fußball.  Wen wundert es da, dass die gesamte Mannschaft aus echten doitschen Jungs besteht? Es weiß doch jeder und das hier ist nur der allerneuste Beweis, dass Deutschland eine rassistische Republik voller dämlicher Kartoffelköppe ist.

Eine journalistische Glanzleistung. NICHT.

Der Autor flachst auf Twitter, hiermit eine „kleine Probebohrung in die aktuale [sic] Volksbefindlichkeit“ vorzunehmen. Mit anderen Worten: ZEIT ONLINE räumt extra Platz frei für einen Pseudophilosophen, der zugibt, einfach nur provozieren zu wollen.

Wobei, das wäre immerhin noch besser als die Alternative: Dass er diesen unfassbar süffisanten Müll tatsächlich ernst meint!

Ich las vor ein paar Tagen auf Twitter die Formulierung „Besorgte Bürger von links“. BBVL sind radikale Vollidioten, die Donotlink verwenden, Bomben feiern, solange sie auf Deutsche fallen,  jeden haten und blocken, der nicht ihrer Meinung ist, jeden haten und blocken, der findet, dass haten und blocken eine etwas überzogene, um nicht zu sagen leicht faschoartige Reaktion auf eine simple Meinungsverschiedenenheit ist und jeden für einen potentiellen Nazi halten, der sich ein Länderspiel ansieht und es wagt, dabei zu jubeln. Oder mit anderen Worten:

 

Besorgte Bürger von rechts finde ich unglaublich scheiße. Besorgte Bürger von links allerdings auch.

Haben wir in Zeiten von PEGIDA, der AfD und Terroranschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte nicht vielleicht ein bisschen was anderes zu tun, als in jeder Handlung eines Deutschen oder einer Gruppe von Deutschen irgendwelche Nazihintergründe hineinzuphantasieren und dabei dann auch noch gleich einen Rundumschlag gegen ganz Deutschland zu machen? Und wundert sich noch irgendeiner, dass viele Leute zwar keine AfD wählen, mit linken Parteien aber auch nichts mehr anfangen können?!

Ich bin selber links und SEHR besorgt – darüber, dass so eine unfassbar unverhältnismäßige Scheiße mal wieder geeignet ist, die linke und antifaschistische Bewegung zu diskreditieren als ein Auffangbecken für dauerbeleidigte, elitäre, nie zufrieden zu stellende, ständig neue Diskriminierungsformen erfindende, dabei aber im Austeilen ganz große pseudophilosophische Hipster-Nervbacken, die noch dazu Wolfram heißen!!!

Ich musste im Übrigen lediglich die Seite der deutschen Handball-Bundesliga aufrufen, Wikipedia anschmeißen und ein bisschen zählen, um zu erfahren, dass bei den momentan fünf führenden Mannschaften (Rhein-Neckar Löwen, THW Kiel, SG Flensburg, MT Melsungen, Füchse Berlin) von 96 Spielern 56 keinen deutschen Pass haben.

handball

Das sieht bei Flensburg zum Beispiel so aus.

Zum Vergleich: In der Fußball-Bundesliga sind bei Bayern München, Borussia Dortmund, Hertha BSC Berlin, Schalke und Bayern Leverkusen derzeit von 135 Spielern 66 keine Deutschen (plus zwei mit doppelter Staatsbürgerschaft). Ups… da ist die Quote bei den Handballern ja sogar besser?! Kann der Herr Autor bei diesem Ergebnis noch Fußballfan (Bayern München übrigens. BAYERN MÜNCHEN.) bleiben?

Das war so einfach, das kann man nicht mal Recherche nennen! Und trotzdem wohl zu schwer für den Wolfram – das Feindbild könnte ja Risse bekommen!!!

Wobei natürlich zu erwähnen ist, dass die meisten dieser nichtkartoffeligen Spieler beim Handball aus Skandinavien kommen, was dann ja wieder ins „nordisch-arisierte Bild“ passt. Man muss bei dem Wolfram vom „Philosophie Magazin“ nicht mal deutsch sein, um durchzufallen – es reicht schon, wenn man nur wie einer aussieht!

Vielleicht – nur MÖGLICHERWEISE – gibt es keine Spieler mit Migrationshintergrund in der deutschen Nationalmannschaft, weil diese Mannschaft trotz EM-Sieg keine Ausnahmestellung genießt, wie das beim Fußball der Fall ist, und darum schlicht keiner Bock hat, seine Nationalität aufzugeben, nur um bei einem zweitklassigen Team, das einmal Glück gehabt hatte, mitspielen zu können – und das auch noch in einer vergleichsweise wenig lukrativen Randsportart wie Handball?!

Aber natürlich ist es viel einfacher, alle Spieler für Nazis zu halten, für die das Spielen in ihren Vereinen dann wahrhaft unerträglich sein muss.

Der Wolfram: Mein heutiger Beweis für das immer öfter zu beobachtende Phänomen, dass manche Leute so dermaßen links sind, dass sie rechts wieder rauskommen!

Edit: Noch ne Graphik ergänzt, die ich gestern glatt vergessen hatte.

 

Aww.

Der Freund und ich tragen Einkäufe nach Hause. Ein Pulk Halbstarker geht an uns vorbei.

 

Typ 1: „Ey, du hast längere Haare als deine Freundin!“

Typ 2: „Schwuchteeel!“

Freund: „…“

Ich: „Fick dich, du Arschloch!!!“

Die Idioten ziehen marodierend ab.

Ich: „Boah, solche Wichser, ey!“

Freund: „…“

Ich: „…“

Freund: „…“

Ich: „Aber Schatz, hast du gehört? Er hat mich deine Freundin genannt. Die Leute sehen, dass wir zusammen sind. Tihihi.“

Freund: „Aww.“