[Halloween-Special] Halloween-Blogparade!

Ich eröffne mein Special mit einer Blogparade, und ja, die Fragen habe ich mir ganz allein ausgedacht 😀

Das Thema ist nicht nur der Feiertag Halloween an sich, sondern alles, was man so gemeinhin damit verbindet: Das Jenseits, der Tod, Horror, Grusel, das Übersinnliche, Spannung, Angst, die Faszination für das Morbide und so weiter und so fort. Ihr könnt also auch mitmachen, wenn ihr Halloween nicht mögt!

Die Regeln sind denkbar einfach:
– Beantwortet die Fragen auf eurem Blog (oder, falls ihr keinen habt, auch gerne in den Kommentaren) – am besten noch vor Halloween!
– Fordert eure Leser auf, mitzumachen oder nominiert gezielt Leute!
– Hinterlasst mir hier einen Link, damit ich und andere eure Antworten auch lesen können 🙂

Los geht’s!

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1. Für die einen ist es ein blöder Ami-Brauch, für die anderen ein ernsthafter Feiertag: Wie ist deine Meinung zu Halloween?
Tja, ich LIEBE Halloween – Überraschung 😀
Normalerweise bin ich sehr kritisch, was Traditionen angeht, die aus Amerika kommen, aber da es sich hier um einen Re-Import handelt und das eigentliche Halloween auf irische Bräuche zurück geht, bin ich total okay damit! Zumal ich es einfach LIEBE, mich zu verkleiden und es wichtig finde, einen Tag zu haben, in dem der Tod und das Makabere im Mittelpunkt steht.

2. Feierst du Halloween und wenn ja, wie?
Ich dekoriere zuhause ein bisschen gruselig (ein Kürbis darf natürlich nicht fehlen!) und schmeiße mich leidenschaftlich in mein Kostüm. An diesem Tag sollten alle verrückt sein, also verhalte ich mich auch so. Joker-verrückt, nicht Karneval-verrückt!
Mein Wunschhalloween würde darin bestehen, eine große Party zu schmeißen, auf der getrunken und gegessen werden darf, aber trotzdem das Übersinnliche zelebriert wird. Leider nimmt niemand, den ich kenne, den Feiertag ernst genug, um so etwas zu machen. Im Gegenteil, die meisten Leute verkleiden sich ja nicht mal! Das ist unglaublich schade. Ich werde also wie jedes Jahr Süßkram für Kinder kaufen, die nicht kommen werden, mit Leuten trinken, für die Halloween nur ein weiterer Grund zum Saufen ist, und darauf hoffen, dass sich der Feiertag irgendwann richtig etabliert, um Halloween auch mal nach meinen Wünschen erleben zu können…

3. Was ist dein Lieblingskostüm?
Eines, das ich mir ganz allein ausgedacht habe 😀 Ich nenne es das postapokalyptische Scary-Clown-Chaosdämon-Kostüm. Wie das aussehen kann, verrate ich in den nächsten Tagen 😀 Allgemein aber ist es in meinen Augen ein MUSS, an Halloween als irgendwas gruseliges zu gehen! Sexy Krankenschwester kann man immer noch an Karneval sein!

4. Was war dein Kindheitsmonster?
Oh Gott, seid gewarnt – DAS HIER:
Halloween
Das ist die Hauptperson aus „Hans, mein Igel“, einem Märchen, das in der Serie „Jim Hensons beste Geschichten“ im Fernsehen lief, als ich zarte vier Jahre alt war.
UND DAS HAT MICH NACHHALTIG TRAUMATISIERT! Denn jetzt mal ehrlich – wie ekelhaft ist DAS bitte? In einem Kinderprogramm?
Mag sein, dass das Kostüm gut gemacht war und so, aber ich hatte jahrelang Angst vor dem „Igelmann“! Und wie ich finde – völlig zurecht!

5. Viele Leute schwören, nicht abergläubisch zu sein. Aber Hand auf’s Herz: Jeder glaubt doch irgendwie, Glück und Pech beeinflussen zu können. Welchem Aberglauben hängst du an?
Hm, ich sag mal so: Ich kann natürlich unter Leitern durchgehen oder einen Regenschirm im Haus öffnen. Es bricht mir aber auch kein Zacken aus der Krone, wenn ich das halt nicht tue. Oder wenn ich mir ein bisschen Salz über die Schulter werfe, wenn der Streuer umgekippt ist. Also, wenn der Arbeitsaufwand so gering ist, dann ist auf Nummer Sicher gehen doch eigentlich sehr vernünftig, oder? 🙂
Nur das mit den schwarzen Katzen, das ist selbstverständlich bösartige Propaganda, denn Katzen sind immer toll, egal was sie für ne Farbe haben.

7. Glaubst du an Geister?
Natürlich glaube ich nicht daran, dass Tote einfach durch die Luft schweben und „buuuuuh“ rufen. Aber so ne Energie, eine Art Lebenskraft einer Seele, die sich nach dem Tod vom Körper löst und eine andere Ebene bewohnt und von da aus die Lebenden mit nem grauenvollen Geheul von unvorstellbaren Schmerzen quält, also, DAS gibt’s auf jeden Fall!
Das ist von „Malcolm Mittendrin“ geklaut, weil ich es selbst nicht besser formulieren könnte 😀 Aber ernsthaft: Ich glaube, dass Menschen etwas zurück lassen, wenn sie sterben. Wissenschaftlich betrachtet führt da auch kein Weg dran vorbei! Schon mal was vom Energieerhaltungssatz gehört?!
science bitch

8. Der Tod lauert überall… In welcher Situation ist dir mal der Gedanke gekommen: „Ich hätte gerade sterben können?“
Tatsächlich hatte ich in letzter Zeit öfter solche Gedanken. Es ist erstaunlich, wie manchmal wenige Sekunden oder Zentimeter, beispielsweise an einem Abhang, über Leben und Tod entscheiden können…
Wie sehr man manchmal Glück hat und welche seltsamen Zufälle es gibt, weiß ich, seitdem ich einmal ein Brandloch in dem Laken auf meinem Bett entdeckt habe. Zuerst konnte ich mir das gar nicht erklären. Ich rauche nicht im Bett und außerdem war es an der Seite, also ne echt komische Stelle… Wie war es da hin gekommen?
Schließlich fand ich die Lösung. Ich hatte mich ein paar Tage zuvor auf meinem Bett sitzend geschminkt. Der Kosmetikspiegel stand immer noch neben meinem Bett. Nun hat durch mein Fenster die Sonne geschienen und der Spiegel hat die Sonnenstrahlen in einem Winkel auf das Bett reflektiert, dass genug Hitze entstand, um tatsächlich ein Loch in mein Laken zu brennen. Es war pures Glück, dass nichts schlimmeres passiert ist. Ich war zu dem Zeitpunkt nicht da, also wäre ich nicht gestorben, aber trotzdem hätte das ganze Haus abfackeln können.
Das sind so Dinge, die mich einfach sprachlos machen. Denkt ihr, die Feuerwehr hätte mir das abgekauft?

9. In unserer heutigen Zeit wird der Tod gerne ausgeblendet. Wie gehst du persönlich damit um?
Der erste Tote, den ich in echt gesehen habe, war mein Opa. Er starb völlig überraschend, während ich nicht zuhause war, aber sobald ich den Anruf bekam, fuhr ich zurück. Ich kam noch rechtzeitig an, bevor er abgeholt wurde und darüber war ich sehr froh.
Ich glaube, wir auf dem Land händeln das noch anders. Mir war es sehr wichtig, ihn noch einmal sehen und berühren zu können. In dem Moment war die Trauer noch zu frisch, aber rückblickend betrachtet hilft so etwas sehr, denke ich.
Die größte Angst, die ich vor dem Tod habe ist, dass danach tatsächlich alles vorbei ist, als würde man einen Schalter umlegen. Ich glaube aber nicht daran. Und wenn es nur eine Illusion meines sterbenden Gehirns ist, die mir vorgaukelt, meine letzte Sekunde würde sich zu Äonen dehnen… irgendetwas wird danach kommen. Fragt sich nur, was. Ich hoffe, ich lebe lange genug, bis ich die Spannung von allein nicht mehr aushalte 😉

10. Ich lege dir 1000 Euro in bar auf den Tisch und einen Zettel, auf dem steht „Hiermit verkaufe ich dem Besitzer dieses Vertrags meine Seele“. Würdest du das Geld nehmen und ihn unterschreiben?
Ein faustischer Vertrag? Ganz klar: Nein. Auch nicht für eine Million. Denn ich glaube an eine Seele. Kann man albern finden, aber lustigerweise zögern sogar Menschen, auf die das angeblich nicht zutrifft, bei dieser Frage ganz oft 😀

Bonusfrage*: Wem würdest du gerne mal einen Halloweenstreich (Haus in Toilettenpapier wickeln oder gerne auch kreativer) spielen?
Das muss nicht unbedingt an Halloween sein, aber eine Person hat es echt verdient: Mein Mitbewohner Dave. Der weiß ganz genau, dass ich Angst vor Krabbelviechs habe. Und was tut er? Setzt ne Plastikkakerlake in meine Teebox. Ohne Worte. Ich wäre fast gestorben. Und da sinne ich immer noch auf Rache.
Aber was tun? Ich habe lange gegrübelt und bin zum Schluss gekommen, dass ich irgendwie doch erwachsener bin als ich dachte. Jede Idee wurde von mir wieder verworfen. Irgendetwas in seinem Zimmer anstellen, während er nicht da ist? Uncool, das wäre ein Eingriff in seine Privatsphäre. Zucker in den Salzstreuer? Meh, dann versaut er sich sein Essen, aber Lebensmittelverschwendung ist nicht lustig. Und so weiter und so fort. Es darf nicht weh tun, ihn nicht demütigen, nichts darf kaputt gehen etc. pp. Nur, was bleibt denn da noch?!
Ich hoffe, irgendwann fällt mir was ein – oder ich muss mir ein Opfer suchen, bei dem mir die negativen Folgen egal sind 😀

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So, mir wären noch tausend weitere Fragen eingefallen, aber mehr als zehn sollten es vermutlich nicht sein. Ich hoffe, irgendjemand macht mit! Jeder darf sie beantworten, aber trotzdem nominiere ich mal den Hemator, die Karo, die Friedl und die Hijack, weil ich irgendwie das Gefühl habe, dass die noch am ehesten für sowas zu begeistern sind 😀 Aber auch alle anderen sind herzlich eingeladen! Ich bin gespannt auf eure Antworten!

*Edit: Ich bin so doof! Karo musste mich erst darauf aufmerksam machen, aber tatsächlich sind es nicht 10 Fragen geworden, sondern nur 9! Und ich habe mich noch gewundert, warum das so schnell vorbei war…
Jedenfalls habe ich Karos Bonusfrage einfach mal auch bei mir ergänzt!

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Jahresausblick!

Seit einer Woche zeigen alle Fernsehsender Jahresrückblicke, alle Zeitungen und Zeitschriften schreiben Jahresrückblicke und alle Radiostationen senden Jahresrückblicke (in Form von schlechten Pop).

Aber NUR BEI MIR findet ihr einen exklusiven JahresAUSBLICK :mrgreen: Hier schauen wir nicht zurück, sondern nach vorne!

Nein, ich habe keine Superkräfte (noch nicht…). Und ich kann leider auch nicht sagen, ob es diesen Jahr zum lange erwarteten 3. Weltkrieg kommen, Merkel die Wahl gewinnen oder Dieter Bohlen endlich an seiner eigenen Galle ersticken wird.
Nein, die Vorausschau funktioniert leider nur bei mir selbst. Und wie funktioniert das?

Ganz einfach: Tarot.

Hm, wer hat jetzt wohl spontan gekotzt? :mrgreen:

Tarot ist seit Jahren mein (schlecht gepflegtes) Hobby, ich muss allerdings zugeben, dass ich es nicht sonderlich gut kann, jedenfalls nicht ohne Buch. Ich kenne die Karten noch nicht, möchte das dieses Jahr allerdings ändern, indem ich mir jeden Tag eine Tageskarte ziehen werde. Damit lernt man die Motive am besten!

„Was für ein esoterischer Scheiß!“ – denkt ihr jetzt wahrscheinlich. Und bei vielen Kartenlegern hättet ihr vermutlich Recht. Das erste Buch, welches ich mir zum Einstieg gekauft hatte, war von einem Typen geschrieben, der seinen Kopf so weit in den Wolken hatte, dass sich die Texte lasen wie Sektenhandbücher.
Inzwischen habe ich ein besseres Buch von Hajo Banzhaf, der erfrischend bodenständig schreibt und die Karten viel besser erklärt.

Ich sehe Tarot als kleine Lebenshilfe. Wenn man die Karten wegen eines Problems befragt, können sie einen Anstoß liefern und neue Sichtweisen eröffnen. Das hat nichts mit Magie zu tun… eher mit Psychologie.
Zu ernst sollte man das nicht nehmen. Wenn eine Karte kommt, die auch nach intensiven Nachdenken überhaupt nicht passen will, sollte man nicht mit aller Gewalt versuchen, sie passend zu machen.
Ich muss allerdings sagen, dass mir das noch nie passiert ist. Bisher hat es immer gepasst. Und daher ist es vielleicht doch Magie 😉 :mrgreen:

Letztes Jahr zu dieser Zeit habe ich mich an meiner ersten großen Legung versucht. Es war eine Jahreslegung, bei der 12 Karten gezogen werden, die verschiedenen Lebensbereichen zugeordnet sind. Hiermit möchte ich euch nun meine diesjährige Jahreslegung präsentieren, um euch für dieses interessante Hobby zu begeistern 😉

Zuallererst braucht man natürlich Karten. Ich besitze ein klassisches Rider-Waite-Tarot-Deck, das ziemlich verbreitet, aber auch recht hässlich gezeichnet ist. Irgendwann werde ich mir mal ein besseres kaufen, aber bis dahin muss dieses genügen.
Man mischt die Karten, breitet sie vor sich aus und zieht 12 Karten (bei dieser Legung). Sobald alle 12 Karten aufgedeckt sind, kann die Deutung beginnen.

Und hier mein Ergebnis:

Karte 1: Grundstimmung
Fünf der Münzen

Na super -.-

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Bei dieser Karte geht es drum, wie alle Ereignisse in anderen Lebensbereichen empfunden werden, Grundstimmung halt. Das ist dumm, denn die Fünf der Münzen steht für Mangel. Nicht geistigen oder spirituellen, sondern äußeren Mangel.

Das könnte mir jetzt ein schlechtes Omen sein und mich runterziehen. Aber nee, denn jetzt kommt die Psychologie zum Zug, wie versprochen!

Tatsache ist: Diese Grundstimmung habe ich nicht erst seit dem 1. Januar 2013. Vielleicht will mir die Karte sagen, dass es so weitergehen wird, wenn ich nicht versuche, mich weniger von finanziellen Engpässen deprimieren zu lassen?
So ist es halt und ich werde es auch im nächsten Jahr noch nicht ändern können. Ich kann nur versuchen, weiter meiner Arbeit nachzugehen, ein bisschen Geld zu sparen und ansonsten nicht an meine Schulden zu denken. Deren Zeit wird kommen, ob ich will oder nicht, und bis dahin nützt es eigentlich wenig, mich deswegen zu zerfleischen. Oder?

Dazu passt ja dann auch die nächste Karte, wo es um eben dieses Thema geht…

Karte 2: Finanzen
Fünf der Schwerter

Hm… auch mehr als mistig o.O

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Die Karte steht für Niederlage, allerdings muss das nicht heißen, dass ICH diejenige bin, die eine Niederlage erleidet. Da diese Niederlage aber Resultat eines schmutzig geführten Krieges ist, hat auch der Sieger eigentlich nichts gewonnen.

Was hat das wohl mit meinem Geld zu tun? Kriege ich Ärger wegen meines Studienkredits und verliere ihn gar? Oder bin ich die Siegerin? Führe ich vielleicht einen Prozess, der mir zwar Geld einbringen, aber dazu führen wird, dass ich mich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen kann? Oder ist das vielleicht eher spirituell gemeint – ich kriege Geld, aber durch unlautere Methoden?

Mysteriös… Der Tipp bei dieser Karte lautet, sich einfach durchzuschlagen, ohne Rücksicht auf Verluste, weil die anderen auch gemein sein werden ^^

Karte 3: Alltagserfahrungen
König der Kelche

Ah, eine „Hofkarte“.

Man muss wissen, dass laut Banzhaf Könige und Königinnen zumeist für

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Personen stehen; meist für einen selbst, auch wenn das Geschlecht nicht stimmt.

Könige stehen oft  für Männer und/oder für das aktive Prinzip. Die Kelche sind  zudem dem Element Wasser angeordnet, was, äh, auch irgendwas mit Gefühlen zu tun hat.

Die Karte kann also entweder bedeuten, dass ein gefühlvoller Mann in meinem Alltag wichtig wird, oder, sofern die Karte für mich selbst steht, ich meine Gefühle zeigen und meiner Intuition vertrauen soll.

Das ist jetzt ein bisschen doof, weil, naja… das tue ich eigentlich beides schon zur Genüge.

Also doch ein anderer Mann? Aber kein potentieller Partner (sonst stünde es ja bei Liebe und nicht bei Alltag), sondern ein Freund, der lustig, empathisch und nett ist? Das würde eigentlich passen, da ich in letzter Zeit mich immer mehr zu zwei Bekannten hingezogen fühle, die ich einfach sehr gerne mag. Der eine ist mein superlieber Kollege David von der Arbeit und der zweite ist der ehemalige Mitbewohner einer Freundin, zu dem ich immer waschen gehe.

Vielleicht wird das Verhältnis zu den beiden ja noch enger? Eröffnen sich mir da neue gute Freundschaften? Das wär ja was!

Karte 4: Das Zuhause 
Rad des Schicksals

Die einzige Karte aus der großen Arkana bei dieser Legung…

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Die Karte steht für „Lebensaufgabe“ und soll anzeigen, dass jetzt in dem Bereich der Zeitpunkt einer Änderung gekommen ist.

Das bringt mich ein bisschen ins Grübeln. Tatsächlich fühle ich mich in meiner jetzigen WG nicht so sonderlich wohl. Ich hab mir das alles ganz anders vorgestellt. Mir eine neue WG suchen wollte ich aber auch nicht, weil ich schon so oft umgezogen bin und jetzt einfach keine Lust mehr darauf habe – allerdings wurde ich unlängst gefragt, ob ich nicht einen Platz, der im Frühling frei wird, haben will.

Das hat mir unheimlich geschmeichelt und eigentlich hätte ich am liebsten spontan ja gesagt, aber nach etwas längerem Nachdenken war ich eigentlich schon schwer geneigt, abzusagen. Es gibt so viele Faktoren, die dagegen sprechen… Die Lage, die etwas höhere Miete, der Umzugsstress… Und dann kommt diese Karte.
Mann, das ist echt fies! Ich werde mich wohl hinsetzen und eine richtige Pro-Contra-Liste machen müssen.

Mal angenommen, die Karte wollte mir sagen, dass ich das Angebot annehmen soll, würde das auch super zu der vorherigen passen… denn es war David, der mich gefragt hat.

Karte 5: Alles was Spaß macht
König der Schwerter

Wieder eine Personenkarte.

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Der König der Schwerter ist so ziemlich das komplette Gegenteil des anderen Königs, denn dieser hier steht für Rationalität, kühle Abwägung etc. pp.

Ich weiß nur absolut nicht, was das mit dem Thema „Spaß“ zu tun haben könnte.

Muss ich langsam erwachsen werden und den Spaß einfach sein lassen? Tritt eine männliche Spaßbremse in mein Leben? Wird Spaß 2013 einfach gestrichen?

Ich weiß wirklich nicht, wie ich das deuten soll. Glücklicherweise liefert Banzhaf einen Ausweg: Er schreibt, die schwer verständlichen Hofkarten können auch oft auf Plätzen stehen, bei denen es nichts zu sagen gibt.

Gerade nochmal Glück gehabt! ^^

Karte 6: Die Arbeit
Ass der Münzen

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Und hier mal was RICHTIG positives: Eine wertvolle Chance!

Die Frage, die sich nun stellt: Ist damit eine Chance bezüglich meiner aktuellen Arbeit gemeint oder vielleicht etwas ganz neues? Habe ich einen besser bezahlten Job in Aussicht? Oder übernehme ich schwuppdiwupp die Kneipe und werde Chefin? :mrgreen: Die Karte sagt, man solle die Augen aufhalten für lukrative Angebote und Gelegenheiten, die sich jetzt bieten.

Jedenfalls sieht das doch gar nicht so schlecht aus. Bleibt abzuwarten, wie sich das äußern wird!

Karte 7: Partnerschaft
Königin der Kelche

Damit ist das Pärchen komplett!

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Wie auch der König steht die Königin für die Gefühlswelt und Fantasie. Da ich nicht vorhabe lesbisch zu werden, dürfte sie auf diesem Platz wohl für mich stehen.

Man könnte das als Hinweis darauf deuten, in einer (kommenden?) Partnerschaft hingebungsvoller und nachsichtiger zu sein. Allerdings  bin ich das eigentlich schon. Ich bin in Beziehungen so zuckersüß, da erkenne ich mich selbst nicht mehr wieder!

Hier steht allerdings auch was von Verletzlichkeit… ob das im Gegenteil sogar heißt, dass ich härter werden soll?

Naja, wir werden sehen. Dazu muss ja erst mal eine Partnerschaft da sein, bevor das wichtig wird…

Karte 8: Das Hintergründige
Ritter der Schwerter

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Das ist wieder so eine Karte, die ich nicht verstehe.

Ritter stehen für die  Atmosphäre, in der etwas geschieht und der Ritter der Schwerter steht für „frostiges Klima“. Ich weiß wirklich nicht, wie das zu diesem Thema passen kann. „Das Hintergründige“, das klingt so undurchsichtig, gemeint sind damit aber alte Tabus und „okkulte Erfahrungen“.

Was damit wohl gemeint ist? Ich habe keine Ahnung!

Immerhin besagt die Karte als „guter Rat“, dass man, auch wenn man in eine Auseinandersetzung gerät, am Ende klüger daraus hervor geht. Und als Tipp wird gegeben, messerscharf zu argumentieren.

Na dann!

Karte 9: Höhere Erkenntnisse
Sieben der Stäbe

Das ist ja wieder ein bisschen klarer.

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Die Karte steht für Abwehr. Wie man sieht, muss sich auf dem Bild ein armer Knecht gegen gleich sechs Angreifer zur Wehr setzen. Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass er von einer Anhöhe herab kämpft, was ihm einen Vorteil verschafft.

Anhöhe = die besseren Argumente? Hm…

Das kann so ziemlich für alles oder nichts stehen. Ich habe mir einiges für 2013 vorgenommen. Ich möchte diesen Blog hier ausbauen und damit ganz bescheiden ins Weltgeschehen eingreifen, ich muss aber auch an der Uni mehrere Arbeiten abliefern und Pilgern gehen möchte ich ja auch noch (das Thema beschäftigt sich auch mit Reisen…). In jedem dieser Bereiche könnte ich auf Abwehr stoßen.

Klingt ja erstmal nicht so rosig. Aber bei dieser Karte wird zwar gekämpft, aber nicht verloren. Es kann sicher scheiße werden, aber solange ich durchhalte und entschlossen meine Ansichten vertrete, werde ich auch siegen. Und dadurch werden mir die erwähnten höheren Erkenntnisse zuteil.

Never give up, never surrender! Das werde ich mir versuchen zu merken.

Karte 10: Öffentliche Anerkennung
Vier der Schwerter

Uuund wieder was uncooles -.-

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Die Karte steht für erzwungenen Stillstand. Nett, wie Tarot meistens ist, empfiehlt es, diese Pause zur Besinnung und Meditation zu nutzen, damit man wenigstens noch ein bisschen was positives daraus ziehen kann.

Wie passt das mit öffentlicher Anerkennung zusammen? Was ist das überhaupt, öffentliche Anerkennung? Ist damit Freundschaft gemeint? Liebe? Die Arbeit, die Uni? Nichts davon oder alles zusammen?

Ich habe keine Ahnung und werde es einfach auf mich zukommen lassen. Laut der Karte habe ich wohl auch keine andere Wahl!

Karte 11: Freundschaft
Sechs der Schwerter

Hier mal etwas mit besonderer Ambivalenz.

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Die Karte steht für ungewissen Aufbruch und zögerliche Veränderungen, hat aber auch positive Seiten: Die Überfahrt, die gezeigt wird, ist dank der ruhigen See nicht gefährlich und der Fährmann steht als professioneller Helfer zur Seite.

Eigentlich passt das sehr gut, denn es gibt mehr als eine alte Freundschaft, von der ich mich innerlich irgendwie schon verabschiedet habe. Vielleicht wird es Zeit, diesen Weg weiterzugehen, um irgendwann an einem anderen Ufer anzukommen. Potential dafür ist da. Und irgendwie stimmt es schon: Nur Nostalgie hat mich bisher vor diesem Schritt bewahrt. Dabei habe ich gerade an Silvester mal wieder gemerkt, dass ich einigen meiner alten Freunde einfach nichts mehr zu sagen habe.

Das ist schade. Aber wenn es mit neuen Freunden weitergeht und besser wird?

Karte 12: Geheime Hoffnungen und Ängste
König der Münzen

Als letztes wieder eine Hofkarte!

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Dieser König der Münzen kann wieder für einen Mann stehen – in diesem Fall für einen bodenständigen Realisten, der Sicherheit bietet. Wer mag dieses  Wunderwesen wohl sein?

Mit Ängsten hat das wohl nichts zu tun, oder? Vielleicht ist damit gemeint, dass ich (bzw. eine mir nahestehende männliche Person) mir diese Ängste durch gesunden Pragmatismus nehmen werde?

Oder steht sie für die Hoffnung, eine solche Person kennen zu lernen, die mich an die Hand nehmen und mir helfen wird (was ja im Prinzip dasselbe ist)?

Die Karte steht ebenfalls für Genussfähigkeit und Sinnesfreude. Vielleicht ist sie im Verbund mit der ersten Karte zu sehen, die ja so ziemlich das Gegenteil aussagt? Und repräsentiert damit meine Hoffnung, dass eben doch alles irgendwie besser wird und ich wieder ein bisschen Freude am Leben haben kann?

Quintessenz
tarot13Als letztes wird die Quintessenz ermittelt, indem man die Zahlenwerte der Karten addiert, bis man auf einen einstelligen Wert kommt. Hier wäre das die Zwei (weil das Ass eins zählt und die Hofkarten gar nicht). Diese Zahl ist einer Karte aus der großen Arkana zugeordnet, in diesem Fall der Hohepriesterin.

Die Quintessenz ist ein ergänzender Hinweis zum Umgang mit der Legung. Und dieser Hinweis lautet bei dieser Karte: Ich soll mich bereit halten, mich führen lassen, mich auf meine innere Stimme verlassen. Na dann!

Und jetzt?

Wie ihr seht, wirft so eine Legung fast mehr Fragen auf, als Lösungen präsentiert werden. Eigentlich ist man jetzt aber längst noch nicht fertig. Ich könnte noch Querverbindungen zwischen den verschiedenen Karten ziehen und zu Bereichen die unklar geblieben sind, noch weitere Legungen veranstalten, aber ich habe eure Geduld sowieso schon mehr als strapaziert und bin außerdem müde. Das kann ich auch noch morgen machen (dann aber für mich allein).

Was würdet ihr nach dieser kleinen Präsentation über Tarot sagen? Scharlatanerie, lustiges, aber im Grunde sinnloses Hobby oder echte Lebenshilfe?