20 Jahre §177-Reform – Die halbe Geschichte eines Meilensteins

Vorgestern feierte meine Timeline das Jubiläum eines Meilensteins: Nach jahrelangem Ringen wurde am 15. Mai 1997 eine Reform des Paragraphen 177 (heute „sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung“) beschlossen. Gegen den Widerstand weiter Teile der CDU wurde damals der Begriff „außerehelich“ aus dem Gesetzestext gestrichen, womit Vergewaltigung in der Ehe nun endlich auch als solche justiziabel war. Dem voraus gingen endlose Debatten, die heute größtenteils schockierend und absurd anmuten und sich deshalb perfekt zu Demonstrationszwecken eignen – zeigt dies doch, wie hart einst für Rechte gekämpft werden musste, die uns heute selbstverständlich erscheinen, obwohl sie auf dem Papier noch gar nicht so lange existieren.

Ich war 12, als die Reform auf den Weg gebracht worden ist. Ich wusste damals nicht, dass Ehepartner bis dato vom Straftatbestand „Vergewaltigung“ nicht erfasst worden sind und war darüber schockiert. Umso wichtiger finde ich eine Erinnerungskultur in Form einer Berichterstattung 20 Jahre nach der Reform.

Und trotzdem stößt mir gerade diese Berichterstattung sauer auf. Es wird nämlich nur die halbe Geschichte erzählt.

Sehen wir uns dazu den §177 mal an, der bis zur Reform nur den Tatbestand „Vergewaltigung“ umfasste:

§ 177. Vergewaltigung.

(1) Wer eine Frau mit Gewalt oder durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben zum außerehelichen Beischlaf mit ihm oder einem Dritten nötigt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.
(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.
(3) Verursacht der Täter durch die Tat leichtfertig den Tod des Opfers, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren.

 

 

Mit der Reform wurden die Straftatbestände „Sexuelle Nötigung“ und „Vergewaltigung“ zusammen gefasst, eine Vergewaltigung somit also zu einer besonders schweren Form der sexuellen Nötigung. Das neue Gesetz las sich dann nach einigen kleineren Korrekturen von 1998 bis 2016 (in gekürzter Form) so:
 

§ 177. Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung.

(1) Wer eine andere Person

  • 1. mit Gewalt,
  • 2. durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
  • 3. unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist,

nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

(2) [1] In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. [2] Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn

  • 1. der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung)

Wie bereits erwähnt wurde hier „außerehelich“ gestrichen. Gleichzeitig, und das fällt vielleicht nicht so deutlich ins Auge, wenn der Text mit den sexistischen Vorzeichen gelesen wird, die wir alle mehr oder weniger verinnerlicht haben, wird jedoch auch aus der „Frau“ in der älteren Version das geschlechtsneutrale „Person“. Und das, liebe Berichterstatter, bedeutet nichts anderes als das: Vor der §177-Reform konnten Männer laut deutschen Gesetz nicht vergewaltigt werden.

Ich möchte nun sicher nicht darüber streiten, welche Änderung bahnbrechender war. So argumentierte ein Kumpel gestern, ein betroffener Mann hätte zwar keine Vergewaltigung, wohl aber die schon vor 1997 geschlechtsneutral formulierte „Sexuelle Nötigung“ (damals §178) zur Anzeige bringen können. Allerdings gilt für Vergewaltigung in der Ehe ähnliches: Diese konnte auch schon vor der Reform als einfache Nötigung (§240) oder Körperverletzung verurteilt werden (weshalb die Behauptung, sie wäre vor 1997 „straffrei“ gewesen, strenggenommen falsch ist).
Aber das sind Feinheiten. Richtig ist ganz simpel: Bis 1997 konnte vor dem Gesetz eine Frau nicht von ihrem Ehemann und Männer im Allgemeinen von niemanden vergewaltigt werden.

Soweit die Fakten. Fragen bleibt dennoch:

Warum wird die Änderung Männer betreffend an keiner Stelle miterwähnt? Warum fällt die gegenüber der Vergewaltigung in der Ehe völlig unter den Tisch? Gibt es darüber nicht ähnlich zeithistorisch interessante Bundestagsdebattenschnipsel, welche den schweren Weg bis dahin nachzeichnen? Wie wurde DIESER Antrag aufgenommen, wer hat ihn zur Diskussion gestellt, wie lauteten die Gegenargumente? Und so weiter.

Jetzt könnte man aus antifeministischer Sicht argumentieren, dass sexuelle Gewalt gegen Frauen nun mal als wichtigeres Problem wahrgenommen wird als gegen Männer. Aber selbst wenn man dieser Argumentation folgt, erklärt das in keinster Weise, warum auch aus Männerrechtler-Kreisen keine einzige Anmerkung zu dieser Reform gekommen ist. Stattdessen bin ich auf der Suche nach einer solchen einzig auf einen Eintrag zum §177 in der antifeministischen und sexistischen Datenbank WikiMANNia gestoßen, der allerdings die Reform weniger feiert als sie in verschwörungstheoretischer Manier negiert. Eine Sichtweise übrigens, mit der ich mich auch schon auseinander setzen musste:

Während ich mich also durchaus darüber ärgere, dass nur die halbe Wahrheit zu dieser dringend nötigen Reform den Weg in die Medien findet, besteht die Erinnerungskultur und damit Lobbyarbeit deutscher Männerrechtler mal wieder aus – genau – nichts.

Aber das ist ja nun auch nichts neues.

Quellen zur Straftatsbestandsgeschichte: lexetius.com

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Und jetzt?

Nach vier Monaten ist es wohl mal wieder Zeit für ein Update.

Momentan habe ich die Aufmerksamkeitsspanne eines demenzkranken Goldfischs, deshalb ist Twitter gerade das einzige Medium, über das ich mich überhaupt regelmäßig zu Wort melde. Dabei gibt es zumindest eine Neuigkeit, die dann aber auch der Grund für meinen derzeitigen Zustand ist: Ich habe, mit Biegen und Brechen zwar, aber dennoch, tatsächlich mein Studium erfolgreich abgeschlossen beendet. Und dafür habe ich auch nur doppelt so lange gebraucht wie angesetzt! YAY!

Schön war das zum Ende hin nicht. Ich bin ja eine entschiedene Gegnerin der Bologna-Reform, aber wenigstens haben die Bachlor- und Masterstudenten nicht sämtliche notenrelevanten Prüfungen erst am Schluss. Nicht, dass ich nicht genug Zeit zum Lernen hatte, auch wenn einer meiner Dozenten entsetzt war über mein spätes Auftauchen zur Themenbesprechung (ich war ca. sechs Wochen vorher da, für ihn viel zu kurz, effektiv gelernt habe ich aber höchstens sechs Tage. Meine Note? Ne solide Zwei.), trotzdem wird mir das letzte Jahr als das grauenhafteste aller Zeiten in Erinnerung bleiben. Nach meinem Marathon im Frühling, währenddessen ich fünf Hausarbeiten in ebenso vielen Wochen fertig stellte (natürlich keine davon notenrelevant), ging es meinem Empfinden nach nahtlos weiter mit dem Unischeiß, obwohl das in Wahrheit so gar nicht stimmt. Mein Stresslevel war dennoch konstant hoch, sank nicht während meiner Vorbereitung auf die Klausuren und entlud sich schließlich, als ich kurz vor der eigentlich leichtesten mündlichen Prüfung vor der Sekretärin des Landesprüfungsamts einen kleine Heulattacke hatte und die Prüfung daraufhin verschieben durfte – was nett von ihr war, im Prinzip das Leiden aber nur verlängerte.

Bei all dem könnte man meinen, dass ich nach der letzten Prüfung auf Wolken hätte schweben müssen. Das Gegenteil war der Fall.

Es ist die vielleicht größte Ekelhaftigkeit dieser elenden Krankheit Depression, dass sie es schafft, eigentlich tolle Sachen in einen riesigen Haufen Scheiße zu verwandeln. So verkroch ich mich nach meiner letzten Prüfung dann auch im Bett und heulte sechs Stunden am Stück.

Und jetzt, über zwei Monate danach, hat sich im Prinzip seitdem nicht viel geändert.

Ich fühle mich zu Tode erschöpft und leergepumpt, obwohl ich eigentlich kaum etwas anderes tue als sinnlos rumzuhängen, zu viel zu trinken und arbeiten zu gehen, wo ich dann auch oft nur rumhänge und zu viel trinke. Die Motivation für die ganzen tollen Projekte, nach denen ich mich während meiner Lernphase so gesehnt habe, ist in dem Moment verpufft, als ich endlich Zeit im Überfluss dafür hatte. Übrig bleibt: Lethargie, Selbsthass.

Im Grunde falle ich momentan in die selben unguten Muster, die sich bei mir auch nach dem Abi abzeichneten. Damals nannte man es Adoleszentenkrise, aber ob dieser Begriff für mich inzwischen 32jährige Schabracke noch passt?

Manchmal glaube ich, dass jeder noch so geistlose 9-to-5-Job mit der damit zwangsläufig verbundenen Struktur besser für mich wäre als dieser dauerhafte Zustand des so-gern-Wollens-aber-einfach-nicht-Könnens, wo doch all die Zeit, die ich ausfüllen könnte mit übersprudelnder Kreativität, sowieso sinnlos verstreicht. Gefolgt von dem verzweifelten Gedanken: morgen. Morgen wird es bestimmt besser.

Bisher war es es das aber nicht. Morgen ist es nie besser. Morgen bin ich nur einen Tag älter.

Ziellosigkeit. Ich weiß schlicht und ergreifend nicht, was ich will. Oft genug weiß ich nicht mal genau, was ich NICHT will, das sind dann die Momente, in denen der geistlose 9-to-5-Job plötzlich doch wahnsinnig attraktiv erscheint, aber selbst für sowas bin ich, die frischgebackene Historikerin und Germanistin, vermutlich nicht qualifiziert. Und so zieht sich die Ungewissheit ohne Ergebnis durch die Wochen und Monate.

Seit Wochen versuche ich ich, mich zum Schreiben von Bewerbungen zu motivieren, aber da ich ja nun doch kein Lehramt ausfüllen will, steht mir plötzlich alles und nichts offen. Ein paar Ideen hätte ich ja doch, aber weil ich nun so viele Jahre mit der Vorbereitung auf einen Beruf verschwendet habe, den ich nicht will, fehlt mir bei dem Meisten davon die nötige Erfahrung. Trotzdem könnte man es ja mal probieren – wenn man nur könnte. Wenn man irgendwas einfach mal so einfach könnte.

Die letzten Tage waren gefühlsmäßig mal wieder eher schlechter und das Schreiben bis hierher hat mich auch nicht gerade aufgebaut. Trotzdem gibt es kleinere Lichtblicke. Das Geld, was ich im Dezember gesammelt habe, hat gereicht, meine zu hohen KfW-Rückzahlungen bis diesen Monat zu bezahlen – ab 1. Mai zahle ich viel weniger und kann das hoffentlich in Zukunft allein stemmen. Gleichzeitig habe ich es geschafft und es auch bei Twitter stolz verkündet, dass ich Dank (halblegaler) Überstunden nun auch beim Freund schuldenfrei bin – was er genauso melodramatisch mürrisch zur Kenntnis nahm wie angekündigt.

Er ist ein weiterer Lichtblick. Ich liebe ihn sehr. Aber ich wünschte, ich könnte für ihn immer die Frau sein, die ich bin, wenn ich nicht in diesem tiefen Loch sitze.

Trotzdem habe ich weiterhin das Gefühl, in jeder Lebenslage gerade mit beiden Füßen auf der Bremse zu stehen. Leider habe ich bisher nur auf eine Art gelernt, mit so etwas umzugehen: Indem ich ihnen etwas anderes zu tun gebe und Wandern gehe.
Nun weiß ich selber, wie asozial es rüber kommt, wenn ich im Winter um Geld bettle und im Frühling in Urlaub fahre. Aber ich weiß nicht, was ich sonst noch machen soll. Ich kann einfach nicht mehr. Und da ich wie gesagt so viel arbeiten war wie möglich, Geld zum Geburtstag bekommen habe und auch meine Mutter mir unbedingt was zum Abschluss schenken wollte, wird es nun mal das. Nicht so lange wie ich gerne möchte (dann wäre ich wohl bis September unterwegs) und so sparsam wie möglich, aber immerhin 15 Tage – die mir hoffentlich genug Kraft geben, um den Restart-Button zu finden. Der Jakobsweg ist nicht die lebenserschütternde Wunderreise, als die er immer verkauft wird, aber immerhin dafür ist er für mich gut.

Nächste Woche gehts los. Und danach kann es hoffentlich weiter gehen und ich finde Antwort auf die eingangs gestellte Frage. So oder so.

Und noch ein Update! (Weihnachtsedition)

Morgen ist Weihnachten, also wäre eigentlich die Zeit gekommen für mein fast schon traditionelles Gejammer darüber, wie unheimlich scheiße dieses Fest ist… aber dieses Jahr fällt das flach. Einerseits, weil ich durch den ganzen Stress der letzten Wochen noch nicht mal im Ansatz realisiert habe, dass es morgen wirklich schon soweit ist (was ich gar nicht mal so schlecht finde). Und andererseits deswegen, weil mein Herz gerade voll Liebe ist ❤

Liebe Leute, ich kann nur immer und immer wieder Danke sagen. Denn eine Woche vor Ende meiner Spendenaktion wurde das Spendenziel nicht nur erreicht, sondern sogar deutlich überschritten!!! Das ist mit Abstand das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich jemals bekommen habe. Das verschafft mir genug Luft, um nicht als hysterisches Nervenbündel ins neue Jahr zu gehen. Nochmal: DANKE!!!

Einzig meine Aussage über die  Verwendung muss ich ein wenig revidieren. Auf Twitter wurde ich nämlich darauf aufmerksam gemacht, dass meine Vorstellung von einer „Stundung“ nicht der Realität entspricht – jedenfalls nicht, wenn es um die KfW geht. In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, eine Stundung würde bedeuten, die Zahlungen würden einen bestimmten Zeitraum lang ausgesetzt. Tatsächlich werden sie aber GESCHOBEN – was bedeutet, dass ich, wenn ich, sagen wir, 10 Monate lang die Rückzahlungen stunden würde, am Ende dieser Zeit die KOMPLETTEN Zahlungen AUF EINMAL hätte bezahlen müssen – also nicht knapp 400 Euro im Monat, sondern VIERTAUSEND auf einmal!

Wusstet ihr das? Falls ja, könnt ihr jetzt über mich lachen oder den Kopf schütteln. Ich wusste es nämlich nicht. Und mindestens zwei Personen in meinem Umkreis, die selber ihren Studienkredit stunden und die ich jetzt darauf aufmerksam gemacht habe, auch nicht. Was echt scheiße ist.

Das heißt aber auch: Selbst, wenn bei meiner Hilfsgesuch überhaupt nichts zusammen gekommen wäre… allein für diese Info hätte es sich schon gelohnt – und das hat mich vor einem schweren Fehler bewahrt. Auch dafür kann ich nicht oft genug Danke sagen.

Damit ist das Thema Stundungsantrag vom Tisch. Der Alternativplan lautet nun, weiterhin die Raten zu bezahlen, bis ich die Zahlungshöhe ändern lassen kann. Das geht leider erst ab April zur nächsten Roll-Over-Periode (was immer DAS auch heißt). Das Gute ist jedoch, dass genug Geld zusammen gekommen ist, um die Zeit bis dahin zu überbrücken – und danach sind die Zahlungen (hoffentlich) auf einem Niveau, das ich selber leisten kann 🙂

Lediglich der Freund muss damit jetzt leider noch ein bisschen warten, bis er sein Geld zurück kriegt, aber der freut sich da eher noch drüber (wir erinnern uns… wegen MACHT und so).

Ich habe lange überlegt, wie ich jetzt mit dem Spendenpool verfahren soll, da ich ihn ursprünglich bis Silvester geöffnet habe, das Ziel aber ja erreicht ist. Trotzdem habe ich mich entschlossen, ihn nicht vorzeitig zu schließen. Ich weiß, dass es leider immer Leute geben wird, die einem so etwas nicht gönnen, die neidisch sind oder einfach nur allgemein verbittert, und das jetzt als Anlass nehmen werden für noch mehr Hohn und Hass… aber ganz ehrlich: Geld (oder der Mangel daran) ist für mich leider ein viel zu großes Thema, um auf sowas Rücksicht zu nehmen. Niemand wäre froher als ich, wenn eine solche Aktion nicht nötig gewesen wäre, aber sie war es nun mal.

Tatsache ist: Mit dem Erreichen des Spendenziels sind meine akuten Geldprobleme gelöst. Ich sitze aber immer noch auf einem riesigen Berg Schulden, von dem ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau weiß, wie ich ihn jemals zurück zahlen werde. Ich hoffe, das ändert sich noch, aber bis dahin ist jede Hilfe willkommen. Selbst, wenn von heute an bis Silvester nur noch 5 Euro dazu kommen… das sind dann schlicht und ergreifend 5 Euro weniger, um die ich mir Sorgen machen muss.

Deshalb bleibt der Spendenpool solange offen wie ursprünglich geplant. Wer deswegen lästern will, kann das gerne tun. Ich wünsche solchen Menschen nur aus vollen Herzen, dass sie niemals in eine solche Situation kommen werden – und sich dann auch noch zusätzlich so eine bösartige Scheiße anhören müssen.

Alle anderen, die mir die letzten Tage durch liebe Worte, Unterstützung und ihre Spenden geholfen haben, wünsche ich außerdem ein schönes Weihnachtsfest mit einer erträglichen Verwandtschaft, leckerem Essen und reichen Gabentisch. Ich kann dazu leider nichts beitragen außer meinem tausendsten Dankeschön – und ein bisschen Musik mit meinem Lieblingsweihnachtsalbum!

 

Danke, Leute, ihr seid toll ❤

Hilfsgesuch – Update!

Leute… das kommt bei mir nicht oft vor, aber ich bin echt sprachlos. Ich habe mir alle möglichen Reaktionen ausgemalt (die meisten davon eher nicht so nett, weil ich ja immer vom Schlimmsten ausgehe), aber so wie es bis jetzt gelaufen ist – damit hätte ich im Leben nicht gerechnet.

Gestern habe ich mein Hilfsgesuch eingestellt – und nach gerade mal einem Tag sind schon über 1000 Euro zusammen gekommen! Das ist einfach… wow. Also echt… woah!!!

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich mich das gerade macht. Ja, ich weiß, Geld sollte nicht glücklich machen, aber wer sowas sagt, hat halt vermutlich genug davon ^^ In meinem Fall kann ich sagen, dass diese unfassliche Hilfsbereitschaft wirklich ein paar ganz akute Probleme löst und mir eine riesige Last von den Schultern genommen hat! So muss ich mich aktuell lediglich mit einem theatralischen Freund auseinander setzen („Wenn du deine Schulden an mich zurück zahlst, habe ich ja gar keine MACHT mehr über dich!!!“), der mit mir trotzdem jeden Euro feiert und mich fest drückt, wenn mich die Freundentränchen übermannen. Hach!

Deshalb einfach nur: Danke. Das ist das Beste, was mir seit langem passiert ist – und das liegt nicht mal wirklich so sehr am Geld selber als an der Tatsache, dass es wirklich so viele liebe Menschen gibt, die bereit sind, mir einfach so zu helfen. Und das macht euch wirklich zu meinen Helden!

Das meiste ist damit schon geschafft und gesammelt. Wenn der Rest jetzt auch noch zusammen käme, wäre das einfach megamäßig episch. Deshalb hier nochmal der Spendenlink. Ein paar Leute haben mich außerdem angeschrieben, weil ihnen auf der Seite die passende Zahlungsmethode fehlt – in dem Fall (aber nur wenn ihr wollt!) nehme ich auch gerne Amazon-Gutscheine ^^ Code einfach an robin.urban.blog[ät]gmail.com  🙂

So, und jetzt bleibt mir wohl oder übel nichts anderes übrig, als die nächsten Tage so viel zu lernen wie geht, denn die Ausrede „Geldsorgen“ ist ja jetzt erstmal vom Tisch 😀

 

Nochmal und für immer: Danke, Leute, ihr seid geil!!!

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Hilfsgesuch: Wollt ihr meine persönlichen Helden sein?

Liebe Leute,

einige haben mich ja schon vermisst (oder sich zumindest gefragt, warum ich mich nicht mehr melde). Tatsächlich halte ich seit Wochen auf fast allen Kanälen Funkstille – und das hat leider keinen lustigen Grund:

Es ist ja nichts neues, dass ich knapp bei Kasse bin, aber bisher bin ich immer irgendwie zurecht gekommen. Wenn dann so Sachen passieren wie ein kaputter Laptop, ist das zwar Scheiße, aber in dem Fall nur kurzfristig, weil sich ein extrem lieber Mensch bereit erklärt hat, mir einfach so einen neuen zu sponsern. Das war megacool und wenn es das einzige Problem geblieben wäre, wär ich verdammt froh. War es aber leider nicht.

Letzten Monat hat sich nämlich die KfW entschlossen, spontan damit anzufangen, mir die Rückzahlungen für meinen Studienkredit abzubuchen. Nicht nur, dass ich darüber im Vorfeld nicht informiert worden bin (während der Auszahlungsphase bin ich dafür mit Briefen förmlich ZUGESCHMISSEN worden), sondern auch die Höhe wurde ohne irgendein Zutun von mir willkürlich festgesetzt, nämlich auf fast 400€ monatlich. Bisschen viel, wenn man nur 450 Euro plus Trinkgeld im Monat zur Verfügung hat.

Aber selbst das wäre noch machbar gewesen, auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass mein Antrag auf Stundung noch vor dem 1. Januar durch geht (DASS er durchgeht, scheint dafür wenigstens recht sicher). Irgendwann muss ich den ganzen Batzen ja sowieso zurück zahlen, also habe ich dadurch nicht wirklich was verloren.

Kurz danach passierte aber genau das: ein riesiger Verlust. Ein Projekt, an dem ich privat gearbeitet habe, hat mich fast 1000 Euro gekostet. Ich hätte gut daran verdienen können, aber leider ist es im Gegenteil ganz besonders spektakulär gescheitert. Es war von Anfang an ein kleines Risiko – aber ich dachte, das Schlimmste, was passieren könnte, wäre viel unnötige Arbeit und eine Nullnummer.

Tja… da hab ich mich geirrt.

Die Tatsache, dass dann auch noch die Strom-und-Wasser-Abrechnung ins Haus flatterte und statt der erwarteten Rückzahlung (immerhin sind wir seit Januar eine Person weniger in der Wohnung) eine 30-Euro-NACHZAHLUNG verlangt wird, ist dann schon eigentlich finanziell nicht mehr relevant, aber Grund genug, in hysterisches Lachen auszubrechen, weil das einfach nur noch ironisch ist.

Momentan sieht es also so aus, dass nicht nur all meine Rücklagen weg sind, sondern ich auch bei meinem Freund Schulden machen musste, was er mir zwar gerne angeboten hat, aber ich finde es trotzdem ganz schön scheiße. Und das, nachdem ich mir im Oktober wirklich den Arsch abgearbeitet habe, um ein kleines Polster zu haben, weil mein Studienabschluss vor der Tür steht und ich nicht so viel arbeiten kann, wenn ich lernen muss. Ich weiß nicht, ob ihr jemals richtig Geldsorgen gehabt habt, aber ihr könnt euch sicher vorstellen, wie verdammt bitter sowas ist.

Meine Reaktion auf all die Scheiße war also, mich in ein dunkles Loch zu verkriechen und in Schockstarre zu verfallen. Ich wollte niemanden sehen und hören und als allerletztes irgendjemand davon en detail erzählen, der es nicht, wie mein Freund, unmittelbar mitbekommt. Weil es nämlich einfach so verdammt peinlich ist.

Soweit die Erklärung für meine wochenlange Abwesenheit. Leider lässt sich das Problem trotzdem nicht einfach ignorieren, denn die Uni drängt. Meine allerletzte Prüfung habe ich im Januar, die zweitletzte schon in einer Woche – aber ich kann verdammt noch mal nicht lernen, weil ich an nichts anderes denken kann als an Geld!!!

Tja… und an der Stelle kommt ihr ins Spiel, wenn ihr wollt. Denn bei meinen Depressionen und meiner unfassbaren Blödheit kann mir leider niemand helfen, bei meinen Finanzen aber schon. Das hier ist ganz schlicht eine Bitte um Geld. Ich möchte sicher nicht, dass sich jemand wegen mir in Unkosten stürzt, aber vielleicht hat ja der ein oder andere, der sich bisher durch meine Artikel oder Tweets ein bisschen unterhalten gefühlt hat, ein paar Euro übrig, die er entbehren will. Denn, so ausgelutscht das auch klingt: Ich weiß sonst grade nicht, wie ich die Miete bezahlen soll und, äh, außerdem ist ja auch bald Weihnachten!!!einself

Ich habe bei einer Spendenplattform einen Pool eingerichtet, in den ihr bis Silvester einzahlen könnt. Falls ihr das lieber anonym tun wollt, könnt ihr nach der Bestätigungsmail euren Namen ändern oder euch ganz auf anonym stellen (bis dahin erscheint bei mir auch nix). Bei der Summe war ich mir unsicher, weil ich absolut nicht einschätzen kann, wie viele Leute bei sowas mitmachen wollen, aber letztendlich habe ich einfach mal 1.500 Euro eingestellt. Das reicht, um alle Schulden bei meinen Freund zu bezahlen und zweimal die Miete. Das wäre schon eine sehr große Hilfe, aber falls weniger zusammen kommt, ist das auch okay, denn eigentlich hilft grade jeder Euro. Falls es wider Erwarten mehr werden sollte (man darf ja noch träumen total größenwahnsinnig sein), investiere ich alles über dieser Summe sofort in meine KfW-Schulden (40.000 Euro werden zwar sicher nicht zusammen kommen, aber jeder Euro, den ich so schnell wie möglich zurück zahle, verringt wenigstens die blöden Zinsen).

So oder so: Jeder, der etwas spendet, darf sich danach als mein persönlicher Held betrachten 🙂

Tja, das war’s auch schon und ich kann grade selber nicht glauben, dass ich das jetzt tatsächlich abschicke. Aber kucken wir mal, was passiert.

Zur Wahl von Donald Trump – eine Analyse

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Inspiriert hiervon. Danke, Warren Ellis.

Halloween: 7 Last-Minute-Low-Cost-Kostümideen

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Endlich ist es soweit. Halloween: Der schönste Feiertag des Jahres! Leider ist diese Message noch nicht überall angekommen. Daher kann es passieren, dass euch selbst jetzt noch völlig überraschend und spontan eine Einladung zu einer krassen Mottoparty ins Haus flattert und euch in helle Panik stürzt, weil ihr darauf nicht vorbereitet seid.
Oder vielleicht bastelt ihr im Gegenteil schon seit Monaten an eurem Joker oder Harley-Quinn-Kostüm, nur um jetzt zu erfahren, dass Horrorclowns dieses Jahr verboten sind.
Oder aber ihr gehört zu diesen total rebellischen Leuten, die Halloween für Ami-Schund halten und ganz edgy ohne Kostüm auf der Party auftauchen wolltet, jetzt aber kalte Füße bekommt, weil ihr gemerkt habt, wie peinlich das eigentlich ist.

Was auch immer. Für alle, die auf die Schnelle noch eine Verkleidung brauchen, ohne dabei ein Vermögen auszugeben, gibt es hier 7 Ideen für Last-Minute-Kostüme!

1. Zombie

Für: Leute mit klassischen Geschmack
Ihr braucht: Alte Klamotten, Kunstblut/Lebensmittelfarbe, Bühnen-Makeup, „Dreck“

Jaja, ich weiß: Besonders kreativ ist das nicht, dafür aber ein Dauerbrenner, mit dem man zumindest seine Würde bewahren kann.
Das Gute an Zombies ist, dass jeder ein Zombie sein kann. Jeden ereilt die Zombieapokalypse so, wie er ist, und so bleibt er dann auch bis in alle Ewigkeit. Was nichts anderes bedeutet, als dass ihr aus egal welchem Outfit ein Zombie-Kostüm basteln könnt. Sucht euch einfach was aus, was ihr eh nicht mehr anzieht oder schon kaputt ist und macht es noch ein bisschen kaputter, schminkt euch sehr blass (oder blau, wenn ihr ein Anhänger von George A. Romero seid) mit Augenringen, schmiert euch mit Kunstblut und Dreck ein (dafür eignet sich Kakaopulver als hygienische Alternative), dazu der richtige hirnlose Auftritt und Voilá: Zombie!
Das kann man natürlich zu einem richtig freshen Hammerkostüm ausweiten, wenn man das nötige Engagement hat, beispielsweise durch modellierte Bissspuren, farbige Kontaktlinsen etc.pp. Aber die Basics sind sehr einfach und genügen auf die Schnelle völlig, wenn ihr euch nicht als kostümlose Spaßbremse outen wollt.

halloween-zombie

Relativ normal aussehende Zombies

2. Schlafwandler

Für: Leute, die nicht nackt schlafen
Ihr braucht: Schlafanzug oder Nachthemd, Teddybär

Hiermit könnt ihr euch selbst bestrafen, wenn ihr verpennt habt, rechtzeitig ein richtiges Kostüm zu besorgen: Zieht einfach eure Nachtklamotten an und geht als Schlafwandler! Schlafwandeln hat die Menschheit immerhin schon seit Jahrhunderten fasziniert. Wenn man darüber nachdenkt, ist das ja auch schon fast ein bisschen gruselig. Wenn man nicht darüber nachdenkt, ist es zumindest ein Kostüm, das für einige Lacher sorgen wird. Vor allem, wenn ihr von irgendwo noch eine alte Schlafmütze auftreiben könnt. Teddy nicht vergessen!
Auch ideal, wenn ihr heute Abend vor dem Feiern noch ein Nickerchen machen müsst. Dann könnt ihr direkt aus dem Bett zur Party. Besser geht’s nicht.

3. Superheld in Zivil

Für: Vielschichtige Leute
Ihr braucht: Superheldenshirt, Hemd/Bluse. Gegebenenfalls Hornbrille.

Um das direkt klar zu stellen: Ein Superheldenshirt zählt NICHT als Kostüm. Im Gegenteil! Sich einfach nur ein Superheldenshirt überzuwerfen ist der Gipfel an Phantasielosigkeit und besudelt alles, wofür Superhelden stehen und jeder, der es wagt, mit so etwas aufzutauchen, sollte direkt wieder rausgeschmissen werden!
halloween-supermanAllerdings: Tragt ihr dieses Shirt UNTER einem geknöpften Hemd, ist das wieder etwas ganz anderes – denn damit seid ihr ein Superheld in Zivil, der seine Uniform immer dabei hat. Und das mag zwar rein optisch recht langweilig sein, aber in diesem Fall zählt eben die Idee und die ist nicht die schlechteste.
Ideal wäre es natürlich, in regelmäßigen Abständen mit pathetischer Geste euer Hemd aufzureißen (Druckknöpfe bieten sich daher an), aber das liegt in eurer Hand.
Tut mir nur bitte den Gefallen und informiert euch über eure Figur. Auf einer Party rumzuposaunen, man sei Superman in Zivil, dann aber nicht mal zu wissen, dass der in seiner zivilen Identität Clark Kent heißt, wäre ein Peinlichkeits-SuperGAU.

4. Rainbow Warrior

Für: Leute mit wohlsortieren Kleiderschrank
Ihr braucht: Unifarbene Klamotten, Haarspray

Ok, ich gebe es zu: „Rainbow Warrior“ klingt wesentlich großartiger als es eigentlich ist und mit Greenpeace hat es auch nichts zu tun. Dafür wird dieses Kostüm zum totalen Burner, wenn eure Freunde dabei mitmachen. Denn warum muss es an Halloween immer Schwarz sein?
Im Grunde geht es nur darum, Klamotten der gleichen Farbe anzuziehen. Komplett. Shirt, Pullover, Hose, Strümpfe, Schuhe. Meinetwegen auch Unterwäsche. Dazu buntes Haarspray. Alles in derselben Farbe – oder zumindest sehr ähnlichen Schattierungen. Werdet zur Inkarnation einer Farbe des Regenbogens und überredet eure Freunde, die restlichen Farben zu verkörpern.
Und jetzt stellt euch bitte vor, wie großartig die Gruppenfotos aussehen werden. Ein Fanal gegen die Tristesse des Alltags und eine unvergessliche Erinnerung!

5. Das Alte Ich

Für: Leute mit Vergangenheit
Ihr braucht: All das Zeug, das ihr schon lange wegwerfen wolltet, aber nicht konntet, weil es euch an lustigere Zeiten erinnert

Kein Jugendlicher träumt davon, mal hinter einem Schreibtisch zu versauern und den ganzen Tag mit langweiligen Zahlen zu jonglieren. Trotzdem tun das die meisten Deutschen zum Broterwerb. Adrette Büromenschen, denen man ein paar Jahre zuvor noch nicht mal die Verantwortung für eine Zimmerpflanze übertragen hätte – weil ihr nämlich aufsässig und voll in der Szene drin wart.
In welcher? Ist egal. Lasst also eure Businessklamotten im Schrank und wühlt in all den Sachen, die irgendwo dort noch vergraben sind und in denen ihr euch mal saucool gefühlt habt. Ob das nun die megakrasse Baggypants aus eurer Hiphop-Zeit ist, eure Metaller-Kutte oder das komplette Emo-Outfit: Sofern ihr in der Schule keine kleinen angepassten Spießer wart, sollte es da massig Auswahl geben.

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Wart ihr vielleicht… Raver?

Vorsicht: Reisen in die Vergangenheit dieser Art können spontane Wesensveränderungen auslösen. Solange ihr als Teenager nicht Vorsitzender des örtlichen Böhse-Onkelz-Fanclubs wart, ist das jedoch okay.

6. Crossdresser

Für: Witzbolde. Oder Leute mit geheimer Sehnsucht.
Ihr braucht: Stereotype Klamotten fürs andere Geschlecht

Es ist zwar ein bisschen traurig, aber ein Mann mit Kleid wird immer besondere Aufmerksamkeit erregen. Gleichzeitig ist Halloween die perfekte (und einzige) Gelegenheit, eine entsprechende Neigung unsanktioniert in der Öffentlichkeit ausleben zu können.
Und Frauen in Anzügen sind sowieso megasexy, heißt es jedenfalls.

7. Anthropomorphes Alien

Für: Leute mit Leidensfähigkeit
Ihr braucht: Bodypaintingfarbe plus Fixiermittel

Die Bilder, die sich die Menschheit von Aliens gemacht hat, sind mannigfaltig. Sobald es jedoch um Filme oder Serien geht, herrscht allerdings erstaunlich geringe Vielfalt vor. Ob das nun aus der Überzeugung entspringt, dass intelligentes Leben im Universum immer eine ähnliche Evolution durchläuft oder einfach nur aus Budgetgründen: Viele Aliens sehen einfach wie Menschen mit kleinen körperlichen Abweichungen aus (oder gar keinen – siehe Superman oder der halbe Cast von „Star Wars“).

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Krylorianer

Das kann man sich allerdings zunutze machen. So kann einem niemand widersprechen, wenn man sich grün anmalt und als Marsianer deklariert. Alternativ sind jedoch auch Krylorianer sehr im Kommen, das sind die pinken Aliens aus „Guardians of the Galaxy“.
Der Rest ist ganz einfach, zumal Aliens auch ganz normale Klamotten tragen können. Jedes sichtbare Fitzelchen Haut muss dagegen einfach nur in der passenden Farbe geschminkt und fixiert werden. Unangenehm? Bestimmt. Aber auch verdammt witzig. Damit fallt ihr mit Sicherheit auf, denn so sehr hängen sich die wenigsten in ihre Kostümierung rein!

Jetzt fühlt ihr euch voll vorbereitet auf Halloween, wisst aber noch nicht, was ihr saufen sollt? Kein Problem, auch dafür gibt es die passenden minimalistischen Halloween-Partytipps

Und wenn ihr lieber zuhause bleiben und den Feiertag ruhig begehen wollt, dann seht euch auf gar keinen Fall diese Filme an: 5 Filme, die ich niemanden empfehlen will